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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie beschreibt man sein Lieblingsgerät



Guido_Waldenmeier
04.02.2005, 17:46
ohne gleichzeitig Werbung zu machen.Vielleicht könnte der webmaster mal ein Beispiel schreiben.Werbung soll ja möglichst nicht vorkommen,da es ja auch einen Interessenkonflikt mit den Werbebannern geben könnte.Ich nehme mal an das sie zur Finanzierung der internetseite beitragen.

Martin
04.02.2005, 18:25
Das sollte kein Problem darstellen. Erstens sind die Werbebanner hier für Händler, die mit allen möglichen Teleskopen handeln (meintest Du doch, oder beziehst Du Dich auf die Werbung für Festnetztelefone), und zweitens ist das Forum doch für sowas gedacht. Im SPIEGEL hast Du auch Artikel über Autos, in denen diese verrissen werden, und ne Seite drauf ne große Anzeige für das gleiche Fahrzeug.
Also schreib einfach,

Glück Auf

Martin (der sich für die nächsten sieben Wochen schon wieder verabschiedet zwecks Praktikum)

Guido_Waldenmeier
04.02.2005, 18:31
ja genau ich meinte die Teleskop Werbung im Banner

Webmaster
05.02.2005, 00:17
Gegen einen Erfahrungsbericht über sein Lieblingsgerätes ist absolut nichts einzuwenden, auch nicht gegen negative Erfahrungen mit einem Instrument. Alles ok solange es sich um Beratung/Diskussion von User zu User handelt.

Von Werbung hier auf der Seite, sollte sich niemand in der Diskussion eingeschränkt fühlen.

Stefan Deiters

Udo_S
25.02.2005, 20:39
Hi zusammen
Auch wenn es hier so gut wie keine Beobachter gibt. Will ich doch etwas zu diesem Thema beisteuern.
Angaben zur Öffnung, Brennweite, Bauart sollten ja kein Problem darstellen. Ein paar Angaben zum Durchmesser und Stabilität des Okularauszuges würden sicher auch interessieren. Weiter die Verarbeitung des Teleskops und des Suchers. Natürlich ist auch die Art der Montierung von belang. Verwendetes Zubehör, wie Okulare, Filter und event. fotografische Ausrüstungen runden alles ab.
Die Abbildungsleistung und der tatsächliche Eindruck des Gesehenen, sind hingegen sehr subjektiv und von vielen Faktoren abhängig. Wichtig ist das man persönlich mit seinem Beobachtungsinstrument zufrieden ist.
Bei meinem Hauptinstrument würde sich das so lesen.
Öffnung 254mm
Brennweite 1016mm
Ergibt eine Blende f/4
Das stellt ziemlich hohe Anforderung an die Justage das ganzen Systems, sowie an qualitativ hochwertigere Okulare. Meine Lieblingsokus sind Weitwinkelokulare mit 14;10; 7,5mm Brennweite.
Die Blende von f/4 hat aber auch den Vorteil eines relativen großen Bildfeldes.
Weiters Zubehör ist ein UHC und OIII Filter, die beim Beobachten von Emissions und Planetarischen Nebeln gut eignen.
Das Teleskop besitzt einen 2" OAZ, welcher im Orginal ziemlich wacklig war, dieser wurde nun durch einen hochwertigeren Auszug ersetzt.
Die Montierung ist parallaktisch und der eigentliche Schwachpunkt meiner Ausrüstung. Schon der kleinste Windstoss lässt das Gerät erzittern, wodurch die Objekte unscharf erscheinen. Aber auch hier gibt es mittlerweile Abhilfe, eine stabilere Monti ist schon da.
Im Allgemeinen bin ich aber zufrieden, es gibt High End Produkte die wesentlich teuerer sind. Im vergangenen Jahr hab ich 134 Stunden am Teleskop verbracht und einiges beobachten können.
So ganz ohne Werbung
CS Udo S

Hector42
02.03.2005, 04:18
Ok, fangen wir also ganz nach dem Motto 'Mein Haus, mein Auto, mein Teleskop' an, mal sahen was daraus so wird.

Meins war ursprünglich ein 200mm f/4 (in Wirklichkeit f/3,74 (!)) GSO Newton. Sollte mit einer EQ-5 oder sowas verkauft werden, das war mir zu schwächlich. Nun ruht das Ding auf einer EQ-6 mit Escap Motoren und einer DynostarX3 Steuerung. Das Goto ist echt cool und die Steuerung ist echt herrausragend genial (einfach, trotzdem voller Funktionen und suuuper praktisch). Der Hauptspiegel zeigt nicht gerade das, was man als Gleichheit der intra- und extrafokalen Sternenbilder bezeichnet, wie gut er tatsächlich trennt weiß ich nicht genau. Ich habe den Tubus aus Spaß (und als eine Art Generalprobe) zu einem leichteren Alu-Gitterrohrtubus umgebaut. Mit dem Werkkeller des Opas meiner Freundin (Drehbank, Fräse, Standbohrmaschiene uvm.) und billigem Alu aus dem Baumarkt wurde es zu einer gemeißterten Herausvorderung (ich würde gerne Bilder Zeigen, aber das geht ja nicht). Der HS ruht auf sechs Gummischeiben, von denen jeweils zwei auf einer Wippe befindlich sind. Die Wippen liegen auf den Schenkeln eines Dreiecks, welches sich gegen den Rest des Tubus' justieren lässt. Rest heißt: HS-seitig ein Quadrat, FS-Seitig zwei Achtecke aus Alu-Vierkant. Zwischen Quadrat und Achteck acht schräge Trusses, zwischen den beiden Achtecken vier gerade Trusses und der OZ auf einem 2mm Duralublech. Das mit den vier geraden Trusses bereue ich, da ich Astrofotografie betreibe und ich die Torsion unterschätzt habe. Hab' aber schon einen einfachen Ausweg gefunden. Alles ist jetzt super flexibel justierbar, HS, FS und OZ lassen sich natürlich neigen und auch etwas 'shiften', letzterer zwar nur in eine Richtung (shift) aber dafür gleich um 5 cm. Zusätzlich kann man den Abstand zwischen den Achtecken recht einfach fast beliebig verändern und den Tubus somit für andere HS oder spezielles Okularseitiges Zubehör, welches einen besonders langen 'backfocus' erfordert anpassen. Z.B. für eine CCD-Kamera samt Adaptiver Optik - wenn ich erstmal in der Welt der arbeitenden Bevölkerung Fuß gefasst habe. Der erwähnenswerte Rest der Ausrüstung besteht aus einer Nikon FE (nicht meine) einem Celestron Komakorrektor (scheint seine Sache gut zu machen) einem 2" CCD-H-alpha Filter (allseits beliebt mit dem tollen Technical-Pan hypersensibilisierter Weise). Das ist so das, was ich meist benutze. Okulare hätte ich natürlich gerne Nagler, aber ich spare das viele Geld lieber ersteinmal für eine Astro-CCD-Kamera. Durch das Rohr schauen bringt einen hier eh nicht zu Extase.

Hat da jemand Erfahrung (nicht mit der Extase :D)? Ich hätte da an SBIG gedacht, aber keinen Schimmer wie gut die adaptive Optik oder das Selfguiding noch mit Schmalbandfiltern funktionieren, oder ob ich eher für oder gegen anti-Blooming wäre.

Komme ich mal zur angesprochenen 'Generalprobe': ich habe vor ein etwa gleiches, nur viel Größeres Instrumen zu bauen - aus Karbon. Nach meinen jetzigen Berechnungen müsste es möglich sein so einen 12-Zöller (oder sogar 14 "?) auf der EQ-6 Fotografisch zu verwenden.

Hat jemand eine Ahnung, wo man etwas anderes als Karbon-Rohre herbekommt? Benutzt man Für Karbon Stahlbearbeitungswerkzeuge?

Ach ja, nochwas zu meiner Ausrüstung: da gibt es natürlich noch das Leitrohr, ein D=60 mm, f=1000 mm Bresser 'Kaufhaus' Achromat mit Achromatischer 2x Meade Barlow und 12,5 mm Baader Messokular. Die Barlow erzeugt bei höheren Vergrößerungen (Größenordnung von 200x bis 300x, oder so) einen starken Farbfehler - naja, ist ja auch zu erwarten. Das Messokular ist ganz praktisch, z.B. um allerlei tatsächliche Brennweiten zu bestimmen, oder eine verbesserte, rechnerische Scheinermethode durchzuführen.

Für jemanden, der 23 ist, ist das wohl schon eine überdurchschnittliche Ausrüstung - nützt mir aber alles nicht so viel: ich sitze im lichtverschmutzten Garten, im Sommer begraben unter Baumkronen und einen Führerschein, geschweigedenn ein Auto hab' ich nicht. Den einzigen Trost spendet da der H-alpha Filter, mit dem man wenigstens in Zusammenarbeit mit dem TP hyp. gute Bilder von hier aus machen kann. Aber 4 Stunden um den Nordamerikanebel auszubelichten?!? Ich hab' 3 geschafft...und die Monti war nicht gut genug ausgerichtet. Selbst bei Punktgenauer Nachführung scheint das zu einer Drehung des Bildfeldes um den Leitstern, oder einen anderen Punkt, zu führen. Vielleicht hat sich auch was verwunden, aber ich glaube nicht. (Naja, ich habe die Situation 'Ungenaue Montierung' mit einem 3D-Animationsprogramm Nachgestell und es führte tatsächlich zu einer Drehung um den Leitsern. Früher hätte ich das noch im Kopf gekonnt...tja, was ist nur mit meinem Hirn?

Gibt es hier jemanden, der diese Aufgabe auch im Kopf hinbekommen hätte? Also nicht rechnerisch, sondern durch Vorstellungskraft. Oder nimmt die Vorstellungskraft mit dem Alter etwa wirklich so stark ab, dass man das nach der Pubertät nur als echter Wunderknabe hinbekommt?

Oh, nochwas: ich benutze 'Cartes du Ciel' um die Monti mit dem Labtop zu steuern (ist aber selten nötig, nur wenn ich mal einen Katalog mit mehr als den relativ wenigen in der Handsteuerbox gespeicherten Sternen brauche). Funktioniert ganz gut, kann ich nur empfehlen!

So, jetzt habe ich eine ganze Menge einfach mal so runtergelabert und hoffentlich niemanden ob der Menge oder der lachsen Ausdrucksweise verschreckt. Vielleicht jetzt kommt hier jetzt mal eine Diskussion zu Stande :D.

@ Udo_S (und eigentlich auch alle anderen):

Hi, bist Du noch da?!? Weitwinkelokulare sind bestimmt toll, ich habe ja oben geschrieben, dass mir die Nagler am Herzen liegen - obwohl ich noch keines in Natura gesehen habe. Ich besitze nur das erwähnte Messokular, ein 26 mm 2 " GSO Kellner (??), welches kein viel besseres Bild liefert, als ein Glas-Aschenbecher. Damit kann man nur Suchen und hoffen auch zu finden. Durch die Goto-Steuerung ist das Suchen jetzt aber eigentlich überflüssig geworden. Selbst winzige Planetarische Nebel kann man damit auf Anhieb finden: 2,5 mm Vixen LV rein (das wohl Hochwertigste Okular, welches ich besitze), schnell zur Sicherheit auf einen Stern in der Nähe des Objektes der Begierde initialisieren und dieses dann Mittels Steuerbox oder Labtop anfahren. Traraa - mitten in der Mitte schwebt das Nebelchen! Bei geringerer Vergrößerung halte ich viele PN wohl für Sterne. Dann habe ich noch ein 15 mm Meade Super-Plössl, das ist dann das 'Weitwinkligste' was ich zu bieten habe (55 ° :(), ich finde die Bildqualität aber besser, als alle immer von Meade behaupten.
Die Justage klappt mit einem etwas modifizierten Baader-Laser (der eigentlich eine Farce ist) ganz Gut. Mit etwas Wissen über Optik kann man damit HS, FS und OZ hinreichen genau aufeinander abstimmen. Die Endjustage erfolgt am Stern - hier verpatze ich aber oft alles wieder.
Ich will mir auch einen neuen OZ holen (Crayford), für den Moment habe ich das Spiel durch die Positionierung einer einzelnen Lage Tesafilms gegenüber eines jeden der vier längs-Teflonstreifen etwas gesenkt.

viele Grüße,
Hector42

Udo_S
02.03.2005, 09:02
Hi Hector 42
Hab mich mal durch deinen Bericht gewühlt ;)
Schon sehr interessant was Du alles auffährst. Übrigens ist meine stabilere Montierungsalternative zur LXD 55, auch eine EQ 6 mit einer MTS3 SDI Steuerung. Leider konnte ich es bis jetzt noch nicht ausprobieren.
Deine Selbstbauprojekte hören sich gut an, scheint du hast dich ernsthaft mit der Thematik zu befassen. Allerdings bezweifle ich das unser Forum hier, dir mit speziellen Antworten dienen kann. Viele Praktiker hab ich hier noch nicht getroffen.
Als Weitwinkelokus habe ich die Speers Waler. Die Nagler sind mir echt zu teuer. Da ich mich ja auch mit der Astrografie versuche, muss man seine Kosten ja auch etwas einteilen. Auf 3 Stunde Blz kam ich aber bisher noch nicht, so 20 Minuten waren bis jetzt die längsten Blz. Zukünftig versuche ich die Astrografie noch etwas auszubauen. Dunkleren Standort suchen, und Nutzung der 1016mm Brennweite des 10" wären so die wichtigsten Ziele.
Allerdings möchte ich auch visuell weiter beobachten. Galaxien, Sternhaufen und Nebel für sich zu entdecken, ist immer wieder beeindruckend.
Goto nutze ich keines, hab mir Sternkarten ausgedruckt und finde es immer wieder spannend die Objekte mittels Starhopping zu finden. Mit der Zeit bekommt man Übung.
So das war es erstmal.
CS Udo S

Hector42
02.03.2005, 19:38
auch eine EQ 6 mit einer MTS3 SDI Steuerung

Ja, die Welt ist klein. Ich habe mal eine Strichspuraufnahme vom RA-Fehler der EQ-6 gemacht, da es hieß die Escap-Gertiebe könnten Linderung verschaffen. Habe es mit letzteren aber noch nicht überprüft. Vorheriger Fehler etwa +-30 ", ganz schön böse.

Was die Praktiker angeht, so wäre ich in anderen Foren wohl besser aufgehoben, aber mal sehen, vielleicht wirds hier ja doch was.
Durch das heftige Öffnungsverhältnis ist das 100 % ausgeleuchtete Bildfeld ein gutes Stück kleiner als das Kleinbildformat (ich habe zur Brennweitenverlängerung nur einen Foto-Telekonverter, der macht die Abschattung noch schlimmer), vielleicht hole ich mir einen übergroßen Fangspiegel. Vielleicht warte ich aber auch bis sich mein Traum einer CCD-Kamera erfüllt und passe die Größe des Fangspiegels an die Chipgröße an, um möglichst wenig and Kontrast zu verlieren. Bei einer ST-7 mit ihrem kleinen Chip wäre das wohl ein auffallend kleiner Fangspiegel. Ich hätte aber lieber eine ST-10 :D.



Deine Selbstbauprojekte hören sich gut an, scheint du hast dich ernsthaft mit der Thematik zu befassen.

Naja, Astronomie ist mein Lebensinhalt, was nicht bedeutet, dass ich permanent daran denke, aber es gibt schon Phasen, in denen ich Wochenlang über ungelegte Eier (z.B. CCD-Kamera) nachdenke. Wenn es dann viel später soweit ist kommt mir das zu Gute.
Das einzige, was ich gemacht habe ist, dass ich mir ein freeware Programm zur Berechnung von Spiegelzellen heruntergeladen habe (bei der hätte man das ja auch so gekonnt), auf 2, 3 Selbstbau Seiten war und mir Anregungen geholt habe (ich war immer der Meinung meine Konstruktion sei viel besser, soviel zur Arroganz - ich glaube das natürlich immer noch), die Idee mit den Wippen und dem Dreieck ist natürlich nicht von mir (nur die konkrete Umsetzung), das scheint Selbstbaustandart zu sein. Ich war allerdings der einzige, der verrückt genug war zwei Achtecke zu bauen (viele Schrauben und sehr aufwändig, sieht aber ganz cool aus): das Ganze Teleskop, besonders die Achtecke, ist voller Stahlschrauben (knapp 100 x M5 plus Mutter und so). Das wäre auch leichter gegangen (M4), ist etwas überdimensioniert. Bei einem größeren Selbstbauprojekt würde sich das stark relativieren, da die Schraubenanzahl prinzipiell gleich bleibt und ich denke auch bei einem 14-Zöller tun es zumeist M5 oder M6 Schrauben. Die Strukturelle Schwäche liegt mehr bei den Rohren und deren Befestigung, das muss man möglichst intelligent lösen.
Momentan glänzt der Alutubus noch schrecklich - das sieht zwar toll aus, ist aber wohl kaum erstrebenswert. Ich war an meiner alten Schule mal in einer 'Regenerative Energien AG', da haben wir einen Sonnenkollektor gebaut. Ich kam auf die Idee ihn mit einer Spezialfarbe zu bestreichen: matter Klarlack mit etwa dem gleichen Volumen an Aktivkohle. Das Zeug ist genial. (Und wieder ein Eigenlob :o.) Das werde ich für den Tubus auch verwenden, es ist nur recht schwer für einen Lack.
Ich baue die alten EQ-6 Motoren gerade an eine Vixen NP - nicht so ganz ernsthaft, mit Kardankupplungen aus dem Modellbau, einfach so dran. Sollte aber viel besser werden, als der komische Motor, der da voher dran war. Mit den tollen Steuerungen von dem bestimmten Herre kann man ja alles Steuern, was irgendwie als 'Schrittmotor' definiert ist.

Wenn Du willst kann ich Dir vielleicht ein paar astrofotografische Tipps geben oder wir könnten Fotos austauschen, will mich aber nicht aufdringen.
Ok, ich besitze wohl einen technischen Vorteil, aber Du hast das größere Instrument und vermutlich den dunkleren Himmel. Mit meinem jetzigen Instrument habe ich noch gar nicht so viele richtige Aufnahmen gemacht, meißt nur rumprobiert. Was ich letztes Mal geschrieben habe entspricht zwar der Wahrheit, es hört sich aber viel eindrucksvoller an, als es ist.
Ich würde so gern mal eine Galaxie fotografieren - selbst die Andromedagalaxie sieht bei der Lichtverschmutzung nicht so prall aus, auch wenn man hier einen den Umständen entsprechend sehr guten Himmel hat.



Allerdings möchte ich auch visuell weiter beobachten. Galaxien, Sternhaufen und Nebel für sich zu entdecken, ist immer wieder beeindruckend.

Vermutlich würde ich unter besseren Bedingungen auch mehr schauen, wie gesagt das mit den planetarischen Nebeln und der Goto ist ganz lustig, ich musste aufpassen nicht zu konsumieren, sodern mir der Einzigartigkeit und Erhabenheit jedes eizelnen Nebels im Bewusstsein halten. Dummerweise leuchtete mir dabei so eine Hg-Laterne ständig ins Auge. Jetzt steht hier eine mit Natrium (ich glaube eine mit höherem Druck) - besser. Angesichts des Lichtes sind die PN wohl die einzigen (deepsky) Objekte visueller Freuden, die ich hier genießen kann. Leider sind sie noch nicht bunt. Planeten mag ich nicht wirklich und meine Freundin wohnt in einer anderen Stadt :(.

viele Grüße,
Hector42

Udo_S
02.03.2005, 20:22
Hi Hector42
Überlegen was man noch alles gebrauchen könnte, ja das kenn ich. Bis man mal so alles zusammen hat, ist es ein weiter Weg. Vor allem in der Astrografie, zur Zeit versuche ich chemisch vorwärts zu kommen. Um die Bilder ins Netz zu bekommen, war ein Scanner fällig, so das ich mich zur Zeit auch mit dem Thema Bildbearbeitung beschäftigen muss. Digitale Aufnahmegeräte würden mich zwar auch interessieren aber die Kosten insbesondere für einen leistungsfähiges Laptop, welches ich mit ins Freie nehmen kann, schrecken mich schon ab.
Selbstbaumäßig hab ich nur meinen Einsteigernewton etwas mit Velorfolie verbessert, sowie eine Plattform für die Kameras gebastelt.
Am Schmidt-Newton traue ich mich nicht so recht dran, obwohl könnten Lüfter nicht schaden. Mal sehen.
Klar kannst Du mir auch Tipps geben, allerdings hab ich zur Zeit keine Fragen, da ich durch einen Unfall gehandicapt bin, kann ich keine astronomischen Aktivitäten durchführen. :( Hoffe aber in ein paar Wochen wieder fit zu sein.
Blöd das man hier keine Bilder einstellen kann das würde die Sache sicherlich interessanter machen. Bin auch bei www.deepsky.de aktiv, ich finde das Forum für Praktiker doch lohnender.
So muss Schluss machen, die "Regierung" kommt von der Arbeit. :D
CS Udo S

Hector42
02.03.2005, 23:26
Hi,

mein Vater hat einen Negativscanner, damit digitalisiere ich gerade alles. Der Flachbettscanner mit Durchlicht hat's nicht gebracht. Bei so einer guten Qualität lässt sich an dem ein oder anderen Bild sogar was mit CCD-Techniken drehen: den TP hyp. kann man relativ gut deconvolutionieren. Rauschfilter wirken auch etwas auf das Korn. Ich benutze 'Cadet' und 'Iris' beides freeware. nur bei der Deconvolution wirds bei den Kleinbildscans problematisch: der ein oder andere Algorithmus hat eine maximale Bildgröße und die bei denen es prinzipiell geht verlangen dann bei einem bild von 7000 x 5000 quadratpixeln natürlich nicht vorhandene 3 GB Arbeitsspeicher. Das Programm checkt das aber nicht und wird, nachdem es 100 Jahre später alle Swap-Dateien zugemüllt hat geschlossen. Aber bei einer ST-7 oder meinetwegen ST-10 hat man ja nich so riesige Bilder und die Deconvolution und die Filter funktionieren dann damit wohl erst so richtig.

Leistungsfähiger Labtop? Ich hab' mir meinen extra für das Tesleskop bei e-Bay besorgt, ist ein 333 MHz, tuts aber auch mit 166. Also das schnelle Bearbeiten von 7000 pixel x 5000 pixel 16 bit pro Kanal Bildern bekommt mein stationärer Comp (2,2 GHz, 7xx MB RAM) gerade so hin. Hast Du keinen starken stationären Computer, um das zu machen? Normal große CCD-Bilder müssten auch mit dem Labtop drin sein und das bloße Aufnehmen ist ja nicht schlimm, denke ich mal (kommt eher auf den RAM an, und davon hat er verhältnismäßig viel: 256 MB). Übrigens läuft auf diesem, meinem Labppi WinowsXP SP2 eigentlich ganz wunderbar, damit meine ich: nicht besonders langsam, es ist zwar schon langsam, aber sicher nicht langsamer als so mancher ungepflegte state-of-the-art Comp (die Pflege hats echt ins sich: einmal alle paar Monate defragmentieren und an sonsten einfach nicht unordentlich werden lassen, das ist mein Rezept für einen schnellen, fehlerarmen Computer). Ich mag das Ding fast mehr als den anderen Comp - das LCD ist so schön klar, macht trotz des Alters eine futuristische Atmosphäre, zusammen mit den Mac-Skins. Ihn benutze ich zum Arbeiten, den schnellen Comp zum Spielen, zur Bildbearbeitung und zum Rendern von 3D-Szenen und Animationen.
Ich werd' bis zum nächten Mal beim Link vorbeigeschaut haben, das mit dem Unfall und dass es gleich ein paar Wochen sind, ist natürlich betrüblich :(

Auch würde ich dem Admin sehr danken, wenn er in den Amateurbereichen Bilder erlauben würde - ich finde besonders hier macht das schon Sinn.

Viele Grüße von Hector42

Udo_S
03.03.2005, 09:22
Hi Hector42
Ein leistungsfähiger stationärer Computer, ja denn hätte ich gern. Meiner hat für Computer schon ein recht ansehnliches Alter erreicht. Die Bildbearbeitung mache ich auf dem Laptop meiner Freundin. Als sie neulich mal Bilder von zugefrorenen Laptops im Astroeinsatz sah, :eek: war das Thema erledigt.
Zugegebener Maßen möchte ich es aber auch nicht übertreiben. Alles Step by Step, da ich von EDV relativ wenig Ahnung habe und auch nicht immer die Zeit mich ausgiebig darum zu kümmern. Schließlich sehe ich auf den Dias ja auch schon was. ;) Es gibt nix schöneres als an trüben Wintertagen, im kuschligwarmen Wohnzimmer, die Dias auf der Leinwand zu betrachten.

Aber noch was zur visuellen Beobachtung, meine Grenzgrößen hier liegen so bei 5,0-5,4 mag. Ich tue mich da immer bissel schwer, weil die Augen auch nicht mehr so die allerbesten sind. Die Milchstrasse ist im Sommer recht gut auszumachen und die Andromedagalaxie kann man auch sehen.
Die LXD 55 verfügt ja auch über GoTo aber ich nutze es eigentlich kaum noch. Hab mir dafür Sternkarten ausgedruckt und fahre die Objekte mittels Starhopping an. Bei relativ einfachen Objekten ist man damit fast schneller als das GoTo, bei allen anderen ist es eine Herausforderung.
Was mich am GoTo immer stört, ist die Tatsache, das wenn das Objekt mal nicht auf Anhieb zu sehen ist, man keine Ahnung hat wo man eigentlich suchen soll. Bei relativ hellen Objekten ist es ja noch einfach aber bei schwachen Galaxien, die man nur noch indirekt erkennen kann, verliert man schnell die Übersicht. Durch die Karten habe ich jetzt immer einen Anhaltspunkt von den ich aus die Suche starten kann. Bis jetzt hat diese Methode immer gut funktioniert und ich hab mehr NGC Galaxien beobachtet als ich das jemals mit GoTo gemacht hätte.
Für die gefundenen Objekte solltest Du dir auf jeden Fall etwas Zeit nehmen, nicht wegen der Andacht, sondern wegen des besseren Erkennen der Einzelheiten. Da hilft eventuell das Zeichnen der Objekte. Auch mit indirekten Sehen lässt sich noch etwas herausholen. Ich hab es mir angewöhnt, meine Beobachtungen auf Band zu sprechen und später noch aufzuschreiben. Dazu hab ich mir noch Glossar erstellt um die Objekte besser zu beschreiben, also nicht eine schöne, hübsche, herrliche, sondern länglich, oval, strukturiert, von ost nach west verlaufend usw.
Ganz ehrlich meine Fähigkeit Einzelheiten zu erkennen oder überhaupt etwas zu erkennen hat seither zugenommen.
Wie überall, Übung macht den Meister.
CS Udo S

Hector42
03.03.2005, 23:31
Als sie neulich mal Bilder von zugefrorenen Laptops im Astroeinsatz sah, war das Thema erledigt.

Cool! Und: Wieso, haben die danach nichtmehr funkioniert? Mein PC (nicht der Labppi) ist mit mir schon durch Schnee und Regen gegangen (naja, nicht ganz so dramatisch, aber auch nicht falsch) und mehrmals ist mir eine Selbstbauwasserkühlung auf dem Motherboard ausgelaufen - beim Betrieb! Muss echt ein gutes Motherboard sein, hat sich einfach ausgeschaltet und nach Beseitigung der Lache (garnicht so einfach, bei all den kleinen Bauteilen) war alles wieder in bester Ordnung.
Allerdings ist der Labtopakku ganau in der Zeit kaputtgegangen, als er bei Minusgraden im Außeneinsatz war. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass ein Kausalzusammenhang besteht. Für die Monti benutze ich eh 1 bis 2 kleine Autoakkus (die bei dem Stromverbrauch quasi unendlich halten) - mit dem Spannungswandler könnte ich den Labppi dann auch ein paar Tage dauerbetreiben, egal wie kalt (naja, die Schwefelsäure dürfte nicht gefrieren, dann ist der Ofen aus).



Es gibt nix schöneres als an trüben Wintertagen, im kuschligwarmen Wohnzimmer, die Dias auf der Leinwand zu betrachten.

Da hast Du Recht, Dias betrachten hat seinen ganz eigenen Flair. Mein Vater war früher Hobbyfotograf, immer wenn die Familie kam gabs einen Diaabend. Hört sich langweiligan...war es eigentlich auch, aber hatte Atmosphäre - der Geruch der Leinwand...die im gleißenden Licht tanzenden Staubkörner...jaja, so war das.
Ich habe meine Negative in Diarahmen gefasst und in solche 'Klarsichtkästen' getan, sieht aber uberhaubt nicht toll aus, wenn man sie in den Projektor steckt. Ist meist eh nur s/w, wegen der Selbstentwicklung und dem besseren chemischen Verhalten. Ich versuche immer mehrere s/w-Bilder als Luminanz aufzunehmen und ein Farbbild als Farbkanal. Funktioniert bis jetzt ganz toll. Ich habe nur noch nicht so viele Farbbilder, dafür müsste ich ja raus aus der Stadt.

Die Grenzgröße hab' ich erst zweimal bestimmt, unter verhältnismäßig sehr gutem Himmel. Ich glaube es war so was um 4 bis 5 (habs nicht so ernst genommen) aber wohl kaum besser. Unter besten Bedingungen kann man hier die Milchstraße sicher erfassen, aber besonders hübsch ist sie nicht. Auch wenn man dann mit dem Teleskop in den Zenith blickt ist da ein riesengroßer Helligkeitsunterschied zwischen Okularrand und Himmel. Naja, 'riesengroß' ist natürlich sehr subjektiv. Die Adromedagalaxie ist meist zu erkennen, aber nur wenn man ganz genau und indirekt hinsieht.
Was das Goto angeht, so muss man erst immer etwas Eingeben, oder so. Das kostet natürlich grundsätzlich etwas Zeit. Also mit Handsteuerbox, oder Computer nimmt sich, glaube ich, bei mir nicht so viel. Aber die Goto Geschwindigkeit spielt in meinem fall kaum eine Rolle, ich habe sich nichtmal auf dem Maximum. Wenn mir jetzt in den Sinn käme M1 anzufahren, so würde ich den Nebel wohl in 10 bis 40 Sekunden erblicken - hätte ich eines der Steuergeräte bereits in der Hand. Kannst Du da auch mithalten :D? Das Teil ist völlig übermotorisiert. Sitzen da aber langezogene 20 kg auf der Monti sollte man es natürlich etwas ruhiger angehen.
Mit Starhopping habe ich es natürlich früher auch gemacht, bin aber nie richtig routiniert geworden. Ich benutze den Sucher kaum (ich sehe ihn meist als Ballast), sonder richte das Rohr eben meits einfach pi * Nase aus, wenn ich mal nicht das Goto benutze (mach aber soviel Spaß) oder initialisiere.



Was mich am GoTo immer stört, ist die Tatsache, das wenn das Objekt mal nicht auf Anhieb zu sehen ist, man keine Ahnung hat wo man eigentlich suchen soll.

