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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kepler: Auf der Suche nach der zweiten Erde



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astronews.com Redaktion
06.03.2009, 19:44
Dieses Wochenende soll es soweit sein: Von Cape Canaveral aus wird die NASA ihre Mission Kepler starten. Der Satellit soll in den nächsten dreieinhalb Jahren über 100.000 Sterne nach erdgroßen Planeten absuchen, die zudem in einem Abstand um ihre Sonne kreisen, der die Existenz von flüssigem Wasser möglich macht. Die entdeckten Planeten könnten also wirklich zweite Erden sein. (6. März 2009)

Weiterlesen... (http://www.astronews.com/news/artikel/2009/03/0903-010.shtml)

TomTom333
07.03.2009, 09:03
Jo! Geschafft!

Bilderbuchstart!
Ich war LIVE via NASA TV dabei...... geil!

Hier der Link

http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/main/index.html

Auf die ersten 100 Planeten, die Keppler entdecken wird!
Prost

Orbit
07.03.2009, 09:46
Hi TomTom333
Danke für den Link.
Übrigens könnten wir zuerst auch auf jenen Planeten anstossen, den 'Kepler' bereits entdeckt hat; denn das war ein Volltreffer. :)
Orbit

TomTom333
09.03.2009, 08:41
Moin alle,

habe mal am Wochenende so ziemlich alle Keper-Seiten im Interne auf deutsch und englisch durchforstet und nun 2 Fragen die ich mir (leider) nicht selber beantworten konnte.

1. Warum legt Kepler, jetzt wo er oben ist, eine 2 monatige "Ruhephase" ein?
OK die Instrumente zu justieren und auszurichen......... aber 2 Monate?

2. Es gibt ein Guest Observation Program (zu finden unter :
http://keplergo.arc.nasa.gov/tools.html

Unter Data finde ich nur ein Coming soon....... werden die Daten sofort veröffentlicht. Kann ich als normal sterblicher auf deren Datenbank zugreifen?


Besten Dank für euere Hilfe und wie der Papst zu sagen
pflegt: ....ganz schön Aufregend hier!

Tom

Zylone
09.03.2009, 15:50
Wie lange wird es dauern bis Kepler eine zweite Erde finden kann? Kann das schon in 2 Monaten sein, oder erst in 3 Jahren. Wie lange dauert sowas?

_Mars_
09.03.2009, 16:51
Wenn er 'Glück' hat, sieht er gleich am ersten Tag eine Verdunkelung eines Sterns.
Dann muss er aber ein Jahr warten, und wenn dann wieder ne abdunkelung ist, weiß man, dass da etwas mit der Umlaufzeit in der größenordnung ein Jahr vorbeigeflogen ist.

Wenn die Umlaufbahn ein Jahr oder ähnlich ist, dann ist der Abstand zum jeweiligen Stern leicht berechenbar (Aufgrund der Masse, Orbitgeschwindigkeit,...)

Auch die Größe des Planeten muss man berechnen.


Also, mindestens ein Jahr, bis wir Hinweise haben, nach 3 Jahren seeehr wahrscheinlich

Orbit
09.03.2009, 17:19
So wird es wohl sein, bis man mit Bestimmtheit sagen kann, dass sich der Planet in der habitablen Zone befindet; aber bereits nach dem Transit könnte wohl grob auf die Umlaufzeit geschlossen werden. Würde man den Winkel kennen, unter dem Kepler auf die beobachtete Ekliptik-Ebene blickt, sogar ziemlich genau.

berlin
09.03.2009, 18:55
Hallo Leute,

weiß eigentlich einer von euch wie "nah" der nächst gelegene
Stern von der Erde entfernt ist der im Beobachtungsfeld
von Kepler liegt.

Gruß von berlin aus Berlin

Orbit
09.03.2009, 19:02
Hallo Berlin
Die Sonne. :) Die ist 1,495E11 m = 1AU entfernt.
Aber Du meinst natürlich nicht die. Der übernächste Stern ist etwas mehr als 4 Lichtjahre entfernt, also rund 267'000 mal so weit. Schau hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_nächsten_Sterne
Orbit

Joerschi
09.03.2009, 19:58
...wie "nah" der nächst gelegene
Stern von der Erde entfernt ist der im Beobachtungsfeld von Kepler liegt.


(Fett durch mich)

@ Orbit - die Frage zielte rein auf das Beobachtungsfeld von Kepler ab
(siehe hübsch grafisch aufbereitet hier
http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/multimedia/images/kepler-target-in-the-milkyway.html
und hier
http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/multimedia/images/kepler-field-of-view-photo.html)

Finde die Frage sehr interessant und sicher auch schwierig zu recherchieren. Kennt jemand des Rätsels Lösung?

Herzliche Grüße
Joerschi

mac
09.03.2009, 21:00
Hallo berlin,

http://kepler.nasa.gov/sci/basis/fov.html
in diesem Link findest Du die Beobachtungsfelder in einem RA/DC Grid. Von unten gerechnet in der zweiten Reihe, im zweite Feld von links befindet sich das Dreifachsystem GJ 1245 A B und C RECONS Nr. 38 (Jan 2009) die Parallaxe beträgt 0,22020 Bogensekunden, das sind 4,54 Parsec oder 14,8 Lichtjahre. Es ist lt. RECONS das nächstliegende System in dieser Richtung. Ob es auch beobachtet wird, kann ich Dir allerdings nicht sagen.

Herzliche Grüße

MAC

PS: RECONS http://www.chara.gsu.edu/RECONS/TOP100.posted.htm

Schmidts Katze
09.03.2009, 22:02
Wenn wir die Kepler-Mission im Alpha-Centauri-System gestartet hätten, würden wir die Erde oder andere Planeten aus unserem Sonnensystems entdecken?

Grüße
SK

mac
09.03.2009, 22:56
Hallo SK,


Wenn wir die Kepler-Mission im Alpha-Centauri-System gestartet hätten, würden wir die Erde oder andere Planeten aus unserem Sonnensystems entdecken?Nein.

Sie wäre nur dann zu entdecken, wenn die Ebene der Ekliptik durch Alpha Centauri hindurch gehen würde. (+- 700.000/149.000.000 = +- 0,25°) respektive die Ebene der Ekliptik jedes einzelnen Planeten.

Herzliche Grüße

MAC

Orbit
09.03.2009, 23:02
Gell, mac, da stehen wir um etwa 60° zu steil im Wind, oder?

Chrischan
09.03.2009, 23:10
Hallo,

Wenn wir die Kepler-Mission im Alpha-Centauri-System gestartet hätten, würden wir die Erde oder andere Planeten aus unserem Sonnensystems entdecken?
genaue Angaben über die Empfindlichkeit von Kepler konnte ich leider nicht finden, aber die Angaben die ich finden konnte lagen zwischen 100 ppm und 50 ppm.
Die Erde könnte max. 84 ppm der Sonnenfläche bedecken also max. für eine Verdunkelung von 84 ppm sorgen.

Für die anderen Planeten sähe das dann so aus:
Merkur: 12 ppm
Venus: 76 ppm
Mars: 24 ppm
Jupiter: 10.560 ppm
Saturn: 7.505 ppm
Uranus: 1.350 ppm
Neptun: 1.267 ppm

Bis auf Merkur und Mars sollten alle Planeten detektierbar sein.

ABER:
Allerdings kann Kepler wohl nur Sterne beobachten mit einer Helligkeit zwischen 9 mag und 15 mag. Aus 4 LJ Entfernung wäre die Sonne also für Kepler einfach zu hell...

Gruß Christian

mac
09.03.2009, 23:11
Hallo Orbit,


Gell, mac, da stehen wir um etwa 60° zu steil im Wind, oder? ja, +- irgendwas zwischen 0 und 23,44°. Da müßte ich noch mehr rumtüfteln. Heute aber nicht mehr.

Herzliche Grüße

MAC

Orbit
09.03.2009, 23:21
Chrishan
Die Empfindlichkeit von Kepler ist nicht das Problem, sondern die Neigung unserer Ekliptik gegen die galaktische Ebene. Kepler ist auf Transite spezialisiert, und die gibt's nur, wenn die Ekliptik in etwa parallel zur Beobachtungsrichtung ist, und die liegt in der galaktischen Ebene.
Orbit

TomTom333
10.03.2009, 00:01
@S.K. nein wir liegen nicht in ihrer Blickrichtung vor der Sonne.

@ Berlin, Wenn du dir die dieversen Listen unter

http://astro.phys.au.dk/KASC/

Anschaust stellst du fest das dort wo GJ 1245 A B und C ist ein grosses Loch klafft. Warum das so ist kann ich dir nicht sagen.
Waere auch ganz toll wenn irgendeiner von euch mal auf meine Fragen eingehen koennte. Und weuil wir gerade dabei sind ......
In den Listen ist von KIC-10 1534345355 usw. die Rede..... Wo finde ich eine Umwandlung in #normalen# Sternenangaben?

Orbit
10.03.2009, 00:14
mac
brauchst nicht rechnen. Hier steht's:
http://de.wikipedia.org/wiki/Astronomische_Koordinatensysteme

Die Ebene der Milchstraße ist ca. 57° gegen die Ebene der Ekliptik geneigt.

exi
10.03.2009, 07:05
Hallo TomTom,


Moin alle,
1. Warum legt Kepler, jetzt wo er oben ist, eine 2 monatige "Ruhephase" ein?
OK die Instrumente zu justieren und auszurichen......... aber 2 Monate?


... das wichtigste Bauteil ist der Hohlspiegel . Dieser mußte bereits hochgenau geschliffen werden bevor man ihn in den Orbit brachte. Und nun, da sie oben ist, wird er von der Kälte verformt. Bis dieses (weiß nicht wie großes) Glasstück gleichmäßig abgekühlt ist, sollte man einige Wochen veranschlagen. Denn solange es im Inneren noch Stellen gibt die ein hunderstel Grad wärmer sind als ihre Nachbarschaft ist eine Delle im Spiegel.

tschüs
exi

Chrischan
10.03.2009, 10:02
Hallo Orbit,

Die Empfindlichkeit von Kepler ist nicht das Problem, sondern die Neigung unserer Ekliptik gegen die galaktische Ebene. Kepler ist auf Transite spezialisiert, ...
das ist mir schon klar.
Ich hatte die Frage eher so gedeutet "Könnte man die Erde aus einer Entfernung entsprechend von Alpha Cen entdecken?" und nicht so, wie sie wohl gemeint war...
Dementsprechend war mein Post nur auf die Empfindlichkeit gerichtet und nicht auf die räumliche Ausrichtung des Sonnensystems zu Alpha Cen.

Gruß, Christian

mac
10.03.2009, 13:59
Hallo Chrischan,

Deine Überlegung dazu ist mindestens ebenso wichtig bei der Kozeption einer solchen Mission. Sie wird auf dieser Seite: http://kepler.nasa.gov/sci/basis/sizes.html auch ausführlich behandelt.

Herzliche Grüße

MAC

Maenander
10.03.2009, 15:48
mac
brauchst nicht rechnen. Hier steht's:
http://de.wikipedia.org/wiki/Astronomische_Koordinatensysteme

Du hast recht Orbit, AlphaCentauri liegt von uns aus ziemlich genau in der Milchstraßenebene. Aber das mit dem Winkel stimmt doch nicht.

So sind z.B. die Saturnringe gegenüber der Ekliptik auch geneigt, und dennoch sieht man sie 2mal pro Saturnumlauf von der Seite wie zur Zeit. Es gibt trotz der Neigung 2 Schnitt"punkte" (eigentlich eine Gerade) zwischen Ekliptik und Milchstraßenebene.

Jeder Stern der in der Nähe der Ekliptik steht, kann den Sonnendurchgang der Erde "sehen" . Die eigentliche Frage ist also: Wie weit ist Alpha Centauri von der Ekliptik entfernt?

Theoretisch muss man dazu bestimmen, auf welchem Großkreis senkrecht zur Ekliptik Alpha Centauri liegt (quasi ein Lot auf der Ekliptik), und dann den Winkel zwischen Ekliptik und Alpha Centauri auf diesem Großkreis bestimmen.

Ich hab das mal in einem Planetariumsprogramm annähernd so gemacht und komme auf ca. 42°, allerdings ist die "lotrechte" Ausrichtung eher subjektiv von mir bestimmt worden, kann also Abweichungen geben.

Orbit
10.03.2009, 16:08
Aber das mit dem Winkel stimmt doch nicht.
Maenander
Ja, ich habe zweidimensional gedacht: die 57° stimmen nur für Sterne, die in der galaktischen Ebene liegen und einen rechten Winkel zur Ekliptik bilden. Aber Kepler schaut nicht in diese Richtung, sondern in eine, bei der ein vielleicht partieller Transit der Erde gesehen werden könnte. Oder besser gesagt: es verhält sich so, wie Du es in Deinem Beitrag beschreibst. Bei 42° gäbe es allerdings auch keinen Erdtransit zu sehen.
Lassen wir mac auch noch rechnen. :)
Orbit

Schmidts Katze
10.03.2009, 21:12
Hallo Orbit,

das ist mir schon klar.
Ich hatte die Frage eher so gedeutet "Könnte man die Erde aus einer Entfernung entsprechend von Alpha Cen entdecken?" und nicht so, wie sie wohl gemeint war...
Dementsprechend war mein Post nur auf die Empfindlichkeit gerichtet und nicht auf die räumliche Ausrichtung des Sonnensystems zu Alpha Cen.

Gruß, Christian

Hallo Christian,

meine Frage bezog sich schon auf die räumliche Lage.
Trotzdem Danke für deine Infos.
Daß die Erde aus der Entfernung von Alpha Centauri auch bei einem Sonnentransit nur knapp detektiert werden könnte; und selbst das nicht, weil die Sonne zu hell ist, hätte ich nicht gedacht.

Enttäuschte Grüße
SK

mac
10.03.2009, 23:30
Hallo SK,


Daß die Erde aus der Entfernung von Alpha Centauri auch bei einem Sonnentransit nur knapp detektiert werden könnte; und selbst das nicht, weil die Sonne zu hell ist, hätte ich nicht gedacht.
ganz so schlecht ist es nicht. Siehe meinen obigen Link.

Herzliche Grüße

MAC

Schmidts Katze
11.03.2009, 00:13
Hallo SK,

ganz so schlecht ist es nicht. Siehe meinen obigen Link.

Herzliche Grüße

MAC

Hallo mac,

da muss ich wohl erstmal den Hornsby rauskramen, um das richtig zu verstehen.

Grüße
SK

TomTom333
11.03.2009, 09:12
Und wie sieht es mit den Exo-Sonnenflecken aus?

Wenn sie wie bei unserer bis zu 3 Monate halten, kann das die Beobachtung SEHR einschränken.
Leider finde ich im ganzen Web dazu nichts.
Und die NASA antwortet mir leider auch nicht auf meine Mails.
Hat von euch einer eine Idee?

Michael Johne, wo bist du???.,........ es ist sooo still bei dir. Voll im Entdeckungfiber?

Chrischan
11.03.2009, 10:03
Hallo TomTom333,

Und wie sieht es mit den Exo-Sonnenflecken aus?
durch die andere Geometrie (Ein Sternfleck erscheint am Sternrand geometrisch verzerrt) erzeugen Sternflecken eine andere Lichtkurve als Planeten-Transits.

Wurde hier aber schonmal irgendwo diskutiert...

Gruß, Christian

exi
11.03.2009, 17:44
Hallo TomTom,


Und wie sieht es mit den Exo-Sonnenflecken aus?
Wenn sie wie bei unserer bis zu 3 Monate halten, kann das die Beobachtung SEHR einschränken.
Leider finde ich im ganzen Web dazu nichts.
Und die NASA antwortet mir leider auch nicht auf meine Mails.
Hat von euch einer eine Idee?


... die Sternflecken würde ich anderweitig hinnehmen. Diese blenden kein Licht aus. Diese mindern die Intensität und verzerren das Spektrum.
Das Spektrum wird wohl ignoriert werden (vermute ich). Aber die Intensität und wie sie über die Jahre fluktuiert die wird auf jeden Fall gemessen. Das ist ja der Hintergrund von dem ein Planet ein ppm restlos (!) ausblendet.
Das zufällige Entstehen von Sternflecken kann man natürlich nicht vorhersagen. Aber bei unserer Sonne gibt es einen Zyklus von 11 Jahren den man grob auf andere Sonnen übertragen kann. Wenn Kepler nur fleißig 5 bis 20 Jahre lang mißt, dann haben wir die Schwankung für die betrachteten Sonnen abgeschätzt. Dann kann man diesen Einfluß schlichtweg herausrechnen.

tschüs
exi

Orbit
11.03.2009, 17:51
Zyklus...den man grob auf andere Sonnen übertragen kann.
Ist das wirklich so? Da würde mich ein entsprechender Link interessieren.

exi
11.03.2009, 19:52
Hallo Orbit,


Ist das wirklich so? Da würde mich ein entsprechender Link interessieren.

... bei einem Link muß ich passen. (Schnelles googeln liefert hier keine Größenorndung.)
Die Größenordnung ist aber von unserer Sonne vorgegeben. Flecken selbst überdauern Tage bis Wochen. Das Auftreten der Flecken variiert im Lauf von Jahren bis Jahrzehnten.
Selbst wenn andere Sonnen andere Feldstärken, andere Durchmesser, andere Temperatur einbringen, werden sie schwerlich die Größenordnungen verändern können. Und ob ein Fleckenzyklus 5 Jahre oder 50 Jahre währt das wird die Messung schon zeigen.

tschüs
exi

TomTom333
12.03.2009, 00:45
Vielleicht muss ich mich klarer Ausdrücken.

1. Die Mission ist bisher "nur" auf 4 Jahre ausgelegt und vielleicht werden 6 draus, doch dann ist das Hydrazin alle und Kepler kann sich nicht mehr drehen.

.... das mal nur am Rande... .von wegen 50 Jahre beobachten.

2. Meine ich folgendes: Kepler beobachtet und beobachtet und vielleicht ist dort ein Planet und er geht vor seinem Stern, und ja, vielleicht ist er so gross wie Venus und dann sind das dies Flecken so gross wie Neptun und davon vielleicht 2, 3 Stück. Wie kann ein CCD dies unterscheiden?
Der Stern wird dunkler, egal ob Planet oder Fleck. Die Flecken wachsen, variieren und vieles mehr.
Und selbst wenn mal gerade KEINE Flecken da sein sollten. Wenn bei einem Transit sich genau in diesen 16 Stunden ein Fleck in den Sternvordergrund reindreht, also von uns aus sichtbar wird. ........ Dann kannste die Messung vergessen, oder?

3. Warum ist in all den Dokumenten die die NASA und das JPL hinterlegen, nie eine Rede davon? Kann es sein das unsere amerikanischen Freunde mal wieder an etwas nicht gedacht haben? (Stichwort Phoenix und der Glaube auf dem Mars gibt es feinen körnigen und wohltemperierten Wüsensand!) Geantwortet haben sie auf jeden Fall immer noch nicht auf meine Mails.

Bitte um Aufklärung.......

Schmidts Katze
12.03.2009, 01:21
Hallo TomTom,

da wird man wohl Verdunkelungen registrieren, auf eine zweite gleichstarke Verdunkelung warten, dann eine Umlaufzeit und damit eine dritte Verdunkelung postulieren.
Wenn die eintritt, hat man einen Planeten gefunden.
Naja, wenn wir 150.000 Sterne beobachten, werden wir schon was finden.

Grüße
SK

exi
12.03.2009, 03:37
Hallo TomTom,


Vielleicht muss ich mich klarer Ausdrücken.
1. Die Mission ist bisher "nur" auf 4 Jahre ausgelegt und vielleicht werden 6 draus, doch dann ist das Hydrazin alle und Kepler kann sich nicht mehr drehen.
.... das mal nur am Rande... .von wegen 50 Jahre beobachten.

... um einen systematischen Wandel, der sich auch über sehr lange Zeiträume erstrecken darf, dingfest zu machen muß man nicht den ganzen Zyklus abwarten.
Wenn wir die Intensität der Sonne über Jahrzehnte verfolgen, dann findet sich ein sinusähnlicher Verlauf, oder ein Zickzack-Muster das von Maximum zu Minimum zu Maximum wandert und für eine Periode 11 Jahre braucht.
Wenn wir die Intensität dagegen nur über einige Jahre erfassen (<11), dann finden wir eine Kurve die ansteigen oder abfallen kann. Evtl. erwischen wir auch einen der Extremwerte und registrieren erst ein ansteigen, dann ein abfallen (oder andersherum). Auf jeden Fall finden wir eine *systematische* Störung die sich intervallweise linear annähern läßt.
Die NASA weiß nicht wie groß die Perioden im einzelnen Fall sein werden. Aber sie können sich darauf verlassen, daß auch andere Sonnen eine Periode in der Strahlungsintensität zeigen.




2. Meine ich folgendes: Kepler beobachtet und beobachtet und vielleicht ist dort ein Planet und er geht vor seinem Stern, und ja, vielleicht ist er so gross wie Venus und dann sind das dies Flecken so gross wie Neptun und davon vielleicht 2, 3 Stück. Wie kann ein CCD dies unterscheiden?
Der Stern wird dunkler, egal ob Planet oder Fleck. Die Flecken wachsen, variieren und vieles mehr.
Und selbst wenn mal gerade KEINE Flecken da sein sollten. Wenn bei einem Transit sich genau in diesen 16 Stunden ein Fleck in den Sternvordergrund reindreht, also von uns aus sichtbar wird. ........ Dann kannste die Messung vergessen, oder?

... Was werden die Leute von der NASA denn bildlich erhalten? Auf der Abszisse verläuft die Zeit, auf der Ordinate die gemessene Intensität. Die Intensität wird entlang einer Geraden wachsen oder fallen. Die konkreten Messwerte werden immer leicht von der Ausgleichsgeraden abweichen. Sie werden ein zufälliges Zackenmuster ober- und unterhalb der Ausgleichsgeraden ergeben. Ab und zu wird ein Messwert *deutlich* unterhalb der Ausgleichsgeraden liegen. (Deutlich heißt: größer als der Mittelwert der quadrierten Abweichungen aller Messungen. Außerhalb dessen, was eine zufällige Abweichung sein kann.)
Dann gibt es mehrere Möglichkeiten:
1. die Abweichung wiederholt sich später nie wieder. Dann war es wohl ein etwas größerer Sternfleck.
2. die Abweichungen wiederholen sich unrhytmisch. Dann sind es Sternflecken und wir haben wohl ein Maximum erwischt.
3. die Abweichung hält über längere Zeit an. Setzt die Messwerte längere Zeit unterhalb der Ausgleichsgeraden.
3.1 Dann haben wir vielleicht ein Maximum erwischt. Falls in diesem Moment ein Planet vorbeizieht wird die NASA es nicht bemerken können.
3.2 Dann hat sich vielleicht ein Gasriese zwischen uns und die Sonne geschoben. Die Messung fällt solange verdunkelt aus bis der Gasriese weg ist. Falls zwischenzeitlich ein Planet vorbeizieht kann er nicht entdeckt werden.
4. die Abweichungen wiederholen sich regelmäßig und mit festem zeitlichen Abstand. Dann haben wir eine Planeten identifiziert. Denn nur Planeten können mit garantierter Regelmäßigkeit verdunkeln.





3. Warum ist in all den Dokumenten die die NASA und das JPL hinterlegen, nie eine Rede davon? Kann es sein das unsere amerikanischen Freunde mal wieder an etwas nicht gedacht haben? (Stichwort Phoenix und der Glaube auf dem Mars gibt es feinen körnigen und wohltemperierten Wüsensand!) Geantwortet haben sie auf jeden Fall immer noch nicht auf meine Mails.
Bitte um Aufklärung.......

... vielleicht schiebt die NASA die Antwort vor sich her weil es keinen Ruhm damit zu erringen gibt? Oder handelt sie aus Rücksicht auf empfindliche Gemüter denen bei Mathe das große Grausen kommt? Die Mathematik die sich mit Korrelation, Ausgleich, Regress, zufälligen und systematischen Abweichungen (Varianz) und der Vertrauenswürdigkeit von Messwerten beschäftigt ist seit langem abgeschlossen. In der Regel ist das Thema auch nur noch für den Programmierer oder für Freaks interessant.

tschüs
exi

TomTom333
12.03.2009, 08:43
@ exi:

Danke, so macht Diskutieren Spass. Das sind die Antworten die einen auf Neue Ideen bringen.

