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TomTom333
24.10.2008, 09:02
Hallo,

habe in einem Buch (Die GROSSE Vision) gelesen, dass man(n) duch eine ganz bestimmte Art von Algen den Treibhauseffekt in der Venusatmosphäre beseitigen könnte. Da wir sehr genau bescheid Wissen über die Zusammensetzung und die Temperaturen auf der Venus wäre es laut Autor möglich in ca 200 km über der Oberfläche durch freisetzen dieser Algen.
Man hat herausgefunden das in dieser Schicht Verhältnisse herschen die diese Algen lieben und neben Sauerstoff auch Ozon entstehen könnte.
Hat schon jemand davon gehört?
Wenn der Treibhaseffekt verschwindet würde doch automatisch die hohe (470 Grad) Temperatur auf der Oberfläche stark sinken.
Nachteil allerdings sind die Tages und Nachtzeiten auf der "2. Erde"
Wie steht ihr zu diesem Thema?

Bynaus
24.10.2008, 11:40
Selbst wenn der Treibhauseffekt von einem Moment auf den anderen weg wäre, die Oberfläche bliebe extrem heiss: schliesslich ist die ganze Kruste des Planeten überall heisser als 480°C. Es dürfte eine lange Zeit dauern, bis diese ausgekühlt ist, so dass man darauf landen kann.

Weiter spalten Algen etc zwar das CO2, aber sie entfernen den Kohlenstoff nicht aus dem System, und das ist das Problem. Denn die Algen sterben irgendwann wieder ab und sinken zur Oberfläche, wo sie wieder zu CO2 werden. Das heisst, es stellt sich einfach ein neues Gleichgewicht ein, mit ein bisschen mehr O2 und ein bisschen weniger CO2...

Wollte man die Venus wirklich terraformen, müsste man eine Möglichkeit finden, das CO2 zu binden, etwa in Karbonaten. Zudem bräuchte die Venus gewaltige Mengen von Wasser (alles Wasser der Erdoberfläche passt in einen Eismond von ~1000 km Durchmesser), um wirklich erdähnlilch zu werden.

TomTom333
24.10.2008, 12:47
Hei ja aber das ist schon mal was!
Die Algen spalten das CO2
Sauerstoff wird freigesetzt und der Kohlenstoff fällt aus.
Kohle ist doch gar nich soooooo schlecht.
Und ja, natürlich sterben die Algen ab..... aber vorher haben sie sich 1 : 10.000 Vermehrt!
Laut den Berechnungen welch ich gesehen habe bräuchte mann 9 Sonden Planeten (Venus) weit.
Nur??????? Wie bleiben die Algen in 200 km höhe? (Venusanziehung)
Auch klar die Kruste ist Heisser und müsste sich ein paar hundert Jahre Abkühlen.
Aber die werden wir doch noch haben.... oder ?
Das mit dem Wasser ist so ein Problem, da geb ich dir Recht, aber brauchen wir 70% der Oberflacher der Venus mit Wasser Bedeckt??????
Stell dir doch nur mal den Pazifik vor!
Und Jetzt leg ihn TROCKEN! Mit Einem Schlag.... KEIN Wasser mehr!
Schade für die Fische... aber ist der nötig?????
Na also... klar brauchen wir etwas Wasser...aberso wie ich die Berechnungen richtig verstanden habe ist in derAtmosphäre genug, das von.... als Schwefel-Gebundener "Sauerer REGEN" auch Wasser übrig bleibt
Nun ist die Frage.. lassen uns die Wissenschaftler es auf einen Versuch ankommen?
Oder gilt es die Venus zu erhalten so wie sie ist?
Gibt es dafür ein Gesetz?
Regeln?

pauli
24.10.2008, 14:05
Nur??????? Wie bleiben die Algen in 200 km höhe? (Venusanziehung)

Die Venusatmosphäre ist so dicht, dass Algen möglicherweise darin "schwimmen" könnten



Oder gilt es die Venus zu erhalten so wie sie ist?
Gibt es dafür ein Gesetz?
Regeln?
Derzeit gibt es wohl noch keine Venuserhaltungsverordnung (VeVo)

Schmidts Katze
24.10.2008, 22:18
Hallo,

habe in einem Buch (Die GROSSE Vision) gelesen, dass man(n) duch eine ganz bestimmte Art von Algen den Treibhauseffekt in der Venusatmosphäre beseitigen könnte. Da wir sehr genau bescheid Wissen über die Zusammensetzung und die Temperaturen auf der Venus wäre es laut Autor möglich in ca 200 km über der Oberfläche durch freisetzen dieser Algen.
Man hat herausgefunden das in dieser Schicht Verhältnisse herschen die diese Algen lieben und neben Sauerstoff auch Ozon entstehen könnte.
Hat schon jemand davon gehört?
Wenn der Treibhaseffekt verschwindet würde doch automatisch die hohe (470 Grad) Temperatur auf der Oberfläche stark sinken.
Nachteil allerdings sind die Tages und Nachtzeiten auf der "2. Erde"
Wie steht ihr zu diesem Thema?

Wenn das funktioniert, könnte man es auch auf der Erde versuchen.

Grüße
SK

TomTom333
25.10.2008, 07:16
Andersrum wird ein Schuh draus!
Wir könnten viel von dem Treibhausefekt lernen. Venus Express und noch weitere Sonden könnten die Veränderungen messen.
@ Schmitz Katze: Hier ist die Atmosphäre definitiv zu dünn und die Algen sinken zu Boden.

Zitat Wiki :Die Atmosphäre der Venus ist von außen völlig undurchsichtig. Das liegt jedoch nicht so sehr an der Masse beziehungsweise der sehr hohen Dichte der Gashülle, sondern hauptsächlich an einer stets geschlossenen Wolkendecke. Diese befindet sich mit ihrer Unterseite in einer Höhe von etwa 50 km und ist rund 20 km dick. Ihr Hauptbestandteil sind zu etwa 75 Masseprozent Tröpfchen aus Schwefelsäure. Daneben gibt es auch chlor- und phosphorhaltige Aerosole. In der unteren von insgesamt drei Wolkenschichten gibt es möglicherweise auch Beimengungen von elementarem Schwefel. Größere Tröpfchen der Schwefelsäure regnen ab, aber nur bis unweit der Unterseite der Wolkendecke, wo sie aufgrund der hohen Temperaturen verdampfen und sich anschließend in Schwefeldioxid, Wasserdampf und Sauerstoff zersetzen. Nachdem diese Gase bis in die obersten Wolkenbereiche aufsteigen, reagieren und kondensieren sie dort wieder zu Schwefelsäure.

Enthält Schwefelsäure nicht auch Wasser????
Und 2 ppm Wasser(dampf) in einer 90 fach dichteren Atmosphäre istauch schon einiges nach meinen Berechnungen.

_Mars_
27.10.2008, 17:11
Ja, aus Schwefelsäure lässt sich prima Wasser (und mit Schwefel, Kohlenstoff [und Perchloraten vom Mars] Schießpulver) erzeugen....

Schwebende Städte wären vorerst notwändig, und diese würden auch nebenbei Schatten werfen (-> 2 Vorteile: Je mehr Städte, desto mehr Menschen&Schatten)
Und fette Satelliten, die die Venus verdunkeln.

Aber eigentlich ist der Mars besser geiegnet, da dieser nicht von der Sonne verschluckt wird bzw. wenn die Sonne sich weiter aufheizt erst viel später verdampft (bzw. sich sehr aufheizt)

Mfg

Orbit
27.10.2008, 18:12
Hallo Mars
Willkommen im Forum.

Aber eigentlich ist der Mars besser geiegnet, da dieser nicht von der Sonne verschluckt wird
Aber auch auf dem Mars wird's dann ziemlich heiss werden. ;)
Der Taghimmel wird nämlich ein einziger rot glühender 1000 Grad heisser Deckel in ca. 1/2 AU Entfernung sein.
Orbit

UMa
27.10.2008, 18:41
Hallo,

mal abgesehen von der Machbarkeit, wie soll sich denn die Venusatmosphäre nach dem Terraforming zusammensetzen?

Grüße UMa

Schmidts Katze
27.10.2008, 20:50
Hallo,

mal abgesehen von der Machbarkeit, wie soll sich denn die Venusatmosphäre nach dem Terraforming zusammensetzen?

Grüße UMa

ca. 20% O2,
ca. 1% Edelgase u.ä.,
Rest N2.

Wie denn sonst?

Grüße
SK

TomTom333
28.10.2008, 06:58
Wik lässt Grüssen:
Carbon dioxide 96.5 %
Nitrogen 3.5 %
Sulfur dioxide 150 ppm
Argon 70 ppm
Water vapor 20 ppm
Carbon monoxide 17 ppm
Helium 12 ppm
Neon 7 ppm
Hydrogen chloride 0.1–0.6 ppm
Hydrogen fluoride 0.001–0.005 ppm

Und warum sollte es nicht machbar sein???
Nennt mir doch mal Gründe WARUM es nicht geht.
Zu sagen es geht nicht!!!! das ist einfach..........
Warum..........? Kutschen ohne Pferde die von selber fahren, ist ja lächerlich!

Eure Expertenmeinung ist hier gefragt:
Gruss

TomTom333
28.10.2008, 07:11
Carbon dioxide :
(chemical formula: CO2) is a chemical compound composed of two oxygen atoms covalently bonded to a single carbon atom. It is a gas at standard temperature and pressure and exists in Earth's (VENUS) atmosphere in this state. It is currently at a globally averaged concentration of approximately 387 ppm by volume in the Earth's (VENUS) atmosphere, ....... und hier greifen dann die Algen an!

Wär doch super!
Oder......
Bitte lass mal von euch hören!

