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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Magnetkanone (antrieb um den orbit zu verlassen)



velipp28
22.06.2009, 19:28
ich habe mich gefragt ob es möglich wäre folgendes zu bauen

im mount everest wird ein steiler tunnel bis tief unter die erde gebohrt in dem tunnel der an der spitze des berges endet befindet sich die gleiche technologie wie auf einer magnetschwebeban nur stärker zudem gibt es einen tank mit vakoum und einen mit überdruck unten befindet sich eine schale (halterung) in der ein raumschiff ist unten wird druck eingelassen und der magnetantrieb startet während oben vakoum ist kurz befor der orbiter das ende ereicht öfnet sich oben eine schleuse und er kann den tunnel verlassen (schleuse wegen vakoum)
ich denke so eine anlage wäre stark genug um die astronauten in den orbit zu befördern

Orbit
22.06.2009, 19:49
Obwohl Du von einer Magnetkanone redest, meinst Du offensichtlich ein gigantisches Luftgewehr. Ob das ginge, mag ich mir jetzt gerade nicht überlegen; aber eine Frage möchte ich schon los werden: Warum muss die Mündung Deines Gewehr-Laufes gleich auf dem Mt. Everest sein? Dort würden für die Mineure, welche dieses Loch bohren müssten, doch ziemlich schwierige Arbeitsbedingungen herrschen. Ich denke, ein Loch im Flachland tät's auch. :)

velipp28
22.06.2009, 20:02
ich denke nicht den das loch sollte ja möglichst hoch sein und möglichst tief und wenn man 4km unter dem berg anfängt (das ist wohld das maximum) dan muss man das raumschiff doch in kurzer zeit auf fluchtgeschwindigkeit bringen

Ps:

der hauptantrieb währe die magnetische kraft der luftdruck sollte nur als zusatz dienen das vakoumin der röhre um den wiederstand zu veringern und das raumschiff hoch zu ziehen!

Orbit
22.06.2009, 20:11
Wie kommst Du auf die Idee, dass beim Everest eine magnetische Kraft gebe, deren Vektor in den Himmel zeigt?

velipp28
22.06.2009, 20:15
neinnnnnnnnnnnnnnnnnnnn
ich meine künstlich wie bei einer magnetschwebe bahn !

Enas Yorl
22.06.2009, 20:23
im mount everest wird ein steiler tunnel bis tief unter die erde gebohrt in dem tunnel der an der spitze des berges endet befindet sich die gleiche technologie wie auf einer magnetschwebeban nur stärker zudem gibt es einen tank mit vakoum und einen mit überdruck unten befindet sich eine schale (halterung) in der ein raumschiff ist unten wird druck eingelassen und der magnetantrieb startet während oben vakoum ist kurz befor der orbiter das ende ereicht öfnet sich oben eine schleuse und er kann den tunnel verlassen (schleuse wegen vakoum)
ich denke so eine anlage wäre stark genug um die astronauten in den orbit zu befördern

Eine Kanone die ein Objekt innerhalb weniger Kilometer stark genug beschleunigt um den Erdorbit zu erreichen, würde die Astronauten ganz sicher töten. Bei der dafür nötigen Beschleunigung, könnte man die Überreste der Astronauten mit der Spachtel von der Rückwand kratzen.
:eek:

MGZ
22.06.2009, 20:26
Ich sehe da ein äußerst hässliches Problem für die Astronauten:
Mal angenommen, man würde in 16km Tunnel durch den Berg auf 12 km/s beschleunigen. (Man muss ja noch Teile der Atmosphäre durchqueren und man will keinen Antrieb mitschleppen). Dann wirkt während der Durchflugszeit durch den Tunnel von 0,66 Sekunden auf die Astronauten das 1800-fache der Erdbeschleunigung. Wenn der Tunnel sich öffnet prallt das Raumschiff auf die Atmosphäre und die Astronauten erfahren etwa die 22fache Erdbeschleunigung - aber plötzlich in die entgegengesetzte Richtung!
So wies aussieht hat man eine höhere Chance, lebend in den Orbit zu gelangen, wenn man sich am Seil von Weltraumlift hochhangelt. :D