Ja bei dem Gedanken an meine Mathe Klausuren auf der FH kommen mir auch die grauen Haare, da gebe ich dir vollkommen Recht.
Habe jetzt auch einen Film auf Youtube gefunden in dem folgendes gesagt wird:
Im Keplerfeld befinden sich zwischen 4,5 und 6 Mio Sterne.
Wir betreiben eine ART "Cherry-picking" und pflücken uns nur die besten raus.
Wenn ein Stern auf der Liste ist und wir feststellen, dass die Fehlerrate zu hoch ist, nehmen wir einfach den nächsten..... Sind ja genung da!

Übrigens "First Light" ist am 17.03.... erste Beobachtungen starten in Juni.:confused:

Chrischan
12.03.2009, 11:43
Moin,
vielleicht nochmal etwas deutlicher: Ein Transit von einem Fleck unterscheidet sich deutlich von einem Planetentransit.

1. Ein Fleck ist am Sternrand perspektivisch verzerrt (Ein Kreis erscheint als Oval). D.h. scheinbar ist am Rand die Fläche des Flecks geringer, was zu einer geringeren "Bedeckung" führt. Während des Transits scheint also der Fleck zuerst bis zum Zentrum zu wachsen, um dann wieder zu schrumpfen. Ein Planet tut das nicht! Bei einem Planeten ist die Verdunkelung steiler als bei einem Fleck.

2. Ein Fleck hat eine kürzere "Umlaufperiode" als ein Planet.
Dazu mal ein grob gerechnetes Beispiel:
Die Erde würde einen Transit von ca. 13 Stunden erzeugen (ca. 0,15% des Umlaufs). Nach diesen 13 Stunden käme eine Pause von ca. einem Jahr.
Ein Fleck hingegen "klebt" ja auf der Sternoberfläche. Der "Transit" würde also ca. 50% des "Umlaufs" dauern. Also ein 13 Stunden Transit würde eine Rotationsperiode des Sterns von ca. 26 Stunden entsprechen und somit würde nach dem 13 Stunden Transit nur eine Pause von ebenfalls 13 Stunden kommen.

Ich glaube, daß das deutlich macht, daß Sternflecken nicht mit Planeten verwechselt werden können...

Schwieriger wird es sein im allgemeinen "Rauschen" der Sternhelligkeit die periodischen Schwankungen zu filtern.

Gruß, Christian

Orbit
12.03.2009, 12:14
Schwieriger wird es sein im allgemeinen "Rauschen" der Sternhelligkeit die periodischen Schwankungen zu filtern.
Aber das hat man offenbar im Griff. Es lohnt sich, mal ein ganzes Paper über die Entdeckung eines Exoplaneten zu lesen, um eine Ahnung davon zu bekommen, mit welcher Raffinesse da Helligkeitskurven gemessen und ausgewertet werden. In den Papers ist meist auch die Rotationsgeschwindigkeit an der Oberfläche des Zentralgestirns (vsini) angegeben, und zwar sehr genau. Auf die wird man, nehme ich an, aus der Helligkeitskurve von Sonnenflecken schliessen können.
Orbit

TomTom333
12.03.2009, 13:03
Jungs!
Mir geht es doch nicht darum einen Fleck für einen Planeten zu halten. Mir ist auch das 3. Keplerische GEsetz bekannt und deswegen heist die Mission ja auch so. Aber DAS "Rauschen" welches Ein Flech von der Größe Neptuns erzeugt, dürfte einen Transit sehr schwer Dedektierbar machen.

Und Orbit, was hälst du davon auch mal einen Link zu deinen Angaben für uns bereit zustellen......
.......................... um dich mal mit DEINEN Waffen zu schlagen:D

Spaßbeiseite..... Link wäre super.

Gespannte Grüße (nicht vom Pabst) sondern von mir (lach!)

Orbit
12.03.2009, 13:05
http://arxiv.org/abs/0812.0599

Orbit
12.03.2009, 13:10
und noch ein paar weitere:
http://arxiv.org/find/all/1/all:+AND+extrasolar+planet/0/1/0/all/0/1
Jetzt wird es wohl lange dauern, bis wir von TomTom333 wieder mal was hören.
:p
Orbit

Joerschi
12.03.2009, 13:39
http://arxiv.org/find/all/1/all:+AND+extrasolar+planet/0/1/0/all/0/1
Jetzt wird es wohl lange dauern, bis wir von TomTom333 wieder mal was hören.


Autsch - das hat schmerzhaft getroffen.;) Dahinter verbergen sich ja ganze Bibliotheken!:eek:

Aber sehr schöner Link - Danke. Werd ich mich auch mal einlesen.

Beste Grüße
Joerschi

Chrischan
12.03.2009, 15:48
Jungs!
Mir geht es doch nicht darum einen Fleck für einen Planeten zu halten.
Ok, sorry.


Aber DAS "Rauschen" welches Ein Flech von der Größe Neptuns erzeugt, dürfte einen Transit sehr schwer Dedektierbar machen.
Ich denke, daß man damit heute doch recht gut klar kommt. In einigen Bereichen werden heute schon Effekte beobachtet welche "normalerweise" im Rauschen untergehen würden. Handelt es sich dabei um periodische Effekte, vereinfacht sich das sogar noch...


Es lohnt sich, mal ein ganzes Paper über die Entdeckung eines Exoplaneten zu lesen, um eine Ahnung davon zu bekommen, mit welcher Raffinesse da Helligkeitskurven gemessen und ausgewertet werden.
Insgeheim hoffe ich sogar, daß man noch so einiges über die Sterne selbst erfahren wird durch Kepler. Quasi als Abfall nebenbei. Sternflecken, -flare, Magnetfelder, Pulsationen, Energietransport, innerer Aufbau, etc. mit neuer Präzision.

Gruß, Christian

exi
12.03.2009, 18:08
@ exi:
Ja bei dem Gedanken an meine Mathe Klausuren auf der FH kommen mir auch die grauen Haare, da gebe ich dir vollkommen Recht.

... Vorlesungen und Klausuren fand ich (ebenfalls FH) noch ganz gut. Obwohl Ausgleichsrechnung doch nur kurz und neben der ganzen Wahrscheinlichkeit/Statistik behandelt werden konnte. In der Theorie fand ich es noch ganz nett (hab aber auch nur noch Stichworte wie Tschebyscheff, Fisher-Z, Gaußverteilung im Kopf). Mir bricht aber Herz :o wenn ich Theorie in Anwendung sehen muß. ;) Da geht die ganze schöne Klarheit der Gedanken in profanem Zweckdenken unter. Entsprechend 'häßlich' dürften die Algorithmen ausfallen.




Moin,
vielleicht nochmal etwas deutlicher: Ein Transit von einem Fleck unterscheidet sich deutlich von einem Planetentransit.
1. Ein Fleck ist am Sternrand perspektivisch verzerrt
2. Ein Fleck hat eine kürzere "Umlaufperiode" als ein Planet.


... wenn die NASA noch ein Kilo mehr an Messgeräten in die Kepler gepackt hat, dann gäbe es noch einen dritten Punkt.
3. Flecken mindern die Intensität im sichtbaren und infraroten Bereich weil sie das Spektrum verschieben. Sie leuchten ja auch, aber wei sie 2000K kühler sind eben in einem anderem Frequenzbereich als die Sonnenoberfläche.

Orbit
12.03.2009, 18:18
exi
Auf Grund der Erfahrungen, welche man nun doch schon seit einigen Jahren bei den diversen Exoplaneten-Projekten hat sammeln können, gehe ich davon aus, dass die NASA es nicht versäumt hat, die paar zusätzlichen Kilo rein zu packen und auch weiss, wie mit diesem Zusatzgewicht umzugehen ist. :rolleyes:
Orbit

TomTom333
14.03.2009, 05:48
Da bin ich wieder!

@ Orbit : Super Link! Da werd ich ab und an immer mal wieder reingehen.
@ Exi: Ja........ FH Zeiten .... wo sind sie HIN die schöen "RUHIGEN" Tage

@ Michael Johne....... wo bist du? Warum hören wir von dir zu diesem Thema gar nichts?

Übrigens gibt es am 25.03 um ca. 21 Uhr eurer Zeit einen Live-Video Poscast von Kepler, zu finden auf der Keplerseite.

TomTom333
27.03.2009, 09:36
direkt von der Kepler-Seite (http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/news/keplerm-20090326.html):

by Jim Fanson, Kepler, JPL Project Manager

Scientists have analyzed "dark" calibration data taken by Kepler with its dust cover on, and have concluded that the telescope's focal-plane array, the area where light is focused, is behaving as expected. No additional dark calibration is required. The results agree with ground tests performed in a simulated space environment, once the effect of cosmic rays and solar protons are taken into account. Cosmic rays and solar protons are largely blocked from reaching Earth's surface by our planet's atmosphere and magnetic field, and therefore don't show up in the ground-test data. The next major step in commissioning is the release of the dust cover, which will permit starlight to enter the telescope.

On Monday, March 23, Kepler entered a limited-activity safe mode. Safe mode involves the spacecraft automatically pointing its solar arrays directly at the sun, powering off its photometer instrument, and rotating very slowly about the spacecraft-sun line. Engineers have full control of the spacecraft and are investigating the possible cause of its entry into safe mode. Once a better understanding of the cause is reached, the operations team will prepare the spacecraft to resume commissioning activities.

Nach Phoenix nun dies!?!?!?!?
NASA, Pleiten , Pech und Pannen.
Aber was soll´s : Positiv Denken, positiv Denken!

Maenander
27.03.2009, 12:17
Aber das hat man offenbar im Griff. Es lohnt sich, mal ein ganzes Paper über die Entdeckung eines Exoplaneten zu lesen, um eine Ahnung davon zu bekommen, mit welcher Raffinesse da Helligkeitskurven gemessen und ausgewertet werden. In den Papers ist meist auch die Rotationsgeschwindigkeit an der Oberfläche des Zentralgestirns (vsini) angegeben, und zwar sehr genau. Auf die wird man, nehme ich an, aus der Helligkeitskurve von Sonnenflecken schliessen können.
Orbit

Hallo Orbit!

Die projizierte Rotationsgeschwindigkeit v sini gewinnt man in der Regel aus Spektren, genauer gesagt aus der Verbreiterung von Spektrallinien. Der Dopplereffekt aus der Rotation "zieht" gewissermaßen einzelne Spektrallinien auseinander, aus der gemessenen Breite kann man also auf v sini schließen. Dies wurde auch in der von Dir verlinkten Arbeit so gemacht.

TomTom333
31.03.2009, 10:02
Hurra, Hurra, Kepler ist wieder DA!

Ich glaube man(n) (NASA) hat den Fehler für den Safemode gefunden:
by Jim Fanson, Kepler, JPL Project Manager

Engineers have determined the cause of Kepler's entry into limited safe mode last week, and are preparing to return the spacecraft to normal operations. In order for Kepler to know where it is in space, and to know where to point its high-gain antenna toward Earth, the spacecraft maintains information about its position, called a state vector, which updates ten times per second. Every few days, navigators on the ground update their knowledge of Kepler's actual orbit, and ground controllers upload a new state vector to the spacecraft. Engineers have concluded that, if the new state vector's start time is a multiple of 1,000 seconds from the start time of the previous vector, a momentary glitch occurs in the calculated spacecraft attitude. Even though this only lasts for one-tenth of a second, the spacecraft senses something it didn't expect and responds by pointing its solar arrays directly at the sun and awaiting further instructions from Earth. It will take a few days to ensure that everything is ready to proceed with commissioning, the next major step being release of the telescope's dust cover.

Wie die Hard-Rocker von Ac/Dc schon vor Jahren sangen:
Let there be Light! ..... for Those about Rock!:D
We will salute YOU!

TomTom333
03.04.2009, 09:07
News from Kepler :

by Jim Fanson, Kepler, JPL Project Manager

Flight controllers have transitioned Kepler out of its low-activity safe mode and have powered on its main instrument, the photometer. The spacecraft is in what is called "standby attitude" with the telescope pointed at the ecliptic North pole. Data will be collected from the photometer over the many hours it will take to stabilize the instrument at its operational temperature. The technical and programmatic reviews leading to dust-cover release are currently scheduled to be completed on Monday, April 6. Dust-cover release is scheduled to occur not earlier than Tuesday evening, April 7.


Tja, dann werden wir bei der Show "In 80 Teleskopen um die Welt" 20 Minuten schwarzes Bild sehen:p
Oder leider nur ein Interview:(
Hauptsache, die haben wieder volle Kontrolle! :D

TomTom333
08.04.2009, 04:02
by Jim Fanson, Kepler, JPL Project Manager

All of the technical and programmatic reviews leading to the release of the dust cover from Kepler are now successfully completed. This has resulted in formal approval from NASA Headquarters to release the cover.

The project team will spend the day today ensuring that all final planned work is complete and that no new issues have arisen following the formal reviews that have been convened. If everything checks out, the team will begin the procedure to release the cover, which will occur no earlier than about 6:30 p.m. Pacific Time this evening (April 7), with a backup opportunity tomorrow evening.

The spacecraft will be maneuvered into the proper orientation so that the cover, when released, will enter an orbit that will never take it into the field of view of the telescope. When this maneuver is complete, reaction control thruster firings will remove momentum stored in the reaction wheels. This will reduce the wheel speeds to a low level so that they will be able to absorb the momentum imparted when the cover is released.

NASA's Deep Space Network will establish communication with the spacecraft using three large communication antennas in Goldstone, Calif., and Madrid, Spain. The navigation team will prepare to track the motion of the spacecraft using radio-frequency Doppler shifts. The operations team will then send a command to the spacecraft to send a current pulse through a burn-wire in the cover latch release mechanism, and the cover will spring free of the spacecraft. Telemetry from the spacecraft will independently confirm the motion of the cover. At that point, starlight will enter the telescope for the first time, and engineers will begin the process of evaluating the star images and collecting further calibration data.

und hier eine Animation dazu:

This artist's animation illustrates how the dust cover on NASA's Kepler telescope will be ejected. Engineers will send a command up to the space telescope to pass an electrical current through a "burn wire." The burn wire will break and a latch holding the cover closed will be released. The spring-loaded cover will swing open on a fly-away hinge, before drifting away from the spacecraft and entering its own orbit around the sun. (Kepler is also orbiting the sun in what's called an Earth-trailing orbit.)

With the cover off, starlight will enter Kepler's science instrument, the photometer, and be imaged onto its focal plane. Engineers will continue to calibrate the instrument using images of stars for another several weeks, after which science observations will begin.

Image credit: NASA/Ames/JPL-Caltech

› Low resolution animation (7MB mov) (http://www.nasa.gov/mov/326923main_Kepler-Lid-v7_H264_LowRez.mov)

› Medium resolution animation (25MB mov) (http://www.nasa.gov/mov/326941main_Kepler-Lid-v7_H264_MedRezs.mov)

Orbit
08.04.2009, 09:59
Tom
Danke für die detaillierte Information und dass Du uns über Kepler auf dem Laufenden hältst.
Zum Glück ist das Entfernen der Deckelchen von den Joghurt-Bechern in meinem Kühlschrank einfacher...:)
Orbit

Schmidts Katze
08.04.2009, 21:40
Zum Glück ist das Entfernen der Deckelchen von den Joghurt-Bechern in meinem Kühlschrank einfacher...:)
Orbit

Und da kann man manchmal auch erstaunliches entdecken.

Grüße
SK

jonas
08.04.2009, 21:45
Und da kann man manchmal auch erstaunliches entdecken.

Grüße
SK

Du meinst neues Leben? :D

TomTom333
08.04.2009, 23:48
...ich wusstees schon immer!!!!!

Ihr seid Freaks......









.................................alllllle DREI!

Danke

Schmidts Katze
09.04.2009, 00:05
Freaks?

Wir?

Wir sind Wissenschaftler.

Biologie ist auch wichtig.

Grüße
SK

Luzifix
12.04.2009, 15:07
...ich wusstees schon immer!!!!!

Ihr seid Freaks......


Ich muß hier auch ein Danke loswerden. Die Sache mit den Sonnenflecken hatte mich auch beschäftigt, als ich las, wie empfindlich diese Kamera sein soll.

Sagt doch mal, wie ist denn das in unserem System - wenn ein Planet wie die Venus einen Transit hat - Sieht man dann im Spektrum Absorbtionslinien, die von der Venusatmossphäre herstammen? Wenn ja, könnte man sowas auch bei fernen Sonnen finden?

TomTom333
15.04.2009, 12:53
@ Luzifix: Ja, könnte man(n)! Die CCD´s sind so genau die können 1/10000 an Lichtschwankung wahr nehmen. Wenn ein Spektrometer an Bord wäre (ist es nicht)
Nachzulesen hier :
http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/spacecraft/index.html.

Dann könnte mann Sonne mit und ohne Planet-Sepktum von einander subtrahieren und schon schwupp die wupp ...und wenn es nicht im Rauschen Untergeht:D:D

Kepler Mission Manager Update:
by Jim Fanson, Kepler, JPL Project Manager

Up until a few days ago, NASA's Deep Space Network stations have had their Ka-band radio receivers cross polarized to the spacecraft radio transmitter. Just like your polarized sunglasses reduce glare from the sun, the cross polarized radio configuration reduces the strength of the signal from Kepler, which otherwise would have damaged the radio receivers at the ground stations. Kepler is now 3.6 million kilometers (2.2 million miles) from Earth, far enough that the cross polarization is no longer necessary.

The "first light" images taken by Kepler's photometer following the release of the dust cover are now on the ground and being processed for release. These data were taken when the vehicle was not at "fine point," or as stabilized on the sky as it soon will be. The photometer was also cooling down to operational temperature when the first light images were taken. Now that the telescope temperatures have stabilized, engineers will bring the vehicle to fine-point control, and take a series of images to measure the state of the optical alignment and determine if any adjustments to focus are necessary.

TomTom333
16.04.2009, 21:46
Hier sind sie nun 4,5 Millionen Sterne und alles hübsch anzu sehen :

http://www.nasa.gov/images/content/330044main_KeplerFOVsmall.jpg

aber Vorsich... das Bild ist 5 MB gross!

und hier gibt es mehr :

http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/multimedia/20090416.html

und das geschreibsel findet wer will hier ....

http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/news/kepler-20090416.html


Super super ...jetzt geht es (bald) LOS!:rolleyes:

Tom

Zylone
17.04.2009, 23:01
Hier sind sie nun 4,5 Millionen Sterne und alles hübsch anzu sehen :

http://www.nasa.gov/images/content/330044main_KeplerFOVsmall.jpg

aber Vorsich... das Bild ist 5 MB gross!



Das macht doch nichts, ich lade 5 MB in Sekunden, und 100 MB in ca. 1 Minute mit DSL. Oder glaubst du hier sind User mit 56K Modem?

TomTom333
18.04.2009, 09:13
@Zylone :

Ich lebe in Lettlnd und hab Daheim 10 MBit/s
Zu Ostern waren meine Freunde zu Besuch, und bei denen schafft die Telekom es nicht auch nur in dem Nachbardorf DSL zu legen. Die Surfen tatsächlich mit 56 k :mad:

und deshalb einen Vorsichtigen Gruß........
Hier gehen die Uhren halt ein bischen anders! :D

Was ich aber nicht glaube, dass in dem Bild 14 Mio. Sterne sind oder wir haben eine Lowcostversion des Bildes!!!! :(

Die Manager sprachen vorab auch immer von 4,5 Mio. im Blickfeld :confused:

ZA RA
18.04.2009, 09:31
Guten Morgen,

4.5 Mio. Sterne?

TomTom333
18.04.2009, 10:17
JA! :)

Zu wenig?
Sollte doch 1 ....10 Treffer dabei sein!

ZA RA
19.04.2009, 11:21
JA! :)

Zu wenig?
Sollte doch 1 ....10 Treffer dabei sein!


Etwas mehr.
Über 100.000 davon wurden preselected.

TomTom333
24.04.2009, 09:05
So, JETZT kann es LOS gehen:

Letztes Mng. Update:
The Kepler telescope's focus has been successfully optimized. This involved moving the primary mirror of the telescope toward the focal plane array, the area where light is focused, by 40 microns (1.6 thousandths of an inch) and tilting it by 0.0072 degrees. Various other calibrations are underway, including: detailed measurement of star images formed by the telescope at various locations on the focal plane; determination of the exact sky coordinates of every one of the camera's 95 million pixels, and mapping of "ghost" images, which result when the light from bright stars reflects off the front of the camera's charge-coupled devices (CCDs), bounces off lenses inside the telescope, and winds up back on the CCDs in another location.
Zu finden hier
http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/news/keplerm-20090424.html

viel Spass

TomTom333
14.05.2009, 09:30
Ja, Ja Ja!!!

Mng. Update von GESTERN:
Kepler Mission Status Report
NASA's Kepler spacecraft has begun its search for other Earth-like worlds. The mission, which launched from Cape Canaveral, Fla., on March 6, will spend the next three-and-a-half years staring at more than 100,000 stars for telltale signs of planets. Kepler has the unique ability to find planets as small as Earth that orbit sun-like stars at distances where temperatures are right for possible lakes and oceans.
"Now the fun begins," said William Borucki, Kepler science principal investigator at NASA's Ames Research Center, Moffett Field, Calif. "We are all really excited to start sorting through the data and discovering the planets."
Scientists and engineers have spent the last two months checking out and calibrating the Kepler spacecraft. Data have been collected to characterize the imaging performance as well as the noise level in the measurement electronics. The scientists have constructed the list of targets for the start of the planet search, and this information has been loaded onto the spacecraft.
"If Kepler got into a staring contest, it would win," said James Fanson, Kepler project manager at NASA's Jet Propulsion Laboratory, Pasadena, Calif. "The spacecraft is ready to stare intently at the same stars for several years so that it can precisely measure the slightest changes in their brightness caused by planets." Kepler will hunt for planets by looking for periodic dips in the brightness of stars -- events that occur when orbiting planets cross in front of their stars and partially block the light.
The mission's first finds are expected to be large, gas planets situated close to their stars. Such discoveries could be announced as early as next year.
Kepler is a NASA Discovery mission. NASA Ames Research Center, Moffett Field, Calif., is the home organization of the science principal investigator, and is responsible for the ground system development, mission operations and science data analysis. JPL manages the Kepler mission development. Ball Aerospace & Technologies Corp. of Boulder, Colo., is responsible for developing the Kepler flight system and supporting mission operations.

Gefunden unter : http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/news/kepler-200905013.html

Mich stört nur die Aussage, dass die ersten Planeten die gefunden werden erst im nächsten Jahr bestätigt werden!!!???!!

Laut der Misson-Beschreibung braucht Keppler 3 bestätigte Transits!
Wenn wir "HOT-Jupiters" finden und diese eine Umlaufzeit von Tagen haben, dann haben wir in einem Monat doch die ersten Planeten bestätigt. Diese können dann noch mal vom Boden bestätigt werden. Aber auch das sollte nicht bis 2010 dauern.

Hat einer eine Idee?

TomTom333
15.05.2009, 09:37
Das ging aber schnell!
Die Antwort kommt von J. Fanson himself:

Following a successful readiness review, Kepler began its search for planets around other stars at 5:01 p.m. Pacific Time (8:01 p.m. Eastern Time) on May 12, 2009. The first of the science data are scheduled to be sent down to Earth on June 18, at which point analysis of the data by the science team will commence. While it will take years to discover any Earth-size planets orbiting in the habitable zones of stars (regions where temperatures are right for liquid water), we expect to confirm fairly quickly the three planets known to transit, or cross in front of, their stars in the Kepler field of view. In the months ahead, we expect to begin detecting large planets that orbit their stars closely.

This activity concludes the commissioning phase of the project, and this is the last mission update I will be writing. Going forward during mission operations, updates will be provided by Roger Hunter, who will become the Kepler project manager at NASA Ames Research Center, Moffett Field, Calif., when management responsibility is transferred from JPL in the weeks ahead. It has been a pleasure for me to share these updates with you as we embark on this historic mission of discovery.

Gefunden auf :
http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/news/keplerm-20090514.html

Damit sollten wir schon bald von den ersten Planeten hoeren.
Beten Dank an J. Fanson und alles GUTE fuer die Zukunft!

Tom

TomTom333
02.06.2009, 07:19
Hat sonst noch jemand Interesse an meinen Post´s??????

