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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : realität und phantasie



esperanto
10.07.2009, 20:00
namd
also ich wollte hier mal eine diskussion anfachen wer es für möglich hällt im all z.b. an den lagrange punkte oder auf dem mond dem marsorbit andere planeten oder im asteroidengürtel oder oder oder
eine megastadt bzw ein für millionen menschen grosses habitat zu errichten

ich bitte darum jeden traum detaliert zu erklären in welcher form das ganze überhaupt realisierbar sein würde
anhaltspunkt mal die schwerkraft da ich *persönlich* hier auch das grösste problem sehe

spacewalk1
10.07.2009, 20:52
bzw ein für millionen menschen grosses habitat zu errichten

Hi esperanto

Aus den Visionen der 70er Jahre sind nur einige Träume geblieben. Die Realität in der Raumfahrt und auf der Erde sieht heute anders aus. Studien und Projekte welche nicht verwirklicht wurden, sind in grosser Zahl zu finden.

70er Jahre mit Orbitalen, Space Habitat
http://en.wikipedia.org/wiki/Space_habitat
http://en.wikipedia.org/wiki/Orbital_(The_Culture)

Der deutsche Raumgleiter "Sänger"
http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4nger_(Raumtransportsystem)

Etwas aktueller ist das X33 Projekt der NASA
http://de.wikipedia.org/wiki/X-33


Gruss s

esperanto
10.07.2009, 21:05
danke aber das ist am thema vorbei

spacewalk1
10.07.2009, 21:18
realität und phantasie oder oder oder


Du solltest das Thema etwas besser eingrenzen. :D

esperanto
10.07.2009, 21:27
ja hab ich mir auch schon gedacht aber ich hatte ne flasche klaren da und nachdem ich nun 6 monate kein tropfen angerührt hatte konnt ichs kaum erwarten
wer bei mir in der nähe wohnt kann das nervengift aber gerhn abholen
pfui wahrnehmungsverändernde flüssigkeiten bäääh

so btt
ich meinte nicht das mir irgendwelche links oder so gesetzt werden ich denke die überschrift ist auch nicht besonders gut gewählt

mac z.b. schrieb etwas in der art das er planetenbesiedelung für sehr überhohlt hällt da wir zu langsam sind
also wann haltet ihr geschwindigkeit z.b. von licht für uns machbar um andere systeme zu befruchten?
und ein anderer user? meinte das es möglich währe riesige raumstationen zu bauen deswegen erwähnte ich z.b. die lagranges
oder halt mars venus oder in lagranges von anderen objekten im sonnensystem zu besiedeln

ich denke nur das es unmöglich ist eine natürliche schwerkraft der den köper und nicht einen raumanzug festhällt herzustellen
da ein mensch aber bei mittelfristig abweichender schwerkraft aber entweder eine unter oder überbelastung des herzkreislaufsystems nicht standhällt halt ich das z.b. für einen unrealisierbaren traum im gegensatz zur besiedelung der zwillingserde
aber wie wahrscheinlich ist halt auch eine zwillingserde in der umgebung zu finden und lebendig diese zu erreichen?

das ganze soll jetzt lediglich ein einblick sein wonach ihr eure total individuellen ideen und gedankengänge ausrichten könnt nur sollte halt dabei möglichst alles woran ihr denken könnt beachtet werden
wie z.b. nahrungs energieversorgung das schwerefeld und was es sonst noch gibt was unverzichtbar ist

Adestis
10.07.2009, 23:56
Hallo Esperanto

Ich glaube das mit der Schwerkraft ist nicht das große Problem wenn man statt dessen die Zentripedalkraft nutz ( Bab 5 like und grüßt mir den Sheridan ). So ein riesen Ding zu bauen und in Rotation zu versetzen ist natürlich noch eine andere Geschichte. Irgentwo habe ich auch mal gehört das es relativ schwierig sein soll ein Objekt genau im Lagrange-Punkt zu halten, da der keine absolut konstante Bahn hat ( durch die anderen Planeten in unserem System ). Kann mich aber auch irren:rolleyes:

Schmidts Katze
11.07.2009, 00:12
Hallo Adestis,

für zwei umeinander kreisende Körper gibt es fünf solche Lagrangepunkte, von denen zwei stabil sind.
Genaueres findest du hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lagrange-Punkt

Grüße
SK

esperanto
11.07.2009, 00:42
Hallo Adestis,

für zwei umeinander kreisende Körper gibt es fünf solche Lagrangepunkte, von denen zwei stabil sind.
Genaueres findest du hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lagrange-Punkt

Grüße
SK

ich meld dich gleich wegen gedankenraub :P

das mit der zentrifugalkraft ist natürlich eine einleuchtende sache aber wenn ich mir das so vorstelle seh ich 2 probleme
wie willst du diese in der schwerelosigkeit nutzen???
und
mir würd ganzschön anders werden wenn ich mal zu den sternen schau

denke das sind gute einwände oder?

Schmidts Katze
11.07.2009, 00:59
Ich würde das Habitat wie ein Rad aufbauen.
Das Leben findet dann auf der Innenseite der Felge statt.
Das Prinzip ist in einer Szene in "2001 - Odyssee im Weltraum" sehr schön zu sehen.

Grüße
SK

esperanto
11.07.2009, 02:04
ja im wiki auch nur woher nimmst du die kraft die auf die körper wirken soll es gibt dabei ja keine fliehkraft da in schwerelosigkeit somit dreht sich das ding nur und du schwebst und stösst dir übel den kopf
ohne raumanzug...

Orbit
11.07.2009, 11:11
es gibt dabei ja keine fliehkraft
Doch. Und

da in schwerelosigkeit
wirkt nur noch die Fliehkraft.
Und da es kein Oben und Unten gibt, hast Du, solange Du Bodenkontakt hast, rundum Bodenhaftung.

Aber so ganz kann ich es mir auch nicht vorstellen.
Die Atmosphäre wird ja nicht 1:1 mit drehen...
Weht da ständig ein Wind?
Und wenn die Luft mit entsprechenden Aufbauten wie jene in einer Wäschetrommel zum Mitdrehen gebracht würde, müssten die so beschaffen sein, dass sie mit zunehmender Höhe, respektive mit der Annäherung an die Drehachse immer weniger Luft mitnehmen; denn die Winkelgeschwindigkeit muss möglichst überall dieselbe sein. Das könnten Lochwände sein, deren Löcher gegen das Zentrum des rotierenden Habitats immer grösser werden.