Orbit
22.06.2009, 20:33
Hast Du schon mal ausgerechnet, welche Beschleunigung dem Raumschiff in dieser Kanone verpasst werden müsste und in welcher Zeit es die Strecke von etwa 13000 m (wenn ich Dich richtig verstanden habe) bis zur Mündung zurück legen müsste, um auf die erforderliche Fluchtgeschwindigkeit zu kommen?

velipp28
22.06.2009, 21:10
ich verstehe !

nun aber für frachten wäre es immer noch praktisch denke ich immerhinn ist das 95 % der raumfahrt!
die 5% menschen noch konventionel hoh zu bringen wäre also kein problem

jonas
22.06.2009, 22:05
Diese Überlegung hatten wir schon einige Male hier im Forum. Die Beschleinigungen bei solchen Startvorrichtungen wären derart immens, daß sogar Frachten Schaden nehmen würden.

Die Formel lautet: a=v^2/2s. Um bei einer Länge von s=8.000 Metern auf v=10.000 m/s zu kommen braucht man demnach eine Beschleunigung von rund 625 g. Und das ist deutlich mehr als ein ordentlicher Fusstritt gegen die hoch empfindliche Elektronik, die sich gemeinhin an Bord von Satelliten zu befinden pflegt. Auch Spiegel von Teleskopen würden sich dabei höchstwahrscheinlich verformen, wenn nicht sogar brechen.

Knock out Kriterium dürfte aber stets der Durchmarsch durch die Atmosphäre sein. Schon beim Wiedereintritt von Raumfahrzeugen in die dünnen oberen Atmosphäreschichten entstehen sehr hohe Temperaturen. Wenn man nun mit mehr als Fluchtgeschwindigkeit beim Austritt aus dem Beschleuniger auf die dichte Atmosphäre am Boden trifft, so könnte man wohl die Satelliten genausogut gegen ein Bergmassiv feuern. Es wäre interessant herauszufinden was zuerst eintritt: Pulverisieren der Rakete oder verdampfen.

_Mars_
23.06.2009, 12:04
Da Strom relativ billig und verfügbar ist, könnte man die Sonde in eine meterdicke ablative Kühlung einmanteln (zb. epoxidharz)

Das hat dann halt 70kg mehr statt 20t Treibstoff...

Redmond
23.06.2009, 12:07
Das Problem ist natürlich die Beschleunigung, welches aber nicht unumgänglich wäre. Stellt man die Formel um und rechnet man mit dem selben v und einem a von 10g, erhält man eine Strecke knapp über 50km. Natürlich ist das viel, aber man könnte ja die meiste Zeit parallel zum Boden beschleunigen und die letzten 10-5 Km Steigen. Selbst eine vertikaler Abschuss wäre nicht von Nöten, da man durch kleine Leitflügel die Neigung des Geschosses in die vertikale realisieren könnte.

Auf einen Vakuumtunnel würde ich, aus dem von MGZ erläuterten Problemen, verzichten.

In wie weit sich das durch den Tunnel schiessen realisieren lässt, ist natürlich eine andere Frage.

Orbit
23.06.2009, 12:22
erhält man eine Strecke knapp über 50km.
Da würde sich der neue Gotthardtunnel anbieten. Der wird 51 km lang sein. Man könnte dann jeweils nachts, wenn keine Züge verkehren, Raketen ins All schiessen. :D
An der Hitzeschildtechnik und auch sonst noch so an allerlei müsste allerdings noch gearbeitet werden. :)
Orbit

MGZ
23.06.2009, 15:17
Das Problem ist natürlich die Beschleunigung, welches aber nicht unumgänglich wäre. Stellt man die Formel um und rechnet man mit dem selben v und einem a von 10g, erhält man eine Strecke knapp über 50km. Natürlich ist das viel, aber man könnte ja die meiste Zeit parallel zum Boden beschleunigen und die letzten 10-5 Km Steigen.

Fahr mal mit dem Auto mit hoher Geschwindigkeit durch eine enge Kurve. ;)

velipp28
23.06.2009, 15:18
die idee ist gut jedoch frage ich mich ob die g kraft nicht enorm wäre wenn das raumschiff sich umdrehen (90 grad drehung halt) würde?

