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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das Ameisenproblem



Amalthea
13.04.2005, 17:03
Stellt euch vor, ihr wärt eine Ameise, die von sich denkt, dass sie hochintelligent und Beherrscher der Welt wäre. Jetzt stellt diese Ameise fest, dass sie nicht allein ist. Wie soll sie die anderen Lebewesen als solche erkennen und sich ihnen als intelligent bemerkbar machen?
Das geht doch nur, indem sie lernt so zu denken, wie diese Lebewesen denken und auf ihre Art, nicht nach Ameisenart, ihre Ameisenintelligenz beweist.
Vor dem selben Problem stehen wir, wenn wir nach Ausserirdischen suchen. Wenn ich mir eine Ameise betrachte, die soviel kleiner ist als ich, dann stelle ich mir folgende Fragen: Wenn sie auf mir rumklettert, wie unterscheidet sie mich von einem Stein und wieso fühlt sie sich angegriffen und beisst mich?
Ich denke, dass es auf unsererm Planeten noch viel mehr ähnliche Beispiele gibt. Wir sollten aus ihnen lernen.

DanGer
15.04.2005, 00:03
stell dir vor das eine ameise nicht denken kann das sie hochintelligent ist weil sie es nichtmal ansatzweise ist, stell dir weiterhin vor,das diese ameise garkein interesse daran hat mit "uns" kontakt aufzunehmen, weil sie schon genug probleme mit ihren fressfeinden hat und stell dir als letztes vor das die vorstellungskraft alleine noch keine dinge hervorbringen kann diejeglicher grundlage entbehren.. ;)

zum thema intelligenz, selbst wenn die aliens viel viel viel viel intelligenter sind als wir, so haben wir mehr kommunikationsmöglichkeiten als eine einfache ameise, die (soweit ich weiss) nur über gerüche (botenstoffe) und ihre "fühler" kommunizieren ( man berichtige mich wenn nötig), wir haben um einiges stärkere kommunikationsmöglichkeiten, seien es licht/schall/radiowellen,bilder, mathematische formeln oder anderes, das im verbund wohl schon reicht eine ansatzweise ausreichende kommunikationsplattform mit möglichen aliens aufzubauen. mal abgesehn von der schranke der lichtgeschwindigkeit die wir noch nicht überwunden haben.. womit sich die aufgezeigten kommunkationsforum wohl grad noch in unserem sonnensystem lohnen dürften,aber weiter draussen.. nunja..

ich denke der vergleich hinkt gewaltig..

Zap
15.04.2005, 01:10
Das erinnert mich gewaltig an den Roman "Solaris" von Stanislaw Lem ;-) Okay, wer den nicht lesen will, sollte sich den gleichnamigen, russischen Film von Andrei Tarkowski (1971) ansehen. Der bringt diese Aussage des Romans besser rueber als die neue Version (2002) von Steven Soderbergh mit George Clooney.
Jedenfalls behandelt dieser Roman die geschilderte Problematik.

Gruss,

Zap

Amalthea
16.04.2005, 14:14
[QUOTE=DanGer]
zum thema intelligenz, selbst wenn die aliens viel viel viel viel intelligenter sind als wir, so haben wir mehr kommunikationsmöglichkeiten als eine einfache ameise,

Dan Ger, es geht ja gar nicht um die Ameise selbst.
Sie sollte ja nur als Beispiel dienen. Selbstverständlich sind wir intelligenter als Ameisen und haben mehr Kommunikationsmöglichkeiten.
Übrigens steckt in Ameisen mehr drin wie wir glauben. Die einzelne Ameise ist nicht nur Teil einer Schwarmintelligenz, ohne eigene Interessen, sondern sie ist durchaus fähig, innerhalb bestimmter Situationen, eigene Interessen durchzusetzen. Dieses haben Ameisenforscher erst vor kurzem entdeckt.
Mir ging es um folgendes: wir haben zwar eine größere Bandbreite von Kommunkikationsmöglichkeiten, aber woher sollen wir wissen, ob wir aufgrund von Wahrnehmungsstörungen - fehlender Wahrnehmung - Alienbotschaften nicht erkennen. Ich weiß sehr gut wo von ich spreche, da mein Sohn an Wahrnehmungsstörung leidet und Sachen, die für mich selbstverständlich waren und sind für ihn unmöglich ohne Hilfe erkennbar sind.
Vielleicht gibt es schon Signale von Außerirdischen, die wir nur nicht erkennen.

Amalthea
16.04.2005, 14:25
Danke Zap,
Stanislaw Lem gehört nicht zu meinen Lieblingsautoren. Ich meine den Film gesehen zu haben (ich sehe mir jeden neuen SF - Film an) kann mich aber im Moment nicht daran erinnern. Zur Zeit lese ich Stephen Baxter, der meinem Weltbid entspricht.

DanGer
16.04.2005, 15:52
ob das nun wirklich intelligenz ist was ameisen auszeichnet oder nicht eher über generationen erlerntes,darüber lässt sich streiten. aber wenn die aliens über eine ähnliche intelligenz wie wir verfügen, dann werden sie auch auf den gleichen physikalischen prinzipien aufgesetzte botschaften verfassen und schicken. ich denke nicht das sie so "dumm" wären, die botschaften noch komplizierter zu gestalten als es nötig wäre. die von uns ausgesandten botschaften (voyager sonde etc) bestanden zumeist aus erwähnten bildern, mathematischen formeln, kreisen,rechtecken, und musik..

ich denke das dein sohn an wahrnehmungsstörungen leidet ist nicht vergleichbar von der situation her. denn er ist ein einzelnes glied. die aliens wären wohl kaum nur 3 oder4, sondern ähnlich wie wir mehrere millionen oder milliarden und würden sich auch über mögliche verständigungsprobleme gedanken machen. eine kontaktaufnahme würde wohl kaum nur über eine plattform ablaufen können, das wär in etwa so als wenn ich jemanden aus irland auf russisch anspreche und hoffe er versteht mich.. es muss eine gemeinsame basis zur kommunikation gefunden werden.

Amalthea
16.04.2005, 18:23
es muss eine gemeinsame basis zur kommunikation gefunden werden.
Dan Ger, was glaubst du wohl, worüber ich die ganze Zeit versuche zu reden.
Wir geheh davon aus, das Außerirdische so wie wir denken, dass es zwar schwierig wird mit ihnen zu reden, wir es aber schaffen. Aber dafür müssen wir erstmal die Signale erkennen. Und solange wir nur auf "Menschenart" denken, solange werden wir sie nicht finden. Ich bin davon überzeugt, dass innerhalb unseres Universums von Leben nur so wimmelt. Aber sie sind in einer vollkommen anderen Kultur, Lebensumgebung aufgewachsen, so dass wir außer den Grundprinzipien des Lebens nichts gemein haben. Dein Beispiel mit dem Iren und dem Russen trifft das doch was ich meine. Nur sind beides Menschen und haben mehr gemeinsam als wir und Außerirdische.
Ich denke nicht, dass Außerirdische dumm sind und ihre Signale noch mehr komplizieren, wie sie es eh schon sind. Aber wir denken in einem dreidimensionalen Zehnersystem. Was ist wenn die Außerirdischen andere Systeme benutzen? Ganz zu schweigen von der Entfernung.
Die Grundfrage hinter allem ist doch, wie können wir das außerirdische Leben überhaupt erkennen. Bis jetzt haben wir in keinster Weise irgendwelche Spuren gefunden. Das einzige, was wir entdeckt haben ist Wasser und Aminosäuren. Mir geht es bei der Diskussion darum, dass wir uns andere Möglichkeiten überlegen müssen, wie wir ihre Spuren finden. Es gibt ja schon andere Ansätze: wie z: B.: die Suche nach Spuren innerhalb unserer Gene (Wie erfolgreich oder sinnvoll das ist, sei mal dahin gestellt).
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass wir die einzigen Lebewesen innerhalb unseres Universums sind.

DanGer
16.04.2005, 19:34
die problematik stellt sich doch aber erstmal garnicht, da es zwar vor leben wimmeln mag ,aber intelligentes leben wimmelt sicher nicht soviel *g die einfachste verständigungsmöglichkeit ist doch die mathematik, der umfang eines kreises incl formel, incl radius pi etc, das ist der grundaufbau auf dem man eine kommunikation aufbauen kann. wenn die aliens so schlau sind und eine nachricht direkt an uns schicken(was alleine schon eine enorme leistung wäre..), dann werden wir sie auch empfangen und entschlüsseln können. das 10ersystem ist dabei doch kein hinderungsgrund, wenn wir eine nachricht bekommen sollten irgendwann. und zur kommunikation wär das binärsystem auch sehr hilfreich,0,1,0, wie es in nem andern thread schon steht.
die mayas sind damals auch in ner anderen kultur aufgewachsen und trotzdem konnte man sich mit ihnen verständigen, nachdem ein paar bilder in den boden gemalt wurden und grundzüge der sprachen bekannt waren..

TBS-47-AUDIOCLUB
17.04.2005, 08:11
Hallo,
bei all der (fast verzweifelten) Suche nach Außerirdischen sollten wir m.E. uns zunächst fragen "Sind sie friedlich?".

Man kann nicht einfach davon ausgehen, daß sie eine friedfertige Rasse sind... und sind sie auf Eroberung, Unterdrückung o.ä. aus... dann haben wir nichts mehr zu lachen!

Immerhin haben wir uns durch diverse Aktionen schon den anderen gegenüber "bemerkbar" gemacht, nicht zuletzt durch die Funk-u. Fernsehsignale, die wir ständig ins All abstrahlen. - Da sollten wir schnell ein paar Gebete gen Himmel schicken, daß diejenigen, die unsere Signale empfangen friedlicher sind als wir selbst!

Gruß, Euer Gunther

DanGer
17.04.2005, 12:25
jo, das is natürlich ne grundfrage.. aber wenn die sich anschauen können was wir so die letzten jahre produziert haben an filmischen meisterwerken (atombombenexplosionen etc), werden sie sicher erstmal abwarten was passiert..wenn wir uns selbst auslöschen ham wirs halt nicht verdient, wenn nicht werden sie kommen um n paar sklaven zu ernten ;) und vielleicht nehmen sie independence-day ja als dokumentation ..wär doch zumindest abschreckend.. kleines raumschiff zerstört mit miniatombombe mächtig großes raumschiff..

bleibt nur abwarten und tee trinken..

