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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alter/Ausdehnung Denkfehler??



Scorpus
25.02.2009, 09:44
Ich habe mal eine Frage die hier schon des öfteren angesprochen wurde, irgendwann ist die Diskussion jedoch wieder ergebnislos in eine andere Richtung abgedriftet. Es geht um Alter/Ausdehnung des Universums und den Blick in die Vergangenheit.
Davon ausgehend, dass das Universum zu Anfang angeblich auf einen relativ kleinen Raum konzentriert war (vor ca. 13,7 Milliarden Jahren war), stellt sich für mich folgende Problemstellung:

Wir beobachten Licht von Galaxien welches ca. 13 Milliarden Jahre alt ist.
Wie haben wir uns in nur 13,7 Milliarden Jahren 13 Milliarden Lichtjahre von diesen Galaxien entfernen können, und mit welcher Geschwindigkeit?

Wo ist mein Denkfehler?

mac
25.02.2009, 09:58
Hallo Scorpus,

das 13 Milliarden Jahre alte Licht das wir heute von Galaxien empfangen, war 13 Milliarden Jahre lang zu uns hin unterwegs. Wir sehen diese Galaxien also so, wie sie vor 13 Milliarden Jahren ‚aussahen‘.

Diese Galaxien sind heute gut 40 Milliarden Lichtjahre weit weg von uns und wir werden das Licht das sie heute aussenden niemals zu sehen bekommen, auch nicht unsere entferntesten Nachfahren.

Der Raum dehnt sich aus. Ab einer bestimmten Entfernung von uns (kannst Du Dir mit dem Hubbleparameter (nannte man früher Hubblekonstante) ausrechnen) schneller als Lichtgeschwindigkeit.

Herzliche Grüße

MAC

Scorpus
25.02.2009, 11:34
Hallo Scorpus,
das 13 Milliarden Jahre alte Licht das wir heute von Galaxien empfangen, war 13 Milliarden Jahre lang zu uns hin unterwegs. Wir sehen diese Galaxien also so, wie sie vor 13 Milliarden Jahren ‚aussahen‘.

Ab einer bestimmten Entfernung von uns (kannst Du Dir mit dem Hubbleparameter (nannte man früher Hubblekonstante) ausrechnen) schneller als Lichtgeschwindigkeit.
MAC

Die Hubblekonstante kannte ich noch nicht, nur mal davon gelesen aber nicht begriffen...das muß dann aber eine ganze Ecke schneller als Lichtgeschwindigkeit sein!
Das heißt, wir laufen schon seit geraumer Zeit dem Licht der Galaxien sozusagen davon?! Wie ist denn die momentane Ausdehnung des Universums momentan, Wie weit iust es bis auf die andere Seite der Kugel, wie weit bis zum "Rand"? Dann sehen wir ja mit unserem 13Mrd. Lichtjahren Horizont ja nur einen kleinen Bruchteil des ganzen; und das auch noch für immer 8-O.

mac
25.02.2009, 18:27
Hallo Scorpus,


Die Hubblekonstante kannte ich noch nicht, nur mal davon gelesen aber nicht begriffen...das muß dann aber eine ganze Ecke schneller als Lichtgeschwindigkeit sein!

http://de.wikipedia.org/wiki/Hubblekonstante
Sie beträgt nach den besten derzeit möglicher Messungen: 71 km pro Sekunde und Megaparsec
Siehe: http://www.astro.ucla.edu/~wright/cosmology_faq.html#H0
Ein Parsec sind 3,0857E16 m oder 3,262 Lichtjahre Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Parsec

Rechnet man das aus, dann entfernt sich der Raum, der heute 13,8 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt ist, zur Zeit gerade mit Lichtgeschwindigkeit von uns. Das Licht das wir von den dortigen Sternen sehen, die damals dort leuchteten, war etwa 9,1 Milliarden Jahre lang zu uns unterwegs.


Das heißt, wir laufen schon seit geraumer Zeit dem Licht der Galaxien sozusagen davon?!von Anfang an.



Wie ist denn die momentane Ausdehnung des Universums momentan, eben diese 71 km/(s * Mpc)


Wie weit iust es bis auf die andere Seite der Kugel, wie weit bis zum "Rand"?Es gibt keinen Rand. Egal wo wir im Universum auch sind, wir sind mitten drin.


Dann sehen wir ja mit unserem 13Mrd. Lichtjahren Horizont ja nur einen kleinen Bruchteil des ganzen; und das auch noch für immer 8-O.So ist es! Und wir können bis heute nicht sagen wieviel vom Ganzen wir sehen. Wir können (mit elektromagnetischen Wellen) auch nicht weiter sehen, als bis zur Hintergrundstrahlung. Siehe dazu auch: http://www.astronews.com/forum/showthread.php?p=18727&highlight=Nebel#post18727

Herzliche Grüße

MAC

schockwellenreiter
28.02.2009, 15:24
Woher kommt den die Kraft für die Raumausdehnung.?


Und irgentwann müßte die Expansion doch unendlich schnell werden,von hier aus betrachtet.
Wie kann man sich das vorstellen?

MfG

Orbit
02.03.2009, 15:08
Woher kommt den die Kraft für die Raumausdehnung.?
Eine Kraft braucht es nicht unbedingt. Die Raumdehnung kann einfach eine Eigenschaft des Raumes sein.

Und irgentwann müßte die Expansion doch unendlich schnell werden,von hier aus betrachtet.
Nicht irgendwann. In unendlicher Entfernung immer.
Orbit

Infinity
02.03.2009, 15:58
Nicht irgendwann. In unendlicher Entfernung immer.

Dunkle Energie soll für die Inflation des Raumes verantwortlich sein, falls du, schockwellenreiter, das ansprechen wolltest.
Denn das Universum soll sich ja immer schneller ausdehnen und wie Orbit bereits gesagt hat, würde das unendlich lange dauern, bis die Geschwindigkeit der Dehnung unendlich groß ist.