Ich denke das ein vakoum oder zumindest am anfang ein niedrigerer druck sehr wichtig wären den ein 50 km langer tunnel mit keinerlet auslässen da schieben sich locker 10 tonnen luft vor einem


aufjeden fall bräuchte man einen platz bei dem der berg sofort hinter einer langen flach phase begint


das problem bei 50 kilometern ist das weil die magneten so stark sein müssen ein abstand von ca 50 metern zur erde sein müsste (siehe lhc die dortigen sicherheits türen die eigentlich 50 meter von den maneten entfernt sind werden obwohl sie 5 m breit und aus einem wohl sehr dichten material sind werden sie enorm verbeult werden)

der überdruck wäre sicherlich nötig den ohne ihn wäre schon nach 1 kilometer ein zu starker unterdruck im tunnel

frosch411
23.06.2009, 15:19
Man könnte ja auch einen Teilchenbeschleuniger etwas größer bauen, dann könnte man die Rakete ganz bequem im Kreis herum beschleunigen bis Fluchtgeschwindigkeit erreicht ist...

Also irgendwie erinnert mich diese Diskussion an Jules Vernes...:confused:

velipp28
23.06.2009, 15:35
kenne leider von der erde zum mond und die geheimnisvolle insel nicht! eine reise um den mond habe ich aber gelesen

es ist unmöglich es im kreis zu bauen erstens wegen der reibung und man muss sich nur den lhc ansehen der tunnel ist 27 km lang und trotzdem beachtlich scharf!

ganz abgesehen davon würden die astronauten wohl bald kotzen!:D

Orbit
23.06.2009, 15:39
da schieben sich locker 10 tonnen luft vor einem
Im Gotthard wären es rund 1700 Tonnen.

Man könnte ja auch einen Teilchenbeschleuniger etwas größer bauen
In Beschleunigern werden geladene Teilchen beschleunigt. Wie stellst Du Dir das mit der elektromagnetisch neutralen Materie eines Raumschiffes vor?
Und das Raumschiff wäre 30 bis 35 Grössenordnungen schwerer als Protonen und Elektronen!

ganz abgesehen davon würden die astronauten wohl bald kotzen!
Das wäre noch das kleinste Übel - im wahrsten Sinne des Wortes. :)
Orbit

velipp28
23.06.2009, 15:49
an frosch der lHC ist anders in ihm werden protonen in bewegung gebracht diese magneten sind wohl eine grösenordnung zu stark hiefür den wie gesagt das verbiegt die masiven schutz türen die raumschiff hüle würde bei solchen kräften einfach an der wand picken

das muss sofunktionieren wie der transrapid nur eben zuführung von allen seite und etwas stärker !

Lina-Inverse
24.06.2009, 03:03
Eine Kleinigkeit wird bei dieser Idee immer gern übersehen, wenn das Raumschiff auf diese Weise von der Erdoberfläche startet, erhält es eine elliptische Bahn, deren erdnächster Punkt auf der Erdoberfläche liegt :) Ohne zusätzlichen, eigenen, Antrieb am Raumschiff ist da nichts zu wollen.

Abgesehen davon müsste der Beschleuniger nicht "nur" ein "bisschen" grösser sein. Um die Beschleunigung auf überlebbare 10g zu begrenzen müsste die Beschleunigungsstrecke rund 160km lang sein.

Gruss
Michael

velipp28
24.06.2009, 05:40
ja 160 kilometer ist auch kein problem dden was zählt ist das wir könnten wen wir wollten den die technologie gibt es längst und ohne antrieb geht es auch so nicht ! aber wenn es über fluchtgeschwindigkeit ist dan verschwindet es sehr wohl bei genügendem winkel

optimal wohl etwas unter 90 grad

übrigens fällt alles um die erde auch die ISS !

Lina-Inverse
24.06.2009, 06:33
aber wenn es über fluchtgeschwindigkeit ist dan verschwindet es sehr wohl bei genügendem winkel
Wenn man über der Fluchtgeschwindigkeit ist spielt der Winkel überhaupt keine Rolle.


optimal wohl etwas unter 90 gradGut das du keine Raumfahrzeuge baust ;)

frosch411
24.06.2009, 12:10
In Beschleunigern werden geladene Teilchen beschleunigt. Wie stellst Du Dir das mit der elektromagnetisch neutralen Materie eines Raumschiffes vor?