Amalthea
18.04.2005, 19:16
Hei DanGer,
danke für den Hinweis mit den Mayas. Zufällig gehören sie zu meinen Lieblingskulturen. Bei meinem Hinweis auf das Zehnersystem habe ich mich tatsächlich auf die Mayas bezogen.
Ich schätze, ich kann nicht gut erklären, was ich meine. Es geht mir gar nicht um das Entschlüsseln. Es geht darum, dass wir überhaupt fähig sind, Zeichen von Außerirdischen zu erkennen. Oder erst mal überhaupt anderes Leben im All nachzuweisen. Wenn wir es erstmal geschafft haben, Signale überhaupt zu entdecken, können wir uns daran machen zu klären, ob sie von Intelligenzen stammen und dann können wir versuchen eine Kommunikationsbasis zu finden. Notfalls, indem wir Striche im Sand ziehen.

Amalthea
18.04.2005, 19:21
Hei Gunther,
du siehst wahrscheinlich genauso gerne SF - Filme wie ich. Aber da ich dich als klugen Menschen einschätze, wirst du genau so gut wie ich wissen, dass dabei die Betonung auf "Fiction" liegt. Außerirdische Intelligenzien können nicht wie Menschen sein.
Ansonsten stimme ich dir zu, dass es vielleicht nicht so gut ist, dass wir unsere Anwesenheit so laut ins All hinausschreien. Abwarten und sich bedeckt halten war immer schon die bessere Strategie.

DanGer
19.04.2005, 00:30
ich gehe einfach mal davon aus,das signale die uns erreichen und von anderen lebensformen ausserhalb unseres sonnensystems stammen, auch von intelligenten lebensformen stammen (ok,ich definiere das hier grad mal auf der basisintelligenz der menschen.. nicht besonders klug, aber geht grad nicht anders..). wie wäre es ihnen sonst möglich so leistungsstarke sender zu basteln..
und das ausserirdische lebensformen nicht wie menschen sein können, ist sehr sehr unwahrscheinlich.. sie können keine menschen sein, richtig, aber sie können schon ein gleiches gesellschaftliches moralgefüge aufweisen wie die menschheit..
und ich denke schon das wir fähig sind die signale zu entdecken, wir müssen nur glück haben..

Amalthea
19.04.2005, 16:30
Hei DanGer,
wie wäre es zum Beispiel mit Lebewesen, die eine Art Funksignal aussenden, dabei aber nicht intelligent sind. Denk doch mal an den Zitteraal. Würdest du ihn als intelligent einstufen, nur weil wir seine Emissionen nachweisen können?
Und was das selbe Moralgefüge angeht: Auf unserer Welt gibt es soviele Kulturen und Zivilisationen, dass die Frage der "Moral" jeweils anders definiert wird. Oder würdest du Menschen opfern um bei irgendeinem Gott deine Wünsche durchzusetzen? Auch heute gibt es noch verschiedene Moralvorstellungen. Es gibt immer noch Idioten, die es richtig finden, im Namen des Glaubens oder einer Politik zu töten.
Also, wenn wir, die wir alle der Gattung Homo Sapiens Sapiens angehören, schon so verschieden sind, wie wird es dann bei Außerirdischen sein?
Immer vorrausgesetzt, wir finden Leben, es ist intelligent und wir können in Kontakt treten.
Gruß Amalthea

DanGer
19.04.2005, 23:18
wenn du das elektrische feld eines zitteraals nachweisen willst,musste auf ca 10 meter an ihn ran.. willst du die ausserirdischen auch erst hören wenn ihr schiff 10 meter über dir schwebt?und n funksignal ist das noch lange nicht..
der vergleich hinkt mehr als nur ein wenig, wer es schafft galaxien(oder sonnensystem-)weit signale zu senden die übersetzt werden können,is defacto intelligent genug.
und mit dem moralgefüge war nicht nur die allgemeine moral sondern eine gleichwertige entwicklung des geistes und der gesellschaft verknüpft..natürlich gibts immer andere sichtweisen, aber die entwickeln sich alle ähnlich, nur driften sie irgendwann in extreme ab.

Amalthea
20.04.2005, 16:26
Hei DanGer,
mir ist aufgefallen, dass wir beide Sturköpfe sind. Keiner von uns ist bereit, die Sichtweite des Anderen in Betracht zu ziehen.
Also, werde ich (zähneknirschend) versuchen, deine Sichtweise anzunehmen.

- Gehen wir mal davon aus, wir haben es trotz unserer beschränkten
Wahrnehmung geschafft, Leben im Weltall festzustellen;
- Gehen wir mal davon aus, dass dieses Leben intelligent ist;
- Gehen wir mal davon aus, dass wir trotz unserer unterschiedlichen Ent-
wicklung eine gemeinsame Kommunikationsbasis gefunden haben;
- Gehen wir mal nicht davon aus, dass es kleine grüne Männchen sind.

Was würde dann passieren? Sind wir schon reif genug für einen Kontakt? Wer von den Staaten soll die Menschheit repräsentatieren? Oder soll nur eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern Kontakt aufnehmen? Würde uns ein Kontakt in irgendeiner Form weiterbringen?

Ich habe keine Antwort auf diese Fragen. Ich weiß nur eins, dass ich wahrscheinlich Angst haben werde, denn alles was anders ist, macht angst, weil wir die potentielle Gefährdung nicht einschätzen können.
Es könnte ja auch passieren, dass sie uns "aus Versehen" vernichten.
Aber vielleicht schaffen wir es ja auch, unsere Probleme zu lösen und endlich eine vernünftige Zukunft für die Menschheit zu schaffen.
Alles ist möglich.

DanGer
21.04.2005, 12:06
gesetzt dem fall das es so wäre (und wir geeignete überlichtschnelle kommunikation haben) wäre das etwas was helfen könnte die völker zu einen (ok,ich nehm jetzt mal radikal-gläubige aussen vor, die kann man dann nach afrika in die wüste zum sandsieben schicken)
die erstkommunikation würde sehr wahrscheinlich durch das militär mit angeworbenen wissenschaftlern stattfinden und dann über den führer des jeweiligen landes entschieden werden wie es weitergeht (ok..ich denk wir wissen alle wer das übernehmen würd.."bushi call home"

wenns ums "sollen" geht, würd ich vorschlagen das die führer der UNO gemeinsam den erstkontakt übernehmen..
aus versehen vernichten..jain, glaub ich nicht..ausser sie öffnen nen wurmlochvortex direkt vorm pentagon..dann ham wir ein problem *G

Amalthea
21.04.2005, 18:00
Hei DanGer,
da bin ich wieder.
Also, was das Sieben in der Wüste angeht, stimme ich dir voll zu. Allerdings hast du die politisch radikalen Idioten vergessen.
Ich empfinde es immer noch schwierig, dir eine passende Antwort auf unser Thema zu geben.
Aber ich habe eine Frage an dich.
Wie stellst du dir vor, wie wir Kontakt mit Außerirdischen aufnehmen? Welche Möglichkeiten hälst du für erfolgversprechend?
Du weißt, dass wir über ungelegte Eier reden, denn wir haben bis jetzt ja noch nicht einmal innerhalb unseres Sonnensystems Leben gefunden. (Obwohl, Europa soll ja vielversprechend sein, und nicht zu vergessen, diese seltsamen Einschlüsse auf den Marsmeteoriten).
Gruß Amalthea

DanGer
21.04.2005, 22:02
oh..grad erst gesehn..
ja zum thema der kontaktaufname kann ich nicht viel sagen, wir haben immernoch keine überlichtschnelle kommunikation,und selbst lichtschnelle ist sehr schwierig weil dafür gewaltigste energiemengen benötigt werden.. (hats ma wer mit morsen versucht, großes laken vor die sonne und blink blink? ;))

und die definition von "leben" die dir vorschwebt, ist für mich eine andere, das leben was du meinst definiert sich mit "ab bakterie aufwärts". mein "leben" ist eher intelligent und könnte mit uns kontakt aufnehmen, sone bakterie in nem marssteinchen oder im "vielleicht existierendem ozean auf europa" schafft das nich g
semiintelligentes leben werden wir nur nachweisen können in anderen sternensystem/galaxien wenn wir hinfliegen und selber gucken..genau wie in unserm system..ich geh aber davon aus das unser "ultimativer erstkontakt" mit ner bakterie nichmehr lange dauert und tatsache auf dem mars im eis oder auf einem der monde europa/etc passieren wird..intelligentes leben finden wir ja nichma auf der erde.. ;)

wie war das.."was ist ein intelligenter mensch in den usa? tourist"

spacescientist
22.04.2005, 14:47
Hat sich schonmal jemand Gedanken darüber gemacht, dass es vielleicht gar nicht vorgesehen ist, sofern es mehrere Zivilisationen da draußen gibt, dass Diese sich treffen? Wohin würde das führen? Wir bauen einen gemeinsame Zivilisation auf, und dann? Ich gehe davon aus, dass unsere Existenz einen höheren Sinn hat der über das Raum-Zeit-Kontinuum hinausgeht. Nehmt als Beispiel meinetwegen Energiegewinnung für andere Prozesse, die außerhalb unseres Universums stattfinden. Ich kann mir gut vorstellen, dass es uns aus funktionellen Gründen nicht gestattet ist andere Völker überhaupt zu erreichen. Denn dann würde vielleicht Alles kaputt gehen! Wahrscheinlich in Form eines Krieges zwischen den beiden Zivilisationen. Warum ist das All wohl so unvorstellbar groß? Damit sich niemand in die Quere kommt.

Und aufgrund der Größe, ist es sehr wahrscheinlich, dass es im All von Leben nur so wimmelt. Für unsere Verhältnisse möge die Wahrscheinlichkeit winzig wirken aber das Universum ist etwas gewaltiger, als Dein Verstand es Dir vermitteln kann. UNd auch das ist kein Zufall. Wäre es vorgesehen, wäre Alles dichter beisammen. Wenn man es als nicht falsch erachtet die Hoffnung zu haben, die Eroberung des Alls wäre der richtige Weg, dann muss man sich im KLaren darüber sein, dass es uns verdammt schwer gemacht wird.