In diesem Sinne gibt es nach dem Update für die Dynostar (und auch eine der MTS Versionen) eine Funktion, die mir erst einen Stirnrunzler entlockte, die man aber durchaus praktisch finden kann: Man kann Achterbahn fahren. Besser gesagt Spiralen um die Augenblickliche Position und damit sein Objekt finden. Jeder nach seinem Gusto! Geschwindigkeit, und alles Drum und Dran sind einstellbar, sodass das wirklich ziemlich gut funkioniert. Man kann Drehrichtung und Geschwindigkeit natürlich auch währen der Fahrt ändern. Ich kann es nur immer wieder sagen: das Ding ist genial...meiner persönlichen Ansicht nach.
Karten benutze ich ja auch noch, ich muss ja manchmal die Kamera orientiern und die richtige Position verifizieren. Die hab' ich ja im Labtop. Ausdrucke mache ich nicht mehr, die fliegen bei mir immer überall rum - unterm Bett...draußen im Wind...
Das mit der Beobachtungsgabe kann ich nachvollziehen, wenn jemand Jonglieren lernt, dann bilden sich in '3D-Hirnzentrum' auch neue Verknüpfungen und soweit ich weiß nach neusten Erkenntnissen sogar Neuronen! Ich habe früher mal versucht zu zeichen, ist aber immer schrecklich geworden. Auf die Idee mit dem Band bin ich auch schon gekommen - hört sich sehr professionell an und ist sicher auch eine der effizientesten Methoden der Beobachtung. Die Lage ist bei mir nur so: obwohl ich sehr wissenschaftlich bin, habe ich am Beobachten und Kategorisieren und so weiter wenig Interesse. Ich bin eher ein Ästhet und ein Träumer. Ich bin mir selber nicht sicher, ob mein - mich schon mein ganzes Leben lang begleitendes - Interesse für die Wissenschaft aus Ästhetik erwachsen ist, oder andersherum. Die Astrofotografie ist eine Art kanalisation und ein Ventil für meine Vorstellungskraft: Ich will das Universum sehen, das ich mir in meinem Kopf so ideal und schön vorstelle. Alle Bilder sind aber nur ein schwacher Abglanz dessen, was ich mir ersehne. Man könnte sagen der Wunsch das Gesamte Universum mit meinem Geist zu umfassen, gleichzeitig auf alle seine Ebenen, Quanten, Nebel, Suberhaufen blicken zu können alles zu sehen und zu verstehen, verzehrt mich...angesichts der Tatsache, dass dieses Ventil ebensogroß ist, wie ich im Vergleich zum Universum. Ich kann nicht akzeptieren hier auf so einer Erde zu sitzen und die Welt immer aus dem selben Blickwinkel zu sehen. Frei nach dem Motto 'Es gibt so viel zu entdecken'.
Äh, ja...jetzt bin ich ein bisschen abgeschweift. Indierektes Sehen ist mir wohl bekannt :), leider entziehen sich die Objekte mir dann aber etwas einer freudigen geistigen Exploration.
So eine Art Glossar habe ich seit neustem auch. Ich erstelle zu den Rohildern Textdateien in denen alles nötige steht, um die Aufnahmen einzuordnen und reproduzierbar zu machen, also mehr über Ausrüstung, Entwicklung und Vorgehensweise und erreichte Schärfe, aber natürlich auch etwas über Himmel und Ort - nur nichts über das Objekt an sich.
Hab' bei www.deepsky.de (http://www.deepsky.de) vorbeigeschaut, aber erstmal nur ganz oberflächlich - hab kaum Zeit, meine Forumartikel hier rauben mir in letzter Zeit den ganzen Tag (sind nicht viele, bin nur lahm). Macht einen guten Eindruck und ich bin interessiert mitzumachen. Wenn es dort Aufnahmen von Dir gibt, so werde ich sie finden :D. Ich kann ja mal schauen, dass ich Dir die besten meiner Bilder maile (Du hast hier doch irgendwie einen e-Mail Link, oder wie geht das?), kann aber ein, zwei Tage dauern und sind fast nur Rohbilder, welche ich dann aber ganz exklusiv zusammenstelle ;).

Ciao und bis denn...
Hector42

Udo_S
04.03.2005, 08:26
Hi Hector42
In 10-40 sec zu M1, oh das wird knapp, allerdings entwickelt man mit der Zeit eine gewisse Übung und diese will trainiert sein. Die EQ6 jetzt auf schnelles GoTo umzurüsten, würde auch wieder finanziellen Aufwand bedeuten. Allerdings ist mit dem Kauf der EQ mein Rahmen für dieses Jahr schon reichlich ausgeschöpft und der Kleinkram ist ja auch nicht billig.
Momentan würde ich auch nichts lieber machen, als das ganze mal ordentlich auszutesten, leider geht das aber nicht :( . Kribbeln in den Fingern tut es schon ordentlich.
1. die Genauigkeit der Monti prüfen. Dazu wollte ich mir den Jupiter ins Fadenkreuz stellen und ihn mal über längere Zeit beobachten ohne Nachzuführen. Außerdem ist bei Deepsky eine Methode beschrieben um fotografische Aufnahmen dahingehend zu untersuchen.
2. liegt bei mir noch die "Russentonne" die ich kurz vor meinem Unfall bei ebay ersteigert hab. Die würde ich natürlich auch gerne mal einsetzen.
3. Die Galaxien kommen langsam in gute Beobachtungsposition, die hätte ich auch gerne beobachtet.
Naja noch 4-5 Wochen wird es wohl dauern.

>Ich will das Universum sehen, das ich mir in meinem Kopf ideal und schön vorstelle.<
Verstehe voll und ganz. Man wünscht ich zwei 10 Meter große Pupillen und das man frei im Raum schweben könnte. Man kommt an den Rand unserer Galaxie und die Sterne lichten sich, wie die Bäume am Waldrand und dann schaut man hinaus in das Reich der Galaxien. Wunschvorstellung a la Udo S

Schön das du mal im Deepsky Forum vorbei geschaut hast, in der Astrogalerie unter Nebel findest Du einen Cirrusnebel von mir der ist aber noch nicht so toll. Viel Vorzeigbares gibt es noch nicht, das Scannen und Nachbearbeiten ist noch nicht so mein Ding. Außerdem geht es ja jetzt erst richtig los. Im vergangenen Jahr hab ich noch viel visuell beobachtet. Jetzt mit der neuen Monti wird es wohl auch mehr Fotoabende geben. Kannst wenn du da angemeldet bist auch Bilder in die Galerie einstellen. Ich finde wenn alle was davon haben ist das besser. Ach ja kleiner Test http://www.ds-src.de/4images/data/media/3/img038.jpg

Mal sehen ob es geht.
CS Udo S

Hector42
05.03.2005, 05:54
In 10-40 sec zu M1, oh das wird knapp, allerdings entwickelt man mit der Zeit eine gewisse Übung und diese will trainiert sein. Die EQ6 jetzt auf schnelles GoTo umzurüsten, würde auch wieder finanziellen Aufwand bedeuten.

Ja...wie schon gesagt: jeder nach seinem Gusto! ;)



1. die Genauigkeit der Monti prüfen. Dazu wollte ich mir den Jupiter ins Fadenkreuz stellen und ihn mal über längere Zeit beobachten ohne Nachzuführen. Außerdem ist bei Deepsky eine Methode beschrieben um fotografische Aufnahmen dahingehend zu untersuchen.

Ich habe mir das da noch nicht so genau angesehen. Ich habe bei mir einfach auf die Plejaden draufgehalten (also Fotografisch meine ich), mit 20 ° (?) verstelltem Azimut, bis die Schnecke ein, zwei mal rum war. Danach das Bild vermessen.



2. liegt bei mir noch die "Russentonne" die ich kurz vor meinem Unfall bei ebay ersteigert hab. Die würde ich natürlich auch gerne mal einsetzen.

Russentonne...ja, höre nur Gutes über diese Dinger. Ich mag solche Systeme aber nicht wirklich: Maksutov, (Schidt-)Cassegrain und so weiter, die sind alle so lichtschwach. Wenn ich was scharfes, lichtschwächeres möchte, dann würde es schon ein Fluorit-Apo werden müssen - bin halt Perfektionist. Den habe ich natürlich aber auch schon im Kopf...wenn ich das da alles so zusammennehme komme ich so auf etwas in der Größenordnung von 20 000 Euro. Und ich habe zudem noch nie gearbeitet. Keine Ahnung, wie es sich entwickelt. Reisebedürfnisse habe ich jedenfals nicht, das spart schomal Geld, essen tu' ich auch fast nichts...und eine Auto??? hab' immernoch Hemmungen den Führerschein zu machen, also: andere holen sich ein Auto, ich hol' mir dafür eine feine Sternwarte...wenn das mal so einfach wäre. Und ich werde es sicher nicht bei diesen Instumenten belassen Wollen. Wenn ich später wirklich viel Geld haben sollte, wird immernoch jeder freie Cent in die Astronomie gesteckt...oder das Haus, dass muss ja auch meinen hochästhetischen Ansprüchen genügen.



3. Die Galaxien kommen langsam in gute Beobachtungsposition, die hätte ich auch gerne beobachtet.
Naja noch 4-5 Wochen wird es wohl dauern.

Ich könnte jetzt nachschauen, welche ungefähr Du meinst, aber wozu sind wir hier, wenn nicht zum reden? Wenn ich einen ersten Blick auf meine Astrosoftware werfen würde, dann wäre da der Ganze Himmel voll. Welche meinst Du also...die im Löwen (kann nur wenige Sternbilder auf anhieb einer Jahreszeit zuordenen)?



Man wünscht ich zwei 10 Meter große Pupillen und das man frei im Raum schweben könnte.

Tja, das mit den Pupillen vergessen die meisten Nichtastronomen. Ich hab den Film 'Contact' sehr gemocht, nur schade, dass das hübsche Fräulein solche Riesenglubscher gebraucht hätte um das alles so zu sehen :eek: , hihi. Wenn es die Technik gibt, um an solche Orte zu kommen, dann wird man sein Hirn aber sicher auch an entsprechende Sensoren linken können, oder so. Ganz besonders starke Gefühle kamen in mir aber auf, als ich das HubbleUltraDeepfield mal unter die Lupe nahm. Hochgerechnet sind darauf etwa 10 000 oder 100 000 Galaxien zu sehen - weiß nicht mehr so genau. Die waren alle so einzigartig und so viele einzigartige Galaxien in einem so kleinen Himmelsausschnitt. Ich wäre gern einmal in jeder einzelnen auf dem ein oder anderen Planeten, und sei es mit meinen bloßen Augen, dass ich diese ganz speziellen Milchstraßen dieser Planeten aus dieser Perspektive sehe. Jetzt fang ich schon wieder an damit! :o

Jupp, der Link funktioniert. Hast eigentlich Recht mit der Galerie, dann komm ich mir aber so verloren vor. Nichts für ungut. Ich hätte da noch die ein oder andere Animation in peto (Venustransit (zum Copyright: der ist eigentlich von meiner Freundin (*stolz*), ich musste zur Schule), Merkurtransit und Machholz), kann man da sowas auch reinstellen?
Zu Deinem Zirrusnebel: Naja, ich sage immer ganz direkt, was ich Denke, also ziemlich unrelativiert. Ich denke, dass man das nicht gerade als unglaublich strukturiert bezeichnen kann, *hehe* (mir gehen die Smileys aus), aber was solls, Du hast mich damit quasi schon übertrumpft. Um mal wieder ganz direkt und schonunglslos zu sein: die Bilder, die ich so in letzter Zeit mache finde ich schon recht toll und sie sind wohl auch hübscher, als dieses Deinige (ich will Dich auf keinen fall entmutigen - sag', dass ich taktlos bin, das bekomme ich öfter zu hören, aber ich will nicht schaden), aber erstens mache ich das ja auch schon länger und zweitens habe ich mehr Zeit...drittens bin ich gesegnet mit materiellen Dingen (leider nur diese), dank meiner Elten...und viertens...ist es eigentlich doch garnicht so übel. Ich habe mich an das Ding noch nicht rangetraut (hab's aber im Kopf) und schon garnicht in farbe. Heh, Du solltes mal meine ersten Aufnahmen von Orionnebel sehen, durch einen 'Kaufhausreflektor' ohne überaupt ein 100 % ausgeleuchtetes Bildfeld. Da sieht es besser aus, wenn ich mit einer Zahnbürste Farbe auf das Papier spritze und meinen Nase darauf drücke! :D

Freue mich auf nächstes Mal...ciao!
Hector42

Udo_S
05.03.2005, 11:40
Hi Hector42
Jo, im Löwen geht es mit den Galaxien los (M65/66, NGC 2903, M95/96) usw.
Wenn du vom östlichsten hellen Stern im Löwen (beta Leonis, Denebola) im Sucher langsam nach Osten steuerst, sollte dir irgend wann eine T-förmige Sternfigur ins Auge fallen. Von da aus geht es mitten rein in den Virgohaufen, genial sag ich da nur. Schon um das "T" finden sich M98,99,100 sowie zahlreiche NGC's. Von da aus ganz du Galaxienhopping betreiben, da hab ich schon mit meinem Einsteigernewton mit 4,5" schon einiges gesehen.
Als Tipp, ich verwende den "Deep Sky Reiseführer" vom Oculum Verlag zum Herausfinden der Objekte. Neben dem Virgo und Comahaufen sind noch zahlreiche andere sehenswerte Galaxien über dem Himmel verteilt.

Zur Fotokritik :D Ich kann damit leben, schließlich merke ich wie die Bilder besser werden. Der Cirrusnebel wurde 10min belichtet bei Blende 5,6. Nachgeführt auf der noch wackligen LXD 55, da war noch der 10" als Leitrohr drauf. Ich bin schon immer froh, wenn die Sterne punktförmig sind. Das Nachführen ist nicht einfach. Zehn Minuten auf halb acht Stellung am Okular einen Stern versuchen im Ziel zuhalten, kann gannnzzz schöööönnn lang werden. Die kleinen Erfolge sind es die mich vorwärts treiben. Ich fände es furchtbar ein Bild zu machen und nicht mehr zu wissen was ich noch besser machen könnte.
Zur Bestimmung des Schneckenfehlers befindet sich auch eine Anleitung im DSforum. Werde ich auf jeden Fall ausprobieren.
Ja, ne schöne Ausrüstung kann teuer sein aber ich finde es toll auch mit wenig Mitteln viel zu erreichen, das spornt mich richtig an.
Hoffentlich können sich andere User, etwas Anregung in unserem Dialog finden. Vielleicht kriegen wir hier ja doch noch ein paar Beobachter zusammen.
CS Udo S

Hector42
05.03.2005, 20:44
Hallo!

Ich werde zu gegebener Zeit mal genau das machen, was Du mir da aufgeschrieben hast, wird bei meiner Lokalität aber wohl noch 2 Monate oder mehr dauern (im Osten steht ein Baum...und ein Hochofen, welcher öfter den halben Himmel in orangenes Licht tauch. Das ertste mal als mir der aufgefallen ist dachte ich an einen Meteoriteneinschlag - und dann war da noch ein Beamer, der mich an Aliens denken ließ :mad: . (also nicht wirklich)
Ich habe auch schonmal versucht mitten in soeinen Galaxienhaufen einzutauchen (Comahaufen), habe aber nix gesehen :( . Und Du meinst das mit dem Löwen funktioniert auch bei meinem 4 m Himmel? Wäre bestimmt toll! Den "Deep Sky Reiseführer" kenne ich, ist nicht schlecht.

Naja, mir ist später erst aufgefallen, dass Du wohl kaum durch Deinen 10-Zöller fotografiert haben kannst, dafür waren die Sterne zu groß und zu rund. Ich habe auch schonmal den Nordamerikanebel mit einem Fotoobjektiv aufgenommen, war allerdings nicht so toll, aber besser, als mit den damaligen 'Kaufhausteleskopen'. Heute benutze ich diese Bilder als Farbkanal...ich könnte das s/w-Bild allerdings auch einfach rot einfärben, das würde wohl besser aussehen :rolleyes: . Und 10 min bei Blende 5,6, da kann man nicht meckern. Wenn ich es also relativiert betrachte: doch ganz gut geworden.



Zehn Minuten auf halb acht Stellung am Okular einen Stern versuchen im Ziel zuhalten, kann gannnzzz schöööönnn lang werden.

Jaaa, einfach ist das nicht. Naja, wenn man jung ist gehts wohl noch besser :) . Stell Dir mal vor das 180 ' lang zu machen, das sind auf der Dynostaranzeige 10800 langsame Sekunden! Bei der unvorhersagbaren EQ-6 muss das schon sein. Auch die komplitzierte Messplatte des Baader-Okulares verschwimmt einem dann vor den Augen, ganz zu schweigen davon, dass sie sich 'einbrennt': wenn man ständig auf den Leitstern starrt, dann verschwindet nach einer Weile das gesamte Bild. Es ist als würde man langsam Blind werden. Also: möglichst indirekt gucken und die Position ständig wechseln, dann kann man öfter auch mal wieder direkt draufschauen.



Ja, ne schöne Ausrüstung kann teuer sein aber ich finde es toll auch mit wenig Mitteln viel zu erreichen, das spornt mich richtig an.

Ja, ist vermutlich das selbe Gefühl, das ich ein bisschen bekomme, wenn ich mir klar mache, dass das Teleskop durch das ich gerade die Saturnringe erfahre im Prinzip total einfach aufgebaut ist und trotzdem so toll ist und Freude macht.

Ich hätte da noch eien Tip (der aber fast schon selbstverständlich ist): Falls man am Teleskop rumbastelt sollte man den Haupspiegel immer nach oben drehen, wenn man keine lust hat ihn ganz in Sicherheit zu bringen. Ich nehme es damit nicht so genau und halte mich oft auch nicht an diesen meinen eigenen Tipp, was mir zwei nette Schrammen beschert hat, da mir die massive Okularhalterung auf den Spiegel geknallt ist - au, das hat gescheppert. Hätten die von GSO nicht die 'extra-dick' Ausführung verwendet, um die unintelligente Lagerung auszugleichen wäre er vielleicht zerbrochen (wieviele Jahre Pech bekommt man wohl für einen kaputten Teleskopspiegel?). Am Fangspiegel ist auch schon etwas abgeplatzt. Aber keine Panik, als Perfektionsit war ich darüber natürlich höchst betrübt, ich kann jedoch nicht behaupten, dass mir diese Macken auf Fotos oder beim Beobachten auffallen würden. Eine Aufregung ist also sinnlos.

Hab' letzte Nacht ein kleines Experiment gemacht: Orionnebel mit H-alpha-Filter und einem Fuji Neopan 100 Film (den pushe ich immer auf 400, merkwürdig: im Mikroskop gibts beim Korn keinen Unterschied!). Der Film ist ganz nett, und der doch recht Kluge Verkäufer (immerhin wusste er, was magnitudo bedeutet) meinte er würde für Astroaufnahmen bestimmt der beste Film aller Zeiten werden (so ungefähr) - das hab' ich ihm aber natürlich nicht abgenommen. Habe damit schon einiges auf Korn genommen, eigentlich doch nicht so schlecht. Er hat einen guten Schwarzschildexponenten und zudem einen extra hohen Kontrastausgleich - frag mich nicht, wie das zusammenpasst. Also 30 ' bei f/8 auf M42 (ohne Filter) sah schon sehr gut aus (oder waren es 60 '???): netter Außenbereich und kein ausgebranntes Zentrum. Das Belichtungsverhalten ist also irgendwie ganz gut, aber auf keinen fall linear! Naja, das nächtliche Experiment ist, wie erwartet, schlecht ausgefallen. Der Technical Pan hat ja eine erweiterte Empfindlichkeiet bei H-alpha, aber alle anderen Filme nicht, die machen es schon bei 600 nm nicht mehr so richtig. Es geht also immernoch laaange nichts über den guten alten TP hyp. und der Verkäufer wollte mir das nicht glauben, ist schon denkwürdig. Es ist Monatsanfang, solange noch Geld auf dem Konto ist bestelle ich lieber noch zwei TPs bei 'Astrofilm'. Letztes Mal wusste ich nicht, dass man die nicht mehrmals einfrieren darf. Jetzt werde ich die Teile in 1 - 2 Aufnahmen große Streifen zerschneiden und irgendwie getrennt einfrieren, dann habe ich auch was davon.
Oh, nochwas: ich habe öfter schonmal Tests gesehen, die den 'Kodak Farbwelt 800' als sehr gut astrotauglich darstellen. Das ist völliger Humbug, woran haben die denn da getestet, bestimmt nicht am Nachthimmel. Wieder mal mein Lieblingsobjekt Nordamerikanebel: 60 ' f/4 ließen dessen hellste Stelle etwa so aussehen wie Deinen Zirrusnebel, nur viel kleiner und viel schlechter - eine Rote Banane! Der Rest des Nebels - soetwa 95 % des eigentlichen - war ganz schwer auszumachen und dunkelbrilliantblau!!! Ich glaube der Film schaltet so nach 10 bis 20 Minuten Blz. 'ab'. Meiner Ansicht nach ist der eine totale astrofotografische Katastrophe. Orionnebel mit f/4 geht aber, glaube ich. Nur, falls Du auch mal auf die Idee kommen solltest.

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
05.03.2005, 22:05
Hi Hector42
Probier das ruhig mal aus mit dem Löwen. Obwohl ich mir jetzt nicht ganz sicher bin ob das "T" auf dem Kopf steht oder richtig rum. Ein 4'er Himmel ist natürlich schlecht, allerdings hab ich die genannten GX auch mit einem 4,5" schon gesehen, mit 10" war es natürlich der Hammer.
Mit den Filmen bist du ja ganz schön experimentierfreudig, wie ich gehört habe soll ja der TP nicht mehr hergestellt werden, also schnell noch ein paar auf Eis legen. Beim Kodak Farbwelt 800 hat man ja schon vor Jahren die Emulision geändert, so das er nicht mehr zu gebrauchen ist.
Persönlich verwende ich den Kodak Elitechrome 200 und den Fuji Provia 400F, wobei ich wenn es mit der Monti gut läuft auf den Kodak Ektachrome 200 umsteigen will. Der ist zwar teurer aber auch noch etwas besser.
Dein heller Himmel ist natürlich nicht unproblematisch, daher der H-alpha Filter und die langen Aufnahmezeiten? Drei Stunden klingen ja respekteinflössend. Da ich meine Filme mangels Ahnung im Ganzen entwicklen lasse, würde es ja Ewig dauern bis da mal einer voll wäre.
Naja 5,3mag sind auch nicht gerade ideal, vielleicht suche ich mir noch einen dunkleren Standort. Allerdings ist es auch angenehm, wenn man alles nur um die Ecke tragen muss.
Bis ich durch das große Rohr fotografiere wird es wohl auch noch etwas dauern. Das Rubinar Objektiv 5,6/500 wartet ungeduldig auf seinen Einsatz und ich möchte damit erstmal ein paar Erfahrungen sammeln in Punkto Nachführung und Fokussierung. Sollten trotzdem schon ein paar schöne Aufnahmen werden.
Mit großer Bestürzung mußte ich von deinen Missgeschicken lesen, es wird ja schon als "Todsünde" gehandelt über den Spiegel trocken drüberzuwischen. Als ich meinen OAZ tauschte, war das auch Anspannung pur. Vielleicht kommen an den 10" noch Lüfter, da werde ich Spiegel und Schmidtplatte vorsichtshalber ausbauen. Schief gehen kann aber immer was, offene Okularkoffer deren Inhalt man dann auf den Boden verteilt oder beim reinigen der Okus als mir plötzlich das Isopropanol zwischen die Linsen geraten ist. :(
Hoffe wir bleiben zukünftig von solchen Dramen verschont.
CS Udo S

Hector42
06.03.2005, 00:39
Hi!

:eek: Waaaas muss ich da über den TP hören? Was für eine Hiobsbotschaft! Meine Ansichten über diese Gesellschaft werden immer schlechter :( . Also, das versteh ich aber nicht so richtig. Ok, es gib nicht so viele Astrofotografen wie Ottonormalverbraucher, aber erstere verwenden zu einem sehr hohen Prozentsatz diesen Film. Außerdem taugt er ja noch zu Anderem. Werden wohl in diesen anderen Bereichen auch durch Digitalkameras ersetzt, oder? Die können doch aber in Punkto Trennschärfe gerade dem TP doch immernochnicht das Wasser reichen, oder? Rentiert sich das für Kodak wirklich nicht mehr? Och man, dabei habe ich doch noch nicht mal richtig angefangen :( . Ich glaub' ich bunker dann doch ein paar Filmchen mehr.
WHAA, PANIK!
...naja, wenigsten ist es jetzt gewiss: so schnell wie möglich eine SBIG anschaffen!



Beim Kodak Farbwelt 800 hat man ja schon vor Jahren die Emulision geändert, so das er nicht mehr zu gebrauchen ist.
Persönlich verwende ich den Kodak Elitechrome 200 und den Fuji Provia 400F, wobei ich wenn es mit der Monti gut läuft auf den Kodak Ektachrome 200 umsteigen will.

Ah, nun geht mir ein Licht auf, warum die Tests nicht zur Praxis passen. Das, was ich vom Ektachrom so alles gesehen habe (hier kann man ja auch schon sagen: der gute alte) ist fabulös. Ich würde sagen es ist der TP der Farbfilme. Super schnell bei roten Nebeln. Oder verwechsel ich das jetzt mit der Negativversion?



Dein heller Himmel ist natürlich nicht unproblematisch, daher der H-alpha Filter und die langen Aufnahmezeiten? Drei Stunden klingen ja respekteinflössend. Da ich meine Filme mangels Ahnung im Ganzen entwicklen lasse, würde es ja Ewig dauern bis da mal einer voll wäre.

Jau, naja und genau.
Ohne Filter mit f/4 sieht ein s/w-Negativ auf Entfernung schon ziemlich schwarz aus - so ab 20 ' Blz.. NGC7000 mit Filter und TP hyp. unter meinem Stadthimmel sieht weit besser aus, als mit Fuji Neopan Acros und ohne Filter aus dem Wendland! Dort war ein beeindruckender Sternenhimmel. Aber diese lange Belichtungszeit ist nicht unbedingt nötig. Sieht auch nach 60 ' schon ordentlich aus und bei der Länge klappts auch mit der Nachführung. Das 3 h Bild hat zwar auch seine Qualitäten, aber ich benutze es nicht, ist eher Müll. Ich würde soeine lange Belichtungszeit nocheinmal ausprobieren, wenns dann nicht klappt sollte ich wohl mehrere 60 er addieren oder mitteln, aber dabei bleiben schwache Strukturen unerfasst - wirst Du ja hoffentlich bald sehen.
'Naja', weil: Musik an, hinsetzen, mundhalten, durchgucken. So einfach ist das - man darf nicht daran denken wie lange es wohl noch dauert, oder wie viel man schon hat (naja, ich hab' mir die Zeit vertrieben, indem ich das doch hin und wieder gemacht habe, nämlich Sekunden in Minuten oder Stunden Umrechen oder Prozent oder einen Bruch, usw.). Hab mich von Lied zu Lied gehangelt. Ohne Metallica und konsorten hatt' ich es vermutlich nicht durchgehalten, wer weiß. Aber scheinst wohl Recht zu haben, hab' noch nie eine einzelne Aufnahme gesehen, die läger als 3 h belichtet wurde, meist viel weniger. Trotzdem: ich bin damit nicht zufrieden. Damit die Trennschärfe des Teleskopes genutzt wird (und die der Atmosphäre) müsste ich eine 2x-Barlow dazwischenklemmen und Du weißt ja, was das bedeutet. Wenn man es ganz genau nimmt sogar über 16 (!) Stunden, denn ich habe errechnet (ausgehend von dem 60 ' Bild und unter der Annahme von Linearität), dass eine etwa 85 % Schwärzung durch die hellste Stelle des Nebels eigentlich 4 h Blz. erfordert. Da kam nur ein Gebäude dazwischen. Die Staubfronten und -rüssel, die in dem Nebel sind haben es mir ganz besonders angetan, mit TP und Filter kommen die schon ganz gut raus, aber Du solltest mal sehen, was die mit den SBIG-Kameras da herausholen...nein, besser nicht, das führt entweder zu Depressionen oder zu Geldarmut. Als ich das erste Mal in deren Gallery war sind mir die Augen rausgekullert. Ich hätte bis dato nicht für möglich gehalten, das Amateure Aufnahmen machen können, die denen vom Hubble kaum nachstehen - zuweilen auch mit 8- und 10-Zöllern, das macht anscheinend kaum einen Unterschied. Scheint wirklich mehr an der Kamera zu liegen. Ich war total baff. Wenn Du mal Deinen galaktischen Träumen nachhängen willst und keine Angst vor unglaublich heftigen Amateurbildern hast, dann solltest Du mal bei www.sbig.com vorbeischauen ('image calendar'). Mein Galaxiefavorit: M31 von Rob Gendler, ansonsten eben die Staubfronten in NGC7000. Da gibts aber noch viel mehr.
Ja, auch das ist das Problem mit dem Einfieren und auftauen vom TP. Hoffentlich geht das mit dem Zerschnipseln, die müssen ja auch trocken sein. s/w-Material zu entwickeln ist wirklich ganz einfach, die ein oder andere Lösung ist aber schon abgelaufen, bevor damit 5 Bilder behandelt wurden. Dafür habe ich mein Resultat immer 30 ' später und wenn ich es mal versieben sollte, dann rege ich mich wenigstens nicht so doll auf. Ich hätte auch vor Farbentwicklung wenig Angst, aber das lohnt nun wirklich nicht, angesichts der digitalen Revolution und dem Fakt, dass ich schon verreisen müsste um gute Farbaufnahmen zu machen.



Allerdings ist es auch angenehm, wenn man alles nur um die Ecke tragen muss.

Mir reichts schon, dass ich das Zeug nur hoch und runter tragen muss - bin nicht gerade der stabilste. Besäße ich ein Auto, könnte ich es im Kofferraum belassen. Aber der Traum ist ja eh eine Sternwarte.



Bis ich durch das große Rohr fotografiere wird es wohl auch noch etwas dauern. Das Rubinar Objektiv 5,6/500 wartet ungeduldig auf seinen Einsatz und ich möchte damit erstmal ein paar Erfahrungen sammeln in Punkto Nachführung und Fokussierung.

Wenn man es nachrechnet, dann müsste die Fakussierung schon mikrometergenau sein. Ich fokussiere einfach einen hellen Stern auf die Mattscheibe. Manchmal geht es schief. Mit dem H-alpha Filter werden die Sterne dann zu kleinen Kreisen, das ist ganz gut, der absorbiert nur so viel Licht, dass man nicht viele Sterne zum Fokussieren benutzen kann. Wega war schon fast schwierig, angesichts dieser Laterne. Beteigeuze ging aber ohen Probleme - ist ja auch rot. Messerschneide funktioniert auch ganz gut (einen tuck besser, als Mattscheibe), ist aber bei mir nicht praktikabel. Und das mit der Scheinerblende habe ich irgendwie nicht ganz hinbekommen.



es wird ja schon als "Todsünde" gehandelt über den Spiegel trocken drüberzuwischen.

Tja, wie gesagt, ich bin da nicht so zimperlich, aber versuche es natürlich zu vermeiden. Der Respekt vor solchen Dingen geht bei mir schnell verloren, wenn ich erstmal angefangen habe daran rumzubasteln. Ich glaube dass die mit Edding geschwärtzten Schrammen so viel einfluss auf die optische Leistung haben. Die kleinere liegt auch im FS-Schatten.
Beim Schmidt-Newton hätte ich auch erstmal Respeckt, hatte ja noch nie eine Schmidtplatte in der Hand.
Die Okus baue ich auseinander und reinige sie mit milder Cremeseife, wenn sie arg verfettet sind, sonst mit Optikreinigungslösung (dürfte etwa das gleiche sein). Dann kommt ein Klarspülgang mit kaltem Leitungswasser und anschließen eine Überspülung mit demineralisiertem Wasser. Nach Trocknung im Badezimmer (gekachelt, kein Staub) geht es an das Zusammenbasteln. Weiß nicht wie schonend die Seifen sind. Und ob ich Weitwinkelokulare auseinanderbasteln würde muss ich mir dann auch erstmal überlegen. Höchstwahrscheinlich ja. Kommt alles auf die Qualität der Dinge an.

Mir ist da noch eine andere Idee im Bezug auf Bilder und Inetnet gekommen. Ich wollte wich schon immer mal so richtig mit einer Homepage profilieren können. Bei GMX hab' ich ja schon eine e-Mail Adresse. Da kommt dann alles auf die Homepage. Fraglich ist nur ob die 10 MB bei GMX dafür reichen, und ob die für 3 Euro im Monat rumspammen. Das mit deepsky.de überlege ich, mir aber immernoch.

Viele Grüße,
Hector

Udo_S
06.03.2005, 09:53
Hi Hector
Tja von einer Linearität bei der Belichtungszeit des Films kannst du aber nicht ausgehen, da du ja den Schwarzschild Effekt völlig außer acht lässt. Soll heissen Belichtungszeit und Schwärzung des Filmes verhalten sich zueinander nicht linear. Irgend wann macht es keinen Sinn mehr länger zu belichten.
Hab mir die sbig-Seiten mal angesehen, das ist schon faszinierend.
Mittlerweile bin ich da aber wieder Realist geworden und kümmere mich wieder um meine Möglichkeiten. Um das Potenzial dieser Kameras voll auszuschöpfen ist eine Sternwarte schon Pflicht. Klappt wohl höchstens nach einem Lottogewinn.
Zum Fokussieren will mir ein Kumpel einen Distanzring drehen, der genau dem Auflagemaß meiner Kamera entspricht, mit dem Ring wollte ich mittels Messerschneidemethode scharf stellen. Bin mal gespannt ob dies funktioniert. Leider sind die Mattscheiben meiner Kameras nicht optimal und zum fokussieren nicht zu gebrauchen, eventuell bastel ich mir noch eine Scheinerblende sollte zumindest beim 10" was bringen.
Ach ja, Diafilme haben die Endung "chrome", Farbnegativfilme "cholor".
Der Ekta-und Elitechrome 200 von Kodak und der Fuji Provia 400F sollen ja zur Zeit die besten Farbdiafilme sein. Hoffentlich werden Sie nicht eingestellt, die Industrie hat die Weichen auf Digital gestellt, ich glaub da ist es egal ob mit Filmmaterial noch bessere Ergebnisse erzielt werden oder nicht. Analogen Kameras wird wohl dasselbe Schicksal beschieden sein, wie analogen Schallplattenspielern, Videokameras und Uhren.
Aber jammern hilft nix. Noch habe ich ja noch ein paar Filme auf Vorrat und solange die mir jemand entwickelt ist alles i.o.
Optik reinigen, das ist wohl auch ein Forum für sich. Hab da schon einiges verfolgt. Neulich hab ich ein Buch über das Spiegel schleifen gelesen und die erforderlichen Genauigkeiten. Danach hast du Angst vor jedem Fussel. ;) Man kann sich aber auch selber verrückt machen.