Auf die Messung und die Resultate bei Leichtathletik-Meetings wird sich das bestimmt auch auswirken. Und die Fussballer werden ihre Kustschüsse mit Drall von Grund auf neu einstudieren müssen, oder? :)

Orbit

Orbit
11.07.2009, 11:36
Recht einfach sind Bestattungen: Schacht mit Druckschleuse in der Trommelwand, der nach Bedarf geöffnet wird...
Doch wahrscheinlich wird man die Leichen wegen des Rohstoffmangels recyceln. :)
Und der Habitatchef wird das Beste in einem gekühlten Ersatzteillager für sich aufheben.
Niemand wird was dagegen haben; denn dann erhöht sich die Chance, dass er sein nächstes Ersatzteil nicht schon wieder von einer lebenden Person expropriieren lassen wird. :D

Orbit
11.07.2009, 11:41
Mit einem Feldstecher oder Fernrohr kann man beobachten, was die Nachbarin auf der gegenüber liegenden Seite des Habitats in ihrem Hinterhof gerade macht. :)

esperanto
11.07.2009, 12:22
was w#äre denn wenn mir ein apfel runterfällt is der dann schups beim nachbarn vorbeigeflogen?
und kennst du ne formel mit der du die umdrehungen/minute ausrechnen kannst?

würd mich ma interessieren

mondbasis bauen ressourcen zu l4 und l5 und wenns nich klappt an usa und china verkaufen die können ihre todesurteilkandidaten loswerden ^^

Adestis
11.07.2009, 12:44
Das scheint aber zu funktionieren, theoretisch...

http://de.wikipedia.org/wiki/Bernal-Sph%C3%A4re

...ist zwar ein bischen wenig,werd da aber mal weiter Googeln.

Adestis
11.07.2009, 12:50
Und hier dann SK Lösungsansatz

http://en.wikipedia.org/wiki/Stanford_torus

_Mars_
11.07.2009, 13:08
Ich halte es eher für realistisch, das die Menscheit in der näheren fernen Zukunft sich auf die Planeten und evt. Monde beschränken wird.

Schutz vor Mikrometeoriten, Atmosphäre, gratis schwerkraft (+Terraforming möglich), Ressourcen in Hülle und Fülle (Wasser, aber auch CO2, N2 Kupfer, Silizium, Eisen, andere Metalle, Plastik....)

Und ein Planet wird nicht kaputt, wenn ein technisches System ausfällt. Unsere heutigen Systeme halten vlt. 50 Jahre mit Ach und Krach. Da muss noch ein Haufen entwicklungsarbeit geschehen...

jonas
11.07.2009, 16:03
formel mit der du die umdrehungen/minute ausrechnen kannst?
würd mich ma interessieren
Im Artikel Zentrifugalkraft (http://de.wikipedia.org/wiki/Zentrifugalkraft) findest Du alle Formeln.

Z.B. F=m * v^2 / r
Um auf Erdschwere zu kommen muß für einen Körper der Masse m=1 Kg die Kraft von F=9,81 N einsetzen.

Du kannst es auch mit der Formel: a= omega^2 * r ausrechnen.
Dabei ist für a die Erdbeschleunigung von 9,81 m/s^2 einzusetzen. Dann kannst Du für verschiedene Radien die Umdrehungen pro Sekunde ausrechnen (dividiert durch 60 sind es dann die Umin ;)).
Edit: multipliziert mit 60 natürlich :o



Aber so ganz kann ich es mir auch nicht vorstellen.
Die Atmosphäre wird ja nicht 1:1 mit drehen...
Weht da ständig ein Wind?Hi Orbit,

vergleich das Problem mal mit den Verhältnissen auf der Erde. Am Äquator bewegt sich die Atmosphäre mit rund 1600 km/h, an den Polen steht sie still. Und trotzdem tobt nicht ständig ein fürchterlicher Sturm.

Das Wetter in einem rotierenden Zylinder a la Babylon 5 wäre allerdingt etwas anders als auf einem Planeten. Denn die Corioliskräfte sorgen im Zylinder für Wirbel senkrecht zur Oberfläche (Zylinderinnenwand) im Gegensatz zum Planeten, auf dem die Wirbel parallel zur Oberfläche sind.

Orbit
11.07.2009, 16:38
vergleich das Problem mal mit den Verhältnissen auf der Erde. Am Äquator bewegt sich die Atmosphäre mit rund 1600 km/h, an den Polen steht sie still. Und trotzdem tobt nicht ständig ein fürchterlicher Sturm.
Hallo Jonas
Ist das wirklich vergleichbar? In diesem viel kleinräumigeren Habitat wären die Extreme bei den Umlaufgeschwindigkeiten der Luft räumlich viel näher:
In der Bernal-Sphäre, zu der verlinkt wurde, nur 8 km. Und die Geschwindikeitsdifferenz wäre bereits in der Grössenordnung jener zwischen Erd-Aequator und Pol. Ich habe ausgerechnet, dass die Habitatwand bereits mit einer Geschwindigkeit von 280 m/s oder 1008 km/h drehen müsste, um eine Zentrifugal-Beschleunigung von 9,81 m/s^2 zu erzeugen.
Orbit

Enas Yorl
11.07.2009, 16:59
Für Weltraumhabitate mit künstlicher Schwerkraft (durch Fliehkraft), die noch im 21. Jahrhundert realisierbar wären, gibt es durchaus Ideen.
Zum Beispiel auf der Website von Mike Snead (http://mikesnead.net/index.htm) gibt es dazu ein recht interessantes Konzept, siehe fact-sheet-space-habitat-20070806.pdf (http://mikesnead.net/resources/spacefaring/fact-sheet-space-habitat-20070806.pdf).

jonas
11.07.2009, 17:59
Hallo Jonas
Ist das wirklich vergleichbar? In diesem viel kleinräumigeren Habitat wären die Extreme bei den Umlaufgeschwindigkeiten der Luft räumlich viel näher:
In der Bernal-Sphäre, zu der verlinkt wurde, nur 8 km. Und die Geschwindikeitsdifferenz wäre bereits in der Grössenordnung jener zwischen Erd-Aequator und Pol. Ich habe ausgerechnet, dass die Habitatwand bereits mit einer Geschwindigkeit von 280 m/s oder 1008 km/h drehen müsste, um eine Zentrifugal-Beschleunigung von 9,81 m/s^2 zu erzeugen.
Orbit
Deine Berechnung ist korrekt, obwohl mich das Ergebnis in seiner Größenordnung nun doch etwas überrascht hat. :eek: Ich sollte doch etwas öfter solche Berechnungen mal selber durchführen ;)

Beim Anfahren der Rotation wird sicherlich einige Zeit mit heftigen Winden vergehen, bis sich die Luft vollständig mitbewegt. Sobald sie es jedoch tut, gibt es zunächst keinen Grund mehr, warum noch Winde herrschen sollten.