Amalthea
22.04.2005, 18:11
Hei DanGer,
hast du dich schon mal gefragt, warum wir, die wir doch "intelligent" sind, bis jetzt noch keinen Beweis für intelligentes Leben da draußen gefunden haben?
Du hast recht, Leben beginnt für mich ab Bakterien aufwärts. Das ist wie bei Kindern: bevor sie anfangen zu laufen, müssen sie erst krabbeln. Würdest du gerne ins All hinausfliegen und Kontakt aufnehmen? Ich denke, nicht umsonst gibt es so viele SF Romane.
Amalthea
P. S. Magst du Amerikaner nicht? (Teilweise kann ich dich verstehen)

Amalthea
22.04.2005, 18:25
Hei spacescientist,
deine Gedanken sind schwierig zu beantworten. Du unterstellst eventuell existierenden Außerirdischen menschliches Verhalten, so nach dem Motto: wir sind noch nicht reif für den Kontakt oder wir sind für andere Spezies zu gefährlich.
Was die unendlichen Weiten angeht, so schrumpfen sie gehörig zusammen, wenn man nicht innerhalb unserers kurzen Lebens denkt, sondern in galaktischen Zeiträumen. Unsere Sonne gehört zur dritten Generation nach dem Urknall.
Jetzt stell dir mal vor, wir würden uns nicht selbst zerstören und tatsächlich die Expansion ins All schaffen. Wir sind eine sehr aggressive und anpassungsfähige Spezies, für uns kann das All nicht groß genug sein. Was glaubst du wieviel wir in einer Million Jahren besiedelt hätten? Und wenn ich über uns Menschen so nachdenke, ist es gut, dass wir noch nicht expandieren können. Allerdings sehe ich auch winzige Ansätze, dass wir doch eine Chance haben, vernünftiger, erwachsener zu werden.
Und was die Größe des Universums angeht: Ehrlich gesagt wird mir jedesmal übel, wenn ich versuche darüber nachzudenken, weil es einfach zu gewaltig ist. Ich stimme dir zu, dass es vor Leben im All nur so wimmeln muss. Das ist ja auch der Inhalt des Themas. Warum finden wir sie nicht, wenn es sie gibt?
Meine Antwort darauf ist, das wir sie aus welchen Gründen, trotz unserer immensen Technik, nicht wahrnehmen können.

DanGer
22.04.2005, 22:51
ich denke spacescientist ist eher theologisch angehaucht, jedenfalls macht sein kommentar einen solchen eindruck. eine höhere macht die alles so arangierte damit sich die rassen niemals treffen.. ich pers. bin absoluter atheist, somit glaube ich weder an einen gott, irgendwelche vorhersehung,glück oder sonstwas.. alles was geschieht ist absolut zufällig und ungeplant..und daher gehe ich von einem kontakt mit fremden "intelligenten" spezies in ferner zukunft aus.

amalthea,
das leben da draussen mag zwar stark vertreten sein,doch ist die unendlichkeit des raums "vorhanden", dadurch reduziert sich das leben schon wieder auf eine sehr kleine zahl. und darunter intelligentes leben.. noch viel viel weniger vorhanden..sieh dir mal die artenvielfalt auf unserem planeten an, wieviele gibts es? hunderttausende? und wieviele davon sind zu extraplanetarer kommunikations und reisen in der lage? eine.. ja..so was *G nun rechne das mal auf das universum um.. es ist schwer zu wissen wieviele intelligente rassen es dort gibt.. und dann kommt dazu, das sie uns eine nachricht schicken müssen die wir dann erhalten. deshalb ja das seti-projekt und andere. man hofft darauf das die "aliens" vor jahrtausenden eine ultimative alleserklärende botschaft verbreiteten in alle richtungen um andee lebewesen zu finden. doch wenn sie uns erreicht hat, heisst das lange noch nicht das wir auch mit denen kommunizieren könnten..was ist wenn die anderen sich schon lange aufgerieben haben im krieg gegen eigene leute, vernichtet durch eine kosmische katastrophe oder sonstwas?..
die chance leben im all zu finden ist verschwindend gering, zumindest von der erde aus, trotz allem versuchen wir es. man kann kein leben aufgrund von spektralanalysen nachweisen. siehe den mars, da streiten sich die experten ob nu lebewesen oder vulkane die gasabsonderungen (glaub methan wars) hervorrufen.man muss hinfliegen und selbst nachgucken.

Amalthea
23.04.2005, 14:23
Hei DanGer,
ich stimme dir zu, was die Wahrscheinlichkeit des Lebens dort draussen anbelangt. Auf der anderen Seite weiß ich auch, dass unser Planet nur so vor Leben wimmelt. Man kann es an den unmöglichsten Orten entdecken. Wie z. B.: in der ewigen Eisregion, dort gibt es Bärchentiere (oder so ähnlich). Sie sind sehr klein und vermehren sich durch Jungfernzeugung (d. h., es sind alles nur Weibchen). Von den Black Smockern in der Tiefsee will ich gar nicht anfangen. Selbst unter kilometerdicken Eis können noch Bakterien und Algen existieren. Es gibt anärobe Bakterien, für die Sauerstoff Gift ist. Es gibt sicherlich noch viel mehr Beispiele. Also, wenn hier Leben überall möglich ist, warum nicht im Weltall, und zwar von der Bakterie an aufwärts. Was das Hinfliegen anbelangt: Es muss doch andere Möglichkeiten geben. Und falls es interstellare Intelligenzen gibt, wer weiß vielleicht ist es ihnen egal, ob es noch andere gibt.
Hast du dich schon mal gefragt, warum wir so intensiv nach Außerirdischen suchen? Ich glaube nicht, dass es nicht nur der Wunsch nach Gesellschaft ist.
Amalthea

DanGer
23.04.2005, 16:33
die suche nach ausserirdischem leben ist schwierig zu kategorisieren, hat doch jeder hier unterschiedliche vorstellungen. die einen suchen nach dem beweis dafür das wir die einzigen intelligenten lebewesen sind, andere versuchen aliens zu finden um endlich frieden in die menschliche gesellschaft zu bringen..etc..

Amalthea
28.04.2005, 13:43
Stimmt, da gebe ich dir recht. Das bringt mich dazu zu überlegen, warum ich wissen möchte, ob es Außerirdische gibt. Ich denke ich will es einfach wissen.
Amalthea
P. S. Außerdem liebe ich es, recht zu haben!!!

Fooly
05.05.2005, 17:57
Interessantes Thema.

Aber es gibt mehrere Dinge die wohl eher hinderlich sind intelligentes Leben zu finden bzw. Kontakt aufzunehmen.

1. Muß "jemand" erst einmal ein Interesse daran haben zu suchen, bzw. gefunden zu werden.

2. Ist vielleicht der gravierendere Faktor wenn man 1) mal als gegeben betrachtet der unterschiedliche technische Stand zweier Zivilisationen. Geht man davon aus daß beide Seiten auf der Suche nach Intelligenz sind, willens sind Kontakt zu suchen, und auch die technischen Möglichkeiten in irgendeiner Form besitzen, dann sind sie auch intelligent genug eine Botschaft so zu verfassen daß es sich zunächst erstmal auf eine Basis beschränkt die das Gegenüber als nicht-natürlichen Ursprung deuten kann und erkennen kann daß sie intelligenter Herkunft ist. Mathematik wie bereits angesprochen eignet sich z. B.. So, nun kommt aber der Kernpunkt. Eine Zivilisation wird dieses Signal in einer Form versenden, der nach ihrem technologischen Stand möglich, und ihrer Auffassung nach am meisten Erfolgversprechend ist, und auf die selbe Art wird sie suchen.

Um mal etwas hypothetisch zu werden: eine Zivilisation, die z.B. so etwas wie Überlichtfunk besässe, würde sich möglicherweise nicht mit normalen Radiowellen abgeben, da dies aus ihrer Sicht zu langwierig wäre. Dazu kommt: mit wem wird überhaupt Kontakt gesucht? Egal wer, oder jemand auf einem vergleichbarem technologischen Stand?

Gehen wir noch einen Schritt weiter, wobei ich allerdings Analogien zur Menschheitsgeschichte ziehe, wobei der Vergleich natürlich auch nur rein spekulativ ist und daher nur meinen Überlegungen entspricht. Kulturen entstanden, erlebten Blütezeiten, und gingen unter. Ebenso kann es sich mit ganzen Zivilisationen intelligenten Lebens geschehen. Das heisst als zusätzlicher begrenzender Faktor kommt die Zeit dazu. Es mag vielleicht in unmittelbarer Nachbarschaft eine intelligente Zivilisation mit den gleichen Bestrebungen wie usneren gegeben haben, nur ist sie längst wieder untergegangen, oder sie ist noch nicht so weit. Tja, das ist dann dummerweise zeitlich total verpasst.

Ich denka mal das ist angesichts der astronomischen räumlichen und zeitlichen Maßstäbe in denen man denken muß das viel größere Problem als der Inhalt einer Botschaft.

Amalthea
06.05.2005, 16:22
Hei,
ich habe mir mal Gedanken gemacht, aus welchen Gründen wir bis jetzt noch kein anderes Leben gefunden haben, wobei ich auch schon Meinungen, die hier geäußert wurden mit einfließen lasse.

1. Unsere Technik reicht noch nicht aus. Wir haben einfach nicht die technischen Vorraussetzungen um andere zu finden.
2. Andere Kulturen sind nicht an Kontakt interessiert und senden deshalb keine Signale.
3. Einfache physikalische Gesetze (Raum und Zeit).
4.Sie hindern uns auf welche Art auch immer Kontakt aufzunehmen.
5. Wir sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht, d.h. Signale sind vorhanden, werden aber von uns nicht als solche erkannt oder falsch interpretiert.
6. Es gibt niemanden außer uns.