CS Udo S

Hector42
06.03.2005, 17:40
Hallo!



Tja von einer Linearität bei der Belichtungszeit des Films kannst du aber nicht ausgehen, da du ja den Schwarzschild Effekt völlig außer acht lässt. Soll heissen Belichtungszeit und Schwärzung des Filmes verhalten sich zueinander nicht linear. Irgend wann macht es keinen Sinn mehr länger zu belichten.

Klar, weiß ich doch alles ;) . Ich würde niemals auf die Idee kommen 3 h mit einem anderen Film als dem TP hyp. durchzuziehen, denn dieser ist im Vergleich zu anderen Filmen schon ziemlich linear, das hat mir der vergleich der 180 ' und 60 ' Bilder auch gezeigt und darum lässt er sich als einziger auch halbwegs gut dekonvolutioniern - das funktioniert nur 100 % ig bei Linearität. Beim neuen Farbwelt 800 hat wohl die rot-Schicht einem ganz besonders bösen Schwarzschildexponenten.



Klappt wohl höchstens nach einem Lottogewinn.

Ach, nicht doch so negativ :) ! Ein Astrokumpel von mir hat sich eine Rolldachhütte gebaut, ganz schnuckelig und garnichtmal so klein. Hat lediglich ein, zwei Tausender hingeblättert (ich glaube DM). Wenn man so heimwerkerisch begabt ist, wie der Durchschnittsdeutsche, dann ist das eigentlich kein Problem das selber zu machen, und wenn nicht, dann hat man ja noch Freunde :) . Mich als Perfektionist hat natürlich gestört, dass das Teil genagelt, nicht geschraubt ist - aber ich finde ja immer was, was mich stört. Tornadofest muss es ja nicht sein.



...mit dem Ring wollte ich mittels Messerschneidemethode scharf stellen.

Ich habe einen Mikroskopie-Objektträger hinter die offene Kamera in die Filmebene geklemmt. Der war mit allerlei test-Messerschneiden versehen (Eddingstriche, Alufolie, Kratzer - hab letztendlich die Folie als am besten befunden, weiß aber nicht wie gut das absolut gesehen ist). Aus diesem Grund mach ich das auch nicht. Ich kann ja nach dem Fokussieren keinen abgeschnittenen Filmstreifen in die Kamera legen ohne diese wieder abzubauen und mit in die Dunkelkammer zu nehmen. Und auch wenn der Fokus festgeklemmt wird versuche ich das Teil dann nichtmehr anzufassen. Ich glaube allerdings das die Klemmung von diesem Okularauszug meine eingestellte Position immer ein bisschen verschiebt.
Was in dem Zusammenhang auch interessant ist: die Sternengrößen (ich meine: echter Durchmesser auf dem Negativ) unterscheiden sich wenig, ob ich nun mit 800 oder 1600 mm Brennweite Fotografiere. Sie scheinen also lediglich durch ihr eigenes Streulicht größer zu werden - auch die ganz schwachen. Wenn ich den Fokus nicht treffen würde, dann müsste ich ja keine solche Regel aufstellen können, oder? Dann müßte es mit den Sterngrößen ja kreuz und quer gehen - die sind bei gleicher Brennweite aber immer fast die gleichen.



Ach ja, Diafilme haben die Endung "chrome", Farbnegativfilme "cholor".

Jupp, wusste nur nicht, ob ich an den 'Ektachrome' oder den 'Ektacolor' gedacht habe. Glaube aber schon, dass es der Diafilm war.



Analogen Kameras wird wohl dasselbe Schicksal beschieden sein, wie analogen Schallplattenspielern, Videokameras und Uhren.

Weißt Du, ich finde den Style dieser Nikon FE, die mir da zur Verfügung steht schon ziemlich cool. Ich kann nicht verstehen, wie man so eine Kamera von heute hübscher finden kann. Mein Vater hat da zwei neuere (auch eine Nikon D100 (Digital), aber für Langzeitaufnahmen überhauptnicht geeignet). Die sind so...rund...und diese Objektive...viel Plastik, macht alles einen weniger soliden eindruck als der 'old-style', ist auch nicht so zeitlos elegant. Die ganzen Funktionen (eigentlich bin ich ja ein Technik-Freak, aber hier sieht's anders aus) sind sicher für normale Fotografen gut, unsereins braucht davon ja kaum was. Und ratz fatz ist bei denen auch die Stromquelle leer. Jetzt musste ich doch wieder jammern.

Sag' mal, ich habe mir da so einige Gedanken über die eigene Homepage gemacht, würdest Du als Besucher HTML besser finden (wäre eher konventionell und einfach), oder Flash (wäre sehr verspielt, ich würde die Illusion eines Raumschiffcockpits aufbauen, oder so)? Es gibt da so viele Fragen: schwarz/grün (oder blau???) Sci-Fi-Style oder eher weißes Sci-Fi wie beim Mac? Anrede mit 'Du' oder 'Sie'? Soll ich mich in der ersten oder dritten Person (z.B. als 'Forschungsobjekt') darstellen? usw...(musst nur die vor dem ':' beantworten und auch nur, wenn Du willst :) )

Ist das eigentlich eine Sportverletzung, die Du da hast? Ich hocke die ganze Zeit drinnen - ziemlich schlecht für's Herz, das ist merklich - deshalb bin ich etwas schwächlich. Für das Experiment letztens habe ich seit (relativ) langem wiedermal die Ausrüstung durch die Gegend getragen und wenn's nur 100 m waren. Jetzt habe ich Muskelkater. In Phasen erhöhter astronomischer Aktivität ist in diesem Sinne auch eine erhebliche Verbesserung der Konstitution feststellbar. Also: Astronomie ist nicht nur was für's Auge und für's Hirn schwächlicher Wissenschafter, sondern auch gesund (wenn man nicht beim Nachführen einfriert)!

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
06.03.2005, 18:42
Hi Hector
Meinen Verständnis nach werden die Sterne ja immer punktförmig (idealfall) abgebildet, da dürfte die Brennweite eigentlich egal sein. Die unterschiedlichen Sterngrößen auf dem Film sollten durch die Größe des Beugungsscheiben bestimmt werden. Das Beugungsscheibchen ist es nicht durch die Optik, sowie Seeing bestimmt. Da müsste ich erstmal nachschlagen.

So eine Sternwarte bauen stelle ich mir auch nicht so schwierig vor, hätte sogar Platz dafür. Leider ist es da wo ich Platz habe nicht optimal und da wo es besser ist, fehlt mir der Platz. Mit dem Lottogewinn war ja auch eher so gemeint das man dann ja auch die entsprechende Monti und Teleskop möchte, von Aufnahmetechnik und Bildverarbeitung ganz zu schweigen. Außerdem ist mir hier auch der Himmel nicht gut genug. Früher oder später werde ich mir einen dunkleren Standort suchen.

Das Fokussieren mit Messerschneide hab ich bisher auch nur ein-zweimal probiert. Hatte noch einen alten Kamerabody, da hab ich dann die Rasierklinge angebracht. Um irgend welches Verstellen noch zu minimieren, möchte ich dann den Distanzring verwenden. Hoffe die Genauigkeit von ein paar Hunderstel sollte reichen. Der neu angebrachte OAZ ist auch recht stabil so das ich da guter Hoffnung bin.

Deine Homepage: In letzter Zeit hab ich mir schon einige HP's angeschaut. Aber ganz ehrlich ich hab von sowas auch keinen Schimmer. Ich persönlich mag es, wenn es gut erklärt ist, besonders Selbstbauprojekte und Anleitungen. Ein paar Bilder kommen auch immer gut. Die Ausrüstungen find ich auch interessant. Natürlich ist das aber Geschmackssache. Mach es einfach wie du es für richtig befindest, die Fans werden sich schon finden. ;)

Nee Sportunfall war es keiner, eher ein Haus und Hofunfall. Naja wenn man vom Dorf kommt gibt es immer was zu tun. Das hält mich fit und auch ganz schön auf Trab, soviel Zeit wie jetzt hab ich im gesunden Zustand nie. Erst die Arbeit, dann die häuslichen Pflichten. Für Astro wird es manchmal ganz schön knapp. Zwar versuche ich möglichst jede Beobachtungsmöglichkeit zu nutzen aber die Vor und Nachbereitung fällt gelegentlich schon recht knapp aus. So ein typischer Astroabend fällt öfters so aus. Nach der Spätschicht (da ist es am günstigsten) aufbauen, da ist es meistens 23:30 Uhr, beobachten bis gegen 3:00 Uhr. Gegen 4 Uhr schlafen bis spätestens 8 Uhr, dann Beobachtungsbericht schreiben, Objekte mit Redshift gegenchecken. Ausrüstung kontrollieren bzw. wegräumen. Letztes Jahr hab ich das mal ne' Woche lang gemacht, da war ich auch mal froh, wenn es geregnet hat. ;)
Naja man soll das Leben ja mit dem großen Löffel essen.
CS Udo S

Hector42
06.03.2005, 22:27
Hallo Udo!

Das Beugungsscheibchen ist natürlich wie der Name schon sagt beugungsbegerenz und somit theoretisch von der Größe des Instrumentes und den obstruierenden Elementen abhängig. In wirklichkeit handelt es sich im Gegensatz zum Namen aber nicht um eine Scheibe, sondern eine Gaußähnliche-Funktion. Je größer die Obstruktion, desto flacher und weiter wird diese. Das bemerkt man - neben einem Trennschärfeverlust - auch in Form eines Kontarstverlustes. Die Scheiben sind natürlich überaus klein, aber sie stellen sozusagen die kleinste Auflösungseinheit der Optik dar - so eine Art unscharfe Pixel. Wenn man also über die Auflösung redet, dann darf man nicht von einer Punktförmigkeit ausgehen. Wenn Du bei Dir eine Hammervergrößerung einstellst, auf einen engen Doppelstern, dann hast Du ja auch keine getochen scharfen Punkte vor Dir, sondern zwei ineinanderlaufende bunte Batzen. Der Winkel, bei dem die einem noch getrennt erscheinen wird Trennschärfe genannt. Oft sagt man auch (wie ich oben) Aulfösung, das ist aber nicht korrekt, denn eine Auflösung ist eine Größe bezogen auf eine Andere, z.B. 'Bogensekunden pro Pixel'.
Diese theoretische Trennschärfe wird dann noch sehr stark durch die Luftunruhe verschlechtert, besonders bei Fotos. Währen der Belichtung bewegt sich das Sternenscheibchen mal hierhin und mal dorthin, ebenfalls eine Gaußfunktion erzeugend, die Häufigkeit des Sternes an einer bestimmten Stelle des Bildes wiederspiegelt. Dieses Wischiwaschie ist dann viel größer als das eigentliche Beugungsscheibchen und die Aufgabe der Dekonvolution ist es unter der Annahme, dass das Wischiwaschi vorher mal ein Punkt war, dieses auch wieder in einen zurückzurechnen. Was für die Sterne gilt, gilt für alle anderen Abbildungen natürlich auch, alles andere wird auch verschmiert und richtet sich auch nach der Trennschärfe, die für Sterne gilt. Nur weil letztere so extrem hell sind blähen sie sich auf Bildern immer so auf (man sieht die Gaußfunktion richtig), auch deshalb, weil ihr Licht, dass auf den Film Trifft in der Emulsion gestreut und reflektiert wird und dann eben etwas daneben landet. Alles Wischiwaschi! Ein Schrecken für Perfektionisten :D .
Wenn man das Seeing nicht berücksichtigt, dann liegt die mathematische Fokustoleranz (ab der die unscharfe, eigentlich Punktförmige Sternenabbildung größer wird als das Beugungsscheibchen) bei f/4 bei, ich glaube, 3 µm! Aber keine Angst, das Seeing macht eh alles zu nichte ;) . Und weder ein Ektar 200 noch ein TP haben ein entsprechend kleines Korn.

Ja, so ist das mit dem Platz, das kenne ich. Es muss doch irgendwie möglich sein sich ein winziges Grundstück zu besorgen - da wo es dunkel ist -, so wie ein Schrebergarten, oder so. Das ist mein Lösungsansatz.



Aber ganz ehrlich ich hab von sowas auch keinen Schimmer.

Bin zwar eine Art Computerfreak, aber was das angeht habe ich auch keinen blassen schimmer. Aber das kann man ja ändern. Hab' mir gestern zum ersten mal einen HTML-Editor angeschaut und auch Flash. Bei letzetem gleich mal die Tutorials durchgemacht. Jetzt habe ich so etwa eine Ahnung, wie das geht, ich muss nur erstmal wissen, was ich machen will, soll ja nicht 0-8-15 werden. An Bildern solls nicht mangeln, werde alles darlegen, von Astronomie über 3D-Animation, Schaukampf uvm.. Eigentlich habe ich verdammt viele 'Hobbys', die in Phasen mal auftreten, wenn sie an der Reihe sind. Also eher Masse statt Klasse. Astronomie und natürlich Astrofotografie zeigen eigenlich auch dieses Verhalten, nur in einer ganz anderen Dimension :) . Sozusagen das Master-Hobby-Lebensinhalt-Dingsbums.



Nee Sportunfall war es keiner, eher ein Haus und Hofunfall. Naja wenn man vom Dorf kommt gibt es immer was zu tun. Das hält mich fit und auch ganz schön auf Trab, soviel Zeit wie jetzt hab ich im gesunden Zustand nie. Erst die Arbeit, dann die häuslichen Pflichten. Für Astro wird es manchmal ganz schön knapp...

Ja, ich persönlich kann mit Arbeit und Pflichten außerhalb meines augenblicklichen Interesses immer nicht viel anfangen. Muss erst noch lernen damit richtig umzugehen, ohne meine Prinzipien aufzugeben.
Hast da ja einen richtig professionellen Astroplan ;) . Ich halte sowas immer nicht durch und frage mich manchmal später, welche Blz. ich wohl hatte und bei manchen Negativen sogar wo ich die Überhaup gemacht habe. Soll mit meiner Art Glossar aber auch besser werden.



Naja man soll das Leben ja mit dem großen Löffel essen.

Ganz meine Meinung, führt sonst zu nicht viel.

Beste Grüße,
Hector42

Udo_S
07.03.2005, 08:44
Hi Hector 42
Mit den Beugungscheiben konnte ich dir also auch nichts neues berichten. :D
Wie ich sehe kennst du dich damit besser aus, ich kann mir die ganze Theorie nicht merken und muss da hin und wieder zur erklärenden Literatur greifen, von der ich einiges zu Hause stehen habe.

Ja,ja der Astroplan. Das war bei mir auch nicht von anfang an so. Nachdem ich allerdings Aufnahmen hatte von den ich nicht mehr wusste, was ich da eigentlich abgelichtet hab oder Beobachtungsabende mit immer gleichen Objekten, musste sich was ändern. Undokumentierte Beobachtungen sind verlorene Beobachtungen, das stimmt wirklich.
Ich hab dann angefangen mir über Redshift, Karten auszudrucken die alle Objekte anzeigten die bis zu einer von mir festgelegten Grenzgröße sichtbar sein sollten. Beim Abfahren dieser Karten war ich überrascht was ich alles sehen konnte, klar gibt es Objekte nach denen man vergeblich sucht aber alles in allem verlief das Positiv. Um jetzt NGC xyz nicht mit NGCzyx zu verwechseln, waren Aufzeichnungen unerläßlich. Auch ein Nachkontrollieren am anderen Tag erschien mir sinnvoll, weil es in der Nacht nicht immer einfach ist die kleinen Zahlen richtig zu erkennen.
Mit den Notizen zu den Objekten verbessert sich die Wahrnehmung und mit der Überlegung über die Ausrichtung die Vorstellungskraft. (Versuch mal beim Blick durch den Fernrohr die Himmelsrichtungen zu bestimmen).
Das Bemühen um reproduzierbare Aussagen zu den Objekten macht mir mittlerweile genau so viel Spass, wie das blosse Beobachten. Ist wie Fotos mit dem Gehirn machen. :D
CS Udo S

Hector42
07.03.2005, 21:21
Hallo!



Mit den Beugungscheiben konnte ich dir also auch nichts neues berichten.

Nee, tut mir leid :D . Das war aber auch schon alles, was wir so auf die schnelle dazu eingefallen ist. Ich habe kaum Literatur und momentan auch nicht den Platz dafür. Schnappe es hier und da auf - meist natürlich im Web - und muss es im Gehirn lagern.



Um jetzt NGC xyz nicht mit NGCzyx zu verwechseln, waren Aufzeichnungen unerläßlich.

Man, das hört sich ja an, als würde es da oben nur so von Galaxien wimmeln - genau, wie es mir meine Astrosoftware weiß machen will. Muss da echt mal genauer hinschauen. Die PN im Drachen und im Schwan fand ich ja schon toll und zahlreich. Meinst Du mit den Galaxien würde es genauso sein, wenn ich nur mal hinschaute?



Mit den Notizen zu den Objekten verbessert sich die Wahrnehmung und mit der Überlegung über die Ausrichtung die Vorstellungskraft. (Versuch mal beim Blick durch den Fernrohr die Himmelsrichtungen zu bestimmen).

Man sollte sein Gehirn eben nicht einrosten lassen :) . Ganz am anfang - mit dem 4,5 "-Kaufhausnewton hätte ich Dir noch binnen Sekunden sagen können, wo da was lag, ohne die Achsen zu bewegen. Seither bin ich aber anscheinend...eingerostet. Die menschlichen unterschiede in Konzentration und geistigem Fassungsvermögen sind doch auch sehr unterschiedlich. Ich hatte mal ein Computerspiel, dort tauchte an einer Stelle eine Rätselfrage auf. Ein normal langer Satz in dem die logischen, aber komplizierten informationen total stark komprimiert waren. Meine Freundin hat 10 ' für die Lösung gebraucht und ich kann es garnicht schaffen, weil mein Arbeitsgedächtnis bei diesem schlimmen Satz (der aber einwandfrei und elegant formuliret ist) darmaßen schnell vollläuft, dass ich richtig merke, wie sich das vor Sekunden Gelesene mit jedem weiteren Wort in Wohlgefallen auflöst. Es ist wie ein starker Tunnelblick, nur im Gedächtnis. Ich kann diesen einen Satz einfach nicht erfassen, dass hat mich schon ziemlich verblüfft und ich versuche nun meinem Hirnverfall entgegenzuwirken.

Übrigens ist das mit dem Labtop nachts eine garnichtmal so perfekte Angelegenheit. Ich habe noch keinen gesehen, bei dem man das Display so dunkel stellen kann, dass es nicht unangenehm (und vermutlich auch Dunkeladaption zerstörend - bei all den Laternen kann ich das nicht genau sagen) ist, wenn man da drauf schaut. Selbst wenn man sich ein dunkelrotes Farbschema bastelt. Das Dislpay hat auch schon eine störende Grundhelligkeit. Eine rote Folie darüber wäre vielleicht überdenkenswert - man könnte sich ein kleines Gestell dafür bauen und es an das Display hängen. Das würde zusätzlich auch noch die Stellen färben, die von einem Farbschemawechsel nicht betroffen sind.

Hab' angefangen eine Hompage in Flash zu erstellen. Zum Leidwesen aller Modembenutzer. Ich bin selber soeiner und rege mich immer auf, wenn etwas in Flash ist, das dauert immer! Aber: Perfektionistisch, wie ich bin sollte sich die Größe durch intelligentes Gruppieren von Objekten usw. in Grenzen halten. Ich mache mir allerdings etwas sorgen über die ganzen Bilder, die da rein sollen. Selbst wenn die hochoptimiert sind (auf vielen Homepages ist das selten der Fall - ein Jammer, würden die sich doch viel schneller laden lassen) wird es wohl nix mit dem Billigangebot von GMX. Arbeite gerade mit Hochdruck daran, deswegen wird es erstmal nichts mit der Anmeldung und den Bildern bei deepsky.de. Letztere machen sich auf der eigenen Homepage doch eh viel besser. Wird dann aber noch ein Weilchen dauren, bis Du die zu Gesicht bekommst. Kannst aber immernoch welche direkt anfordern, wenn Du willst ;) .

Wie stark ist eigentlich der subjektive Unterschied zwischen Newton, und Schmidt-Newton bzw. zwischen Schmidt-Cassegrain und Russentonne?

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
08.03.2005, 17:29
Hi Hector 42
Jetzt hatte ich eine ganze Seite vollgetippt, verkehrte Taste nu is alles weg :eek:
Also noch mal in der Kurzfassung aber.
Jede Menge Galaxien? Jo, im Virgohaufen gibt es bei entsprechender Öffnung und Beobachtungsbedingungen schon reichlich zu sehen.

Vergleiche 4,5" Newton mit 10" Schmidt-Newton. Schwierig bei den unterschiedlichen Öffnungen, der 10" zeigt auf jeden Fall eine Menge mehr.
Zum Nachteil wirkt sich aber aus, das er bei Planeten und Mondaufnahmen wieder Farbsäume mit in Bild bringt. Ferner ist unbedingt eine Taukappe und ein Fön erforderlich.
Die Russentonne nutze ich nur zum fotografieren, leider ist der Film noch nicht annähernd voll.

Ich schätze dein Angebot mir die Bilder zu schicken wirklich, finde aber du solltest sie allen zu Verfügung stellen. So erhältst du mehr Feedback und vielleicht regst du ja auch jemanden an es selbst mal zu versuchen. Ich selber würde mich nicht als Experten sehen dem es zusteht Bilder zu beurteilen, eher als Anfänger mit ersten Erfahrungen auf diesem Gebiet.
CS Udo S

Hector42
08.03.2005, 21:14
Tag, Udo!



Jetzt hatte ich eine ganze Seite vollgetippt, verkehrte Taste nu is alles weg

Uh, das ist ärgerlich, sowas passiert jedem mal. Ich habe mir angewöhnt hin und wieder den Text, wenn er länger wird, mit 'strg + c' in den Arbeitsspeicherzu kopieren, falls etwas Schlimmes mit dem Browserfenster passiert. Wenn ich angst habe, dass was mit dem Comuter passiert speichere ich ihn noch schnell ein einer '.txt' Datei. Dauert alles nur Sekunden aber versichert manchmal Stunden.



Zum Nachteil wirkt sich aber aus, das er bei Planeten und Mondaufnahmen wieder Farbsäume mit in Bild bringt.

Bhaaa, ich kann Farbsäume echt nicht mehr sehen - die Medien heutzutage sind ja auch schon so bunt :rolleyes: . Da bleib' ich doch lieber beim normalen Newton. Sieht vielleicht etwas unakkurater aus, aber wenigstens nicht bunt. Allerdings kann ich natürlich erst eine ernsthafte Aussage dazu treffen, wenn ich selber mal verglichen habe.



Ich schätze dein Angebot mir die Bilder zu schicken wirklich, finde aber du solltest sie allen zu Verfügung stellen. So erhältst du mehr Feedback und vielleicht regst du ja auch jemanden an es selbst mal zu versuchen.

Sicher, sicher, wird auch alles gemacht - und danke ;) . Wird nur noch ein Weilchen dauern, ich verstehe Flash noch nicht ganz - sezte auf 'learning by doing'. Das Grafische an sich geht super schnell, die Knöpfe und sounds auch...nur um das ordnungsgemäße Navigieren in der Homepage sicherzustellen und all diese vielen kleinen Textanimationen zu choreografieren (in der Tat 'choreografieren' und davon brauchtman viel mehr, als es den Anschein hat, wenn man keine völlig statische Page haben möchte und ich möchte eine interaktive) braucht auch ein Profi die meißte Zeit.



Ich selber würde mich nicht als Experten sehen dem es zusteht Bilder zu beurteilen, eher als Anfänger mit ersten Erfahrungen auf diesem Gebiet.

Ach, darüber mach' Dir mal keinen Kopf :) .
Selbst einem kleinen Kind steht es zu zu sagen: 'Das sieht ja aus wie meine Oma beim Fahrradfahren!' Wenn es das nicht boshaft gemeint hat, wäre nicht beleidigt. Zugegeben, ein komischer Vergleich, aber ich will damit sagen, dass es jedem zusteht alles zu behaupten, solange es auch bei einer Meinungsäußerung bleibt und nicht in eine Verächtungskampagne o.ä. ausufert.
Nun, jeder hat so seine Erfahrungen, da ich immer alles auf eigene Faust gemacht habe, ist es hochwahrscheinlich, dass sogar jemand, der gerade erst mit der Astrofotografie begonnen hat, Erfahrungen hat, die ich nicht habe. Das merkst Du ja schon daran, dass wir unsere Instrumente so unterschiedlich behandeln. Natürlich ist es eine Stimulation des Belohnungssystems, wenn jemand sagt, meine Aufnahmen wären toll, aber es geht ja im Prinzip um den Efahrungsaustausch. Schlimmstenfalls kann ich Dir nur etwas zeigen, was Du eigentlich selber erfahren möchtest, das wäre natürlich ok, ich denke eigentlich selber so. Und wie Du schon sagtest könnte jemand durch den Anblick meiner Aufnahmen - so sie denn wirklich so toll sind - angespornt werden. Mir geht es jedenfalls so...wenn ich diese krassen SBIG-Bilder sehe. In diesem Sinne ist es auch immer etwas komisch, bei einigen Leuten als 'Compter-Ass' geführt zu werden, in dem Wissen, dass ich im Vergleich zu den Menschen, die ich als 'Computer-Guru' bezeichne, überaus alt aussehe. Das gilt auch für die Astronomie und überhaupt alles. Jedes Gebiet hat seine eigene, wirklich sehr tiefe, Welt.

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
09.03.2005, 10:23
Hi Hector 42
Ansporn durch andere Aufnahmen. Ja bei mir war es so. Ich hatte mir meine erste astrografische Literatur gekauft und Bilder gesehen die mit einfachsten Mitteln erreicht wurden. Toll dachte ich mir, das schaffst Du auch. Meiner ersten Bilder waren aus heutiger Sicht grauslig aber sie haben mich angespornt. Jedes Bild was besser ist als das vorherige treibt mich an.
Nun hab ich schon Leute sagen hören: "Da schau ich mir lieber Bilder von Hubble an" oder "das ist doch nur durch riesigen finanzellen Aufwand zu betreiben und wenn die Bedingungen nicht stimmen hat es doch eh keinen Sinn."
Klar sind Hubblebilder schön aber bei meinen weiß ich was dahintersteckt, welche Linsen und Spiegel die Photonen gesammelt haben, was dazugehört um sowas zu erreichen und alles von mir gesteuert. Wenn ich dabei den Kostenrahmen niedrig halten kann, freut es mich doppelt. Klar investiert man auch, ich versuche aber meine Ausgaben nur auf das notwendigste zu konzentrieren. Wenn ich mit meinen Möglichkeiten das beste heraushole, dann ist das für mich das größte Vergnügen. Also bin ich gespannt auf deine Homepage.
CS Udo S

Hector42
10.03.2005, 00:27
Hallo!

Das sehe ich ganz genauso, Dein Satz mit den Spiegeln und Photonen spricht mir aus der Seele - wie ist das eigentlich mit der Rechtschreibreform? 'Fotografie' ok, aber 'Fotonen' :confused: ? Oft hat man nicht bloß am Ergebnis einer Aktion Spaß, sondern auch bei der Aktion selber. Ist also doch sinnvoll, selbst wenn man zu einem schlechten oder gar keinem Ergebnis kommt.

Wie justierts Du eigentlich deine Instrumente? Ich tue mich da auch mit dem Laser etwas schwer, wie gesagt vermassle ich es am Stern meißt wieder. Bevor ich den Tubus umgebaut habe, sah nach der Laserjustage zwar alles symmetrisch aus, aber das Einstellen des optimale Sternenbildes hatte wieder eine sichtbare Asymetrie zur Folge. Das passt doch nicht zusammen. Wahrscheinlich ist es garkein optimales Sternenbild, da ich einfach am HS und am FS rumdrehe und es für jede bestimmte HS Einstellung eine optimale FS Einstellung gibt, die aber nicht das Optimum für das System bedeutet, denn es gibt ja unendlich viele HS Einstellungen und nur eine darunter ist optimal. Nach dem Umbau sieht es irgendwie viel besser aus, vermutlich wurde der Fehler nurch den vorher nicht justierbaren OAZ verursacht. Ich muss mir das nochmal durch den Kopf gehen lassen. Eine Rotation des FS um seine eigene Längsachse dürfte doch keinen Effekt auf die eigentliche Justage haben, oder? Ich habe mal ein bisschen rumexperimentiert und bin zu diesem Ergebnis gekommen, aber ich bin mir nicht sicher. Wenn der OAZ an seiner stelle verbleibt und ich den FS um 45 ° rotiere, dann wäre das doch durch eine Neigung des FS mittel der normalen Justierschrauben auszugleichen, oder? Naja 45 ° sind dafür wohl ein bisschen viel, aber im Prinzip sollte es doch gehen. Der FS würde auf den ersten Blick total schief aussehen aber lediglich ein geringeres ausgeleuchtetes Bildfeld erzeugen, oder? Wobei ich mir nicht sicher bin: Durch die Rotation...
...nein, ich habe gerade eine Lösung gefunden, es muss so sein, wie oben beschrieben: Durch Rotation und Neigung des FS bleibt der Winkel des FS zum einfallenden Licht genau gleich. Es würde einer einzigen Rotation des FS um seine eigene Normale gleichkommen. Das wäre so, als wär der FS in der falschen Richtung elliptisch und damit - wie schon gesagt - beeinflusst das lediglich die Ausleuchtung des Bildfeldes. Toll! Naja, vielleicht wusstest Du das ja schon, falls nicht und es Dir unklar sein sollte kannst Du ja nochmal fragen, ich kann das noch besser erklären.
Ich stimme, nach dem Umbau, OAZ, FS und HS aufeinander ab, scheint also wirklich daran gelegen zuhaben, dass ich früher davon ausgehen musste, dass der OAZ nicht schief ist, was er wohl aber war. Aber das sollte doch eigentlich keine Rolle Spielen: Wenn ich den Laser dort anbringe leuchtet er Schief auf den FS. Ich bringe immer Papiermasken auf den Spiegeln an, da wo der Laser auf sie Treffen soll ist ein kleines Loch (Offset berücksichtigt). Verschiebe ich also den FS und Neige ihn so, dass der Laser auf die Mitte des HS trifft und von dort wieder den Ganzen Weg zurück in sein eigenes Gäuse, so sollte die Optik in sich doch justiert sein - selbst wenn der Tubus dann dazu etwas Windschief sein kann. Trotzdem zeigen die Sterne einen Astigmatismus, den ich dann versuche weg zu justieren...und dann erscheint alles wieder schief. Vom Okular kommt der nicht, vom Auge auch nicht, kann das am FS oder HS liege? Aber sowas würde man doch sicher nicht ausliefer, oder? Naja, wenn ich an die mechanische Verarbeitung und Sinnlosigkeit der GSO Tubuskonstruktion denke vielleicht schon.
Wie lautet denn die Patentlösung um sein Gerät am Stern zu justieren, ohne sich in den unendlichen Spiegeleinstellungen zu verlieren? Ich glaube das habe ich nicht drauf.
...Habe gerade etwas rumgezeichnet und das Problem gefunden, glaube ich: Wenn der OAZ nicht justiert ist, kann der FS das Ausgleichen, aber nur scheinbar. Der Laser kommt wieder da an, wo er soll, jedoch kann dann der Winkel einfallender-reflektierter Laserstrahl am FS auch mal nicht 90 ° betragen. Wenn dann auch noch der Offset nicht stimmt (wie soll ich nachprüfen, wo sich der Fangspiegel tatsächlich befindet???) gibt es einen Astigmatismus, oder?
Ich würde versuchen das Problem zu lösen, indem ich auf der gegenüber liegenden Seite des OAZ einen Punkt bestimme, durch den der Laser, ohne eingebauten FS, gehen soll. Damit lässt sich der OAZ justieren, aber ob der gewählte Punkt richtig ist kann ich nicht sagen, denn ich müsste messen, und meine Konstruktion hat eine maximale Abweichung vom Ideal von 1 bis 2 mm. Das ist glaube ich nicht genau genug füe eine solche Justage. Selbst wenn der OAZ perfekt justiert ist, kann ich die Position des FS in eine Richtung nicht genau bestimmen (nämlich zum Laser hin oder davon weg), was wieder zu einem falschen Offset, einem nicht rechten Winkel und einem Astigmatismus führt. Diese zweite Fehlerquelle bekomme ich nicht geknackt. Vielleicht bei eingebautem FS zwei Punkte seitlich bestimmen, den Laser dadurch laufen lassen und damit den FS in die richtige Höhe bringen? Wäre recht kompliziert. Obwohl bei meiner konstruktion eigentlich nicht so sehr, ich muss nur vier Schrauben an einer anderen Seite anbringen und schon habe ich zwei, um 90 ° verschiedene Positionen um den OAZ samt Laser Anzubringen, hmmm...
Wie bekommt man einfacher die genaue Position des FS heraus?
Ich wusste ja schon immer: Newtonjustage ist eine Wissenschaft für sich. Ich habe hin und wieder gehört, dass das alles nicht so schlimm sei, und man lieber das Instrument benutzen sollte, als darüber zu theoretisieren es zu perektionieren - mag stimmen, ich kann aber nicht akzeptieren, dass das Teil nicht theoretisch richtig justiert ist.