Befinden sich auf der Bernalsphäre nun Seen, Wälder und Städte, so wird dort ein Wetter entstehen, das zu auf- und absteigenden Luftmassen führt. Angenommen die Wetterschicht ist 1.000 Meter mächtig, so ist in der Höhe von 1000 Metern über der Spärenwand die Rotationsgeschwindigkeit etwa 245 m/s, also um 35 m/s oder 126 km/h langsamer. Das wäre schon ein recht starker Orkan.

Nun läuft aber das Wettergeschehen in einer solchen Sphäre anders ab, als auf einem Planeten. Auf einem Planeten rotieren die Tiefdruckgebiete parallel zur Oberfläche und erzeugen so den Wind. In einer zylindrischen Späre steht das Gebiet aber senkrecht zur Oberfläche. Es entstehen also Wetterwalzen mit Drehachse parallel zur Drehachse der Sphäre und keine Spiralen mit Drechachse senrecht zur Spärenachse. Der Energieaustausch findet also im Wesentlichen oberhalb der Oberfläche statt.

Mit anderen Worten: der Geschwindigkeitsunterschied von 126 Km/h wird während des Auf- bzw. Abstiegs der Luftmassen langsam ab- bzw aufgebaut.

Kritisch kann es eigentlich nur dann werden, wenn die Wetterwalze als lokales Phänomen ständig am selben Ort die selbe Richtung hat. Dann könnte sie sich von der übrigen Atmosphäre abkoppeln, verwirbelt nicht mehr mit den anderen Luftteilchen und wird so nicht mehr gebremst. Dann hätte man in der Tat einen starken Orkan. Dem könnte man aber durch kluge Planung der Topographie der Zylinderoberfläche und Einführung von Tag/Nacht Zyklen entgegenwirken. Also z.B. keine Megastadt aufbauen, die permanent Luft aufheizt und in die Höhe treibt und keine zu großen Seen, die den gegenteiligen Effekt haben.

Je aufgelockerter die Gebiete mit unterschiedlicher Wärmekapazität sind, desto stärker wird der Energieaustausch in der Höhe stattfinden.

Schmidts Katze
11.07.2009, 18:13
Hallo Orbit,

ich glaube, im Stanford-Torus hätten wir weniger Probleme mit Wind.
Da machen wir die Atmosphäre so 50 - 200 m hoch, pflanzen ein paar Bäume, Sträucher und Hecken, und Ruhe ist.

Grüße
SK

esperanto
11.07.2009, 20:45
ich denk auch das das mit ventilatoren oder gelöcherten wänden machbar ist
nur die schwerkraft für trampolinfans irritiert mich noch

das mit der geschwindigkeit von 1080 finde ich sogar recht akzeptabel immerhin drehen wir uns in diesem moment auch mit 1400kmh naja zumindest am äquator
wenn ich dann noch bedenke das es an den polen eher langsam zugeht hab ich das problem wohl überschätzt
wenn der durchschnitt allerdings zu klein ist könnte ich mir die optik der sterne allerdings noch als verwirrend oder reisekrankheitend vorstellen

hat einer ne idee für das trampolinsyndrom? also die zentrifugalkraft dürfte doch wenigstens in dem fall nicht greifen da der bereich ja wieder in die schwerelosigkeit fällt

Adestis
12.07.2009, 01:02
Trampoliene werden in solchen Habitaten verboten, da ihre Benutzer, in recht unappetitlicher weise, in einiger Entfernung vom Trampolien, wieder aufschlagen :D.
Die Anziehungskraft nimmt zwar ab je näher man dem Rotationszentrum kommt, aber bei diesen Demensionen glaub ich nicht das sich ein "normaler" Mensch mit einem Trampolien in Gefahr bringen könnte.

Orbit
12.07.2009, 01:22
Trampoliene werden in solchen Habitaten verboten, da ihre Benutzer, in recht unappetitlicher weise, in einiger Entfernung vom Trampolien, wieder aufschlagen :D.
Das kennen wir ja aus fahrenden Zügen. Da fliegen auch immer wieder Kinder entgegen der Fahrtrichtung durch die Luft, weil sie sich vorher im Zwischengang ein bisschen mit Hüpfen die Zeit vertreiben wollten. :D
Und wer kennt nicht die spektakulären Wettkämpfe mit den Motorrad-Jumpern, welche, wenn sie den Lenker loslassen, stets weit und unsanft neben dem Motorrad landen. ;)
Orbit

jonas
12.07.2009, 01:57
Das kennen wir ja aus fahrenden Zügen. Da fliegen auch immer wieder Kinder entgegen der Fahrtrichtung durch die Luft, weil sie sich vorher im Zwischengang ein bisschen mit Hüpfen die Zeit vertreiben wollten. :D
Langsam, Orbit ;)

Trampolinspringen könnte in der Tat etwas mehr akrobatisches Können fordern, als es auf der Erde nötig ist. Denk mal an den Versuch zur Corioliskraft bei dem auf einer rotierenden Scheibe eine Bowlingkugel Richtung Zentrum geschoben wird. Sie fällt irgendwo in Drehrichtung der Scheibe von der Scheibe runter.

Ein Trampolinspringer wird also in einem rotierenden Zylinder zumindest ein wenig in Drehrichtung versetzt bevor er den Zylinderrand (also das Trampolin) wieder erreicht.

esperanto
12.07.2009, 02:40
meine logik wissenschaftlich formuliert
ich bin begeistert

ich fänds aber prima wenn der zusatz in schwerelosigkeit dabei verwendung findet

ich seh da das selbe problem wie du mit der luft orbit

das man am boden an den boden gepresst wird kann ich mich noch so vorstellen aber in der luft müsste mich der luftwiederstand zusammen mit der fehlenden zentrifugalkraft da kein schwerefeld in dem sinne vorhanden ist aus dem kreislauf bringen wohl nicht komplett da nicht genug kraft vorhanden aber schon unmenschlich

ps orbit ich hab zwar die ganzes fachausdrücke und so nicht drauf aber bei mehreren iq test habe ich über den überdurchschnittlichen abgeschnitten und verfüge dazu über ein extrem visuelles gedächtnis verständnis und die fähigkeit mir komplizierte dinge selbst zu erklären

alles nur märchen aber ein funke wahrheit steckt immer drin nä rotkäpchen

Adestis
12.07.2009, 03:10
@ esperanto

Ich glaube, dein Problem liegt darin das Du die falschen Kraft zugunde legst!
Ein Mensch der auf der Innenseite eines Habitas steht, fällt nicht unter die Zentrifugalkraft, sonder unter die Zentriepetalkraft (wie ich oben schon erwähnte) und das gilt auch für das Trampolien, die Luft und den Drink in deiner Hand:D.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zentripetalkraft