Zu all diesen Problemen kommt noch, wie wir Leben nachweisen können. Der beste Vorschlag war, hinfliegen und selber nachsehen.
Wir können zwar chemische Elemente und Verbindungen und Radiowellen nachweisen, ab wie weist man "Leben" nach (so eine Art Biosensor).
Und wer weiß, vielleicht ist es gar nicht gut, dass wir so laut stark auf uns aufmerksam machen. Manchmal soll man vorsichtig mit seinen Wünschen sein, sie könnten erfüllt werden.
Amalthea

sabinem
11.05.2005, 10:01
Wie weisst man Leben nach?
Gute Frage, wir können nur Anhaltspunkte sammel und raten, da abt ihr recht.
Warum suchen wir eigentlich nach Aliens?
Schaut euch mal die sf Geschichten an:
1. wir suchen jemanden den wir zum Sündenbock machen können, damit wir im Kampf gegen diesen Jemand zur Einheit finden-welche intelligente Lebensform würde ich für solche Mobbingspiele hergeben?
2. Wir suchen jemanden der uns den Weltfrieden bringt- warum sollte es sowas wie eine Galaktische UN geben die sich um uns schert?
3. wir suchen jemanden der uns technisch etwas unterlegen ist und den wir wie einst die Ureinwohner Amerikas, oder die Bewohner Afrikas misssionieren können- (STAR TRECK)wir werden einfach nicht schlauer
4.WIR SIND EINFACH NUR NEUGIERIG UND HOFFEN DASS DA JEMAND IST DER ALL UNSRE FRAGEN BEANTWORTEN KANN

Ich hab mich auch schon gefragt warum die Vojager sonden gestarrtet wurden. Womöglich finden wir etwas das uns nicht gefällt oder jemand findet uns der uns für etwas hält, dass man mal besser ausrottet, wenn wir uns die Motive von oben(besonders 3.) anschauen hätten sie damit gar nich so unrecht.
Ich denke wir sind nicht reif für einen Kontakt solang wir nichtmal auf der Erde interkullturelle Beziehungen pflegen können ohne gleich zu Waffen greifen zu müssen weil wir uuns gegenseitig beleidigt haben.

DanGer
11.05.2005, 12:33
öhm, ich bitte doch von vergleichen mit Star Trek abzusehen, da wird niemand missioniert.. vielmehr steht da eine soziale und politische fragestellung dahinter die viele einfach mal übersehn, weil "geil raumschiffe" oder " scheiss raumschiffe". durch den kontext von star trek werden probleme der heutigen gesellschaft aufgezeigt, nur in einem anderen rahmen.
zum thema der missionierung gibt es sogar einen kodex an den sich die "menschlichen star-trekker" halten müssen, nichteinmischung in die angelegenheiten von unterentwickelten zivilisationen.. wie heissts so schön,wenn man keine ahnung hat, einfach mal.. ;)

zu punkt 1.. ich glaube nicht das es hier um sündenböcke geht, ka wo du die vorstellung her hast.. wenn wir auf ausserirdisches leben stossen sollten, so hofft man jedenfalls, würde sich die gemeinschaft der völker der erde schnell zusammentun. so., weltfrieden erreicht, nu können wir vernünftig mit den aliens kommunzieren.. es geht nicht immer nur um krieg..

zu punkt 2.. der weltfrieden hängt nicht von einer galaktischen UN ab, auch ne komische vorstellung.. siehe punkt 1.. der kontakt alleine würde imo schon reichen um auf den weltfrieden hinzuarbeiten..

zu punkt 3, siehe ganz oben.. keine missionierung, über die entfernungen auch kaum möglich..

zu punkt 4. ja, wir sind einfach nur neugierig..genau das denke ich.. die meisten lebewesen auf dem brocken hier sind von natur aus neugierig, vielleicht gehts auch garnichtmal um die frage nach mehr wissen, sondern einfach nur um ne bestätigung das wir nicht die einzigen "intelligenten" lebewesen auf dem planeten sind.

sabinem
12.05.2005, 09:38
Hast mich erwischt, bin kein Trecky, aber hin und wieder schau ich das schon, mir ist durchaus aufgefallen, dass die Aliens wenn sie denn zur Sternenflotte wollen Aspekte ihrer Kultur aufgeben müssen: Die Bajuraner das Kastenwesen zB.
Aber zurück zur realität: Du hast ein zu optimistisches Menschenbild, die Leute würden sich eher erst recht bekriegen weil so Leute wie Bin Laden dann erst recht von ihren Vorstellungen überzeugt wären, lies mal im Koran die Schöpfungsgeschichte, da gibts ne anspielung auf von Allah geschaffenen Aliens, und christliche Fundamentalisten nehmen ja auch die Bibel wörtlich und da steht nun mal nix von Aliens drinnen.
Weltfrieden wird es erst geben wenn wir unsere Aberglauben und Nationalismus ablegen und uns auf Tatsachen verlassen und die sagen zB dass alle 6,5 Milliarden Menschen mehr genetische Ähnlichkeiten haben als eine Horde Affen, wir sind also im Grunde ein Volk und das müssen wir begreifen.

Amalthea
12.05.2005, 12:52
Hei Sabinem,
ich habe lange überlegt, was ich dir antworten soll. Ich finde du glaubst zu sehr an die SF - Filme. Ich sehe auch sehr oft SF und ich lese auch viel. Allerdings kenne ich den Unterschied zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Das Trekkie Universum ist wie DanGer schon sagte ein Spiegelbild unserer Zeit. Das sind übrigens auch alle anderen SF - Romane und Filme. Ich weiß wovon ich rede, ich interessiere mich schon dafür seit ich lesen kann. Die Autoren spielen nur mit den vorhandenen Möglichkeiten, aber wenn du genau hinsiehst, sieht du immer nur ein Abbild der jeweils geltenden Kultur. So hat sich das Frauenbild doch sehr gewandelt. Auch die Einstellung gegenüber der Natur hat sich geändert. Und wo früher Zivilisationen ausgerottet wurden, weil sie anders waren, werden sie heute so gelassen, wie sie sind (Oberste Direktive). Die Aliens in der SF haben alle menschlische Motive, sie werden vermenschlicht.
Wenn du mal genauer darüber nachdenkst, so wirst du auch feststellen, dass falls wir Außerirdische finden, sie ganz anders als wir sein werden. Sie werden eine andere Kultur, andere Regeln, vielleicht sogar welche, die es hier nicht gibt, haben. Also, warum sollten sie uns den Weltfrieden bringen? Ihre technologie und Medizin würde wahrscheinlich nicht mit unserer Kompatibel sein. Es werden eben Aliens sein.
Ich will auch den Weltfrieden. Aber, das ist zur Zeit sehr unwahrscheinlich. Wir sind die aggresivieste, egoistischste, egozentrischste, verschiedenartigste und vor allem keine Konkurrenz duldende Rasse auf diesem Planeten. Wenn wir den Weltfrieden wollen, müssen wir das alleine schaffen. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass eine kleine Chance besteht, dass wir zusammenarbeiten, sollten wir angegriffen werden. Aber selbst wird es welche geben, die ihren Vorteil daraus ziehen.
Übrigens, gibt es schon verschiedene kleine Ansätze um die Welt zu verbessern.
Bist du schon mal auf die Idee gekommen, dass wir auch wissen wollen, ob es Aliens gibt, nicht damit wir allein sind, sondern um eventuelle Konkurrenz ausszuschalten? Ist irgendjemanden schon mal aufgefallen, dass wir die einzige Mennschenrasse auf der Welt sind?
Amalthea

sabinem
17.05.2005, 07:41
Hy amalthea,
Lies bitte meine texte hier im forum genauer, dann würdest du merken, dass ich so denke und das selbe kritisiere wie du.
Mir scheiint du hast nur lange darüber nachgedacht, wie du mir höflich mitteilen kannst dass ich mal zum Psychiater soll, danke kein bedarf.
Was den Weltfrieden und den anderen quatsch angeht, ich angagiere mich bei iabolish und spende an andere Organisationen, beim Irak Krieg ging ich zur Demo recht viel mehr kann man als Individuum nicht tun, klar die Mächtigen juckt das nicht ein Berlusconni unterstellt jedem Demonstranten dass er von der Opposition dafür bezahlt würde etc...
Was das mit Rasse angeht, die gibt es auf die Menschheeit bezogen nicht, wir haben zwar andere Hautfarben, aber die entstanden über Modifikation nicht durch Mutation, wir sind an unseren Lebensraum angepasst. Vor der Eiszeit gab es ur einpaartauend Menschen auf der Erde du hast vielleicht ogar mehr genetishe gemeinsamkeiten mit Mandela als mit Schröder, das ist nicht haltbar.
Was die Australopiteken und Neandertaler angeht die du vermutlich gemeint hast, die starben aus weil sie nicht mit ihrer Umwelt klarkamen und nicht durch Völkermord, die Neandertaler könnten sich sogar mit uns Homo Sapiens Sapiens vermischt haben, dann wären sie gar nicht ausgestoren.
In den meisten Punkten hab ich dir ja zugestimmt also was willst du?

Amalthea
20.05.2005, 17:35
Hei,
ich würde gerne wissen, ob ihr euch über die Entdeckung Außerirdischen Lebens wie z.B. Bakterien und vielleicht sogar den Kontakt mit Außerirdischen Intelligenzien freuen würdet oder es euch Angst machen würde. Über Bakterien, solange sie weit weg sind, würde ich mich freuen, Außerirdische Intelligenzien würden mich ängstigen, da ich sie nicht einschätzen könnte.
Amalthea

sabinem
23.05.2005, 07:36
Mir wäre beides ziemlich egal, die entfernung ist zu groß, als dass es für uns eine unmittelbare bedrohung wäre, wir Menschen wären füreineander die größer, das wir unterschiedlich reagieren würden, für viele würde ihr weltbild zusammenbrechen und Menschen reagiren gegenüber unbekanntem gern aggressiv und panisch

Robert
25.05.2005, 21:16
Es ist schon eine tolle Erfindung der Natur,dass diese Entfernungen zueinander wahrscheinlich zu groß sind, als das die Möglichkeit bestände, dass
der Homo sapiens den Außerirdischen einmal persönlich besuchen kann.

Ohnehin,wie würde so ein Besuch aussehen ?