Hier das neueste Mng. Update,welches für meinen Geschmack sehr nach "negativen" Problemen klingt.
Besonders der Schlußsatz...... Man hat hunderte von Doppelsternen und Verändrlichen gesehen......... klingt für mich bischen wie ein Hohn.
Ja was sollte man sonst sehen, wenn icht Sterne und das die meisten Doppelt sind war doch schon vorher klar.
Aber jetzt erst mal zum Update:
Roger Hunter, Kepler-Ames Mission Manager:
Kepler remains safe and stable in its "drift-away" heliocentric orbit. The spacecraft is over 8.4 million kilometers from Earth. Kepler has been collecting science data since 12 May. The operations team has had nearly daily contacts using the Deep Space Network to check the spacecraft health. Science data collection is, by design, a very quiet period as the scientists want the spacecraft as stable as possible. Other than the continual collection of science data with Kepler's photometer, the only activities that occur on the spacecraft, on a regular basis, are reaction wheel desaturations. These desaturations occur about every 3 days.

The orientation of the spacecraft (keeping the telescope pointed at the science field of view) is controlled by reaction wheels which slowly spin up to counter pressure from solar wind. Before any given wheels spin too fast, thrusters are fired to negate the momentum imparted to the spacecraft from the spin-up of the reaction wheels. The reaction wheel speeds are returned to near-zero, and the cycle begins again. We have loaded a command sequence on-board the spacecraft to execute these desaturations.

Meanwhile, scientists at NASA Ames Research Center are continuing their analysis of the instrument calibration data taken during Kepler's commissioning phase. The data are of very high quality and the scientists are very pleased with the precision of the data. Hundreds of eclipsing binaries and variable stars were seen in this data.

Gefunden auf :
http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/news/keplerm-20090529.html
Mitlerweile müssten die ersten HOT Jupiters doch mehr als dreimal bestätigt sein.
Also irgend etwas sagt mir, das...............
Positiv Denken...........
Tom

Bynaus
02.06.2009, 11:35
Hier das neueste Mng. Update,welches für meinen Geschmack sehr nach "negativen" Problemen klingt.
Besonders der Schlußsatz...... Man hat hunderte von Doppelsternen und Verändrlichen gesehen......... klingt für mich bischen wie ein Hohn.
Ja was sollte man sonst sehen, wenn icht Sterne und das die meisten Doppelt sind war doch schon vorher klar.

Ich habe nicht das Gefühl, dass da irgend ein Problem vorliegt. "eclipsing binaries" sind Doppelsterne, die sich gegenseitig verdecken. Nur Geduld, die HJ kommen schon noch.

TomTom333
10.06.2009, 09:31
Mng Updat von Gestern 09.06.09:
Kepler Mission Manager Update
Kepler is nearing 10 million kilometers from Earth, and will pass that mark on June 12. The spacecraft remains in its stable science attitude, observing its target stars.

The team is preparing for the upcoming science data downlink and quarterly roll maneuver that will occur around June 18. This contact with Kepler is a relatively long contact, and will involve two ground stations from the Deep Space Network (DSN). The spacecraft will be rolled 90 degrees to keep the solar panels toward the sun. This contact will downlink data, collected since May 12, 2009 on over 145,000 stars, through the NASA DSN, to the Ames Research Center's Kepler Science Operations Center. After the science data downlink is complete, new target tables will be loaded onto the spacecraft. Because the photometer's detectors are also rolled with the spacecraft, the detectors have to be given updated target parameters, to observe the same stars, since the spacecraft field-of-view rotates 90 degrees. The science office recently completed the new target tables in anticipation of the June 18, 2009 spacecraft contact.

During nominal operations, the spacecraft is contacted twice weekly to evaluate its state-of-health. Once per month, Kepler's science data is downlinked to the ground system. And, once per quarter, the spacecraft will be commanded to execute the roll maneuver to ensure proper illumination of Kepler's solar arrays and power generation.

During Kepler's commissioning phase -- which concluded successfully on May 12, 2009 -- nearly ten days of calibration data were collected on 53,000 stars. As reported in the last update, analysis of this data showed a very high level of precision and the presence of many eclipsing binary stars and variable stars.

Gefunden auf :
http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/news/keplerm-20090609.html

Wann werden die endlich damit rausrücken was sie alles sehen:confused:

Ich kann es kaum erwarten!
Gruss
Tom

Bynaus
10.06.2009, 10:53
Wie du dem Text entnehmen kannst, werden am 18. Juni überhaupt das erste Mal gesammelte Daten von Kepler heruntergeladen - seit dem Start der Wissenschaftsphase am 12. Mai. Das heisst, wenn man drei Transits für Bestätigungen braucht, dann können die bis dahin gefundenen Planeten höchstens ~10 Tage Umlaufzeit haben. Da wird man auch typischerweise grosse Planeten bestätigt finden, weil für kleinere mehr Transits nötig sind zur Bestätigung. Die Datenauswertung dürfte auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen, das Schreiben der Arbeiten, die Reviews bei den entsprechenden Journals... Ich denke, wir dürfen so Mitte Juli die erste Ankündigung von gefundenen Planeten erwarten. Es werden vermutlich alles heisse Jupiter sein mit Umlaufszeiten unter 10 Tagen.

TomTom333
26.06.2009, 09:47
News und Daten von Kepler hier :

http://astro.phys.au.dk/KASC/


und

http://astro.phys.au.dk/KASC/targets/

Viel Spaß

TomTom333
09.07.2009, 08:56
Mng Update:
07.07.09
On July 4, Kepler passed a point 12,500,000 kilometers (7,767,140 miles) from Earth. In a regularly scheduled communication with Kepler on July 2, engineers determined the spacecraft had entered safe mode. Safe mode is a self-protective measure that a spacecraft takes when a malfunction occurs. Engineers diagnosed the health and safety of the spacecraft subsystems. All subsystems were found to be normal, with the photometer turned off (the photometer is automatically turned off in a safe mode event). After downloading engineering health and status files, the Kepler project team continued taking steps to return the spacecraft to science operations. Science data collected since June 19 were downloaded to ground controllers, the photometer was powered back on, and Kepler was reoriented back to its science data collecting attitude. By late July 3, Kepler had returned to normal science operations.

Engineers determined that this event was caused by a processor reset, as it was with a similar safe mode event on June 15. They continue to evaluate data from both events to determine their root cause.

Gefunden auf :
http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/news/keplerm-20090707.html

Wenn ich das Richtig deute hat die NASA jetzt ein "Daten-Loch" vom 19.06 bis zum 03.07

Naja, kann ja nur besser werden:o

Tom

Orbit
09.07.2009, 09:12
Wenn ich das Richtig deute hat die NASA jetzt ein "Daten-Loch" vom 19.06 bis zum 03.07
Nein, nur vom 2.-3. Juli war Kepler nicht aktiv.

TomTom333
04.08.2009, 22:53
Gerade frisch entdeckt:
Zitat:

NASA Announces Briefing About Kepler's Early Science Results


MOFFETT FIELD, Calif -- NASA will hold a media briefing on Thursday, Aug. 6, at 11 a.m. PDT, to discuss early science results of the Kepler mission. Kepler is the first spacecraft with the ability to find Earth-size planets orbiting stars like our sun in a zone where liquid water could exist.

The televised briefing will be held at NASA Headquarters and will be shown in the main auditorium, Bldg. N201 at NASA Ames Research Center, Moffett Field, Calif. Reporters at Ames may ask questions of the panelists via a telephone link with the press conference. The briefing participants are:

* Jon Morse, NASA's Astrophysics Division director, NASA Headquarters
* William Borucki, Kepler science principal investigator, NASA's Ames Research Center, Moffett Field, Calif.
* Sara Seager, professor of planetary science and physics, Massachusetts Institute of Technology, Cambridge
* Alan Boss, astrophysicist, Department of Terrestrial Magnetism, Carnegie Institution, Washington

Reporters also may ask questions by their office telephone. To reserve a telephone line, contact J.D. Harrington by e-mail at: j.d.harrington@nasa.gov.

To reach NASA Ames, take U.S. Highway 101 to the Moffett Field, NASA Parkway exit and drive east on Moffett Boulevard towards the main gate. The briefing will be held in the main auditorium, Building N-201, at NASA Ames. Building N201 is located behind the administration building, N-200.
Kepler is a NASA Discovery mission. It was launched from Cape Canaveral Air Force Station, Fla., on March 6, 2009.
NASA's Ames Research Center is responsible for Kepler's ground system development, mission operations and science data analysis. Kepler mission development is managed by NASA's Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, Calif. Ball Aerospace and Technologies Corp. is responsible for developing the Kepler flight system and supporting mission operations.

For more information about NASA TV downlinks and streaming video, visit:
http://www.nasa.gov/ntv

Zitat ENDE!

Noch ein WOW Heute!!!
Wenn die kompeltte Kepler-Mng.-Spitze vertreten ist haben die, zum jetzigen Zeitpunkt, bestimmt schon den ein oder andered VOLLTREFFER gelandet.
Anders kann ich mir das nicht erklären.
Wenn sie Zweifel hätten, würden die den 2. Downlink im August abwarten!
Jungs!
Stellte das Bier kalt und NASATV glotzen.
Wann ist 11 am PDT bei euch in Deutschland???
kleiner Tip bei mir ist 21 Uhr.....aber Vorsicht ich wohne in ....?
Tom

Schmidts Katze
04.08.2009, 23:21
NASA Announces Briefing About Kepler's Early Science Results

The televised briefing will be held at NASA Headquarters and will be shown in the main auditorium, Bldg. N201 at NASA Ames Research Center, Moffett Field, Calif. Reporters at Ames may ask questions of the panelists via a telephone link with the press conference. The briefing participants are:

* Jon Morse, NASA's Astrophysics Division director, NASA Headquarters
* William Borucki, Kepler science principal investigator, NASA's Ames Research Center, Moffett Field, Calif.
* Sara Seager, professor of planetary science and physics, Massachusetts Institute of Technology, Cambridge
* Alan Boss, astrophysicist, Department of Terrestrial Magnetism, Carnegie Institution, Washington

Die haben bestimmt etwas zu erzählen.

Jungs!
Stellte das Bier kalt und NASATV glotzen.
Wann ist 11 am PDT bei euch in Deutschland???
kleiner Tip bei mir ist 21 Uhr.....aber Vorsicht ich wohne in ....?
Tom
20:00

Grüße
SK

Bynaus
05.08.2009, 10:11
Wenn die kompeltte Kepler-Mng.-Spitze vertreten ist haben die, zum jetzigen Zeitpunkt, bestimmt schon den ein oder andered VOLLTREFFER gelandet.

Es könnte sich durchaus um einen "Volltreffer" handeln, allerdings würde ich das nicht einfach daraus schliessen, dass die Management-Spitze vertreten ist - das ist deren Job.

An dem, was ich weiter oben geschrieben habe, hat sich noch nichts geändert, deshalb:


Es werden vermutlich alles heisse Jupiter sein mit Umlaufszeiten unter 10 Tagen.

Vielleicht sind ein paar heisse Neptuns darunter, allenfalls eine "heisse Supererde". Mehr können wir zur Zeit nicht erwarten.

Joerschi
05.08.2009, 13:04
Ich denke ebenfalls, dass es noch keine "ganz große" Nachricht sein kann - so schön das auch wäre.

Kepler hatte noch nicht die Zeit, ausreichend große Intervalle von Planentransits zu beobachten. Die bis jetzt registrierten Transits dürften alle zu Planeten gehören, die ihr Gestirn in kürzester Zeit umrunden und damit viel zu nahe für auch nur halbwegs aussichtsreiche Lebensbedingungen sein.

Was maximal noch sein kann ist, dass Kepler auch eininge Braune Zwerge mit im Visier hat, insofern das Auflösevermögen dies zulässt. Hier könnte ich mir vorstellen, dass durchaus ein Plant nah genug um den Zwerg kreist, wo zumindest erste positive Ergebnisse erahnt werden (von der Strahlung des Sterns und anderen ungemütlichen Rahmenbedingungen mal abgesehen, von denen wir ohnehin nicht wissen ob "Leben" in anderer Form wie wir das nicht kompensieren könnte).

Interessant wird die Übertragung dennoch und ich freue mich auf jede Überraschung.

Bynaus
05.08.2009, 16:13
http://www.nasawatch.com/archives/2009/08/did_kepler_find.html


According to multiple sources, Kepler has not found anything "new". However it has successfully detected at least one previously discovered substellar object circling another star. In other words, this amazing little spacecraft works! In addition, new candidate exoplanets have also been discovered but await confirmation by other telescopes. The results of Kepler's observations will appear in an article in this week's edition of Science magazine.

Joerschi
05.08.2009, 17:07
Wobei es verwunderlich ist, dass die Science diese Woche schon einen Artikel über "irgendetwas" bringt. Es entspricht doch nicht ihrem "Niveau", mit nur ein paar "läpischen" Anfangsdaten anstatt einem ausgewachsenen Paper einen Artikel zu publizieren.

Bugs Bunny
06.08.2009, 20:02
Also, man kann mit diesen Kepler Daten noch gar nicht sehen, wie viele erdähnliche Planeten dabei sein können? Sondern es werden schon bekannte Exoplaneten bestätigt.

Bynaus
07.08.2009, 10:16
http://www.newscientist.com/article/dn17565-kepler-spacecraft-sees-its-first-exoplanets.html

- Kepler hat drei bereits bekannte Exoplaneten im Suchfeld "entdeckt".
- Kepler hat den sekundären Transit von HAT-P-7 b beobachtet (wenn der Planet hinter seinem Stern durchzieht), und daraus lässt sich ableiten, dass das Teleskop sensitiv genug ist, um eine "Erde" zu entdecken.
- Kepler ist möglicherweise etwas anfällig für kosmische Strahlung - eine von mehreren Erklärung für den zweimaligen Absturz in den "Safe Mode". Experimente sind unterwegs, um die Ursache dafür aufzuklären.

CAP
07.08.2009, 10:58
Wie wirkt es sich aus, wenn sich auf dem gerade beobachteten Stern ein Sonnenfleck bildet? Könnte das nicht auch den Anschein erwecken, dass gerade ein Planet vorbei zieht?

Chrischan
07.08.2009, 11:19
Hallo CAP,

Wie wirkt es sich aus, wenn sich auf dem gerade beobachteten Stern ein Sonnenfleck bildet? Könnte das nicht auch den Anschein erwecken, dass gerade ein Planet vorbei zieht?
das wurde hier schonmal diskutiert (z.B. Hier (http://www.astronews.com/forum/showthread.php?t=2671))
Ein Sternfleck unterscheidet sich deutlich von einem Transit.

Gruß, Christian

Orbit
07.08.2009, 11:36
Trotzdem hat sich aber offenbar auch schon mal ein Exoplanet im Nachhinein als Sonnenfleck entpuppt:

http://www.planeten.ch/tw_hydrae_b_fleck_20080915

Orbit

Chrischan
07.08.2009, 12:49
Trotzdem hat sich aber offenbar auch schon mal ein Exoplanet im Nachhinein als Sonnenfleck entpuppt:

Danke für den interessanten Link Orbit.

Obwohl TW Hydrae b nicht über die Transitmethode entdeckt wurde.
Ich hätte allerdings, ehrlich gesagt, noch weniger bei der Radialgeschwindigkeitsmethode mit Verwechslungen gerechnet....

Gruß, Christian

CAP
07.08.2009, 14:06
Danke für die links. Bin echt mal gespannt,was Kepler so alles finden wird :)

_Mars_
09.08.2009, 11:25
Mal ne vielleicht komisch anmutende Frage...
Wird man sich beim Fund und Bestätigung eines fast Erdgleichen Exoplaneten sofort auf den Weg dorthin begeben??
irgendeine Sonde hinschicken oder so?

Orbit
09.08.2009, 12:24
sofort ...
irgendeine Sonde hinschicken oder so?
Sie bräuchte mit heutiger Antriebstechnik Hunderttausende von Jahren. Einzig bei einem Planeten um Alpha Centauri A oder B (etwas mehr als 4 ly) ginge es vielleicht etwas schneller. :)
Orbit

CAP
09.08.2009, 13:06
Das stimmt wohl leider. Selbst wenn man jetzt eine Sonde losschicken würde, dann würde man in 20Jahren wahrscheinlich eine Sonde entwickeln können,welche die andere Sonde sogar noch einholen könnte usw...also am besten bessere Teleskope bauen, dann kann man einfach hinschauen und muss nicht hinfliegen ;)

Bugs Bunny
09.08.2009, 17:51
Könnte die NASA auch Fernsehsender von anderen Welten empfangen? Und wenn nicht, würde dass dann bedeuten diese Aliens haben keine Fernsehsender?
Und Sonden (mit Robotern) können in der Zukunft mit halber Lichtgeschwindigkeit Reisen zu Exoplaneten?

Orbit
09.08.2009, 18:15
Könnte die NASA auch Fernsehsender von anderen Welten empfangen?
Ja, die NASA kann alles. Aber weil das Programm von dort so langweilig war, haben die gleich wieder auf 3SAT umgeschaltet. Und so ist der Kurzfilm "WOW"...
http://de.wikipedia.org/wiki/Wow!-Signal
...der einzige extraterrestrische Film geblieben, der bisher aufgezeichnet wurde.

Orbit

mac
09.08.2009, 19:07
Hallo Bugs Bunny,


Könnte die NASA auch Fernsehsender von anderen Welten empfangen? Fernsehsender senden, um auf dem Planeten empfangen zu werden. Um von uns empfangen zu werden, müßten sie mit einer hervorragenden Richtantenne gezielt zu uns abgestrahlt werden. Daher: Nein.



http://de.wikipedia.org/wiki/Pioneer_10#Kommunikation

wobei die beiden redundanten Transmitter eine Sendeleistung von je 8 Watt aufwiesen


http://de.wikipedia.org/wiki/Pioneer_10#Nach_Jupiter

Das letzte identifizierbare Signal empfing man am 22. Januar 2003, beim nächsten geplanten Kontakt am 7. Februar blieb Pioneer 10 stumm und beendete so in einer Entfernung von ca. 81 AE (≈12 Mrd. Kilometer) ihre fast 31-jährige Mission, obwohl sie nur für 21 Monate ausgelegt war.


Die Kommunikation mit Voyager 1 funktioniert dagegen immer noch.
http://de.wikipedia.org/wiki/Voyager_1#Kommunikation

Die beiden Sender besitzen eine Abstrahlleistung von je 9,4 und 28,3 Watt
Voyager 1 ist zur Zeit 0,00173 Lichtjahre (rund 110 AE) von uns entfernt. Pro Jahr knapp 4 AE Zuwachs. Um von Alpha Centauri aus bis zu uns zu senden, bräuchte sie allerding eine um rund 6 Größenordnungen höhere Sendeleistung als sie hat.




Und wenn nicht, würde dass dann bedeuten diese Aliens haben keine Fernsehsender?Ich kann Dich also beruhigen. Nein. So trostlos muß es nicht um die Aliens bestellt sein. ;)



Und Sonden (mit Robotern) können in der Zukunft mit halber Lichtgeschwindigkeit Reisen zu Exoplaneten?eher nicht. Mit Fusionsenergie wären 10% c denkbar, wenn man nicht wieder abbremsen will und alles im Bereich Antrieb durch Materie/Antimaterie ist bisher nicht über den Status wilder Spekulation hinaus gekommen.


Herzliche Grüße

MAC

Bugs Bunny
09.08.2009, 20:47
Hallo mac, danke für deine tolle information! Ich bin auf diese Frage wegen einer National Geographic HD Doku "Reise zum Anfang des Universums" gekommen. Dort wurde gesagt, dass Aliens auf Exoplanet Gliese 581 d unser Fernsehprogramm sehen könnten. Auch in einer anderen BR3 Doku "ET bitte melde dich", wurde gesagt, Aliens könnten unsere Fernsehprogramme sehen. Deswegen meine Frage, ob wir auch Fernsehsender von anderen Welten sehen können.

mac
09.08.2009, 22:13
Hallo Bugs Bunny,

ich kenne mich mit Antennentechnik nicht gut aus, aber ich habe folgende Angabe gefunden.


Eines der empfindlichsten und rauschärmsten Teleskope der Welt ist das Radioteleskop Effelsberg mit 1 mJy !aus: http://www.radioteleskop-aachen.de/html/basics_2.html



Der Deutschlandfunk sendet auf der Langwelle mit 500 kW. Ich habe keine Ahnung ob das die Ausgangsleistung ist, oder der Stromverbrauch.

Nehmen wir mal an, daß er das auf einer Fläche von 1 m^2 im Abstand von 1 m bündelt (also gut einen Faktor 12 Antennengewinn). In einer Entfernung von 20 Lichtjahren wäre das dann noch eine Leistung von 2,79E-30 Watt/m^2 oder 0,279 Millijansky.

Diese Empfindlichkeit bedeutet aber nicht, daß man damit ein moduliertes Signal zeitlich ausreichend auflösen kann. Man könnte damit vielleicht die Trägerfrequenz erahnen, aber zur Signalübertragung gehört dann schon deutlich mehr. Und die Langwelle ist auch nicht die Frequenz, bei der Effelsberg empfängt.


Herzliche Grüße

MAC

Bugs Bunny
30.08.2009, 17:30
Das schreibt die Bild: (http://www.bild.de/BILD/news/mystery-themen/2009/08/aliens-existieren/alien-sagt-nasa-forscher-in-us-magazin-newsweek.html)

Forscher schätzen zudem, dass es im Universum etwa 100 Milliarden erdähnliche Planeten gibt. Die Frage ist: Wo sind diese zu finden? Und: Auf wie vielen davon gibt es Wasser?
Mithilfe des Kepler-Teleskops, das von der US-Weltraumbehörde Nasa Anfang 2009 ins All geschossen wurde, nahm die Jagd konkrete Formen an. Das 435-Mio-Euro-Projekt soll erdähnliche Planeten finden, die die Voraussetzungen für außerirdisches Leben bieten.
„Diese Mission ist wie die von Kolumbus“, sagt Bill Borucki. Der Nasa-Forscher weiter: „Wir werden erdähnliche Planeten finden, in lebensfähigen Zonen." Und er fügt hinzu: „Wir werden nicht mehr irgendetwas vermuten, wir werden es wissen.“
Borucki sucht seit den frühen 60er-Jahren nach Wegen, außerirdisches Leben zu entdecken. Schon im Jahr 2013 wird „Kepler“ möglicherweise Tausende bewohnbare Welten entdeckt haben, ist Borucki sicher.
Unklar ist nur noch, wie man dann dorthin gelangt. Laut Borucki wäre dazu eine Sonde nötig, das annähernd Lichtgeschwindigkeit erreicht. Und er ist sicher: „Dann könnten wir außerirdische Radio- und TV-Programme empfangen, was zu einem besseren Verständnis dieser neuen Planeten führen würde.“
Bis dahin ist es zwar noch ein weiter Weg. Bill Borucki sagt dennoch: „Nach 'Kepler' kann ich mir nicht mehr vorstellen, dass jemand sagt: Ich mache mir nichts aus diesen wundervollen Zivilisationen, die möglicherweise existieren.“

TomTom333
04.10.2009, 14:26
Eigentlich erhoffen sich Astronomen weltweit von dem NASA-Weltraumteleskop Kepler die Entdeckung erdähnlicher Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Britische Forscher glauben nun, dass Kepler auch lebensfreundliche Exomonde finden kann.
Wie die Forscher um Dr. David Kipping vom University College in London in der zukünftigen Ausgabe des Fachjournals "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" berichten, haben sie die Eigenschaften und Fähigkeiten des Teleskops simuliert und diese auf die wahrscheinlichen Signaturen von Exomonden ausgerichtet, wenn auch Monde durch die Gravitationskräfte ihre Planeten die Umlaufbahn ihrer Planeten um das Zentralgestirn messbar beeinflussen.

Anhand von Computermodellen berechneten die Forscher eine Vielzahl von möglichen Planetensystemen und erkannten, dass gerade weniger dichte Saturn-artige Planeten die ideale Voraussetzung für die Entdeckung möglicher lebensfreundlicher Monde liefern als etwa dichte Jupiter-artige Planeten. Der Grund hierfür liegt in dem Umstand, dass große Planeten wie Saturn besonders viel Licht ihres Sterns verdecken, wenn sie vor diesem vorüberziehen und aufgrund ihrer vergleichsweisen Leichtigkeit ihre Bewegung und Bahn sehr viel mehr vom Mond beeinflusst werden, als jene schwergewichtiger Planeten...................