Mit einem Wolltuch polieren bis es statisch aufgeladen ist :D

Oder die Materie komplett zerlegen in Atomkerne und Elektronen einzeln, diese können dann hochgeschossen werden und werden dann dort wieder zusammengefügt. Oh, ich hab wohl gerade das Beamen erfunden :D

o_o

Orbit
24.06.2009, 12:17
(),,()
(^^)
(<>)

Und dies ist übrigens der eigentliche Grund, warum ich diese Kanone nicht mag:

Magnetkanone (antrieb um den orbit zu verlassen)
Auch ich bin nämlich nicht gern einsam. :D

Lina-Inverse
25.06.2009, 17:40
Hallo Orbit,

wäre es dir wirklich lieber wenn man versuchen würde mit einer Magnetkanone in den Orbit zu kommen? Ich stelle mir das schmerzhaft vor ;):)

Gruss
Michael

Orbit
25.06.2009, 17:43
Ich stelle mir das schmerzhaft vor
Macht nichts. Ich bin Masochist. :D

velipp28
25.06.2009, 18:30
Macht nichts. Ich bin Masochist. :D
:):):)

ich denke die belastung wäre nicht höher als bei dem normale start den man darf nicht vergesen das bie dem magnet prinzip das shuttle 160 kilometer lang (wie hier erörtert ) beschleunigen würde und zwar ohne nenenswerte vibrationen! anders als beim shuttle start der schhlimmer ist als das schlimmste am Rummelplatz!

insofern kann es nur leicht schmerzhaft werden bei der krümmung (also der 90°) drehung !
selbstredend kommen dan bewegungen in der luft dazu jedoch sind die wenigen km/h in der troposphäre für ein objekt das sich mit 100.000 km/h bewegt unwesentlich !

Lina-Inverse
25.06.2009, 19:04
ich denke die belastung wäre nicht höher als bei dem normale start den man darf nicht vergesen das bie dem magnet prinzip das shuttle 160 kilometer lang (wie hier erörtert ) beschleunigen würde und zwar ohne nenenswerte vibrationen! anders als beim shuttle start der schhlimmer ist als das schlimmste am Rummelplatz!Das siehst du nicht ganz richtig. Das Shuttle beschleunigt nur mit max. etwa 3g (man regelt die Triebwerke in mehreren Flugphasen herunter um die Belastung zu begrenzen). Auf den 160km deiner Magnetkanone musst du mit 10g beschleunigen um Fluchtgeschwindigkeit zu erreichen (das ist so ungefähr die höchste Beschleunigung bei der ein Mensch noch nicht unbedingt bewusstlos wird). Für einen LEO ist die erforderliche Endgeschwindigkeit etwas niedriger als für Fluchtgeschwindigkeit (die 160km bezogen sich auf rund 11 km/s Endgeschwindigkeit, das Shuttle bringt es für seinen LEO aber nur auf rund 8 km/s). Wenn du aber nur 3g Belasting auf deiner Magnetkanone für einen LEO willst muss sie doch entsprechend länger sein: 160km / 11 * 8 * (10/3) = 388 km. Und vibrationsfrei wird deine Kanone auch nicht sein, solange man sich in der Atmosphäre bewegt.

insofern kann es nur leicht schmerzhaft werden bei der krümmung (also der 90°) drehung !Keine Angst, die ist schmerzfrei. Bei mehreren km/s ist jede abrupte Kursänderung um 90° sofort tödlich, da spürst du nichts ;) Warum du eine machen willst, ist mir aber immer noch schleierhaft. Man braucht sie gar nicht.

selbstredend kommen dan bewegungen in der luft dazu jedoch sind die wenigen km/h in der troposphäre für ein objekt das sich mit 100.000 km/h bewegt unwesentlich !Bei 100000 km/h = 27,78 km/s wirds in deinem Raumschiff so warm das du ganz andere Sorgen hast ;)

Gruss
Michael

velipp28
25.06.2009, 19:10
:):) und :)


das waren sehr stich haltige argumenete!

die kursänderung ist dazu da um das raumschiff in den orbit zu schleudern !

wenn wir 160 kilometer berg auf bauen dan brauchen wir die kanone wohl nicht mehr!

bei welcher geschwindigkeit glüht das raumschiff den noch nicht??