Orbit
02.03.2009, 16:37
würde das unendlich lange dauern, bis die Geschwindigkeit der Dehnung unendlich groß ist.
infiniti
Das gälte für ein heute endliches Universum; aber ich meinte mit meiner Antwort

Nicht irgendwann. In unendlicher Entfernung immer.
dass das Universum schon immer unendlich gross gewesen sein könnte.
Dass auch etwas unendlich Grosses noch unendlich wachsen kann, ist übrigens kein Unsinn, meint jedenfalls der Mathematiker Hilbert. :)
Orbit

Scorpus
30.04.2009, 08:41
Da lese ich heute im Spiegel einen mehrseitigen Bericht über einen deutschen Physiker, der ein Rechenmodell entwickelt hat, das beim Urknall nicht zusammenbricht, sonderen auf eine vorhergehende kollabierte Welt schließen lässt. Es wird dann über den neuen Planck-Satelliten referiert, der die Hintergrundstrahlung in bisher nicht erreichter Präzision untersuchen soll. Soweit so gut, erst beim letzten Satz blieb ich dann hängen: "Im Jahr 2019 nämlich soll das Weltraumobservatorium Lisa starten, bestehend aus einem Satellitentrio, das möglicherweise empfindlich genug sein wird, um Gravitationssignale aus den ersten Sekunden dieser Welt auffangen zu können".
Wie soll ich mir denn das vorstellen??
Das ist doch so ähnlich, als wolle ein Krümel Schwarzpulver die Explosion der Handganate in der er steckt von Außen beobachten??!!

Orbit
30.04.2009, 19:10
Die bisherigen Interferometer zum Nachweis von Gravitationswellen haben Arme von einigen hundert Metern bis 4 Kilometer:
http://de.wikipedia.org/wiki/Interferometrischer_Detektor

Die drei LISA-Satelliten werden ein annähernd gleichseitiges Dreieck mit einer Seitenlänge von 5 Millionen km bilden und so ein Interferometer mit der 1,25 millionenfachen Auflösung der bisher empfindlichsten Anlage bilden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Laser_Interferometer_Space_Antenna

Zum Vortrag des deutschen Professors: Gibt es einen Link?
Orbit

Nathan5111
30.04.2009, 20:16
Hallo Orbit,

das war der Spiegel Nr. 14 vom 30.3.09. In der Besprechung von Bojowalds neuem Buch spricht dieser den angesprochenen Satz.

Ich weiß nicht, ob Spiegel-Artikel frei zugänglich sind.

Ich hoffe, es hilft trotzdem
Nathan

Nathan5111
30.04.2009, 21:00
Geht scheinbar doch:

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=64845718&top=SPIEGEL

Orbit
30.04.2009, 21:57
Hab Dank, Nathan.
Über Bojowald hab ich inzwischen einiges gelesen und meine verstanden zu haben, worum es geht.
Gruss Orbit

RPE
02.05.2009, 01:53
Da lese ich heute im Spiegel einen mehrseitigen Bericht über einen deutschen Physiker, der ein Rechenmodell entwickelt hat, das beim Urknall nicht zusammenbricht, sonderen auf eine vorhergehende kollabierte Welt schließen lässt. Es wird dann über den neuen Planck-Satelliten referiert, der die Hintergrundstrahlung in bisher nicht erreichter Präzision untersuchen soll. Soweit so gut, erst beim letzten Satz blieb ich dann hängen: "Im Jahr 2019 nämlich soll das Weltraumobservatorium Lisa starten, bestehend aus einem Satellitentrio, das möglicherweise empfindlich genug sein wird, um Gravitationssignale aus den ersten Sekunden dieser Welt auffangen zu können".
Wie soll ich mir denn das vorstellen??
Das ist doch so ähnlich, als wolle ein Krümel Schwarzpulver die Explosion der Handganate in der er steckt von Außen beobachten??!!

Hallo Scorpus,
Warum "von Außen"? Wie auch mac es schon beschrieben hat, sind wir ja immer noch mitten in der Handgranate (und kommen auch nie raus).
Genauso wie sämtliche Gravitationswellen, wann und wo auch immer sie erzeugt wurden niemals herauskommen. Auch sie pflanzen sich mit Lichtgeschwindigkeit fort und sollten, das nehme ich jetzt allerdings nur an, wohl ebenso wie elektromagnetische Wellen durch die Ausdehnung des Raumes in ihrer Frequenz herabgesetzt werden. Da Graviationswellen im Prinzip nur so gut wie gar nicht abschirmbar sind, hat man die Hoffnung, mit ihnen durch den sonst eigentlich blickdichten Vorhang des wenige hunderttausend Jahre jungen ganz frühen Universums doch bis an den Anfang unserer Zeit zu gucken.

Grüße,
rpe

FrankSpecht
02.05.2009, 03:20
Moin, RPE,

bis an den Anfang unserer Zeit zu gucken.
Nicht ganz, da steht noch Planck dazwischen!
Denn die Gravitation spaltete sich erst NACH Beginn der Zeit von den anderen Grundkräften ab.

gammoncrack
02.05.2009, 12:25
Rechnet man das aus, dann entfernt sich der Raum, der heute 13,8 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt ist, zur Zeit gerade mit Lichtgeschwindigkeit von uns. Das Licht das wir von den dortigen Sternen sehen, die damals dort leuchteten, war etwa 9,1 Milliarden Jahre lang zu uns unterwegs.

Ist das wirklich so oder war das Licht eigentlich schon immer bei uns? Wenn sich die Erde mit Lichtgeschwindigkeit vom Urknall entfernt (da gab es sie natürlich noch nicht in der jetzigen Form), müsste doch das wir heute sehen, auch schon immer genau in dieser Form zu sehen gewesen sein. Wir würden uns doch mit dem immer gleichen Licht zusammen entfernen. Wo ist mein Gedankenfehler?

Gruß

Gammon

Orbit
02.05.2009, 12:57
Ist das wirklich so ...?
Ja, es ist wirklich so. Mac hat diese Daten nicht selbst berechnet, sondern vom Calculator von Ned Wright rechnen lassen, einem amerikanischen Astronomieprofessor, welcher sein Wissen grosszügigerweise im Internet zur Verfügung stellt:
http://www.astro.ucla.edu/~wright/CosmoCalc.html
Gibt bei z etwa die Quadratwurzel von 2 ein, dann bekommst Du für die comoving radial distance 13,8 Gly und die Lichtlaufzeit 9,1 Gy.
Orbit

aveneer
02.05.2009, 14:31
Denn die Gravitation spaltete sich erst NACH Beginn der Zeit von den anderen Grundkräften ab.
Und ich dachte die RT hat die Gravitation durch die Raumzeit ersetzt:confused: Somit sollte Raumzeit und Gravitation gleichzeitig entstanden sein:confused:
Erst mit der Raumzeit beginnt die Zeit und gleichzeitig auch Gravitation . Oder nicht?