Weiter lesen auf :
http://nachrichten.freenet.de/wissenschaft/paranormal/kepler-kann-auch-belebte-exomonde-finden_915696_533376.html

Das erhöht die Zahl, meiner Meinung, ERHEBLICH!

_Mars_
04.10.2009, 21:19
Ich habe einen erdähnlichen Mond gefunden:

Atmosphäre: ca. 1,5-1,7 Bar
Bestandteile d. Atmosp. : Methan (indiz für leben), Stickstoff und seine Oxide und hinweise auf CO2.
Seine Landschaft wird geformt durch eine Flüssigkeit.

Da ich den Sterntyp nicht kenne und spezifische Wärmeabgabe berechnen kann, trotzdem wäre es nicht undenkbar, dass erdähnliche Temperaturen herrschen, auch wenn er am äusserem Rande zu sein scheint. Ausserdem könnte die Gezeitenwirkung die Temperatur weiter erhöhen.



_____
Ihr wisst sicherlich wen ich meine: Titan.
Und worauf ich anspiele, werdet ihr sicher auch wissen:
Ich kann die Solarkonstante nur abschätzten, habe zu wenig praktisch gesicherte Kentnisse vonGezeitenkräften etc...

MGZ
04.10.2009, 21:35
Das erhöht die Zahl, meiner Meinung, ERHEBLICH!

Hat jemand einen Überblick, wieviele Gasriesen bereits gefunden wurden, die in der habitablen Zone liegen? Soweit ich weiß sind die meisten viel zu nah oder viel zu weit entfernt vom Stern.

TomTom333
06.11.2009, 08:28
Neues von Kepler:
Die ersten Planeten werden im Januar präsentiert.

http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/news/keplerm-20091105.html


viel Spaß :)

Tom

CAP
23.11.2009, 11:34
Hallo Experten,
ich habe eine Frage bezüglich Radialgeschwindigkeits bzw astronomischen Methode zum Nachweis von Exoplaneten.
Da ich mir schwer vorstellen kann, dass sich riesige Gasplaneten innerhalb von ein paar Tagen um ihren Stern bewegen, habe ich mich gefragt, ob es nicht auch andere Gründe für die Messungen geben könnte.
Kann es nicht sein, dass die Dichte in einem Stern nicht überall gleich ist und er deshalb taumelt?

Orbit
23.11.2009, 11:37
Da ich mir schwer vorstellen kann, dass sich riesige Gasplaneten innerhalb von ein paar Tagen um ihren Stern bewegen...
Dann musst Du eben versuchen, es Dir vorzustellen; denn es ist in vielen Fällen so.

CAP
23.11.2009, 11:47
Ok, dann versuche ich das mal...
dann eine andere Frage.
Man kennt ja die schönen Bilder, wo ein Stern in einem Doppelsternsystem dem anderen das Gas "abzieht". Wenn sich die Gasplaneten so nah an dem Stern befinden, wieso wird deren Gas dann nicht abgezapft?
Achso und nochmal zum vorigen Post:Kann die Materie in einem Stern nicht ungleich verteilt sein?

Orbit
23.11.2009, 12:10
Wenn sich die Gasplaneten so nah an dem Stern befinden, wieso wird deren Gas dann nicht abgezapft?
Doch; aber das passiert erst ab der Roche-Grenze:
http://de.wikipedia.org/wiki/Roche-Grenze
Da würde die Umlaufzeit aber nur Stunden betragen.

Kann die Materie in einem Stern nicht ungleich verteilt sein?
Wie meinst Du das?
Orbit

SpiderPig
23.11.2009, 12:16
Achso und nochmal zum vorigen Post:Kann die Materie in einem Stern nicht ungleich verteilt sein?
Nein, zumindest nicht bei einem normalen Stern, der nicht zufällig vor sehr kurzer Zeit einen Begleiter verschluckt hat.
Sterne bestehen aus Gas, welches sich recht schnell bewegt (heiß) und sich ähnlich wie eine Flüssigkeit so verhält, dass Verdichtungen, Wellen, Berge ect.. schnell "zerfließen" würden. Die dichte eines Sterns ist also immer eine Funktion der Tiefe und der Masse und wird von sich aus immer sehr nahe kugelsymmetrisch sein.

SpiderPig

CAP
23.11.2009, 12:36
Das hört sich recht plausibel an.
Allerdings (und entschuldigt bitte wenn ich Blödsinn rede) sind doch z.B. Sonnenflecken bereiche auf der Sonnenoberfläche, welche kühler sind und somit weniger Sichtbares Licht abgeben.Wenn sie kühler sind, heisst das für mich, dass an diesen Stellen die Dichte des Gases auch größer ist.
Und wenn die Magnetfeldlinien ein solches Phänomen an der Oberfläche auslösen, warum nicht auch im Inneren.
Sonnenflecken lösen sich auhc nicht so schnell wieder auf, meine ich gelesen zu haben.
Und wenn nun die Dichte an einer Seite, sagen wir dort wo es viele Sonnenflecken gibt größer ist als dort wo es keine gibt, müsste der Stern doch einen verschobenen Schwerpunkt haben und würde taumeln oder nicht?
Grüße

Bynaus
23.11.2009, 12:38
Ausserdem, CAP:

1. Gibt es solche Hot Jupiters, die man erst mit der Radialgeschwindigkeitsmethode entdeckt hat und von denen man anschliessend herausgefunden hat, dass sie auch alle paar Tage (passend zu den RV-Daten) vor ihrem Stern durchziehen: Es gibt also DEFINITIV Hot Jupiters, auch wenn du dir das schwerlich vorstellen kannst.

2. Kann man in vielen Fällen die Rotationsgeschwindigkeit des Sterns unabhängig vom "Taumeln" bestimmen. Es gibt wenige Fälle, wo die beiden übereinstimmen, und viele, wo das nicht der Fall ist...

Orbit
23.11.2009, 12:47
Wenn es ein solches 'Taumeln' wegen der Sonnenflecken gäbe, wüsste man das auf Grund der Beobachtung unserer Sonne längst.
Fällt es Dir so schwer zu glauben, dass die Suche nach Exoplaneten auf einem soliden wissenschaftlichen Fundament steht?
Orbit

CAP
23.11.2009, 12:57
Reitet doch nicht so darauf rum, dass ich es mir nur schwer vorstellen kann :)
Dann habe ich noch eine wahrscheinlich laienhafte Frage:
So ein Hot Jupiter müsste doch auch "Gezeiten" auf den Stern ausüben und andersrum. Das bedeutet eine eigentlich nicht zu vernachlässigende Massenverschiebung was den Taumeleffekt verstärken müsste oder nicht?
Also wenn die beiden Körper fest wären und sich keine Massen verlagern könnten, wäre das Taumeln nicht so stark wie mit, oooder? *in Deckung geh*
laienhafte Grüße

SpiderPig
23.11.2009, 12:57
Hallo CAP,

Und wenn nun die Dichte an einer Seite, sagen wir dort wo es viele Sonnenflecken gibt größer ist als dort wo es keine gibt, müsste der Stern doch einen verschobenen Schwerpunkt haben ....
Die Dichteschwankungen sind so minimal im Vergleich zur Gesamtmasse der Sonne, dass damit kein Taumeln messbar wäre. Zudem sind die (kleinen) Dichteschwankungen recht lokal aber überall vorhanden und bewegen sich zudem recht schnell durch den Stern.

Da bleibt für Spekulationen kein Raum! ;)


SpiderPig

CAP
23.11.2009, 13:05
Wenn es ein solches 'Taumeln' wegen der Sonnenflecken gäbe, wüsste man das auf Grund der Beobachtung unserer Sonne längst.
Fällt es Dir so schwer zu glauben, dass die Suche nach Exoplaneten auf einem soliden wissenschaftlichen Fundament steht?
Orbit

Mir fällt es überhaupt nicht schwer daran zu glauben, ich sagte nur, dass ich es mir schwer vorstellen kann. Es ist ja wohl auch keine Wissenschaft, die man mal soeben als Laie verstehen muss.
Ich weiß auch nichts davon, dass unsere Sonne schon auf ein solches Taumeln untersucht wurde und ob das überhaupt so gut funktioniert, auf Grund der geringen Entfernung und vielen Objekte in unserem System, was eine neue Frage aufwirft...müsste man ein fremdes System nicht über viele Jahre beobachten , um evtl vorhandene kleinere Objekte aus dem variierenden Taumeln entdecken zu können?

CAP
23.11.2009, 13:10
Hallo CAP,

Die Dichteschwankungen sind so minimal im Vergleich zur Gesamtmasse der Sonne, dass damit kein Taumeln messbar wäre. Zudem sind die (kleinen) Dichteschwankungen recht lokal aber überall vorhanden und bewegen sich zudem recht schnell durch den Stern.

Da bleibt für Spekulationen kein Raum! ;)


SpiderPig

Ich komme mir schon vor wie ein oller Spammer :X habe heute frei, also keine Sorge, ich nerve euch nicht jeden Tag, das machen, dann andere ;)
Weiß man denn, wie es unter den Sonnenflecken aussieht?
Wenn nicht an der Oberfläche die Dichte anders ist, dann ist mir auch klar, dass es zu gering wäre, aber wie gesagt, ich weiß ja nicht was die Magnetfelder im inneren so anstellen...und ob sie wirklich so gleichmäßig verteilt sind.

Bynaus
23.11.2009, 13:56
Gezeitenberge würden kein Taumeln verursachen, weil Gezeitenberge stets auf beiden Seiten des Körpers ("hinten und vorne") auftreten. Daraus ergibt sich keine "Unwucht".

Wie ich schon sagte: die Rotationsgeschwindigkeit des Sterns kann man beobachten. Für alle Sterne, deren Rotationsgeschwindigkeit von der Radialgeschwindigkeitsvariation abweicht, gilt: So lange sich deine "Dichteanomalie" nicht mit Hochgeschwindigkeit DURCH den Stern hindurch bewegt, macht es keinen Sinn, eine solche als Erklärung für die Radialgeschwindigkeitsvariation vorzuschlagen.

SpiderPig
23.11.2009, 14:25
Hallo CAP,

...ich weiß ja nicht was die Magnetfelder im inneren so anstellen...und ob sie wirklich so gleichmäßig verteilt sind.
Gleichmäßig ist relativ zu sehen. Global ist da wohl eindeutig eine Gleichmäßigkeit zu erwarten. Lokal kann es aber mal sehr unterschiedlich sein.
Und wie genau solche Strukturen aus sehen wird zwar errechnet, aber Gewissheit gibt es nicht!
Trotzdem, auch bei ungleicher Verteilung der Magnetfelder würde die sonne nicht "schwanken". :)


SpiderPig

TomTom333
24.11.2009, 12:21
schon wieder........ nun schon zum 3. mal und die "Wissen" nicht warum?????

hier:

http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/news/keplerm-20091123.html

schoene Woche
Tom

CAP
24.11.2009, 12:58
Kepler ist ja auf einen Sternenhaufen fixiert, welcher uns nicht unbedingt am nächsten liegt. Gibt es Projekte, welche die Sterne in unserer "Nähe" zuerst absuchen? Ich meine, im Augenblick spielt es eiegntlich keine Große Rolle, da wir noch nicht vorbei schauen können, aber bekommt man vielleicht bessere/genauere Ergebnisse von Sternensystemen, welche näher liegen?

Orbit
24.11.2009, 13:04
Für Kepler wurde ein Blickfeld ausgewählt, wo's möglichst viele Sterne gibt (100'000) und nicht nur eine Handvoll besonders naher.

CAP
24.11.2009, 13:25
Ja, versteh ich ja auch, aber es gibt doch viele andere Planetenjäger oder nicht?
Hätte ja sein können, dass jemand lieber wissen möchte, was in unserer Nachbarschaft los ist.

Noch eine andere Frage.
Ich habe das jetzt so verstanden, dass ein erdähnlicher Planet seinen Stern bei einem zentralen durchlauf NUR ca 13 Stunden "abdunkelt".
Wie macht man das denn bei erdgebundenen Teleskopen, wo man den Eintritt evtl verpasst und nur ein paar Minuten oder Stunden noch mitbekommt.
Kann man aus den Daten erkennen, wo der Planet durchläuft und mit welcher Inklination zu uns?
Oh man, dieses Thema bereitet mir echt Kopfzerbrechen, aber ich bleibe am Ball :p

Orbit
24.11.2009, 13:42
NUR ca 13 Stunden "abdunkelt".
In einer Distanz von 1 AU komme ich auf etwa 40 Stunden.

Wie macht man das denn bei erdgebundenen Teleskopen, wo man den Eintritt evtl verpasst...
Das passiert den Planetenjägern schon nicht. Die sind ja auf dieses Geschäft spezialisiert.

Kann man aus den Daten erkennen, wo der Planet durchläuft und mit welcher Inklination zu uns?
Wandert der Schwerpunkt des Sterns nur hin und her, gibt's einen schönen Transit. Beschreibt er eine Ellipse, dann nimmt die Wahrscheinlichkeit eines Transits umgekehrt proportional zur Exzentrizität ab.
Beschreibt der Schwerpunkt einen Kreis, gibt's bestimmt nichts zu sehen. :)

mac
24.11.2009, 14:06
Hallo,


Beschreibt der Schwerpunkt einen Kreis, gibt's bestimmt nichts zu sehen. :)bereits in einem Abstand von etwas mehr als 30 Lichtjahren, wäre der sichtbare Einfluß Jupiters auf die Sonne unterhalb der Auflösungsgrenze von Hipparchos (0,001 Bogensekunden) gewesen.

Herzliche Grüße

MAC

CAP
24.11.2009, 14:36
Ja stimmt, klingt logisch.

Hier ist der Ausschnitt aus wiki auf den ich mich bezogen habe.
Verstehe da wohl irgendetwas nicht richtig.

"Bei einem Durchgang eines extrasolaren Planeten in Erdgröße wird am Weltraumteleskop eine Abdunkelung in der Größenordnung von einem zehntel Promille erwartet (für Erde und Sonne 0,084 ‰). Das erfolgt bei zentralem Durchgang vor dem Bild des Sternes für einen Zeitraum von rund einem halben Tag (für Erde und Sonne 13 Stunden)"

Und noch eine Frage...sorry...wenn ich nun die Abdunklung habe, weiß ich dann die Fläche, welche abgedeckt wird, demnach das Volumen des Körpers und durch das erzeugte Taumeln kann dann auf die Masse geschlossen werden, war das so gemeint? Wenn der Planet allein in dem System wäre, würde ich das garnicht hinterfragen, aber wenn mehrere Planeten in dem System ihre Runden ziehen, sind das dann nicht Störfaktoren, die eine genauere Massenbestimmung garnicht möglich machen?!

CAP
24.11.2009, 14:46
Hallo,

bereits in einem Abstand von etwas mehr als 30 Lichtjahren, wäre der sichtbare Einfluß Jupiters auf die Sonne unterhalb der Auflösungsgrenze von Hipparchos (0,001 Bogensekunden) gewesen.

Herzliche Grüße

MAC

Ich hoffe die Technik kann heute mehr!

SpiderPig
24.11.2009, 14:49
Ich hoffe die Technik kann heute mehr!
Das ist der Stand der heutigen Technik. :)

Mehr ist nur durch direktes Abbilden möglich und das ist wiederum Abhängig von vielen weiteren Faktoren.


SpiderPig

Orbit
24.11.2009, 15:13
CAP
Die 13 Stunden stimmen. Ich habe gleich zwei dumme Rechnungsfehler gemacht. :o

TomTom333
17.12.2009, 10:10
NASA today transferred management of all operations for the Kepler Mission from NASA’s Jet Propulsion Laboratory (JPL), Pasadena, Calif., to NASA’s Ames Research Center..............

weiter geht es hier:
http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/main/index.html

Ihr wisst, dass ich in Bezug auf Kepler immer sehr Positiv bin :p.......
.......aber das sieht für mich so aus als ob das JPL unfähig ist und die NASA es an ARC gegeben hat!!!???!!! :confused:
Diese Übergabe war nie geplant..........!

Wenn wie im anderen Post beschrieben (Hier (http://www.astronews.com/forum/showthread.php?p=61269&posted=1#post61269)) 3 der 84 Kanäle defekt sind, sollten aber immer noch 838 Hot Jup. (870-870*3/84) als Resultat im Januar bekannt gegeben werden.
Dieses Ergebnis bezweifel ich....... da ist was im Busch und die haben Probleme die noch nicht öffentlich sind.
Außerden beobachten die weiterhin 150.000 Sterne was auch nie geplant war.
Im 1. und 2. Monat ja, aber dann sollte reduziert werden auf unter 100.000.
Mehr Masse als Klasse?
In 3 Wochen wissen wir mehr!

Tom

Bynaus
17.12.2009, 10:18
Woher hast du eigentlich die Zahl der 870 Hot Jupiters?

TomTom333
17.12.2009, 10:24
Guckst du hier:

http://kepler.nasa.gov/sci/basis/results.html


in die Mitte von datt Saite!!!!!

Bugs Bunny
21.12.2009, 15:22
Suche nach zweiter Erde: Erste "unglaubliche" Ergebnisse sollen schon im Januar veröffentlicht werden. :D

Wie "msnbc.com" berichtet, werden die Forscher zunächst Entdeckungen sogenannter "Hot Jupiter"-Gasriesen und "Super-Erden" berichten, die jedoch ihre Zentralgestirne derart nah umrunden, dass ihre Oberflächen regelrecht kochen, sie also kein Leben, wie wir es auf der Erde kennen, beherbergen können. Hinzu werde man von Phänomenen berichten, "die so merkwürdig sind, dass selbst die Wissenschaftler anfänglich ihren Instrumenten nicht trauen wollten." :eek:

Rund 30 Fachartikel zu den Entdeckungen sollen schon im Januar 2010 erscheinen und zudem auf dem Treffen der "American Astronomical Society" in Washington präsentiert werden.
Die Entdeckungen seien teilweise so ungewöhnlich, dass sich William Borucki vom "Ames Research Center" der NASA gegenüber MSNC nicht sicher ist, ob die diese schon im Januar alle präsentiert und erläutert werden können. Genauere Angaben zu diesen erstaunlichen Entdeckungen wollen die NASA-Forscher derzeit noch nicht machen.

Was wird dass sein, diese Phänomene? :confused:

Bynaus
21.12.2009, 15:52
@TomTom333: Okay. Ich bezweifle aber, dass man all diese Exoplaneten bereits im Januar bekannt geben wird. Um sie zu charakterisieren, wird man über klassische RV-Messungen erst ihre Masse bestimmen wollen, und das dauert.


Was wird dass sein, diese Phänomene?

Wird wohl mit der Dichte der beobachteten Objekte zu tun haben. Vielleicht sind einige extrem dicht, andere haben eine extrem geringe Dichte.

Vielleicht sind (als Wildcards mit geringer Wahrscheinlichkeit) auch ein paar ganz exotische Objekte darunter, wie Weisse Zwerge im Transit (könnte man sehen, da erdgross), trojanische Planeten, supergrosse Monde etc.

TomTom333
22.12.2009, 09:22
Hier der Bericht von msnbc:

http://www.msnbc.msn.com/id/34350505/ns/technology_and_science-space/page/2/


Es wird uns die Socken ausziehen, es mit Boruckis Worten zu sagen.

Bynaus
22.12.2009, 12:18
Da bin ich ja mal gespannt. Interessant, dass er meint, er hätte diese Dinge nicht vorhergesehen, die nun beobachtet werden. Das schliesst vermutlich die Dinge auf meiner Wildcard-Liste aus, da diese alle schon diskutiert wurden (mit Ausnahme des Weissen Zwergs im Transit).

TomTom333
23.12.2009, 08:40
schaut euch mal die Änderung der Ziele und Regeln an :

.....The search for Earth-size and larger planets through transit events about solar-type stars involves continuous monitoring of over 160,000 stars, consisting largely of F through M K main sequence stars, through mission life.

Da das "K" nicht Durchgestrichen war hab ich es hier so makiert!
dasDokument findet ihr hier:
http://nspires.nasaprs.com/external/viewrepositorydocument/cmdocumentid=176940/D.9%20Kepler%20Cycle%202%20Amend%2029.pdf

Die nehmen "nur" noch F und G Sterne!

Und seht euch die Streichungen ab Seite 5 an.
Das "GO-Team" darf jetzt auch in den Kepler-Team-Daten wildern!!!
Warum?????????
Langsam Blick ich nix mehr.
Hat einer eine Idee?

Bynaus
23.12.2009, 09:50
Es ist genau anders herum. Vorher hiess es, F bis K, jetzt heisst es, F bis M. Das heisst, die Suche umfasst nun die Klassen F, G, K, M (statt F, G, K), sie wurde also ausgeweitet!

TomTom333
23.12.2009, 13:57
jo,

du hast Recht.... war wohl zu früh für mich!

nun gibt ein Bild: Eine KLasse mehr und die Anfänglichen 150.000 nicht verringert.

Sie brauchen Ergebnisse!

TomTom333
24.12.2009, 12:01
.......The Kepler team has submitted nearly 30 papers for peer-reviewed publication that cover both new science results as well as the many technical processes and procedures utilized to achieve them. Some members of the team will attend the American Astronomical Society Meeting in Washington, D.C. the first week of January 2010. A number of papers, and discoveries, will be presented at the conference..........



Den ganzen Artikel findet ihr hier:
http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/main/index.html

Frohes Fest
Tom

Joerschi
24.12.2009, 14:05
jo,
nun gibt ein Bild: Eine KLasse mehr und die Anfänglichen 150.000 nicht verringert.

Sie brauchen Ergebnisse!

Die Schlussfolgerung ist nicht zwingend.
Genauso gut (und das denke ich) haben sie ein paar interessante Entdeckungen rund um M-Sterne gemacht (z. B. bei Probeläufen) und weiten ihre Beobachtungen jetzt darauf hin aus. Damit könnte auch die Aufregung erklärt werden, dass man Entdeckungen machte, wo man seinen "Instrumenten erst nicht glauben wollte".

TomTom333
25.12.2009, 13:41
Frohes Fest gehabt zu haben!

Mir hat es keine Ruhe gelassen und so habe ich das Netz durchfrostet und siehe da.......Hier sind die "BAD-News:

http://mediafusionreview.com/nasamain/NAC%2010-29-2009/NAC/2.00%20-%20Kepler/2.00%20Borucki_NAC_102909a.ppt

So wie ich das sehe, bekommen sie

1. Kepler nicht so ruhig gehalten wie sie es brauchen
2. Haben ein systematisches Rauschen in ALLEN CCD´s
3. Haben Probleme die Kurven, welche sie erhalten zu interpretieren

Resultat: Hot Jupiters wurden gefunden und werden in Washington präsent.
Für die Analyse erdgroßer Planeten hat man noch zu viele und große Probleme, glaubt sie aber in den Griff zu bekommen. Schade nur das schon fast ein Jahr rum ist und für die 2. Erde wir 3 Transits brauchen.

Übrigens die Daten werden am 04.01.10 um 8.20 Uhr (50 Minuten) und ein Follow -UP um 10.oo Uhr bekannt gegeben (lokal time)

Hoffe euch nicht das Fest verdorben zu haben.
Wäre schön eure Meinung zu hören (und mich ein wenig "Auf zu bauen" :p )


P. hier noch Links:
http://www.nature.com/news/2009/091030/full/news.2009.1051.html

http://cpsx.es.uwo.ca/node/51

http://www.newscientist.com/article/dn18095-telescope-glitch-could-delay-discovery-of-alien-earths.html

Exomonde und JWST:
http://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/0912/0912.3484.pdf


Tom

Sissy
26.12.2009, 08:23
Hi all,

bis jetzt sind nur eine Handvoll sehr großer Sterne durch Teleskope flächig aufgelöst. Daher greift man im Moment noch auf unser Sonnenmodell zurück, wenn man physikalische Prozesse wie Sonnenflecken untersucht.

Im Teleskop (egal ob irdisch oder im All) ist ein durchschnittlicher Stern (F - K) nur ein Lichtpunkt. Sonnenflecken machen sich als Schwankung der Helligkeit im Promill-Bereich bemerkbar.

Ein Hauptreihenstern mit einer ähnlichen Masse wie unserer Sonne wird sich auch ähnlich schnell drehen. Also nicht 1 Jahr für ne Rotation um seine eigene Achse brauchen, und auch nicht 1 Tag. Es gibt dafür eine Ober- bzw. Untergrenze.