Lina-Inverse
26.06.2009, 08:14
die kursänderung ist dazu da um das raumschiff in den orbit zu schleudern !Wenn du tangential zur Erdoberfläche beschleunigst (0°), erreichst du einen elliptischen Orbit, dessen Apogäum durch deine Geschwindigkeit bestimmt wird und das Perigäum liegt immer auf der Höhe des Startpunktes. Das ist energetisch am günstigsten, da du so im Apogäum nur noch die Geschwindigkeitsdifferenz aufbringen musst um die Bahn zu zirkularisieren (anschaulicher: Die Bahnellipse zu einem Kreis aufzuweiten).
Erhöhst du den Winkel, wird das Apogäum zwar höher, dafür das Pergäum aber niedriger (es liegt dann unter der Erdoberfläche!). Dementsprechend musst du mit steigendem Winkel immer mehr Geschwindigkeitim im Apogäum aufbringen um eine kreisförmige Umlaufbahn zu erreichen.
Im Extremfall 90° geht die Bahn senkrecht nach oben, kehrt dann um und geht direkt durch den Erdmittelpunkt auf die andere Seite der Erde, bis wieder das Apogäum erreicht ist. Man kann diese Bahn als Ellipse mit der Höhe = Apogäum und Perigäum = Erdmittelpunkt darstellen. Das funktioniert theoretisch schon wunderbar, nur in der Praxis liegt halt die Erde im Weg.

bei welcher geschwindigkeit glüht das raumschiff den noch nicht??Die Frage muss nicht lauten wann es nicht glüht, da du mindestens 8 km/s erreichen willst wird es auf jedem Fall heiss. Das Spionageflugzeug SR-71 erreichte ca. 1km/s in 25 km Höhe. Da ist die Luft schon ziemlich dünn, trotzdem musste man es aktiv kühlen, da sich die Hülle auf bis zu 570°C aufheizte.
Du brauchst also auf jedem Fall einen Hitzeschild. Um so schneller du fliegen willst umso besser muss der die Wärme abhalten. Irgendwann wird der Hitzeschild dann schwerer sein als dein Raumschiff, schneller geht es dann eben nicht mehr. Beim Shuttle oder Raumkapseln die mit 8-11 km/s in die Atmosphäre eintreten macht der Hitzeschild schon einen guten Teil des Gesamtgewichtes aus (Details kannst du in der Wikipedia nachschlagen, sind aber für die prinzipielle Sache nebensächlich). Für deine Kanone ist die Situation noch extremer, weil du die höchste Geschwindigkeit schon dort erreichst, wo die Luft noch am dichtesten ist. Wieviel der Hitzeschild genau leisten muss, musst du für den konrekten Anwendungsfall ausrechnen (Und nein, ich kann und will das nicht für dich machen).

Wo willst du eigentlich eine 160km lange Kanone die exakt geradeaus verlaufen muss eigentlich hinstellen? Die Erdoberfläche ist ja gekrümmt :)

Für den Transport von Menschen wird man so etwas realistisch betrachtet wahrscheinlich ohnehin nie benutzen. Wenn man darauf verzichtet kann die Beschleunigung höher sein, die Kanone kürzer, und es wird realistischer.

Gruss
Michael

PS: Guck die mal diese beiden Links an: Railgun (http://de.wikipedia.org/wiki/Railgun) und Wie komme ich billig in den Weltraum (http://bernd-leitenberger.de/blog/2007/08/08/wie-komme-ich-preiswert-in-den-weltraum/).

frosch411
26.06.2009, 14:01
Um jetzt die Magnetkanone nicht ganz wegzuschmeißen, wäre sowas denn nicht geeignet, um mit Solarenergie betrieben Sonden aus dem Orbit zu schießen?
Ich meine damit, dass man so eine Magnetkanone in eine Erdumlaufbahn bringt, mittels herkömmlicher Raketen oder Shuttles werden die Satelliten und Sonden dann dorthin gebracht und dann mit der Magnetkanone in die richtige Richtung geschossen, so dass diese dann schonmal eine recht hohe Anfangsgeschwindigkeit haben.

o_o

Orbit
26.06.2009, 14:13
Dabei würde dann die Startrampe durch den Rückstoss erheblich abgebremst und nur ein Teil der Beschleunigung würde auf das Projektil übertragen. Die Rampe müsste nach jedem Abschuss aufwändig neu positioniert werden - wenn das überhaupt noch möglich wäre. Und mit Solarenergie könnte man nur bescheiden beschleunigen...und...und.

frosch411
26.06.2009, 15:02
Dabei würde dann die Startrampe durch den Rückstoss erheblich abgebremst und nur ein Teil der Beschleunigung würde auf das Projektil übertragen. Die Rampe müsste nach jedem Abschuss aufwändig neu positioniert werden - wenn das überhaupt noch möglich wäre.