Natürlich erst dann, wenn sich das System "eingedreht" hat. (wer bei 1200km/h Windgeschwindigkeit Trampolien springt, ist`s selber schuld. Gilt auch für die Erde)

Gruß Tobi

esperanto
12.07.2009, 03:35
ja alles klar adestis aber in der schwerelosigkeit gibts auch wenn die zentrikraft da ist im l4 oder l5 punkt keine gravitation
schwerelos
und das änders sich bei der zentrikraft auch nicht wenn du deinem link mal folgst ;)

Adestis
12.07.2009, 04:23
ja alles klar adestis aber in der schwerelosigkeit gibts auch wenn die zentrikraft da ist im l4 oder l5 punkt keine gravitation
schwerelos
und das änders sich bei der zentrikraft auch nicht wenn du deinem link mal folgst ;)

Bei L4/L5 gibt es schon Gravitation, die sich aber gegenseitig aufheben, deshalb sind diese Punkte ja optimale Punkte für ein Habitat! Was aber nichts über die Verhältnisse im innern eines Habitat aussagt und darauf bezieht sich meine Aussage!
Schwerelosigkeit ist subjektiv für das menschliche Empfinden! Werde ich ausreichent beschleunigt entsteht das Gefühl von Gravitation, auch wenn ich mich im "freien Fall" befinde bzw. in Schwerelosigkeit. Und das gilt nicht nur für unsere klevere Wahrnehmung, sondern auch für die Physik (wer war da denn nun schlauer???) Kurz gesagt, im innern eines Habitat das ausreichend rotiert, fält ein Apfel immer (fast genau) nach unten! Egal WO es sich gerade befindet. Oder wir reden gerade aneinander vorbei:confused:, auch möglich!.

Luzifix
12.07.2009, 10:47
Wenn ich hier mal mit einer Frage einsteigen darf: Die Sonne ist doch um viele Größenordnungen schwerer als die Erde (war jetzt zu faul, extra nachzusehen), es müßte daher eine Umlaufbahn zwischen Erde und Mercur geben, wo man in jedem x-beliebig geformten Habitat, wenn es nur genügend gegen Strahlung geschützt ist, genau die Schwerkraft spürt, wie man sie von hier auf diesem schönen Planeten gewohnt ist. Wäre das nicht einfacher zu realisieren als eine rotierende Sphäre? Die zweite Erde ist eine Scheibe, noch besser: ein Sandwich.

Orbit
12.07.2009, 11:21
Luzifix
Du meinst wohl den Lagrange-Punkt 1. Der ist nicht zwischen Erde und Merkur. Je nach Konstellation kann sich zwischen diesen beiden Planeten gar noch die Sonne und die Venus befinden. Er liegt zwischen der Erdbahn und der Venusbahn, allerdings nur 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Das ist ca. 4 mal die mittlere Distanz Erde-Mond.
Die Gravitation ist dort nicht so, wie Du es beschreibst.

Es gibt insgesamt 5 Langrange-Punkte:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lagrangepunkt
Orbit

esperanto
12.07.2009, 13:28
hi adestis ich versuchs dir mal mit nem mc donalds spiel zu erklären

ich nehm mir ein tablett mir raus mein kumpel hat in der zeit ein seil besorgt wir machen ein loch ins tablett und befestigen sowohl das seil am tablett als auch an der anhängerkupplung des porsches seines dads *sonderanfertigung*

so nun stell ich mich auf die anhängerkupplung und mein kumpel fängt an zu beschleunigen ich beschleunige mit auf die selbe geschwindigkeit solang ich mein gleichgewicht halten kann

mein kumpel ist aber so mies und wirft die verpakung vom burger und seinen milchshake aus dem wagen so das ich hochspringen muss

in diesem moment aber werde ich nicht weiter beschleunigt zwar befinde ich mich nicht in schwerelosigkeit aber der wind bremmst mich massiv ab

so kommt es natürlich tragischerweise dazu das ich zuerst mit der stirn aufschläge und mir einen offenen untearmbruch zuziehe da wir auf der autobahn über 200 sachen drauf hatten schleift meine haut und chliesslich noch der knochen über die ashaltbahn und hinterlässt eine schreckliche spur

ich hab aber das glück und stehe unter schock




demnach wenn ich es schaffe mit einer kraft von knapp 850kg zu springen überwinde ich die zentrikraft und befinde mich mit abnehmenden rotationsgeschwindigkeit in der schwerelosigkeit
natürlich werde ich mit schwimmbewegungen versuchen den rand zu erreichen das mich die zentri kraft wieder gen boden presst

wenn ich da gerad so drüber nachdenk könnte das auch bei einigen sexuellen stellungen interessant sein zumindest wenn es wellen in der zentrikraft gibt :D

Adestis
12.07.2009, 14:19
Hallo Esperanto

Also dein Kumpel schleift mit 200 km/h ein McDonalds Tablett hinter sich her (?), nur um Dich dann von der Anhängerkupplung zu entfernen (??) in dem er Dir sein Milchshake (???) an den Kopf wirft... das ist ein sehr kreativer Vergleich!
Würde aber nur dann auf ein Habitat passen, wenn sich der Porsche nicht bewegt bzw. sich die Luft genau so schnell bewegt wie der Wagen.



demnach wenn ich es schaffe mit einer kraft von knapp 850kg zu springen überwinde ich die zentrikraft und befinde mich mit abnehmenden rotationsgeschwindigkeit in der schwerelosigkeit
natürlich werde ich mit schwimmbewegungen versuchen den rand zu erreichen das mich die zentri kraft wieder gen boden presst

Gut, wenn Du es schaffst die "Zentrikraft" zu überwinden UND zum Stillstand kommst, also nicht mehr mit dem Habitat mit rotierst, hast du recht. Das mit den Schwimmbewegungen würde ich dann aber lassen. Die Folgen wären extremer als bei Deinem Hochgeschwindigkeits-Milchshake Experiment.
Ich glaube, ich kann das auch nicht so richtig gut erklären. KANN MIR MAL EINER HELFEN, BITTE!



wenn ich da gerad so drüber nachdenk könnte das auch bei einigen sexuellen stellungen interessant sein zumindest wenn es wellen in der zentrikraft gibt :D

Das möchte ich weder ausprobieren, noch kommentieren:D

Gruß
Tobi

Orbit
12.07.2009, 14:31
Bei L4/L5 gibt es schon Gravitation, die sich aber gegenseitig aufheben
Adestis
Nein, tun sie nicht. Sie addieren, respektive subtrahieren sich und zwar derart, dass die Langrange-Punkte in unverändertem Abstand zur Erde mit dieser die Sonne umlaufen.