Ein Sonnenfleck rotiert mit seiner Sonne. Am Äquator mit einer anderen Geschwindigkeit wie am Pol, weil die Sterne aus Gas bestehen und somit keine starren Körper mit fixer Rotation sind.

Bei unserer Sonne treten die ersten Flecken eines Zyklus in hohen Breiten (ca. 60. Breitengrad) auf. Im Laufe des Zyklus wandern sie dann immer weiter Richtung Äquator.

Das sieht man sehr schön auf diesem Schmetterlingsdiagramm (http://de.wikipedia.org/wiki/Sp%C3%B6rers_Gesetz).

Ich kann einen Sonnenfleck am Äquator maximal 13 Tage beobachten, weil unsere Sonne da 25 Tage für eine Rotation braucht.

Betrachtet man jetzt einen sonnenähnlichen Stern, der auch so schnell wie unsere Sonne rotiert, dann würde ein erdgroßer Sonnenfleck beim "in die Sichtlinie rotieren" einen schwachen Lichteinbruch machen. Dann würde er 11 Tage lang einen gleichmäßigen Lichtabfall produzieren und beim "aus der Sichtlinie rotieren" würde die Helligkeit wieder auf den Wert vor dem Transit hochgehen. Aus der Steilheit der Flanke kann man kann man was zur Geometrie und Position des Flecks rausrechnen.

Ein erdähnlicher Planet innerhalb der habitablen Zone braucht nur wenige Stunden für den Transit.

Die Zeitspannen zwischen Transit und Auftauchen bzw. Verschwinden eines Sonnenflecks haben also unterschiedliche Größenordnungen...

Einen solchen Transit eines Planeten vor seiner Sonne kannst übrigens 2012 völlig ohne Teleskop von Amiland oder Hawaii aus selber beobachten. Da bedeckt Venus unsere Sonne. Als ich das 2004 beobachtete, fand ich das sehr spannend. Da war ein winziger Muckenschiß auf der Sonne, der langsam über die Scheibe zog. Mit einer Sonnenfinsternisbrille bewaffnet war Venus als schwarzer Fleck für meine Augen gut zu sehen.

Solange die Luft in den Morgenstunden noch ruhig war, konnte ich mit meinem Teleskop das Vorrücken direkt an den Granulen (ca. 1000 km durchmessenden Blasen auf der Oberfläche) beobachten. Das Teleskop wurde dabei mit Baaderfolie geschützt, sonst hätte mich ein Blick durch das Okular mein Augenlicht gekostet bzw. den CCD-Chip meiner Kamera geröstet.

Ich konnte auch die Atmosphäre der Venus als "Lomonossov-Ring" (http://de.wikipedia.org/wiki/Lomonossov-Effekt) vor der Schwärze des Alls fotografieren, zum Spektroskopieren hatte ich leider nicht die richtige Ausrüßtung.

Grüße
Sissy

TomTom333
01.01.2010, 09:02
NASA to Unveil Kepler Space Telescope Discoveries

MOFFETT FIELD, Calif. – Kepler Mission scientists will reveal the space telescope’s latest discoveries at a news briefing in Washington on Monday, Jan. 4, 2010.

weiter geht es hier:
http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/main/index.html

TomTom333
01.01.2010, 18:52
Und gerade ganz "frisch" reingekommen:

Die Kepler-Seite hat ein neues Aussehen:

http://kepler.nasa.gov/

schaut mal rechts in den goldenen Balken.........(Pesimisten würden sagen "Nur 3 Dezimalstellen :D )

Viel Spaß damit und ab Montag 20.00 UHR wird gezählt :rolleyes:

Happy NEW Year Miss Sofi, ähmm Mr. Kepler

Kibo
04.01.2010, 17:54
Neues von Kepler:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,670019,00.html

Bynaus
04.01.2010, 18:19
Holla, ich dachte, die Präsentation beginnt erst heute Abend um 7, woher hat denn der Spiegel schon diese Informationen? Aus dem Konferenz-Abstract vielleicht?

Orbit
04.01.2010, 18:41
Also 5 neue.
Die Sensation sei ein superleichter Grossplanet:

Seine Dichte ist mit 0,17 Gramm pro Kubikzentimeter nur unwesentlich größer als die von Kork, ...
Dabei darf man nicht vergessen, dass auch Saturns Dichte mit 0,69 etwa jener von Holz entspricht, und da der neue wesentlich grösser ist als Saturn, ist seine geringere Dichte möglicherweise einfach auf eine ähnliche Masse-Dichte-Beziehung zurück zu führen, wie man sie bei Sonnen aus der Masse-Radius-Beziehung ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Masse-Radius-Beziehung
...herleiten kann.
Die folgende Bemerkung im verlinkten Text...

Neben Kepler-7b hat der fliegende Planetenjäger bereits vier weitere Exoplaneten entdeckt. Drei von ihnen sind ebenfalls extrem leicht für ihre Größe.
... zeugt daher nicht gerade von grosser Sachkenntnis.
Die These - je kleiner, desto dichter - wird jedenfalls vom 5. und wesentlich kleineren Planeten bestätigt:

Der fünfte von "Kepler" aufgespürte Exoplanet ähnelt in seiner Dichte von 1,91 Gramm pro Kubikzentimeter und seinem Durchmesser von rund 50.000 Kilometern dem Gasriesen Neptun.
Und bestätigt wird im Nachsatz auch meine Vermutung vom fehlenden Sachverstand.

Die übrigen vier sind allesamt wesentlich leichter, aber deutlich größer als Jupiter
Zu hoffen ist nun, dass es sich nur um ein Verständnisproblem des Artikelschreibers handelt und das nicht auch von den Keplerianern so kommuniziert worden ist. Sollte letzeres zutreffen, müsste man sich nämlich fragen, ob da nicht Quark als Kork verkauft wurde, um die Geschichte etwas aufzupeppen.
Orbit

Bynaus
04.01.2010, 19:18
Die Sache mit den geringen Dichten ist schon viel älter. Es gibt offenbar Hot Jupiters, die bei gleicher Masse deutlich unterschiedliche Grössen zeigen.

Siehe z.B. http://www.exoplanet.eu/catalog-transit.php?mdAff=diag#tc (Radius bzw Masse auswählen)

Der Grund für diese "aufgeblähten" Welten ist unbekannt, es wird vermutet, dass dies mit Gezeitenreibung und -heizung zu tun hat. Kepler hat offenbar nur ein neues Extrem in dieser Hinsicht entdeckt.

EDIT: Das hier ist interessant:

http://www.starstryder.com/2010/01/04/kepler-first-science/


Okay he just said something weird I’m going to have to look up. They have found small – Jupiter-ish sized in radius – that are hotter than the star they are orbiting. These look like tiny hot stars orbiting cooler stars BUT the hot object is too big to be a white dwarf and too hot to be anything else. He said there are more than one in the field and no one knows what they are.

Wooohooo, ein neues astronomisches Rätsel... (Hervorhebung durch mich)

FrankSpecht
05.01.2010, 02:44
Moin, Bynaus,

Wooohooo, ein neues astronomisches Rätsel... (Hervorhebung durch mich)
Irgendwie nicht wirklich spannend, oder?
http://kepler.nasa.gov/Mission/tableofdiscoveries/

Alles, mehr oder weniger, Hot Jupiter, wie ich das sehe.
Gut, die neuen "Kepler"-Objekte sind leichter (öhm, meinte masseärmer!) als "übliche" Hot Jupiter. Aber sind sie auch bedeutend? Stellen sie die Modelle zur Planetenentstehung auf den Kopf?

Ich glaube, das "Wooohooo" von dir drückt's realistisch aus :D

Und wenn ich lese

These look like tiny hot stars orbiting cooler stars
so haut das ja nach den jetzt veröffentlichten Ergebnissen schon nicht mehr hin.

Kibo
05.01.2010, 13:19
Und hier der entsprechende SPON-Artikel:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,670151,00.html

Bynaus
05.01.2010, 13:27
Alles, mehr oder weniger, Hot Jupiter, wie ich das sehe.

Ich meinte auch nicht die HJ, ich meinte diese Jupiter-grossen, Weisse-Zwerge-heissen, bisher unbekannten Objekte. Gemäss dieser Meldung hier:

http://www.skyandtelescope.com/news/home/80621797.html

könnte es sich dabei um Weisse Zwerge handeln, die ihre Masse während ihrer Rote Riesen Phase überwiegend an ihren Stern (den sie umkreisen) abgegeben haben und die deshalb untypisch massearm (0.15 Sonnenmassen = ~150 Jupitermassen) sind. Deshalb sind sie, als Weisse Zwerge, auch nicht so komprimiert wie einer mit einer Sonnenmasse - und deshalb etwa so gross wie Jupiter. Soweit die vorläufige Erklärung, aber mal sehen, was da noch kommt.

TomTom333
05.01.2010, 23:42
Also ich führe diesen Post weiter, damit wir nicht 2 Kepler offen haben und durcheinander kommen.

Die Ankündigung von W. Borucki :" Es wird sie aus den Socken hauen!" kann man sehen wie man will, doch aus den Socken haut es wohl keinen.

Nach 9 Monaten "NUR" die Resultate der ersten 43 Tage zu Präsentieren ist schon dreist, aber dann noch das Resultat 5 aus 150.000 als Meilenstein zu deklarieren kann ich nicht Nachvollziehen.

Laut den vom Kepler-Team selbst gesteckten Zielen ca. 800 HJ zu finden ist weit von 5 Entfernt.
Das Problem scheint zu sein, dass alle Funde vom Boden bestätigt werden müssen. Im September beschwert sich Borucki in einem Video-Interview das er keine Unterstützung an Teleskopzeiten bekommt und seine "Bodenkollegen" sich nicht Kollektiv verhalten.
Leider war auf der AAS auch nichts von den Problemen mit dem "Rauschen" der CCD´s zu hören. Auch von der Stabilisation des Satelliten war nichts zu hören.
Positiv ist zu werten, dass "ALLE" Daten im Juli öffentlichen werden.
Was besonders alle Astro-Seismologen freuen wird!
Im April ist ein nächstes Astro-Meeting an dem Borucki und sein Team teilnehmen wird.... vielleicht bekommen wir dann die nächsten 5
:D
Ich fühle mich von den Amis im Stich gelassen... und ihr?
Wie in jedem Kinofilm.....Alles wird GUT und am Ende gewinnen wir!

CAP
06.01.2010, 12:53
Ich kann schon verstehen, dass nicht gleich alles rausposaunt wird, was evtl. entdeckt wurde.
Vielleicht wurden nur die Ergebnisse präsentiert, die eindeutig waren, damit bei nicht 100%igen Ergebnissen keine unnötigen Diskussionen entstehen?

Bynaus
06.01.2010, 13:38
Die Ankündigung von W. Borucki :" Es wird sie aus den Socken hauen!" kann man sehen wie man will, doch aus den Socken haut es wohl keinen.

Ich glaube, das bezog sich auf diese speziellen (heissen, jupitergrossen) Objekte, die Kepler auch noch entdeckt hat, neben den HJ. Die hauen mich durchaus ein bisschen aus den Socken. ;)


Nach 9 Monaten "NUR" die Resultate der ersten 43 Tage zu Präsentieren ist schon dreist

Nein, nur die Konsequenz aus den Engpässen bei der Bestätigung am Boden. Ich hatte ja weiter oben darauf hingewiesen, dass alle Planeten, die zu diesem Zeitpunkt angekündigt werden können, HJ sein müssen.


Laut den vom Kepler-Team selbst gesteckten Zielen ca. 800 HJ zu finden ist weit von 5 Entfernt.

Ich bin sicher, das Teleskop hat hunderte weitere potentielle HJ entdeckt. Bloss hat man unter all denen jene 5 für eine Bestätigung ausgewählt, bei denen diese in möglichst kurzer Zeit (ruhige, langsam rotierende, vergleichsweise helle, metallreiche Sterne) durchgeführt werden konnte. Unter dem Druck, möglichst schnell erste Resultate rauszuhauen, ist man sehr selektiv vorgegangen.


Ich fühle mich von den Amis im Stich gelassen... und ihr?

Das ist der Vorteil wenn man realistische Erwartungen hat - man wird selten enttäuscht und manchmal überrascht. ;)

Kibo
06.01.2010, 14:03
Also mich haut die Sache doch schon sehr aus den Socken.
Es wuirde ein Objekt gefunden was überhaupt nicht in unser Klassifizierungsschema passt und mit unserer Physik auch nicht so einfach erklärbar ist.
Wenn das keine sensationelle Entdeckung ist, dann weis ich auch nich :eek:

Bynaus
06.01.2010, 15:38
Zur Frage von Delta3 im anderen Thread, ob unser Sonnensystem typisch ist:

http://www.space.com/scienceastronomy/100105-other-solar-systems.html

Es scheint nun einiges darauf hinzudeuten, dass etwa 10-15% aller Planetensysteme ähnlich wie unser Sonnensystem sind, dh, mit den Gasriesen auf kreisförmigen Bahnen aussen und Platz für Felsplaneten auf stabilen Bahnen weiter innen.

EDIT: Hier ist noch das arxiv.org-Preprint dazu: http://arxiv.org/abs/1001.0572

DELTA3
06.01.2010, 21:14
Es wuirde ein Objekt gefunden was überhaupt nicht in unser Klassifizierungsschema passt und mit unserer Physik auch nicht so einfach erklärbar ist.
Wenn das keine sensationelle Entdeckung ist, dann weis ich auch nich :eek:
Das sehe ich auch so! Jupitergrösse, aber 150fache Jupitermasse und 14.000 Grad heiss? Aber wie Bynaus geschrieben hat, gibt es ja schon eine mögliche Erklärung dafür. Auf jeden Fall ist das etwas ganz Neues!

Gibt es irgendwo Angaben über die Entfernung dieser Objekte zu ihrem Hauptstern bzw. zu ihrer Umlaufperiode? Warum wird das in dieser Meldung nicht angegeben?

@Bynaus:
Habe die Artikel in den zitierten Links gelesen.
Leider ist nicht angegeben, wieviel % der Planetensysteme Hot Jupiters haben (könnten). Wie du weisst, habe ich da immer noch bestimmte Vermutungen...

Gruss, Delta3.

lynx007
06.01.2010, 21:18
Hallo Forum,

wie Nah ist den der Hot Jupiter der seinen stern in 3-4 Tagen umgreist. Und ist es überhaupt möglich das dieser Planet auf dauer seine Atmosphere behält? Kann man überhaupt bei der Entfernung eine Stabile umlaufbahn haben oder stürzt das Ding sowieso bald in seinen Stern?

Sogar Merkur braucht 80 Tage:confused: Hat aber schon lange alles verloren was mal eine Atmosphäre ist.

Da kann doch der Planet noch nicht sehr lange dort sein oder? Der muss doch bei dieser entfernung alles was Gasförmig ist ind kürzester Zeit verlieren.:eek:

Bynaus
06.01.2010, 21:59
Der Planet hat ja auch eine sehr viel grössere Masse als Merkur. Ob ein Stoff entweicht, hängt von Atmosphärentemperatur und Gravitation ab. Aber vermutlich sind die Planeten schon an der Grenze dessen, was noch möglich ist - näher, und sie würden ihre Atmosphäre verlieren. Die "Supererden", die sehr nahe an solchen Sternen gefunden wurden, sind ja vielleicht die Gesteinskerne von ehemaligen Gasriesen.

CAP
07.01.2010, 00:05
Mal eine wahrscheinlich ganz banale und schnell beantwortete Frage nebenbei:
Wie wird die Masse von Planeten oder Sternen bestimmt?

Orbit
07.01.2010, 01:02
Hallo CAP
Zum Beispiel aus der Umlaufzeit t und dem Abstand eines Mondes R vom Zentrum des Planeten:
M = 4pi^2R^3/Gt^2
wobei G die Gravitationskonstante ist.
Orbit

Sissy
07.01.2010, 01:54
Hi TomTom,



Nach 9 Monaten "NUR" die Resultate der ersten 43 Tage zu Präsentieren ist schon dreist, aber dann noch das Resultat 5 aus 150.000 als Meilenstein zu deklarieren kann ich nicht Nachvollziehen.


da bin ich anderer Meinung. Es ist eine gewaltige Leistung, innerhalb einer so kurzen Spanne bereits eine Präsentation mit Massenangaben, Umlaufzeit und Temperatur zu machen.

Hast Du jemals in einem Team von mehreren Wissenschaftlern in einer so kurzen Zeitspanne Ergebnisse druckfertig bekommen?

5 aus 150.000 ist falsch dargestellt. 5 vom Boden bestätigte aus 50 Kandidaten aus einem Satz von 175 innerhalb von 43 Tagen gefundenen wäre korrekt.

Beobachtungszeit an bodengestützten Teleskopen ist rar! Du mußt bis zu mehrere Jahre im voraus Teleskopzeit buchen. Wenn nicht genügend Zeit gebucht wurde, bist auf die "Gnade" von Kollegen angewiesen...

Im Artikel wird ja die Helligkeit der angepeilten Sterne genannt. Die liegen zwischen 9 und 15 mag. Um da Spektroskopie zu betreiben, brauchst viel Öffnung. Du kannst net einfach ein kleines Amateurteleskop nehmen...

Zum anderen kannst Sterne aus einem Sommersternbild (Schwan) net im Winter beobachten/spektroskopieren.

Die Spektren müssen ausgewertet und interpretiert werden...

Zum Vergleich:

Wenn ich ne Sternbedeckung durch einen Kleinplaneten meß, hab ich das Ergebnis (Bedeckung ja/nein) in 10 Minuten auf der Festplatte. Die korrekte Auswertung dieser 10 Minuten Video mit 50 Halbbildern pro Sekunde dauert etwa 20 Stunden.
Sind weitere Amateure auf der Linie mit beteiligt, dauert es etwa 20 Wochen, bis die Form aus der Gesamtheit der Messungen ausgearbeitet ist.
Ein Paper dazu wird dann irgendwann im Lauf von 2 Jahren druckfertig und frühestens 6 Monate später publiziert...




Das Problem scheint zu sein, dass alle Funde vom Boden bestätigt werden müssen.


natürlich. Sie brauchen doch eine Bestätigung. Sonst könnte alles mögliche behauptet werden! Es ist absolut üblich, eine Entdeckung von Planeten erst dann als real anzusehen, wenn sie 3x durch nen Transit nachgewiesen ist.

Kepler sucht nach Kandidaten, bestimmt die Umlaufperioden und erst dann werden vom Boden aus intensiv die Kandidaten unter die Lupe genommen. Und dann wird ne Präsentation vorbereitet.

Grüße
Sissy

Sissy
07.01.2010, 02:00
Hi Bynaus,



Ich meinte auch nicht die HJ, ich meinte diese Jupiter-grossen, Weisse-Zwerge-heissen, bisher unbekannten Objekte. Gemäss dieser Meldung hier:

http://www.skyandtelescope.com/news/home/80621797.html

könnte es sich dabei um Weisse Zwerge handeln, die ihre Masse während


also, ich lese da was von 1.900 C° - das ist zwar recht heiß, aber noch lange nicht im Bereich von Weisen Zwergen. Hab ich da was überlesen?

@ Delta

Wo hast die 14.000 C° her?

Grüße
Sissy

DELTA3
07.01.2010, 02:32
Hallo Sissy,



Wo hast die 14.000 C° her?


Aus dieser Meldung:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,670151,00.html

Hat Kibo schon zitiert, weiss aber nicht, ob es Celsius oder Kelvin sind, wird wohl auch nicht drauf ankommen.

Gruss, Delta3.

Bynaus
07.01.2010, 08:42
@Sissy: Der Abschnitt der S&T Meldung, auf den ich mich bezog, lautet:


Two strange, very hot objects that Kepler found orbiting white, type-A stars appear to be too hot to be planets but too low-mass to be stars. These may be an odd class of "not-really-white-dwarfs" — in which a normal white dwarf has shed all but about 0.15 solar mass to its companion star, and has thus enlarged beyond normal white-dwarf size due to its lower mass, gravity, and degree of compression.

Über diese Objekte sind soweit keine Details bekannt geworden, wie exakte Massen, umkreiste Sterne, Umlaufzeiten, Grösse, exakte Temperaturen, etc. Ich denke, das kommt noch, so bald man mehr darüber weiss.

CAP
07.01.2010, 09:00
Hallo CAP
Zum Beispiel aus der Umlaufzeit t und dem Abstand eines Mondes R vom Zentrum des Planeten:
M = 4pi^2R^3/Gt^2
wobei G die Gravitationskonstante ist.
Orbit

Hallo Orbit,
danke.Soweit kann ich das noch nachvollziehen, aber wie bestimmt man die Massen der Sterne? (oder von Planeten wie Merkur, da dieser keinen Mond besitzt?)

Alex74
07.01.2010, 09:49
Auf die Masse eines Sterns kommt man aufgrund der theoretischen Überlegungen des Sternmodells; je massereicher ein (Hauptreihen-)Stern ist, umso blauer ist er.
Die Masse eines Planeten etc. kann man am besten erst durch einen Sondenvorbeiflug messen. Siehe z.B. die ganzen KBOs: die Zusammensetzung ist stets nur grob abgeschätzt, da die Massen meist unbekannt sind. KBOs mit Monden (Pluto, Eris, Haumea) geben hier aber recht genaue Einsichten, diese Körper dienen dann als Modell für die anderen.

Ich habe aber auch noch eine Frage bezüglich der Hot Jupiter:

Die Monde eines Gasriesen entstehen ja analog der Planeten in einer Staubscheibe um den Hauptkörper, die Entwicklung setzt also erst nach der "Geburt" des Gasriesen ein.

Hat man mal untersucht, welche Aussichten diese Monde im Falle eines Hot Jupiters haben bzw. ob und wie sie die Migration überleben?
Die Gezeitenkräfte in der Nähe des Sterns müßten sie doch eigentlich komplett weghauen, oder?

Gruß Alex

Kibo
07.01.2010, 10:01
Hier war das doch, mit 10% Sterne mit Planeten, Spiegel sagt was ähnliches:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,670219,00.html

CAP
07.01.2010, 10:06
Auf die Masse eines Sterns kommt man aufgrund der theoretischen Überlegungen des Sternmodells; je massereicher ein (Hauptreihen-)Stern ist, desto mehr ist sein Farbspektrum ins Blaue verschoben.
Die Masse eines Planeten etc. kann man am besten erst durch einen Sondenvorbeiflug messen. Siehe z.B. die ganzen KBOs: die Zusammensetzung ist stets nur grob abgeschätzt, da die Massen meist unbekannt sind. KBOs mit Monden (Pluto, Eris, Haumea) geben hier aber recht genaue Einsichten, diese Körper dienen dann als Modell für die anderen.
Ah, ok danke.



Die Monde eines Gasriesen entstehen ja analog der Planeten in einer Staubscheibe um den Hauptkörper, die Entwicklung setzt also erst nach der "Geburt" des Gasriesen ein.

Hat man mal untersucht, welche Aussichten diese Monde im Falle eines Hot Jupiters haben bzw. ob und wie sie die Migration überleben?
Die Gezeitenkräfte in der Nähe des Sterns müßten sie doch eigentlich komplett weghauen, oder?

Gute Frage.Ich würde sagen,dass Monde, die sich aus einer Staubscheibe bilden (sollen) keine guten Aussichten haben, aber große eingefangene Asteroiden könnten vielleicht "überleben".
Die Experten hier haben sicher fundiertere Meinungen dazu, als mein Bauchgefühl :)

Bynaus
07.01.2010, 10:55
@Kibo: 10-15% Sonnensystem-ähnliche Planetensysteme! Es haben aber vermutlich sehr viel mehr Sterne Planeten (bis zu 100%).