Orbit
28.10.2008, 07:16
Gell, TomTom, wo kämen wir auch hin mit dieser Kleinmütigkeit?!
Vor dem Hintergrund der Unlösbarkeit des CO2-Problems auf der Erde, gibt's da nur eine Devise:
Terraforming besser heute als morgen und zwar überall, wo auch nur der Hauch einer Chance besteht!
Orbit

fspapst
28.10.2008, 14:35
Die Venusatmosphäre ist so dicht, dass Algen möglicherweise darin "schwimmen" könnten Und nachdem die ersten Algen die Temperatur der Venus herab gesenkt haben werden weitere Algen für den Abbau der Schwefelsäure zu stabilen Sulfiden und Wasserstoff beitragen, die Atmosphäre aus zu dünnen und gleichzeitig mit den Sulfiden den Boden weiter ab zu kühlen.
Im Dritten Verlauf können dann Algen eingesetzt werden mehr CO2 zu binden und auf den abgekühlten venusboden tropfen zu lassen, (wo wie dann unser Öl abschöpfen können um die erde weiter ahu zu heizen :D).
Erst im Vierten Teil wird dann die Atmosphären so weit abgekühlt, dass Wasser bis zum Boden dringen kann. Dann geht die Evolution einen nicht mehr kontrollierbaren Weg weiter, der eventuell aber durch Infektion bestimmter Bakterien noch ein wenig gesteuert und beschleunigt werden kann.
In 500kJ - 5MJahren werden dann die ersten Menschen auf der Venus siedeln. Bis zum RotenRiesenStadium der Sonne ist es noch ausreichend Zeit mal eben die Venus über zu bevölkern.

Derzeit gibt es wohl noch keine Venuserhaltungsverordnung (VeVo)
Es gibt aber eine Richtline, nach der Kontamination anderer Himmelskörper unbedingt vermieden werden soll. Die Marslander sind z.B. sehr gut desinfiziert worden! :rolleyes: Gleiches gilt für die Venus.

Gruß
FS

UMa
29.10.2008, 11:40
Hallo TomTom333,

mir ging es nicht um die jetzige sondern um und angestrebte Zusammensetzung der Venusatmosphäre.

hallo Schmidts Katze,
Ok. Bei welchem Gesamtdruck?
Und soll es größere Mengen flüssiges Wasser auf der Oberfläche geben?
Wie groß soll die relative Luftfeuchte sein?

Grüße UMa

_Mars_
29.10.2008, 17:03
@ Orbit erstmal Danke


Ok. Stickstoff ist heute 3,5%
Aber von 90 Bar da kommt wohl genug zusammen.

Der erste Schritt müsste sein: Druck auf zwischen 0,5Bar und 1,3Bar. Und ein bisschen Luftfeuchtigkeit. Dann Stirbt man nicht sofort, wenn man an die Oberfläche geht.
Man müsste vorerst halt Atemmasken tragen...
Bis wir besiedelt haben gibts die sicher im trendy-look... Z.B.: So eine wie D. Vader, für Frauen wahlweise in pink....

Ja das mit der Desinfektion stimmt, angeblich soll es da ein paar ganz harte Bakterien-jungs geben, die nahezu alles überleben...

http://www.welt.de/welt_print/article2642352/Die-Flucht-vor-der-Hitze.html
so könnte man das notfalls mit Mars, Venus oder Erde machen. Wahlweise alle drei - aber ohne zu kolidieren, sonst sind alle hin.
Doch ich habe mal gelesen, dass alle Planetenbahnen instabil wären, wennn nur einer seinen Kurs ändern würde (zb. merkur)...

Oder könnte das schon gehen??

Ich meine, wenn wir das nicht wissen, würd ichs nicht auf nen Versuch ankommen lassen...

Schmidts Katze
29.10.2008, 21:28
Hallo UMa,



hallo Schmidts Katze,
Ok. Bei welchem Gesamtdruck?
Und soll es größere Mengen flüssiges Wasser auf der Oberfläche geben?
Wie groß soll die relative Luftfeuchte sein?

Grüße UMa

a) ca. 1 bar
b) ja, mit kilometerlangen einsamen Stränden
c) zu den Polen hin abnehmend

Grüße
SK

_Mars_
30.10.2008, 21:07
Wieso abnehmend?
Das wäre für uns normal - und ist wahrscheinlich nicht vermeidbar, da die Luft kälter ist und somit weniger H2O aufnimmt... Aber nicht lebensnotwendig...

TomTom333
31.10.2008, 19:11
Happy Halloween,
ich möchte ja hier nicht auf den MiesePeter machen, aber leider habe ich keine Antwort bekommen, warum es mit den algen nicht geht.
Kann sich einer von euch Fach(männern) mal bitte erklären.
Weisse Strände mit oder ohen Hulla Mädchen hin oder her.
Ich möchte es einfach mal wissen.

Schmidts Katze
31.10.2008, 21:55
Happy Halloween,
ich möchte ja hier nicht auf den MiesePeter machen, aber leider habe ich keine Antwort bekommen, warum es mit den algen nicht geht.

Du hast bisher nicht gefragt, warum "es" mit den Algen nicht geht.
Und es hat auch noch niemand behauptet, daß "es" mit den Algen nicht geht.

Im Gegenteil:

Die Venusatmosphäre ist so dicht, dass Algen möglicherweise darin "schwimmen" könnten

Grüße
SK

Schmidts Katze
31.10.2008, 23:04
Du hast bisher nicht gefragt, warum "es" mit den Algen nicht geht.



Und warum sollte es nicht machbar sein???


Sorry
SK

Schmidts Katze
03.11.2008, 00:19
Und warum sollte es nicht machbar sein???
Nennt mir doch mal Gründe WARUM es nicht geht.
Zu sagen es geht nicht!!!! das ist einfach..........
Warum..........? Kutschen ohne Pferde die von selber fahren, ist ja lächerlich!

Eure Expertenmeinung ist hier gefragt:
Gruss

Zu sagen, es geht, ist auch einfach.
Erkläre mir den Otto-Motor, und ich gebe zu, daß Kutschen keine Pferde brauchen.
Beschreibe mir, wie du die Venus bewohnbar machen willst, und wir können darüber diskutieren.
Aber du kehrst die Beweispflicht um, du behauptest einfach, es ginge, und verlangst Gegenbeweise.


Ich glaube,(ohne es beweisen zu können):

1. Es könnte potenziell lebensfreundliche Planeten geben, auf denen trotzdem kein Leben entstanden ist.

2. Auf diesen Planeten könnte man mit irdischen Algen, Bakterien, irgendwelchen Einzellern eine Biosphäre etablieren, die menschliche Siedlungen ermöglicht.

3. Die Venus könnte ein solcher Planet sein.

4. Das Terraforming würde ca. 100Mio - 1Mrd Jahre dauern.
Mindestens.

Grüße
SK

fspapst
03.11.2008, 09:16
Ich glaube,(ohne es beweisen zu können):
1. Es könnte potenziell lebensfreundliche Planeten geben, auf denen trotzdem kein Leben entstanden ist.

Hallo Schmidts Katze,

Glauben ist ja eher meine Domäne :D.
Scherz beiseite und hin zur Spekulation:

Zu deiner Nr. 1)
Natürlich gibt es keine Beweise für oder gegen deinen Glauben, dass es lebensfreundliche Planeten gibt, die aber kein Leben hervorbringen.
Es gibt aber experimentelle Hinweise (Einzel versuche), dass wenn das (sterile) Labor groß genug (Planet) ist und lange genug die Voraussetzungen hat (alle Elemente, Wasser, geeignete Temperatur und Druck ect.) dass dann (einfaches) Leben mit Sicherheit entsteht. -->Biogenese (http://de.wikipedia.org/wiki/Biogenese)
Die einzelnen Versuche in den laufen Experimenten geben solche Hinweise.
Leider sind viele Versuche auch wieder in Vergessenheit geraten, obwohl diese sehr vielversprechend waren. So ist die Erzeugung von komplexen Aminosäuren in der Uratmosphäre mit Blitzen und Hitze zwar berühmt, der Versuch des gleichen Wissenschaftlers (http://de.wikipedia.org/wiki/Miller-Urey-Experiment), dieses Experiment aber auch mit Vulkaneruptionen statt Blitzen nach zu bauen versucht, hat dabei (wie kürzlich entdeckt) weit größere Mengen und weit komplexere Aminosäuren und zusätzlich große Eiweiß-komplexe erbracht.
Kommt noch eine geeignete Umgebung mit bewegtem Wasser und porigen Oberflächen hinzu, so Entwickeln sich in einigen der Poren chemische Kleinstlabore die unter anderem einen Stoffwechsel-ähnlichen Zustand erreichen. Nach der Meinung vieler der Fachleute die sich mit der natürlichen Biogenese beschäftigen, ist in einigermaßen geeigneter Umgebung auf einem Mond oder Planeten die Entstehung des Lebens nach spätestens 1000 Jahren erfolgt.
Auf der Erde könnte das auch so passiert sein. Die Zeit in der auf der Erde kein Leben bestand, war die Erde nicht für die Biogenese geeignet. Kam dieser Zustand und blieb einigermaßen stabil, kam auch das Leben (geologisch) sofort auf den Plan.

2. Auf diesen Planeten könnte man mit irdischen Algen, Bakterien, irgendwelchen Einzellern eine Biosphäre etablieren, die menschliche Siedlungen ermöglicht.
Mit höher entwickelten Bakterien und Algen kann man das sicherlich recht schnell erreichen.