Vielleicht würden die Religionsführer dieser Erde gleich ein paar Missionare mitschicken !? :confused:

Amalthea
31.05.2005, 16:11
Wäre das nicht typisch menschlich?
Und selbst wenn es nicht irgendeine Kirche ist, dann ist es eine Politik oder Gesellschaftsansicht oder oder oder.
Wir haben genügend Beispiele in unserer Geschichte, was passiert, wenn zwei Kulturen aufeinander treffen.
Aber bis jetzt haben wir ja (Gott sei Dank) noch nicht mal außerirdische Bakterien nachgewiesen.
Aber ich glaube daran, dass wir irgendwann auf auserirdisches Leben stossen.
Amalthea

Amalthea
07.06.2005, 14:39
Auch wenn keiner Antwortet, ich habe meine Meinung zu diesem Thema.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass wir alleine sind. Dafür gibt es zuviele Lebensformen und Nischen allein auf unserer Erde, die belegen, wie anpassungsfähig Leben ist.
Ich glaube, dass es im Universum Leben gibt und wir es, warum auch immer, nur nicht finden. Ehrlich gesagt glaube ich, dass alles Leben zusammengehört, wie ein riesiges Netz.
Amalthea :rolleyes:

Sky Darmos
07.06.2005, 17:27
Auch wenn keiner Antwortet, ich habe meine Meinung zu diesem Thema.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass wir alleine sind. Dafür gibt es zuviele Lebensformen und Nischen allein auf unserer Erde, die belegen, wie anpassungsfähig Leben ist.
Ich glaube, dass es im Universum Leben gibt und wir es, warum auch immer, nur nicht finden. Ehrlich gesagt glaube ich, dass alles Leben zusammengehört, wie ein riesiges Netz.
Amalthea :rolleyes:

In dem Forum schreibe ich zwar normal nicht, aber da du meintest dass dir keiner Antwortet, mach ich das mal :)
Also ich muss dir da voll und ganz zustimmen. Es wäre doch lächerlich anzunehmen dass es bei mindestens 10^20 Sternen im Sichtbaren Universum, keine Leben mehr gibt außer das auf der Erde. Sicher wird es wenig wirklich intelligentes Leben geben. Aber die Zahl intelligenter Zivilisationen dürfte auch astronomisch sein. Eine gute Frage ist allerdings ob es in unserer Galaxis eine andere Zivilisation gibt, die eine Kultur hat. Wir sind ja auf der Erde auch einzigartig, in der hinsicht, dass wir die einzige Lebensform sind die eine Kultur hat.
Wie meinst du das mit dem Netz?
Vieleicht hast du ja Lust, das "Geist-Gehirn-Problem-Forum" zu lesen. Wär schön wenn da auch mal jemand was schreiben würde. Außer Hektor und mir hat da noch niemand was geschrieben (bis auf eine Ausnahmen, aber nur ein mal!)! Gibt hier echt nicht viele die sich dafür interessieren...

Schöne Grüße,
Sky.

Amalthea
10.06.2005, 16:54
Hei Sky,
ich freue mich riesig, dass du mir hier antwortest. :D
Ich hatte sowieso vor, mir das Geist - Gehirn Problem anzusehen, mein Problem ist nur, dass ich erstens immer in ein Internet Cafe muss, da ich zu den armen Schweinen gehöre, die keinen Computer haben, und auch nicht auf Raten bekomme, und zweitens habe ich ein Kind. Der ist zwar auf einem Spielplatz geparkt (besser wie in der Tiefkühltruhe), aber ich höre ihn jetzt schon motzen.
Wie ich das mit Netz meine? Ich glaube, dass alles Leben miteinander verbunden ist. Guck dir einen Stein an und guck dir eine Bakterie an. Beide bestehen im Grunde aus Atomen, Protonen, Neutronen, Elektonen, die sich zu Molekülen verbinden. Aber es gibt einen Unterschied: Die Bakterie lebt und der Stein nicht. Wo fängt das Leben an? Wo geht es nach dem Tod hin? Warum gibt es Leben? Ich glaube, dass jedes Lebewesen einen "Lebensfunken" hat, ( einige haben auch eine Seele). Sie muss irgendwo sein und irgendwo hingehen. Ich vermute, dass es irgendwann mal ein Gleichgewicht aller existierender Lebewesen gegeben hat und das durch Geburt und Tod sich die Anzahl nicht großartig ändert. Ich würde gerne wissen, ob meine Theorie über die Anzahl aller Lebewesen stimmt. Für mich ist jedes Leben wichtig. Über diese Dinge habe ich angefangen nachzudenken, nachdem ich meinen Sohn bekommen habe. Vorher war mir das auch egal. Ich habe von Anfang gewußt, dass ich schwanger war. Der Arzt hat es mir nur bestätigt. Das war für mich der Grund über das Leben nachzudenken. Mir ist bewußt, dass nicht viele meiner Meinung sind, dass sie sie sogar blöd finden.Aber "That´s life".
Irgendwann habe ich mal gelesen, dass die Menge des Wassers auf unserem Planeten seit ewigen Zeiten konstant ist.
Also warum nicht auch die Menge des Leben.
Was das Fermi Paradoxon angeht, ich bin nicht bereit zu glauben, dass wir alleine sind. Aber darüber habe ich schon lange und ausführlich geschrieben.
Amalthea

Sky Darmos
10.06.2005, 18:33
Wie ich das mit Netz meine? Ich glaube, dass alles Leben miteinander verbunden ist. Guck dir einen Stein an und guck dir eine Bakterie an. Beide bestehen im Grunde aus Atomen, Protonen, Neutronen, Elektonen, die sich zu Molekülen verbinden. Aber es gibt einen Unterschied: Die Bakterie lebt und der Stein nicht.

Was verstehst du denn unter Leben? Zwischen einer Batterie und einem Stein besteht ja kein fundamentaler Unterschied.


Wo fängt das Leben an?

Ein Biologe meint mit Leben meist einen Organismus der ein Erbgut hat, dass er weitergibt und das sich durch natürlche Selektion weiterentwickeln kann.


Wo geht es nach dem Tod hin?

Nirgens. Bewusstsein wird von Gehirnen erzeugt. Folglich verschwindet es wenn das Gehirn stirbt. Es wäre höchst unwissenschaftlich anzunehmen dass der Geist völlig unabhängig vom Gehirn ist. Der Geist ist ein Produkt des Gehirns und wirkt auf das Gehirn ein.


Warum gibt es Leben?

Meinst du jetzt Leben oder Geist/Bewusstsein?
Hier mal ein paar Definitionen:

Geist = Bewusstsein = Die Fähigkeit etwas zu verstehen und zu fühlen.
Seele = Ein unsterblicher Geist den nach religiösen Ansichten alle Menschen haben.
Lebewesen = Ein Organismus der ein Erbgut hat, dass er weitergibt und das sich durch natürlche Selektion weiterentwickeln kann.
Person = Ein Lebewesen mit Bewusstsein


Ich glaube, dass jedes Lebewesen einen "Lebensfunken" hat, ( einige haben auch eine Seele).

Wie definierst du Lebensfunken? Wie definierst du Seele?


Sie muss irgendwo sein und irgendwo hingehen. Ich vermute, dass es irgendwann mal ein Gleichgewicht aller existierender Lebewesen gegeben hat und das durch Geburt und Tod sich die Anzahl nicht großartig ändert. Ich würde gerne wissen, ob meine Theorie über die Anzahl aller Lebewesen stimmt.

Ich verstehen deine Theorie nicht. Du meinst die Seele muss irgendwo sein. Welchen Sinn macht es der Seele einen bestimmten Ort zuzuordnen. Es gibt lediglich ein Gehirn dass ein Bewusstseinszustand erzeugt. Bewusstsein ist ja nichts materielles, von daher kann es auch nicht an einem bestimmten Ort im Raum sein. Vor allem ist Bewusstsein etwas nichtlokales. Kein Einzelnes Neuron hat Bewusstsein, obwohl es das Gehirn insgesamt hat.
Das Thema "Nichtlokalität des Gehirns" hab ich sicher auch in dem Forum ausführlich erörtert...
Was verstehst du unter Gleichgewicht aller lebewesen? Weshalb sollte die Anzahl aller Lebewesen konstant sein?

Ein wichtiger Punkt den ich in dem Thred Geist-Gehirn-Problem erklärt hab ist der dass mein heutiges ich ein anderes Bewusstsein hat als mein ich von morgen und dass es keine Seele gibt die alle ichs verbindet, so dass wir eine absolute Identlität hatten. Somit ist es auch Sinnlos sich zu fragen was mit unserem Bewusstsein passieren würde wenn wir kopiert würden.


Was das Fermi Paradoxon angeht, ich bin nicht bereit zu glauben, dass wir alleine sind. Aber darüber habe ich schon lange und ausführlich geschrieben.
Amalthea

Welches Paradoxon? Fermi konnte sich ja wohl nur auf unsere Galaxie beziehen, die anderen sind ja zu weit weg. Außerdem kommt es ja auch darauf an welche Form von Leben man meint. Ob es eine Kultur haben soll oder nicht.

Schöne Grüße,
Sky.

Amalthea
13.06.2005, 11:41
Hei Sky,
meintest du Batterie oder Bakterie? Ich finde, dass da schon ein Unterschied ist. Immerhin lebt die Bakterie, sie hat einen gewissen Grad des Überlebenswillens und kann sich fortpflanzen. Darüberhinaus reagiert sie auf Reize von außen. Und sie hat einen Stoffwechsel. Soweit mir bekannt ist, sind das die Merkmale des Lebens.
Die Fragen nach dem Sinn des Lebens waren rhetorisch gemeint. Ich denke seit Menschen ein Bewußtsein haben, haben sie auch Antworten darauf und streiten darüber. Man könnte auch sagen, es gibt keine sinnvolle Antwort.
Meine Definition von "Lebensfunken": Das ist mein Wort für den Unterschied zwischen Leben und Nichtleben. Falls es ein wissenschaftliches Wort gibt, was das selbe meint, bin ich auch bereit dieses Wort zu benutzen.
Über Seele werde ich mich nicht streiten, ich hatte das in Zusammenhang mit Lebensfunken gemeint.
Ich weiß, dass es auf unserer Erde mehrmals ein großes Artensterben gab. Aber ich habe mir überlegt, dass vielleicht die Lebewesen (einschließlich Bakterien) die sterben, bzw. aussterben durch die Anzahl der Geburten und neuen Arten aufgehoben wird. Ich meine damit, dass nur um eine Zahl zu nennen, die Anzahl aller Lebewesen irgendwann bei 1 Mrd liegt und in etwa dabei bleibt.
Wie erklärst du dir denn, dass wir bis jetzt noch nicht meine mal meine geliebten Bakterien außerhalb unseres Planten entdeckt haben.
Ich glaube, dass liegt daran, dass wir entweder histerisch blind sind oder die Signale schon empfangen haben, aber nicht entschlüsseln können oder wir die technischen Möglichkeiten noch nicht haben.
Amalthea

hansi99
17.06.2005, 09:36
Hallo,
ich denke "Leben" ist universell und basiert auf der gleichen biologischen Grundlage. Schon auf der Erde sind die DNS aller Lebewesen sehr ähnlich und viele Bereiche der DNS sind uns unbekannt und haben keine erkennbare Funktion in der Replikation. Bereits geringe Variationen in der Lebensumgebung lassen aus der Hausmieze den Sebelzahntiger werden.
Das gilt auch für Tyranus Rex und was alles so ist und war.
Was passiert, wenn diese DNS auf einen anderen Planeten im lebenserhaltenden Bereich (Temperatur, Wasser usw.) trifft ?