@Alex/CAP: Sehr nahe Hot Jupiters haben wohl keine Monde wie Io, Europa, etc. Ihre Hillsphären sind kaum grösser als der Planet selbst, dh, es gibt keine stabilen Bahnen, auf denen Monde existieren könnten (ähnlich wie es keine stabilen Bahnen um den Erdmond gibt). Wenn die Hot Jupiters etwas weiter draussen sind, sieht die Sache dann irgendwann schon anders aus. Vielleicht verlieren die HJ ihre Monde nach und nach im Verlauf der Migration (allerdings nur, wenn sie sich zu dem Zeitpunkt überhaupt schon gebildet haben), und "deponieren" sie als kleine Planeten.

mac
07.01.2010, 11:15
Hallo CAP,


Mal eine wahrscheinlich ganz banale und schnell beantwortete Frage nebenbei:
Wie wird die Masse von Planeten oder Sternen bestimmt?siehe dazu z.B.:
http://www.ecap.physik.uni-erlangen.de/~katz/ws08/atp/talks/2/PB/PB.pdf
Folie 15

Herzliche Grüße

MAC

TomTom333
20.01.2010, 12:24
Und noch mehr SCHLECHTE Nachrichen von Kepler:

Kepler Mission Manager Update, Jan. 19, 2010

.............On Jan. 12, 2010, the Kepler project team detected an anomaly with a portion of the Kepler focal plane. One of the modules, MOD-3, that contains two of Kepler’s 42 Charge-Coupled-Devices (CCDs), transmitted anomalous data. There are 21 modules that comprise Kepler’s electronic light sensors, or “eyes.” The possible loss of the module represents a loss of five percent of the Kepler Field-of-View.................

gefunden hier:
http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/main/index.html

Na dann Prost!

TomTom333
28.01.2010, 07:10
TrES-2 ode Kepler 1b hat wohl einen Begleiter:

Bahnneigung des Exoplaneten verändert sich schnell

Wieder etwas Neues aus der Welt der Planeten fremder Sterne: Der Planet des Sterns TrES-2 zieht neuerdings nicht mehr vollständig vor dem Sternscheibchen her, und die Verfinsterungen werden immer geringer. Die einzige überzeugende Erklärung: Ein unbekannter weiterer Planet – auf einer für Exoplaneten durchaus typischen Bahn – zerrt am Transitplaneten und verändert dessen Bahn. Über einen Radialgeschwindigkeitseffekt müsste sich der vorausgesagte andere Planet nachweisen lassen: Das wäre ein Novum.

Gefunden hier :
http://www.oculum.de/newsletter/astro/100/00/1/101.nl1st.asp#10

und

http://arxiv.org/abs/0912.4428

:)

TomTom333
10.02.2010, 15:52
Und schon wieder ein Safe - Mode :

http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/main/index.html

Neuestes Mng. Update.

Tom

TomTom333
12.02.2010, 07:30
Kepler photometry has revealed two unusual transiting companions orbiting an early A-star and a late B-star. In both cases the occultation of the companion is deeper than the transit. The occultation and transit with follow-up optical spectroscopy reveal a 9400 K early A-star, KOI-74 (KIC 6889235), with a companion in a 5.2 day orbit with a radius of 0.08 Rsun and a 10000 K late B-star KOI-81 (KIC 8823868) that has a companion in a 24 day orbit with a radius of 0.2 Rsun. We infer a temperature of 12250 K for KOI-74b and 13500 K for KOI-81b.
We present 43 days of high duty cycle, 30 minute cadence photometry, with models demonstrating the intriguing properties of these object, and speculate on their nature.

Gefunden hier :
http://arxiv.org/abs/1001.3420

Maenander
12.02.2010, 16:01
Kepler photometry has revealed two unusual transiting companions orbiting an early A-star and a late B-star. In both cases the occultation of the companion is deeper than the transit. The occultation and transit with follow-up optical spectroscopy reveal a 9400 K early A-star, KOI-74 (KIC 6889235), with a companion in a 5.2 day orbit with a radius of 0.08 Rsun and a 10000 K late B-star KOI-81 (KIC 8823868) that has a companion in a 24 day orbit with a radius of 0.2 Rsun. We infer a temperature of 12250 K for KOI-74b and 13500 K for KOI-81b.
We present 43 days of high duty cycle, 30 minute cadence photometry, with models demonstrating the intriguing properties of these object, and speculate on their nature.

Gefunden hier :
http://arxiv.org/abs/1001.3420

Die Kepler-Truppe mag Ahnung von Planeten haben, aber wohl nicht von kompakten Objekten, wie man an dieser Folgearbeit sehen kann.

http://arxiv.org/abs/1001.4539

Darin wird gezeigt, dass es sich bei den Objekten wohl um Weiße Zwerge mit Heliumkern handelt, also nichts ungewöhnliches. Das Beeindruckende an dieser Arbeit ist aber, dass die Wissenschaftler über den Doppler-Boost aus den Lichtkurven die Radialgeschwindigkeitsamplituden berechnen konnten!
Fantastisch.

edit: Ups, wieder mal schnell geschrieben und einen fehlerhaften Link eingebaut, jetzt sollte es klappen :(

Maenander
12.02.2010, 17:48
Hab den Link im vorigen Post korrigiert, falls jemand enttäuscht darüber war, dass ich nur denselben Artikel wie TomTom333 verlinkt habe, bitte noch einmal probieren :D

TomTom333
13.02.2010, 09:57
@Maenander:Sehr GUT!!!!.... Aber der Durchmesser von 81 b ist 10% der der Sonne..... trozdem Weißer ZWERG ????

@ All:

Mal wieder BAD NEWS:

Ich stehe in Kontakt mit
David Koch
Deputy Principal Investigator
NASA Ames Research Center
Moffett Field, CA

Und habe ihn gefragt was mit CCD Mod3 los st und ob es Neuigkeiten gibt.
Außerdem fragte ich nach Gerüchten wonach das S/N Ratio ungewollt hoch ist und möglicherweise einige Probleme bereitet.

Hier nun seine Antwort:
Hi Thomas.
Module 3 has failed and appears to be permanent. The root cause is
still unknown, but seems to be in the electronics. The loss represents
a 5% loss in the FOV. Since we rotate the spacecraft every 3 months
about the optical axis, the piece of sky lost moves. So for the four
portions of the sky viewed with module 3, it is only observed for 9
out of 12 months per year.

We do not know if this will happen to any more modules.

There is some very low level noise in a few of the CCD output
channels, not all of them, that we recognized before launch. It was
not practical to try to fix this. We took steps to mitigate some of
this with additional data taking that can be used in most cases to
remove the noise. For some of the noise we can only flag the data as
suspect and not remove the noise. Again this is at an extremely low
level and for only a few of the outputs. The mitigation in the data
processing has not been implemented yet due to other outstanding
software development needs.

The HAT-P-7b result reported in Science in Aug 7, 2009, demonstrated
that we can detect signatures equivalent to an Earth transit and this
was for one of the noisier channels.

David Koch


Ich halte euch weiter auf dem Laufenden!!!!!!

Bynaus
13.02.2010, 10:23
Aber der Durchmesser von 81 b ist 10% der der Sonne..... trozdem Weißer ZWERG ????

Ja, weil die Masse so gering ist, wird dieser Weisse Zwerg weniger stark kompaktiert als ein schwerer. Deshalb kann er so gross wie Jupiter sein, statt (typischerweise) so gross wie die Erde im Fall eines Weissen Zwergs von höherer Masse (zb. ~1 Sonnenmasse).

Danke für das posten des E-Mails. Klingt ja alles nicht so dramatisch.

Orbit
13.02.2010, 10:33
Ich halte euch weiter auf dem Laufenden
Vielen Dank, Tom, für Deine Bemühungen um Informationen aus erster Hand!
Das ist etwas vom Besten, was einem populärwissenschaftlichen Forum passieren kann.

Orbit

Maenander
13.02.2010, 16:38
@Maenander:Sehr GUT!!!!.... Aber der Durchmesser von 81 b ist 10% der der Sonne..... trozdem Weißer ZWERG ????

Bynaus hat das ja schon erklärt. Ich dachte nach dem Kepler-Paper zunächst an heliumbrennende SubDwarfs, aber dafür sind die abgeleiteten Massen wohl zu klein. Nu ist´s ja geklärt, relativistischen Effekten in der Lichtkurve sei Dank.

Es gibt eine ganze Latte von bekannten heißen kompakten Objekten, eine ganze, wenn auch kleine, Community forscht daran, da konnte ich mir nicht vorstellen, dass das Kepler-Team hier etwas völlig Neues entdeckt hat ;)

TomTom333
05.03.2010, 08:56
Morgen ist es genau 365 Tag her.
Wer hat nicht in der Nacht vor dem PC gesessen und NASA TV geglotzt?????
Hier nun der Bericht der NASA zu dem Ereignis:

Kepler One Year Anniversary
03.04.2010

NASA’s Kepler Mission Celebrates One Year in Space

One year ago this week, NASA’s Kepler Mission soared into the dark night sky, leaving a bright glow in its wake as it began its search for other worlds like Earth................................

weiter geht es hier :
http://kepler.nasa.gov/news/nasakeplernews/index.cfm?FuseAction=ShowNews&NewsID=33


Viel Spaß
Tom

Luzifix
06.03.2010, 11:22
Kepler One Year Anniversary

search for other worlds like Earth................................


Wie ist das eigentlich: Wird man am Ende der Mission sagen können, wie viele kompakte Objekte von Planetengröße es gibt, die nicht um eine Sonne kreisen sondern irregulär im interstellaren Raum herumrasen?

Orbit
06.03.2010, 11:33
Kepler arbeitet nach der Transitmethode. Im Eingangspost von astronews heisst es:

Damit dies gelingt wird Kepler nach winzigen Helligkeitsschwankungen bei den überwachten Sternen suchen, die sich durch einen Planeten erklären lassen könnten, der - von Keplers Position aus betrachtet - genau vor seiner Sonne vorüberzieht und diese dadurch kurzzeitig ein wenig verdunkelt.

Orbit

TomTom333
06.03.2010, 14:17
@ Luzifix: Ein klares NEIN!!!
Dafür ist Kepler überhaupt nicht ausgelegt.
Zur Bestätigung eines Planeten benötigt es 3 Transits und dannach mind. ein Erdgebundene Beobachtung mit einer "Anderen" Methode (Radial, ect.)

Erst dann gehen die von Kepper an die Presse und darum hören wir auch jetzt von denen nix. Die haben Planeten im Petto aber kriegen keine Teleskopziet hier auf der Erde (oder nur sehr wenig) Das sagte Borucki in einem Interview auf der AAA Tagung im Januar!!!!! Der ist sehr sauer das Kepler eher als Konkurent angesehen wird, man hilft sich nicht, jeder möchte der erste sein.... denn das gibt weitere Gelder! so sein Kontext


Tom

galileo2609
06.03.2010, 14:44
Hallo Tom,

Das sagte Borucki in einem Interview auf der AAA Tagung im Januar!!!!! Der ist sehr sauer das Kepler eher als Konkurent angesehen wird, man hilft sich nicht, jeder möchte der erste sein.... denn das gibt weitere Gelder! so sein Kontext
hast du dafür einen Quellenlink? So eine Aussage ist doch etwas, sagen wir es mal so, ungewöhnlich. In einem Projekt wie Kepler sorgt man doch bereits in der Planung dafür, dass die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen.

Grüsse galileo2609

Luzifix
06.03.2010, 17:58
@TomTom:
Ich dachte eben, daß man am Schluß eventuell einen Sack voll Daten von Einmaltransits übrig hat, die man auf Grund der Geschwindigkeiten oder anderer Details nur als Objekte der von mir angesprochenen Kategorie deuten kann. War vielleicht etwas weit hergeholt.

TomTom333
06.03.2010, 19:53
Auf wunsch von galileo2609 hier meine PN an ihn:

Hei,
puhhhhh!
Da fragst du was?
Ich weis, das ich es als Video gesehen hab.
Aber Wo, und auf welcher Seite?
Sorrrrry da muss ich passen und ich fliege in drei Tagen nach Deutschland und hab noch sooooooooooo viel vorzubereiten, das ich dir das leider nicht suchen kann
Schau bei Youtube oder bei Ustream, ....ect.
Tom

Wobei ich jetzt nach einem halben Tag Nachdenken eher an Ustream glaube als an Youtube und es war ein Video in der Borucki nur ein Teil des ganzen Videos war.......... aber bitte sucht selber

TomTom333
06.03.2010, 20:01
@Luzifix:
Der Paln zu Anfang war es 100.000 Sterne simultan zu beobachten. Aus einem mir noch nicht bekannten Grund werden nun 150.000 unter die Lupe genommen. Das Team ist aber gleich groß geblieben. Jeder hat sein CCD Feld. und wenn dann mal ein Planet durch den Kosmos rauscht und über das "gesammte" Kepler - Feld geht, wäre das zwar möglich zu detektieren, stände aber in keinem Verhältniss zum Aufwand der dort betrieben werden müsste für nur einen Event!!!
Kepler verfolgt doch ganz andere Ziele.
Schau dir diese Ziele mal an :
http://kepler.nasa.gov/Science/expectedResults/

Alles klar soweit?

galileo2609
06.03.2010, 20:53
Hallo Tom,

Auf wunsch von galileo2609 hier meine PN an ihn:
danke!

Wobei ich jetzt nach einem halben Tag Nachdenken eher an Ustream glaube als an Youtube und es war ein Video in der Borucki nur ein Teil des ganzen Videos war.......... aber bitte sucht selber
Ich habe die Kollegenschelte von Borucki bisher nicht gefunden. Aber dafür ein paper, das sich mit der Planung der nachgängigen Beobachtungszeiten (http://adsabs.harvard.edu/abs/2010AAS...21531702L) beschäftigt:

During the first Kepler observing season in 2009, more than 100 nights of telescope time were allocated for this work, using high-resolution spectrometers on the Lick 3.0-m Shane Telescope, the McDonald 2.7-m Reflector, the 2.5-m Nordic Optical Telescope, and the 1.5-m Tillinghast Reflector at the Whipple observatory.

Grüsse galileo2609

TomTom333
02.04.2010, 08:46
Keine Richtigen "NEWS" aber eine gute Beschreibung sowie eine Bestätigung meiner Post vom März:


http://www.centauri-dreams.org/?p=11804


Viel Spaß

TomTom333
24.04.2010, 00:07
Keper-Team will (möchte) Daten Geheim halten.........

Wie steht ihr zu dieser Vorgehensweise.... mich interessiert eure ganz EIGENE Meinung

Wenn ihr meine Wissen wollt: Frechheit!!! Hier geht es nur um Ruhm und Ehre, die Wissenschaft tritt in den Hintergrund......

Aber lest erst mal selbst...dann reden wir weiter:

http://www.centauri-dreams.org/?p=12203

und

http://www.nature.com/news/2010/100414/full/news.2010.182.html

Auf einen (geheimen) spannenden Austausch
Tom

galileo2609
24.04.2010, 00:42
Hallo Tom,

Aber lest erst mal selbst...dann reden wir weiter:
wenn ich es richtig interpretiere steht da die Quelle meiner Nachfrage (http://www.astronews.com/forum/showpost.php?p=65086&postcount=186):

But Borucki says more time is needed because a mission launch delay meant that the team missed out on a season of the ground-based follow-up observations that are needed to verify candidate exoplanets.
(Hervorhebung durch galileo2609)

Ansonsten finde ich das angekündigte Verfahren völlig in Ordnung. Warum sollte man unvollständige Daten auf den Markt werfen? Da würde nichts qualitativ Hochwertiges entstehen.

Grüsse galileo2609

Sissy
24.04.2010, 02:58
Hi TomTom,


Keper-Team will (möchte) Daten Geheim halten.........


nee, die Jungs wollen sich net mit halbgesicherten Erkenntnissen blamieren...

Außerdem, wozu soll man für "halbgare" Ergebnisse wertvolle Beobachtungszeit verbraten? Das macht keinen Sinn. Erdgebundene Beobachtungen sollen koschere Ereignisse bestätigen.


Wenn ihr meine Wissen wollt: Frechheit!!! Hier geht es nur um Ruhm und Ehre, die Wissenschaft tritt in den Hintergrund......


Ich hab letztes Jahr an einer Beobachtungskampagne zu einer Sternbedeckung durch Jupiter teilgenommen. Die Rohdaten waren 3 Tage nach dem Event für unsere Gruppe verfügbar (da war auch der letzte Beobachter zurück in der Zivilisation und hatte irgendwie nen Internetanschluß). Die Auswertung läuft aber immernoch. Und erst, wenn wir die hieb- und stichfest fertig haben, gehts an die wissenschaftliche Öffentlichkeit. Und von da aus zu den Medien.

Das ist ein völlig vernünftiges Konzept. So liefert man den Gegnern des Projektes net unnötige Munition ;) ...

Sissy

TomTom333
24.04.2010, 08:58
Moin,

es gibt ein amerikanisches Zitat: The more you ask (for help), the more you get!

Warum sollte man ( n ) nicht auf Hilfe anderer zurückgreifen?
Wenn es Astronomen gibt die "Helfen" wollten.
Woher die Roh-Daten kommen ist doch dann unbestritten und kann und sollte nicht angezweifelt werden.
Wenn ich unabhängige an meine Daten lasse, habe ich schnell eine Bestätigung.... oder eben nicht!
Bei 400 Datensätzen kann es ein Team nicht auf gleich schaffen alles schnell zu bearbeiten und überprüfen. Haben wir viele Teams und koordinieren sogar die Auswertung, kommen wir viel schneller voran und können uns weiteren Aufgaben widmen, besonders weil die erdähnlichen ja noch gar nicht dabei sein können, da diese ja erst in ( ca.) 1,5 Jahren drei Transits aufweisen werden.
der amerikanisch Steuerzahler bezahlt das Gehalt von Boricki und Co. und diese Öffentlichkeit hat ein Anrecht auf diese Daten. Warum sollte man warten?
Und Sissy was heißt hier "Gegner"????? Sind wir nicht alle einem Ziel hinterher und wollen es "gemeinsam" Lösen?
Soll Borucki doch den Nobel-Preis bekommen. Wenn ihn Obama für´s nichts tun bekommt hat er ihn schon lange verdient.
Es würde doch nur uns und unsere Astro-Gemeinde einen Boost geben und einen TPF immer wahrscheinlicher werden lassen.
Ob der Entdecker nun Borucki oder G. Marcy oder Sissy heißt.... wichtig ist doch das Amerika entdeckt wurde.... oder?
Wenn wir in die Zukunft schauen...sagen wir 4 Jahre...... Unabhängige werden doch die Kepler-Daten überprüfen und weiteren Untersuchungen unterziehen...... WARUM also warten?
Und Borucki´s Aussage: "Die Presse könnte damit nicht umgehen!" kann ich nicht Nachvollziehen. Wenn man mit der Aussage an die Öffentlichkeit geht :
Hier sind 400 Datensätze und es werden wohl ca. 50% keine Planeten sein..... wie sollte man das falsch Auslegen. Und keiner wird Borucki oder der NASA den Kopf abreißen wenn es dann nur 40% oder 70 % sind.
Das Resultat zählt und wenn 99% falsch sind ......... Eine weitere Erde reicht. Denn nur 10% der Planeten in Keplerfeld können durch Transit gefunden werden. Einer durch Transit heißt ca. 10 im ganzen. Und das "nur" im FOV.
Also, noch mal, WARUM einem (kleinem Team) alles alleine machen lassen, wenn tausensde da draußen Helfen wollen und können???
Die Plannung sah vor, dass man sich mit 100.000 Datensätzen befasst. Aus noch immer nicht öffentlich gemachten Gründen sind es nun 156.000. Heißt mehr als 50% mehr Arbeit. Die automatische Software die man an Bord von Keper hat, funktioniert nicht richtig und wird erst nächsten Monat durch eine Neue ersetzt. Erst dann erleichtert man sich der (dann automatisierten) Arbeit.
Ich verstehe es nicht, je mehr ich Überlege...........

Luzifix
24.04.2010, 10:32
Ich verstehe es nicht, je mehr ich Überlege...........

Wenn ich ein hoher amerikanischer Militär wäre und die Frage beantworten sollte, ob es strategisch von Bedeutung ist, ob es irgendwo im All eine zweite Erde gibt - dann müßte ich sagen: "Ja!"

Sissy
25.04.2010, 04:13
Hi Tom,

mal ein paar Fakten, die Du anscheinend nicht kennst:

- das Keplerfeld liegt ein bissy "rechts" vom Schwan. Das kann nur während 4 Monaten vom Erdboden aus "vernünftig" beobachtet werden

- alle Teleskope auf der Südhalbkugel der Erde fallen weg, weil die diesen Himmelsbereich garnicht sehen können

- Irdische Profiteleskope sind auf Jahre hinaus ausgebucht

- es wurden mehr Treffer gelandet als vermutet, daher reicht die fest gebuchte Teleskopzeit nicht

- keiner ist bereit, sein eigenes Projekt aus Eis zu legen

- wenn man auf unsichere Ziele Beobachtungszeit "verschwendet", wird was anderes net fertig

Nenn mir doch bitte mal konkret den Namen eines Astronomen, der sagt, ich werf meine Vorbereitungen für mein eigenes Projekt in die Tonne und suche für die Kepplermannschaft.



der amerikanisch Steuerzahler bezahlt das Gehalt von Boricki und Co. und diese Öffentlichkeit hat ein Anrecht auf diese Daten. Warum sollte man warten?


weil für das Kepplerteam die selben Regeln gelten wie für jeden anderen auch.
Antrag auf Beobachtungszeit ausfüllen, genehmigen lassen, abarbeiten...



Und Sissy was heißt hier "Gegner"????? Sind wir nicht alle einem Ziel hinterher und wollen es "gemeinsam" Lösen?


nicht jeder Senator ist für dieses Projekt. Es stimmt nicht der amerikanische Steuerzahler ab, sondern die gewählten Vertreter der einzelnen Bundesstaaten. Und dabei sind Staaten, die Kreationismus im Unterrichtsplan haben, oder zumindest mit dieser Richtung sympatisieren. In deren Weltbild paßt keine 2. Erde...

Das sind die Geger. Und wenn die nach einer vorschnellen Beobachtung von halbgaren Daten Negativergebnisse erfahren, ist das gefundenes Fressen für die. Dann interessiert nicht mehr, daß das Kepplerteam gesagt hat, das sind vorläufige Daten.



Und Borucki´s Aussage: "Die Presse könnte damit nicht umgehen!" kann ich nicht Nachvollziehen. Wenn man mit der Aussage an die Öffentlichkeit geht :
Hier sind 400 Datensätze und es werden wohl ca. 50% keine Planeten sein..... wie sollte man das falsch Auslegen. Und keiner wird Borucki oder der NASA den Kopf abreißen wenn es dann nur 40% oder 70 % sind.


sorry, aber das ist NAIV!!!

Die Quintessenz daraus wäre:
Hier sind 400 Datensätze. Wir wollen Eure Steuergelder für 200 - 350 Nieten verplempern...



Das Resultat zählt und wenn 99% falsch sind ......... Eine weitere Erde reicht.


99% negative Ergebnisse würden schlicht für die Zukunft bedeuten, daß der Geldhahn zugedreht wird. Das setzt keiner ernsthaft auf´s Spiel!



WARUM einem (kleinem Team) alles alleine machen lassen, wenn tausensde da draußen Helfen wollen und können???


siehe oben



Die Plannung sah vor, dass man sich mit 100.000 Datensätzen befasst. Aus noch immer nicht öffentlich gemachten Gründen sind es nun 156.000. Heißt mehr als 50% mehr Arbeit. Die automatische Software die man an Bord von Keper hat, funktioniert nicht richtig und wird erst nächsten Monat durch eine Neue ersetzt. Erst dann erleichtert man sich der (dann automatisierten) Arbeit.
Ich verstehe es nicht, je mehr ich Überlege...........

Ich schlage vor, Du entwirfst mal ein Beobachtungsprojekt für was föllig Neues, wo Du nicht einfach die Angaben von einer anderen Arbeitsgruppe abkupfern kannst, füllst alle Formulare richtig aus, gehst den Weg durch die Instanzen und erlebst selber mal, was alles schief gehen kann...

Ungeduldig sind vor allem die Schreiberlinge, die glauben, daß Sie höchstpersönlich ein Recht darauf haben, alles als erster zu erfahren. Am besten noch ehe die Kepplertruppe selber intern alles durchgeackert hat. Ohne daß die Schreiberlinge davon überhaupt auch nur nen Hauch Ahnung haben. Hauptsache sie haben ihre Überschrift. Das bringt denen nämlich Kohle. Aus den halbgaren Infos kommen dann die schrägsten Artikel, die das Volk aufhetzen und die Wissenschaft hat das Nachsehen...