3. Die Venus könnte ein solcher Planet sein.
Auch da gebe Ich dir recht, betone aber das "könnte" nochmal.

4. Das Terraforming würde ca. 100Mio - 1Mrd Jahre dauern.
Mindestens.
Dem widerspreche ich allerdings wieder.
Mit hoch entwickelten Algen und Bakterien oder Designereinzellern könnte ein Terraforming der Venus sehr viel schneller gehen, als ein natürlicher Prozess. Ich vermute dass nach ca. 500.000 Jahren die Venus zur freien Besiedlung (ohne Atemgeräte) möglich wäre, Wenn aus dem Weltall nachgeholfen wird um z.B. die Menge von Phosphat in der Atmosphäre zu erhöhen, damit die Algen nicht wegen Mangelerscheinung zu langsam arbeiten!
Das setzt natürlich einen Enormen Aufwand voraus, den wir heute (noch) nicht schaffen.

Gruß
FS

TomTom333
03.11.2008, 21:42
Jipii Hei Ho! :)
Das, und zwar genau das wollt ich Wissen!
Dank dem Papst, obwohl ich nicht Glaube, jedenfalls nicht an die "Heilige Kirche!"
Besonders wegen der HEXENVERBRENNUNG!
Aber zurück zum Kontext.
Vielen Dank!
Wenn du (Papst :D ) noch Litheraturverweise oder so für mich hättest würdest du einen (Halben) Letten sehr sehr Glücklich machen.
Denn wie ganz zu Anfang geschrieben ich habe es in dem Buch : Die Grosse Vision, gelesen.
Da wird von einem Abkühlen nach mehreren Tausend Jahren ausgegangen.
Aber auch deine 500.000 reichen mir!
Tx a lot oder Paldies wie man(n) hier sagt!:D

pauli
03.11.2008, 21:49
Besonders wegen der HEXENVERBRENNUNG!

Wusstest du eigentlich, dass die Hexenverfolgung (http://de.wikipedia.org/wiki/Inquisition) hauptsächlich von weltlichten "Gerichten" durchgeführt wurde?

TomTom333
03.11.2008, 22:25
Wusstest du eigentlich, dass die Hexenverfolgung (http://de.wikipedia.org/wiki/Inquisition) hauptsächlich von weltlichten "Gerichten" durchgeführt wurde?

Klar wusst ich das, aber wer saß denn auf den Inquisationsstühlen?
Vertreter der Kirche. Die Frauen wurden kurz vor ihrem Tot noch gebeten der Ketzerei abzusagen, damit sie reinen Herzenz vor GOTT treten können.:eek:
Und dann wurden sie zu Toast verarbeitet!
Frauen, die die Gabe hatten die Heilung von Kräutern zu erkennen.
So viel zu deinem Weltlichen........
....nichts gegen dich, aber das bringt mich auf die Palme.
Und es ist und war noch keiner der Herren bereit für diesem Massenmord (Schätzungen belaufen sich auf ca. eine halbe Mio) zu entschuldigen.
Das gehört hier Überhaupt nicht hin, aber das musste mal sein.
Sorry, liebe Forumteilnehmer.

pauli
03.11.2008, 23:24
Ketzerei also ...

o tempora, o mores

Schmidts Katze
04.11.2008, 00:16
Hallo Schmidts Katze,

Glauben ist ja eher meine Domäne :D.
Scherz beiseite und hin zur Spekulation:

Zu deiner Nr. 1)
Natürlich gibt es keine Beweise für oder gegen deinen Glauben, dass es lebensfreundliche Planeten gibt, die aber kein Leben hervorbringen.
Es gibt aber experimentelle Hinweise (Einzel versuche), dass wenn das (sterile) Labor groß genug (Planet) ist und lange genug die Voraussetzungen hat (alle Elemente, Wasser, geeignete Temperatur und Druck ect.) dass dann (einfaches) Leben mit Sicherheit entsteht. -->Biogenese (http://de.wikipedia.org/wiki/Biogenese)
Die einzelnen Versuche in den laufen Experimenten geben solche Hinweise.
Leider sind viele Versuche auch wieder in Vergessenheit geraten, obwohl diese sehr vielversprechend waren. So ist die Erzeugung von komplexen Aminosäuren in der Uratmosphäre mit Blitzen und Hitze zwar berühmt, der Versuch des gleichen Wissenschaftlers (http://de.wikipedia.org/wiki/Miller-Urey-Experiment), dieses Experiment aber auch mit Vulkaneruptionen statt Blitzen nach zu bauen versucht, hat dabei (wie kürzlich entdeckt) weit größere Mengen und weit komplexere Aminosäuren und zusätzlich große Eiweiß-komplexe erbracht.
Kommt noch eine geeignete Umgebung mit bewegtem Wasser und porigen Oberflächen hinzu, so Entwickeln sich in einigen der Poren chemische Kleinstlabore die unter anderem einen Stoffwechsel-ähnlichen Zustand erreichen. Nach der Meinung vieler der Fachleute die sich mit der natürlichen Biogenese beschäftigen, ist in einigermaßen geeigneter Umgebung auf einem Mond oder Planeten die Entstehung des Lebens nach spätestens 1000 Jahren erfolgt.
Auf der Erde könnte das auch so passiert sein. Die Zeit in der auf der Erde kein Leben bestand, war die Erde nicht für die Biogenese geeignet. Kam dieser Zustand und blieb einigermaßen stabil, kam auch das Leben (geologisch) sofort auf den Plan.

Dann hätte sich Terraforming ja erledigt.
Wo kein Leben ist, ist auch keins möglich.



Auch da gebe Ich dir recht, betone aber das "könnte" nochmal.

Das habe ich absichtlich geschrieben.


Dem widerspreche ich allerdings wieder.
Mit hoch entwickelten Algen und Bakterien oder Designereinzellern könnte ein Terraforming der Venus sehr viel schneller gehen, als ein natürlicher Prozess. Ich vermute dass nach ca. 500.000 Jahren die Venus zur freien Besiedlung (ohne Atemgeräte) möglich wäre,
Gruß
FS

So schnell?
Da wird sich TomTom aber freuen, nachdem ich ganz andere Zeiträume vermutet habe.
Grüße
SK

fspapst
04.11.2008, 07:53
So schnell?
Da wird sich TomTom aber freuen, nachdem ich ganz andere Zeiträume vermutet habe.
Nun, bei der Zeiteinschätzung geht es ja nicht um harte Fakten, sondern um eine Vorstellung in welchen Größenordnungen etwas geschehen kann.
Und Selbstorganisation (Algen auf der Venus) ist eine sehr schnelle Möglichkeit, einen gegebenen Zustand zu verändern.

Gruß
FS

fspapst
04.11.2008, 08:01
Jipii Hei Ho! :)
Das, und zwar genau das wollt ich Wissen!
Dank dem Papst, obwohl ich nicht Glaube, jedenfalls nicht an die "Heilige Kirche!"Schäme Dich! Die kirche ist ein Fakt. Die gibt es seit dem 4ten Jahrhundert. Da brauchst du nicht dran zu glauben. :D

Besonders wegen der HEXENVERBRENNUNG! Die Kirche hat die Hexenverfolgung unterstützt aus machtpolitischen Motiven.
Die Kirche ist eine weltliche, von Menschen gemachte machtpolitische Institution.
Die Kirche hat nichts mit dem Glauben zu tun, sondern verwaltet nur die kirchliche Glaubenausführung und deren Anhänger.
Ich bin in einer der Kirchen aktives Mittglied, behaupte aber, dass der Glaube mit der Kirche nicht verinbar ist.

Wenn du (Papst) noch Litheraturverweise oder so für mich hättest würdest du einen (Halben) Letten sehr sehr Glücklich machen.
Sorry, da musst Du wohl noch etwas warten. Ich bin vor wenigen Wochen um gezogen und finde noch kein eiziges Buch. Vernünftige Links dazu habe ich auch nicht zur Hand.

Denn wie ganz zu Anfang geschrieben ich habe es in dem Buch : Die Grosse Vision, gelesen. Da wird von einem Abkühlen nach mehreren Tausend Jahren ausgegangen. Habe ich auch mal durchgeblättert. Ist mir zu reißerisch.

Gruß
FS

UMa
06.11.2008, 18:50
Hallo Schmidts Katze,


a) ca. 1 bar
b) ja, mit kilometerlangen einsamen Stränden
c) zu den Polen hin abnehmend

Strände, d.h. auch Meere. Und da kommen wir zum ersten Problem.
Bei einer erdähnlichen Atmosphäre wäre die Albedo der Venus auch ähnlich der der Erde.
Außerdem kommt es durch die Meere zur Verdunstung und größere Menge Wasserdampf gelangen in die Atmosphäre. Das Problem ist das dann die Wärmeausstrahlung durch den Treibhauseffekt des Wasserdampfes soweit gebremst wird, das unter den Einstrahlungsverhältnissen der Venus die Temperatur immer weiter steigen und immer mehr Wasser verdunsten würde bis schließlich nur noch eine Dampfatmosphäre übrigbliebe u.U. wärmer als die heutige Venus.
Was nun?

Grüße UMa

Schmidts Katze
06.11.2008, 20:12
Hallo UMa,

muß ich mir angewöhnen:


Hallo UMa,



a) ca. 1 bar
b) ja, mit kilometerlangen einsamen Stränden
c) zu den Polen hin abnehmend

Grüße
SK



Hallo Schmidts Katze,

Strände, d.h. auch Meere. Und da kommen wir zum ersten Problem.
Bei einer erdähnlichen Atmosphäre wäre die Albedo der Venus auch ähnlich der der Erde.
Außerdem kommt es durch die Meere zur Verdunstung und größere Menge Wasserdampf gelangen in die Atmosphäre. Das Problem ist das dann die Wärmeausstrahlung durch den Treibhauseffekt des Wasserdampfes soweit gebremst wird, das unter den Einstrahlungsverhältnissen der Venus die Temperatur immer weiter steigen und immer mehr Wasser verdunsten würde bis schließlich nur noch eine Dampfatmosphäre übrigbliebe u.U. wärmer als die heutige Venus.
Was nun?