Gruß
Aveneer

Orbit
02.05.2009, 15:23
aveneer
Hab mich auch gewundert über die spitzfindige Antwort von Frank.
RPE hat 'Anfang' gesagt. Möglicherweise weiss auch er, dass das nicht bei Null, sondern frühstens bei 5.39E-44 Sekunden ist.
Orbit

aveneer
02.05.2009, 20:23
RPE hat 'Anfang' gesagt. Möglicherweise weiss auch er, dass das nicht bei Null, sondern bei 5.39E-44 Sekunden ist.
Jetzt weis ich nicht wie spitzfindig das ist, aber wie kann man hier eigentlich die 5.39E-44 Sekunden sehen?:rolleyes: Zeit ohne Raumzeit? :confused:
Und wie lange würden die „5.39E-44 Sekunden“ nach unseren Uhr dauern? Ich weis zwar nicht, ob man das so sehen darf/kann? Aber die Zeit müsste damals relativ langsam abgelaufen sein (aus unserer Sicht G.pot. Erde zu G.pot. "damals") ?

Gruß
Aveneer

Orbit
02.05.2009, 21:13
aber wie kann man hier eigentlich die 5.39E-44 Sekunden sehen? Zeit ohne Raumzeit?
Nein. Raum entstand mit der Zeit, aber vor 5.39E-44 Sekunden gibt's keinen Zwischenstand der Entwicklung. Bei Null Sekunden war nichts. Das erste Resultat liegt erst nach dem kürzest möglichen Zeitintervall vor. Nach der Planckzeit war der beobachtbare Raum eine Plancklänge^3 oder ein Planckvolumen = (1.616E-35 m)^3 = 4,22E105 m^3
Und wenn man annimmt, dass der Urknall überall gleichzeitig passierte, kann man sich nach diesem Intervall bereits sehr viele, vielleicht unendlich viele solcher Planckvolumen vorstellen, die neben einander existierten.

Aber die Zeit müsste damals relativ langsam abgelaufen sein (aus unserer Sicht G.pot. Erde zu G.pot. "damals") ?
Da es vorher nichts gab, wirkt die Gravitation nach 5.39E-44 Sekunden gerade mal c*t Meter weit 299792458 * 5,39E-44 = 1,616 m oder eben eine Plancklänge weit. Die maximale Masse dieses Raumbereichs ist eine Planckmasse: 2,177E-8 kg. Das Gravitationspotenzial dort betrug deshalb
Gm/r = 6,674E-11*2.177E-8 = 8.9898E16 8 (m/s)^2 = c^2
also etwa so viel wie im heutigen sichtbaren Universum.

Man darf sich die Urmasse nicht als riesigen ponderablen Körper vorstellen, dessen Teilchen bereits alle miteinander gravitativ wechselwirken. Dazu hatten sie keine Zeit.

Orbit

Infinity
03.05.2009, 01:27
Und wenn man annimmt, dass der Urknall überall gleichzeitig passierte, kann man sich nach diesem Intervall bereits sehr viele, vielleicht unendlich viele solcher Planckvolumen vorstellen, die neben einander existierten.
Überall? Als unser Raum noch nicht existierte? Oder meinst du vielleicht das von so manchen genannte Jenseits als wahres Vakuum?

infiniti

Orbit
03.05.2009, 06:42
Jenseits? Jenseits von was?
Es war das Universum 5,39E-34 Sekunden nach dem Urknall.
Vakuum?
Es war ein Plenum. Jeder Raumbereich enthielt eine Planckmasse. Die Dichte war 2,177E-8/4,022E-105 = 5,4E96 kg/m^3.
Das ist etwa das 1E122 fache der heutigen Vakuumdichte.
Orbit

Infinity
03.05.2009, 12:39
Ich bin davon ausgegangen, dass in einem absolut wahren Vakuum permanent Blasenuniversen gebildet werden, darunter ist eines dieser Blasen das Universum, in dem wir leben (falsches Vakuum)
Den "Bereich" der absoluten Leere bezeichnete ich als Jenseits.

Müsste das Plenum nicht nur in der Singularität vorhanden gewesen sein (zumindest rein theoretisch)? Immerhin hatte die Raumzeit ab 5,39E-44 Sekunden bereits eine Dehnung.

Edit: Wikipedia schrieb kurz zur Planck-Ära:

Aus sehr elementaren Überlegungen folgt, dass zu diesem Zeitpunkt die Dichte etwa 10^94 g/cm3 und die Temperatur etwa 10^32 K betragen haben muss.
Aus diesem Fakt verstehe ich grad nicht, warum dort das Plenum existiert haben soll.

Orbit
03.05.2009, 14:52
Wiki sagte dasselbe wie ich:

Dichte etwa 10^94 g/cm3
Das sind 1E97 kg/m^3. Die haben einfach meine 5,4E96 kg/m^3 aufgerundet.

Aus diesem Fakt verstehe ich grad nicht, warum dort das Plenum existiert haben soll.
Ein Zustand mit dieser enormen Dichte kann ja wohl nicht als Vakuum bezeichnet werden.


Müsste das Plenum nicht nur in der Singularität vorhanden gewesen sein
Über die Singularität macht die Physik keine Aussagen.

Die Geschichte mit dem 'falschen' Vakuum habe ich bisher nicht verstanden. Deshalb kann ich dazu nichts sagen.

Orbit

Infinity
03.05.2009, 15:07
Die Geschichte mit dem 'falschen' Vakuum habe ich bisher nicht verstanden. Deshalb kann ich dazu nichts sagen.
Naja wahres Vakuum ist das, was man sich darunter vorstellt - absolute Leere ohne Energie.
Einen Begriff wie 'Falsches' Vakuum haben Forscher nach dem Casimir-Effekt gewählt, weil es in unserem Universum anscheinend keine Leere gibt (horror vacui :)), sondern minimale Energiemengen.