Zur Komunikation: Wenn wir nichts hören, und es so viele Intelligenzen gibt, dann vielleicht auch möglich, dass es auch "Piraten" gibt, die alles eben für sich beanspruchen. Der Mensch handelt jedefalls so! Es kann besser sein, sich nicht zu erkennen zu geben. Aber es dauert doch ein wenig und unsere Signale haben es bisher nur ca. 80 Lichtjahre weit geracht und richtig starke Signale vielleicht erst 50 Jahre.

Andere Aspekte interessieren mich:

Was wollen wir von Ihnen oder die von uns ?

Amalthea
18.06.2005, 11:59
Hei Hansi 99,
nur ganz kurz (Montag habe ich mehr Zeit).
Wenn irdische DNS auf lebensfähige Umwelt trifft? Was glaubst du wohl? Die Evolution unseres Planeten beruht auf Fressen und Gefressen werden. Es kann dann nur einen geben, der übrig bleibt.
Kennst du schon die Theorie, dass Kometen mit ihrem gefrorenem Wasser auch DNS von einem Plantem zum anderem tragen?
Was ich will, weiß ich. Ich möchte einfach nur die Bestätigung für Außerirdisches Leben. Was andere wollen, weiß ich nicht.
Amalthea

deltre
04.07.2005, 15:07
Hi all


Was Kommunikation mit Verständnis der Kommunkatoren zu tun hat ist definitiv wichtiger als die Frage nach der Relevanz der Frage.

Interessantes Thema - Buchtip: Der Schwarm von Schätzing

I´ll be back

Amalthea
06.07.2005, 13:00
Hei Deltre,
ich habe kein Wort verstanden, was du meinst. Könntest du deine Sätze für Laien übersetzen?
Danke
Amalthea

deltre
06.07.2005, 15:38
Hi Amalthea
:rolleyes:

Was Kommunikation mit Verständnis der Kommunkatoren zu tun hat ist definitiv wichtiger als die Frage nach der Relevanz der Frage.

Mit dem "Verständnis der Kommunikatoren" ist die Verständnissfähigkeit derselben gemeint.
Die Möglichkeit der Kommunikation (Mensch/Tier bspw.) trifft noch keine Aussage über die Tiefe/Bandbeite des wechselseitigen Verständnisses. (Wenn die Katze zum Napf läuft wissen wir was sie will, wenn wir Socken aus der Schulade holen weiss die Katze ...?)

Auch spielt die zugebilligte Toleranz eine große Rolle. Je sicherer man sich selbst und seinem Verständnis/Routine ist, desto wahrscheinlicher wird ein einseitiges Unverständniss.

Hab dazu etwas im SETI thread (http://www.astronews.com/forum/showthread.php?p=2306#post2306)

Die Antwortüberschrift/Titel kannst Du lesen weil Du sicher selektieren kannst (selektive Wahrnehmung ist eine Routine). Kann man aber von anderen Intelligenzen nicht erwarten, da sie unsere Zeichensysteme kaum kennen werden.

Darus folgt: [kommunikationssatz intersystemisch eins] :)
Je unbekannter das andere "System" desto höher muss die Toleranz sein.

Die Relevanz von Verständnis kann gar nicht hoch genug geschätzt werden. Alles hängt davon ab, ob wir/andere verstehen wie das Universum funktioniert, wie wir tödliche Missverständnisse vermeiden, dass wir verstehen; die erhobene Hand ist ein Gruss, keine Drohung (oder andersherum).

Amalthea
20.07.2005, 14:35
Hei deltre,
um "je unbekannter das andere System, desto höher die Toleranz" mit einfachen Worten auzudrücken: man muss eine gemeinsame Basis erarbeiten und bei Fehlern nicht gleich die Waffen ziehen. Oder um ein Beispiel zu bringen: ich hebe ein Tasse und sage "Tee" und meine den Inhalt. Da mein Gegenüber aber meine Sprache oder sogar Kommunikationsform nicht versteht, könnte er "Tasse" oder "heiß" oder "rot" (Farbe der Tasse), oder falls er nonverbal kommuniziert "Angriff" verstehen (ich könnte ihm die Tasse ja auch ins Gesicht schleudern und das meine Gesten und Geräusche nur die Vorwarnung waren). Also muss er tolerant sein und das beste hoffen. Und ich kann mir überlegen, wie ich ihm klarmache, was ich meine.
Das ist es doch, worum es mir beim Ameisenproblem geht. Das vielleicht (falls es sie gibt) die Außerirdischen Intelligenzien schon Signale aussenden, wir sie aber, null Ahnung warum nicht, nicht empfangen, oder schlimmer, sie schon empfangen, aber nicht als solche erkennen.
Amalthea

MarcelHB
28.07.2005, 08:54
Hmm Ich hab hier in der Diskusion gelesen das ja Signale von der Erde es erst 80 Lj. oder vieleicht auch nur 50 Lj weitgebracht haben...Was ist wenn die schon jemand empfangen hat? z.B. Hitlers Radioansagen ans Volk vor über 60 jahren ? Ich glaub nicht das ich dann als Außeridischer,der möglicherweise die Mittel dazu hätte,Kontakt herstellen würde..

Ich denk mal selbst wenn es zu einem Erstkontakt mit einer Spezies kommt,die zumindest genauso Intelligent ist wie der Mensch...endet es sowieso in einer Katastrophe...He auf der Welt gibt es immernoch probleme mit der Integration von Ausländern/Menschen die eine andere Hautfarbe haben/oder eine andere Religion/oder eine andere Sexuelle Neigung... Wie will man dann mit einem Außeridischen umgehen der (spekulation..einfach irgendein beispiel...) grüne Haut hat und 3 Augen und nur 4 Finger ?...wenn der Mensch nicht mal mt seines gleichen umgehen kann?

Von daher denke ich mal,wenn ein Erstkontakt auf der Erde stattfinden würd...irgendwo in der Öffentlichkeit....das die erste Reaktion eines Menschen wäre...
a) In Panik zugeraten und zufliehen
b) In Panik zugeraten und gewalt anzuwenden

Von 100.000 Menschen würden wahrscheinlich nur ein kleiner bruchteil dort stehen bleiben und sagen "he cool...Hallo ich bin bla bla.."

Aber ich denk mal sowas kann man sowieso nicht vorraussehen..wie man sich da verhält...wer weiß...vieleicht hätte ich auch Angst und würd erstmal abhauen?

Bynaus
28.07.2005, 10:38
Hmm Ich hab hier in der Diskusion gelesen das ja Signale von der Erde es erst 80 Lj. oder vieleicht auch nur 50 Lj weitgebracht haben...Was ist wenn die schon jemand empfangen hat? z.B. Hitlers Radioansagen ans Volk vor über 60 jahren ? Ich glaub nicht das ich dann als Außeridischer,der möglicherweise die Mittel dazu hätte,Kontakt herstellen würde..

Die Radiosignale der Erde (zumindest die gewöhnlichen Fernsehsignale) kommen kaum weiter als 10 LJ - dann gehen sie im Hintergrundrauschen unter. Kein Ausserirdischer, der nicht eine Empfangsstation innerhalb von 10 LJ hat, wird uns je Hitlers Radioansagen unter die Nase reiben... ;)

Ich denke nicht, dass die Menschen im Grossen Stil in Panik geraten würden. Es wäre sicher einiges los, einige wären vielleicht von der physischen Erscheinung angewidert - aber gleich viele davon fasziniert. Ich bin mir sicher, dass am Ende die Neugier über die Panik überwiegen würde. Bis auf einige religiöse Extremisten würde wohl niemand zur Gewalt hetzen...

Spearmint
02.08.2005, 20:28
Ich muss DanGer recht geben. Prinzipiell werden alle intelligenten Zivilisationen die Regeln der Mathematik verstehen und diese auch in entsprechende Signale umzusetzen wissen. Welche ander Sprache wäre zum Begin einer Konversation besser geeignet als diese? Wir können getrost davon ausgehen das Ameisen zu solch einer Kommunikation nicht in der Lage sind. Signale, die in irgend einer Form ein mathematischen System als Grundlage haben, sollten von jeder Zivilisation- sofern sie denn in der Lage ist elektromagnetische Signale gleichwelcher Art zu empfangen und zu versenden- erkannt werden und könnten mit ebensolche beantwortet werden Unberücksichtigt bleibt hier natürlich die lange Übertragungsdauer der Signale aber eine Verständigung sollte grundsätzlich möglich sein