So, jetzt habe ich ja ein übles Thema aufgemacht und auch noch einfach indem ich meine Gedanken wieder etwas chronologisch geruntergeschrieben habe, ist wohl nicht gerade übersichtlich.

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
10.03.2005, 11:33
Hi Hector42
Die Teleskopjustage, darüber wurde schon seitenweise geschrieben, erklärt, bebildert, vorskizziert und ich hab es auch nie richtig verstanden. :D
Ich nutze einen Justierlaser und die Standardreihenfolge, also Fangspiegel solange einstellen bis der Laser die Mittelmarkierung trifft, dann Hauptspiegel so einrichten bis der Laserstrahl wieder seinen Ausgangspunkt trifft. Hat bis jetzt immer gut funktioniert.
Du schreibst was von Astigmatismus, könnte da nicht auch der HS oder FS etwas verspannt sein. Eine zufest angegezogene Schraube kann sowas ja schon auslösen oder eine schlechte Auflage der Spiegel.
Ist schon ne heikle Sache. Vielleicht solltes du dir ein paar Teleskopbauseiten suchen, ich glaub irgend wo schon mal gelesen zu haben, wie die Positionen des OAZ, FS und HS auszurechnen sind.
Oh ich krieg Besuch.
CS Udo S
Schreib mal dein weiteres Vorgehen.

Hector42
11.03.2005, 02:46
Hi Udo!

Also: Ich glaube das mit der Teleskopjustage ist viel Hektik, aber um nichts - so wie ich sie letztes mal verbreitet habe :o. Man erkennt, so wie ich letztes mal, dass es bei der Justage viele offene Fragen gibt: 'Was wenn dies verdreht ist, oder das?'. In den Justageanleitungen habe ich immer vergebens nach den Antworten auf die komplizierteren Fragen gesucht. Ich habe mir natürlich schon öfter gedanken über alle Möglichkeiten wie so ein Newton verdreht sein kann gemacht, zuerst war alles klar, dann haben die vielen offenen Fragen (von denen ich allerdings meinte sie gelöst zu haben) zu etwa dem Wirrwar in meinem Kopf geführt, das ich Dir letztes Mal geschrieben habe. Ich verschone Dich diesmal mit den genauen Einzelheiten - ohne Stift und Papier erklärt sich das eh nicht so gut. Wenn man über all die komplizierteren Fragen nochmal haarscharf nachdenkt, dann wird es wieder einfach, wie wenn man in mathe etwas wegkürzen kann, es sieht kompliziert aus, ist es aber letztendlich nicht.
Ich bin zu folgenden Schlüssen gekommen, wenn man sich an die Standartjustage hält gibt es absolut keine Bildfehler wenn:
1) der OAZ nicht so ist, wie er sein soll
2) der FS nicht so ist, wie er sein soll
3) der HS nicht so ist, wie er sein soll
Ist also alles praktisch völlig egal und ich muss mir weder weiter den Kopf zerbrechen, noch weiter der Standartjustage übel nach reden :D . Theoretisch ist es bei der Standartjustage so, dass die optische Achse von OAZ und HS keinen rechten Winkel einschließen, wäre schon Zufall, wenn doch. Das macht aber wenig und führt schon gar nicht zu Astigmatismus, wie ich letztes Mal die Befürchtung hatte. Es hat lediglich eine, im praktischen Fehlerbereich, wirklich ganz geringe Auswirkung auf das ausgeleuchtete Bildfeld. Es muss also möglich sein mit der Standartjustage auf anhieb eine beinahe optimale Abbildung hinzubekommen.
Das mit der Verspannung kann gut möglich sein, denn nach dem Umbau ist ja besser geworden, der HS ist besser gelagert und die Halterungen habe ich recht groß ausfallen lassen, damit die Fläche größer wird der Druck kleiner und ich trotzdem das Gefühl habe, dass der Spiegel nicht herumwackelt. Das vorher war in meinen Augen alles Mist. Dass der FS verspannt ist glaube ich nicht, der wird nur von einem einzigen kleinen Metalldorn vor dem Herausfallen gesichert. ansonsten ist er relativ locker in der Kunststoffhalterung, gelagert auf einem dicken Batzen Schaumstoff. Habe wohl bei den vorigen kleinen HS-Haltern immernoch zu fest angezogen, keine Ahnung. Wirklich auf Herz und Nieren geprüft habe ich die Optik nach dem Umbau aber noch nicht. Bis jetzt kann ich nur sagen, dass es nach der ersten schnellen Justage gut aussah und - nachdem ich eine Duraluminiumplatte als Justagemechanismusverstärker eingebaut hatte - sie sich kaum noch dejustiert. Ich habe die Optik jetzt nochmal Justiert und auch den Okularauszug in einer Achse 'senkrechter' machen können (auch wenn das ja jetzt eigentlich egal ist). Ich fahre aber bis nach dem Wochenende zu meiner Freundin in eine andere Stadt, kann es also leider nicht sofort testen. Wenn die Sterne dann nicht zumindest Rund sind, weiß ich auch nicht wirklich wiso.



Vielleicht solltes du dir ein paar Teleskopbauseiten suchen, ich glaub irgend wo schon mal gelesen zu haben, wie die Positionen des OAZ, FS und HS auszurechnen sind.

Naja, ich weiß schon, wo alles hin muss und kann theoretisch auch ausrechnen, wo es sich gerade befindet, nur damit das alles auch mit der Realität übereinstimmt muss man die Teile gut vermessen. Und durch die Justage änder sich einige wichtige Messwerte wieder. Bei sehr Großen Instrumenten müsste dass aber gehen - aber ich halte das alles ja jetzt eh für Überflüssig und gut so, wie es ist und auch schon immer war :) .

Grüße,
Hector42

Udo_S
11.03.2005, 12:34
Hi Hector 42
Sorry, aber ich bin in solchen Dingen kein guter Ratgeber. Hatte neulich aber insofern dasselbe Problem, als das ich meinen Einsteigernewton mit Velorfolie auskleidete und zum leichteren Arbeiten den Fangspiegel ausbaute.
Hatte dann auch ne Weile überlegt wie ich ihn am besten wieder in Position bekommen.
Letztendlich hab ich ihn mit Augenmaß und Justierlaser eingerichtet. Da mein erster Eindruck ein positiver war, hab ich auch nicht länger daran geschraubt.
Hauptsache die Sterne sind rund. ;)
Gestern hatte ich mein erstes moralischen Tief wegen des Unfalls.
Es war Neumond und klar und ich konnte nicht beobachten. Das hat mir schon etwas die Stimmung vermiest, besonders da man ja in diesen Tagen den Messiermarathon wagen kann. Alle Messiers in einer Nacht das wär schon mal was.
Im vergangenen Jahr hatte ich schonmal wie einen kleinen Vorgeschmack, als es abends plötzlich aufklarte und ich nur mal so mit Fernglas beobachten wollte. Später hab ich noch den Einsteiger geholt. Bis 23:30 Uhr hatte ich 40 M-Objekte beobachten können. Dann zog es wieder zu und ich musste abbauen.
Schönes Wochenende
Udo S

Hector42
12.03.2005, 00:18
Hallo Udo!



Letztendlich hab ich ihn mit Augenmaß und Justierlaser eingerichtet. Da mein erster Eindruck ein positiver war, hab ich auch nicht länger daran geschraubt.
Hauptsache die Sterne sind rund.

Wie schon gesagt brauchst Du Dir darüber nicht unbedingt weitere Gedanken machen, für mich ist die Sache gegessen, alles ist in Ordnung. Die Position des FS interessiert nicht wirklich ;) .



Gestern hatte ich mein erstes moralischen Tief wegen des Unfalls.
Es war Neumond und klar und ich konnte nicht beobachten. Das hat mir schon etwas die Stimmung vermiest, besonders da man ja in diesen Tagen den Messiermarathon wagen kann. Alle Messiers in einer Nacht das wär schon mal was.

Hm, mir schlägt fast alles auf das Gemüt, aber vermieste Teleskopabende zählen, selbst wenn der Neumond im Spiel ist, wundersamer Weise nicht dazu.
Man kann doch nicht wirklich ALLE Messierobjekte von Deutschland aus in einer Nacht beobachten, oder??? 40, hm? Das allein hätte ich schon nicht gedacht.
Meine Freundin hat übrigens auch Internet, wie Du wohl gemerkt hast. Hast Du mir das schöne Wochenende gewünscht, weil Du dachtest, dass wir bis Montag keine Kommunikation hätten, oder nur so? Naja, wie dem auch sei: Das wünsche ich Dir auch und stress' Dich nicht zu sehr wegen Deiner misslichen Lage ;) !

Hoffentlich werde ich bald in der Uni als CTA angestellt, als ich letztens das Teleskop zwecks Justage aus dem Schrank nahm, habe ich gemerkt, das ich dieses Kribbeln mich an das große Karbon-Projekt zu machen zukünftig wohl kaum noch unterdrücken kann.

Kann sein, dass meine Homepage doch schon bald online ist, aber nur die mini-Version. Ich werde sie dann schnell weiter konstruieren, wird also kein Überraschungspaket. Auf diese Weise kann ich auch gleich erkennen, ob bei den verschiedenen Computern meiner Bekannten, stellvertretend für alle User alles richtig läuft. Muss noch ein Paar Lizenzen klären, dann geht es los.

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
12.03.2005, 10:56
Hi Hector42
Tja da siehst du den Unterschied, eine Laune vermiest sonst nichts so leicht, außer das Wetter und die Bedingung passen und ich kann nicht raus.
Mittlerweile hat es wieder zugezogen, mir tun halt jetzt nur die Spechtler leid, die den Marathon nicht mehr wagen können.
Es ist möglich, von Deutschland aus alle Objekte zusehen, allerdings sind die Südländer klar im Vorteil. Gute Vorbereitung ist alles. Einen Plan wann man was beobachten muss, bei M74 z.B. muss sich beeilen die GX noch vorm untergehen zu erhaschen. Und natürlich gute Aufsuchskarten um die Objekte zu finden. Das ganze funktioniert aber nur zur Zeit um den Märzneumond.
Bedenken sollte man das der alte Messier ja auch nur ein kleines Fernrohr zur Verfügung hatte. Die 40 Objekte des Vorjahres hab ich ja auch nur mit Fernglas und 4,5" Einsteigernewton gemacht.
Leider habe ich bei mir keine optimale Sicht auf den Südhorizont, so das ich die 110 Objekte wohl auch nicht alles sehen kann.
Aber mal sehen was möglich ist, das würde ich schon gerne.
Was ist eigentlich ein CTA. Cooler Technischer Assistent??
Hm, ist immer gut jemand zu kennen der sich mit Carbonteilen auskennt. ;)
CS Udo S

Hector42
12.03.2005, 14:59
Hallo Udo!

Aslo nur einmal im Jahr die Chance für den Marathon :( . Naja, von den Messiers sind viele Sternhaufen - davon finde ich nur die wenigsten sehenswert. Die Galaxien scheinen aber ganz nett zu sein. Hab' mit der komischen Spiegelreflex-Digi von meinem Vater mal M81/82 und M51 aufgenommen. Das starke Rauschen dieser Kamera war dabei gar nicht mal da schlimmste, bereits nach wenigen Sekunden Blz. hat die Lichtverschmutzung die Galaxien in Himmelblauen Pastell ertränkt. Sie waren zu erkennen, M82 natürlich am besten, sahen auch so strukturiert aus, dass man ahnen konnte wie es unter besseren Bedingungen gewesen wäre. Besonders hübsch wäre das aber durch das Rauschen nicht geworden.

Ich hatte mich gefragt, ob ich CTA nicht besser ausschreiben soll. Der 'Coole-technische Assistent' ist natürlich impliziert :D, offiziell heißt es aber 'Chemisch-technischer Assisten'. Mit Karbon kenne ich mich deswegen aber nicht unbedingt aus. Weiß auch nur, dass es steif und leicht ist und cool aussieht und ich neheme an, dass man es bearbeitet wie Metall - dass es also nicht großartig anders wird, als ich es schon vom Aluminium her kenne. Ich habe allerdings bis jetzt nur Rohre gefunden, ohne Vierkantmaterial wird es etwas kompliziert, aber da wird sich sicher noch ein passender Anbieter finden. Es gibt noch verschiedene Abstufungen bei den Eigenschaften, die steifesten und leichtesten Teile sind nicht gerade Preiswert. Karbon bestitzt neben den genannten Eigenschaften noch einen überragenden Wärmeausdehnungskoeffizienten, was für die Astrofotografie natürlich überaus positiv ist. Fazit: Es gibt eigentlich nichts, was besser geeignet wäre um einen Teleskoptubus daraus zu bauen! Falls das mit der Anstellung klappt werde ich mich mal an genauere Berechnungen zu Gewicht und Preis machen.
Wie schwer ist eigentlich Dein Gerät? Die EQ-6 soll ja nicht so viel fotografisch tragen, wie sich vermuten ließe. Ich würde jetzt ein Instrument von 20 kg konstruieren. Das ist vermutlich selbst für Sternwartenbedingungen (also ohne Wind) zu heftig, oder? Ich habe gehört man kann in die EQ-6 bessere Lager einbauen, weißt Du etwas darüber? Eine schlechte Montierung umzubauen ist zwar nicht immer Ökonomisch, aber nun hab' ich halt so ein Teil und muss das Beste daraus machen. Wie siehst Du das, würdest Du Dich auch als 'EQ-6 Geschädigter' bezeichnen, oder entspricht die Monti Deinen vor-käuflichen Vorstellungen?

Gruß,
Hector42

Udo_S
12.03.2005, 23:06
Hi Hector 42
Was muss ich lesen, >Sternhaufen, die wenigstens sehenswert< ts,ts,ts.
Naja ist halt immer auch Geschmacksache, zugegeben gibt es ein paar M's die heute nicht mehr nachvollziehen sind, M73 z.B. Ich finde persönlich auch die Galaxien aufregender, schaue mir aber auch die anderen Objektklassen gerne an. Die Mischung machts.
Mein Teleskop wiegt so um die 13-14 kg mit Leitrohr und Kamera komme ich bestimmt auf 17-18 kg. Für gebrauchsfertige Komplettlösungen ist man da ab 3000-4000€ dabei, nach oben No Limits. Für mich indiskutabel, Die EQ6 sollte mein Teleskop visuell locker tragen, fotografisch sollte nach einigen Umbauten auch was gehen, im schon angesprochenen www.deepsky.de Forum sind viele dieser Umbauten genau dokumentiert. Ich denke damit werde ich es hinbekommen die Montierung für meine Zwecke nutzbar zu machen. Das ist mein Projekt für die nächsten Jahre. Gebraucht bekam ich die EQ6 übrigens mit besserer SDI Steuerung( Mircoschritt, PEC) sowie einigen Umbauteilen und Netzteil unter 1000€. Also waren hier auch preisliche Überlegungen mit im Spiel. Weitere Teile für den Umbau kann ich ja nach und nach dazukaufen. Für Fotos mit der Russentonne und dem Einsteigernewton als Leitrohr sollte sie jetzt schon brauchbar sein.
Kohlefaser interessiert mich deshalb, weil in diversen Zeitschriften auch Teleskope(Dobsons) größerer Bauart +16" in relativ leichten Ausführungen zu sehen waren. Und du weißt es ja selber, man hört nie auf zu träumen.
CS Udo S

Hector42
14.03.2005, 02:03
Hallo!

Naja :o , irgenwdie reizen mich die Sternhaufen nicht so richtig. Der ein oder andere ist aber schonmal atemberaubend. M35, glaube ich, fand ich schon ziemlich toll, bei der richtigen Vergrößerung machte der eher den Eindruck von einem sehr hübsch schimmernden Fetzen Sandpapier. Nicht so locker, wie die anderen, die ich gesehen habe.

17 - 18 kg...damit hast Du die mir bekannte inoffizielle Fototauglichkeitsgrenze schon überschritten. Ich höre da immer so '15 kg'. Aber wie sagte ein bestimmter CTA-Kumpel immer: "Am besten...Testen." :)
Darum frage ich ja. Gibt es bei dieser Belastung denn etwas zu mäkeln? Bei mir gibt es nur die übliche unperiodische Ungnauigkeit anzulasten, aber das kommt ja nicht vom Gewicht. Vor dem Umbau war mein 8-Zöller mit 12 kg dabei, jetzt ist er iklusive Bespannung, aber ohne Lack bei 9 kg! Stell Dir mal vor das Teil wär aus Karbon, dann wären es vielleicht nur 5 - 6 kg oder so! Also wenn Du mit 17 - 18 kg keine Probleme hast (Du hast das Schmidt-Newton doch mal als Leitrohr benutzt oder liege ich da falsch?), dann freue ich mich, für Dich und auf mein kommendes Projekt. Ich könnte einfach mal die Maße des 8 " Tubus extrapolieren, die guten, dünnen Spiegel annehmen und mal gucken, wie groß das dann wird :D . Ich mach mich mal dran bis zum nächsten Mal oder so, einen Masse-Voranschlag zu erträumen.
Bei dem Preis für Deine Monti kann man nicht meckern. Bei mir war es eher ein ziemliches 'Unschnäppchen': 8 "-Optik und EQ-6 plus zwei Okulare für 1700 €. Naja. Nachdem ich gemerkt hatte, dass die Originalelektronik Astrofotografen nicht gerade in Extase versetzt kamen dann noch die Dynostar und die teuren Motoren dazu, schon sind es 2700 € oder so. Das Pferd hätte man auch besser aufzäumen können.



Kohlefaser interessiert mich deshalb, weil in diversen Zeitschriften auch Teleskope(Dobsons) größerer Bauart +16" in relativ leichten Ausführungen zu sehen waren.

Ja, das Zeug ist echt verdammt cool! Bei den größeren Instrumenten ist es wohl nur recht dem HS die Schuld an der Gesamtmasse in die Schuhe zu schieben. Ich suche schon die ganze Zeit im Internet, finde aber irgendwie nur Rohre und Platten, wie soll man denn daraus Spiegelzellen Konstruieren :mad: . Naja ich werd's vielleicht noch herausfinden. Früher einmal, lang lang ist's her, da fand ich auch eine Seite mit Vierkantmaterial. Zu dumm, dass ich mir die URL nicht behalten habe. Die bei Weitem interessanteste Seite, auf die ich bei meinen letzteren Suchanstrengungen immer wieder gestoßen bin war www.Bacuplast.de (http://www.Bacuplast.de).

Ciao,
Hector42

Udo_S
14.03.2005, 08:32
Hi Hector42
Leider kann ich immer noch nicht die EQ6 testen, um das zu machen wird es wohl auch noch ein Weilchen dauern.
Den SN als Leitrohr habe ich bei Aufnahmen bis 300mm benutzt, da hat man ja auch noch ein paar Nachführreserven, die erforderliche Genauigkeit liegt hier bei 24". Jelänger die Brennweiten desto schwieriger wird es. Mein Ziel ist, wie schon gesagt, den 10"SN mit 4,5"als Leitrohr bei einer Aufnahmebrennweite von 1016mm (6"Nachführgenauigekeit) zum laufen zubringen. Hab schon Aufnahmen gesehen wo die EQ6 mit über 20kg belastet wurde, allerdings wurden da technische Veränderungen vorgenommen. Neue Lager, andere Steuerung, Fettwechsel, bessere Schneckentriebe und andere Getriebe, die Möglichkeiten sind hier vielfältig.
In einer Ausgabe von "Sterne und Weltraum" konnte ich mal ein aus Kohlefaserteilen gebautes Teleskop begutachten. Die Gewichtsersparnis ist schon beachtlich. Einen großen Dobson(+16") relativ leicht in dunkle Umbegebung zu transportieren, das wäre schon was. Bin mit meiner gesamten Ausrüstung auch schon mal ausgerückt, das kam einen mittleren Umzug gleich :D
CS Udo S

Udo_S
14.03.2005, 11:30
Hi Hector42
Das ist gewissermaßen Teil 2 meiner Antwort, da ich vorhin etwas in Eile war.
Hab die interessanten Artikel von "Sterne und Weltraum" herausgesucht es handelt sich um die Ausgaben 2/04 und 12/04. Ferner waren einige Links angegeben http://www.stathis-firstlight.de/atm/ sowie www.carbon-vertrieb.de kannst dir ja mal ansehen.
CS Udo S

Hector42
14.03.2005, 18:52
Hi Udo!

Was die Nachführgenauigkeit angeht kann es entweder nicht so schlimm sein, oder ich bin ein echtes Naturtalent :D . Die einzige f(Aufnahme) = 800 mm-Aufnahme, bei der die Sterne bis jetzt nicht rund waren war die 180 ' lange. Da lag es aber wohl nicht direkt an den Nachführkünsten. Ich führe mit f(Obj.) = 2000 mm und f(Oku.) = 12,5 mm nach. Das 'Mikroguide'-Okular ist aber recht fein, glaube ich. Man muss dort den Stern Zwischen zwei Linien (Abstand in der Brennebene: 35 µm) halten. In der anderen Richtung hat man nur eine Skala außerhalb der Linien als Anhaltspunkt, das macht aber überhauptnichts. Man soll ja immer die halbe Nachführbrennweite für die Aufnahme verwenden, kann ich nicht bestätigen: Bei mir geht es auch gut mit f(Aufnahme) = 1600 mm, man darf nur das Teleskop nicht alleine lassen und muss sich möglichts die ganze Zeit konzentrieren. Schafft man natürlich nicht immer, scheint aber keine sichtbaren Auswirkungen zu haben. Die kleinsten Sterne haben bei mir Durchmesser von bestenfalls etwa 6 - 8 " bei f(Aufnahme) = 800 mm, bei f(Aufnahme) = 1600 mm das doppelte - soviel zum Aufblähen.
Tja, mit den Links bin ich Dir zuvor gekommen :o , www.carbon-vertrieb.de (http://www.carbon-vertrieb.de) hat aber auch keine Vierkantrohre - oder ich finde zumindest keine. Für das Problem hätte ich allerdings schon eine kleine Lösung, aber Vierkant wäre mir lieber. Hier die Idee: Normalerweise würde ich Platten benutzen um die Vierkantrohre an den Winkeln zu verschrauben und zu klemmen. Bei Runden Rohren könnte man auf den Platten Aluminiummuffen anbringen, sowas sollte ich bei einem Bekannten herstellen können. Würde beim Quadrat und beim Dreieck ganz gut klappen, denke ich, aber das Achteck macht mir sorgen. Man müsste allerdings immer wenn man eine plane Fläche haben möchte eine Karbonplatte mit Muffen befestigen, das ist etwas kompliziert, finde ich. Auch ist die Klemmung nicht so flächig und das Alu erhöht wieder die Gesamtmasse. Für die Konstruktion einer Spiegelzelle eignen sich runde Rohre wohl kaum, glaube ich - ich wüsste zumindest nicht, wie ich das ordentlich anstellen sollte. Aber wenn schon Karbon, dann richtig!
Ich habe mal ein bisschen herumgerechnet, da werden Dir die Löffel wegfliegen ;) , eine kleine Auflistung, aber noch überschlagen und in der Annahme Tubus uns HS-Zelle würde aus den runden Rohren und den Platten erstellt:

Foto-15-Zöller, angepasst nach meiner erfolgreichen Alu-Konstruktion:
Rundrohr.....................D=22mm............... .....m=1567g...............722Eur
Platte.........................h=3mm.............. ........m=586g................134Eur
Schraubenzeugs.................................... ......m=1320g................20Eur
Alumuffen......................................... ..........m=1236g..................?Eur
OAZ ('Feathertouch').................................. ..m=440g...............600Eur
ST-10 mit Komakorr. ....................................m=1000g....... ....[7000Eur]
FS D=89mm............................................ .....m=100g...............470Eur
HS f/5 (Intes h=10%D?).D=381mm...................m=10400g....... ...2495Eur
(alternativ Oldham f/5....D=356mm...................m=6400g............ 2029Eur)
FS-Halter+Spinne..................................... .....m=700g?? ....................

Gesamt:........................................... ............ca.14-18kg.3975-4441Eur

Naja, ganz schön teuer...aber auch ganz schön groß :D - und das beste: der 14- oder 15-Zöller passt noch ganz gut auf die EQ-6! Ich glaube nicht, dass der Intesspiegel so dick ist wie angenommen. Ein fotofertiges Teleskop scheint etwa doppelt so viel zu wiegen wie sein HS, danach wäre sogar ein Oldham 16 ", f/5 mit 20 kg dabei. Einige Massen sind auch etwas stark überschlagen, so könnte es durchaus sein, dass nur halb so viele Muffen nötig sind. Bei den Rohren habe ich den Verschnitt noch nicht kalkuliert, der Preis dafür wird also höher sein.
Wenn Du Dir ein Monsterdobson machen willst, dann kannst Du ja mit dem Gewicht noch höher gehen, kommt ganz auf die Geldbörse drauf an. Man könnte übrigens vielleicht fast alle Schrauben und Muffen (also etwa 2,5 kg runter) durch Klebungen (paar gramm wieder drauf) ersetzen, das ist unter Umständen flächiger und sollte bei Karbon mit Epoxid- oder ähnlichem doch vorzüglich funktionieren, oder? Man kann es dann allerdings nicht mehr wirklich gut transportieren. Für ein Dobson würde ich die Materialstärke auch verringern, es muss ja nicht so unglaublich Verwindungssteif sein, wie bei der Langzeitfotografie. Viele Selbstbaudobsons, die ich gesehen habe sind mit viel Holz an stark belasteten Stellen gebaut, für ein Fotoinstrumen ist das möglicherweise tödlich, ich möchte es bei mir lieber anders machen. Ich habe die Hochwertigsten Karbonrohre zugrunde gelegt, wird es schwerer und weniger steif, dann wird es auch billiger, aber ich denke im vergleich zum Preis des Haupstspiegels oder gar eines Volltubus ist der Preis der Rohre zuverschmerzen. Du kannst ja die Dir wichtigen Muffen mit Flügelmuttern o.ä. versehen, dann ist Dein Monsterdob schön transportabel. Meine Konstuktion ist eh schon relativ Materialverbrauchend, vielleicht geht es für einen Dobson auch da schon besser.

Träumerische Grüße,
Hector42

Udo_S
14.03.2005, 20:01
Hi Hector42
Tja, träumerische Grüße. Klingt schon ganz schön deine Rechnung. Leider gibt es ja noch das reale Leben. Hab ich immer genügend Zeit, Arbeit, Privates und Hobby unter einem Hut zubekommen? Leider ist die Zeit immer ziemlich knapp bemessen vom Geld nicht zu reden. Ist bei mir halt immer auch ein Kompromis aber träumen darf man ja. Ich fände es schon interessant einen Teleskopbauer mal bei der Arbeit zu zuschauen, leider kenne ich keinen in der Nähe. Solltest du das Projekt wirklich in die Tat umsetzen, hoffe ich ja das du es ordentlich dokumentiert auf deine bis dahin entstandene HP setzt.

Mit meinem normalen Fadenkreuzoku hab ich mir den Jupiter und Saturn angeschaut, so kann ich jetzt grob abschätzen wie genau ich nachführe. Meine Nachführbrennweite liegt meistens bei 2000mm. Allerdings kommt das Problem auf das beim Nachführen mit dem Einsteiger 4,5" einem die Leitsterne ausgehen. Bei 10" gibt es da weniger Probleme.
Übrigens finde ich so große Öffnungen bei Fotoprojekten gar nicht so erstrebenswert. Schließlich wird ja durch längeres Belichten einiges ausgelichen, ferner hast du ja auch die Möglichkeit aufnahmen zu addieren. Ausserdem musst du es ja auch irgend wie händeln können, an dunkle Orte bringen, aufbauen, wieder verstauen usw. Viele Aufnahmen werden mit relativ kleinen, hochwertigen Optiken mit ausgefeilter Kameratechnik und excellenter Nachbearbeitung gemacht. Große Öffnungen sind eher was für den visuellen Bereich, wo es auf jedes Photon ankommt.
CS Udo S

Hector42
14.03.2005, 22:53
Hallo!

Naja, es ging mir eher um das Gewicht, als den Preis.
Was heißt denn "in der Nähe", ich wohne in Niederdachsen, bei Braunschweig (Großraum Hannover) und Du?
Sicher, werde ich alles auf der Homepage Dokumentieren, irgendwas muss da ja drauf :) . Nein, im Ernst: Ich habe mir schon einiges überlegt, und überlege immer weiter. Die Seite entsteht in meinem Kopf schneller, als ich sie schreiben kann. Das Alu-Newton mit mit Hinweisen auf das Karbonprojekt wird u.a. mit alserstes draufkommen (die Gallery auch).
Was die Größe der Nachführoptik angeht, so benutze ich wie gesagt einen 60 mm Achromaten, das geht, aber gute Leitsterne sind eine relative Seltenheit. Ich habe bei meiner Rechnung übriges keine Berücksichtigt, weil die SBIG-Kameras sich selbst durcheinen 'offaxis-Chip' nachführen und hier kommen wir zu dem, was Du weiterhin über die Größe von Fotoinstrumenten geschrieben hast.
Erstmal allgemein: Prinzipiell hast Du natürlich recht, aber wenn man wirklich ein Hammerprojekt durchziehen möchte, sowas wie diese Aufnahme von M31 in der SBIG-Gallery, dann relativiert sich das wieder.
CCD-Chips sind klein, um solche großen Objekte mit Seeingbegrenzter Auflösung wiederzugeben kommt man um ein Mosaik nicht herum, zudem muss man meherere Aufnahmen von jedem Teil machen, wenn man Farbe haben möchte, aber auch um das Rauschen in einen möglichts unsichtar zu machen. Auch ohne den Einsatz von Filten kommt man so mit einer Kamera, die im Schnitt 100 Photonen in 60 - 70 Elektronen Umwandelt auf Gesamtbelichtungszeiten von zig Stunden (bei genanntem Bild sind es glaube ich 40 und das war nur der Luminanz-Kanal). (Überlege mal: eine ST-10 hat 3,2e6 pixel, bei 1 pixel/" deckt der Chip bloß ein Feld von 35 ' x 23 ' ab und dieser gilt schon als recht groß (die Auflösung ist übrigens durchaus knapp erreichbar), ein pixel ist bei 77e3 Elektronen gesättigt, macht für eine formatfüllende M31 mindestens 16 Aufnahmen nur für Luminanz und man braucht etwa 2 Billionen Photonen, und das ist schon eine Menge, gemessen an dem, was von M31 hier ankommt)
Es wird aber noch härter: Beim einsatz von Schmalbandfiltern verlängert sich die Belichtungszeit nochmals ganz gut und zudem sind die Sterne, die zur Nachführung oder zur Steuerung einer Adaptiven Optik genutzt werden dann nur noch 10 % so hell wie vorher und das bedeutet eine geringere Aktualisierungsrate (die soll ja auch so hoch wie möglich sein - Luftunruhen warten nicht). Ich hatte ja schon leichte Probleme mit dem H-alpha Wega zu fokussieren, man kann auch aus der Großstadt heraus hübsche Dreifarbkomposite im H-alpha, O-III und S-II (???) Licht machen, letztere beiden lassen Sterne, glaube ich, noch dunkler erscheinen als der H-alpha. Auch habe ich den Eindruck, das Instrumente, die so groß sind, dass ihre Abbildung durch das Seeing begrenzt sein sollte, trotzdem mit zunehmender Größe Kontrastreichere und Schärfere Bilder Liefern.
Es sieht so aus, als könnte man nicht sagen: 'Durch den Einsatz von CCD-Technik verringert sich die Belichtungszeit.', sonder man bekommt dadurch nur die Möglichkeit bessere Bilder in der selben Zeit zu machen, oder Techniken zu benutzen, die sehr viel Licht schlucken und mit chemichen Filmen eigentlich unmöglich sind, wie eben die Benutzung von Schmalbandfiltern und adaptiver Optik. Und man bekommt die Möglichkeit die Belichtungszeit praktisch nach Belieben zu verlänger. Es gibt keine zu lange Belichtungszeit. Wenn man zu viel Zeit hat macht man halt mehrere Bilder und mittelt sie um die Qualität zu verbessern.