RPE
03.05.2009, 21:41
aveneer
Hab mich auch gewundert über die spitzfindige Antwort von Frank.
RPE hat 'Anfang' gesagt. Möglicherweise weiss auch er, dass das nicht bei Null, sondern frühstens bei 5.39E-44 Sekunden ist.
Orbit


Habe bei dem Wort Anfang eignentlich nur daran gedacht, dass man weiter in der Zeit zurückgucken könne, als mit bisherigen Methoden. So gesehen wäre vielleicht ein "etwas näher bis an den Anfang" weniger mißverständlich gewesen.
Aber wie auch immer, so ganz klar ist mir eigentlich nicht, wo die Gravitionswellen aus dieser Zeit überhaupt herkommen. Gerade ganz nah am Anfang, wo man von einem Quarkgluonplasma ausgeht, stelle ich mir das Ganze doch als recht homogen verteilt vor. Das liegt aber auch sicher daran, dass ich an der Uni über Gravitationswellen seinerzeit nur in Zusammenhang mit binären Systemen etwas gelernt habe. Vielleicht entstehen bei gewissen Phasenübergängen diese Gravitationswellen?
Ansonsten setzt man bei LISA aber die größere Hoffnung sicher in den Nachweis von Gwellen aus eben solchen binären Systemen schätze ich und wäre da bestimmt schon enorm begeistert, wenn es so zum direkten Nachweis käme.
Verrückt genug ist es ja allemal dieses Experiment. Wirklich faszinierend, was die Menschheit sich so alles einfallen lassen muss, um der Natur wieder ein bisschen näher auf die Schliche zu kommen.

Scorpus
04.05.2009, 09:09
BWL studiert ?:(:confused:

Scorpus
04.05.2009, 09:23
Hallo Scorpus,
Warum "von Außen"? Wie auch mac es schon beschrieben hat, sind wir ja immer noch mitten in der Handgranate (und kommen auch nie raus).
Genauso wie sämtliche Gravitationswellen, wann und wo auch immer sie erzeugt wurden niemals herauskommen. Auch sie pflanzen sich mit Lichtgeschwindigkeit fort und sollten, das nehme ich jetzt allerdings nur an, wohl ebenso wie elektromagnetische Wellen durch die Ausdehnung des Raumes in ihrer Frequenz herabgesetzt werden. Da Graviationswellen im Prinzip nur so gut wie gar nicht abschirmbar sind, hat man die Hoffnung, mit ihnen durch den sonst eigentlich blickdichten Vorhang des wenige hunderttausend Jahre jungen ganz frühen Universums doch bis an den Anfang unserer Zeit zu gucken.

Grüße,
rpe

Ich seh ein, dass wir noch in der "Explosion" der Handgaranate sind, aber wieso sollen die Gravitationswellen (oder um im Handgranatenbild zu bleiben; Schallwellen) jetzt wie die alte Fastnacht hinterherkommen. Wen sich das Universum mit Überlichtgeschwindigkeit ausdehnt, wieso haben das die Gravitationswellen vom Ursprung nicht auch gemacht? Oder schaun wir garnicht "zum Ort des Entstehens" sondern nach Auswirkungen dieser G.w. woanders im Universum?
Sorry für die unwissenschaftliche Frage, aber ein paar Bücher von S.W.H und die Hälfte der Sendungen von H. Lesch gleichen BWL nicht aus...

Orbit
04.05.2009, 10:01
Scorpus
Die explodierende Handgranate ist halt ein irreführendes Bild.
Da stellt man sich vor, irgendwo hätte sich eine Explosion ereignet, und die Granatsplitter flögen nun durch einen Raum, der schon immer existiert habe.
Dem ist aber nicht so.
Die Expansion begann - nicht relativistisch gesprochen - überall gleichzeitig, und die Raumzeit enstand gleich mit. Es gibt also keinen vor allen andern ausgezeichneten Ort, an dem eine Explosion stattgefunden hätte. Sollten dereinst Gravitationswellen gemessen werden können, die von diesem Ereignis stammen - woran ich übrigens aus denselben Gründen wie RPE zweifle - , würde sie uns als neue Hintergrundstrahlung erscheinen.

Orbit
P.S Ärgere Dich doch nicht über Deine Wahl der Studienrichtung. Nimm Dir einfach ein Beispiel an Jonas, der meines Wissens dasselbe studiert hat wie Du und hier munter und kräftig mitmischt. :)

rene.eichler2
09.05.2009, 10:54
Wie sollten sich denn die G-Wellen die LISA messen soll bemerkbar machen?
Und vorallem wie lassen sich die Wellen vom Urknall von denen von Supernovae, Doppelsternen und Galaxien unterscheiden?

Ich glaube dass es so enden wird wie bei der Hintergrundstrahlung. Man wird ein diffuses Bild erhalten und wird darauf beharren dass es ein Zeichen vom Urknall ist.
Dass es aber auch Gravitationswellen vieler weit entfernter
Gallaxien sein könnten, dass ignoriert man.

Gruß Rene´

Orbit
09.05.2009, 11:18
Wie sollten sich denn die G-Wellen die LISA messen soll bemerkbar machen?
Durch Laserinterferometrie wie bei den bereits bestehenden Anlagen. Nur sind die Arme des Interferometers LISA mit 5 Millionen Kilometern Länge 1,25 Millionen mal so lang wie jene der bisher grössten Apparatur.

Ich glaube dass es so enden wird wie bei der Hintergrundstrahlung.
Bestenfalls. Ob man allerdings je das Echo vom Urknall in Form eines gravitationsbedingten Hintergrundrauschens wird messen können, wage ich zu bezweifeln. Aber das ist ja nicht das eigentliche Ziel von LISA. Wenn man endlich die ersten Signale von lokal ausgelösten Gravitationswellen messen könnte, was bisher noch nicht gelang, wäre man wohl schon zufrieden.

Man wird ein diffuses Bild erhalten und wird darauf beharren dass es ein Zeichen vom Urknall ist.
Dass es aber auch Gravitationswellen vieler weit entfernter Gallaxien sein könnten, dass ignoriert man.
Da wird nichts ignoriert werden. Ich denke, Du hast eine völlig falsche Vorstellung von Interferometrie.
Und von der Hintergrundstrahlung und deren Bedeutung auch. Da ist nämlich nichts diffus. Im Gegenteil. Hast Du Dir die Karten von COBE und WMAP noch nie angeschaut?
http://de.wikipedia.org/wiki/Hintergrundstrahlung
COBE konnte schon Temperaturschwankungen von 3 Millionstel Kelvin messen, und WMAP arbeitete noch 20 Mal genauer!
Orbit

rene.eichler2
10.05.2009, 10:25
Hallo Orbit

Ok
das Bild von WMAP ist nicht diffus.