Grüße UMa


Keine Strände? Schade.


Aber der Sinn von terrraforming ist ja wohl, erdähnliche Verhältnisse auf einem anderen Planeten zu schaffen, so daß da menschliche Siedlungen möglich sind.
Denkst du, daß die Venus geeignet ist?
Und wie lange wird es deiner Meinung nach dauern?

Grüße
SK

fspapst
07.11.2008, 08:01
Hallo UMa,

Das Problem ist das dann die Wärmeausstrahlung durch den Treibhauseffekt des Wasserdampfes soweit gebremst wird, das unter den Einstrahlungsverhältnissen der Venus die Temperatur immer weiter steigen und immer mehr Wasser verdunsten würde bis schließlich nur noch eine Dampfatmosphäre übrigbliebe u.U. wärmer als die heutige Venus.
Wasserdampf ist kein Treibhausgas. Ganz im Gegenteil ist eine Wolkendecke aus Wasserdampf ist eine hervorragende Möglichkeit, die Einstrahlung der Sonne zu reduzieren.
Je mehr geschlossene Wolkendecke, desto weniger Wärme dringt durch die Atmosphäre.

Gruß
FS

Orbit
07.11.2008, 08:14
Wasserdampf ist kein Treibhausgas.
Wirkt aber bis auf den unterschiedlichen Albedo-Effekt, den UMa auch erwähnt, genau so. Auch die so genannten Treibhausgase tun übrigens beides: einerseits heizt sich die Atmosphäre unter deren Deckel auf, andererseits verringert sie die Sonneneinstrahlung. Ersteres ist in den Medien ständig präsent, letzteres weniger. Allerdings gab es in letzter Zeit auch Überlegungen, dass ein zu rascher Abbau von Treibhausgasen kontraproduktiv sein und zu einer vorübergehenden Erderwärmung führen könnte.
Orbit

fspapst
07.11.2008, 08:27
Wirkt aber bis auf den unterschiedlichen Albedo-Effekt, den UMa auch erwähnt, genau so.
Aber der Treibhauseffekt ist ungleich kleiner als der Albedo-Effekt, sobald sich Wolken bilden!
Also ist das Aufschaukeln der Temperatur durch Wasserdampf kein wirklich realistisches Szenario, es sei denn die Temperatur ist so hoch, dass es keine Wolkenbildung gibt.
Dann müsste die Temperatur aber auch in großen Höhen in der Atmosphäre ungewöhnlich hoch sein, was recht unwahrscheinlich ist. (Mir sind die Temperaturkurven bekannt!!)
Somit sollte sich zumindest in großen Höhen eine dichte Schleierwolkendecke ausbilden, die noch effektiver kühlt, als die Wolken tief in der Atmosphäre!

Gruß
FS

mac
07.11.2008, 09:32
Hallo fspapst,


Aber der Treibhauseffekt ist ungleich kleiner als der Albedo-Effekt, sobald sich Wolken bilden!
Dieselbe Wolkendecke, die den Albedo-Effekt hervorruft, verhindert auf der Nachtseite die Abkühlung. Auf der Erde macht das in der Bilanz eine Temperaturerhöhung um 13% und damit eine Reduktion der Abstrahlleistung um 40% für die Tag und die Nachtseite aus.


Herzliche Grüße

MAC

fspapst
07.11.2008, 09:38
Dieselbe Wolkendecke, die den Albedo-Effekt hervorruft, verhindert auf der Nachtseite die Abkühlung. Auf der Erde macht das in der Bilanz eine Temperaturerhöhung um 13% und damit eine Reduktion der Abstrahlleistung um 40% für die Tag und die Nachtseite aus.

Danke mac, ich habe inzwischne auch nochmal recherschiert und ich muss wohl eingestehen, dass ich mir da bisher falsche Vorstellungen gemacht habe. :o
Dann wird es aber probelmatisch die Venus so kühl zu halten, dass wir uns noch wohl fühlen können, denn ohne Wasser ist kein Planet wirklich "verlockend".

Gruß
FS

_Mars_
13.11.2008, 20:41
Sobald es auf der Venus weniger heiß ist, kommt es zu einem Ur-regen, wie auf der Ur-erde...

Das Wasser aus der Atmosphäre wird von Gasförmig flüssig, regnet auf das gestein, verdampft wieder und kühlt die Oberfläche somit, und wird wieder flüssig - bis mehr oder minder große flüssige Meere überbleiben

_Mars_
20.11.2008, 18:15
Wasser ist sowohl ein Treibhausgas in form von dampf (4mal so effektiv wie CO2) als auch ein kühler durch Wolken... Komplex ist die Folge des Wassers

Mit einem Mond kannst du die Venusrotation verschnellern. Indem du ihn um sie leitest. je mehr Masse der Mond besitzt, desto kürzer werden die Zeiträume, allerdings brauchst du dann mehr antrieb, um dn Mond in bahn zu bringen! (Die Winde verlangsamen sich)

Die Gezeitenwirkung des Mondes würde die venus aufheizen, was die Atmosphäre
erhitzen würde und somit würde für eine gewisse Zeit (mehr) Teilchen in den Weltraum gefegt.
Das Wasser was sie als dampf hat, ist schon mal ein großartiger Anfang.


Vlt. bilden sich keine Weltmeere, aber auf jeden Fall verdunstet dein Körperwsser dann nicht schlagartig, und durch eien Kühlschrank kannst du Wasser aus der Atmosphäre holen, zum Trinken.

Abgesehen davon müsste aber auch genug davon sein, um ein paar nord-seen zu füllen, denn wenn sie auskühlt wird irgendwann ein Teil des H2O flüssig

Auf so einem Planeten würde ein Wsserverkäufer riesen Umsätzte machen ;)
Man kann dort leben, aber Wasser gibts nur wenig, darum muss mans teuer kaufen...

Orbit
20.11.2008, 18:39
Mit einem Mond kannst du die Venusrotation verschnellern.
Also bei der Erde hat der Mond genau das Gegenteil bewirkt.
Und woher nimmst Du so mir nichts dir nichts diesen Mond?
Willst Du etwa den Merkur umleiten?
Na dann - viel Glück!
Und wieso willst Du überhaupt auf die Venus auswandern? Die liegt noch näher bei der Sonne und wird von dieser bestimmt verschluckt, wenn sich die dereinst zu einem roten Riesen aufbläht. Davor hast Du doch auch Angst, wie Deinen Beiträgen in einem andern Thread zu entnehmen ist.

Nein _Mars_ Komm endlich auf den Boden und hör auf mit diesem spekulativen Geschwafel!
Orbit

Webmaster
20.11.2008, 19:04
Ich bitte auch in diesem Forum, in dem es um ein - zugegeben - spekulatives Thema geht, ein gewisses Maß an wissenschaftlichem Realitätssinn zu bewahren.

Viele Dank,
S. D.

fspapst
21.11.2008, 08:50
Komm endlich auf den Boden und hör auf mit diesem spekulativen Geschwafel!
Damit hast du den Nerv der Forumregeln wohl getroffen, wenn auch nicht elegant. ;)

Ein Tipp an _Mars_: Blick in die Zukunft ist nicht gleich Sciencefiction!
Hier sollten (harte) Fakten aus Wissenschaft und Forschung als Grundlage dienen, Möglichkeiten und Ideen für die Zukunft zu diskutieren.
Der Venus einen Mond verpassen ist einfach nur SF nach Perry Rhodan, also mehr Fiktion als Science! :) (Nichts gegen Perry Rhodan, ich habe das auch schon mit Vergnügen gelesen) (*winkanalleP.R.Fans*)

Gruß
FS

Orbit
21.11.2008, 09:13
Forumnerv? Kenn ich nicht.
Ich regiere, weil mir einer auf meinem Nerv rumtrampelt.
Sollte ich das elegant tun?
Reagierst Du etwa elegant, wenn Dir der Zahnarzt auf den Nerv bohrt?

fspapst
21.11.2008, 09:19
Reagierst Du etwa elegant, wenn Dir der Zahnarzt auf den Nerv bohrt?
Ja, ich sage höflich schnell und laut: "AAAAAAEEeEEuuuAAUEU",
aber nicht "U SCH_AHE_ I EI_E EAH_"
:D :D :D

Orbit
21.11.2008, 09:25
Dann ergänzen wir uns hier ja bestens.
Auf eine weitere gute Zusammenarbeit: Ich kann so bellen, wie's mir entspricht, und Du glättest dann die Wogen. :D

TomTom333
22.11.2008, 20:16
Hallo "Sternen" Freunde,

können wir JETZT mal wieder wissenschaftlich werden?????

Also wenn ich euch Richtig verstehe, schaukelt sich duie Temperatur in jedem Fall auf ein gleiches oder so gar höheres Niveau aus zum heutigen Tage?

Bei der Erde war die Temperatur zu Anfang doch auch um ein vielfaches Höher und der permanente Ragen kühlte sie über Jahrtausende ab.
Warum sollte das mit der Venus nicht auch geschehen?

Das Argument "näher an der Sonne" zählt wohl kaum.

wie können wir den Druck von 90 bar reduzieren?

_Mars_
22.11.2008, 20:31
Wenn man nicht vom mainstream-gedanken abweicht, wird sich die Atmosphärendichte niemals verringern lassen.

die Nasa wird sehr unwahrscheinlich Bakterien einfliegen, die sie abbauen. Dann müssten sie sich nämlich in einem irdischen Gericht wegen 'zerstörung der umwelt' verantworten.