Orbit
P.S. Sehe, dass der Satz, den ich hier zitiere, bereits nicht mehr existiert. Sei's drum.

esperanto
12.07.2009, 14:44
erzähl mir nicht das du noch nie was von dem spiel gehört hast? ist eigentlich sogar recht beliebt naja ohne porsche und nur so 60 sachen egal..

so aber selbst wenn ich die zentrikraft nicht überwinde befinde ich mich ja da das ganz e ohne gravitation abläuft sofort wenn ich springe etwas weniger zentrikraftiert

also wenn ich mit 850kg angezogen werde is ein sprung auf der erde ziemlich egal werde ja wieder angravitationiert

aber wenn ich nur zentrikraft habe und springe hebe ich in dem moment ja den kontakt zum zentrikraft dingen auf
ich habe zwar noch die geschwindigkeit der zentrifugalkraft die mich wieder nach unten drückt aber halt um den faktor langsamer mit dem ich abgesprungen bin
verstehst?
dazu kommt dann halt noch das ich mich weniger schnell mitrotiere was mich dann halt vom trampolin wirft
ih weiss trampolins gibts auch mit netz

Luzifix
12.07.2009, 14:45
Du meinst wohl den Lagrange-Punkt 1. Der ist nicht zwischen Erde und Merkur. Je nach Konstellation kann sich zwischen diesen beiden Planeten gar noch die Sonne und die Venus befinden. Er liegt zwischen der Erdbahn und der Venusbahn, allerdings nur 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Ich hatte den Abstand gemeint, wo die Fallbeschleunigung Richtung Sonne 9,81m/sek² beträgt. Habe ihn inzwischen probehalber berechnet, bin aber sehr enttäuscht davon. Ich bekomme nur einen Abstand von 3,677 Mill km zur Sonne heraus, das müßte verdammt nahe an der Sonne sein, wenn ich mich nicht vor dem Wurzelziehen um 10^3 verrechnet habe. Das "Habitat" wird also ziemlich heiß....

esperanto
12.07.2009, 14:46
kommt auf die albedo an ;)

Orbit
12.07.2009, 14:51
dazu kommt dann halt noch das ich mich weniger schnell mitrotiere was mich dann halt vom trampolin wirft
Wenn die Luft mitrotiert, bremst Dich nichts. Du hast in der Luft dieselbe Geschwindigkeit wie auf dem Trampolin.
Für Dein Szenario müsste der Habitat-Maschinist die Trommel in dem Moment beschleunigen, wo Du abhebst. So fies wir er aber nicht sein, oder? :)
Orbit

esperanto
12.07.2009, 14:55
schon aber windverwirbelungen wird es trotzdem geben hoff ich würd auch gewitter vermissen
aber der punkt mit der entgegengesetzten kraft zu zentrikraft bleibt nach wie vor

esperanto
12.07.2009, 14:59
ja im wiki auch nur woher nimmst du die kraft die auf die körper wirken soll es gibt dabei ja keine fliehkraft da in schwerelosigkeit somit dreht sich das ding nur und du schwebst und stösst dir übel den kopf
ohne raumanzug...

andersgesehen seh ich wieder das problem mit der fehlenden gravitation hab gerad im wiki gelesen das für zentrifugalkraft gravitation nötig ist

bin wohl gerad zu müde dafür

Orbit
12.07.2009, 15:00
Ich hatte den Abstand gemeint, wo die Fallbeschleunigung Richtung Sonne 9,81m/sek² beträgt.
Ach so.

Ich bekomme nur einen Abstand von 3,677 Mill km zur Sonne heraus
Ich auch. :)
Orbit

Schmidts Katze
12.07.2009, 15:25
Wenn ich hier mal mit einer Frage einsteigen darf: Die Sonne ist doch um viele Größenordnungen schwerer als die Erde (war jetzt zu faul, extra nachzusehen), es müßte daher eine Umlaufbahn zwischen Erde und Mercur geben, wo man in jedem x-beliebig geformten Habitat, wenn es nur genügend gegen Strahlung geschützt ist, genau die Schwerkraft spürt, wie man sie von hier auf diesem schönen Planeten gewohnt ist. Wäre das nicht einfacher zu realisieren als eine rotierende Sphäre? Die zweite Erde ist eine Scheibe, noch besser: ein Sandwich.

Nein, Luzifix,

wenn du dich in einer Umlaufbahn z.B. um die Sonne befindest, spürst du keine Gravitation, weil diese durch die Fliehkraft genau ausgeglichen wird.
Sonst würde das ganze Habitat in die Sonne stürzen.
Du kannst die Schwerkraft nur durch eine Eigenrotation und daraus entstehender Fliehkraft ersetzen.

Grüße
SK

Adestis
12.07.2009, 15:42
Ein Orbit in der Nähe der Sonne währe trotzdem eine Überlegung wert weil:

1. das Habitat würde keine Energie für die Heizung verbrauchen
2. die überflüssige Hitze abgeleitet und in Energie umgewandelt werden könnte
3. die Rotation kostengünstig per Sonnensegel aufrecht gehalten werden könnte (Sonnenwindmühle)
4. auch kleinere, langfristige Kurskorrekturen mit Sonnensegel erledigt werden könnte

Nachteilig währe natürlich die aufwendige Abschirmung gegen die Strahlung und der sehr weite Weg.

esperanto
12.07.2009, 16:50
oder bei den gasriesen

aber nochmal zurück
bitte nur wenn einer das wissenschaftlich fundiert weiss

scherelosigkeit zentrikraft = keine irdischen bedingungen
grund fehlende gravitation

stimmt?

spacewalk1
12.07.2009, 17:56
andersgesehen seh ich wieder das problem mit der fehlenden gravitation hab gerad im wiki gelesen das für zentrifugalkraft gravitation nötig ist

bin wohl gerad zu müde dafür


Wiki bietet eben auch etwas zur Stärkung aller Kräfte.:D

Luzifix
12.07.2009, 17:56
Nein, Luzifix,

wenn du dich in einer Umlaufbahn z.B. um die Sonne befindest, spürst du keine Gravitation, weil diese durch die Fliehkraft genau ausgeglichen wird.
Sonst würde das ganze Habitat in die Sonne stürzen.