Aber zu sagen was man da sieht ist der Rest vom Urknall, naja! Für mich ist es einfach nur Strahlung von so weit entfernten Quarsaren, dass deren Licht bis in den Radiobereich verschoben ist.

Ich sehe das so. Vor dem Experiment haben sich 20 Wissenschaftler daran gemacht eine Vorhersage zu treffen, was Cobe oder WMAP messen werden.
Jeder behauptet etwas anderes als der Andere und alle sagen wenn ihrs eintrifft ist das der Beweis für den Urknall.
Bei 20 verschiedenen Vorhersagen tritt dann eine ein und
19 nicht. Aber genau diese 1 wird dann als die richtige gefeiert.

Mich würde jetzt mal interessieren wie das Bild von LISA
aussehen muss um die G-Wellen vom Urknall zu beweisen.

Am besten eine auf die sich alle Wissenschaftler geeinigt haben. Damit es im nachhinein keine Ausreden mehr gibt.

Am besten ein Vorabbild vom Himmel dass man dann
mit dem gemessenen vergleichen kann.

Gruß Rene´

Orbit
10.05.2009, 11:12
Aber zu sagen was man da sieht ist der Rest vom Urknall, naja!
Rene
Das sagt ausser Dir niemand. Die Hintergrundstrahlung stammt aus der Rekombinations-Ära, und die war 380'000 Jahre nach dem Urknall.

Für mich ist es einfach nur Strahlung von so weit entfernten Quarsaren, dass deren Licht bis in den Radiobereich verschoben ist.
Was es für Dich ist, interessiert niemanden.
Die Hintergrundstrahlung hat heute eine Wellenlänge von etwa 0,7 Millimetern,
das meiste sichtbare Licht von Quasaren bei z = 9 (in 13 Milliarden Lichtjahren Entfernung) eine solche von 5,5 Mikrometern, ist also um den Faktor 140 kürzer. Hinzu kommt bei Quasaren eine noch viel kürzere Röntgenstrahlung, welche man den supermassiven Schwarzen Löchern zuschreibt, die sich im Zentrum von Quasaren befinden.
Im Gegensatz zur Hintergrundstrahlung kann die Strahlung von Quasaren eindeutig lokalisiert werden. Sonst könnte man diese ja gar nicht beobachten.
Dein dummes Gequatsche über dumme Wissenschaftler, die nicht wissen, was sie tun und nur finden, was sie vorher abgemacht haben, kannst Du Dir künftig ersparen.
Du würdest Deine Zeit besser nutzen, wenn Du endlich mal die Grundlagen von dem lernen würdest, worüber Du so unbedarft zu schreiben pflegst.

Deinen Beitrag habe ich übrigens gemeldet.
Orbit

rene.eichler2
11.05.2009, 18:23
hallo Orbit

Ich habe nicht von Quarsaren geredet die z=9 von uns weg sind.
Sondern von denen die z=100 und weiter weg sind.
Diese die mit Teleskopen optisch heutzutage noch nicht als Punktquelle aufzulösen sind.
Mal sehen was die neusten Superteleskope so entdecken werden.
Wenn dann plötzlich Quarsare bei z=15 oder 20 auftauchen
will ich mal sehen ob du dann immer noch so überzeugt
vom Urknall bist.
Du kannst dann auch nicht sagen dass er eben etwas früher war, denn dann müßte die Hintergrundstrahlung, die ja so genau passt, schwächer sein.

Ich bin noch jung ich hab Zeit und kann warten.

Gruß Rene´:p

Orbit
11.05.2009, 19:11
Ich bin noch jung ich hab Zeit und kann warten.
Falls das ein Vorsatz ist - den finde ich gut. Warte aber auch mit dem Schreiben von Beiträgen in allen möglichen Foren zu, bis man mehr weiss.
Orbit

rene.eichler2
11.05.2009, 20:02
Bis dahin soll aber doch jeder wissen, dass ich´s vorausgesagt habe.

Gruß Rene´

Orbit
11.05.2009, 20:06
Was Du alles voraus gesagt hast ist ja inzwischen bekannt. Nimm's also gelassen.

Krokodildandy
21.06.2009, 15:58
Mac schrieb:

Rechnet man das aus, dann entfernt sich der Raum, der heute 13,8 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt ist, zur Zeit gerade mit Lichtgeschwindigkeit von uns. Das Licht das wir von den dortigen Sternen sehen, die damals dort leuchteten, war etwa 9,1 Milliarden Jahre lang zu uns unterwegs. ZITAT ENDE

Hallo Mac

Wie kommst Du auf 9,1 Milliarden Jahre Lichtlaufzeit, wenn das Objekt zur Zeit der Abstrahlung 13,8 Milliarden Lichtjahre entfernt war. Hast Du die Formel dazu vom Vatikan? Das meine ich ernst.

LG, Josef

Krokodildandy
21.06.2009, 16:12
[Ich sehe das so. Vor dem Experiment haben sich 20 Wissenschaftler daran gemacht eine Vorhersage zu treffen, was Cobe oder WMAP messen werden.
Jeder behauptet etwas anderes als der Andere und alle sagen wenn ihrs eintrifft ist das der Beweis für den Urknall.
Bei 20 verschiedenen Vorhersagen tritt dann eine ein und
19 nicht. Aber genau diese 1 wird dann als die richtige gefeiert.

Genauso sehe ich das auch. Die hypothetischen Gravitationswellen sind keine Elektromagnetischen Wellen, weil diese alle bekannt sind. Sollte es sich um Seismische Wellen handeln, frage ich mich wie man die mit einem Interferometer dedktieren kann.

Krokodildandy
21.06.2009, 16:14
[QUOTE=René;53419][Ich sehe das so. Vor dem Experiment haben sich 20 Wissenschaftler daran gemacht eine Vorhersage zu treffen, was Cobe oder WMAP messen werden.
Jeder behauptet etwas anderes als der Andere und alle sagen wenn ihrs eintrifft ist das der Beweis für den Urknall.
Bei 20 verschiedenen Vorhersagen tritt dann eine ein und
19 nicht. Aber genau diese 1 wird dann als die richtige gefeiert. ZITAT ENDE


Genauso sehe ich das auch. Die hypothetischen Gravitationswellen sind keine Elektromagnetischen Wellen, weil diese alle bekannt sind. Sollte es sich um Seismische Wellen handeln, frage ich mich wie man die mit einem Interferometer detektieren kann.