Spearmint
03.08.2005, 09:07
Hi Amalthea!
Ich bin mit deiner Art der Definition von Leben nicht ganz einverstanden, zumindest dann nicht wenn ich mir die Zukunft, oder zumindest das ansehe was in Zukunft theoretisch der fall sein könnte. Ich wähle hier bewusst ein Beispiel das nichts mit organischer Materie zu tun hat, wobei davon auszugehen ist, dass bei fortschreitender Forschung und Technologie es uns in nicht allzu ferner Zukunft möglich sein aus toter Materie auch lebendige Materie zu schaffen, sondern bleibe bei Computern. Sollte die Entwicklung von immer schnelleren Computern so weitergehen wie bisher (Murphys Gesetz) und wir dazu übergehen anstatt einem Prozessor mehrere (vielleicht einige Millionen) gleichzeitig (parallel) zu nutzen, Ähnlich wie unser Gehirn dies ja auch tut und eine intelligente (selbst lernende Software) zu integrieren dürfte der Schritt bis dahin, das eine solche Maschine ein Eigenes Bewusstsein entwickelt nicht mehr weit sein. Sicherlich ist dies im Augenblick noch reine Utopie, aber im Hinblick auf die begrenzte Zeit, die wir hier auf der Erde bleiben können bevor es uns hier zu heiß wird könnte man eines Tages gezwungen sein unsere biologische Lebensform (zumindest unser Bewusstsein) in solche künstliche Intelligenzen zu transferieren um sie auf lange interstellare Reisen zu schicken und uns ein neues zu Hause auf einem noch jungen Planeten zu sichern. Diese Maschinen hätten nun unser Bewusstsein, könnten weiter lernen und dieses Wissen später an andere weitergeben. Wäre man jetzt nicht spätestens jetzt an eine neue Grenze gestoßen wo man leben neu definiere müsste? Wir klammern uns zu sehr an dass was wir hier auf der Erde kennen und verlieren daher den Blick dafür, dass Leben in all seiner Vielfalt auch ganz anders aussehen könne als wir es uns vorstellen. Diese Maschinen wären in der Lage zu kommunizieren, eigene Gedanken zu entwickeln, wahrscheinlich auch Gefühle zu zeigen (prinzipiell funktioniert unser Gehirn auch nicht wesentlich anders als ein Computer und ist ebenfalls auf elektrische Signale angewiesen auf Neuronen und Synapsen...). Wäre nicht jetzt auch eine Art von intelligentem Leben entstanden? Vielleicht sogar Leben das dem unseren überlegen ist? Stellen wir vielleicht nur einen evolutionären Übergang von einer Lebensform auf organischer Basis zu einer anderen Lebensform auf technologischer Basis dar? Ich glaube, das diese Fragen durchaus Ihre Berechtigung haben, zumindest wenn wir über die nächsten 500 Jahre hinaus blicken.
Gruß Spearmint

Volker
07.08.2005, 00:20
Hallo Leute,

interessant, meine eigenen Reaktionen zu beobachten während ich eure Beiträge lese. Wie in einer echten Unterhaltung hätte ich mich da und dort am liebsten gleich eingemischt...

@spearmint
Diesem Gedanken mit Computerintelligenz/Bewusstsein bin ich jetzt schon öfter begegnet. Einige ernst zu nehmende Wissenschaftler scheinen fest davon auszugehen, dass wir Menschen nicht mehr lange „Herr im Haus“ sein werden. Wie du sagst, entwickeln sich Computer derart rasant weiter, dass – wann auch immer das sein wird – eine Änderung der Hierarchie kaum zu verhindern sein wird. Müssig die Frage, was dann passieren wird. Werden wir überflüssig (Terminator), nützliche Idioten (Matrix) oder sind die (der) Computer uns so unähnlich, dass für sie (ihn) tatsächlich eine echte Kooperation möglich ist?
Ob dann, wenn’s denn zu heiß wird, der Herr „Otto-Normalverbraucher“-Computer sich allerdings gefallen lassen wird, in seinem „Denkkasten“ Platz für ein menschliches Bewusstsein zu machen, halt ich mindestens für sehr fraglich!
Ich persönlich halte mich selbst da für sehr heikel. So fern sich da keiner unbemerkt und uneingeladen bei mir eingenistet hat :) wäre ich da doch äußerst zurückhaltend!!!

@amalthea und spearmint
Ich hab den Eindruck, dass ihr verschiedene Aspekte der selben Sache beleuchtet.
Man kann sicherlich davon ausgehen, dass zur Entwicklung von Technik nutzender Intelligenz, die eine Art von Kultur entwickelt, die Konkurrenz um Ressourcen notwendig ist.
Die Menschen konnten nicht anders, sie mussten Kultur entwickeln. Wir haben es getan, also hatten wir keine Wahl (die anderen sind untergegangen). Die Zwangsläufigkeit kultureller Entwicklung deutet darauf hin, dass es eine Gesetzmäßigkeit geben muss, die Konkurrenz = Aggressivität kanalisiert um mit fortschreitenden technischen Fähigkeiten (Selbstzerstörung usw.) die Selbsterhaltung zu ermöglichen. Es scheint wahrscheinlich, dass Kultur und Aggressivität eine gemeinsame Wurzel haben.
Und das würde dann nicht nur für uns Menschen gelten.
Weiter gehe ich davon aus, dass sich alle „Kulturbildner“-Rassen den selben Herausforderungen stellen müssen. Nach Erlangung der Herrschaft über einen Planeten kommt unweigerlich eine Verknappung der Ressourcen. Muss so sein, da kulturelle Fähigkeiten – wie alle anderen auch – erst ausgebildet werden, wenn sie notwendig geworden sind. Unsere kulturelle Fähigkeit der verspäteten Bedürfnisbefriedigung scheint sich gerade erst zu entwickeln. Bush und Kumpane zeigen, dass man heutzutage immer noch aus der Gier nach Öl, Kontrolle und Macht doch gern mal kurz die ganze Welt an der Nase herumführt und einen Krieg vom Zaun bricht.
Möglicherweise schreitet die Weiterentwicklung von Kultur und der damit verbundenen „Zähmung“ einer Spezies in einer Art Korridor mit der Entwicklung der technischen Fähigkeiten fort. Ist eine Spezies zu schnell mit der Technik und zu langsam mit der Kultur, rottet sie sich unweigerlich aus – Krieg und oder Umweltzerstörung.
Wäre nun eine Spezies so weit entwickelt, dass sie die Kommunikationsverhinderer interstellare Entfernung / Lichtgeschwindigkeit überwinden kann, wäre sie nicht mehr gefährlich, sondern weise. Notwendiger-weise.

Eine Spezies, die für uns gefährlich ist, will uns ans Leder. Warum?
Wir haben was, das die Mühe lohnt, sich auf den weiten Weg zu uns zu machen.
Mehrere Möglichkeiten:
Lebensraum auf ner tollen blauen Kugel – oder
Wasser – oder
Bodenschätze – oder
Unsere Ameisen?

Kurz: Ressourcen!

Was müssten die können, bis sie bei uns sind?
Uns finden! Und wissen, dass wir so was tolles haben. Und sie müssten uns erreichen wollen, seit wir uns zu erkennen gegeben haben. Also SEHR, SEHR, SEHR, SEHR schnell reisen können.
Warum das?
Ganz einfach:
Außer uns Menschen gibt es unterwegs alles andere im Überfluss!!!
Wenn wir sehen, wie lange unsere blaue Kugel schon so schön blau ist, und wie kurz unsere Anwesenheit hier als technische Zivilisation von Außen bemerkbar gewesen sein könnte (seit Abstrahlung der Radiowellen im letzten Jahrhundert) können wir uns vorstellen, wie viele tolle blaue Kugeln auf eine „Menschenwelt“ kommen müssen. Ich bin kein Mathematiker – aber Hunderttausende sind´s bestimmt.
Also halten wir fest. Die finden unterwegs Planeten bzw. Asteroiden irgendwelcher Art für Mineralien. Die finden Wasser unterwegs – in gigantischen Mengen (Kometen, Monde usw.). Und eines ist sicher. Bevor die auf uns Menschen treffen – entfernungstechnisch gesehen – treffen die GANZ SICHER auf so was wie Ameisen! Die gibt’s nämlich schon VIIIEEEL länger als uns technische Menschen.
Wenn ich mich als Alien also auf den Weg mache, um Ressourcen zu kriegen, werde ich keine Gegend raussuchen, bei der sich einer beschwert. Oder schon so viel schöne Mineralien versaut hat. Oder wo ich die schonen Sachen erst noch die Schwerkraftsenke hoch schleppen muss. So ein kleiner knackiger Asteroid voll Eisen (oder was auch immer) schimpft nicht, schmeißt nicht mit Steinen und hat keine zu große Masse = Schwerkraft.

Wenn einer also zu uns kommen wollte, müsste es für den schon um den Menschen als solchen gehen. Und das kann er nur durch Kooperation mit uns kriegen. Will der Kooperation mit uns haben, muss er mit uns kommunizieren. Da er seinen 1. Lehrsatz auch gelernt hat, wird er seine Toleranz GANZ VOLL aufdrehen. Und, damit er nicht mit runter gelassenen Hosen erwischt wird, wird er uns genau kennen wollen BEVOR er uns das erste Mal begegnet. Peng! Da stehn WIR nun mit runter gelassenen Hosen! Wer will schon mit SO einem Nachbarn Kontakt haben???
Wer Freunde hat, wie die Menschheit zur Zeit, der braucht keinen Feind!
Das wissen doch sogar wir selbst. Ich wette irgendwo da draußen hängen rießig große Schilder:
„Achtung, betreten auf eigene Gefahr! Muss noch lange Zeit Kultur entwickeln! Kinderstube Phase 1!“

Wahrscheinlich sind es unsere Kinder, die Computer, die den ersten Kontakt herstellen werden. Vielleicht haben wir Glück und uns gibt´s dann noch...

Herzliche Grüße von Volker

Sanctitas
11.08.2005, 14:25
Hallo,

Auch ich möchte einmal meine Gedanken hier zum besten geben.

Zunächst einmal glaube ich schon, dass es außerirdisches Leben gibt. Alle bisherigen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse lassen für mich den Schluss zu, dass Leben an sich nichts Besonderes ist. Man braucht bestimmte Bedingungen, damit Leben entstehen kann. Aber die Anzahl der Chancen im sichtbaren Universum ist extrem hoch.

Viel wichtiger ist die Frage, ob wir dieses Leben entdecken.

Wie lange gibt es Leben auf der Erde? Etwa 3 Milliarden Jahre.
Wie lange gibt es die Spezies Mensch? Etwa 2 Millionen Jahre.
Wie lange kann der Mensch mit elektromagnetischen Wellen hantieren? Etwa 100 Jahre.

Sauerstoff ist auch kein tolles Indiz. Für die anfänglichen Schwefelatmer war Sauerstoff pures Gift.

Die Evolution auf der Erde kann schon in wenigen 100.000 Jahren die Menschheit vom Planeten getilgt haben.

Woran soll ich mich als Außerirdischer halten, wenn ich uns finden will?
Ein Zeitfenster von wenigen Jahrhunderten wahrnehmen?
Auf welche Atmosphärenbestandteile achten?

Würden Menschen Leben überhaupt erkennen, wenn es ihnen begegnet?
Organische Kohlenstoffverbindungen sind auf der Erde ein Indiz.
Aber Erdöl ist z.B. nicht besonders lebendig.
Viele Bakterien haben z.B. Siliziumverbindungen, insbesondere die besonders alten.