Ich denke, das kommt auf das Massenverhältnis an. Alternativ könnte man auch eine zweite Masse, vielleicht einen baugleiche Sonde, in die entgegengesetzte Richtung schießen.



Und mit Solarenergie könnte man nur bescheiden beschleunigen...und...und.

Nun ja, man könnte mit großen Kollektoren über eine längere Zeit die Energie speichern.

jonas
26.06.2009, 15:12
Ich denke, das kommt auf das Massenverhältnis an. Alternativ könnte man auch eine zweite Masse, vielleicht einen baugleiche Sonde, in die entgegengesetzte Richtung schießen.
Mit Deinen hoch effizienten Vorschlägen erinnerst Du mich sehr stark an Geschichten aus Schilda (http://de.wikipedia.org/wiki/Schildb%C3%BCrger).

_Mars_
25.04.2010, 14:17
Kann man selber eine Mini-Version bauen?

Ich habe mir eine Alu-Kugel besorgt, die 0,125 kg hat.
Ich möchte sie merklich beschleunigen (größer als die Reibung, logisch ;) )

sagen wir mal: 0,125kg*1m/sek^2... Auf Joule fehlt dann aber noch mal m... is das die Beschleunigungsstrecke (Aber die müsste doch unten stehen???)?


Und welche Spannung müsste ich dann anlegen?
Mfg

Enas Yorl
25.04.2010, 14:40
Ich habe mir eine Alu-Kugel besorgt, die 0,125 kg hat.

Aluminium ist Paramagnetisch (http://de.wikipedia.org/wiki/Paramagnetismus), und deshalb denkbar ungeeignet um durch Magnetfelder beschleunigt zu werden. Eine Eisenkugel wäre dafür wesentlich besser geeignet.

MGZ
25.04.2010, 15:02
Ich habe mir eine Alu-Kugel besorgt,


Aluminium ist Paramagnetisch (http://de.wikipedia.org/wiki/Paramagnetismus), und deshalb denkbar ungeeignet um durch Magnetfelder beschleunigt zu werden. Eine Eisenkugel wäre dafür wesentlich besser geeignet.

Im Prinzip spielt es nur eine geringe Rolle, ob die Kugel aus Alu oder Eisen ist, da die Kugel magnetisch wird, sobald ein Ringstrom darin induziert wird. Allerdings wäre ein Aluminiumring etwas besser geeignet.

Die genaue Rechnung ist relativ umständlich und nur in Näherungen lösbar.

Zuerst rechnest du aus, wie stark dein Magnetfeld in der Kugel wird, wenn du den Strom anstellst. Du musst eine Spule oder etwas ähnliches unter dein Geschoss bauen.
Aus dem Magnetfeld und der Zeit, die dein Magnetfeld zum Aufbauen braucht, kannst du die Induktionsspannung bestimmen. Die Zeit ergibt sich in der Regel aus einer Differentialgleichung aus der Selbstinduktion.
Aus der Induktionsspannung im Geschoss bekommst du den Strom über den Widerstand.
Der Induktionsstrom erzeugt ein starkes magnetisches Dipolmoment. Du brauchst als nächstes die Kraft, die ein magnetischer Dipol im magnetischen Feld erfährt.
Die Kugel wird dann von der Stromquelle wegfliegen mit vom Magnetfeld abhängiger Beschleunigung. Das Magnetfeld wird nach außen ungefähr mit r³ abnehmen.

Viel Spaß beim Knobeln ;)

Orbit
25.04.2010, 16:31
sagen wir mal: 0,125kg*1m/sek^2... Auf Joule fehlt dann aber noch mal m... is das die Beschleunigungsstrecke (Aber die müsste doch unten stehen???)?

Die Mündungsgeschwindigkeit bekommst du aus

Quadratwurzel aus(Beschleunigung (a) mal Beschleunigungsstrecke (s))

Die Energie am Ende der Beschleunigungsstrecke ergibt sich aus
E = mas/2
Diese Energie müsstest du der Kugel bei einem reibungsfreien Vorgang zuführen.