Krokodildandy
21.06.2009, 16:27
hallo Orbit

Ich habe nicht von Quarsaren geredet die z=9 von uns weg sind.
Sondern von denen die z=100 und weiter weg sind.
Diese die mit Teleskopen optisch heutzutage noch nicht als Punktquelle aufzulösen sind.
Mal sehen was die neusten Superteleskope so entdecken werden.
Wenn dann plötzlich Quarsare bei z=15 oder 20 auftauchen
will ich mal sehen ob du dann immer noch so überzeugt
vom Urknall bist.
Du kannst dann auch nicht sagen dass er eben etwas früher war, denn dann müßte die Hintergrundstrahlung, die ja so genau passt, schwächer sein.

Ich bin noch jung ich hab Zeit und kann warten.

Gruß Rene´:p
Hallo René

Lass Dich nicht einschüchtern. Wenn wir alle vor der Lehrmeinung kneifen, unterstützen wir die aktive Volksverblödung. Den Urknall hat es nicht gegeben; die Verteidigung desselben wird immer haarstreubender. Das Dich hier einer "gemeldet" hat ist typisch für die WM*; frag mich wen ich meine.

Krokodildandy
21.06.2009, 16:33
Mac schrieb:

Rechnet man das aus, dann entfernt sich der Raum, der heute 13,8 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt ist, zur Zeit gerade mit Lichtgeschwindigkeit von uns. Das Licht das wir von den dortigen Sternen sehen, die damals dort leuchteten, war etwa 9,1 Milliarden Jahre lang zu uns unterwegs. ZITAT ENDE

Hallo Mac

Wie kommst Du auf 9,1 Milliarden Jahre Lichtlaufzeit, wenn das Objekt zur Zeit der Abstrahlung 13,8 Milliarden Lichtjahre entfernt war. Hast Du die Formel dazu vom Vatikan? Das meine ich ernst.

LG, Josef

Krokodildandy
21.06.2009, 16:36
Genauso sehe ich das auch. Die hypothetischen Gravitationswellen sind keine Elektromagnetischen Wellen, weil diese alle bekannt sind. Sollte es sich um Seismische Wellen handeln, frage ich mich, wie man die mit einem Interferometer nachweisen könnte.

Krokodildandy
21.06.2009, 16:42
Ich hatte Probleme mit dem unterlegten Zitieren.

Krokodildandy
21.06.2009, 17:00
ZITAT aus Wikipedia:

Ein Interferometrischer Detektor ist ein Detektor, der Interferenzeffekte des Lichts nutzt, um Gravitationswellen nachzuweisen. Der Detektor besteht aus zwei unter einem Winkel von neunzig Grad aufeinandertreffenden Tunneln, in denen Laserstrahlen hin und hergeschickt werden und an einer Fotodiode wieder zusammenlaufen. Wenn eine Gravitationswelle aus dem All auf dieses Tunnelsystem auftrifft, so sollte sich der Allgemeinen Relativitätstheorie zu Folge einer der beiden Arme des Interferometers zusammenziehen, während sich der andere ausdehnt und dies müsste zu Laufzeitunterschieden der Laserstrahlen führen. ZITAT ENDE

Wenn ein Arm relativistisch kontrahiert, dann kontrahiert auch der zugehörige Maßstab - es kommt immer zu einem Nullergebnis, so wie schon bei Michelson-Morley.

Krokodildandy
21.06.2009, 17:40
Mal sehen was die neusten Superteleskope so entdecken werden.
Wenn dann plötzlich Quarsare bei z=15 oder 20 auftauchen
will ich mal sehen ob du dann immer noch so überzeugt
vom Urknall bist.

Krokodildandy
21.06.2009, 17:49
Der Fernste Quasar ist 18 Mrd. Lichtjahre entfernt. Diese Tatsache reicht locker aus, um die Urknallthese zu widerlegen. Die Urkaller sagen, die Schöpfung ging von einem Punkt aus, und wenns eng wird behaupten sie, die hätte überall gleichzeitig stattgefunden, bevor es noch die Zeit gab - alles war schneller als das Licht, nur das Licht nicht, das kam später von hinten nach indem es von allen Seiten mit gleicher Intensität kam; oder sehe ich das falsch?

Krokodildandy
21.06.2009, 17:54
Ich habe immerwieder Probleme mit dem Zitieren der Diskussionspartner. Die Anleitung verwirrt mich.

Krokodildandy
21.06.2009, 18:38
Wir beobachten Licht von Galaxien welches ca. 13 Milliarden Jahre alt ist.
Wie haben wir uns in nur 13,7 Milliarden Jahren 13 Milliarden Lichtjahre von diesen Galaxien entfernen können, und mit welcher Geschwindigkeit?

Wo ist mein Denkfehler? ZITAT ENDE

Hallo Scorpus

Diese Deine Frage wird nie ehrlich beantwortet werden. Immer werden Trolls auftauchen die mit getürkten Formeln vom Thema ablenken. Auf einer anderen Plattform hat so ein Urknaller behauptet, wenn ein Objekt 40 Mrd. LY von uns entfernt ist, ist das kein Verstoß gegen die SRT. Die Konsequenz: Je schneller sich ein Objekt von uns entfernt, umso langsamer ist es, weil es ja sonst gegen die SRT verstieße. So einfach ist das, und man kann sichs doch nicht merken - Karl Valentin.

Krokodildandy
21.06.2009, 18:55
Was soll das Todesgelächter?

Krokodildandy
21.06.2009, 19:02
Hallo Scorpus,

Es gibt keinen Rand. Egal wo wir im Universum auch sind, wir sind mitten drin.

Herzliche Grüße

MAC

Eine der typischen Lügen; die Urknaller sind immer mitten drin. Es gibt keinen Rand wo man hinunterfallen könnte, aber es gibt eine Einhüllende, so wie für alles real Existierende.

Webmaster
21.06.2009, 19:15
@Krokodildandy

Willkommen im Forum.

Könnten Sie bitte versuchen, Ihre Beiträge zum Thema in einen Post zusammenzufassen und nicht unzählige Beiträge im selben Thread zu schreiben. Sie riskieren sonst, in den Verdacht zu geraten, das Forum vollspammen zu wollen, was sicherlich nicht in Ihrem Sinne ist.

Vielen Dank für die Kooperation,
S. D.