...also da halte ich stark dagegen ;) .

Sehr gute Aufnahmen mit kleinen, ausgefeilten Optiken zu bekommen ist natürlich auch drin, dabei habe ich allerdings die Beobachtung gemacht, dass es sich dabei fast immer um Fluorit-Apochromaten o.ä. handelt, die bei 80 - 100 mm oder so, Preislich mindesten bei der Summe anfangen, die ich für das Karbon-Ding ermittelt habe. Die sind halt klein und fein, aaaaber: Licht fehlt denen auch.
Und mal ganz davon abgesehen kann man ja auch als Astrofotograf einen Blick mit dem bloßen Auge durch das Ding riskieren.
Ich habe schon vor das Ganze dann stationär aufzustellen. Vielleicht mache ich ja eine private Volkssternwarte auf (nimm das nicht zu ernst, aber Lust hätte ich schon). Ist zwar alles Träumerei, aber bis jetzt habe ich (oder andere) diese immer irgendwann realität werden lassen können :) .

Übrigens ist meine Homepage jetzt online...also, eher die Spore, aus der sie sich entwickeln wird. Ist noch nicht offiziell und ich muss noch ein paar Lizenzen klären, darum hat sie ein Passwort. Man benötigt auch ein Flash-Plugin für den Browser. Würde mich freuen, wenn Du Deinen Senf dazu geben könntest, musst Du aber nicht. www.stella-mira.gmxhome.de (http://www.stella-mira.gmxhome.de) mit 'noli me tangere' als Passwort - und schalt' die Lautsprecher an :D . Ist alles noch ganz sporadisch...der Schalter rechts unten bewirkt auch etwas mehr, als die Anderen.

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
15.03.2005, 19:35
Hi Hector42
Schade, so nah wohnst du nicht. Komme aus dem Zwickauer Raum, also schon ne Ecke weit weg.
Photonen, Pixel und Chipgrößen, wow da hast du dich ja wirklich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt. Respekt! Ich fang mit der Einarbeitung, meistens erst dann an, wenn ich mir sicher bin, das Teil wirklich auch demnächst zu besitzen, bzw wenn ich damit arbeiten kann. Sonst kann ich mich nicht darauf konzentrieren. Deine Wunsch SBIG Kamera ist aber auch ein Spitzenteil. Na ich werde deine HP im Auge behalten, sieht schon sehr cool aus und klingt auch so ;)
Heute hab ich mich zum erstenmal nach dem Unfall wieder astronomisch betätigen können. Zwar darf ich noch nicht schwer heben aber mit etwas Bastelei war dies auch nicht mehr nötig. Hat nur alles etwas länger gedauert als sonst. Im DS Forum auf die Astro Galerie geklickt, Sonne Weißlicht, das solltest du dir auch ohne Mitgliedschaft anschauen können.
Den großen 10" werd ich wohl so bald nicht nutzen dürfen aber mit dem Einsteigernewton wird schon was gehen. Leider hat es wieder zugezogen, würde auch gerne mal wieder Nachts raus. Naja wird auch noch.
CS Udo S

Hector42
15.03.2005, 21:10
Hi Udo!

Hm, tja, einen Führerschein habe ich leider nicht, dann würde es mit der Astronomie auch viel besser klappen, aber naja.
Vielen Dank für all die Blumen :o , man tut halt was man kann, oder in meinem Fall besser gesagt: wozu man Lust hat. Ist aber nicht unproblematisch im Hinblick auf die Zukunft - das schulische Lernen leidet.
Das Alles so aufzuarbeiten und anzueignen ist meine Art der Träumerei. Dabei bleibt zu hoffen, das immer alles so wird wie ich mir das vorstelle, wenn ja habe ich schon vorgelernt.
Also zu der Homepage hast Du nichts negatives anzumerken, wie zu dunkle Schrift oder so? Ich bin immer ganz extrem selbstkritisch, wenn Du als neutrale Partei das 'sehr cool' findest werde ich Dir wohl glauben müssen und mich freuen :) . Ich kann nur hoffen, dass mir die Uhrheber auch erlauben, die Sounds zu benutzen, die sind ja aus PC-Spielen, aber ich fand sie einfach zu cool.
Ah, nicht übel die Sonnenbilder, und das mit dem Einsteiger. So eine Aufnahmekombination hatte ich noch nicht, darum kann ich nicht viel mehr dazu sagen. Sie ähneln denen, die ich mit dem 8-Zöller und dem Neopan Acros gemacht habe. Ich glaube meine sind schärfer aber kontrastarmer. Früher habe ich die Penumbra immer vergeblich gesucht. Oh, da fällt mir etwas erzählenswertes ein: Unter meinen ersten Aufnahmen ist auch eine Sequenz einer paSofi. Alles in dem tollen Grün des Okularsonnenfilters aufgenommen. Nach Jahren bemerkte ich beim Scannen und der Nachbearbeitung darauf wohl eine Protuberanz, die so hell war, dass sie mit auf das Negativ kam. Das hat mich schon verwundert. Ich glaube das war die Sofi '99, gab's da besonders helle Protuberanzen?
Beobachtest Du die Sonne Regelmäßig? Ich kenne jemanden, der hat fast sein ganzes astronomisches Treiben auf den Tag verlegt. Immer wenn es geht macht er eine Sonnenkarte. Habe ich auch mal eine Zeit lang versucht. Am Ende ging es sogar, anfangs fand ich es recht kompliziert mit Zentralmeridianen und jeder Woche eine andere Schablone und so ein Krimskrams :) . Das ist (noch?) nichts für mich, eher für wirkliche Amateurastronomen, die ihre Ergebnisse weiterreichen.
Finde ich schon heftig, das Du einen 10-Zöller hast, den Du nicht benutzen kannst :( . Mich würde das auf diese Dauer auch stressen.

Dann wünsche ich Dir mal eine schnelle Genesung,
Hector42

Udo_S
16.03.2005, 08:44
Hi Hector42
:eek: Okularsonnenfilter :eek: Ich hoffe denn benutzt du nimmer, die Dinger sind GEFÄHRLICH. Wenn so ein Ding unter der Hitzeeinwirkung platzt, so schnell kriegst du dein Auge da nicht mehr weg und das wars. Auch Technik lässt sich so in hervorragender Weise ruinieren. Also Objektivsonnenfilter aus Glas oder Baaderfolie, alles andere Taucht nix.
Na ja so gut waren die Bilder gestern wirklich nicht, die durchziehenden Wolken kamen nicht so gut. Auch die Kamera hat mich noch nicht wirklich überzeugt, da sie aber meiner Freundin gehört, will ich da mal nicht meckern. :rolleyes: Hab auch für das Fernglas aus Baaderfolie ein Paar Sonnenfilter, so kann ich immer schnell kontrollieren was sich tut, sieht es vielversprechend aus kommt das Teleskop zum Einsatz und da es im Hellen alles ein bisschen leichter geht, war es gestern soweit. Für den Rest der astronomischen Beobachtungspalette heißt es halt noch ein bissel Geduld.
Übrigens fand meine "Regierung" deine HP auch Cool(Orginalausspruch). Bist damit denke ich schon mal auf einem guten Weg. ;) Werde auf jeden Fall deine Arbeitsfortschritte begutachten.
Ach, ja die Sofi 99. Wenn ich mich richtig errinnere waren da schon ein paar Protuberanzen zu sehen. Eine schöne "Fackel" stand glaub ich auf dem Westrand und ein paar kleinere in südl. Regionen. War wirklich ein klasse Anblick. Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr in der Türkei wieder. Hast du da Reisepläne?
CS Udo S

Hector42
16.03.2005, 17:04
Hallo!

Hua, keine Panik, das Ding war früher bei den Einsteigern dabei, mehr als f/15 sollte es offiziell nicht abbekommen haben. Offiziell, also wenn man eine spezielle Blende auf den anderen Einsteiger mit f/8 setzt. Hab' ich aber nicht immer gemacht obwohl ich wusste, dass das gefählich ist :o . Motorisch stand ich aus diesem Grund beim Beobachten immer am Anschlag. Und bei praller Sonne wurde auch nicht beobachtet, und sowieso nur kurz. Das Ding ist aber trotzdem irgendwann geplatzt. Ich hätte das alles nicht gemacht, wenn ich mir nicht entsprechen schnelle Reflexe zugetraut hätte, bis was mit dem Auge passiert muss schließlich ersteinmal die Flüssigkeit an der betroffenen Stelle verdampfen, bis es soweit ist dauert das schätzungsweise schon seine 1 bis 3 Sekunden. Meinen Reflexe würde ich mit <=0,5 Sekunden einschätzen. Naja, diese Verwissenschaftlichung (die auch nicht gesichert ist) ist natürlich keine Entschuldigung. Mit der Baaderfolie, die ich jetzt benutze ist das alles eh schon viel toller, damals kannte ich so etwas noch nicht.

Mir ist übrigens gerade aufgefallen, dass ich ein wenig Müll erzählt habe: meine Nachführbrennweite beträt doch nur 1800 mm.

Freut mich sehr, das Ihr die Page jetzt schon so toll findet :) .

Zur Sofi in der Türkei: Ich war letztes Mal mit einem Freund und einem der Einsteigerteleskope (aber auf einer ordentlichen Monti) in Sivas...jetzt sag' nicht, Du wärst da auch gewesen! War ziemlich cool dort, wir hatten einen pauschal-Taxifahrer, der zuerst am Flughafen dadurch geglänzt hat, dass er einen Deutschen Begrüßungssatz mit wenig türkischem Dialekt hinbekam. Das war aber auch alles, die restliche Zeit, die wir mit dem herumgekurvt sind haben wir eher weniger dierekt kommunizieren müssen, war aber lustig. Zur sofi sind wir nach GPS an eine Stelle möglichst langer Totalität gefahren und haben unsere Instrumente bei einem einzelnen Baum etwas neben der Straße aufgestellt. Der Baum war auch cool, fungierte er doch als camera obscura und warf durch seine Äste tausendfache relativ scharfe Bilder der Verfinsterung auf den Boden. Der Taxifahrer durfte auch mal gucken und nach der totalität gesellte sich ein Kleinbus mit, ebenfalls nicht deutsch sprechenden, Türken zu uns mit denen wir dann einfach so Tee tranken. War schon alles sehr interessant. Ein paar hübsche Aufnahmen von Sofi habe ich auch :) .
Was die Reisepläne angeht, so weiß ich nicht genau. Im Prinzip: JAAAA! Nur dummerweise bin ich seit einiger Zeit Panikpatient und es gibt Phasen, da bekomme ich schon im Zug richtige Todesangst - Platzangst. Aber wenn es mal nur das wäre. Ich kann mich ungewollt in so ziemlich alle Ängste die es gibt reinsteigern, manchmal in einer Stärke, die...eben Todesangst bedeutet, das ist im Alltagsleben doch etwas hinderlich und an ein Verreisen ist kaum zu denken :( . Hört sich alles etwas komisch an, aber selbst jemandem, der Gefühle gut nachempfinden kann ist das sehr schwer rüberzubringen, das muss man wirklich selbst erlebt haben - wünsch' ich aber keinem. Es wird ganz langsam besser, was mich hoffen lässt nächstes Jahr wieder mehr Sicherheit zu haben, im Augenblick könnte ich nichtmal zwei Tage in einer anderen Stadt verbringen, weil ich nicht die Möglichkeit hätte binnen Minuten wieder zuhause zu sein (ist eigentlich völlig unlogisch - ist doch egal wo man sich befindet).
...äh, das mit der Panik ist immer so ein Thema, da kann ich mich nicht kürzer fassen...sorry. Hab' dazu noch tausend eigentlich ganz interessante Geschichten, aber dieses Thema verschreckt die Leute anscheinend oder sie finden es uninteressant.
Fazit: Ich will sehr, sehr gern hin, trau' mich aber nicht und habe deshalb keine konkreten Pläne.

viele Grüße,
Hector42

Udo_S
16.03.2005, 17:39
Hi Hector42
Hm, Panikpatient das hört sich wirklich schlimm an und wenn ich ehrlich bin kann ich es mir wirklich nur sehr schwer vorstellen, wie es da einem zumute ist. Hoffe es gibt da Möglichkeiten zur Hilfe. Denke wir können uns trotzdem weiter über Astronomie. bzw wie war nochmal das Ausgangsthema? Unterhalten ;) Ich weiß auch noch nicht ob es bei mir mit der Sofi klappt. Das muss irgend wie noch mit in die allgemeine Urlaubsplanung passen und das ist momentan noch sehr unsicher. Aber zum Glück hab ich die Sofi von 99 sehen können, ich war in Österreich, auf einer Bergwiese. 20 Minuten bevor die Totalität eintreten sollte hat es noch stark geregnet und ich dachte schon, Mist 550km für nix gefahren. Einige Einheimische die mit dem Auto vorbeifuhren warfen mir mitleidige Blicke zu und eine Kuhherde näherte sich langsam. Fünf Minuten davor riss dann plötzlich der Himmel auf und ich hatte zu tun alles in Position zu bringen. Wir erlebten eine wunderschöne Sofi in Mitten einer Kuhherde, ich glaub die wurden unruhig wegen der Sofi. Ungefähr 10 Minuten nach der Show, zog es sich wieder zu. Besser hätte ich es nicht timen können. Leider hab ich nicht fotografiert, dafür war es aber visuell ein Genuss.
Heute war es hier bei mir übrigens zu windig zum Sonne knipsen.
CS Udo S

Hector42
16.03.2005, 19:18
Hallo Udo!

Tja, also mann kann schon sagen ,dass ich gezwungen bin ein anderer Mensch zu sein, aber mir wird schon geholfen bzw. ich mische natürlich auch aktiv bei der Hilfe mit. Gesprächstherapie und/oder Tabletten. Letzteres ist nicht verwerflich, da es nur einmalig nötig ist, aber ich hatte schon bei winzigen Dosen enorme autosuggestive Nebenwirkungen, so dass selbst ich, der ich trotz Allem doch eine starke Ratio besitzte, kaum glauben kann, dass das lediglich autosuggestiv war. Naja, der Seelendoktor meint ohne Tabletten geht es auch, nur langsamer.

Wie Du schon sagtest, zurück zum Thema, es geht eigentlich um Ausrüstung. Langsam scheint sich das aber etwas zu erschöpfen, an der Ausrüstung ändert sich ja nicht viel. Wenn heute abend/nacht gutes Wetter ist, dann werde ich mal mit dem 8-Zöller die Justage überprüfen.
Meiner Freundin bringe ich morgen die ganz alte 4,5 "-Einstergerteleskop Montierung plus Stativ mit, die Optik hat sie schon. Ich würde ihr ja die Vixen NP geben, aber die ist ja gerade im Umbau. Ich hoffe dann kann sie sich so richtig für die praktische Astronomie begeistern, momentan meckert sie nur an ihrem 50 mm sub-Einsteiger herum. Mit dem Ding lässt sich aber auch wirklich nichts anfangen. Ist ja erstens ziemlich Lichtschwach, taugt bestenfalls für Planeten und zweitens (was noch schlimmer ist) ist diese azimutale Montierung dermaßen wackelig, da macht es wirklich keinen großen Unterschied das Teil in de Hand zu halten - so ist das Nachführen sogar einfacher.

Das mit der Sofi ist ja wirklich perfekt getimed gewesen. Vermutlich ist es selektive Warnehmung, aber ich habe das Gefühl, dass bei wirklich wichtigen Dingen selten was schlimmes passiert und dass es beim normalen Beobachten genau andersherum ist. Zunächst keine Wolken, alles aufgebaut, gerade im Begriff die Kamera anzubringen - da zeigen sich dann erste Unheil verheißende Ausläufer einer ganzen Wolkenwand. Das ist nervig :( , aber eine schlechte Laune bekomme ich deswegen eigentlich nicht, dazu bin ich dann meißt zu müde. Der Kerl, mit dem ich in Sivas war wollte eigentlich nicht durch sein C-8 schauen, der ist manchmal etwas alternativ drauf (reist auch viel in andere komische Länder, die ich lieber nicht versuchen will zu buchstabieren und ist sogar zudem noch Hobbygeologe), naja jedenfalls konnte er sich nicht erwehren und die Zeit der Totalität ist natürlich wie im Fluge vergangen, sodass er doch fast permanent in's Rohr geschaut hat. Für ihn war es nicht die erste toSofi, die zweite, glaube ich, auch nicht. Für mich war es äußerst beeindruckend. Bin zwar cool geblieben, abern war wirklich stark: wir befanden uns ja mitten auf einem riesigen, aber überschaubaren steppenähnlichen Hochplateau, wie der Schatten kam und ging (und damit der Wind!!!) war schon wirklich stark...und dieses minutenlange Zwielicht........:D

So, mal schauen, was der Himmel macht :) .

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
16.03.2005, 20:27
Hi Hector42
>das bei wirklich wichtigen Dingen selten was schlimmes passiert<
Ja ich glaub da hast du recht, hoffentlich bleibt das auch so. Der Venustransit war ja auch so ein Beispiel, einen Tag später war es bei uns schon nicht mehr so toll. Allerdings lässt sich über das Thema: "Teleskopaufbau und gleichzeitige Verschlechterung der Himmelsqualität", dicke Bücher füllen, ich fang da mal lieber nicht an mich drüber auszulassen, könnte länger dauern.
Das sich deine Freundin auch für Astro interessiert, finde ich gut. Die Meinige konnte ich nicht überzeugen, ist aber auch nicht schlimm, solange sie nicht meckert, wenn ich abends noch mal rausgehe ist es okay. Auch hat sie meistens nichts dagegen, wenn ich mal wieder was bestellen will und ganz ehrlich, bin ich beim Beobachten am liebsten alleine.
Zum Grundthema: Ausrüstung hoffe ich ja demnächst wieder mehr beisteuern zu können. Test der EQ 6, Test der LXD 55 mit Einsteigernewton+ Russentonne.
Übrigens konnte ich das Verhalten der LXD55 mit dem 4,5" bei meinen Sonnenbildern schon mal abschätzen. Mit dem geringeren Gewicht kommt die Monti wesentlich besser klar. Sie läuft "weicher" auch das Nachführen ist angenehmer. Alles in allem positiv verlaufen.
Außerdem geistert im Hinterkopf seit neuestem eine Webcam. Mars 05 sag ich nur. Du kennst dich doch aus, was wären die Mindestanforderungen an ein Laptop. Würde mir vielleicht ein gebrauchtes bei ebay leisten wollen. Würde es ja nur zu diesem Zweck nutzen, neulich las ich in einem anderen Forum das 300-500 Mhz schon ausreichen würden. Welche Anforderungen würdest du denn stellen? Mann, bei diesem Hobby werd ich noch arm. :D
Hoffe du konntes heute was erkennen.
Alles Gute
Udo S

Hector42
17.03.2005, 05:07
Hi Udo!



"Teleskopaufbau und gleichzeitige Verschlechterung der Himmelsqualität"

Ja, ja, ist ganz typisch. Ich kenne keinen Himmelskundler, der nicht auch darüber nörgelt, das kennen wir wohl alle.
Meine Freundin musste nichtmal überzeugt werden, die war schon bevor sie mich kennengelernt hat wissenschaftlich interessiert. Die interessiert echt alles, von Astronomie über Biologie bis hin zu Geschichte. Ich glaube das einzige was sie nicht dierekt interessiert ist Politik...und 'Geist-Gehirn-Probleme', so wie Sky Darmos und ich sie hier diskutiert haben. Davon hatte sie schon in anderen Foren genug. Naja, ich versuche mir eine Scheibe (oder mehr) von ihr abzuschneiden, was die Lern- und Bildungsmotivation angeht. Da ist sie mir haushoch überlegen :) . Beim wirklichen Beobachten (also Dokumentieren) wäre ich auch lieber allein, sonst ist's mit der Konzentration vorbei (das würde auch bei anderen 'Besucher' so sein :) ), aber eine Gemeinsame Beobachtungsnacht mit anderen Hobby-, Amateur- oder was auch immer für Astronomen würde ich schon gerne mal probieren.

Also heute fing es schon mit recht klarem Himmel an, Später ist es zugezogen, aber nur allmählich, sodass ich zu einem gewissen Ergebnis gekommen bin. Das Bild, was sich mir nach der Laserjustage bot war ein richtig schöner Astigmatismus. Schon konnte man wieder Fragezeichen über meinem Kopfe tanzen sehen. Ich haben dann, wie sonst auch, angefangen an HS herum zu schrauben. Daruch kam zu dem tollen Astigmatismus eine tolle Koma. Nachdem ich weiterhin mal alles Achsen ausprobiert habe um die Fehler weg zu bekommen stand fest: das beste Bild ist der Astigmatismus. Da ich mir ja jetzt sicher bin, dass dieser bei sachgerechter Ausrichtung des Lasers auf den Mittelpunkt des HS nicht vom schiefen Okular oder einem falsch eingestelltem FS kommen konnte, habe ich die Sache mit der Verspannung doch mal etwas ernster genommen. Ich sagte ja nach dem Umbau sei es besser gewesen, das stimmte auch, ich hatte nur vergessen, dass ich seither den HS noch einmal ausgebaut hatte. Ich habe also letzendlich alle HS-Klammern (und um sicher zu gehen auch die vom FS) vollständig gelöst, sodass der HS locker aber stabil auf der Unterlage lag - siehe da: es ward viel besser. Der 'Monsterastigmatismus' ist jetzt nur noch ein 'gut erkennbarer Astigmatismus' (ich tat alles bei 320 x), aber da ist er immernoch.
Ich habe dazu mal mehrere Fragen, die Justage scheint ja irgendwie meine Schwachstelle zu sein. Was für Optikfehler produziert ein schiefer HS? Bis jetzt nahm ich an: starken Astigmatismus und mittelmäßige Koma. Jetzt glaube ich: starke Koma und geringen oder keinen Astigmatismus. Ich habe gehört, dass man HS nicht in schlimmen Stellungen (an die Wand gekippt o.ä.) lagern soll da sie dann ihre Form verändern. Passt zu meinem Wissen, dass Glas keinen festen Schmelzpunkt hat, sonder nur eine sehr viskose Flüssigkeit ist. Die Rede war aber von vielen Monaten oder Jahren. Die Kräfte bei einer Verspannung der Opik können aber größer sein, meinst Du, dass es möglich ist, dass ich den Spiegel so in 2 - 3 Monaten Verbogen habe? Ist es überhaupt wirklich so wahrscheinlich, dass sich eine Verspannung als Bilderbuchastigmatismus äußert? (Naja muss ja, mit lockerem Spiegel war es definitiv besser, im 'Focus' waren die Sterne dann sogar rund.)

Das mit dem Laptop (dachte immer es hieße Labtob - 'lab' wie 'Labor', aber 'lap' wie 'Schoß' klingt plausibler) ist so eine Sache. Aufgrund meiner komplizierten Art fällt es mir schwer Pauschal zu sein (und aufgrund der Tatsache dass ich mit Webcams leider gar keine Erfahrung gemacht habe). Es kommt auf die gewünschte Auflösung und Bildrate an und nicht zuletzt auf die Qualität der Progammierung. Ich will nicht, dass Du Dir da was falsches zulegst, aber meinem 366 MHz würde ich das zutrauen. Kommt auch auf die RAM-Größe an, sobald so viele Programme geladen sind, das alles nicht mehr einwandfrei da rein passt, gerät alles in's stocken. Bei meinem Lappi komme ich manchmal drüber, der hat 256 MB und Windows XP. Windows 98 oder gar 95 würden natürlich weitaus weniger RAM beanspruchen und ihren Zweck erfüllen. Aber ich bin immernoch der Meinung: Mit 366 MHz, 256 MB RAM und WinXP müsste es gehen. Nur: bei Ebay sind 366 MHz Lappis mit 256 MB RAM relativ selten, für die Zeiten aus denen die 366 MHz CPUs stammen sind 256 MB RAM nämlich schon ein Hammer (64 MB gab's in jedem neuen Computer). 128 MB und WinXP kannst Du auf jeden fall vergessen. Ich weiß nicht, ob RAM-Mangel nun unbedingt auf das Bildermachen schlägt, wenn es gut programmiert ist eher weniger, aber der Rest wird sehr unspaßig, Hochfahren und Programme starten dauert und das kann einem, glaube ich, auch den Spaß verderben, wenn man bloß will, dass das Ding Bilder macht.
Also wenn ich an Deiner Stelle wäre........würde ich so etwas wie den 366 MHz mit 256 MB RAM suchen und dann WinXP drauf installieren, dabei aber unnütze Systemdienste deaktivieren (ist ganz einfach ;) ). Wenn 256 MB nicht drin sind würde ich Windows 98 installieren und gucken wie viel vom RAM verbraucht wird (unwahrscheinlich, dass 128 MB nicht ausreichen, aber ich weiß nicht ganz genau). Ich würde mich dann aber informieren, ob die Webcam Win98-kompatibel ist. Bei Allem würde ich aufpassen, dass man die Lappis wieder zurückschicken kann, fall es nicht klappen sollte, ich persönlich würde aber davon ausgehen, dass es klappt.

beste Grüße,
Hector42

Udo_S
17.03.2005, 20:56
Hi Hector42
Wie heisst es so schön, "drehe nie an einem Ding was ging". Leider bin ich da auch noch nicht so in Form. Das ist wohl der größte Nachteil der Einzelbeobachtung, man kann sich nichts abschauen und ich muß sagen das ich durch abschauen am meisten lerne, ein paar Zwischenfragen und schwups hab ich es verstanden. Informationen aus Büchern muss ich mir vorstellen können, ist es zu theoretisch wird es schwer :confused:
Glas krumm drücken kann ich mir nur schwer vorstellen. Schon eher Verspannungen durch zu feste Schrauben oder zuwenig Auflagepunkte, das der FS verspannt auf seiner Auflage liegt, die Justage nicht stimmt, das Gerät nicht optimal ausgekühlt ist usw. Wenn im Focus die Sterne rund waren ist das aber schon mal ein gutes Zeichen, Koma ist ja immer mit im Spiel.
Sorry aber den entscheidenden Tipp kann ich dir leider auch nicht geben. Hoffe du hast dir gestern auch mal das eine oder andere Objekt angesehen. Fehler hin oder her aber du hast ja dein Fernrohr nicht um Fehler zu suchen ;)
Beim Thema Laptop bin ich noch am grübeln, gesamt kämen da zusammen mit der Webcam ja auch wieder Kosten <500 € auf mich zu. Für das EQ6 Tunning kann ich auch 150€ rechnen, Minimum. Das gibt mecker. Die Digiknipse kann auch kurze Filme aufnehmen. Das wird glaub ich mein nächster Versuch, eine Filmsequenz aufnehmen und die Bilder addieren das müsste doch gehen.

Alles Gute
Udo S

Hector42
18.03.2005, 00:17
Hallo Udo!



Wie heisst es so schön, "drehe nie an einem Ding was ging".

Ja, lustiger Reim, entbehrt auch nicht einer gewissen Logik aber der Lerneffekt kommt mir dabei etwas zu kurz. Ich muss immer überall dran rumspiele und es auseinandernehmen. Wenn es dabei kaputt geht weiß ich nächstes Mal jedenfalls was ich falsch gemacht habe. Naja, gut, an das Finanzielle sollte man halt einfach nicht denken.
Lernen durch Abschauen oder durch Bücher funktioniert bei mir auch, aber bei Weitem nicht so gut wie selber fummeln.
Wenn Dir die Theorie manchmal zu schwer ist, ich nehme an weil sie zu trocken ist, hilft es, wenn man möglichst außergewöhnliche Verknüpfungen zieht. Als Fußballfan würde man viel leichter die Theorie um die Fallbeschleunigung lernen, wenn man sich dadurch Lust macht, dass man dann die Flugbahn des Fußballes berechnen kann. Ich finde so etwas immer toll, auch wenn es idealisiert ist und es einem ohnehin nichts nützt.

Was den krummen Spiegel angeht: da haben keine Schrauben mehr gedrück, alles war völlig locker, der HS wurde nur von der Haftreibung der Gummiauflagen am rutschen gehindert und ich könnte ihn mit einem Finger um viele Millimeter anheben. Nur die Schwerkraft hat gewirkt. Der FS ist ganz leicht in eine Plastikfassung geklemmt, wenn überhaupt, dann ist die dran schuld, aber das kann ich mir nicht vorstellen. Der HS ruht auf sechs Gummischeiben, die alle inherent (also durch die Natur der Sache) eine exakte Ebene bilden. Die Spiegelzelle habe ich vorher per Software errechnet und eigentlich nur gebaut, um zu sehen ob ich dazu fähig bin, drei Punkte hätten auch gereicht. Laut Software sollte die Verbiegung des Spiegels 1/1250 Lambda RMS (!) betragen, bei Originalversion der Auflage (drei Punkte ganz am Rand) errechnete die Software 1/28 Lambda RMS. Es heißt, diese werte sollten etwa einem 1/4 der Spiegelschliffgenauigkeit entsprechen. Im letzten Fall wäre das dann 1/7 Lambda RMS und das hört sich plausibel an, wenn man bedenkt, dass das ein GSO-Spiegel ist, der auch noch unintelligent gelagert war. Wie dem auch sei: wenn überhaupt, dann müsste man die Ergebnisse der Software eher zum Besseren hin korregieren, würde ich sagen. Ich werde einfach mal sehen, ob sich der Astigmatismus wieder gibt. Apropos: die Sterne sind im Fokus zwar rund, aber nur weil das kleine Kreuz verwischt ist. Ich möchte die Anzahl der durchbrochenen Beugungsringe darum lieber nicht zählen. Ausgekühlt war das Instrument sicher auch, ich trage es immer als erstes raus, war recht warm draußen und der Spiegel hängt ja quasi frei in der Luft. Vom ersten Losrennen bis zum gucken vergeht allermindesten eine Stunde.

Ich habe vor dem lösen des HS ein klein wenig herumgeguckt, aber der Asti hat mich wirklich genervt. Bin mal auf den Rosettennebel gefahren (als ob eine Chance bestünde von dem etwas zu sehen :rolleyes: ) und hab auch ein anderes kleines NGC-Objekt in der Nähe kurz probiert. Sternhaufen mit Nebel. Auch mit UHC-Filter war da nicht viel zu machen, aber ich hab's mir schon gedacht. Dann kamen Mond (hübsche Rücken) und Saturn dran. Da hat man schon gesehen, dass mit der Optik was nicht stimmt. Sah etwa aus wie im Einsteiger, nur viel heller. Bei besserer Justage hatte ich beim Saturn einmal so viel Kontrast, wie bei dem 102 mm Achromaten vom Kumpel. War schon eindrucksvoll. Jupiter und ganz besonders Saturn sind meine Lieblingsplaneten...naja ich hab mit dem 8-Zöller noch nicht so viel Planetenjagd betrieben, hab' noch nie Merkur, Uranus, Neptun oder Pluto gesehen. Bei der Mars-Opposition letzes Mal war ich vom roten Planeten auch schon sehr beeindruckt. Aber nichts geht über diesen coolen Ring des Saturn! Titan war natürlich auch dabei und ich musste unwillkürlich geistig nochmal an die Szenerie Saturn, Titan, Cassini und Huygens heranzoomen.
Hab' gerade einen Blick in die Astrosoftware geworfen, der Jupiter strahlt ja auch schon im Osten und er kann mit mächtigen 44 " aufwarten! Mit ein bisschen Glück könnte ich ihn Durch die kahlen Bäume beobachten.



...aber du hast ja dein Fernrohr nicht um Fehler zu suchen

Bei mir könnte man diesen Eindruck aber gewinnen ;) .