Eher noch eine Private Initiative, aber da m,üssten Raumschiffe so billig und verfügbar sein wie heute autos. ohne weltraumlift eher erst in 200 jahren...

Wahrscheinlicher ist es, dass die Nasa Versuche anstellt, asteroiden (und damit auch Monde) umzuleiten (Rechtfertigung: um die Erde vor Impakten zu schützen)

Und dann auch 'nur als Wisswenschaft' der Venus damit die Atmo abzusaugen (offiziel "passiert nichts", denn dann gibt es keinen Medienwirbel. Und in 100-500 Jahren ists halt so, dass sie lebensfreundlich ist und keiner weiß wieso.)


mann könnte auch hinfliegen, atmosphäre verdichten und mit dieser wegfliegen. das 1000 mal...

Kernfusion... O2 und C2 fusionieren zu Eisen oder gar Gold... liefert viel weniger Energie (Wärme) als man hineinsteckt...




Da gibt es so eine Überlegung, solche Orbitalringe um die Sonne zu legen, die ihr masse absaugen und somit die Lebensdauer verlängern sollen... ist aber auch mehr sf. Könnte bei planetaren atmosphären auch klappen (sogar besser, denn CO2 ist schwerer als H2 und wird somit mehr angezogen und wegbeschleunigt)


Wie gesagt, private Stationen im Orbit könnten langsam Schilde aufbauen, und elektrolysieren.

Die Nähe ist jetzt zwar größer, aber das ist nicht 'so' gravierend.

Orbit
22.11.2008, 21:16
mann könnte auch hinfliegen, atmosphäre verdichten und mit dieser wegfliegen. das 1000 mal...
Da müssten dann pro Flug etwa 100 Milliarden Tonnen Atmosphäre abtransportiert werden.

Wahrscheinlicher ist es, dass die Nasa Versuche anstellt, asteroiden (und damit auch Monde) umzuleiten (Rechtfertigung: um die Erde vor Impakten zu schützen)
Asteroiden ablenken, damit sie die Erde verfehlen - das mag im Rahmen der Asteroidenabwehr ja noch einigermassen realistisch sein. Solche Dinger aber auf eine ganz bestimmte Umlaufbahn ganz anderswo bringen, ist unmöglich.

Da gibt es so eine Überlegung, solche Orbitalringe um die Sonne zu legen
Und woraus bestünden diese Staubsauger, und wie kämen die dorthin?

denn CO2 ist schwerer als H2 und wird somit mehr angezogen und wegbeschleunigt
Quatsch; denn diese Masse würde beim Absaugen als träge Masse ins Gewicht fallen.

_Mars_, es reicht nun wirklich!
Orbit

Bynaus
23.11.2008, 10:43
_Mars_, es reicht nun wirklich!

@Orbit, ich kann deine Verärgerung verstehen bzw nachvollziehen, aber sei nicht ganz so unversöhnlich... Ich denke, _Mars_ ist recht jung und seine Fähigkeit, das Machbare vom Fantastischen zu trennen, ist noch nicht wie bei dir mit jahrelanger Erfahrung trainiert worden...


Solche Dinger aber auf eine ganz bestimmte Umlaufbahn ganz anderswo bringen, ist unmöglich.

Das ist nicht so. Letztlich führt jede Bahnänderung dazu, dass das fragliche Objekt auf eine "ganz bestimmte Umlaufbahn", "irgendwohin" gebracht wird. Wer Asteroiden ablenken kann, der kann auch, genügend Zeit und Energie voraus gesetzt, Asteroiden in Bahnen um Planeten lenken etc. Es ist nicht a priori "umöglich", einen Asteroiden in eine Venusumlaufbahn zu lenken (aber selbstverständlich können wir in absehbarer Zeit das nur mit Asteroiden tun, die einen vernachlässigbar kleinen Einfluss auf die Venus haben).

@_Mars_: Es wird nicht nötig sein, die Venus "im Geheimen" zu terraformen. Entweder man macht das, und dann richtig, oder eben nicht. Wenn man schon so viel Geld ausgibt, wird man schon dafür sorgen, dass das Projekt nicht an Gerichtsverfahren scheitert...

Nein, ich denke immer noch, der einzige einigermassen praktikable Weg, die Venus zu terraformieren, ist der Bau eines gigantischen Sonnenschirms im Venus-L1. Bei einer Masse von 1g/m^2 hätten wir eine Gesamtmasse, die jener eines ca. 4 km Durchmesser Asteroiden entspricht. Eine Serie von automatischen Fabriken könnte diesen Asteroiden langsam in einen grossen Schirm (oder eine Flotte von kleinen Schirmen) umwandeln. Dann lassen wir die Venus so stark auskühlen, bis das CO2 zu einem grossen Teil ausfriert. Auf dem so entstandenen Planeten lässt es sich dann einigermassen leben. Bisschen kalt zwar, aber immerhin ist er nutzbar.

Oder aber, wir vergessen das ganze und nutzen den Umstand, dass atembare Luft in der hohen Venusatmosphäre ein Steiggas ist, dh, wir können gewaltige Kugeln (aus säurefestem, leichtem Material) mit atembarer Luft füllen und sie schweben von selbst in der Zone, die für menschliche Bedürfnisse am angenehmsten ist. Das wäre tatsächlich die billigste denkbare menschliche 1g-Kolonie.

Orbit
23.11.2008, 10:54
Bynaus
OK. Ich überlasse den Fall Dir. Du bist auch empfänglicher für Futuristisches als ich und somit die richtige Ansprechperson für _Mars_.
Eine Korrektur noch:
Bei obiger Abschlepp-Aktion müssten pro Fahrt nicht 1E11, sondern 1E14 Tonnen komprimiertes Gas abtransportiert werden, also 100 Billionen Tonnen.

_Mars_
24.11.2008, 19:01
Hey ja sorry falls das alles zu futuristisch klingt.

Aber die möglichkeiten des Menschlichen steigen ja nicht linear. sondern exponentiell...
Vor 100 Jahren war jeder ein trottel der geglaubt hat, man könne fliegen. und in 100 Jahren kann ichs mir nicht vorstellen was es alles geben wird!

Aber ich schwöre dir, in 1000 Jahren, falls es die Menschheit noch gibt, ist es ein leichtes, asteroiden in eine Umlaufbahn zu lenken.

Ich halte mich aber dennoch für mehr realistisch als andere, die von einem warp-antrieb in naher zukunft träumen, oder ernsthaft meinen, man könne dem Mond mit einem Magnet im inneren ein Magnetfeld verpassen (wobei dies eher noch möglich wäre; eine Berechnung wieviel energie dies fressen würde ist doch legitim, oder?)



Fakt ist: treibhauseffekt beseitigen ist terraforming!
Und terraforming ist auch futuristisch.
Keine Neuen Gedanken -> keine neue Technologie. = Stagnation
(Glaubst du, wenn es nicht immer wieder spinner gegeben hätte, die vom fliegen geträumt hatten, hätte irgendjemand ein funktionierendes flugzeug gebaut?? Mittelalterdenken!)

UMa
02.12.2008, 17:50
Hallo Schmidts Katze,



Aber der Sinn von terrraforming ist ja wohl, erdähnliche Verhältnisse auf einem anderen Planeten zu schaffen, so daß da menschliche Siedlungen möglich sind.
Denkst du, daß die Venus geeignet ist?
Und wie lange wird es deiner Meinung nach dauern?


ich denke nicht das die Venus für Terraforming geeignet ist, zumindest nicht in dem Sinne das man die Atmosphäre ändert und dann bleibt sie so, die Sonneneinstrahlung ist einfach zu groß.

Wenn man natürlich weiterhin aktiv eingreift, gäbe es zwei Möglichkeiten, nachdem eine erdähnliche Atmosphäre hergestellt ist.
1. Wir verhindern das nennenswerte Mengen Wasserdampf in die Atmosphäre gelangen, d.h. kein offenes Wasser und wir fangen z.B. durch Atmung hineingelangtes wieder auf wenn es in der kalten Nacht kondensiert. Die Probleme wären extrem trockene atmosphäre und starke Temperaturschwankungen von vielleicht +100°C bis -100°C im 2800 stündigen Tag-Nacht Zyklus.

2. Wasserdampf in der Atmosphäre und auch Meer (Wasser muss hingebracht werden).
Dann muss eine reflektierende Schicht in die Atmosphäre die etwa zweidrittel der Sonnenstrahlung reflektiert. Diese müsste dauernd aufrechterhalten werden, ein Wegfall würde innerhalb weniger Jahre oder Jahrzehnten zum Verdunsten großer Wassermengen führen die die Temperatur um mehrere hundert Grad steigen lassen würden.

Grüße UMa

_Mars_
13.12.2008, 10:38
Am Mond haben wir -130 bis +130 und astronauten haben das überlebt (in anzügen, schatttenspendenden Habitaten)

Ausserdem gleicht die Atmosphäre durch Wind sehr viel aus (wie man bei Exoplaneten nahezu ohne Eigenrotation gesehen hat, die waren auf beiden Seiten fast gleich heiß!), so dass man davon ausgehen kann, dass die schwankungen wesentlich geringer ausfallen (~ -50 bis +50 oder -30 bis + 30)
Das wäre erträglicher.


Man dürfte keine Kühe auf die Venus importieren, denn ihre 'Abgase' erzeugen Methan - ein 25 mal särkeres Treibhausgas als CO2!!
Und die anderen Treibhausgase, die auf der Erde (in Spuren) vorkommen in der Atmosphäre weglassen oder durch Gase mit ähnlichen Eigenschaften ersetzten.


Schwefelwasserstoffe erzeugen eine Abkühlung - da gab es mal den Vorschlag, diese in die Erdatmosphäre mit Flugzeugen zu bringen, um den Efffekt von CO2 wegzumachen.