<Sarkassmus an>
Nenn mir doch mal bitte ein Profi-Teleskop auf der Nordhalbkugel, das für Juli 2010 noch 2 Wochen frei hat. Ich würde bei denen gerne für mein aktuelles Amateurprojekt Beobachtungszeit buchen :eek: :eek:
<Sarkassmus aus>

Grüße
Sissy

Bugs Bunny
25.04.2010, 08:31
Michel Mayor (ESO.org) glaubt dass 2010 eine zweite Erde gefunden wird. Wird er der erste sein der eine zweite Erde finden wird? Was macht dann die NASA mit ihren Kepler, wenn sie nicht die ersten sind, oder ESA Corot? Kommen NASA Kepler Team Mitarbeiter in einen Supermax Gefängnis, wenn sie alles der Presse erzählen? Typisch USA! :(

galileo2609
25.04.2010, 13:43
Typisch USA! :(
Meinst du das ernst?

Grüsse galileo2609

galileo2609
25.04.2010, 13:58
Hallo Sissy,

Ungeduldig sind vor allem die Schreiberlinge, die glauben, daß Sie höchstpersönlich ein Recht darauf haben, alles als erster zu erfahren.
schöner Text, der es, wenn auch etwas drastisch, auf den Punkt bringt. Es ist ja an sich begrüssenswert, wenn sich Laien für ein astronomisches Spezialthema begeistern und sich da auch richtig reinsteigern können. Nur hat das mit dem Alltag wissenschaftlichen Arbeitens nicht viel zu tun. Da ist dieser Forschungsgegenstand eben nur einer unter vielen, der um Ressourcen konkurriert und vor allem auch finanziert werden will. Wenn das alles vernünftig über die Bühne gehen soll, hilft nur ausdauernde Kärrnerarbeit und viel Geduld. Letztere sollte dann auch der Laie aufbringen, der nur nach den Ergebnissen schielt, anstatt sich unberechtigterweise über das System zu ärgern.

Grüsse galileo2609

TomTom333
25.04.2010, 14:23
- das Keplerfeld liegt ein bissy "rechts" vom Schwan. Das kann nur während 4 Monaten vom Erdboden aus "vernünftig" beobachtet werden

Das ist doch nicht erst seit Gestern Bekannt und wurde bestimmt in den Follow-Up Planungen mit kalkuliert.



- es wurden mehr Treffer gelandet als vermutet, daher reicht die fest gebuchte Teleskopzeit nicht

Schön warum dann ein Geheimniss draus machen?



Nenn mir doch bitte mal konkret den Namen eines Astronomen, der sagt, ich werf meine Vorbereitungen für mein eigenes Projekt in die Tonne und suche für die Kepplermannschaft.

Die, welche eigene Projekte und keine Zeit haben, werden sich wohl kaum melden..... oder?



nicht jeder Senator ist für dieses Projekt. Es stimmt nicht der amerikanische Steuerzahler ab, sondern die gewählten Vertreter der einzelnen Bundesstaaten. Und dabei sind Staaten, die Kreationismus im Unterrichtsplan haben, oder zumindest mit dieser Richtung sympatisieren. In deren Weltbild paßt keine 2. Erde...

Das Projekt Kepler steht hier nicht zur Diskussion, es ist schon bewilligt und wenn die vorhergesagten Ziele erreicht werden, wird auch das Geld für die "Zusatzzeit (4.-6. Jahr) bewilligt.


sorry, aber das ist NAIV!!!

Ich halte mich für nichts der Gleichen, aber bitte :D



Die Quintessenz daraus wäre:
Hier sind 400 Datensätze. Wir wollen Eure Steuergelder für 200 - 350 Nieten verplempern...
Das Geld muss ich "verplempern" !!! Ob es das Kepler-Basis-Team macht oder ein erweitertes Team welches die Datensätze viel schneller und effektiver abarbeiten kann




99% negative Ergebnisse würden schlicht für die Zukunft bedeuten, daß der Geldhahn zugedreht wird. Das setzt keiner ernsthaft auf´s Spiel!

Warum denn das???? Sollten wir feststellen (was ich nun langsam absolut nicht mehr glaube) , dass terrestrische Planeten (und dazu noch in der HZ) selten sein sollten...... wozu brauchen wir dann weiteres Geld?
Nix da! Heißt : Nix da! Sorry dann gibt auch kein Geld. Sollten aber doch von den 400 Datensätzen, 200 Neptuns und Venus übrigbleiben und wir in 2 Jahren dann fesstehen, dass wie vorhergesagt 50 Erden rauskommen..... du wirst sehen, das Geld wird fließen und das in "Strömen".



Ungeduldig sind vor allem die Schreiberlinge, die glauben, daß Sie höchstpersönlich ein Recht darauf haben, alles als erster zu erfahren. Am besten noch ehe die Kepplertruppe selber intern alles durchgeackert hat. Ohne daß die Schreiberlinge davon überhaupt auch nur nen Hauch Ahnung haben. Hauptsache sie haben ihre Überschrift. Das bringt denen nämlich Kohle. Aus den halbgaren Infos kommen dann die schrägsten Artikel, die das Volk aufhetzen und die Wissenschaft hat das Nachsehen...

OK, 1:0 für dich, da muss ich dir (leider) Recht geben



<Sarkassmus an>
Nenn mir doch mal bitte ein Profi-Teleskop auf der Nordhalbkugel, das für Juli 2010 noch 2 Wochen frei hat. Ich würde bei denen gerne für mein aktuelles Amateurprojekt Beobachtungszeit buchen :eek: :eek:
<Sarkassmus aus>

Versuch es mal hier :
http://www.astr.lu.lv/index_en.asp

....... und das ist kein Witz.... die haben Zeit und Geld "Probleme" ... Und mit Zeit meine ich "FREIE" Zeit
Und solltest du kein lettisch oder russisch sprechen...... ich bin auch dann für dich da!!!!!! :p

Und nun noch mal: Warum die Datensätze geheim halten??? Die Treffer sind im FOV und kein Wissenschaftler, der was auf sich hält, wird in den nächsten Jahren behaupten er habe vor Kepler dort einen Treffer gehabt und .........
Sind die Treffer da,werden sie Kepler und seinem Team zugeschrieben (Zumindest ab Planet "Kepler 4b")
Wer will kann sich ab Juli an den dann öffentlich gemachten Datensätzen versuchen und diese Bestätigen oder Widerlegen.
So einfach ... oder?

Grüße
Tom

Luzifix
25.04.2010, 14:45
Und nun noch mal: Warum die Datensätze geheim halten??? Die Treffer sind im FOV und kein Wissenschaftler, der was auf sich hält, wird in den nächsten Jahren behaupten er habe vor Kepler dort einen Treffer gehabt und ....


Egal doch, ob man nun 5 oder 150 Erdverdächtige findet, die wichtigste Information ist in meinen Augen, die Entfernung der nahsten Kandidatin. Da könnte ich mir schon vorstellen, daß es viele Gründe gibt, eine solche Information erst mal geheim zu halten. Naiv ist doch zu glauben, daß diese Forschung nur eine Angelegenheit von Astronomen und anderen Wissenschaftlern ist.

TomTom333
25.04.2010, 14:52
Egal doch, ob man nun 5 oder 150 Erdverdächtige findet, die wichtigste Information ist in meinen Augen, die Entfernung der nahsten Kandidatin. Da könnte ich mir schon vorstellen, daß es viele Gründe gibt, eine solche Information erst mal geheim zu halten. Naiv ist doch zu glauben, daß diese Forschung nur eine Angelegenheit von Astronomen und anderen Wissenschaftlern ist.

Ähmmmmmmmmmm?
Wieso?

Ob wir zu denen (oder die zu uns) 30.000 Jahre brauchen für einen Flug mit einer Sonde ("Raumschiff") oder "nur" 5.000 Jahre.......
...was (wo) soll da der Unterschied sein?

Maenander
25.04.2010, 16:18
In der Astronomie ist mehr als in anderen Wissenschaftsdisziplinen ein offener Austausch von Daten üblich, insofern ist die Kritik nicht ganz unberechtigt.
Es gibt zudem viele Astronomen, die sich auf die Keplerdaten nur so stürzen würden. Dass bei der Zurückhaltung der Daten auch ein Stück Konkurrenzdenken dabei ist, wird wohl niemand verhehlen können. Es gibt durchaus Weltraummissionen, bei denen die Rohdaten sofort veröffentlicht werden, bei GAIA wird das z.B. so sein.

Bugs Bunny
25.04.2010, 16:30
Schön warum dann ein Geheimniss draus machen?


Hier was zum Thema Geheimhaltung aus Russland:

Sightings Victor Afanasyev Ton: Wir sind im Universum nicht allein. Ich glaube schon daß irgend etwas von Außerirdischen Ursprung die Erde besucht hat. Zum UFO daß er fotografierte sagt er: Es war künstlich und aus Metall. Also Ingenieur mäßig gebaut. Ungefähr 40 Meter lang. Daß Objekt war teils schmal, teils dicker und besaß Öffnungen, an manchen stellen hate es Auswüchse wie kleine Flügel, es blieb ganz in unserer nähe. Wir fotografierten es. Und die Fotos zeigten das es etwa 20 bis 30 Meter entfernt war. Sightings Sprecher Ton: Afanasyev sendete seine Beobachtung an die Kontrollstation. Er wurde angewiesen niemanden davon zu erzählen. Seine Kamera und den Film gab er ab. Diese Aufnahmen und der Funkverkehr wurden niemals freigegeben. Afanasyev Ton: Es ist immer noch als UFO eingestuft. Sightings Sprecher Ton: Afanasyev meint dass UFO das er 1979 fotografierte, sei ein Beweis für eine Art weit entfernter Super Intelligenter Zivilisation. :mad:


Link zum Video:
(http://www.youtube.com/watch?v=0VXS3S_4s_E)

Orbit
25.04.2010, 17:05
B.B.
Einem Kosmonauten a.d. ist ja nicht zu verargen, wenn er für sich vom beträchtlichen UFO-Literatur-Markt einen kleinen Zustupf zu seiner Rente abschöpfen möchte.

Aber sonst: Verbreite deinen Mist anderswo! :mad:

Orbit

galileo2609
25.04.2010, 17:10
Hallo Hase,

Hier was zum Thema Geheimhaltung aus Russland:
offenbar meinst du das ernst. Das ist witzig. :D

Grüsse galileo2609

galileo2609
25.04.2010, 17:16
Hallo Maenander,

bei denen die Rohdaten sofort veröffentlicht werden, bei GAIA wird das z.B. so sein.
hast du dazu eine Quelle? Es würde mich wundern, dass die alles gleich rausrotzen. Ganz ohne flags?

Grüsse galileo2609

Bugs Bunny
25.04.2010, 17:32
B.B.
Einem Kosmonauten a.d. ist ja nicht zu verargen, wenn er für sich vom beträchtlichen UFO-Literatur-Markt einen kleinen Zustupf zu seiner Rente abschöpfen möchte.

Aber sonst: Verbreite deinen Mist anderswo! :mad:

Orbit

Ja, sicher auch der Belgien Militär Professor (http://www.youtube.com/watch?v=pMMI0xdULGs), die sind ja alle so Geld geil! Nein, die glauben wirklich an Alien UFOs! UFOs sind Mist ja, weil viele nicht glauben wollen (dürfen) dass es sowas wie einen Warp-Antrieb geben kann, weil es wissenschaftlich unmöglich ist. Also bin ich verrückt wenn ich hier sowas schreibe, es ist Tabu (eine gesellschaftliche Verhaltensregel) Sowas wie deine Antwort habe ich erwartet. Ich halte mich nicht an Verhaltensregeln, was du über mich und andere denkst ist mir egal, ich schreibe nicht daß ich auch glaube das es Alien UFOs gibt, aber ich bin gegen Zensur! Ich glaube nicht daß es Alien UFOs gibt, bis ich einen 100% Beweis habe! OK....

Orbit
25.04.2010, 17:41
Ich halte mich nicht an Verhaltensregeln
Musst du hier aber. Lies die Forenregeln!
Deinen UFO-Schmarrn zum Beispiel darfst du nur im Unterforum "Gegen den Mainstream" posten, und wenn du dafür auch noch einen andern Thread enterst, verstösst du gleich doppelt gegen die Forenregeln.

Orbit

galileo2609
25.04.2010, 18:05
Hallo Hase,

Also bin ich verrückt wenn ich hier sowas schreibe, es ist Tabu (eine gesellschaftliche Verhaltensregel) Sowas wie deine Antwort habe ich erwartet.
es wird Zeit für dich, den VT-Test (http://www.astronews.com/forum/showthread.php?p=57780#post57780) zu durchlaufen:

Die ganz Hartleibigen, die jetzt noch nicht überzeugt sind, sollten zusätzlich den Test von

Martin Bruder: Fragebogen zu Verschwörungstheorien (http://www.conspiracytheory.martinbruder.com/de/index.php)
Wenn du dein Ergebnis hast, kannst du wiederkommen.

galileo2609

Sissy
25.04.2010, 20:02
Dobri ijutri Towarischtsch Tom,



Versuch es mal hier :
http://www.astr.lu.lv/index_en.asp

....... und das ist kein Witz.... die haben Zeit und Geld "Probleme" ... Und mit Zeit meine ich "FREIE" Zeit
Und solltest du kein lettisch oder russisch sprechen...... ich bin auch dann für dich da!!!!!! :p


ich hab auf deren Seite ein paar nette Bilder gefunden, aber keine Beschreibung des Equippments. Das abgebildete Teleskop war sicher irgendwann mal "Profi", aber ich bezweifle, daß es das Zubehör hat, welches ich bräuchte...

Daß es im Raum der ehemaligen UDSSR etliche Observatorien gibt, die aus Geldmangel "eingemottet" sind, ist mir bekannt. Ich hab sogar schon welche besucht. Aber die sind indiskutabel. Ein Observatorium, welches seit 10 Jahen keinen einzigen Techniker mehr beschäftigt, dessen Strom nur dann an ist, wenn jemand irgendwo ne Gallone Sprit für das veraltete Dieselagregat ergattert hat und das als Wissenschaftsruine ohne Internetanschluß in der Gegend zur Besichtigung rumsteht, bringt mir nix. Ich hab auch net vor, Kühlmittel für die benötigte Kamera per Thermoskannen durch die halbe Welt zu befördern und noch nen Spaltspektrograph samt Kabelsalat im Gepäck mitzuschleifen...

Sissy

Bugs Bunny
26.04.2010, 18:11
Hallo Hase,

es wird Zeit für dich, den VT-Test (http://www.astronews.com/forum/showthread.php?p=57780#post57780) zu durchlaufen:

Wenn du dein Ergebnis hast, kannst du wiederkommen.

galileo2609

Warum sind sie kein Professor, Kosmonaut, Pilot, sie sind ein dummer Foren schreiber, ich halte sie für dumm, Was bilden sie sich eigendlich ein? Ihr Antworten sind eine Unverschämtheit, eine Beleidigung, sie sollten sich was schämen. Spielen sie doch mal alle PS3 Trophäen frei für Operation Flashpoint Dragon Rising, MW2, zu 100% wie ich. Haben sie eigendlich einen Auto Führerschein wie ich?

Orbit
26.04.2010, 18:55
Warum sind sie kein Professor, Kosmonaut, Pilot...
Ach so, du bist noch ein Junge, dem diese Traumberufe noch die Welt bedeuten, verstehe. Auch das Angeben mit PS3-Trophäen passt gut dazu.
Das hingegen nicht:

Haben sie eigendlich einen Auto Führerschein wie ich?
Oder kann man in deinem Land den Führerschein bereits mit 14 machen?
Mal ehrlich: Du hast nur die Traktorprüfung, gell?

Und denk daran: Bei Übertritten in höhere Schulen nützen dir deine Trophäen nichts, und in Bewerbungsschreiben solltest du die auch nicht erwähnen, sonst denken die noch, du seist etwas zurück geblieben.

Und jetzt machst du erst mal die Hausaufgaben, welche dir Onkel Galileo gegeben hat, bevor du hier weiter quatschst.

Orbit

TomTom333
26.04.2010, 20:47
@ Orbit:

.....aber bitte Orbit ohne Zucker!!!!!!

der war trocken, doch meine Augen sind feucht vor Lachen.

Gut, weiter so............, gell!

Frankie
26.04.2010, 21:06
Man muß ihm aber zugute halten daß er strikt beim "Sie" geblieben ist... :)

Bugs Bunny,
die meisten Leute hier wissen sehr genau was sie schreiben und sind manchmal etwas ruppig. Hab ich auch schon abgekriegt... mach Dir nichts draus. Aber die UFO Geschichten gehören wirklich in den betreffenden Bereich und da werden die auch richtig diskutiert im Gegensatz zu hier...

Grüße,
Frankie

TomTom333
26.04.2010, 21:24
Ach und noch eins...... Orbit.......

...mir ist schon aufgefallen, dass du dich noch keine Silbe zum Thema gemeldet hast.......... mitlesen aber nix sagen ist...........

... ok, ok, das überlasse ich jetzt dir.....

Gruß :D

Orbit
26.04.2010, 21:58
mir ist schon aufgefallen, dass du dich noch keine Silbe zum Thema gemeldet hast
Hallo Tom
Du meinst das Unterthema, das dich hier so in Rage bringt, oder?
Galileo hat bereits gesagt, was ich auch meine, also braucht's meinen Senf nicht auch noch.

Orbit

galileo2609
26.04.2010, 22:12
Hallo Frankie,

und sind manchmal etwas ruppig. Hab ich auch schon abgekriegt... mach Dir nichts draus.
das ist im Prinzip das für Forumzwecke runtergebrochene peer review der Schwarmintelligenz. ;)

Grüsse galileo2609

Kibo
26.04.2010, 22:33
Da muss ich aber sagen relativ kleine Schwarmintelligenz (im Sinne von wenigen Beteiligten).
Das Ruppige kommt ja eigentlich immer von so 3 Leuten.

galileo2609
26.04.2010, 22:55
Hallo Kibo,

Das Ruppige kommt ja eigentlich immer von so 3 Leuten.
"Oh. Und wer ist der Dritte?" (frei nach Arthur Stanley Eddington, zugeschrieben) :)

Grüsse galileo2609

Orbit
26.04.2010, 23:12
Da muss ich aber sagen relativ kleine Schwarmintelligenz
Von mir aus kannst du dich zum Schwarm zählen, dann ist dort schon einer mehr.
:D
Orbit

Frankie
27.04.2010, 00:29
"Oh. Und wer ist der Dritte?"

George Kaplan (http://de.wikipedia.org/wiki/Der_unsichtbare_Dritte), wer sonst?

galileo2609
27.04.2010, 00:44
George Kaplan (http://de.wikipedia.org/wiki/Der_unsichtbare_Dritte), wer sonst?
Uff, da bin ich beruhigt. Ich dachte schon, es wäre der 'Dritte Mann'. Von diesem ist es bis zu Charles Foster Kane nicht weit. Und dahinter stehen dann SIE oder Rosebud. Eine Vorstellung, die unserem Hasen bestimmt munden würde. :)

Grüsse galileo2609

Joerschi
27.04.2010, 01:02
Ach so, du bist noch ein Junge, dem diese Traumberufe noch die Welt bedeuten, verstehe. Auch das Angeben mit PS3-Trophäen passt gut dazu.
Das hingegen nicht:

Oder kann man in deinem Land den Führerschein bereits mit 14 machen?
Mal ehrlich: Du hast nur die Traktorprüfung, gell?

Und denk daran: Bei Übertritten in höhere Schulen nützen dir deine Trophäen nichts, und in Bewerbungsschreiben solltest du die auch nicht erwähnen, sonst denken die noch, du seist etwas zurück geblieben.

Und jetzt machst du erst mal die Hausaufgaben, welche dir Onkel Galileo gegeben hat, bevor du hier weiter quatschst.

Orbit

Orbit, dreimal verflucht sei deine finstere Seele. Habe mir fast in die Hose gemacht vor Lachen:D.

Ehrlich, mit was für Leuten ihr es hier manchmal zu tun habt. Stolz wie Oscar auf ihre Wummenschwinger mit Muskelüberbau. Wo die wohl immer herkommen...? Wahrscheinlich hat sie die der LHC hervorgebracht.

Maenander
27.04.2010, 21:08
Hallo Maenander,

hast du dazu eine Quelle? Es würde mich wundern, dass die alles gleich rausrotzen. Ganz ohne flags?

Grüsse galileo2609
So habe ich es verstanden, wenn ich die Verantwortlichen gehört habe. Es sind zumindest regelmäßige Veröffentlichungen von Daten vorgesehen:
http://sf2a.cesr.fr/2009/2009sf2a.conf..0065O.pdf
Bei GAIA ist die Sache natürlich anders gelagert als bei Kepler - bei den Unmengen an Daten - und insofern sind beide Fälle nicht ganz vergleichbar.

TomTom333
04.05.2010, 06:02
Neues Manager's Update vom 03.05 :

Geduld ist angesagt :
..............................announcement of the new discoveries will be made this winter.

Und hier gibt es die volle "Breitseite" :

http://kepler.nasa.gov/news/mmu/index.cfm?FuseAction=ShowNews&NewsID=39

TomTom333
09.06.2010, 08:18
Manager's Updates vom 04.06.2010

Sehr schöne neue Nachrichten zu finden unter:

http://kepler.nasa.gov/news/mmu/index.cfm?FuseAction=ShowNews&NewsID=41


..........................To present a comprehensive overview of these results to the public, four papers are being written. The first discusses the characteristics of planetary candidates in the released data with respect to the distributions of size, semi-major axis, and orbital period. The location and magnitude of the stars they orbit also are provided, so that they can be analyzed by other observers. To avoid wasting valuable telescope time, a second paper identifies and discusses the candidates in the released data that are believed to be "false alarms." These are events in the released data that are caused by astrophysical phenomena that mimic the transit pattern expected for exoplanets. Over 2,000 eclipsing binary stars have also been found and their identity and characteristics are discussed in a third paper. The fourth paper discusses the discovery of several stars that show the presence of two or more candidates transiting the same star. If these candidates prove to be planetary systems, they will be the first transiting multi-planet systems ever discovered.

Sie scheinen die Meinung geändert zu haben und lassen uns nun Schritt für Schritt teilhaben. So können "Hobby" - Astronomen helfen Teleskopzeit zu sparen.

Finde ich sehr gut

Tom

TomTom333
16.06.2010, 09:04
Von HEUTE in meiner Mail:

Title: Characteristics of Kepler Planetary Candidates Based on the First Data Set: The Majority are Found to be Neptune-Size and Smaller

Authors: William J. Borucki, for the Kepler Team

(Submitted on 14 Jun 2010)

Abstract: In the spring of 2009 the Kepler Mission conducted high precision photometry on nearly 156,000 stars to detect the frequency and characteristics of small exoplanets. On 15 June 2010 the Kepler Mission released data on all but 400 of the ~156,000 planetary target stars to the public. At the time of this publication, 706 targets from this first data set have viable exoplanet candidates with sizes as small as that of the Earth to larger than that of Jupiter. Here we give the identity and characteristics of 306 of the 706 targets. The released targets include 5 candidate multi-planet systems. Data for the remaining 400 targets with planetary candidates will be released in February 2011. The Kepler results based on the candidates in the released list imply that most candidate planets have radii less than half that of Jupiter.

Comments:
Paper to accompany Kepler's June 15, 2010 data release; to be submitted to Astrophysical Journal

Link hier:

http://lanl.arxiv.org/abs/1006.2799v1

Gruß
Tom

TomTom333
16.06.2010, 22:12
Ähmm, und noch eine Sache:

Ich habe ab Post 188 zur diskussion gestellt, "Ob Daten Geheim gehalten werden sollten" ?????????