Also, wenn die Digicam Filme aufnehmen kann, wozu dann eine Webcam? Klar, letztere liefert einen nie versiegenden Datenstrom aber viel mehr als 100 Bilder wird man doch nicht brauchen, oder? Wieviele Bilder macht die Digicam denn so? Dass Du nur die Bilder mit minimaler Luftunruhe nehmen solltest weißt Du aber, oder?

Das Thema Ausrüstung erschöpft sich doch nicht ganz so leicht, wie ich dachte. Habe gerade wieder an etwas herumbebastelt: da gab es in der Kamera (in der nähe der Filmpatrone, an der Filmschiene) so eine Schraube mit Abstandsring. Für mich sah das auf den Ersten blick so aus, als würde sich da optionales Zubehör anbringen lassen. Nach Abschraubung ist die Kamera nicht auseinandergefallen und ich habe eine kleine Holzleiste angebracht, die es nun erlaubt den Film auf der Filmschiene fest zu klemmen. Aber wozu das Ganze? Ich meinte ja, dass ich die Nächsten TP hyp. in kurze Streifen zerschneiden will, die ich alle separat einfriere. Nun können die Streifen so kurz sein, dass ich aus einem 36 er Film immerhin bestimmt 14 Fotos machen kann. Bei den letzen zwei TP hyp. bin ich insgesamt gerade auf drei Bilder gekommen - ziemlich unökonomisch. Normalerweise würde es in einen Kamf ausarten, gebogene Filmstreifen in völliger Dunkelheit in eine Kamera zu bekommen und diese gerade dort hinein zu bekommen ist eigentlich unmöglich. Jetz werden sie sicher vom Transportrad auf der einen Seite (nur die Walze, die in die Perforation greift) und dem klappbaren Holzstück auf der anderen Seite, in der Führung gehalten.

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
18.03.2005, 17:59
Hi Hector
"drehe nie an einem Ding was ging" ist übrigens der Lieblingsspruch eines Vorgesetzten von mir, wenn er die Kollegen von der Instandhaltung an irgend welchen Werkzeugen basteln sieht.
Das "kleine Kreuz" du meinst die Spikes, welche durch Beugungseffekte an der Fangspiegelhalterung hervorgerufen werden?
He, der Rosettennebel, den hatte ich auch schon mit dem 10*50 Fernglas gefunden. Durch das große GF des Feldstechers ist der schwache Nebelschimmer relativ gut auszumachen. Der kleine Sternhaufen in der Mitte des Nebels ist ziemlich markant, wie ne' breitgedrückte Würfelfünf. Hast du das einmal ausgemacht, kannste ja mit allen Regel der Kunst (indirektes Sehen, div. Filter) ans Werk gehen. Wenn ich mir einmal über den Ort eines bestimmten Objektes sicher bin, dann kann man es sich wirklich erarbeiten.
Ein Filmhalterung, klingt auch nicht schlecht, auch wenn ich es ein bissel abschreckend finde, die Filmschnipsel einzeln einlegen zu müssen. Obwohl Sinn macht es schon, so kannst du ja die Filme gleich entwickeln und nicht Monate drauf warten.
Hab heute meine Sackkarrekonstruktion etwas verfeinert, jetzt kann ich sowohl die LXD 55 wie auch die EQ 6 mit Stativ, ohne sie schwer heben zu müssen ist Freie befördern. Mein kaputter Wirbel wird sich freuen.
Alles Gute
Udo S

Hector42
18.03.2005, 19:35
Hi Udo!

Nein, mit dem 'kleinen Kreuz' meinte ich eigentlich das Kreuz, dass ein Astigmatismus im Fokus verursacht...das gibt es aber gar nicht. Ich habe nochmal nachgeschaut, im Fokus ist angeblich auch der Asti rund, die Sterne sind nur eben ein bisschen größer als sie ohne Asti wären. Habe also falsch gedacht.

Ja, der Rosettennebel erscheint schon gewaltig groß am Himmel. Mir war klar, dass ich mit 50 x da vermutlich schon etwas nah dran bin. Ich fage mich, ob ich Teile des Nebels gesehen habe, oder durch den Nebel (hier auf der Erde) gestreutes Sternenlicht. Denke eher letzteres, auch da sie mit dem UHC-Filter eher verschwanden. Keine Ahnung wie der Nebel aussehen soll, gesehen habe ich ihn noch nie. Nun, nächstes Mal werde ich nach einer Würfel-Fünf Ausschau halten, letzes mal ist mir diese Assoziazion nicht gekommen. Ich bin genau von diesem Sternhaufen gestartet, nachdem ich 9 Sekunden vorher (hab's gezählt ;) ) die Steuerung auf Beteigeuze initialisiert habe. Das mit dem Erarbeiten kenne ich auch ein bisschen, momentan fehlt mir dazu die Ruhe und mit den ganzen Autos, grölenden Halbstarken und Straßenlaternen macht es eigentlich auch nicht wirklich Spaß sich in seine Beobachtungen fallen zu lassen :( .

Der Himmel soll mal wieder besser werden, ich will mal schauen wie es mit dem Göttervater steht! Außerdem habe ich mir letztens einen TP hyp. bestellt und was liegt näher, als den Rosettennebel damit aufzunehmen, der sollte eigentlich in einer netten Position stehen, und der H-alpha Filter sollte auch bei der relativen Horizontnähe so einiges abhalten. Zudem ist der Rosettennebel doch viel heller, als der Nordamerikanebel, oder? Ooooh, ich will fotografieren :( !

Die Sache mit dem TP hyp. ist auch diese: man braucht einen speziellen Entwickler, damit das was bringt. Wenn man damit etwas aufnimmt und ihn zum Entwickeln bringt hätte man ihn gar nicht kaufen brauchen. Um das Selberentwickeln kommt man also nicht drum rum. Einfrieren darf man ihn nur einmal und wenn er aufgetaut ist hält er sich vielleicht einen Monat, da sagt jeder etwas anderes - jedenfalls nicht Monate. Mein Vorgehen erscheint mir in meinem Fall als die einzige sinnvolle Nutzung des Filmes. Den TP gibt es bei www.astrofilm.de (http://www.astrofilm.de) übrigens angeblich noch bis August/September. Kurz vorher werde ich mir einen Vorrat anlegen, in der Hoffnung die von Astrofilm rechnen damit, dass das alle machen - nicht dass eine Astrofotografeninvasion schon vorher alles leergekauft hat :) .

Cool, man muss sich nur zu helfen wissen. Leider muss ich immer eine Etage Höhenunterschied bewältigen. Nach dem Aufbau und erst recht nach dem Abbau, bin ich Schlaffi dann immer ziemlich fertig.

Sag' mal: würdest Du es besser finden, wenn ich in meinen Beiträgen weniger 'labern' würde? Ich habe irgenwie immer das Gefühl eine Menge Nebensächlichkeiten zu erzählen.

Astronomische Grüße,
Hector42

Udo_S
18.03.2005, 21:32
Hi Hector
Denke du wirst den Nebel schon gesehen haben und ihn aber nicht bewusst wahr genommen. So ging es mir auch, aber irgend wann machte es klick und es passte alles zusammen. Allgemein heisst es, man sollte sich nicht an Fotos orientieren, dem kann ich aber nur teilweise zustimmen. Fakt ist der Anblick am Himmel und der auf einem Foto ist nicht zu vergleichen. Aber sind einmal ein paar markante Punkte erkannt, dann fällt auch der Rest auf. Man könnte Einbildung dazusagen, ich denke das, das Gehirn aber das gesehene leichter zusammen konstruieren kann und die Objekte bewusster wahrnimmt. Hab schon einige interessante Artikel drüber gelesen und auch eigene Erfahrungen sammeln können. Das ist ein interessantes Diskussionsfeld, dazu fallen mir die Spiralarme der M33 ein. Anfänglich sah ich da immer nur einen hellen Fleck. Als ich sie mal zeichnen wollte, sind sie mir das erste Mal aufgefallen, sehr schwach allerdings. Vergleiche mit Fotos zeigten mir das ich mir das nicht eingebildet hab, Position und Struktur stimmten. In Zukunft wurde es mir immer leichter die Spiralarme zu erkennen. Es kommt mir so vor als würde das Gehirn immer mehr "Vorstellungsfolien" übereinander schieben und ein besseres Bild erhalten. Natürlich hab ich jetzt auch noch kein Foto im Okular, aber ich kann das gesehene besser beurteilen. Oh ich muss wieder beobachten. :)
Autos, grölende Halbstarke, und Straßenlaternen :mad:
Ich brauche beim Beobachten auch meine Ruhe. Wenn ich mich nicht konzentrieren kann, macht es keinen Spass. In der Nähe geht zwar eine Straße entlang, aber mein Beobachtungsplatz ist ziemlich schwer einzusehen. Außerdem ist es ein mehr ein unbedeutender Verbindungsweg. Nur letzten Herbst war es eine Umleitungsstrecke und die Autos haben mich immer hübsch angeblinzelt, natürlich mit Aufblendlicht. Hab mich mit einer Plane gewehrt, das ging aber nur bei Windstille.
Ob der Rosettennebel heller ist als der Nordamerika, puh weiss ich jetzt gar nicht auf die schnelle. Glaub aber schon, H alpha Bilder vom Rosettennebel sind auf jeden Fall die Eindrucksvolleren.
Falls es dir schon aufgefallen sein sollte sind wir hier in diesem Thread die einzigen die sich über Ausrüstung unterhalten, ich denke da ist ein bissel labern erlaubt. ;) Ist doch ganz interessant, vielleicht erweckt es ja auch bei anderen die Neugier auf die praktischen Seiten der Astronomie. Mich stört es überhaupt nicht.
Alles Gute
Udo S

Hector42
18.03.2005, 22:41
Hi Udo!

Ja, ich habe da mal eine ähnliche Erfahrung gemacht. Wenn man schon weiß, was einen erwartet, dann erkennt man es besser, ist soetwas zwischen Einbildung und forcierter Warnehmung. War beim Jupiter. Wo ich mir sicher war lauter Bänder zu erkennen, haben die Nicht-Astronomen nur 1, 2 erkannt. Ob es bei mir nur Einbildung war kann ich nicht sagen, denke aber Du hast recht. Genau zählen konnte ich die Bänder jedoch nicht, nur so etwa. Hm, Spiralarme, die habe ich bei M33 eigentlich noch nie gesehen.

Naja, das mit den Störungen ist nicht ganz so krass, vor den Autoscheinwerfern schützt mich unser alter, aber hoher Holzlatten-Zaun, auch komme ich nicht dierekt mit nervigen Mitbürgern in kontakt, die einzigen visuellen Reize, gegen die der Zaun machtlos ist sind die Laternen. Donst würde das ja gar nicht gehen. In 15 m Luftlinie Entfernung befindet sich einer der wichtigsten Straßen hier, dass heißt aber nicht besonders viel. Nachts im Schnitt 1 Auto in 10 Sekunden, also manchmal ist es länger still und dann kommen halt 6 Autos aufeinmal - liegt wohl an der Ampel :) . Hin und wieder höre ich Ethanolisierte streiten, wenn es ganz skuril ist gucke ich dabei auch mal über den Zaun :rolleyes: .
Mich mit einer Plane vor Autolicht zu schützen ist mir etwas zu stressig, da gebe ich gleich auf.

Der Nordamerikanebel ist noch ausgedehnter, als der Rosettennebel, das heißt zwar nicht unbedingt was, aber im Zweifelsfall eine geringere Helligkeit. Ich kenne den Rosettennebel eher als Visuellen Nebel, oder als Zwischending, den Nordamerikanebel soll man auch visuell beobachten können, aber der scheint doch eher ein Fotoobjekt zu sein. Darum meine Einschätzung.
Ich habe schon H-alpha Bilder von beiden gesehen, aber eigentlich finde ich darauf den Nordamerikanebel hübscher. Ist wohl Geschmackssache. Wenn ich hoffentlich bald auch mal den Rosettennebel geknipst habe kann man einen dierekten Vergleich starten.

Nebenbei wühle ich schon die ganze Zeit in meinem Zimmer herum, auf der Suche nach 1 bis 2 roten Leutdioden, daraus mache ich dann eine Tastaturbeleuchtung für den Laptop. Ich schieße mich so langsam auf Tasatur schortcuts ein, ist echt viel besser...wenn man die Tasten sieht. Bis jetzt habe ich leider nur grüne und gelbe gefunden. Warum nur keine roten :confused: .

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
19.03.2005, 16:34
Hi Hector
Spiralarme bei M33, nur das wir uns richtig verstehen, die stehen da nicht wie ausgestanzt am Himmel. Es ist wirklich nur ein minimaler Helligkeitsunterschied zum restlichen Schimmer der GX. Aber ich denke mit geübten Blick ist im Bereich visuelle Beobachtung noch einiges drin. Gestern hab ich übrigens die "Interstellarum" erhalten, auch da sind ein paar Beobachtungstipps drinnen die ich unbedingt testen werde. Nutzt du eigentlich irgend welche Astro Zeitschriften?
"Ethanolisierte" :D ja da kann ich auch die eine oder andere Geschichte loswerden. Cool find ich es wenn mir der Wind, die Musik von diversen Dorffesten ans Ohr trägt, manchmal inklusive Stimmung. Also musikalische Fernunterhaltung stört mich nicht. :)
Leider gibt es sonst keine Neuigkeiten. Bis bald.
Alles Gute
Udo S

Hector42
19.03.2005, 19:10
Hallo Udo,

wir verstehen uns schon richtig im Bezug auf die Spiralarme :D .

Den 'Star Observer' lese ich - die PM unter den Astrozeitschriften :rolleyes: . Was da drin steht tauch meißt schon vorher auf www.astronews.com (http://www.astronews.com) auf. Darin will übrigens gerade jemand seine Webcam für 30 € los werden.



Cool find ich es wenn mir der Wind, die Musik von diversen Dorffesten ans Ohr trägt, manchmal inklusive Stimmung.

Mmmmokay...wenn's Spaß macht :) .

Wirklich neues gibt es bei mir auch nicht. Stehe kurz davor mit der Gallery an zu fangen. Funktioniert fast alles soweit, nur wegen der ganzen durchsichtigen Teile ist die Grafik auf meinem Lappi und vergleichbaren Computern etwas schleppend. Sollte für den Ottonormal-Surfer aber gehen - hab' da schon ganz andere Flash-Sites erlebt.

Ciao und bis denn,
Hector42

Hector42
21.03.2005, 18:47
Hallo Udo!

Die Optik habe ich wieder einigermaßen hinbekommen. Vorher war's ein dürres Kreuz, jetzt ist es ein rundliches Dreieck :confused: . Ich habe den Spiegel gedreht, um die vorher unbelasteten Stellen zu belasten - nur so zur Sicherheit, fals sich das Ding doch gebogen hat - und die Haltebacken bei Tage ganz vorsichtig herangefahren. In der Nacht musste ich sie aber wieder etwas lösen. Der Spiegel liegt jetzt, meiner Meinung nach, nicht richtig auf der Unterlage auf, mit mittelmäßiger Kraft lässt er sich sogar rotieren, obwohl er von echtem Gummi gehalten wird. So fest eingespannt kann er also nicht sein. Möglicherweise stauche ich ihn beim Feststellen der Haltebacken etwas nach innen (hat meine Konstruktion so an sich, aber vermutlich nur in dieser 8 "-Dimension), das werde ich mal untersuchen.

Beim Karbon-Projekt hat sich einiges getan: Ich will die Vierkantrohre jetzt selber bauen (Laminieren), das ist zwar wieder eine Wissenschaft für sich, aber macht sicher auch Spaß und man hat viel Schaffensfreiheit, das mag ich ganz besonders. Ich habe mich mit einem Ingeneur von www.bacuplast.de (http://www.bacuplast.de) kurzgeschlossen, der meinte aber im Großen und Ganzen nur man müsse alles ausprobieren, so stelle ich mir denn auch ein 'Probierset' zusammen und will mal sehen, wie ich damit so fertig werde. Der Selbstbau könnte die Materialkosten auf 60 % - 70 % senken. Nachdem ich ein paar verschiedene Rohre gemacht habe kann ich sie auf ihre Biege- und Torsionsfestigkeit testen - im Bezug auf ein Aluminiumrohr wird das wohl sehr interessant. Habe auch etwas weiter gedacht: Ich bin mir jetzt sicher möglichst viel zu kleben und Klemmungen nur an Schlüsselstellen (zum Transportabel machen) einzusetzen. Das ist vermutlich stabiler und leichter noch dazu. Momentan puste ich mit einem Föhn durch ein großes Plastikrohr, weil man beim optimal passenden Harz (das Zeug mit dem man die Faserschichten schichtet) noch Tempern muss, d.h. 15 h bei 50 °C - 55 °C backen. Der Speiseofen ist ja nicht so groß und außerdem für's Essen. Scheint kanz gut zu funktionieren, dieser Ofen aus Föhn und Rohr.

Ich habe einen freudigen Fund gemacht. Eine TP hyp. Patrone im Gefrierschrank. Leider schon benutzt, d.h. die Empfindlichkeit wird stark herabgesetzt sein. Bin schon dabei sie auf zu tauen und werde heute nacht mal den Rosettennebel in H-alpha probieren. Hoffentlich wird's hübsch :) .

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
22.03.2005, 09:27
Hi Hector
Mit großer Freude hab ich deinen Bericht gelesen, vorallem das du dabei auch wieder mal richtige astronomische Objekte im Visier hattest. ;) War wirklich guter Himmel die letzten Tage, war auch zweimal draußen. Es ist war mit dem 4,5" nicht das ganz große Spechteln aber besser wie nix. Konnte auch mal die EQ6 testen, die hat über das kleine Teleskop nur gelacht. Sie läuft auf jeden Fall wesentlich sauberer wie die LXD 55, kein Nachlaufen, kein Zittern, alle Bewegungen sauber und direkt.
Hab mit Intresse deine Karbon-Versuche gelesen, dabei kam mir eine Idee. Sag mal ob man aus dem Material auch Rohrschellen zusammenbauen könnte?
Hab dir hier mal einen Link http://www.theisges-mohlitz.de/tzmindex.htm der diese Schellen aus Multiplex herstellt. Leider sind diese Schellen mit um die 5kg recht schwer. Deine Einschätzung ob diese auch aus Carbon machbar wären würde mich interessieren.
Viel Spass beim Carbon Backen
CS Udo S

Hector42
22.03.2005, 19:15
Hallo, Udo!

Ich habe mich in der betreffenden Nacht sogar noch an ein paar Galaxien versucht - naja, nur mal schnell angefahren, ich kann mir kaum vorstellen, dass es für Dich unter diesen Bedingungen sehenswerter gewesen wäre. M81/82: Fleck und Strich, M51: Fleck und noch mehr Flecken: hab' mich in den Comahaufen gestürtzt, ein bisschen interessant war es schon, überall irgendwelche undefinierbaren, ganz schwachen Flecken, konnte ich aber nur bei Bewegung des Teleskopes ausmachen. Nichts für ungut, was Deine Galaxien angeht ;) , ich nehme an wenn es dunkler wäre würde es mir auch mehr Spaß machen, nur mit Struktur ist momentan nicht viel - lediglich M51 war nicht einfach nur ein Fleck, aber hab' sie schon besser erlebt.

Das Fotoexperiment (eigentlich eher eine ABM) ist nicht so prall verlaufen, d.h. es war schon erfolgreich als Experiment, nur nicht schön an zu sehen. Bevor ich die Ausrüstung abgebaut hatte, habe ich die Bilder (Rosettennebel und Mond) auch schon entwickelt gehabt. Der Nebel war auf den Negativ nur ganz schwach zu erkennen (40 min. Blz. und halbe hypersensibilisierung), aber ein Negativscanner hilft da sehr gut. Ich wollte eigentlich mindestens eine Stunde belichten, habe aber die Position falsch eingeschätzt und weil ich mal wieder zuviel wollte (wenigstens die 40 min voll bekommen) ist jetzt auch noch unser Altenheim mit drauf. Also nur eine Halbe Rosette :) . Ich habe noch keine Lichtschutzbespannung, so leuchtete der Mond an meinem mit Wäscheklammern befestigten T-Shirt vorbei, auf eine Stelle gegenüber der Kamera - also auch noch viel unnötiges Streulicht. Du hattest schon wieder recht, der Nebel sieht in H-alpha echt nicht schlecht aus. Ich will lieber keine Vergleiche anstellen, bei mir ist nämlich anscheinend immer das angesagte Objekt das tollste. Aber mal ganz objektiv: die Staubwände im Rosettennebel sind zahlreicher. Leider tritt der Nebel schon von meiner Bühne ab, mit einem optimalen Foto wird es wohl dieses Jahr nichts :( . Weißt Du wie sich das mit all den anderen H-II-Nebeln verhält? Der Himmel ist ja laut Software voll davon und ich habe auch schon sehr schöne Aufnahmen von irgendwelchen mir völlig unbekannten NGC-Nummern gesehen, so dass sich vermuten lässt, das sie alle mit TP und Filter gut aufzunehmen sind. Das Mondfoto ist, finde ich, echt gut geworden. Sieht sogar schärfer und kontrastreicher aus, als mit der Digiknipse.

Die EQ-6 läuft tatsächlich besser als die LXD 55? Ich habe letztere zwar für kleiner, aber für hochwertiger erachtet - hab' mich wohl getäuscht, jetzt mag ich Meade noch weniger. Ich habe ein Spiel in RA und DEC (ist ja normal), aber über Nachlaufen und Vibrationen kann ich auch nicht klagen. Bei der Originalelektronik gab es letztere allerdings. In DEC ruckt das Ding aber oft um ein paar Bogensekunden wenn es daran geht die Drift beim Fotografieren auszugleichen. Also wenn sie eine Weile nicht bewegt wurde, dann fährt sie mit einem Ruck an und geht weiter, als sie soll. Ist aber nicht besonders Schlimm, ich denke das liegt an der EQ-6-Mechanik.

Zu den Rohrschellen: Ich habe ja noch keine praktische Erfahrung, aber prinzipiell lässt sich jede Form herstellen, die man irgendwie für ein paar Stunden hindrappieren kann. Rohrschellen sin da schon etwas komplizierter, als Rohre, auch wegen der verschiedenartigen Belastungen. Konkret habe ich folgendes erdacht (also ich gehe immer von dem aus, was ich tun würde): Folie über den Tubus gespannt, Trennmittel aufgetragen, und dierekt darauf laminieren (also mehrere Streifen verschieden Strukturierten Carbon-Gewebes schichten). an einer Seite wird diese Bahn um 90 ° abgeknickt, um eine Fläche für die Spannschraube zu stellen. auf der anderen Seite könnte man auf verschiedene Weisen eine Schlaufe erstellen (Trennmittelbehandelten Stab hinein und Gewebe umklappen) um die Beiden Schellenhälften dort zu verbinden. Also versetzte Lücken heraussägen, ineinander schieben und Schraube durch. Ohne Schlaufe o.ä. würde das nichts werden.
Noch konkretere Vorstellungen habe ich bereits im Kopf, aber das ist erstmal uninteressant. Die So hergestellten Schellen sollten für einen 10-Zöller sicher nur ein paar huntert Gramm wiegen und Stabil sein. Keine perfekte Lösung ist mir bis jetzt eingefallen, um sie an der Prismenschiene zu befestigen. Ich würde sagen: Carbonplatte auf die Schiene und für die Rohrschellen Multiplexsockel drauf. Die Schellen dann mit Epoxiadharz auf die konkaven Sockel kleben. Man könnte auch versuchen die Sockel aus Carbon zu schichten, aber da muss man bestimmt zu viel rumfummeln. Oder man könnte auf die untere Schellenhälfte, wie bei einer Blattfeder immer kürzere Lagen auflaminieren und erhält so ganz unten eine Dicke, die es ermöglicht eine Glatte Fläch zu schleifen und das Teil zu verschrauben. Dazu sollte man aber Muttern mit einlaminieren.

Der bestellte TP ist heute gekommen...und die Kleine Schraube in der Kamera ist gestern abgebrochen :( - gebastelt und kaputt gegangen, das passiert. Naja, das Wetter ist ja auch nicht mehr so gut, trotzdem habe ich die Ausrüstung nach draußen geschafft, kann sie jetzt wohl aber wieder reinbringen.

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
23.03.2005, 09:57
Hi Hector
Galaxien bei Mondlicht, sind auch nicht gerade der Brüller, unter solchen Bedingungen schaue ich mir lieber den Mond an. Allerdings zeigen sich die meisten GX'en eh bloss als kleine Flecken. Die Vorstellung der Wahnsinnsentfernung gibt mir halt den Kick. Hatte im vergangenen Jahr eine GX beobachtet die war mit einer Entfernung von 300 Mio. Lj angegeben, wow. Sollte es dieses Frühjahr noch möglich sein den 10" einzusetzen, wollte ich mich an Quasaren versuchen 3C273 in der Jungfrau, Entfernung 2,5 Mrd.Lj
Foto's machen und die dabei auftretenden Schwierigkeiten, da kommen die skurillsten Dinge vor. Na wenigstens hast du den Nebel noch erwischt. Solche H-II gibt es schon reichlich, allerdings nicht so im Frühjahr. Visuell sind es ja nicht so leichte Objekte wegen der großen Ausdehnungen. Auf die meisten Regionen wurde ich bei der Auswertung der Dias aufmerksam. Meistens hab ich mir von den Nebelregionen Sternkarten ausgedruckt und mit dem 50 und 135mm Objektiv draufgehalten. Werde ich dieses Jahr auch machen mit längerer BLZ. M17 hat mir gut gefallen, der macht auch visuell eine gute Figur.
So richtig lassen sich die EQ und die LXD ja wegen des Größenunterschiedes eh nicht vergleichen. Ich weiß ja auch nicht wie sich die SDI-Steuerung gegenüber der EQ Orginalsteuerung verhält. Aber die SDI-EQ hängt die LXD schon klar ab. Okay die Bedienung ist etwas Gewöhnungsbedürftig aber man muss sich hier vor Augen halten das sich die SDI auch an verschiedenen Montierungen einsetzen lässt. Mal sehen was geht, wenn der 10" draufsitzt.
Wegen den Rohrschellen habe ich gefragt, weil ich mir zur Zeit überlege wie ich den 10" und den 4,5" als Leitrohr mit einander kombinieren soll. Das Ganze sollte ja auch möglichst im Gleichgewicht sein und keine zulange Hebel aufweissen. Zur Zeit gibt es ja noch die Möglichkeit einer Montageplatte auf der die zwei Teleskope nebeneinander angebracht sind. Zur Zeit gehe ich mehreren Möglichkeiten nach. Multiplexschellen könnte ich auch im Selbstbau versuchen, das wäre wahrscheinlich die günstigste Möglichkeit. Schau mer mal.
Ach übrigens, Danke für die Blumen wegen des Mondfotos, das Seeing war sehr gut das lässt sich schon was machen. Was mich bei der Digiknipse immer ein bissel stutzig mach, ist die Tatsache das auf dem Displaybild der Mond knackscharf abgebildet steht, nach dem Auslösung mit Fernbedinung, das Bild immer etwas unscharf wirkt. Seeing beim Belichten? Oder verstellt die Cam da noch was.
CS Udo S

Hector42
23.03.2005, 15:17
Hallo Udo,

das Mondlicht war schon heftig, ich muss noch ein bisschen am Beobachtungskomfort machen. Bin ganz schön dürr und wenn ich mich nicht gut bewege, wie beim Auf- und Abbau wird es schnell sehr kalt (ich könnte dazu auch mal etwas anderes an die Füße ziehen, als die fiesen Stahlkappentreter :rolleyes: ). Eine bessere Sitzgelegnheit wäre auch gut, eigentlich beobachte ich fast nur im Stehen. Wenn alles so richtig bequem wäre, dann wäre es sicher ein echter Genuss - also das beobachten von jeglichem Himmelsobjekt meine ich. Als ich mich gefragt habe was mich beim Galaxien Beobachten reizen würde, da bei denen mit Struktur ja im Allgemeinen nicht so viel los ist, bin ich auch zu der Antwort gekommen, dass es die unglaubliche Entfernung ist ;) . Schon ziemlich cool etwas zu sehen, was 300e6 Lichtjahre entfernt ist und dass dazu auch noch Photonen ins Auge fallen, die es vor 300e6 Jahren ausgesandt hat. Beim Quasar ist's natürlich noch krasser, aber da hat man dann nicht einmal mehr ein Flächiges Objekt, das würde mich stören.

Ist schon irgendwie etwas anderes die Nebel, um die man sich noch nicht gekümmert hat am Rande auf einem seiner Fotos zu sehen, da bekommt man gleich ein anderes Verhältnis zu denen. Wenn ich sie als Markierung in Karten - ob nun elektronische oder nicht - sehe, gehe ich leider halb unterbewusst immer davon aus, dass sie den Aufwand nicht wert sind. Stimmt aber glaube ich gar nicht. Bei der Sofi in der Türkei bin ich mal in den Genuss gekommen diese Ganzen hellen Nebel in der nähe von M17 anzuschauen, M17 gehörte den zweien, die mir am meißten gefallen haben - scheint ein beliebtes Kerlchen zu sein.

Ich hatte mir mal die Anleitung zur SDI durchgelesen...das, was Du anscheinend als kompliziert bezeichnest kommt, glaube ich, nicht zwangsläufig durch die Universalität, sonder durch das ältere Design. Die Dynostar hat ganze 5 Taster und einen Schiebeschalter und damit lässt sich auch alles steuern. Die verschiedenen Parameter und so weiter sind alle in der Firmware gespeichert. Das finde ich ja so toll an dem Ding: super flexibel und in der Praxis super einfach zu handhaben. Sie befriedigt meinen Perfektionismus und ist trotzdem etwas wozu man eigentlich nicht sagen kann: "Das ist ja kompliziert, die vielen Knöpfe brauche ich doch normalerweise gar nicht!"

Bei so einer Art von Schellen wird es wieder komplizierter. Ich denke da bleibt nur einen Sockel zu laminieren (also eben so Blattferdermäßig) und die zunächts Separaten Schellen für Haupt- und Leitinstrument mit Senkschrauben (damit die Köpfe nicht stören) aneinander zu befestigen. Für die übergroßen Leitrohrschellen muss man sich dann eben eine Form basteln. Ich habe schon einmal eine 'Montageplatte' aus Alurohren gebaut, für die beiden Einsteiger, war gut. Ich wüßte aber nicht, welcher Lösung ich jetzt den Vorrang geben sollte, das ich ja auch mit Geschmakssache. Bei der Monageplatte ist das mit dem Gleichgewich ja etwas einfacher, man kann sie ja so konstruieren, dass der Gemeinsame Schwerpunkt in der Mitte ist. Dummerweise verändert sich die Lage des Schwerpunktes in der Praxis beim Bewegen des Teleskopes - weißt Du ja sicher. Eine Monageplatte ist wohl auch allgemein einfacher zu realisieren. Passend zu Kontext ließe sich ja eine Carbonplatte verwenden.

Uh, äh, und jetzt kommt das Fettnäpchen: Eigentlich meinte ich das Mondfoto, welches ich in dieser Nacht aufgenommen habe, im vergleich zu einem, dass ich mal mit der Digiknipse meines Vaters aufgenommen hatte. Ich habe mir natürlich schleunigst Deine Bilder angesehen. Der TP hat anscheinend einen, den heutigen Digiknipsen etwas überlegenen Kontrast (naja, ich habe dran rumgedreht, Du auch?), wie es mit dem Trennvermögen ist, weiß ich nicht genau, Deine Aufnahmen sind auf jeden Fall Schärfer und viel Rauschärmer als die meinige ;) .
Du meinst auch auf dem kleinen Display sieht es verschwommen aus? Naja, ist nur so eine Idee, aber könnte es sein, dass das Ding das Vorschaubild mit kürzerer Blz. aufnimmt und verstärkt? Bei dem kleinen Display würde das höhere Rauschen nicht auffallen. Beim richtigen Bild würde es, da es ja ein auch im großen ordentliches Bild produzieren soll, die Blz. hochschrauben und weniger verstärken, dann würde das Seeing mehr Einfluss besitzen. Versuch doch mal ganz kurze Blz. und eine anschließende Tonwertrichtigstellung, oder eine genaue Addition der Bilder.