Danke, Schmids Kätzchen für den Hinweis! Warum bin ich da selber nicht drauf gekommen? Habe die ganze Zeit daran gedacht, wie das wär, wenn man dieses Ungetüm von Sonne unter sich brodeln sieht, wenn man aus dem Fenster schaut.

Wie ist das mit der Fliehkraft denn auf der Erde? Da macht es wohl nicht so viel aus, denn sonst müßte es doch immer einen Ort geben, wo man die Raketen besonders preiswert in den Orbit bringen kann? (Ich meine die Fliehkraft aus der Erdbahn um die Sonne)

esperanto
12.07.2009, 18:31
jup z.b. höhenunterschiede

jonas
12.07.2009, 19:40
Wie ist das mit der Fliehkraft denn auf der Erde? Da macht es wohl nicht so viel aus, denn sonst müßte es doch immer einen Ort geben, wo man die Raketen besonders preiswert in den Orbit bringen kann? (Ich meine die Fliehkraft aus der Erdbahn um die Sonne)
Am Äquator ist die Fliehkraft ca 0,033 m/s^2. Dies ist gegenüber der Erdbeschleunigung von (im Mittel) 9,81 m/s^2 sehr wenig, eigentlich praktisch nix.

Trotzdem ist der Äquator der optimale Ort um Raketen in den Orbit zu bringen, denn man kann hier die Geschwindigkeit der Erddrehung mitnehmen, und die ist dort immerhin rund 1.600 km/h.

Falls ich mich nicht verrechnet habe ist der der Umfang des Breitengrads durch Frankfurt a.M. gerade nur noch 26.250 km und die Geschwindigkeit nur noch rund 1.100 Km/h. Ein Raketenstart in Frankfurt müsste also um 500 km/h mehr beschleunigen als ein Start z.B. in Kourou.

jonas
12.07.2009, 20:18
andersgesehen seh ich wieder das problem mit der fehlenden gravitation hab gerad im wiki gelesen das für zentrifugalkraft gravitation nötig ist

bitte nur wenn einer das wissenschaftlich fundiert weiss

scherelosigkeit zentrikraft = keine irdischen bedingungen
grund fehlende gravitation

stimmt?

Konntest Du das nochmal etwas klarer formulieren? Ich bin nicht sicher, ob ich verstehe, was Du meinst. Und bitte gib auch den Wiki Artikel an, in dem Du gelesen haben willst, daß für die Zentrifugalkraft Gravitation nötig ist.

esperanto
13.07.2009, 12:08
hmm ja den wiki artikel weiss ich nicht mehr kann aber nachvollziehen das meine behauptung dich jetzt auch beschäftigt

habe gerad nicht so viel zeit

wenn du wissen darüber hast würde mir schonmal genügen wenn du das
mit der schwerelosigkeit und den zentripedalkräften kurz erläuterst ob es dabei irdische bedingungen geben kann

ich kann es mir beim besten willen nicht vorstellen das man in der schwerelosigkeit ohne gravitation ähnliche bedingungen wie auf der erde erschaffen kann

wobei ich die idee mit den punkten zur sonne und gasriesen mit 9,81 anziehung schon prima finde und auch dikusionwürdig um weiter auszubauen

andere ideen fänd ich auch noch prima wenn einer eine hat

falls ich mich jetz nur wieder wiederholt hab werde ich heute abend ausführlicher darauf eingehen mfg

SpiderPig
13.07.2009, 15:47
Ich versuche mich mal, in das Wirrwarr der Fragen eine Ordnung und einen Sinn zu biegen.
Sollte ich mich dabei nicht im Sinne des Fragenden bewegen, behalte ich mir alle Recht vor, meine Meinung diesbezüglich zu äußern. :)

Dysonsphäre:
1) Wenn man ein nicht rotierendes, riesiges und festes Gebilde um die Sonne bauen könnte (das ist Materialtechnisch nicht möglich), so dass die Gravitation der Sonne auf der Außenseite dieses Gebildes (wenn möglich einer Kugel) genau 9,81m/s² beträgt, müsste die Oberfläche dieser ganz besonderen Dysonsphäre eine bestimmte Entfernung zur Sonne aufweise.
Der Nachteil einer solchen Konstruktion: Auf der Oberfläche ist ständig Nacht.
Der Vorteil: Dafür hat man eine sehr gute Fußbodenheizung.

2) Wenn man das gleiche um den Jupiter baut....
Der Nachteil ist es, dass Jupiter so weit von der Sonne weg ist, dass es dort sehr kalt wäre.
Gegenüber dem ersten Beispiel hätte man aber zumindest einen gewissen Nacht-Tag Rhythmus.

3) Wenn man nun den Jupiter in die Erdumlaufbahn bringt, und darum herum eine wie oben beschriebene große Eierschale großer Stabilität und Festigkeit baut, dann könnte man auf dieser Oberfläche wohl eine Irdische Ökologie unterbringen.

Aber:
Es gibt mehrere Gründe, warum so was nicht funktioniert.
a) Eine solche Sphäre wäre Himmels mechanisch instabil.
Die Sonne (bzw. der Jupiter) würde also in der Sphäre zu wanken beginnen, bis die Sphäre die Sonne (den Jupiter) irgendwann berührt, wenn diese nicht vorher auseinander reißen würde.

b) ein Material, dass die auftretenden Kräfte (auch wenn Sonne/Jupiter im Mittelpunkt bleiben) aushält, ist weder bekannt, noch nach heutiger Physik denkbar.

c) Es ist wohl einfacher, zahlreiche Habitate frei um die Sonne rotieren zu lassen, die man ggf. auch miteinander zu einem losen Ring vereinigen könnte.
Dabei müsste jedes Habitat innen hohl sein, die eigene Schein-Gravitation durch Rotation erzeugen und einen Tag-Nacht Rhythmus mit verstellbaren Spiegeln erzeugen.


Ringwelt:
Alternativ gibt es die Ringwelt, die aus einem Band besteht, das um einen Planeten (i) oder die Sonne (j) kreist, und dabei so schnell kreist, dass auf der Innenfläche eine Schein-Gravitation durch die Zentripedalkraft erzeugt wird.
Baut man Mauern um das Band, könnte man diese Ringwelt mit Luft und einer Ökologie besiedeln.

Nachteile:
j) Es ist immer Mittag bei der Konstruktion um die Sonne.

i) Es gibt zwei mal im Jahr des Planeten auf der Ringwelt eine Zeit, in der sich die Ringwelt selber abschattet. Das könnte noch als Winter durch gehen.
Wenn eine Präzession auftritt, kann die planetarische Ringwelt sich zur Ekliptik kippen und dauerhaft im eigenen Schatten liegen. Das wäre eine lange Eiszeit.