Bynaus
14.12.2008, 16:26
Am Mond haben wir -130 bis +130 und astronauten haben das überlebt (in anzügen, schatttenspendenden Habitaten)

Das stimmt so nicht, zumindest nicht in der Form, wie du meinst. Auf dem Mond gibt es keine Atmosphäre: das heisst, die Temperatur eines Objektes auf dem Mond wird allein durch seine Bestrahlung definiert: je weisser das Objekt ist, desto kälter ist es, und je stärker und länger es der Sonnenstrahlung ausgesetzt wird, desto heisser wird es. +130° haben wir auf der sonnenzugewandten Mondseite am "Mittag", dann haben einige dunkle Steine diese Temperatur. -160° haben einige helle Steine nach der Mondnacht kurz vor Sonnenaufgang, stärker können sie nicht auskühlen weil die Sonne wieder kommt - könnten sie, würden sie wohl auf eine Temperatur in der Nähe der kosmischen Hintergrundstrahlung (bzw., etwas darüber, weil auch der Mond nocht etwas eigene Strahlung abgibt) abkühlen. Es reicht also, einen Schattenspender aufzustellen, um auf dem Mond ein Objekt auskühlen zu lassen. Das ist etwas GANZ ANDERES als wenn die Temperatur der Atmopshäre um diese Beträge schwankt. Bei 100° C Atmosphärentemperatur muss der Anzug aktiv gekühlt werden, und die Körperabwärme kann nirgends hin abgestrahlt werden.

frosch411
14.12.2008, 17:03
Man dürfte keine Kühe auf die Venus importieren, denn ihre 'Abgase' erzeugen Methan - ein 25 mal särkeres Treibhausgas als CO2!!

Dann gibt's also auf der terrageformten Venus keine BigMacs und keine Doppelwhopper :p

fspapst
15.12.2008, 07:32
Dann gibt's also auf der terrageformten Venus keine BigMacs und keine Doppelwhopper Beides enthält tatsächlich Fleisch (entgegen einiger Kritiker), allerdings hauptsächlich Schweinefleisch!
Von Schweinen hat _Mars_ aber nix gesagt. ;)

Aber die Überlegungen sind schon sehr interessant.
Ein anderer Planet benötigt eine andere Ökologie, damit dort die Umweltbedingungen (einigermaßen) stabile bleiben können.
Somit sind dann eventuell bestimmte Tiere auf bestimmten Planeten klimatisch tabu oder anders herum ein absolutes Muss.

Sollte der Mars irgendwie terraformiert werden können, muss dort viel Methan vorkommen, damit die Temperatur verträglich bleibt.
Also viele Kühe auf dem Mars, Schweine auf der Venus und auf der Erde nur noch Wildkräuter. Dann hohlen wir uns noch den Spritt von Titan und leben in sauß und braus. :D :D

Gruß
FS

_Mars_
19.12.2008, 21:10
Auch die Abgase aus dem Magen/Darm (->ausgeschieden durch den Glutaeus Maximus) der Schweine enthalten CH4 (Methan), allerdings in weit(!!) geringeren Mengen.

Das mit der Atmosphäre habe ich nicht bedacht, ist aber klar.
Die ist überall und die Temperatur will sich ausgleichen.

Ich habe mal gelesen, dass CO2 gar kein starkes Treibhausgas ist und das alles Hysterie. (Trotzdem sit es gut, CO2 einzusparen - man weiß ja nie!)
Auf jeden fall schwankt die Temperatur hauptsächlich mit der Bahnachse, die alle 10 Mio (oder 10 000) Jahre eine Eiszeit hervorruft bzw. es wärmer macht.
Und der 12-Jährige Sonnen-aktivitäten-zyklus, der allerdings schon ungewöhnlich lange auf 'Low' steht und trotzdem wird es wärmer...

Seitdem der Mensch lebt, verbrennt er Kohlenstoffhältige Materialien. Und in Asien wird Reis angebaut, welcher viel CH4 freilässt. Damit soll er auch den Zyklus der Eiszeit (- die eignetlich schon begonnen haben müsste -) verzögert haben.




Neulich habe ich mal eine weitere Theorie gelesen, dass die Venus noch relativ Jung ist. glaube aber nicht unbedingt dran. Also, darum sollte suie noch so heiß sein.





Je mehr Druck vorhanden ist, desto höher ist auch die Temperatur, oder? Da sie 40% mehr Licht erhält, müsste sie doch nahe an der Erde liegen. Die Materialien, die Vorkommen, sind auch nahezu dieselben. Also muss etwas passiert sein.
Wenn man alles CO2 aus der Erde in Form von Karbonatgesteinen releasen würde - so hab ich bei den chiefs höchstpersönlich, der nasa, gelesen - dann würde die Atmosphäre sogar noch dichter sein, als die der Venus!!

Nun die Frage: Fehlt der Venus Calcium? Damit es CaCO3 bilden kann!? Und Ca, Fe und Mg sind die haupt-binder des Co2!

Also es scheint ja bewiesen, dass es für kurze Zeit geregnet hat (was aber bald aufhörte)


Es muss daran gelegen sein, dass die Temperatur zu hoch war, dass kann der Erde mal passieren.

Ein Szenario: Die Venus früher ist ein Ebenbild der Erde. Allerdings ist es heißer und dass flüssige Wasser verliert CO2, das vorher als Kohlensäure gespeichert war. (+ ein paar bar), es wird heißer, Polarkappen (falls sie vorhanden waren? Eher nicht, da es zu heiß war bis der Urregen einsetzte und alles kühlte) schmolzen; dadurch verdampfte mehr Wasser zu Wasserdampf, ein effektives Klimaerwärmungsgas (4mal CO2),
Vulkanismus bringt Methan, Methan wird durch Atmosphäre aus CO2+Wasser+energie produziert.

Und irgendwarum war nicht genug CO2 in Karbonatgesteinen gespeichert. Dampfen Karbonatgesteine bei 400°C aus???
Oder gibt es zu wenig??
Schwefelsäure bildet sich aus gespaltenenm Wasser. Schwefelwasserstoffe strahlen wärme gut zurück, sind also ein Anti-Treibhausgas. Kann das Schwefelsäure (H2SO4) auch?





Und: Das Wasserstoff-Sauerstoff verhältnis, dass in den Weltraum entweicht, ist 2:1! Also geht wasser verloren.
Da die Venus nahezu die Schwerkraft der Erde hat, ist die Atmosphäre dann rund 90 mal so hoch!
Und da oben ist dann Wasser, dass UV gespaltet entweicht.

Würde das Wasser bei einem Bar nicht (so schnell) abhauen??
Denn erstens dringt der Sonnenwind nur bis zu einer gewissen Tiefe ein, und zweitens gibt viel Atmosphäre viel Angriffsfläche.

Bynaus
22.12.2008, 10:59
Ich habe soeben einen sehr interessanten Artikel auf nextbigfuture.com gelesen, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Ich überlege mir, eine "deutsche Version" davon auf meiner Seite aufzuschalten, denn die Idee dahinter scheint mir so simpel wie revolutionär zu sein.

http://nextbigfuture.com/2008/12/nanotechnology-for-climate-control-and.html

Im Prinzip läuft der Vorschlag darauf hinaus, kleine, 1mm-1cm grosse "Ballone" zu bauen und sie mit ansteuerbaren Spiegeln zu versehen. Diese Ballone wären extrem leicht, hätten eine superdünne (Nanotech-)Hülle aus Diamant und wären mit Wasserstoff (oder einem gefüllt. Dann brauchen sie noch einen einfachen empfänger, vielleicht eine winzige Photozelle für das wenige an Energie, das sie brauchen, um zu steuern und den Spiegel im Inneren zu drehen. Dann baut man eine Unzahl von ihnen und dimensioniert sie (Durchmesser, Wasserstoffdruck im Inneren...) so, dass sie in der obersten Stratosphäre schweben. Was man nun hat, ist eine Art steuerbares "Treibhausgas": will man den Planeten kühlen, richtet man all die Spiegel auf die Sonne, will man ihn aufheizen, richtet man sie quer zum einfallenden Sonnenlicht. Fortschrittlichere Versionen könnten dann das Sonnenlicht (oder sonstwelches Licht -> Superteleskop?) sogar auf einen bestimmten Bereich auf der Oberfläche lenken, Strahlung nach Wellenlängen beliebig sammeln und emittieren. Nach den Angaben im Artikel wäre dieses "Treibhausgas" stärker als jeder natürliche Einfluss: wir hätten eine effektive Klimasteuerung. Mit lokalen Einstellungen liesse sich vielleicht sogar das Wetter beeinflussen, die Tropen kühlen, die polaren Gebiete erwärmen... Nach dem Artikel wären 10 Mio Tonnen Ballonmaterial (=wieviele Ballone?) ausreichend dafür.

Das gleiche liesse sich natürlich auch auf der Venus durchführen. Nachdem das CO2 der Atmosphäre weg ist, reflektieren die Ballone weiterhin das Sonnenlicht (oder sorgen gar durch gezielte Absorption / Reflektion für sowas wie einen 24h Tag-Nacht-Zyklus), so dass sich auf der Venus angenehme Temperaturen einstellen.

fspapst
22.12.2008, 11:13
Hallo Bynaus,

Im Prinzip läuft der Vorschlag darauf hinaus, kleine, 1mm-1cm grosse "Ballone" zu bauen und sie mit ansteuerbaren Spiegeln zu versehen. ....Was man nun hat, ist eine Art steuerbares "Treibhausgas": ....
Das gleiche liesse sich natürlich auch auf der Venus durchführen. .