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
24.03.2005, 10:11
Hi Hector
Über die Wichtigkeit, von warmen Klamotten und bequemen Beobachtungsbedingungen könnte ich stundenlang schreiben.
Fakt ist: wenn man anfängt zu frieren macht es keinen Spass mehr.
Ich selbst sehe meistens so aus, als würde ich zum Nordpol reisen, wenn ich mich Beobachtungsfertig mache. Selbst im Sommer hab ich meistens einen Skianzug an. Zum Bequemlichkeit beim Beobachten, hab ich mir einen Kartenständer gebastelt und ein höhenverstellbarer Hocker ist auch mit dabei, ein Diktiergerät und ne' Tafel Schokolade runden die Sache ab. Die gesamten Kleinteile (Okus, Steuerungen, Filter, Kabel, Kameras, Teleobjektive usw.) haben mitlerweile in 6 Alukoffern Platz genommen, so das alles seinen Platz hat. Anfangs hat nämlich bei mir das Chaos regiert aber es macht echt keinen Spass im Dunkeln am Boden nach Zubehör zu suchen. Deshalb auch noch zwei Styrophorblöcke und ein Gartentisch als Ablage. Alles in Allem eine Menge Geraffel zu schleppen.
>Beim Quasar ist es natürlich noch krasser, aber da hat man dann nicht einmal mehr ein flächiges Objekt, das würde mich stören<
Verstehe, ich finde die Objekte unbefriedigend, die man nicht eindeutig identizieren kann. Beispiel: In der Galaxie NGC 6946 (Cepheus) ereignete sich im letzten Herbst eine Supernova. Die Supernova erreichte eine Helligkeit von 12,6mag, also für mich beobachtbar. Ich hatte eine grobe Karte zum auffinden der SN, ich konnte zwar anhand der Sternmuster das richtige Gebiet ausmachen, hab es aber nicht geschafft "den" Stern zu welcher die SN war zu verifizieren. Das heißt, gesehen ja, weiss aber nicht welcher. Ziemlich unbefriedigend und damit auch bald uninteressant. Ich habe für mich festgestellt, das wenn ich ein Objekt als solches erkennen kann, dann hab ich ein Erfolgserlebnis, es wird interessant und ich will mehr davon. ;)
Daher drucke ich mir schon ein Jahr lang, Karten über Redshift aus, welche mir da Aufsuchen und Finden extrem erleichtern.
>M17 scheint mir ein beliebtes Kerlchen zu sein.<
Ja der ist wirklich sehenswert. Mit den Nebeln ist es, wie oben beschrieben. Hat man einmal rausgefunden, wie sie am besten zu beobachten (fotografieren) sind, kann man ein richtiger Fan von den Dingern werden.
Ja, Ja die Steuerung, dir der nach Perfektion strebt gefällt sie also. Naja ich werde mich auch daran gewöhnen, ohne Display ist es zwar etwas ungewohnt aber im Großen und Ganzen denke ich komme ich schon klar. Bin aber kein Elektronikfreak und muß mich da immer mühsam einarbeiten.

Die Sache mit dem Display, tja ich weiß auch nicht genau. Gibt es in so einer Digiknipse mechanische Teile die sich bei der Aufnahme bewegen? Wohl eher nicht. Wie gesagt beim Auslösen stellt die Kamera automatisch scharf und das Vorschaubild ist astrein. Es erfolgt die Aufnahme und das darauf präsentierte Bild ist immer etwas verschwommen. Das macht mich ein bissel grumelig. Wären die Bilder so gut wie im Vorschaufenster, würde ich nicht meckern. Ich kann mir das nur über längere Belichtungszeiten oder über ein kameraseitiges Verstellen durch die Automatik denken. Das muss ich nochmal untersuchen.
Könnte eine gebrauchte Montageplatte für die Teleskope erstehen, muss es mir aber nochmal überlegen.
He, ist ja auch bald Ostern.
Deshalb jetzt an alle die hier mitlesen ein Schönes Osterfest.
Gilt natürlich auch für Hector
Bis bald
Udo S

Hector42
24.03.2005, 15:38
Hallo Udo!

Ja, meine vermutlich richtige Theorie ist, dass ich mich nur wärmer an zu ziehen brauche und schon habe ich mehr Spaß.
Whoa, sechs Koffer...bei mir passt fast alles kleinkram in einen. Habe zwar noch einen zweiten, den brauche ich aber nur in Ausnahmefällen. Objektive habe ich nicht zu verstauen, aber ich kann mir trotzdem kaum vorstellen, was da alles in Deinen sechs Koffern auf seine Benutzung wartet. Naja und ich kann auch nur sagen: Mit Ordnung im Koffer ist es doch viel cooler. Anfangs hatte ich auch ein Chaos - bis vor gar nicht all zu langer Zeit.

Habe gestern Nacht noch einmal die himmlische Rosette geknipst, diesmal ohne störende Architektur. Das Mondlicht hat dem Filter aber schon ziemlich eingeheizt, mehr als 45 min. Blz. waren auch nicht drin (wegen des Lichtes auch nicht sinnvoll). Ich will mich aber nicht beschweren, der Filter hat schon gute Arbeit geleistet: NGC2238 beim einem 3,5 er Himmel finde ich schon nicht schlecht. Da ich keine Bespannung für das Teleskop habe, habe ich wieder T-Shirts genommen, ich sollte aber mal etwas Ordentliches dran konstruieren, denn mitten in der Aufnahme musste ich dran rum frickeln. Ich glaube dabei habe ich das Leitrohr mit meinem Körper angestoßen und jetzt ist alles wieder strichförmig. Geht aber und ist eigentlich ganz hübsch geworden, aber an meinen geliebten Nordamerikanebel kommt es bei Weitem noch nicht ran - zumindest bis jetzt.

Ich habe meine drei Prunkstücke (M42, NGC7000 und NGC2238) gestern Web-fertig gemacht, d.h. neu überarbeitet. Wenn man die Bilder stark verkleinert, in diesem Fall auf etwa 320 pixel x 480 pixel, dann kann man mit der Deconvolution richtig ranklotzen. Eine heftige Deconvolution verstärkt meist auch das Rauschen ganz extrem, beim hi-res-Bild frage ich mich dann immer, ob ich es nicht doch lieber ohne Deconvolution lassen soll. Aber nun ist mir aufgefallen, dass die runterskalierten Bilder mit Deconvolution bei weitem Schärfer und kontrastreicher sind, als die runterskalierten Rohbilder und das extreme Rauschen verschwindet zu einem Großteil. Das lohnt sich also doch. Und genau wie Du schriebst kann man wirklich ein richter Fan werden, ich saß gestern mindestens noch eine halbe Stunde da und habe einfach nur meine Resultate Betrachtet und mich gefreut.

Hm, das mit der Supernova ist schade . Ist zwar auch nur ein Punkt, aber zumindest einmal würde ich mir das auch gerne mal geben.

Naja, das mit der 'Perfektion' ist Auslegungssache...ich bin kein Borg, obwohl die mir gefallen, aber das meine ich nicht mit Perfektion. Ich mag die komlizierten Dinge meist lieber, als die einfachen und 'Perfektion' in meinem Sinne bedeutet eher, dass alles so ist, wie ich mir das vorstelle - und die Vorstellungen sind hoch idealisiert und individuell. Also ob ich mich nun 'Perfektionsit' oder 'Idealist' nennen soll, weiß ich nicht. Die Sichteweise auf andere, z.B. auf Dich und Deine Aufsuchkarten, wird aber direkt dadurch selten kritisch beeinflusst. Erstmal muss einem die bevorzugte Arbeitsweise zusagen, ich hab's gern elektronisch und kann damit etwas leisten, Du benutzt Karten und bist damit vermutlich nicht weniger effizient. Das sind eben von der ideellen Seite her zwei etwas andere Weisen sich mit dem Thema Astronomie zu beschäftigen - auch wenn es im Grunde auf den gleichen Antrieb zurückzufüheren ist. Ideelle unterschiede gibt es ja überall: für den einen ist sein Auto ein Kunstwerk in das ja kein Kratzer kommen darf, für den andere ist es wirklich nur ein gebrauchsgegenstand - wie eine Schere. Dei dem Beispiel besteht der Unterschied aber bereist im Grundsatz.

Ob es mechanische Teile in so einer Kamera gibt weiß ich nicht genau. Die Digitale Spiegelreflex hat auf jeden Fall einen Spiegel zum hochklappen (ha, ha) und einen Schutter. Wäre auch gut möglich das Deine einen Schutter hat und das dieser beim Vorschaubild permanent offen ist (ist es denn eine echtzeit Vorschau? naja, vermutlich schon...macht sonst wenig Sinn.). Der wäre dann eher zu Staubschutz für den Chip da und nicht zur Blz.-Regelung. Das Ganze halte ich aber für nicht so wahrscheinlich, bin doch eher für die erste Theorie. Zwischen Vorschau und Foto stellt die Kamera nochmal scharf, beim Auslösen???

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
24.03.2005, 19:18
Hi Hector
Freut mich das du einen fotografischen Erfolg für dich verbuchen konntest. Ist wirklich ein schönes Gefühl, wieder einen Schritt vorwärts gekommen zu sein, vom Ansporn zu weiteren Taten ganz zu schweigen.
Denke mal das M17 auch noch zu deinen Lieblingsobjekten werden wird, er ist doch ziemlich hell (kommt auch im 4,5" gut) und mit seiner Schwanenform auch hübsch anzusehen. M8(Lagunennebel) ist auch nicht schlecht, steht aber nicht sonderlich hoch am Himmel, das lässt keine langen Belichtungszeiten zu. Den Californianebel würde ich auch empfehlen, ebenso NGC 2174/75 und NGC 281. Es gibt noch viele mehr aber so sehr weit bin ich da auch noch nicht gekommen aber arbeite dran. ;)
Die Digiknipse, ist ja nur ne kleine Kompaktkamera. Was mir halt aufgefallen ist, das vor dem Auslösen ein rotes Licht ausgestrahlt wird. Infrarotentfernungsmesser? Könnte das sein? Das Licht trifft auf den Tubus und der ist nicht Unendlich weit weg. Gegen diese These spricht aber das die Bilder ja nicht extrem unscharf sind, sondern eher nur leicht verschwommen, im Vergleich zum Displayvorschau. Nur zum Verständnis, so schlecht sind die Bilder nu auch nicht, mich stört halt nur der Unterschied Vorschau zum Ist-Bild.
Hoffentlich hat es nächste Woche ein paar klare Nächte, der Mond sollte dann nicht mehr so stören und die Galaxienjagd könnte eröffnet werden.
CS Udo S

Hector42
25.03.2005, 15:02
Hi Udo!

Ich hatte ja in der Türkei das visuelle Vergnügen mit M17, M8 und dem Trifidnebel. M17 fand ich etwas toller als M8. Im Vergleich zu NGC7000 und NGC2238 sind die aber doch sehr klein, bis jetzt bin ich Fan von ausgedehnten H-II-Gebieten. Ich scheue mich nämlich diesen Fototelekonverter zu benutzen, da der das Bildfeld abschattet - hab' bei f = 1600 mm weniger ausgeleuchteten Film als bei f = 800 mm! Vermutlich wird es höchste Zeit eine ordentliche 2 "-Barlow für diesen zweck zu beschaffen. Tolle Detailaufnahmen sind zwar wegen der astronomischen Belichtungszeiten der schwachen, ausgedehnten H-II-Regionen nicht drin, aber die kleinen hellen, wie M8 oder M17 gibt es ja auch noch. M17 ist aber auch bei f = 1600 mm ein bisschen klein. Ganz lusitg: NGC2174/75 ist mir gestern auf der Virtuellen Suche nach neuen Fotoobjekten auch ins Auge gesprungen. Gleich daneben gibt es noch IC443, soll eine filamentartige Stuktur besitzen, das hört sich sehr gut an. Ist größer, hat aber eine ganz böse Flächenhelligkeit von fast 20 m. Darüber im Fuhrmann gibt es noch hellere IC's, nämlich IC410 und IC405, leider treten alle diese Nebel von meiner Bühne ab. Wenn gutes Wetter ist, werde ich mal sehen, was sich machen lässt, aber ich bin recht sicher, dass das dieses Jahr nichts wird. Den Californianebel hatte ich mir auch schon vorgemerkt, aber als der gut zu sehen war, hatte ich keinen TP :mad: . So winzige Dinger wie NGC281 will ich lieber erstmal auslassen, soll schon in's Format passen (dann rauscht es weniger, benötigt aber eine längere Blz.), obwohl ich mich bereits erfolgreich an M57 versucht habe. Zu der Thematik 'großes Teleskop vs. kleine Teleskop' ist mir noch was eingefallen. Ist zwar eigentlich offensichtlich, aber mir erst seit kurzem richtig bewusst. Wenn ich anstatt eines 8 " f/4 einen 16 " f/4 hätte, dann hätte ich damit die gleiche Brennweite, als würde ich mit dem 8 " f/8 (also mit Telekonverter) fotografieren. Ich kann also ein doppelt so hoch aufgelöstes Bild (das Seeing spiel hier weniger eine Rolle, wären es doch immerhin noch 7 " pro 'Rauscheineit' (sigma)) bei der gleichen Belichtungszeit machen. Wie schonmal gesagt wären solche aufnahmen momentan unmöglich, 16 h bei 8 " f/8.

Wann wird denn dieses rote Licht genau ausgestrahlt? Bei Verwendung eines Zeitauslösers gibt es ja normalerweise ein Benachrichtigungslicht, aber Du verwendest ja den Fernauslöser. Hm, warum soll es da überhaupt ein Licht geben, wenn nicht zur Fokussierung?
Und man kann den Autofokus nicht einfach abschalten??
Probier doch aus, ob es sich um ein 'Fokuslicht' handelt. Fotografiere was in Deinem Heim einmal mit und einmal ohne Finger auf dem Licht.
Ich weiß nicht, was Du als 'leicht verschwommen' bezeichnest, wenn das eine Kompaktkamera ist, dann wird sie vermutlich eine kleine Blende besitzen und damit eine große Schärfentiefe (muss aber nicht so sein). Auch ist ja nicht bekannt ob die Kamera den so nahen Tubus überhaupt fokussieren könnte. Wenn sie das nicht kann, dann merkt sie das vielleicht, das bedeutet dann, dass die Schärfeeinstellung - nach erfolglosen Versuchen der Kamera - überall zu liegen kommen könnte. Wäre das so, dann wäre es aber auch wahrscheinlich, dass die Schärfe jedes Mal anders ist (muss aber auch nicht sein).
Aber wenn Du meinst, dass die Bilder nicht so schlecht sind...denke die allererste Theorie ist immernoch die Wahrscheinlichste von den genannten. Ich würde erstmal das mit dem Finger probieren.

He he, habe ich doch letztes Mal vergessen auch frohe Ostern zu wünschen...naja, ist ja noch nicht zu spät. Bei solchen Feiertagen bin ich immer etwas wie Mr. Scrooge. Bin zwar kein Arbeitstier, aber mit der Ideologie der meißten Feiertage kann ich nicht viel anfangen.

Na denn, frohe Ostern, auch wenn wir bis dahin vermutlich eh nochmal kommunizieren...
Hector42

Udo_S
25.03.2005, 18:35
Hi Hector
>Fan von ausgedehnten H-II Gebieten<
Ja kann ich verstehen, mit einer Barlow würden sich ja deine ohnehin schon langen Belichtungszeiten nochmals beträchtlich verlängern.
Das was ich jetzt mache, kann man dahingehend ja auch eher als Probeaufnahmen bezeichnen. M17 erscheint nun wirklich gerade groß, aber zum üben und herantasten an längere Brennweiten ist es immer gut genug. Auf diese Art und Weise wurde ich auch auf die meisten Objekte erst aufmerksam.
16" f/4 das wären ja ungefähr 1600mm Brennweite, wäre ja schon ein beachtliches Teleskop. Würde aber auch hohe Ansprüche ans Nachführen stellen, sowie an die Justierung. Denke mal auch ein dunkler Himmel wär net schlecht.
Mein Motto ist bei Allem: Versuch macht kluch. Meistens schaue ich mir vorher über Redshift, das Himmelsareal im entsprechenden Abbildungsmaßstab an und entscheide ob es sich lohnt. Letzten Sommer hab ich die Milchstraße entlang mit dem 50mm Objektiv abgelichtet, hab ich mittlerweile auch mit anderen Himmelsabschnitten gemacht. Danach Sternkarten der entsprechenden Dias ausgedruckt und verglichen, dabei findet sich allerlei Interessantes an zukünftigen Zielen, z.B. auch einen sehr schwachen IC 443.
Im Skorpion soll es ja noch attraktives Nebelmaterial geben, allerdings kommt dieses Sternbild bei mir nicht über Nachbars Bäume :(
Leider hat es angefangen zu regnen, Sterne gucken über Ostern scheint wohl flach zu fallen, ist ja eh Vollmond. Die letzten Tage hab ich mir weitere Sternkarten ausgedruckt. Sind schon eine ganze Menge, die sich über 8 Ordner verteilt haben. Ist gar nicht so einfach darüber den Überblick zu halten. Hab sie nach Sternbildern sortiert, mit jeweils mindestens einer Übersichtkarte und den jeweiligen Detailkarten für die einzelnen Objekten. Hat eine Weile gedauert bis ich die optimale Einstellungen für die Karten gefunden hab. Schließlich muss man ja auch den Überblick bewahren und sich schnell zurecht finden. Mittlerweile hab ich alle Sternbilder zusammen, allerdings finden immer wieder neue Objekte Eingang in die Ordner.
Schon wieder Ostern, war nicht eben gerade Weihnachten?
Geht ja auch die Sommerzeit los. Aus astronomischer Sicht ist sie ja nicht so toll. Extrem langes Warten bis es richtig Dunkel wird. Mir ist sie eigentlich egal, hab ja auch immer was zu werkeln, da bin ich froh wenn es länger hell ist und bei Spätschicht bin ich eh erst so gegen 23:45 Uhr beobachtungsbereit.
Alles Gute
CS Udo S

Hector42
26.03.2005, 22:29
Hallo Udo!

Tja, auf den eigenen Fotos fallen Details immer auf und sind ganz besonders interessant. Ich bastle immer noch an der NGC7000 Aufnahme herum, d.h. trotz leichter Verzerrungen versuche ich, zwecks Rauschunterdrückung und damit besserer Dekonvolution, alle drei bis jetzt gemachten Aufnahmen optimal zusammen zu fügen. Dabei fallen mir immer wieder tolle Einzelheiten auf. Neben der offensichtlichen Staubmauer (great cygnus wall) sind da auch die dunkle Region zwischen Nordamerikanebel und Pelikannebel und der Golf, die normalerweise eher nach Hintergrund aussehen. Als ich so der Dekonvolution zugesehen habe kamen sie als Dunkelwolke plötzlich in den Vordergrund. Das Ding hat Ausläufer und Arme...sieht wirklich cool aus! Un mir ist es vorher nicht aufgefallen, obwohl ich diese Bilder insgesamt bestimmt schon über 20 h betrachtet habe :confused: .

16 " und 1600 mm Brennweite sind in der Tat nicht zu unterschätzen, auch wenn der 'lineare Faktor' zum 8 " mit 800 mm nur 2 beträgt.

Wow, Deine Milchstraßendurchmusterung hört sich nicht schlecht an ;) , unter besseren Bedingungen würde ich soetwas auch durchfühern wollen (auch aus oben genanntem Grund) - selbstverständlich erst nachdem ich NGC7000 und NGC2238 und die anderen Nebeln, die zur Cygnus H-II-Region gehören erschöpfend behandelt habe oder wenn diese gerade unbeobachtbar sind :) .
Wie sieht denn IC443 auf Deiner Aufnahme aus? Ist etwas von der Struktur erkennbar? Ich glaube, dass ich den schonmal auf einem Foto gesehen habe, sah aus wie ein Vogelperspektiven-Foto von Gletscherspalten...oder von Cellulitis. Hast Du ein Mosaik aus den Fotos gemacht?

Skorpion sieht bei mir auch schlecht aus, selbst M42 hängt meist in den Bäumen, unter 30 ° Höhe läuft da wenig, also leider auch schlechte Karten für M17. Dieses Nebelzeugs da um Antares macht aber wirklich einen tollen Eindruck, also auf einer Reise...
...und auch der Eta-Carinae-Nebel, der sieht hammermäßig aus...Auf Fotos aus dem Internet. Gesehen hab' ich ihn noch nie :( .

Mit den Karten gibst Du Dir ja auch viel Mühe, Respekt!

Tja, Sommerzeit! Irgenwie finde ich da kaum etwas großes, nebliges am Himmel, die kurze Nacht finde ich auch nicht toll, zudem bin ich dann ja immer schon beim Aufbauen müde. Bei mir galt bisher: 'Winterzeit gleich Astronomiezeit.' aber damit tue ich der Sommerzeit vermutlich Unrecht. Es ist aber auch, weil die Bäume, wenn sie denn dann Blätter tragen, mir nur noch ganz wenig Himmel lassen, hauptsächlich im Norden.
Ich hoffe das mit dem Job klappt, hab' eine zweite Bewerbung geschrieben und wegen der ersten bereits ein Vorstellungsgespräch - freu. Wenn alles gut läuf, dann ziehe ich bald um und muss zu meiner Freundin nur noch eine halbe Stunde Zugfahren. Das Teleskop kommt zu Ihr in einen Bollerwagen und am Wochenende besuche ich sie und wir könnten uns nachts mit Bollerwagen und Fahrrad zu einem netten Beobachtungsplatz aufmachen. So wäre die Astronomie vermutlich noch besser dran, selbst wenn ich in einer kleinen Wohnung lebe.

Habe jetzt angefangen mir eine Bespannung aus Filz zu basteln, damit die T-Shirts nicht immer vorm HS Baumeln. Der erste Teil (ich nähe sie dann zusammen, oder so) ist bereits fertig und mit zwei eigenhändig aufgenähten Druckknöpfen gut zu befestigen. Ist zwar kein Meisterwerk der Schneiderei, sollte es aber auch nicht werden.

Beste Grüße,
Hector42

Udo_S
27.03.2005, 10:11
Hi Hector
Ja, okay ein konzentriertes Aufnehmen eines Objektes, wie NGC 7000 läßt sicherlich auch immer wieder neue Details hervortreten. Den Nordamerikanebel werde ich sicherlich auch noch einige Male ins Visier nehmen, bisher hab ich ihn ja mit nur max. 12 min Belichtungszeit bedacht. Da geht sicherlich noch mehr. Mein Lieblingsbild des Nebels zeigt ihn zusammen mit einem Stück Hausdach, ist eigentlich ärgerlich aber für mich sehr eindrucksvoll, da man vom Dach sehr gut auf die eigentliche Größe des NGC's schließen kann und mir da klar wurde wie groß der eigentlich ist. Stell dir vor, man könnte ihn mit bloßen Augen sehen, ein grandioser Anblick wäre das.
Mosaik?! :o Naja mit Dias nicht ganz so einfach. Die Übersicht war mehr Just for fun, der IC 443 auf einer Aufnahme mit 135mm Objektiv, läßt nur eine Ortung des Objektes zu, ein schwacher Streifen der am richtigen Ort steht. Aber ich arbeite dran. ;)
Ich hoffe ja für dich das es mit deinen Jobplänen klappt. Ein besseren Beobachtungsplatz scheinst du wirklich nötig zu haben. ;)
Meiner Einsätzung nach, finde ich das Laub an den Bäumen so gar positiv, das schluckt einiges an Streulicht. So kommt mir der Sommerhimmel dunkler(ausgenommen Juni/Juli) vor, als der Winterhimmel besonders dann, wenn Schnee liegt der das ganze Licht nochmal reflektiert. Meine liebste Astrozeit ist der August/September. Es wird schon früher dunkel aber auch so das man noch gemütlich im Hellen seine Gerätschaften aufbauen kann. Die Temperaturen sind noch nicht so kalt, ich hab da schon einige Nächte komplett durchbeobachtet und es gibt allerlei zu sehen. Hoffe aber auch auf nächste Woche, die Galaxien rufen und der Mond zieht sich zurück.
So die Osterfeierlichkeiten nehmen Formen an.
Alles Gute
Udo S

Hector42
27.03.2005, 17:20
Hallo Udo!

Ja, ich war schon ziemlich erstaunt, als ich damals erfahren habe, dass es Objekte am Himmel gibt, die weit größer erscheinen, als Sonne und Mond und dass eines davon sogar der Andromedanebel ist. Wenn man sie sehen könnte, dass wäre sicher sehr eindruckvoll. M31 schwebt da in voller Pracht über Dir und der Eindruck des Zusammenhanges von M31 und uns oder auch unseren galaktischen Nebeln und uns wäre bestimmt atemberaubend.

Von Dias kann man Abzüge machen lassen oder man kann sie mit den meisten heute angebotenen Flachbettscannern digitalisieren, muss ja nicht der eigene sein. Bei solchen Projekten denke ich immer gleich daran ein Mosaik zu machen, realisiert habe ich aber bis jetzt noch keines. Könnte eines von der ganzen H-II-Region im Schwan versuchen, mich nervt aber, dass die Bilder nicht richtig ausgeleuchtet werden, ich weiß nie, wie ich mein 'ordentliches Bildfeld' definieren soll. Ausrechnen könnte man es, aber subjektiv sieht das im Bild immer anders aus und es hängt erstmal vom verwendeten Filmmaterial ab und von der Lichtverschmutzung usw.. Naja, mal sehen wie ich mit den nächsten TPs klar komme, vielleicht wird es ja bei Verwendung eines Filmmateriales richtig vorhersehbar.

Aha, IC443 ist also im Grunde streifenförmig. Das ist doch schonmal was, mehr wollte ich doch gar nicht wissen ;) .

Mit dem Streulicht hast Du sicher recht. Ich habe zwar schon oft darüber nachgedacht, aber darauf gekommen, dass die Bäume es vom Himmel fernhalten bin ich noch nicht. Die einfachere Umkehrung ist mir aber schon aufgefallen (also Bäume halten das Streulicht vom Beobachtungsort fern), im Sommer sitze ich immer im Dunkeln, im Winter habe ich das gefühl als säße ich mitten auf der Straße unter den Laternen, dafür sind die Bäume dann aber für Planeten geradezu durchsichtig.
Ich hätte Dich jetzt so eingeschätzt, dass Du vor jeder Beobachtung die Grenzgröße bestimmst, dann könnte man doch ganz wissenschaftlich sagen, ob der Himmel im Sommer dunkler ist als im Winter. Ich finde nämlich, dass er im Winter dunkler ist. Standartbegründung: weniger Streuung durch weniger Staub/Nebel in der Luft. Jetzt interessiert mich wirklich wann es tatsächlich dunkler ist.

Meine Freundin hat bei Ebay eine Ramschkiste für wenig Geld erstanden, darin befand sich auch eine total interessante alte Kamera. Mein Vater kennt sich mit sowas aus, also habe ich ihn gefragt. Ist eine Exa 1 (oder 'l'?), 50 er Jahre, DDR. Scheint noch alles zu funktionieren, die Verarbeitung ist so gut, wie bei der Nikon FE. Sie hat ein Drehrad zum Filmtransport, Blz. stufenlos von 1/30 sec. bis 1/175 sec. und "B", wechselbarer Schachtsucher mit einer stylischen Ausklappmechanik, dabei klappt auch eine Sucherlupe aus, die man aber wieder einklappen kann um dierekt die Mattscheibe zu betrachten, f = 50 mm Objektiv f/2,9 mit kleinem Bajonett. Man kann die "B"-Einstellung sogar feststellen, auch ohne Drahtauslöser. Das Ding ist bis jetzt nur leider nicht auf zu bekommen, sonst würde ich mal einen s/w-Film einlegen, zum Spaß. Wenn man in den Sucher schaut hat man das Gefühl einen alten Film zu sehen oder selber in der alten Zeit zu leben. Total charismatisches Teil, ist ein richtiges Liebhaberstück, mal sehen, was es so einbringen würde. Meine Freundin will es aber behalten, wenn es nicht ein paar Hundert Euro sind - würde ich auch -, soviel ist es aber sicher nicht wert, auch wenn mein Vater sagt, dass solche Kameras meist nicht funktionieren (und diese ja anscheinend schon), da mit der Zeit der Verschluss verharzt ist.

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
27.03.2005, 19:21
Hi Hector
Wenn du Bilder von IC443 sehen willst, schau doch einfach mal bei Google rein, unter "Bilder" ist da reichlich Material zu sehen, auch von vielen anderen Objekten.
Klar bestimme ich die Grenzgröße, mein Empfinden ist dahingehend das es im Sommer um 0,5mag dunkler ist. Hab allerdings ein kleines Bestimmungsproblem, bin nämlich etwas kurzsichtig, ist zwar noch nicht so extrem aber ich merke das es etwas an Tiefenschärfe fehlt. :(
Wirklich auffällig wird aber der Sommer/Winterunterschied aber erst wenn Schnee liegt und um die Weihnachtszeit, wenn die Beleuchtungen alle angeschaltet sind. Allerdings ist das Grenzgröße bestimmen auch wieder recht subjektiv und ganz so wissenschaftlich betreibe ich das nun auch wieder nicht. Ich orientiere mich nach meinen "Anhaltssterne" und schätze die Qualität grob ein.

He, eine EXA 1a benutze ich auch. Ich finde die Teile cool und man kann genau nachvollziehen wie sie funktionert. Die Rückwand bekommst du auf wenn du an der Unterseite den Ring, welcher um das Fotogewinde ist, ein Viertel nach links drehst. Auch musst du aufpassen, links auf der Rückwand ist ein kleiner Hebel, wenn der nicht richtig steht kannst du nicht auslösen.
Um zu beurteilen ob die Kamera was taugt ist es auch ratsam, die Rückwand und das Objektiv zu entfernen, gegen ein Licht halten und bei kürzester BLZ auslösen, wenn der Klappspiegel und die Lamellen ganz aufgehen ist das schonmal ein gutes Zeichen. Auch hier macht Versuch kluch. Zum Glück gibt es hier in Zwickau noch ein alteingesessenes Fotogeschäft, welcher auch gebrauchte Kameras und Zubehör verkauft. Bei ebay wäre ich nämlich auch etwas vorsichtig. Beim Händler kann ich ja die Funktionen der Kamera schon mal ausprobieren, auch werden die Knipsen vor dem Verkauf noch mal gepflegt. Allerdings kannste bei ebay noch ein paar Objektive bekommen, sollte ein EXA oder Exacta Bajonett passen. Bei Baader-Planetarium, hab ich auch einen passenden T2 Adapter fürs Teleskop gefunden. Aufpassen musst du beim Auslösen der Spiegelschlag kann recht heftig werden, mit Hutmethode aber kein Problem. Ach ja bezahlt hab ich für das Teil, so um die 50 Euro, tadelloser Zustand.
Alles Gute und
CS Udo S

Hector42
27.03.2005, 22:34
Hallo Udo!

Ach ja, klar, Google. Sieht ja ganz interessant aus, aber war nicht der 'Gletscherspaltennebel'. Erscheint sehr unterschiedlich auf all den Bildern.

Tja, kurzsichtig bin ich auch, hab' eine Brille. Ich kenne einen Hobbyastronomen, der hat -21 Dioptrien, seine Mutter hat -27!!! Quasiblind ist man so ab +-8. Habe mich (ganz) früher immer gewundert warum die Sterne von Jahr zu Jahr weniger wurden, bis ich dann auch nicht mehr von der Schultafel lesen konnte, da war es dann offensichtlich.

Das mit dem Schnee ist schon offensichtlich, ja. Die Weihnachtsbeleuchtung auch. Wenn dann nachts Wolken zugengen sind ist es fast so, als wäre es Tag auf einem Planeten mit einer dichten Atmosphäre.

Na sowas, dann habe ich ja unnötig rumgelabert. Der Ringtrick funktioniert, danke. Meinst Du den Feststellhebel, der scheint den Auslöser in beide Richtungen zu blockieren? Ich habe mich etwas im Internet umgeschaut, die Exa 1 ist die seltenste von allen (55 000 soll es geben, 60 000 bis 380 000 von den anderen). Sieht aus, als wäre mit Spiegel und Verschluss alles in Ordnung, aber am besten Film rein und testen. Diese Ramschkiste wurde eigentlich wegen einem alten mit Karten programmierbaren Rechner und mehreren Bohrmaschinen gekauft, irgendwie war da auch die Kamera dabei. Die Abdeckung des Transportrades Fehlt und der Spiegel weist ein paar Kratzer auf und ist etwas verschmiert, fällt aber nicht auf. Der wird aber sauber zu bekommen sein - sofern das auch Verschmutzung ist und nicht Blindheit. Sonst macht das Teil einen astreinen Eindruck.
Und Du machst damit Astrofotos? Cool! Die Positionierungsgenauigkeit der Mattscheibe schätze ich aber nicht so prall ein, wird das nicht oft unscharf?
'Hut ab', jaja, wusste früher nicht, dass es die offiziell wirklich gibt. Mit dem Einsteiger hatte ich damals versucht den Saturn auf zu nehmen, ich benutzte in der Tat einen Strohhut von meinen Eltern. Die Überraschung war groß, als ich später von der 'Hut ab Methode' las :D .
Die Kamera gehört ja nun meiner Freundin, die hat auch noch eine Revue von mir. Mal sehen, was wir damit so alles machen. Danke für den Tip mit dem T2-Ring.