In meiner Meil von Heute war (ist) ein PDF von einem Artikel aus der New York Times vom 14.06.2010
Ich werde mal den Gro hier Posten:
.......
In the Hunt for Planets, Who Owns the
Data?
By DENNIS OVERBYE
We are about to find out just how generous nature really is.
On Tuesday, astronomers operating NASA’s Kepler spacecraft will release a list of about 350
stars newly suspected of harboring planets, including five systems with multiple candidate
planets. That data could dramatically swell the inventory of alien worlds, which now stands at
461, none of them habitable by the likes of us.
Astronomers everywhere, who have been waiting since Kepler’s launch in March 2009 to get
their hands on this data, will be rushing to telescopes to examine these stars in the hopes of
advancing the grand quest of finding Earthlike planets capable of harboring life out there.
But a lot of attention has been paid in astronomical circles over the past few months to what the
Kepler team will not be saying. By agreement with NASA, the team is holding back data on its
400 brightest and best planet candidates, which the astronomers intend to observe themselves
over a busy summer.
NASA’s policy requires astronomers to release their data from instruments like the Hubble
Space Telescope in a year, but the Kepler astronomers say launch delays and other problems
robbed them of the observing time they needed to check out their planet candidates, which are
only visible from the ground from April until September. An extension of the deadline is
needed, they say, to guard against a flood of bogus claims — “false positives” — by other
astronomers misinterpreting their data. “If I sent you 0’s and 1’s, it would be useless,” said William Borucki, Kepler’s leader, from the
Ames Research Laboratory at Moffett Field in California. The public wants answers to the ageold
question of whether the Earth is unique, he said.
“If we say, ‘Yes, they are small planets,’ ” he went on, “you can be sure they are.”
The decision to hold back some data, reported on Nature.com, has divided astronomers. Some
say say they do not begrudge the Kepler scientists — who have in some cases devoted their
careers to the project — a few more months with their data.
Paul Kalas of the University of California, Berkeley, who used Hubble to take one of the first
images of an exoplanet in 2008, said, “The stakes aren’t that high compared to human subject
experiments, where a six-month delay has real consequences when therapies might become
available for diseases.”
But the sequestering of the data, even temporarily, has irritated other astronomers, who believe
that it is antithetical to the ideal of scientific openness.
“Kepler was constructed and launched with a comparatively large sum of money for a project
that is run by a single team,” said Ben Oppenheimer, an astronomer at the American Museum
of Natural History in New York, in an e-mail message. “At this point, I have to say I do think
they are being far too restrictive.”
B. Scott Gaudi, an astronomer and planet hunter at Ohio State University, said there were more
planet candidates than the Kepler team members could check by themselves. “They need help,”
he said. “If they were more open they would be able to get more science out.”
But then he added: “Who am I to say this? I didn’t put 10 years of my life into this.”
Nobody denies that the stakes, both personal and institutional, are huge.
“The first astronomer who can prove they found an Earthlike planet around an Earthlike star
will win many kudos and prizes,” said John Huchra of the Harvard-Smithsonian Center for
Astrophysics, who led a NASA advisory committee that approved the deal. “It’s glory for NASA,”
he added.“NASA would like to have one of its missions find an Earthlike planet.” The fate of data — who owns it and who gets to see it, and when — has become one of the more
contentious issues in science, scientists say.
In the past, scientific data consisted of carefully inked notations in research notebooks, bound,
with numbered pages, accumulating on a bookshelf in the office or lab, or photographic plates
in yellowing envelopes sitting in a filing cabinet. And it was proprietary, meaning it was yours
forever to publish or mull endlessly as you desired.
Today, it often consists of billions or trillions of 1’s and 0’s reposing in vast digital archives,
whose capacity is measured in terabytes or petabytes, buttressed by the giant computer
programs that process it and the reams of ancillary information, dubbed metadata, that give it
context.
In the era of the Web, all this information can be sent around the globe at the click of a mouse,
retrieved and manipulated by anyone who wants to use it to better understand the nature of
dark matter, argue about the safety or desirability of nuclear power, or decide how much salt to
put in her food.
“Science is more and more living in a glass house,” said Robbert Dijkgraaf, a physicist at the
University of Amsterdam and co-chairman of the InterAcademy Council, a multinational
organization of science academies that is reviewing the work of the Intergovernmental Panel on
Climate Change at the request of the United Nations.
Phillip Sharp, a biologist at the Massachusetts Institute of Technology, led a National Academy
of Sciences study last year that said rules for sharing data should be built into projects. In an
interview, he said: “The time has past when a bunch of elite true-meaning experts could go into
the next room and make conclusions. They have to be transparent. That’s a change in the
culture.”
The result has been a shift in the balance between the duty of a scientist to wring every last drop
of truth and credibility out of the data he or she might have spent years gathering and the rights
of the rest of us to know what our tax dollars have discovered.
“Proprietary” has become a four-letter word, said Michael Turner, a cosmologist at the
University of Chicago who was part of the panel on research data. He said he worried that the pendulum had swung too far toward the Internet ideal of free information.
........................ The grand scientific goal of the project, a kind of cosmic census planned to go
on until 2013, is to discover Earthlike planets in Earthlike places — that is to say, in the not-toocold,
not-too-hot Goldilocks zones near a star where liquid water can exist.
Mr. Borucki said the Kepler team started out with 12,000 suspicious dips. They laboriously
whittled down those to 956 planet candidates, then quickly dismissed 204 as false positives.
That leaves about 750 real candidates, some with supposed orbits of less than a day. Only about
half of them, he suspects, will turn out to be real planets. The rest will be double stars, triple
stars, starspots and other impostors.
“We have dozens of ways of recognizing when it isn’t a planet,” said Mr. Borucki.
Realizing earlier this year that sorting them out would take more time than they had before the
June 15 deadline, the Kepler team asked NASA for an extension. Jon Morse, director of
astrophysics at NASA headquarters, referred the Kepler question to the astrophysics
subcommittee of the NASA Advisory Council, a group of 13 astronomers who serve as a gobetween
between the space agency and professional astronomers.
On April 12, the Kepler team presented the committee with four options. The most radical, and
Mr. Borucki’s favorite, was to hold back the data on 500 candidates until the end of the mission
or until the planets had been verified. At the other end of the spectrum was an option to release
everything on June 15, as originally planned.
Dr. Huchra of Harvard, who led the discussion, said, “We all felt the sooner the data hit the
streets the better,” and in the end there were no votes for holding back candidate data until the
end of the mission. “If we had done that everybody would have been hung out to dry,” he said.
The group settled on a compromise in which Kepler will be able to protect 400 planet
candidates until Feb. 1 — an extra eight months — and an additional 100 from a second set of
candidates in another data release in 2011. The extra time will in effect give the Kepler
astronomers back the summer observing season they lost last year. The compromise, Dr. Morse
said, was “in the spirit of the regular release policy.”
Meanwhile, the treasure hunt for the end to cosmic loneliness continues.“The public wants to
know whether there is life on other planets,” Mr. Borucki said, noting that it could take decades.
The effort to get an answer, he said, reminds him of the building of the great cathedrals in
Europe, in which each generation of workers had to tell themselves that “someday it will be
built.”
“In a sense, we, too, are doing these things,” he said.

So weit so gut!!!! das ganze PDF auf Wunsch von mir......
Wollte das nur noch mal in Erinnerung gerufen haben.
Schönen Feierabend
Tom

galileo2609
18.06.2010, 02:22
Hallo Tom,

So weit so gut!!!! [...]
Wollte das nur noch mal in Erinnerung gerufen haben.
und was willst du uns nun damit sagen? Zuerst hast du dich beklagt, dass sich die Keplerjungs über mangelnde Unterstützung beklagt hätten. Jetzt ist klar, dass diese hunderten Planetenkandidaten aufgrund der NASA-Politik (Einjahresfrist) veröffentlicht werden mussten. Mit einer Sondererlaubnis für die interessantesten 400, ein halbes Jahr Schonfrist gewährt zu bekommen.

Wo ist jetzt dabei der innovative Fortschritt? In den Daten ist offenbar mehr als 50% Schrott. Die besten Teleskope sind eh schon für die Bestätigung der Kandidaten eingespannt und ein Hinterhofastronom wird nicht die Möglichkeit haben, so einen Kandidaten mit eigenen Mitteln zu verifizieren.

Diese Einjahresfrist ist in diesem Fall einfach Käse. Lasst den Jungs, die in dieser Zeit mit der Betreuung der Raumsonde und der Datenpipeline beschäftigt sind, doch einfach die Zeit und Ruhe, ihre, ja ihre!, Daten vernünftigt auszuwerten. Alles andere macht keinen Sinn.

Grüsse galileo2609

TomTom333
27.06.2010, 23:56
schöner Artikel:

http://news.discovery.com/space/smaller-planets-rule-the-galaxy.html

Tom

FrankSpecht
28.06.2010, 02:31
Tom,

schöner Artikel:
könntest du kurz umreißen, worum es in dem Artikel geht und welchen Bezug er zu diesem Thread hat?
Das wäre auch im Sinne von

7. Beiträge
Beiträge sollen aus vom Teilnehmer selbst verfassten Inhalten bestehen. Zitate von anderen Teilnehmern, Webseiten oder Offline-Medien können (unter Beachtung von Punkt 8) zur Unterstützung der eigenen Beiträge verwendet werden. Der Eigenanteil am Text eines Beitrags sollte aber in der Regel größer sein als der zitierte Anteil.

Danke!

Kibo
28.06.2010, 14:30
Frank,

In dem von dir zitierten Teil der Nutzungsbedingungen geht es ganz eindeutig um Zitate und nicht um Verlinkungen.

MFG Kibo

FrankSpecht
28.06.2010, 15:44
Moin, Kibo,

stimmt, da habe ich zuviel zitiert ;)
Mir ging's in erster Linie um den ersten Satz: Beiträge sollen aus vom Teilnehmer selbst verfassten Inhalten bestehen.

Ich mag es halt nicht, wenn Links erwähnt werden ohne wenigstens ganz grob dazuzuschreiben, um was es in dem Link geht. :rolleyes:

Wenn ich das zu eng sehe, dann bitte ich um Entschuldigung!

Chrischan
28.06.2010, 16:39
Hallo Frank,

Wenn ich das zu eng sehe, dann bitte ich um Entschuldigung!
nö, passt schon.

Ich finde es auch unschön, wenn man quasi dazu genötigt wird irgendeinen Link zu öffnen... Schöner ist es schon, wenn man zumindest im Post einen kurzen Überblick bekommt um was es im Link überhaupt geht. Erscheint es mir dann interessant zu sein, dann kann ich den Link öffnen. Ansonsten lass' ich es...

Ich hab' mich früher schon oft genug über die Linksammlungen eines anderen Forenmitglieds geärgert, die dann meist nur zu irgendwelchen Youtube-Vids führten mit irgendwelchem Pseudo-Krams.

Gruß,
Christian

TomTom333
27.07.2010, 10:25
Moin,

und noch ein Link:

http://news.discovery.com/space/kepler-scientist-galaxy-is-rich-in-earth-like-planets.html

der die Überschrift trägt :

Kepler Scientist: 'Galaxy is Rich in Earth-Like Planets'

Er beinhaltet "auch" ein Video in dem Dimitar Sasselov (Kepler - Team) einige Zahlen verrät. Ein Slide vom July 2010 git die Anzahl der gefundenen Exo-Erden mit einem Durchmesser von max. 2 Erden mit 140 an.... weiter sagt er das, vorsichtig geschätzt, 60 habitabel sein könnten........

Tom

P.S. Nachtrag:
Noch ein Link :
http://cosmiclog.msnbc.msn.com/_news/2010/07/26/4756559-millions-of-earths-talk-causes-a-stir

Ganz Wichtig hier der Aller-LETZTE Satz :
.............but NASA spokesman Michael Mewhinney did tell me that the scientists are preparing a fresh response and would provide further clarification on Tuesday.

so, stay tuned for more!

Tom

Kibo
29.07.2010, 09:26
Guten Morgen Allerseits!
Sollte da nicht noch was kommen? Wollte doch gern Sektkorken knallen lassen:D
Das sind ja wirklich großartige Neuigkeiten sofern sie denn war sind.

mfg Kibo

TomTom333
29.07.2010, 21:50
Danke für die Erinnerung!

und hier ist es:

http://cosmiclog.msnbc.msn.com/_news/2010/07/26/4756559-millions-of-earths-talk-causes-a-stir

.......Update for 8:55 p.m. ET July 27: Sasselov tries to dispel the "confusion" over Earth-sized planetary candidates in a posting to NASA's Kepler mission blog. During his 18-minute TEDGlobal talk, "the expected number of planets, size and Earth-like chemistry got confused, and created a misunderstanding," he said.....................

ist der gleiche Link wie am Anfang der Woche mit einem längeren Update von Borucki und einer "Richtigstellung"

Meine Meinung: Sie mussten Reagieren und hinter dem Vorhang wir er (Sasselov) mächtig eins auf den Deckel bekommen haben.
Und eins ist doch auch ganz klar:
Für einen bestätigten "Earth-Sized-Like"Transit benötigt das Kepler Team 3 Umläufe. ....
Haben wir die schon?
Nein! Also..... warten wir......
Für mich sind es aber sehr gute Nachrichten, weil die "Rocky-Planets" doch in der Mehrzahl sein werden... ihr werdet es sehen!
Rocky Grüße
Tom

Bynaus
30.07.2010, 01:17
Meine Meinung: Sie mussten Reagieren und hinter dem Vorhang wir er (Sasselov) mächtig eins auf den Deckel bekommen haben.

Das glaube ich nicht. Er hat nichts falsch gemacht. Es sind die Medien, die mehr in seine Aussagen hineininterpretiert haben als da ist - MSNBC hat sogar von "Land und Wasser" gesprochen, obwohl er das nie gesagt hat. Aber man wird sich jetzt sicherlich fragen, wie man in Zukunft besser kommunizieren kann.

Wie erwähnt stammen alle Kandidaten aus den ersten 43 Tagen Beobachtungszeit des Teleskops. Da es drei Transits braucht, damit das ganze überhaupt erst als Kandidat gehandelt wird, sollten das also allesamt Planeten mit <16 Tagen Umlaufzeit sein.

Einen wirklich erdähnlichen Planeten (dh, erdgrosser Planet in der habitablen Zone) wird es erst 2012 geben, bzw 2013 wenn die Daten dazu veröffentlicht werden müssen.

Ich sage jedoch schon heute voraus, dass sich nach intensiven Beobachtungen herausstellen wird, dass praktisch alle diese "erdgrossen Planeten in der habitablen Zone" dichte CO2-Atmosphären ähnlich der Venus oder dann heisse Wasserdampfatmosphären aufweisen.


weiter sagt er das, vorsichtig geschätzt, 60 habitabel sein könnten........

Das hast du falsch verstanden. Er meint, dass Kepler am Ende bis zu 60 erdgrosse Planeten in der bewohnbaren Zone finden könnte. Nicht, dass die jetzt schon in diesem Datenset zu finden wären.


Für mich sind es aber sehr gute Nachrichten, weil die "Rocky-Planets" doch in der Mehrzahl sein werden...

Alles andere wäre angesichts allem, was wir über Planetenentstehung zu wissen glauben, höchst erstaunlich gewesen... Schon in der bisher bekannten Gasriesenpopulation gibt es deutlich mehr kleine als grosse Planeten.

jonas
30.07.2010, 08:30
Ich sage jedoch schon heute voraus, dass sich nach intensiven Beobachtungen herausstellen wird, dass praktisch alle diese "erdgrossen Planeten in der habitablen Zone" dichte CO2-Atmosphären ähnlich der Venus oder dann heisse Wasserdampfatmosphären aufweisen. Es würde ein einziger genügen, auf dem Wasserdampf und Ozon nachgewiesen wird um einen totalen Hype auszulösen.

Luzifix
30.07.2010, 09:53
Es würde ein einziger genügen, auf dem Wasserdampf und Ozon nachgewiesen wird um einen totalen Hype auszulösen.

hallo!
Ich kann mir hier diese Frage nicht verkneifen: Wie sieht denn unsere Erde in 1000 Jahren aus der Ferne aus - habitabel?

Bynaus
30.07.2010, 16:26
Ich meinte mit "Wasserdampfatmosphären" genau das: Atmosphären, die vorwiegend aus Wasserdampf (plus allenfalls CO2) bestehen).

Wasserdampf und Ozon allein müssen noch gar nichts heissen. Wir könnten einen Planeten mit einem globalen Ozean haben, der langsam verdampft. Die Photodissoziation an der Obergrenze der hohen, warmen, dichten Atmosphäre würde das Wasser spalten, der Wasserstoff könnte entweichen und der zurückbleibende Sauerstoff könnte sich - wenn der Ozean einmal mit Sauerstoff angereichert ist - in der Atmosphäre sammeln und schliesslich eine Ozonschicht bilden.

Monod
30.07.2010, 16:46
@ jonas:


Es würde ein einziger genügen, auf dem Wasserdampf und Ozon nachgewiesen wird um einen totalen Hype auszulösen.

... aber nur, wenn zugleich auch noch Methan dabei ist. Dann liegt ein ausgeprägtes chemisches Nichtgleichgewichtssystem vor, welches auf das Vorhandensein einer Biosphäre hindeutet (allerdings nicht zweifelsfrei beweist).

Monod

jonas
30.07.2010, 16:51
Es ist mir schon klar was Du meinst, Bynaus. Nur, ein solcher Zustand eines Planeten, wie Du es beschreibst, hält nicht lange an, dann ist das Wasser weg. Es wäre schon ein ziemlicher Zufall einen Planeten gerade in diesem Zustand zu entdecken.

Wasserdampf plus Ozon plus ein Alter des Zentralgestirns von, sagen wir mal, 3 milliarden Jahren, das wäre schon ein ganz besonderes Ding.

PS: @Monod, ok, dann halt auch noch Methan ;)

TomTom333
30.07.2010, 17:21
Bynaus, Jonas Monod,

wenn ein Planet in der HZ ist und sagen wir mal mit 50 oder 100 km Wasser bedeckt ist.
Was glaubt ihr wohl wie laaaaaaaange es braucht bis das Wasser in Wasserstoff - Sauerstoff gespalten ist???

Sagen wir 3 Mrd. Jahre
Und nun schaut mal was nach 3 Mrd. Jahren hier auf der Erde los war... vor allem in den Ozeanen.
Glaubt mir, ich werde bestimmt nicht der einzige sein der in einem solchen "Ur-Ozean" mit einem Tauchboot auf Entdeckungreise gehen möchte.
Problematisch wir doch nur zu beweisen sein, dass "DA" was ist.
Denn Dinos, Fische und Algen, werden wohl kaum auf unser "hello-from-earth" Antworten
Und ein Hype ist es eh doch jetzt schon, oder?
Gruß
Tom

Bynaus
30.07.2010, 17:38
Nur, ein solcher Zustand eines Planeten, wie Du es beschreibst, hält nicht lange an, dann ist das Wasser weg.

Kommt halt drauf an, wieviel Wasser vorhanden ist...

Aber du hast schon recht - wenig Wasserdampf + Ozon + Methan, das wäre eine interessante Kombination. Aber wie ich schon sagte: ich bezweifle, dass es wirklich "Millionen" von "Erden" (=tatsächlich erdähnliche Planeten, im Gegensatz zu Planeten mit der Masse und Sonnenentfernung der Erde) in der Galaxis gibt, ganz zu schweigen von dem Kepler-Datensatz. Es gibt sicher Planeten, die in Sachen Startparameter und Entwicklungsgeschichte ähnlich viel "Glück" hatten wie unserer, aber in den vielleicht 60 Kepler-Planeten mit richtiger Grösse und Entfernung wird wohl keiner darunter sein. Es werden aber auch nicht alle Planeten Venus-artig sein. Einige werden "Schneebälle" sein, einige werden globale, 100 km tiefe Ozeane aufweisen, einige grosse Ausgaben des Planeten Mars sein, und einige werden völlig fremdartig sein, weil ihre Sterne die wichtigsten gesteinsbildenden Hauptelemente (O, Si, Fe, Mg, Ca) in anderer Zusammensetzung als die Sonne enthalten.


Und nun schaut mal was nach 3 Mrd. Jahren hier auf der Erde los war... vor allem in den Ozeanen.

Soweit wir wissen: nicht besonders viel. Ausser Einzellern und ein paar mikroskopischen Mehrzellern hättest du in diesem Ozean nichts gefunden.

Leben wird man auf einer Welt erst dann sicher nachweisen können, wenn man sie direkt beobachten und damit ihr Licht direkt analysieren kann. Kepler sagt uns nur, wo wir genauer hinschauen müssen.

Monod
30.07.2010, 18:22
@ TomTom333:


wenn ein Planet in der HZ ist und sagen wir mal mit 50 oder 100 km Wasser bedeckt ist. Was glaubt ihr wohl wie laaaaaaaange es braucht bis das Wasser in Wasserstoff - Sauerstoff gespalten ist???

Sagen wir 3 Mrd. Jahre. Und nun schaut mal was nach 3 Mrd. Jahren hier auf der Erde los war... vor allem in den Ozeanen. Glaubt mir, ich werde bestimmt nicht der einzige sein der in einem solchen "Ur-Ozean" mit einem Tauchboot auf Entdeckungreise gehen möchte. Problematisch wird doch nur zu beweisen sein, dass "DA" was ist.

In einem so tiefen Ozean wird nicht viel passieren - zumindest aus biochemischer Sicht - weil die relevanten Chemikalien sich nicht anreichern können und demzufolge keine Reaktionsräume vorhanden sind, in denen Molekülwachstum stattfindet. Auch die immer wieder in der Literatur auftauchenden "Black Smoker" bieten hier keinen Ausweg, weil sie zwar in den porösen Schlotwänden Reaktionsflächen zur Verfügung stellen, aber keine Entfaltungsmöglichkeiten für eventuell entstandene Stoffwechselsysteme bieten, die sich analog zur Zellteilung vermehren. Der Platz in den Bläschen ist zu begrenzt und die Zwischenwände nicht permeabel. Denkbar schlechte Bedingungen für eine chemische und/oder biologische Evolution.

Monod

Alex74
31.07.2010, 11:09
Ich bin ja normalerweise eher Pessimist, aber solange wir nicht wissen wo und wie genau die ersten sich vermehrenden Makromoleküle entstanden sind kann man nur spekulieren ob eine reine Wasserwelt nun besser oder schlechter geeignet ist.

Gruß Alex

Monod
31.07.2010, 11:59
@ Alex:

Das Problem ist die Tendenz zur Hydrolyse, also zum Zerfall von Makromolekülen in wässriger Lösung. Auf der Erde gab es Uferregionen, wo wenigstens alle paar Stunden die Lösung eingeengt wurde, so dass die Chance bestand, dass sich Makromoleküle anreichern und in Gesteinsritzen "überleben" konnten. Auf einer reinen Wasserwelt gibt es diese Möglichkeiten nicht.

Monod

Alex74
31.07.2010, 13:17
Das ist so nicht richtig, vor kurzem entdeckte ein Team, daß an der Grenzschicht von polaren Eiskappen zum Meer katalytische Reaktionen stattfinden, die offenbar einige Fragen hinsichtlich des Aufbaus einer Ur-DNS klären könnten.
Frag mich jetzt nicht welche, aber darüber wurde zumindest entweder hier oder auf www.wissenschaft.de berichtet.

Solange die Entstehung dieser Moleküle nicht genau geklärt ist, ist die Annahme derer Entstehung in sumpfigen Tümpeln zwar eine wahrscheinliche Spekulation, aber eben trotzdem nur Spekulation.

Gruß Alex

Monod
31.07.2010, 21:33
@ Alex:

Möglicherweise handelt es sich darum (http://doku.b.tu-harburg.de/volltexte/2006/265/pdf/Eis_und_die_Entstehung_des_Lebens.pdf). Natürlich - wenn der Ozean eisbedeckt ist, besteht diese Chance.

Monod

_Mars_
02.08.2010, 11:18
[werden viele erdähnliche Planeten] einige grosse Ausgaben des Planeten Mars sein

Also eine Erde? Man kann das heute leider nicht simulieren, die komplexe Datenflut über alle möglichen Zusammenhänge in der Planetologie ist zu stark...

Aber wenn ein Planet mehr als zwei Marsmassen besitzt, ist es dann nicht wahrscheinlich, dass sich im Inneren so viel Wärme gespeichert hat, dass er sowohl über ein Magnetfeld als auch über starken, andauerndem Vulkanismus verfügt? Besonders dann, wenn er näher an seinem Zentralgestirn ist, da er dann innen nicht so schnell auskühlen sollte...

Chrischan
02.08.2010, 12:39
Hallo _Mars_,



[werden viele erdähnliche Planeten] einige grosse Ausgaben des Planeten Mars sein
Also eine Erde?
mit "grosse Ausgaben des Planeten Mars" sind wohl eher trockene, wüsten-ähnliche Planeten gemeint...



Aber wenn ein Planet mehr als zwei Marsmassen besitzt, ist es dann nicht wahrscheinlich, dass sich im Inneren so viel Wärme gespeichert hat, dass er sowohl über ein Magnetfeld als auch über starken, andauerndem Vulkanismus verfügt? Besonders dann, wenn er näher an seinem Zentralgestirn ist, da er dann innen nicht so schnell auskühlen sollte...Die Frage kannst Du dir doch selbst beantworten. Denk mal an die Venus...

Gruß,
Christian