Das ist eine Kühne Idee, die sich eventuell mit jetziger Technik vermutlich schon umsetzen lässt (Hürden bei der Entwicklung nicht beachtet).
Das lässt sich aber auch als Waffe einsetzen, daher politisch auf der Erde zunächst noch problematisch. (Konzentriere die Sonnenenergien auf eine(n) Panzer(Kolonne). Wer bekommt die Kontrolle, Störsender ect....).

Die "Dinger" müssen aber auch einmal einen Sturm überleben können, also nicht bei der kleinsten Rämpelei kaputt gehen. :)

Ist es möglich einen Apparat zu konstruieren, der die Dinger auf Mars oder Venus kontinuierlich produziert, ist ein Terraforming sicherlich recht schnell realisierbar. Prinzipiell sogar recht preiswert.

Den Artikel werde ich mir jetzt auch mal anschauen. ;)

Gruß
FS

Orbit
22.12.2008, 11:23
Bynaus
Danke für den Link.

Nach dem Artikel wären 10 Mio Tonnen Ballonmaterial (=wieviele Ballone?) ausreichend dafür.
Bei einem Gewicht von mal angenommen 0,1 Gramm pro Ballönchen gäbe es 1E14 davon. Die Oberfläche einer Kugel dort draussen wäre ca. 5E14 m^2, und so wären jeweils 5 m^2 von einem Ballönchen besetzt. Die Dichte in einer 1 cm dicken Ballönchen-Schale wäre mit anderthalb mal so gross wie die Dichte der unteren Atmosphäre. :)
Orbit

Bynaus
22.12.2008, 14:11
Die "Dinger" müssen aber auch einmal einen Sturm überleben können

Aber nicht in der oberen Stratosphäre...


Ist es möglich einen Apparat zu konstruieren, der die Dinger auf Mars oder Venus kontinuierlich produziert, ist ein Terraforming sicherlich recht schnell realisierbar.

Venus ja, beim Mars müsste man statt Spiegeln schwarze Flächen auftragen um die Albedo des Planeten zu erhöhen...


Die Oberfläche einer Kugel dort draussen wäre ca. 5E14 m^2, und so wären jeweils 5 m^2 von einem Ballönchen besetzt.

Da komme ich noch mit...


Die Dichte in einer 1 cm dicken Ballönchen-Schale wäre mit anderthalb mal so gross wie die Dichte der unteren Atmosphäre.

Hier nicht mehr... Du meinst, bei 0.1 g pro Ballon mit 1 cm Durchmesser? Ich weiss nicht, was die allfällige Masse von solchen Ballönchen sein soll... Ich habe das Gefühl, 0.1 g ist fast etwas viel für eine derart kleine, leichtflüchtige Struktur. Diamant hat ca. 3.5 g/cm^3, das heisst, allein schon eine massive Diamantsphäre mit 3 mm Radius hat nur 0.1 g Masse. Gut, da muss dann auch noch Spiegel, Empfänger, Aktuatoren etc drauf...

Orbit
22.12.2008, 14:32
Du meinst, bei 0.1 g pro Ballon mit 1 cm Durchmesser?
Ja, aber das war lediglich eine Spielerei, ohne mir dabei Gedanken über die Konstruktion der Ballönchen zu machen.

fspapst
22.12.2008, 14:46
Aber nicht in der oberen Stratosphäre...
Auch da können die mal zusammen detchen, aber ich dachte vornehmlich beim Aufstieg in die Stratosphäre.

Venus ja, beim Mars müsste man statt Spiegeln schwarze Flächen auftragen um die Albedo des Planeten zu erhöhen... Also große Flächen Teer auf dem Mars? :D (*nicht ernst gemeint*)

Da komme ich noch mit... ich auch.

Hier nicht mehr... Du meinst, bei 0.1 g pro Ballon .....

Die Masse der Atmosphäre würde also deutlich zunehmen, sprich auch die Wärmekapazität und über die Schale der einzelnen Kügelchen auch die Reflexionen in unterschiedlichen Frequenzbereichen. Das könnte wieder zu mehr Reflexion in den Weltraum oder auch zu mehr Treibhauseffekt führen. Beides muss also für die erde genauer überdacht werden.

Gruß
FS

Bynaus
22.12.2008, 15:08
Die Masse der Atmosphäre würde also deutlich zunehmen

Kaum. Masse aller Ballönchen = 10 Mio Tonnen = 10^10 kg.

Masse der Atmosphäre = 5*10^18 kg. (http://en.wikipedia.org/wiki/Earth%27s_atmosphere#Density_and_mass)

@Orbit: ich wollte damit sagen, dass in der Stratosphäre schwebende Ballönchen natürlich zwingend leichter als die sie umgebende Luft sein müssen. Damit dürfte deine Annahme von 0.1 g / Ballönchen ungerechtfertigt erscheinen (wie du selbst demonstriert hast), das Konzept selber wird dadurch aber nicht in Frage gestellt. Oder was wolltest du genau sagen?

fspapst
22.12.2008, 15:21
Masse der Atmosphäre = 5*10^18 kg.
Tja, ist halt doch recht dünn verteilt. :o

Selbst bei vollständiger Abschattung (Spiegelstellung auf max. Reflexion in den Weltraum), würden wir Menschen es vermutlich nicht erkennen, wohl aber, wenn die "sichtbaren" alle auf einen Punkt vor unseren Füßen reflektieren. (Bei einer spiegelgenauen Reflexion die ja, soweit ich das verstanden habe, grundsätzliches Bauprinzip ist.)

Als Solar-Kollektoren finde ich die Idee richtig Interessant. Dann kann man die Geräte auf dem Boden entsprechend kleiner bzw. effektiver gestalten.

Zum Abschatten von Sturmzellen zur Vermeidung von Stürmen oder zum Bestahlen von Regenwolken um den "zu viel" Regen ab zu wenden, muss zuerst eine stabile, weltweite Politik her.

Und es bleibt die Anwendung als Waffe. Das können bei einfachen Funktionssystemen auch von Terroristen missbraucht werden. Fokus auf eine Sturmzelle oder direkter: Fokus auf das Staatsoberhaupt. (*brutzel*)

Gruß
FS

_Mars_
08.02.2009, 11:15
Es gibt doch bei allen Planeten grenzen, welche - wenn sie überschritten werden - das Klimasystem in eine Richtung zum kollabieren bringen.

Wieviele orbitale Sonnenschirme (+Größe) müsste man an der Venus anbringen, damit das Klima umkippt??

Bsp. Zuerst würde Regolith entstehen, CaCO3 dampft anscheinend bei höheren Temperaturen aus, bei niederen müsste sich wieder CO2 binden. Auch Stickstoff speichert sich in Mineralien.
Dadurch wäre weniger Treibhauseffekt und Druck. Ein Teil des Wassers würde dann wohl flüssig werden (Bei 30-70 Bar bleibt es wohl bis 250°C flüssig - Prinzip eines Druckkochtopfs)
Da auch Wasserdampf ein Treibhausgas ist, und dieser Effekt fehlen würde, würde es schon viel gemütlicher sein auf der Venus.

Ich spekuliere mal, das Bakterien bei 130-200°C und flüssigen Oberflächenwasser, Sonneneinstrahlung und CO2 + N2 Atmosphäre gedeihen könnten.

Der Optimist
08.02.2009, 14:31
Hallo,

da es Bakterien und auch höhere Organismen gibt die hohen Druck und Temperaturen jenseits der 100°C gedeihen wäre das ja garnicht so abwägig.

Aber gibt es noch genug Wasser in der Athmosphäre?
Aber es gibt ja noch jede menge chemisch gebundenes Wasser oder?

Das ganze CO2 in der Luft würde doch erst verschwinden wenn es so kalt ist das es zu Eis kristalisiert aber dann hätte man doch eine sehr dicke globale Trockeneisdecke!

Oder gibts es schon davor genug Prozesse die das CO2 umwandeln/binden können?

_Mars_
08.02.2009, 21:20
Die Erde besteht zu 1/3 aus Sauerstoff! Kaum zu glauben??

Sauerstoff und Stickstoff wie auch Kohlendioxid (zählt zu dem Sauerstoff dazu!) neigen dazu, bei höheren Temperaturen aus dem Regolith (auf der Erde nennen wir es Gestein) auszudampfen. Da gibt es ne Gruppe im Periodensystem, die 'Gesteinsbildner'.

Umgekehrt wird Atmosphärisches Gas in Mineralien gebunden: Nitrate ehntstehen insbesondere durch Reaktion von Salpetersäure mit Gesteinen, CO2 bildet in interaktion mit flüssigem Wasser Kohlensäure, die sich an loses Calcium, ect. bildet.

Calcium,Eisen und Magnesium binden besonders viel.

Am Mond will man daraus den Sauerstoff zum Atmen gewinnen, hast du sicher schon gehört.


Bakterien gibt es ganz sicher die über 400!C aushalten. Aber höhere Organismen? Denen müssten wohl Bakterien vorher den Weg bereiten (CO2 binden, dann ist weniger Treibhausgas vorhanden)



Wasser gibt es noch einiges.

In Form von Wasserdampff und Schwefelsäure wie Schwefelwasserstoffen.
Allerdings entweicht es langsam, da die Atmosphärensäule zu hoch ist und somit viel Angriffsfläche bietet. Auch steigt der Wasserstoff und Sauerstoff, den die UV- Strahlen aus Wasser Gespalten haben, somit höher und besitzt durch die höhere Sonneneinstrahlung dort oben mehr Wärme (=Fluchtenergie).

Auch dringt der Sonnenwind nur bis in eine gewisse Höhe ein, an dem das Magnetfeld zu stark wird. Da diese Atmosphäre so hoch ist, sind die H2 Teilchen (leichter als die übrige Luft, steigen an den Rand der Atmosph.)sehr einfach über dem kritischen Punkt des planetaren Magnetfeldes (das vom Sonnenwind induziert wird)
Und dort kommt dann der Sonnenwind und bläst die Teilchen langsam aber sicher in den raum (=weg).