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
28.03.2005, 19:22
Hi Hector
Richtig, die Mattscheiben könnten besser sein. Beim Piggybackfotografieren mit den passenden Objektiven, funktioniert ja meistens der Unendlichkeitsanschlag, hat zumindest bis jetzt funktioniert. Für das Teleskop würde ich ne' Scheinerblende probieren, bzw. hab ich noch einen defekten Body damit wollte ich nach Messerschneide fokusieren. Die EXA werden ja auch mit verschiedenen Mattscheibenvarianten angeboten, wirklich Astrotaugliche hab ich aber noch keine gesehen. Ansonsten kann ich aber nicht meckern, außer wenn es richtig kalt ist, da ist sie mir schon mal hängen geblieben. Bei Google hab ich mich vor längerer Zeit zum Thema EXA schlau gemacht, da gibt es ein paar recht interessante Seiten.
Planeten und Mondaufnahmen hab ich mit der Kamera auch schon probiert, allerdings ist man hier mit einer Digiknipse oder Webcam schon arg im Vorteil.
Kannst ja mal schreiben, wie dir die Kamera so zusagt.
Leider ist ja wettermäßig zur Zeit überhaupt nix los, Nebel, Nebel und Nebel.
Tja Geduld braucht man schon, meistens hat man den besten Himmel wenn es gerade mal nicht ranpasst. Hatte letzten November 14 Tage Urlaub und keinen einzigen Tag gutes Wetter. Dann kam der Mond und es wurde auch wieder nix. Kaum hatte ich wieder Frühschicht war auch der Himmel gut. :(
Schau mer mal.
Alles Gute
CS Udo S

Hector42
29.03.2005, 01:07
Hallo Udo!

Das mit der Mattscheibe meine ich so: Sie ist ja nur zum reinstecken - ok, das sind die von einer Nikon F3 oder Vergleichbarem auch, nur ist hier die Verarbeitung besser. Dadurch traue ich der Mattscheibe nicht zu in einer Ebene mit dem Film zu liegen (also von der Entfernung zur Linse). Auf der Mattscheibe könnte es also Scharf sein, auf dem Film nicht. Bei f/4 müsste hier idealisiert wieder eine Toleranz von 3 µm eingehalten werde - halb so dick wie die dünnste Mülltütensorte, die ich kenne. Naja, idealisiert, aber das hatten wir ja schonmal. Dieses Problem ist völlig unabhängig von der Verwendeten Scharfstellmethode, solange sich diese der Mattscheibe bedient. Scheinerblende hift also nix, Messerschneide schon. Um das Problem aber nicht zu überschätzen sollte man Aufnahmen machen und die Sternengröße mit der von anderen Aufnahmen vergleichen. Praktisch wird's vielleicht gar nicht bemerkbar.

Astroaufnahmen würde ich damit vermutlich nicht machen, aber durch den unglaublichen Style den diese Kamera versprüht könnten wir uns dazu hinreißen lassen allgemein damit auf fotografische Streifzüge zu gehen. Da kein Belichtungsmesser vorhanden ist sollte man dafür dann vielleicht einen gutwilligen Film verwenden oder Objekte, die keine so genaue Belichtung erfordern. Ich frage mich auch wie gut sich wohl das Objektiv macht. Wenn es stark verzeichnet und keinen hohen Kontrast hat, dann ist das in Verbindung mit einem s/w-Film bestimmt ganz interessant. Das würden dann eben Bilder mit den gewissen nostalgischen touch sein, ohne sie künstlich durch Photoshop zu jagen.

Tja, nun ist der Mond schon stark am verschwinden aber das Wetter spielt nicht mit. Typisch. Mit Schichtarbeit und Astronomie ist das schon stressig. Ich will Dir ja Deinen Job nicht vermiesen und Geld braucht man auch, aber ich will ja so viel vom Universum haben, wie möglich, es ist ein Fakt, dass Schichtarbeit das Leben verkürzt, deshalb kommt sowas bei mir überhaupt nicht in die Tüte.
Ich habe sogar schon angefangen Grünen Tee zu trinken. Was mich zunächst dabei überrascht hat: Die antioxidierende (ein CTA würde eigentlich das einfachere Synonym 'reduzierende' bevorzugen) Wirkung von dem Zeug ist total offensichtlich. Zunächst ist er gelblich bis grünlich, bereist nach mehreren Stunden sieht er aus wie schwarzer Tee. Völlig oxidiert, womit er etwas anderes reduziert haben muss. Dass es dem Körper etwas bringt beweist das natürlich nicht, aber ich denke die Alterungsverlangsamende Wirkung von Antioxidantien (= Reduktionsmitteln) ist schon wissenschaftlich nachgewiesen. Die Stoffe des Tees sind angeblich noch nach einer Woche im Blut nachweisbar.
Man könnte mal einen Versuch machen: Apfel aufschneiden und eine Hälfte in Wasser, die andere in grünen Tee tauchen. An der Luft wird der Apfel ja schnell braun, er oxidiert - prinzipiell als würde er verrosten, ein verrostetes Auto ist Schrott und ein oxidierter Apfel ist auch von vielen gesunden Stoffen befreit (also ebenfalls Schrott). Darum: wenn's geht immer frisches Obst. Aber denk' jetzt nicht ich wäre ein 'Superöko', Obst esse ich in der Woche durchschnittlich...10 g - 20 g, viel zu wenig und die Teephase ist irgendwie auch schon wieder vorbei.
So, Ende der kleinen Chemiestunde, konnte mich wieder nicht zurückhalten ;) .

Sonst ist wieder nicht sooo viel los, will bald mal sehen, dass ich meinen superschwarzen Lack auch mit anderer Kohle als Aktivkohle hinbekomme. Das 'Zerkleinern' des TP hat sich als schwieriger herausgestellt, als gedacht. Habe Silicagel in die Filmdöschen getan, allerding gab es zu wenige Beutelchen, so habe ich alles Zusammengeschüttet und aufgeteilt. Damit den Filmstreifen kein Leid geschieht musste ich sie dann in je ein Blatt Klopapier einfalten. Länge abmessen, abschneiden, einfalten, rollen und ab ins Filmdöschen. Besonders der Teil mit dem Klopapier ist im Dunkeln doch recht schwierig. Hab' ersteinmal gemerkt wie schlecht entwickelt der Tastsinn normalerweise so ist. Bleibt nur zu hoffen, dass die Dinger Licht- und Feuchtigkeitsdicht sind und das beim Abkühlen schon alles so trocken ist, dass sich kein Kondensat bildet. Im Schrank bei -20 °C ist ja eh nicht mehr so viel mit Feuchtigkeit, denke ich. Jetzt gibt es doch eine Fortsetzung der Chemiestunde: auch bei Minusgraden existiert an der Eisoberfläche flüssiges Wasser, welches sogar auch verdampft. Eis <-> Wasser und Wasser <-> Dampf sind Gleichgewichtsreaktionen (wie eine richtige Chemische Reaktion aufzufassen) deren Gleichgewichtslage eben durch die Temperatur beeinflussbar ist. Die Reaktionspfeile sind übrigens formal nicht korrekt, nur falls einer vom Fach zuschaut :) .

Beste Grüße,
Hector42

Udo_S
29.03.2005, 12:25
Hi Hector
Gegenüber einer Nikon F3, ist aber auch noch ein deutlicher Kostenunterschied. Für einen Anfänger wie mich reicht es glaub ich, will man später "Aufsteigen" würden sich ja auch eher digitale SLR (E0S 300D) oder CCD Kameras anbieten. Eine Belichtungsmesser hab ich übrigens noch für die Kameras, allerdings scheint er nicht richtig bzw. nur gelegentlich zu funktionieren, hab aber auch bei ebay die entsprechenden Angebote gesehen.
Mit dem TP Film gibts du dir ja richtig viel Mühe. Einerseits macht es schon Sinn, vorallem wenn man selbst entwickelt. Andererseits scheint es mir auch ganz schön zeitraubend zu sein.
Ist aber okay, jeder geht halt auf seine Weise an "sein" Hobby heran.
Ich für meinen Teil, möchte halt auch gerne noch beobachten und fotografiere eher nebenbei. Noch ;)

Leider sieht es bei mir so aus, ohne Job kein Astro und irgend wie kann man es sich ja schlecht heraussuchen. Das Hobby zum Beruf machen ist in unseren Fall auch eher "brotlose Kunst". Aber so schlecht ist die Schichtarbeit zum Beobachten nu auch nicht. Ich finde die Spätschicht geradezu ideal für astronomische Zwecke. Aber bei Nachtschicht geb ich dir Recht, die ist nicht gesund.
Alles Gute
CS Udo S

Hector42
29.03.2005, 22:59
Hallo Udo!

Klar, das mit der F3 war nur ein Beispiel. Bin ja auch eher für digitale Canon SLRs oder eine SBIG :D .
So unglaublich zeitraubend ist das nun auch nicht, bekomme im Dunklen eh schnell Panik (ja, kurios) und habe deswegen Papier und Film nicht unbeding perfekt ausgerichtet. Alles in Allem geht für das 'Einpacken' eines Filmes wohl nicht mehr drauf, als 2 bis 3 Stunden. Ob das nun viel ist, oder nicht muss jeder selbst entscheiden. Ich arbeite noch nicht, für mich erscheint das nicht lange, aber ich habe das Gefühl, das 3 h für Menschen, die im Beruf stehen schon viel ist. Nicht gut heißen kann ich dagegen solche Menschen, die ständig behaupten keine Zeit zu haben (angeblich nichteinmal für Dinge die wirklich bloß einige Sekunden in Anspruch nehmen) und dabei 70 % ihrer nicht-Arbeitszeit mit Fernsehen oder Computerspielen Verbringen. Es heißt dann immer "Entspannung muss sein!", aber es scheint oft über eine bloße Entspannung hinaus zu gehen. Hab' früher selber die Ganze Zeit vor der Glotze oder dem Computer gehangen, ab einem bestimmten Alter scheinen sich die Verhältnisse umzukehren, nicht nur in meiner Familie. Auch kurios.

Naja und ich bin halt einer, der am liebsten alles selber macht, weißt Du ja: Gibt's keinen idealen Tubus, dann wird er halt gebaut. Gib es keine Rohre dafür, dann werden die halt gleich mit gebaut. Dabei ist die Fehlende Erfahrung zweitrangig, die bekommt man halt dabei. Natürlich ist das sehr Zeitraubend, aber mir gefällt - neben dem Gefühl einer Art Autarkie - auch, dass man dabei all das Wissen der Betreffenden Gebiete Lernt.

Astronom will ich ja eher aus Idealismus werden, den Einwand der 'Brotlosigkeit' kenne ich. Ich weiß nicht genau, wie sich das verhält, aber als Astronom an einer Uni ist man Angestellter, genau wie ein CTA. Mit 50 Jahren und unverheiratet müsste man da in der 1. (Prof.?) oder 2. (Dr.?) Gehaltsklasse sein, das wären immerhin mindestens 5000 € im Monat.
Die Nachfrage nach Astronomen ist aber nicht besonders groß, denke ich. Wenn man in die USA geht (Gott bewahre :) ) hat man immer die Möglichkeit als Wissenschaftler viel Geld zu verdienen, denn da ist alles privatisiert, d.h. man braucht Sponsoren und muss nach deren Pfeife tanzen, dafür gibt es aber auch ordentlich was. Das wäre zwar zumindest eine kleine Überlegung wert, aber bei dem Lebensstil dort rollen sich mir die Zehennägel hoch.
Ich habe mal ganz kurz beim Bremsleitungsbau gejobbt, die Spätschicht kam meinem Persönlichen Rythmus auch sehr entgegen, sehen das die anderen Leute auch so?

Habe heute mal meine Superfarbe von damals anmischen wollen, war ein völliger Reinfall. Aktivkohle, welche ich benutzt hatte ist ja extrem fein, darum habe ich jetzt damit gerechnet, aber natürlich den Erfolg erhofft. Ein gemörstertes Grillkohlebrikett ist absolut ungeeignet, sieht zwar einigermaßen fein aus, aber nur weil man sich an den vorigen Klotz erinnert. Dispers verteilen tut sich das im Lack mit nichten. Bis man das fein genug gemörsert hat, wenn das überhaupt geht, vergehen bestimmt Tage, wenn man sich anstrengt. Denke ich werde diesen Schultafellack probieren oder ganz normalen matt-schwarzen. Man bekommt auch eine tolle, sehr reine Kohlenstoffwurst, wenn man Zucker im Glas mit etwas konzentrierter Schwefelsäure versetzt, letztere habe ich aber leider schon alle experimentiert. Wenn mir wieder welche über den Weg läuft werde ich das mal probieren.

Ich könnte auch mal kürzerbelichtete Übersichtsaufnahmen von Sternbildern probieren, indem ich dem H-alpha-Filter vor ein Lichtstarkes Objektiv setze, mal sehen, was mein Foto-Vater so da hat, irgendwo war da was mit f/1,9 oder so. Hm, ein persönlicher Fotografischer Himmelsatlas im H-alpha Licht - hat doch was. Ist aber ein Langzeitprojekt, vor Allem, da ich ja von hier allerhöchtens die Hälfte des Sichtbaren Himmels erhaschen kann.
...hab nun ein f = 50 mm f/1,4 gefunden, ist doch nett. Mit Telekonverter sind es immernoch f = 100 mm f/2,8 und damit acht bzw. zwei mal schneller, als der Newton mit f/4. Hat bei offener Blende natürlich eine nicht unerhebliche Abschattung, die müsste mit dem Computer zumindest kosmetisch (Mosaik) zu verbessern sein. Mal sehen für welche Brennweite ich mich entscheide, um bei f/2,8 die dunkleren Nebel noch ordentlich zu erhaschen müsste ich mit Filter vermutlich immernoch 1 bis 2 Stunden Belichten. Oh, ich sehe gerade, dass man mit f = 50 mm wunderbar den Orion und noch ein Stück Einhorn ablichten kann. Also M42, diese ICs da oben, Pferdekopfnebel und so, Rosettennebel und vielleicht noch schwache Teile der übergeordneten H-II-Region (den Loop), Vielleicht reicht die Zeit zwischen Dämmerung und Altersheim noch. Glaube aber nicht. Zudem ist das alles ja schon etwas Horizontnah. Mal sehen.

Viele Grüße und gutes Wetter,
Hector42

Udo_S
30.03.2005, 09:17
Hi Hector.
An Prof. oder Dr. soweit hab ich ja an meiner "Brotlosen Kunst" ja noch gar nicht gedacht. Eher daran, das es gute Bildbände schon gibt, Teleskope so billig gar nicht hergestellt werden können (China) und damit Handeln zur Zeit auch nicht so einfach sein wird. ;)
"Entspannung muß sein!" Ja sehe ich auch so, astronomisches Beobachten oder Fotografieren ist für mich die höchste Form der Entspannung. :)
Problem der wenigen Zeit kenn ich auch. Wobei unter normalen Umständen das Fernsehen oder Computer keinen so großen Stellenwert einnehmen. Aber gerade in die wärmeren Jahreszeiten hat man in ländlichen Gebieten genug zu Tun. Hätte ich zur Zeit meine Rückenprobleme nicht, würde ich um diese Zeit nicht vor dem Computer sitzen, sondern irgend was werkeln. Ist übrigens genauso mit der Spätschicht, aus astronomischen Gesichtspunkten ist sie top, ansonsten habe ich ständig das Gefühl nur auf Arbeit zu sein.
Aber ich finde es schon toll, das du dich in deiner freien Zeit mit solchen Dingen beschäftigst.
H-alpha Übersichten klingt interessant. Gerade die Sommermilchstrasse sollte dir ein paar nette Ansichten liefern. Denke auch das der Orion etwas knapp werden dürfte, so in Horizontnähe ist ja auch wieder mehr Streulicht, bzw. die Durchsicht nicht mehr so top. Um wieviel verlängert sich eigentlich der Faktor für die BLZ bei H-alpha Aufnahmen? Hab hier ne' Probeaufnahme vom Orion mit 50mm Objektiv da waren die von dir angesprochenen Nebelgebiete schon nach 4min. zu sehen, schwach aber sichtbar. Leider ist er mir ziemlich im Streulicht abgesoffen. Was bei mir zu Schluss geführt hat, die einzelnen Objekte nur noch zu fotografieren, wenn sie genügend hoch am Himmel stehen. Das mach ich auch bei der visuellen Beobachtung so. Beispiel: M51 ist ja bekanntlich ein recht beeindruckendes GX'en Paar. Anfänglich stand es mit auf jeden Beobachtungsplan egal wie günstig sie am Himmel standen.
Wirklich gute Beobachtungen lassen sich aber im Normalfall nur erzielen wenn M51 hoch genung am Himmel steht. Dann hat man schonmal das Gefühl die Spiralarme zu sehen und auch die Verbindung zwischen den GX.
Glaub das ist wohl meine Art der "Wissenschaft" möglichst so gut wie möglich vorbereitet zu sein, zu wissen wann, was, wo, zu sehen ist und es dann zu erkennen.
CS Udo S

Hector42
30.03.2005, 15:16
Hallo Udo!

Oh, aha, ok, an Teleskopbau habe ich auch schon gedacht und die selben Einwände gefunden wie Du. Bei einem adäquaten Stundenlohn müsste ich meine Alukonstruktion für weit über 2000 € Loswerden (und ich habe nicht getrödelt :) ), das steht natürlich in keinem Verhältnis. Allerdings dürften es nicht länger dauern, wenn man größere Tuben baut.

Jo und Enstannung durch praktische Astronomie finde ich doch wesentlich erstrebenswerter als Gehirnweichkochung durch Gerichtssendungen. Vielleicht spiele ich mich ja zu sehr auf, aber es macht mich traurig bei bestimmten Leuten zu merken, wie sie geistig immer mehr abbauen. Vor Allem auch, weil dadurch das Verständnis für Wissenschaft und Ideologie mir gegenüber schwindet.

Oh ja, die Sommermilchstraße, da ist schon einiges los. Theoretisch sollte NGC7000 mit dem f = 50 mm f/1,4 nach etwa einer halben Stunde absolut ausbelichtet sein (mit Filter), d. h. die anderen schwächeren Nebelgebiete sollten eigentlich auch schon gut mit dabei sein. Der Faktor für H-alpha mit dem TP hyp. liegt bei diesem Filter (13 nm Halbwertsbreite) schätzungsweise bei 2 - 3, ich habe keinen richtigen Vergleich - mit anderen Filmen ist er praktisch unendlich. Offiziell liegt er bei 10, aber das kann nicht sein. Da der Filter eigentlich für ccd-Kameras gedacht ist, ist es dieser Faktor 10 vermutlich auch. Eines verstehe ich aber nicht so ganz: wie kann ein Filter für eine Wellenlänge bei der er > 95 % transmittiert überhautp einen solchen Faktor aufweisen :confused: ?
Wow, nach 4 min. war da alles drauf? Naja, sagen wir Faktor 3, dann sind es 12 ' und wenn ich 30 ' belichte sollte das eigentlich ganz toll sein, was meinst Du? 30 ' ist eine lässige Blz. finde ich, wenn es zu viel ist, dann blende ich halt ab, dann wird das Foto hübscher. Ohne Mond und weg von Horizont sollte der Filter aber das Stadtlicht fast völlig eliminieren.
Was das Timing angeht, so versuche ich aus der gleichen Erfahrung heraus alles während seiner Kulmination aufzunehmen. M51 hätte ich vermutlich auch als Beispiel genommen :) , bei der ist es mir genauso ergangen. Die Brücke und die Arme habe ich glaube ich auch schon von hier aus mit den 8-Zöller gesehen, dabei war aber sehr gutes Wetter und die Galaxie stand nahezu perfekt im Zenith. Stell Dich mal nicht unter den Scheffel, das mit dem 'wann' und 'wo' usw. ist schon wissenschaftlich, was denn sonst ;) ? Vorbereitung ist das Fundament für eine wissenschaftliche Untersuchung und zählt natürlich zur Wissenschaftlichen Arbeitsweise.

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
30.03.2005, 18:22
Hi Hector
Gegen die Dummheit der Menschen, kämpfen selbst die Götter vergebens.
Ist glaub von Schiller.
Dem einen sein Uhl, ist ja bekanntlich dem anderen sein Nachtigall. Soll heißen ich rege mich darüber nicht mehr auf. Es gibt auch Leute die Beschmunzeln unsere Anstrengungen ein paar Photonen auf etwas Film zu bekommen, wo doch das Internet voll von gestochen scharfen Hubble-Aufnahmen sind. ;)
Hier findest du besagte Orion Aufnahme http://www.ds-src.de/4images/data/media/10/img052.jpg ist wirklich nicht meine beste. Ist aus dem vergangenen Jahr und das Sternbild ist kurz vorm Horizont. Wenn ich mich recht erinnere war es Windig und die Nachführung nicht so toll. Die Taukappe in Richtung Kameras verschoben usw. Hoffe du siehst die Details. Die Aufnahmen von diesem Jahr liegen noch in der Kamera, hoffe aber vielleicht die nächsten Tage den Film noch zu füllen. Hab schon einen Plan im Kopf. ;)
Alles Gute
CS Udo S

Hector42
31.03.2005, 19:21
Hallo Udo!

Ja, doch, auf Deiner Aufnahme lässt sich schon einiges erkennen, die Pferdekopfnebelregion wollte ich eigentlich auch schon seit Erwerb des Filters Aufnehmen, steht immernoch aus.
Ich habe gestern mal auf den Zwilling draufgehalten (mein Sternzeichen, bei meiner Geburt stand die Sonne jedoch mitten im Stier, soviel zur Astrologie). Im Westen ist da nicht so viel los, aber tief in der Milchstraße sieht es schon sehr vielversprechend aus. IC443 ist drauf (samt einbettender Nebelregion wie es aussieht) und sieht einem Gehirn nicht unähnlich, M35, Saturn, NGC2175 ist eine wahre Photonenschleuder und zeigt Struktur, LBN843 (ein schwacher Nebel darüber), der Rosettennebel ist auch gerade noch so mit drauf und die Konusnebelregion. Ja richtig, war das nicht ein Reflexionsnebel? Wenn man weiß wie es aussehen soll ist sogar der Konus erkennbar. Und das alles mit einem f = 50 mm Objektiv bei voller f/1,4er Blende! Die Menge an Nebeln Überrascht mich weniger, aber das man noch den Konus erkennen kann finde ich echt heftig.
Hat total Spaß gemacht die Objekte auszumachen, dabei habe ich allerdings auch in der Karte nachgeschaut, wo was sein soll. Galaxien (oh Wunder) und Planetarische Nebel sind allerdings nicht erkennbar.
Die Abschattung konnte ich vollständig durch einen Trick eliminieren (hat mich selbst überrascht), ich schreib' es mal hin, hier geht es ja auch um
Software:
-Photoshop
-Bild dupliziert
-'Staub und Kratzer entfernen' angewendet, um die Sterne zu killen (dafür ist der Gaußsche Weichzeichner schlecht geeignet)
-'Gaußscher Weichzeichner'
-dieses helligkeitsverteilungs-Bild vom Original abgezogen (100 %, Verschiebung ca. 100)
Je größer die Nebel im Bild werden, desto schlechter lässt sich diese Technik anwenden. Danach hatte ich Sterne nahezu gleichmäßig (am rand etwas mehr) über das gesamte Format, auch da, wo vorher keine zu sehen waren. Die Bildfehler des Objektives bei dieser Blende sind aber schon derbe: kaum kreisförmige Sterne, am Rand sogar extreme 'Vögel'.
Ich meine da ist eine große Nenbelregion um den Konusnebel herum, ähnlich dem Rosettennebel nur mit doppelter Kantenlänge und viel schwächer. So habe ich das nicht in meiner Software gefunden. Könnte auch ein Artefakt sein (Äste, Laterne...), davon ist einiges Vorhanden, aber deren Struktur ist anders, ich bin fast sicher, dass da wirklich ein großer Rosettennebel oder so ist.
Also Konusnebel, IC443 und NGC2175 muss ich nächstes Jahr - heul :( - unbedingt mit dem 8-Zöller aufs Korn nehmen, koste es, was es wolle!

Im Beobachtungsbereich ist ja nicht so viel los, darum schreib' ich das mal hier. Das Seeing war heute morgen um 4 Uhr ja hervorragend. So habe ich den Jupiter noch nie gesehen! Ich weiß zwar nicht, was da mit einem 8-Zöller drin seil sollte, aber ich meine neun Wolkenzonen erkannt zu haben. Mindestens jedoch sieben und nach Vergleich mit Fotos waren es vermutlich acht. Zudem war ein Anflug von Struktur innerhalb der beiden Hauptbänder zu erkennen, auf jeden Fall aber deutliche 'blumenkohlige' Ausbuchtungen in die anderen Zonen hinein. Hätte ich einen Hocker gehabt, so hätte es mich davon gerissen!

Man, das war eine tolle Nacht und die habe ich nicht zuletzt Dir zu verdanken. Du scheinst mich zu motivieren, zwar habe ich gerade sowiso eine Astrophase, aber ich war noch nie so produktiv. Das mit den Übersichtsaufnahemen hätte sicher auch noch eine Weile gedauert.

Appropos: Der Schwan hat mich heute morgen recht unverdunstet anbeglinzelt, der kommt also auch bald an die Reihe, hehe - diesmal aber richtig! Erstmal soll er aber noch etwas Richtung Zenith flattern.

Mit dem 'Karbon-starter-Kit' ist es bald soweit, das werde ich in ein paar Tagen bestellen.
Hab' heute einen Laden zum Erwerb von Kugel- und Kegel- und was-nicht-alles für Lager entdeckt. Könnte in Bezug auf die EQ-6 ganz nützlich sein, weißt Du, was da rein gehört (d.h.: das sind doch bestimm Standartlager, nur eben schlechte oder?) oder soll ich mal auf www.deepsky.de (http://www.deepsky.de) im Forum schauen?

Übrigens kann ich Dir die Übersichtsaufnahme gerne schicken, ich weiß nämlich nicht, ob ich sie auf die Hompage setze - wäre zusammen mit anderen wohl viel zu groß. Wäre zunächst ein verkleinertes, gutes jpeg mit meinem Gekritzel, 800 kb.

Nadenn erstmal alles Gute,
Hector42

Udo_S
31.03.2005, 19:56
Hi Hector
Oh, kann mich heute nur sehr kurz fassen. Es ist klar und ich will gleich anfangen mit Aufbauen. War auch schon gestern draußen und hatte ähnlich viel Vergnügen. ;) Hatte auch so ziemlich dieselben Ziele, bin gespannt wie die Dias werden. Puh, hab mich an längere Blz rangewagt, so 20 Minuten im Schnitt, dazu die Objekte suchen, einstellen, da gehen pro Bild leicht 30-40 Minuten drauf. Mehr wie 7 Aufnahmen war nicht drin, naja hab auch nebenbei etwas gespechtelt. ;) Probier mal die M65/66 GX'en, die hab ich gestern selbst im 4,5" gut sehen können, sogar die schwächere NGC 3628 war indirekt noch zu machen.
Schön, das du so gutes Seeing hattest, hab so gegen 2:00 Uhr zum Abschluß auch den Jupiter eingestellt, war aber leider nicht so überragend.
So werde jetzt anfangen mit aufbauen, muß irgend wie die zwei Diafilme voll bekommen. Heute will ich noch ein bissel Fuhrmann probieren, vielleicht auch einmal den IC 443 (im Westen ist hier meine "dunkle Ecke") na und natürlich ein paar GX'en
Das nächste Mal wieder ausführlicher.
CS Udo S

Hector42
02.04.2005, 21:38
Hi Udo!

Du nutzt das schöne Wetter ja auch ordentlich aus ;) . In den letzten zwei Tagen habe ich nicht viel Astronomie berieben, für mich gibt es erstmal nichts mehr zu fotografieren. Bin zwar schon scharf auf Visuelles, aber auch recht müde, da bei mir Tags auch immer was los war. NGC7000 ist jetzt (noch alleine) in meiner Gallery, da liegt auch noch viel Arbeit vor mir. Bei meiner potentiellen CTA-Stelle ist es total cool, die haben den Auftrag mechanische Messfühler zu bauen, so ähnlich wie die im Raster-Tunnel-Mikroskop. Das geht natürlich nicht mechanisch sonder muss geätzt werden, so wie ein Mikrochip. Dazu darf ich mit Flusssäure rumpanschen...das ist zwar im Gegenstatz zum allgemeinen Glauben eine eher schwächliche Säure, darin liegt also nicht die Gefahr. Die Gefahr ist, dass, wenn man etwas davon auf die Haut bekommt, die sehr kleinen Säuremoleküle glatt durch die Haut gehen und alle Kalziumverbindungen im Blut in unlößliches Kalziumfluorid umwandeln. Man stirbt dann nach einiger Zeit an Kalziummangel. Naja, um ein Quartett (werden dann auseinandergebrochen) dieser Dinger herzustellen braucht man drei Wochen und wenn man kurz vor Schluss etwas falsch macht...tja. Wie beim Astroaufnahmen Entwickeln, erst am Ende weiß man, ob sich alles gelohnt hat. Es gibt zum Nachschauen ob man auf dem richtigen Weg ist allerdings ein Elektronenmikroskop. Coool :D . In ein paar Tagen werd' ich's wissen.

Äh, ja zurück zum Thema. Der Webmaster hat mir zurückgeschrieben und es gibt keine einfache Reorganisation des Ganzen. Also, was machen wir jetzt so für neue Themen auf? Teleskopselbstbau und Astrofotografie? Und Beobachtungen kommen in Deine "Frühjahrsbeobachtungen"?

Mal sehen, jetzt nachdem ich deine Beobachtungen der letzten Tage gelesen habe (wow, soviel beobachte ich in einem Jahr nicht) habe ich Lust alles nun auch einmal für ein rein Visuelle Nacht herauszuholen. Ist aber schon halb zehn. Naja, Beeilung!

Viele Grüße,
Hector42

Udo_S
03.04.2005, 09:11
Hi Hector
Man muss die klaren Nächten feiern, wie sie fallen. Ich versuche das immer so gut wie möglich auszunutzen, muss allerdings in den Arbeitsplan passen.
Apropo Arbeit, das sieht ja bei dir recht vielversprechend aus, toi, toi, toi.
Hab die Nachrichten total übersehen, die Konzentration lässt bei Schlafmangel dann doch irgendwann einmal nach :o Jetzt da ich wieder etwas besser beobachten kann, wird es hoffe ich öfters einen Beobachtungsbericht geben. Teleskopbau?! Naja bis auf ein paar Tunnings (Veluorfolie) hab ich da nicht soviel Ahnung, da kannst du ja mal was aufmachen. Astrografie, jepp. Leider hab ich hier noch nicht so viele Beobachter getroffen, hoffen wir das sich noch jemand findet, sonst werden wir unseren Dialog bei diesen Themen fortsetzen. Ab nächste Woche darf ich übrigens wieder stundenweise Arbeiten, dazu noch eine mehrstündige Physio, da wird die Zeit knapp, für ein paar Post's wird es aber noch reichen.
Nun noch was zum Thema "Lieblingsgerät" passendes und zwar die Nachführung der EQ6. Ich stelle also meinen Leitstern ins Fadenkreuzoku. Nach einer Weile fängt dieser an hin und her zu schwingen und zwar so das er nicht korrigiert werden kann, geschätzt Abweichung dabei 10". Nebenbei läuft er gelegentlich aber auch langsamer etwas aus der Bildmitte aber so das dies kann korrigiert werden. Was mich etwas nervt sind diese schnellen Pendelbewegungen, die bekommt man ja auch mit der PEC nicht weg. Da werden wohl noch Umbauten nötig :( . Bin aber erstmal gespannt wie sich die Dias entwickeln und ob von diesen Fehlern bei der Brennweite was zu sehen ist und ob der Fokus einigermassen getroffen wurde, Mann ich bin wirklich schon ein bissel nervös deswegen. So ich werd mal noch mal an meinem BB für vergange Nacht feilen, alles nachprüfen und noch eine Mittagsruhe einlegen.
Alles Gute
CS Udo S