Zwischen Energie und Spannung besteht die Beziehung
E = Q*U

Orbit

_Mars_
25.04.2010, 16:57
Die Mündungsgeschwindigkeit bekommst du aus

Quadratwurzel aus(Beschleunigung (a) mal Beschleunigungsstrecke (s))

also dann nehme ich Wurzel (1m/s^2 * 1m)
Habe ich 1 Joule...
Das jetzt in Watt umrechnen und soviel Strom muss anliegen?

Laut Formel brauche ich ja mehr Energie, wenn ich auf kürzerem Ram beschleunige? Theoretisch (ohne Reibung) ist doch die Endgeschwindigkeit unabhängig von der Dauer der Beschleunigung, oder?

Orbit
25.04.2010, 17:25
also dann nehme ich Wurzel (1m/s^2 * 1m)
Habe ich 1 Joule...
Für 1 Joule müsste die Beschleunigungsstrecke 8 Meter lang sein oder auf einer solchen von 1 m müsste mit 8 m/s^2 beschleunigt werden.

Ekin = mv^2/2
In deinem Fall:
E = 0.125kg*1m^2s^-2 = 0.125 Joule


Das jetzt in Watt umrechnen und soviel Strom muss anliegen?
Watt kann nicht 'anliegen', das ist die Leistung. Du meinst aber die Spannung, also Volt. Aus E = Q*U erhältst du durch Umstellen die Spannung:
U = E/Q
Q wäre die Ladung der Kugel.
Wie lädt man eine Alu-Kugel auf?

Orbit

MGZ
25.04.2010, 18:34
Q wäre die Ladung der Kugel.
Wie lädt man eine Alu-Kugel auf?

Orbit

Da die Kugel bei einer Magnetkanone keine Ladung, sondern einen magnetischen Dipol trägt, ist E=Q*U völlig nutzlos in diesem Zusammenhang. Den korrekten Weg für die Berechnung der Beschleunigung habe ich schon ein Stück weiter oben zusammengefasst.

Luzifix
25.04.2010, 20:01
Ihr habt ja hier so begeistert gerechnet. Obwohl es um nichts Sinnvolles geht. Wenn Ihr noch etwas Elan übrig habt, rechnet doch mal, wie schwer ein moderner Hochleistungspermanentmagnet sein darf (welche Dichte er haben darf), um ohne weiteren Antrieb vom Nordpol zum Südpol zu fliegen? Entlang der Magnetlinien gedacht und stillschweigend angenommen, daß er sich nicht unterwegs dreht. :cool:

böser Wolf
26.04.2010, 23:57
Die Annahme, dass er sich nicht dreht, entspricht der Annahme, dass ein Bleistift auf der Spitze stehen bleibt. Wenn wir dannnoch annnehmen, dass keinerlei Luftbewegung in der Atmosphäre besteht, sollte jeder Magnet mit geringerer Dichte als die Umgebungsluft Deiner Forderung nachkommen.

wrentzsch
15.06.2010, 04:29
Es soll schon Raumschiffe gegeben haben, die für hohe Geschwindigkeiten in der Atmosshäre Hitzekacheln benötigten.

elnolde
11.08.2010, 20:40
Ich sehe da ein äußerst hässliches Problem für die Astronauten:
Mal angenommen, man würde in 16km Tunnel durch den Berg auf 12 km/s beschleunigen. (Man muss ja noch Teile der Atmosphäre durchqueren und man will keinen Antrieb mitschleppen). Dann wirkt während der Durchflugszeit durch den Tunnel von 0,66 Sekunden auf die Astronauten das 1800-fache der Erdbeschleunigung. Wenn der Tunnel sich öffnet prallt das Raumschiff auf die Atmosphäre und die Astronauten erfahren etwa die 22fache Erdbeschleunigung - aber plötzlich in die entgegengesetzte Richtung!
So wies aussieht hat man eine höhere Chance, lebend in den Orbit zu gelangen, wenn man sich am Seil von Weltraumlift hochhangelt. :D

Ich brauch noch so ca. 1 Stunde bis ich meinen Bauch wieder loslassen kann...aufhören....am Seil hochhangeln... muahahaha.... 1800g... prust.... Freiwillige vor... rofl...lol...