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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eure Kritik an astronews.com



Infinity
04.09.2008, 21:19
Hallo alle User,

ich hatte mir mal gedacht, ein Thread zu eröffnen, sofern solch einer nicht vorhanden ist, in dem jeder etwas reinschreiben kann, was er negatives über astronews.com hält.
Ich denke ich fange mal an:

Also als langjähriger astronews-Kenner gefallen mir die Fragen, die unter "Frag astronews.com" fast täglich erscheinen, nicht ganz.
Hin und wieder hab ich auch mal ne Frage gestellt, hab aber vorher nachgeguckt, ob diese oder eine ähnliche bereits vor einigen Wochen oder Monaten gestellt wurde.
Meistens sehe ich nur diesselben Fragen, nämlich die, die recht einfach selber herauszufinden sind.
Beispielsweise die heutige Frage lautete, wie lange es dauert, bis das Licht vom Pluto aus die Erde erreicht hat?
Dafür müsste man (zB mit Wikipedia) nichts weiter tun, als die Entfernung [Pluto - Sonne] und [Erde - Sonne] auszurechnen, diese Werte zu subtrahieren und die Geschwindigkeit des Lichts auszurechnen.
Oder Fragen, wie groß die Sonne, die Erde, der Mond, der Mars etc. im Durchmesser seien, ist überall nachzuschlagen, jedenfalls besser als bis zum kommenden Tag auf eine Antwort von der Redaktion zu warten.

Vermutlich können es sich auch um Änfanger handeln (in Sache Umgang mit PC; Astronomie- bzw. Astrophysik- oder Raumfahrtkenntnissen). Dagegen wäre ja auch nichts einzuwenden, allerdings tauchen diese zu oft auf.

Was meint ihr?
Habt ihr auch Anregungen?

Schöne Grüße!

(Im Übrigen mag ich nicht diese wirklich lobenswerte Homepage ganz nach unten zu kritisieren, ansonsten ist das eine tolle Page und ein tolles Forum, immer weiter so Herr Deiters :))

frosch411
05.09.2008, 08:51
Beispielsweise die heutige Frage lautete, wie lange es dauert, bis das Licht vom Pluto aus die Erde erreicht hat?
Dafür müsste man (zB mit Wikipedia) nichts weiter tun, als die Entfernung [Pluto - Sonne] und [Erde - Sonne] auszurechnen, diese Werte zu subtrahieren und die Geschwindigkeit des Lichts auszurechnen.

Ist das wirklich so einfach? Denk mal darüber nach, wo Pluto, Erde und Sonne überall stehen können. Für diesen Fall stimmt deine Rechnung (S = Sonne, E = Erde, P=Pluto):

S.E...............P

Aber wie sieht es ein halbes Jahr später aus? (Pluto bewegt sich nur langsam um die Sonne):

E.S..................P

In diesem Fall müssen die beiden Abstände addiert und nicht subtrahiert werden (wobei in diesem stengen Fall der Pluto hinter der Sonne nicht erkennbar wäre).

o_o

ralfkannenberg
05.09.2008, 18:38
Ist das wirklich so einfach? Denk mal darüber nach, wo Pluto, Erde und Sonne überall stehen können. Für diesen Fall stimmt deine Rechnung (S = Sonne, E = Erde, P=Pluto):

S.E...............P

Aber wie sieht es ein halbes Jahr später aus? (Pluto bewegt sich nur langsam um die Sonne):

E.S..................P

In diesem Fall müssen die beiden Abstände addiert und nicht subtrahiert werden (wobei in diesem stengen Fall der Pluto hinter der Sonne nicht erkennbar wäre).

o_o

Hallo Frosch,

das macht aber nicht wirklich viel aus: Mal sind es 29 AE (30-1) und mal sind es 31 AE (30+1). Also 29mal weiter weg als die Erde von der Sonne oder 31mal weiter weg als die Erde von der Sonne.

Das hat ja auch zur Folge, dass die Planeten Saturn und Uranus immer in etwa gleich hell erscheinen; während es z.B. beim Mars grosse Helligkeitsunterschiede zu beobachten gibt. Ok, Venus und Jupiter sind von blossem Auge etwas aussen vor, weil die immer viel heller als alle anderen sind, d.h. da hat man keinen Vergleichspunkt und kann die Helligkeitsunterschiede bei einer normalen Beobachtung nicht gleich sehen.


Freundliche Grüsse, Ralf

jonas
05.09.2008, 22:00
Hallo Frosch,

das macht aber nicht wirklich viel aus: Mal sind es 29 AE (30-1) und mal sind es 31 AE (30+1).
Hier muss ich mal dem Frosch beispringen :P

Immerhin hat dieser Effekt, den Frosch beschreibt, dazu geführt, dass man allein durch Beobachtung der Jupitermonde die Lichtgeschwindigkeit recht präzise feststellen konnte ;)

Infinity
06.09.2008, 19:10
Auf der Weise hat man die Lichtgeschwindigkeit feststellen können.
Ole Rømer bemerkte, dass Verfinsterungen früher erfolgen, wenn sich die Erde der Jupiterbahn näherte - und später, wenn sich die Erde von ihr entfernte. So errechtete er die Lichtgeschwindigkeit mit einem Wert von 224'000 km/s, was nicht ganz korrekt war, aber er war der erste, der versucht hat, auf der Weise c zu errechnen und der erste, der bewies, dass die LIchtgeschwindigkeit endlich ist.

hahoyer
02.12.2008, 19:00
Man sollte vielleicht versuchen kosmische Entfernungen nicht in km anzugeben. Da muß jeder erst umrechnen. Hier wird die Länge des Jets mit 5 Billionen Kilometer angegeben. Was soll das?

Orbit
02.12.2008, 19:16
Was wäre Dir lieber?
0.53 ly
0.162 Parsec oder
33333 AU?
:)
Orbit

Orbit
03.12.2008, 14:48
Seit einiger Zeit stört mich wieder die Werbung. Ich mag dieses animierte Zeug nicht.
Orbit

hahoyer
03.12.2008, 15:01
Ist der Jet wirklich ein halbes Lichtjahr lang oder hat der Schreiber beim Übersetzen vergessen, dass Englisch "Billion" im Deutschen "Milliarde" bedeutet? In dem Fall wäre 33 AE besser. Klar, was ich meine?

Orbit
03.12.2008, 15:09
Es kommt zwar öfter mal vor, dass die englischen und deutschen Bezeichnungen durcheinander gebracht werden; aber hier wohl eher nicht. Da sich solche Jets mit Geschwindigkeiten nahe c ausbreiten, wäre dieser hier beschriebene erst etwa 5 Stunden unterwegs gewesen.
Orbit

Infinity
03.12.2008, 23:55
Die Werbung auf der Startseite stört mich nicht besonders, aber die welche zwischen Beiträge im Forum.

Webmaster
28.01.2009, 12:07
Ein hier geposteter Beitrag zum Thema "Spam von astronews.com" wurde in ein eigenes Thema verschoben. S. D. (siehe: http://www.astronews.com/forum/showthread.php?t=3163)