Die Konstruktion ist instabil, so wie die Sphären, muss also ständig stabilisiert werden. Der Planetenring zusätzlich noch in der Ekliptik.

Es gibt bisher kein Material, dass den enormen Kräfte widerstehen könnte. Ob eine solches Material für den Planetenring nach heutiger Physik denkbar ist, kann ich nicht beantworten.


SpiderPig

jonas
13.07.2009, 16:11
Hi esperanto

Spiderpig hat jetzt mal recht schön verschiedene Habitat-Modelle dargestellt.

Bei
wenn du wissen darüber hast würde mir schonmal genügen wenn du das
mit der schwerelosigkeit und den zentripedalkräften kurz erläuterst ob es dabei irdische bedingungen geben kann ist mir nach wie vor nicht klar, worin Dein Verständnisproblem liegt. Liegt es in den Begriffen Zentrifugalkraft, Zentripetalkraft und Gravitation? Oder liegt es daran, daß man bei Habitaten mit Schwerkraft durch Rotation auf der Innenseite des Rotationskörpers lebt, und bei Gravitation auf der Außenseite des Körpers?

SpiderPig
13.07.2009, 16:41
Hallo jonas,

Spiderpig hat jetzt mal recht schön verschiedene Habitat-Modelle dargestellt.

unter Habitaten (m Weltraum) verstehe ich weder Dysonsphäre noch eine Ringwelt. Das sind für mich eher sehr phantastische und vermutlich nie zu realisierende Ideen, mit großem Unterhalungswert.

Habitate sind für mich, wie du schon erwähntest, Hohlwelten, die rotieren um in ihrem Inneren eine Erd-Gravitations-ähnliche Zentripedalkraft zu etablieren.

Dabei kenne ich zwei drei grundsätzliche Modelle:

1) Die klassische Raumstation als Speichenrad (http://web.physik.rwth-aachen.de/%7Ehebbeker/lectures/ph1_0102/p112_l03/img47.gif).Weiteres Bild (http://www.manager-magazin.de/img/0,1020,561603,00.jpg)

2) Ein Zylinder der in teilen einen durchsichtigen Boden (?) aufweist.Bild1 (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d3/Rama16wiki.jpg) Bild2 (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/94/Spacecolony3edit.jpeg/764px-Spacecolony3edit.jpeg)

3) Ein Zylinder, der eine durchsichtige Stirnseite auf weist. nicht ganz passendes Bild. (http://www.fabiofeminofantascience.org/RETROFUTURE/coleanalog.jpg)

Die Belieferung mit Licht erfolgt bei
1) durch Fenster, bei
2) durch die durchsichtigen Bodenbereiche und bei
3) über verstellbare Spiegel vor der durchsichtigen Stirnseite, oder in allen Fällen durch künstliche Beleuchtung.



Gruß
SpiderPig

esperanto
14.07.2009, 01:33
also ich hab ne zentrifuge in der flüssigkeit auf dem boden liegt sie läuft an aufgrund der zentrikraft und der reibung am boden wird das zeug gegen die wände gedrücke

wenn ich das ganze aber in der schwerelosigkeit mache habe ich ja keine kontaktfläche zu dem behälter also kann die flüssigkeit durch die rotation nicht an die wand gedrückt werden solange sie keinen kontakt hat

ich hoffe das ist als frage/antwort mit erwarteter antwort von dir jonas so ausreichend erklärt das du weisst was ich meine
freue mich auf deine fachmännische auskunft

andergesehen habe ich siet den letzten beiträgen wieder den verdacht das wir auf mutter erde festgenagelt sind

mac
14.07.2009, 01:57
Hallo esperanto,

vielleicht hilft Dir diese Beschreibung weiter: http://www.astronews.com/forum/showthread.php?p=20119#post20119

Herzliche Grüße

MAC

FrankSpecht
14.07.2009, 02:10
Moin, esperanto,

wenn ich das ganze aber in der schwerelosigkeit mache habe ich ja keine kontaktfläche zu dem behälter also kann die flüssigkeit durch die rotation nicht an die wand gedrückt werden solange sie keinen kontakt hat
Klar, wenn du die Zentrifuge mit ihrem Inhalt erst in der Schwerelosigkeit in Gang setzt, stimmt deine Aussage.

Übertragen auf rotierende Habitate (insbesonder solche, wie in "2001 - Odyssee im Weltraum" dargestellt) wirst du aber feststellen, dass anlandende Raumschiffe zur Rotation des Habitats synchronisiert werden. Nicht nur, damit das Schiff evtl. durch eine Schleuse passt.

Durch die Rotation im Raumschiff erhalten die (sitzenden) Astronauten einen Impuls in Richtung Rotationsrichtung des Habitats.
Greift der Astronaut beim Umsteigen in das Habitat nun an einen Griff außerhalb der Rotationsachse (seien es nur ein paar Zentimeter), erhält er automatisch den Impuls durch die Rotation des Habitats. Auf ihn wirkt eine Zentrifugalkraft, die umso stärker ist, je weiter er sich von der Rotationsachse des Habitats entfernt. Das kann dann soweit führen, dass, eine genügend schnelle Rotationszeit des Habitats vorausgesetzt, er auf der von der Rotationsachse entfernten Innenseite des Habitats eine Zentrifugalkraft spürt, die dem Wert nach der Gravitationskraft auf der Erde entspricht.

Vergessen darf man allerdings auch nicht, dass jede anlandende Ladung in so einem Habitat möglicherweise Energie aufbraucht (der Impuls muss ja auf eine neue Masse übertragen werden, wenn der Impuls nicht von außen hinzugeführt werden konnte). Da heißt es: genügend Sprit mitnehmen, um die Rotation des Habitats aufrecht zu erhalten.

@mac
Ah, du warst schneller. Obwohl mir im verlinkten Thread noch das Wort "Impuls" fehlt ;)

Korrektur: Nö, hier ist der Hinweis (auf den Impuls):

Befindet man sich in einer rotierenden Raumstation, so haben alle Personen und auch Gegenstände wie Bälle einen Bewegungsimpuls, der durch die Drehrichtung vorgegeben ist.

jonas
14.07.2009, 05:10
also ich hab ne zentrifuge in der flüssigkeit auf dem boden liegt sie läuft an aufgrund der zentrikraft und der reibung am boden wird das zeug gegen die wände gedrücke

wenn ich das ganze aber in der schwerelosigkeit mache habe ich ja keine kontaktfläche zu dem behälter also kann die flüssigkeit durch die rotation nicht an die wand gedrückt werden solange sie keinen kontakt hat

ich hoffe das ist als frage/antwort mit erwarteter antwort von dir jonas so ausreichend erklärt das du weisst was ich meine
freue mich auf deine fachmännische auskunft
Mit dieser Vorstellung, also einem rotierenden kugelförmigen Etwas, das absolut keinen Kontakt zum Inneren hat, wird das Innere nicht in Rotation versetzt werden können.