Webmaster
21.06.2009, 19:18
Und noch ein Hinweis @Krokodildandy


Hallo René

Lass Dich nicht einschüchtern. Wenn wir alle vor der Lehrmeinung kneifen, unterstützen wir die aktive Volksverblödung. Den Urknall hat es nicht gegeben; die Verteidigung desselben wird immer haarstreubender. Das Dich hier einer "gemeldet" hat ist typisch für die WM*; frag mich wen ich meine.

Beachten Sie bitte unsere Regeln zuThemen aus dem Bereich "Gegen den Mainstream".
Sie finden unsere Nutzungsregeln hier:

http://www.astronews.com/info/forum_nutzung.html

S. D.

Infinity
21.06.2009, 20:40
Hallo Krokodildandy,

Ich habe immerwieder Probleme mit dem Zitieren der Diskussionspartner. Die Anleitung verwirrt mich.
Entweder auf dem Zitieren-Button klicken oder selbst schreiben:
[ q u o t e = Username ]ZITAT[ / q u o t e ]
Dann aber ohne die Leerzeichen dazwischen. Das ist jetzt nur, damit Du den Code erkennst.


Eine der typischen Lügen; die Urknaller sind immer mitten drin. Es gibt keinen Rand wo man hinunterfallen könnte, aber es gibt eine Einhüllende, so wie für alles real Existierende.
¿Lüge? :(
Der Raum dehnt sich, das ist das Stichwort! Der Mittelpunkt des Universums ist überall, weil sich (bei einer gedanklichen Rückextrapolation) alles in einem Punkt trifft, wenn sich der Raum nun wieder zusammenzieht.

Und wohin bitte möchtest Du runterfallen, wenn es einen Rand gibt?

Luzifix
22.06.2009, 09:21
Hallo René: Lass Dich nicht einschüchtern. Wenn wir alle vor der Lehrmeinung kneifen, unterstützen wir die aktive Volksverblödung. Den Urknall hat es nicht gegeben; die Verteidigung desselben wird immer haarstreubender.

Ich habe immerwieder Probleme mit dem Zitieren der Diskussionspartner. Die Anleitung verwirrt mich.

Ideale Mischung aus Krokodil und Dandy würde ich sagen.



¿Lüge? :(
Der Raum dehnt sich, das ist das Stichwort! Der Mittelpunkt des Universums ist überall, weil sich (bei einer gedanklichen Rückextrapolation) alles in einem Punkt trifft, wenn sich der Raum nun wieder zusammenzieht.

Lüge setzt immer den bewußten Vorsatz voraus. Alles andere nennt man Irrtum. Es erstaunt mich, daß so ein abstraktes Thema soviel Hysterie hier erzeugen kann.

Wie sind diejenigen, die in dem Jahrhundert leben, wo man das herausfinden wird. Wie das mit der Gravitation ist. Ob die Elementarteilchen in winzigen gekrümmten Räumen gefangene Energiequanten/stehende Wellen sind. Ob es den Urknall gab oder ob das Universum ein Ende hat? Was Dunkelmaterie ist usw. usf. Macht Euch das nicht genug gute Laune?

Ich glaube auch daran, daß ein dynamischer, beliebig krümmbarer Raum von einer zweidimensionalen Fläche "umhüllt" ist (oder sein sollte). Sowohl am Rand wie auch an den lokalen Ereignishorizonten. Wer, wie ich, das aber nicht schnell mal aus den relativistischen Feldgleichungen ableiten kann, muß sich derweil mit einer ordentlichen Portion Zurückhaltung begnügen. Es wäre ja auch möglich, daß sich der Raum nur deshalb dehnt, weil er sich an anderen Stellen gerade zusammenzieht. Es ist nicht alles falsch, was man noch nicht verstanden hat. Das ist das Mindeste, was man hier im Forum lernen kann.

Orbit
22.06.2009, 10:09
Luzifix
Die Antwort von infiniti bezog sich nicht auf diese Aussage von krokodiledandy.
Am besten löschst Du Dein Zitat gleich wieder; denn das stiftet nur Verwirrung.
Orbit

Krokodildandy
22.06.2009, 11:02
@Webmaster S. D.

Danke für den Willkommensgruß. Die Möglichkeit zu "Gegen den Mainstream" war mir bekannt. Wenn in allen anderen Gruppen bzw. Threads nur die Lehrmeinung verbreitet werden darf, finde ich das höchst bedauerlich. Wir alle können auf die Lehrmeinung nicht verzichten; wenn wir gegen die etwa 20% Stumpfsinn innerhalb der Lehrmeinung nicht Stellug nehmen dürfen, dann hat die sogenannte "Wissenschaftsmafia" leichtes Spiel. Ich denke an die Milliardenbeträge die aus den "IRRTUMS-Publikationen" bezogen werden.

Ich werde mich nun vorsichtiger an diese Gegebenheiten herantasten. Übrigens: Eine heiße Debatte hat mit Hysterie nichts zu tun!

LG, Krokodildandy (Das Denglish wurde mir aufgezwungen)

Krokodildandy
22.06.2009, 11:28
Es wäre ja auch möglich, daß sich der Raum nur deshalb dehnt, weil er sich an anderen Stellen gerade zusammenzieht. Es ist nicht alles falsch, was man noch nicht verstanden hat. Das ist das Mindeste, was man hier im Forum lernen kann.

Nicht nur möglich, das halte ich sogar für sehr wahrscheinlich, weil ein zyklisches Universum das vernünftigste ist. Ich erinnere an Einsteins Gedanke: "Wenn ich Gott wäre, wie hätte ich das gemacht?"

Mit der Aufgabe des "Geschlossenen Universums" beugte sich Einstein vor der irren Meinung seiner Konkurrenten. Weder Einstein noch Hubble sind schuld an der Urknall-These, welche in den Geisteswissenschaften auch Theorie genannt werden darf.

LG, Krokodildandy

Orbit
22.06.2009, 11:55
Mit der Aufgabe des "Geschlossenen Universums" beugte sich Einstein vor der irren Meinung seiner Konkurrenten.
Einstein hat nie was aufgegeben. Seine Gleichung erlaubt nach wie vor verschiedene Lösungen. Welche in der Natur realisiert ist, das ist nach wie vor nicht entschieden. Erst kürzlich gab es eine Publikation, in der behauptet wird, die DE nehme im Gegensatz zur Annahme der letzten 12 Jahre nicht zu sondern ab:
http://www.astronews.com/forum/showthread.php?t=3353&highlight=Dunkle+Energie
Orbit

Luzifix
22.06.2009, 13:37
@Orbit
Danke für den Hinweis. Das letzte was ich stiften wollte, wäre Verwirrung.