_Mars_
12.02.2009, 14:52
Ausserdem wird auch CO2 und Wasser gebunden, durch Bildung von Erdöl, Erdgas mithilfe von Tektonik und chemischen (zumeist biologischen) Prozessen. Da ist dann allerdings die Frage, ob die Venus sowas wie Tektonik beherbergt.

fspapst
12.02.2009, 14:56
Die Erde besteht zu 1/3 aus Sauerstoff! Kaum zu glauben?? Ich glaube das nicht!

Gruß
FS

Orbit
12.02.2009, 15:25
Ich glaube das nicht!
Wiki ist aber gleicher Meinung wie _Mars_
http://de.wikipedia.org/wiki/Elementhäufigkeit#Elementh.C3.A4ufigkeit_der_Erde

Elementhäufigkeit der Erde
Auf der Erde ergibt sich eine andere Verteilung. Betrachtet man die Erdkruste, so dominiert gebundener Sauerstoff (O) mit einem Massenanteil von 46,1 %, darauf folgen Silicium (28,2 %), Aluminium (8,23 %), Eisen (5,63 %), Calcium (4,15 %), Natrium (2,36 %), Magnesium (2,33 %) und Kalium (2,09 %). Alle anderen Elemente haben eine Häufigkeit in der Erdkruste von unter einem Prozent. [2]
Betrachtet man die ganze Erde mitsamt ihrem Kern, so ergibt sich ein etwas anderes Bild. Vor allem die Elemente Eisen und Nickel sind häufig, wenn man die gesamte Erde betrachtet. Dies liegt vor allem an dem hohen Gehalt des Erdkerns an diesen Elementen. Das häufigste Element ist mit einem Gehalt von 32,44 % weiterhin Sauerstoff, gefolgt von Eisen mit 28,8 %. Es folgen Silicium (17,1 %), Magnesium (15,8 %), Nickel (1,69 %), Calcium (1,62 %) und Aluminium (1,51 %). Alle weiteren Elemente haben einen Anteil an der Gesamterde von unter einem Prozent. [3]

Allerdings ist diese Formulierung nicht korrekt:

Ausserdem wird auch CO2 und Wasser gebunden, durch Bildung von Erdöl, Erdgas
Gebunden wird in den Kohlewasserstoffen lediglich C und H, das dann bei einer vollständigen Verbrennung wieder zu H2O und CO2 wird.
Orbit

mac
12.02.2009, 15:26
Ich glaube das nicht! macht nichts. ;) http://de.wikipedia.org/wiki/Erde_(Planet)
Zusammengesetzt ist die Erde hauptsächlich aus Eisen (32,1%), Sauerstoff (30,1%), Silizium (15,1%), Magnesium (13,9%), Schwefel (2,9%), Nickel (1,8%), Calcium (1,5%) und Aluminium (1,4%). Die restlichen 1,2% teilen sich Spuren von anderen Elementen.

Herzliche Grüße

MAC

fspapst
12.02.2009, 15:38
Hallo Orbit,

danke für den Hinweis, der für mich sehr überraschend kam.

Wiki ist aber gleicher Meinung wie _Mars_
... da habe ich aber ganz stark daneben gelegen.
Ich war bis eben fest überzeugt, dass O eher wenig (~10%) auf/in der Erde zu finden sei.

Ich vermute das O ist in der Erde in den Gesteinen gebunden (Bauxit, Granit und SiO2).


verwunderte Grüße
FS

Nachtrag: danke mac

_Mars_
12.02.2009, 20:44
Na, sag ich doch.

Aber noch mal zu meiner anderen Frage:
Wieviele orbitale Sonnenschirme (+Größe) müsste man an der Venus anbringen, damit das Klima umkippt??

Da müsste man doch Technologien entwickeln, die Schirme einrollen und auspacken können (Platzsparen).

Ist das irgendwie zu bewerkstelligen? mit nem riesen Raumschiff; Antomantrieb und Robotischen Motoren, dass die Sonnenschilde auspackt?

Oder wäre das das BIP der Welt e5?

Orbit
12.02.2009, 20:53
Oder wäre das das BIP der Welt e5?
Was ist das?

Schmidts Katze
12.02.2009, 21:10
Was ist das?

Hallo Orbit,

ich vermute, das 100.000-fache des weltweiten BruttoInlandsProdukts.
Oder anders gesagt: Nicht finanzierbar.

Und das dürfte auch so passen, Mars.

Grüße
SK

Orbit
12.02.2009, 21:19
Danke Kätzchen.
Übrigens finde ich _Mars_ hier im Forum einen ziemlich üblen Spamer, dem der Forumbetreiber gelegentlich mal das Handwerk legen sollte.
Orbit

Schmidts Katze
12.02.2009, 21:25
Danke Kätzchen.
Übrigens finde ich _Mars_ hier im Forum einen ziemlich üblen Spamer, dem der Forumbetreiber gelegentlich mal das Handwerk legen sollte.
Orbit

Bitte, Hündchen,
und sei nicht immer so streng.

Grüße
SK

fspapst
13.02.2009, 09:21
Wenn die Erde so viel Sauerstoff enthält, wird auch Mars genug davon in den Gesteinen (Rost-Hämatit (http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4matit)) haben . Damit sollte sich das O2-Problem auf dem Mars zu einem Energieprobelm reduzieren.
Auf dem Mond scheint das ja problematischer zu sein. Warum?


@ Orbit,

Übrigens finde ich _Mars_ hier im Forum einen ziemlich xxxxxxxxxx, dem der Forumbetreiber gelegentlich mal das Handwerk legen sollte.
... ich bin ein wenig anderer Ansicht. Aber auch ich meine, dass sich _Mars_ ein wenig zurück nehme dürfte, bis die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge ein klein wenig besser verstanden sind.

Gruß
FS

Chrischan
13.02.2009, 12:20
Hallo Orbit,

Übrigens finde ich _Mars_ hier im Forum einen ziemlich üblen Spamer, dem der Forumbetreiber gelegentlich mal das Handwerk legen sollte.
ich halte _Mars_ eher für einen Teenager der vom eigenem Halbwissen etwas zu sehr überzeugt ist... Kann zwar mal nerven, ist aber eigentlich harmlos.

Als Spammer würde ich eher jemanden bezeichnen der zu allen Threads, egal ob aktuelle oder uralte, irgendetwas schreibt und sei es nur "Find ich auch" oder "Ich glaube das nicht". Frei nach dem Motto "Quantität vor Qualität". Hauptsache der eigene Beitragscounter steigt...
Das ist echtes Spamming und nervt (zumindest mich) gewaltig.

Gruß, Christian

_Mars_
13.02.2009, 15:08
Ich will keinen nerven. Ich poste nur nach bestem Gewissen, das was ich für Wahr halte und Fragen ob das wahr ist. Dafür ist ein Forum doch da?

Es gibt extreme Spamer und Extreme, die alles für Spamen halten. Beide sind in eine andere Richtung fehl am Platze.



Back @ topic:
Alle Terrestrischen Planeten, soweit ich weiß, sind aus Silizium+Sauerstoff+Eisen Hauptbestandteil. Auch der Mond besitzt ähnliche Anteile (weniger Eisen)

Mars genug davon in den Gesteinen (Rost-Hämatit)

Bei meinen zahlreichen Streifzügen nach Wissen im Internet bin ich darauf gestossen, dass es Silizium am Mars gibt. Und Silizium kommt natürlich eher nicht in reiner Form vor (ausser bei anwesenheit von allen möglichen Gasen). Also müsste es an Sauerstoff oder Stickstoff gebunden sein.

Ersteres würde bedeuten dass auch der Mars zu rund 1/3 Sauerstoff ist.

Aber wenn man Gase aus Gesteinen freisetzt, ist es wahrscheinlich dass sich diese wieder verbinden und zum Status quo zurückkehren. Eine Sauerstoffatmosphäre daraus zu schaffen wäre also Unsinn. Entweder man müsste immer O freisetzen, um Verluste auszugleichen. Oder die Elemente (Ca,Mg,Fe) dann in den Weltraum Schicken.


Auf dem Mond scheint das ja problematischer zu sein. Warum?

Hab ich nichts davon gehört. Vielleicht weil Vakuum ist und es das freiwerdende O2 wegziehen würde? Auch der Mond besitzt eine Silikatkruste. Das weitaus größere Problem wäre Wasser(stoff). Das übrigens auch in kleinsten Mengen in den Hydrathüllen der Mineralein festhängt.

_Mars_
11.09.2009, 22:18
Um das Thema wiederzubeleben:

Ich habe von Bakterien gelesen, die auf der Erde aus CO2 und Schwefel eine COS-Verbindung produzieren, welches widerrum in höheren atmosphärischen Schichten Schwefelpartikel freisetzt, die zur Abkühlung (durch Verringerung der Albedo) beitagen.
Solche in 50 km Höhe (flüssiges Wasser, 60-70° 45(?)Bar) das könnten Extrmophile schon gut überstehen...

TomTom333
12.09.2009, 19:37
das sind die von denen in "Der großen Vision" die Rede ist.........

_Mars_
12.09.2009, 21:40
Der Vorteil an diesen wäre, dass sie, ohne noch weiteren Wasserstoff ins Weltall zu verschleudern, Abkühlung erzeugen könnten.

Das Endprodukt enthält nämlich keine Wasserstoffatome, die sich später durch UV-Strahlung freisetzen können.

Du weisst nicht zufällig, ob es auf der Venus momentan Kältefalle gibt?