Ein solches Modell ist schon was besonderes. Denn es hat einen bestimmten Bezugspunkt. Aber das wäre ein Thema ganz anderer Art ... könnte man aus den Drehimpulsen aller beobachtbaren Materie ein Zentrum des Universums lokalisieren?

Aber zurück zum Drehimpuls: Dieser ist eine Erhaltungsgröße. Das heißt, daß eine sich drehende Masse stets ihren Drehimpuls beibehält, solange sie diesen nicht nach einem anderen Ort bzw. eine andere Masse überträgt.

Die Übertragung kann durch Stoß bzw. Annäherung erfolgen (z.B. elektromagnetische Abstoßung). Aber auch exzentrische Masseverteilung (Gezeiteneffekt) kann Drehimpuls übertragen. Oder es sind Schwerkraftwellen (z.B. sich umkreisende Schwarze Löcher), die die Energie des Drehimpuls nach außen tragen.

Hat eine Masse einen Drehimpuls, so stiebt sie auseinander. Und zwar tangential, gemäß der Gesetzmäßigkeit der trägen Masse. Wenn diese Masse aber etwas auf einer Kreisbahn hält (oder einer elliptischen Bahn), dann wirkt eine Kraft im Inneren (Gravitation, Magnetismus, Elektrostatik, Kernkraft).

Insoweit hast Du recht, daß für die Zentrifugalkraft eine andere Kraft präsent sein muß. Denn die Zentrifugalkraft ist nur eine Scheinkraft. Die Kreisbewegung (oder Ellipse) ist eine Beschleunigung. Und die Kraft, die diese Beschleunigung ausübt nennt man Zentripetalkraft. Die Zentripetalkraft ist also die Kraftwirkung, die einen Körper aus seiner geradlinigen Bewegung ablenkt und in eine elliptische oder kreisförmige Bahn zwingt, entgegen seinem natürlichen Drang sich gemäß seiner Trägheit geradlinig fortzubewegen.

Wenn man jetzt ein Habitat baut, in Form eines Faß, das um seine Längsrichtung rotiert, so werden die Objekte (Menschen, Bäume, Seen, Tiere und Luft) aufgrund der elektromagnetischen Abstoßung auch in Rotation versetzt. Man wird einfach angeschubst.

Die elektromagnetische Abstossung der Aussenhülle, also das, was man beim Auftreffen der Faust auf der Tischplatte fühlt, führt zu einer Beschleunigung. Diese Abstoßung und Abklenkung ist eine Übertragung des Drehimpuls der Außenhülle. So entwickelt sich ein Drehimpuls auf alle Moleküle innerhalb des Habitats.

Da sich die Moleküle innerhalb des Habitats nicht verflüchtigen können (elektronagnetische Sperre der Außenhülle), werden diese im Lauf der Zeit den selben Drehimpuls annehmen.

Gravitation ist hierbei nicht notwendig, sie ist ohnehin viel zu schwach. Die elektromagnetische Kraft ist so stark, daß sie alles andere im Inneren eines Habitats (Reibung) so in Drehimpuls versetzt, daß irdische Verhältnisse emuliert werden können.

Redmond
08.08.2009, 21:20
Sehr Interessantes Thema und ich war nicht dabei.
Da ich aber alle Beiträge gelesen habe, nehm ich mir die Freiheit, noch etwas dazu zu sagen.

Habitat um die Sonne auf der "9,81m/s^2-Höhe":
Wie schon erwähnt wurde, würde durch das Umlaufen um die Sonne die 9,81 aufgehoben.

Was aber, wenn aber, wenn man einen Orbit hat der immer am Selben Punkt der Sonne ist(zB immer über einem Pol), auf der "9,81m/s^2-Höhe". Dann müsste man Auftrieb erzeugen, weslcher durch Solarsegel erzeugt werden könnte. In der Nähe der Sonne ist ja bekanntermassen die Wirkung der Sonnensegel sehr Groß, weshalb es mit genügend großen Solarsegeln realisierbar sein müsste.

Sicherlich mal Interessant das auszurechnen.

Und zur allgeneinen Info: bei der erzeugung von (Simulierter) Schwerkraft durch Rotation, muss man beachten, dass der Unterschied zwischen der Gravitation am Kopf und der an den Füssen kleiner ist als 5%, ansonsten kommt es zu Übelkeitsanfällen.

Zur Luft innerhalb solcher Habitate: Schliesst man eine Tür im Habitat, so wird die Luft gegen diese Gedrückt und der Drehimpuls auf diese Übertragen. Die Luft wird sich dann an diesen Impuls gewöhnen, so wie es auch die Astronauten tun und die Luft wird, genau wie die Astronauten, nurnoch von der Zentripetalkraft an die äusserste Wand gedrückt, so wie, wer ahnt es, die Astronauten auch.

Das Trampolinspringen sollte also an Sich kein Problem sein, sobald sich die Luft angepasst hat, und die Winkelgeschwindigkeit konstant ist.
Das Beispiel, von vorbeifliegenden Kindern in Zügen kommt auch nur zum tragen, wenn der Zug seine Geschwindigkeit verändert.

Und esperanto: Bitte, auch wenn Zentrikraft sehr nett klingt und kurz ist, sorgt es doch für verwirrung, weil es sowohl Zentripetal als auch Zentriefugalkraft gibt. Und wenn du schon Fachmanische Auskünfte haben willst, komm nicht mit Argumenten aus Wiki. Auch wenn dort sicherlich viele Sachen stimmen, ist dort trotzdem einiges Falsch und gerade die Interessanten/Komplexen Themen sind Orte, wo es schnell dazu kommen kann, dass jemand, der es nicht richtig Verstanden hat, anderen falsch erklärt.

Schon in der Schule durften wir nicht mit Wiki arbeiten und ich war auf einer Gesamtschule in NRW, das soll was heissen ;-)

Gruß

PS: Auf das wir hier noch auf Gute Ideen zusammen kommen

_Mars_
09.08.2009, 11:27
Da heißt es: genügend Sprit mitnehmen, um die Rotation des Habitats aufrecht zu erhalten.

Elektrische Beschleunigung? Mittels Solarsegeln oder Nuklearbatterie braucht es keine Sützmasse und somit kann man die Kraft theoretisch unendlich erhalten (wenn der Strom ausgeht ist sowieso alles vorbei)