Krokodildandy
23.06.2009, 22:42
Das ist doch so ähnlich, als wolle ein Krümel Schwarzpulver die Explosion der Handganate in der er steckt von Außen beobachten??!!

Da hast Du recht. Die Kosmologen kümmern sich nicht um das Minkowski-Diagramm. Die behaupten, während der Inflation wäre alles scheller gewesen als das Licht, nur das Licht nicht. Da wir auch schneller waren als das Licht, könnte uns dieses nur von hinten, also einer bevorzugten Richtung, einholen, tut es aber absolut nicht. Lüge oder Irrtum?

Orbit
23.06.2009, 23:03
Da hast Du recht. Die Kosmologen kümmern sich nicht um das Minkowski-Diagramm.
Doch.

Lüge oder Irrtum?
Irrtum und zwar Deinerseits.
Du verstehst nicht nur dauernd physikalische Zusammenhänge falsch, sondern behauptest ausserdem, Wissenschaftler verstünden die Dinge so und so, was oft nochmals falsch ist. Und diese beiden falschen Vorstellungen konfrontierst Du dann miteinander. Dass dabei nur nochmals Falsches rauskommt, ist klar.
Orbit

Schmidts Katze
23.06.2009, 23:24
Lüge oder Irrtum?

Ich vertraue den (meisten) Wissenschaftlern.

Lügen gibt es bestimmt, und Irrtümer ganz sicher, aber ich unterstelle der Mehrheit der Wissenschaftler, ehrlich nach den Naturgesetzen zu suchen.

Du kannst mir gerne einen Irrtum unterstellen, dann begründe das, und ich werde auf deine Einwände eingehen.

Wenn du mich der Lüge beschuldigst, bringe Beweise vor.

SK

mac
28.06.2009, 13:44
Hallo Josef,


Wie kommst Du auf 9,1 Milliarden Jahre Lichtlaufzeit, wenn das Objekt zur Zeit der Abstrahlung 13,8 Milliarden Lichtjahre entfernt war. Hast Du die Formel dazu vom Vatikan? Das meine ich ernst.das habe ich so nicht geschrieben. Bitte nenne wenigstens den Thread und die Post-Nummer, wenn Du es nicht als Zitat verlinken kannst.

Herzliche Grüße

MAC

mac
28.06.2009, 13:57
Hallo Josef,


Lass Dich nicht einschüchtern. Wenn wir alle vor der Lehrmeinung kneifen, unterstützen wir die aktive Volksverblödung.Das Problem dabei: Mit leerem Stroh läßt sich die Lehrmeinung nicht widerlegen, auch nicht mit hohlen Phrasen.




Den Urknall hat es nicht gegeben; die Verteidigung desselben wird immer haarstreubender.Das behauptest Du, belegst es aber nicht. Damit verhältst Du Dich wie oben beschrieben.


Herzliche Grüße

MAC

mac
28.06.2009, 14:00
Hallo Josef,


Der Fernste Quasar ist 18 Mrd. Lichtjahre entfernt.nenne bitte die Quelle dieser Aussage.

Herzliche Grüße

MAC

mac
28.06.2009, 14:05
Hallo Josef,


Diese Deine Frage wird nie ehrlich beantwortet werden. Immer werden Trolls auftauchen die mit getürkten Formeln vom Thema ablenken. Auf einer anderen Plattform hat so ein Urknaller behauptet, wenn ein Objekt 40 Mrd. LY von uns entfernt ist, ist das kein Verstoß gegen die SRT. Die Konsequenz: Je schneller sich ein Objekt von uns entfernt, umso langsamer ist es, weil es ja sonst gegen die SRT verstieße. So einfach ist das, und man kann sichs doch nicht merken - Karl Valentin.Ich verstehe durchaus, daß Du eine Plattform suchst, in der Du Dich öffentlich ausweinen kannst. Das hat aber mit Astronomie und Physik nichts zu tun. Wenn Du hier solche Behauptungen aufstellst, dann nenne bitte Roß und Reiter, oder behalte sie für Dich.

Herzliche Grüße

MAC

mac
28.06.2009, 14:37
Hallo Josef,


Eine der typischen Lügen;nenne bitte Beobachtungen (mit Quellenangaben) die diese Meinung stützen.




die Urknaller sind immer mitten drin. Es gibt keinen Rand wo man hinunterfallen könnte, aber es gibt eine Einhüllende, so wie für alles real Existierende.Es ist bei diesem Thema vieles denkbar. Nur brauchst Du für Deine Vorstellung einen Raum, in den hinein sich unser Raum ausdehnt und das ist deutlich komplizierter, als die gängige Lehrmeinung.

'Sehen' können wir nur, daß sich gleich alte Raumgebiete rings um uns herum auf großen Längenskalen nicht voneinander unterscheiden lassen.

Beobachten kann man Rotverschiebungen bis z = ca. 1050. Also auch Rotverschiebungen von z>10 können die Urknall-Hypothese nicht wirklich ankratzen, allenfalls unsere bisherigen Vorstellungen zur Stern- und Galaxienentstehung.

Auf der Erde messen kann man das Verhalten von Materie bei Druck und Temperatur sehr weit über die Zustände bei z=1000 hinaus. Zusammen mit der meßbaren Materiedichte lassen sich damit Aussagen zum Verhältnis der Isotope von Wasserstoff, Helium und schwererer Elemente machen, die sich ihrerseits im Kosmos wiederfinden lassen.

Das mag alles (in Zukunft) angreifbar sein, das ist auch mit Sicherheit nicht der Weisheit letzter Schluß, aber es ist das was zu den technisch bisher möglichen Messergebnissen am besten paßt. Wer es heute angreift, braucht gute Argumente, sprich Messungen, die sich nicht mit dieser Hypothese vertragen.

Den Standpunkt eines Kosmologen zu diesem Thema findest Du unter: http://www.astro.ucla.edu/~wright/cosmology_faq.html#bestfit

The evidence for the Big Bang comes from many pieces of observational data that are consistent with the Big Bang. None of these prove the Big Bang, since scientific theories are not proven. Many of these facts are consistent with the Big Bang and some other cosmological models, but taken together these observations show that the Big Bang is the best current model for the Universe.

Herzliche Grüße

MAC