Was wissen wir über das Leben hier auf der Erde?
Unsere Erkenntnisse über das Leben im Meer enden in etwa 300 Metern Tiefe,
obwohl das Meer der wesentliche Lebensraum dieses Planeten ist.

Offensichtlich leben Quallen (nur so zum Beispiel). Aber im Ernst: Würde George W. Bush Quallen um Rat fragen? *rofl*

Was ist Intelligenz? Wege gefunden zu haben, den kollektiven Selbstmord kostengünstiger zu machen (vgl. Neutronenbombe), aber keine Idee zu haben, wie man hungernden Kindern Lebensmittel gibt, die 2000 km entfernt per EU-Verordnung vernichtet werden?

Ich bin,
Sanctitas =:]

Amalthea
16.08.2005, 13:56
Hei Spearmint,
erstmal entschuldige ich mich, dass ich so lange nicht geantwortet habe. Aber ich war in Urlaub und jetzt ist auch mein Sohn wieder da, so dass ich nicht mehr ständig ins Internet Cafe kann.
Was die neue Definition von Leben angeht hast du sicherlich Recht. Man muss darüber nachdenken, Leben neu zu definieren. Aber dabei handelt es sich um künstliches Leben. Was ich meine, ist Leben, was sich, wie bei uns, auf einen Planeten entwickelt hat. Ich wäre ja schon überglücklich über eine Bakterie. Die sollte aber nicht auf unseren Planeten kommen, wir haben jetzt schon genügend Probleme mit irdischen Bakterien (Antibiotika Resistenz). Wie würden sich dann außerirdische Bakterien verhalten?

Gruß
Amalthea

Amalthea
16.08.2005, 14:04
Hallo Sanctitas,
das ist doch genau das Thema dieses Threads (toll, ich habe ein neues Wort gelernt). Es geht hier doch darum, wie wir außerirdische Intelligenz erkennen können, und wie wir uns ihnen als intelligente Spezies zeigen.
Was Quallen angeht, haben sie die Möglichkeit, die nächsten "Menschen"
zu werden, indem sie die dominierende Spezies werden. Oder Tintenfische. Was Busch angeht, so finde ich, dass er auf Grund seines Verhaltens schon heute Quallen als Berater hat. :D
Gruß
Amalthea

Amalthea
16.08.2005, 14:06
Hei Volker,
was dich angeht, muss ich noch über eine Antwort nachdenken. Aber ich denke, ich stimme dir größtenteils zu.

Viele Grüße
Amalthea

deltre
16.08.2005, 15:37
@ Amalthea


Stellt euch vor, ihr wärt eine Ameise, die von sich denkt, dass sie hochintelligent und Beherrscher der Welt wäre. Jetzt stellt diese Ameise fest, dass sie nicht allein ist.

Als „Beherrscher der Welt“, hält sie sich naturgegeben für die überlegene Spezies,
sonst existierte dieses Selbstbild nicht.


Wie soll sie die anderen Lebewesen als solche erkennen und sich ihnen als intelligent bemerkbar machen?

Andere intelligente Lebewesen zu erkennen wird wahrscheinlich nur durch deren Auswirkung
auf die erlebte Umwelt möglich sein.

Bemerkbar machen? Wird eine intelligente Ameise es wünschen bemerkt zu werden? Als Herrscher
der Welt fehlt es ihr an nichts. Ist perfekt in die natürlichen Kreisläufe eingebunden.
Speziell als "Schwarmintelligenz" (Was könnte sie sonst sein) ficht sie auch der Tod 1000er Völker nicht an.


Das geht doch nur, indem sie lernt so zu denken, wie diese Lebewesen denken und auf ihre Art, nicht nach Ameisenart, ihre Ameisenintelligenz beweist.

Die Loslösung des Denkens vom eigenen erlebten ist eine hohe Abstraktion die selbst den intelligentesten der
intelligentesten Art (Mensch :confused: ) nicht gelingt.


Vor dem selben Problem stehen wir, wenn wir nach Ausserirdischen suchen. Wenn ich mir eine Ameise betrachte, die soviel kleiner ist als ich, dann stelle ich mir folgende Fragen: Wenn sie auf mir rumklettert, wie unterscheidet sie mich von einem Stein und wieso fühlt sie sich angegriffen und beisst mich?
Ich denke, dass es auf unsererm Planeten noch viel mehr ähnliche Beispiele gibt. Wir sollten aus ihnen lernen.

Denke ich auch

Amalthea
23.08.2005, 15:21
Hei Volker,
du hast soviel geschrieben und es stimmt größtenteils mit meinen Ideen überein, dass ich nicht mehr viel dazuschreiben kann. Das einzige was mir aufgefallen ist, dass du denkst, dass Aggresivität sich mit der Kultur entwickelt. Ich bin aber der Meinung, dass die Agressivität sich schon von Anfang an entwickelt hat. In dem Moment, wo die erste Bakterie eine andere gefressen um selbst zu überleben, ist schon die Aggresivität aufgetaucht. Sie liegt in unseren Genen. Das soll aber keine Entschuldung dafür sein, dass wir uns so mies auf unserem Planeten benehmen. Wir sind erkenntnisfähig und könnten anders leben. Es gibt auch kleine Tropfen auf den heißen Stein, die so sind.

Gruß
Amalthea

Amalthea
23.08.2005, 15:25
Hei deltre,

um auf die Ameise zurückzukommen, auch wenn sie perfekt an ihre Umwelt angepasst ist, möchte sie sich vielleicht mit anderen vergleichen oder sich austauschen. Oder, wenn es eine perverse Ameise ist, braucht sie einen Gegner, damit sie bei einem fehlendem Gegner nicht auf sich selbst losgeht.
Oder sie muss sich einfach entfalten, weil es immer hinter dem Zaun grüner ist, als in dem Bereich, wo man grast.

Amalthea

Volker
24.08.2005, 13:05
Mißverständnis.
Ich halte Aggressivität für ein Ergebnis des Selektionsdruckes. Schlichte Überlebensausrüstung. Die Großen, Starken fressen die Kleineren, Schwächeren. Ich denke, Kulturentwicklung muss geschehen, wenn dieser Aggressive dann anfängt, Technik zu entwickeln.
Wenn Aggressivität und Egoismus nicht von Kultur an den Zügel genommen wird, bringt sich die unkultivierte aggressive Spezies um.

Herzliche Grüße von Volker

Amalthea
24.08.2005, 16:04
Hei Volker,
beim ersten Teil stimme ich dir zu.
Aber wie unserer lange und unrühmliche Geschichte zeigt, wird unsere Aggresivtät nicht durch Kulturfertigkeiten gemildert. Ganz im Gegenteil. Schau dir mal viele der ursprünglichen Religionen an, bei vielen gibt es Menschenopfer, nur um die stärksten Auswirkungen zu nennen.

Gruß Amalthea

Volker
25.08.2005, 00:32
denk doch einfach z.B. daran, was sich in Mitteleuropa verändert hat. Nicht nur aus ökonomischen Zielsetzungen heraus.
Ich glaube fest daran, dass durch den Brand eines Übels die Medizin der Heilung hervorgebracht wird.
Wieviel Blut wurde in den Jahrhunderten vergossen zwischen (geographisch gesehen) Schottland und Italien. Auch schon vor den Weltkriegen.
Ich glaube nicht, dass heute nochmals eine Situation entsteht, in der ein französischer Soldat auf offiziellen Befehl hin auf einen deutschen Soldaten schiessen wird.
Wir haben auf friedlichem Weg eine Wiedervereinigung Deutschlands geschafft. Ehrlich gesagt, hat in meiner Altersgruppe keiner ernsthaft daran geglaubt. Wir hatten damals nur Angst vor den Atombomben (2. Nachrüstungsbeschluss usw.).

Bis jetzt konnten wir (als Menschheit) doch zumindest so gut mit Kernwaffen und Biowaffen umgehen, dass wir überlebt haben.

Ich bin nun GAR kein Trekkie - aber ich glaube fest daran, dass wir diese gesellschaftlichen Tugenden allmählich erreichen werden.

Die Alternative zur Kultur (nicht Theaterspiel oder irgendeine Religion) ist Selbstauslöschung.

Und ich bin ebenfalls überzeugt, dass genau diese Weiterentwicklung von Kultur jede technisch orientierten Zivilisation bewältigen muss.

Hat sie (eben eine dieser Zivilisationen) das geschafft, so weiß sie, wie gefährlich Zivilisationen sind, die noch nicht das selbe technische Niveau erreicht haben. Denn ohne Not keine Kultur. Klappts nicht, löscht eine technische Zivilisation nur sich selbst aus.

Jetz hau ich in Sack...
Kaputt..

Grüße Volker...

Spearmint
25.08.2005, 13:53
Hallo Volker!
Ich glaube zwar auch, dass es nicht mehr so einfach sein wird Menschen in Mitteleuropa gegeneinander aufzuhetzen und in den Krieg zu führen, wie das im letzten Jahrhundert der Fall war, dennoch bin ich nicht ganz so optimistisch wie Du. Der Krieg im ehemaligen Jugoslawien ist ja auch noch nicht lange her, wobei dort natürlich auch die besonderen Umstände zu berücksichtigen sind. Ich traue am wenigsten unseren Wirtschaftsystemen, die Länder (im Zweifel auch Industrieländer) sehr schnell in große Schwierigkeiten bringen können. Beispielsweise ist eine Wirtschaftspolitik, die ausschließlich auf reines Wachstum ausgelegt ist, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, nicht dazu geeignet unseren Wohlstand dauerhaft zu garantieren. Die Grenzen des Wachstums liegen definitiv in den Ressourcen der Umwelt aber auch in der Marktsättigung bedingt durch Einkommensgrenzen. Ein Rückgang des Wohlstandes und Armut der Massen (wobei das natürlich relativ zu sehen ist) bildet einen guten Nährboden für Radikale jeder Couleur. Ich glaube, was uns Menschen fehlt ist eine generell andere Philosophie, wie wir zukünftig Wohlstand anders verteilen. Leider sieht es mir Augenblick nicht danach aus als ob jemand Konzepte zu bieten hat, die wirklich in die Zukunft weisen. Wenn die Schere zwischen Reichtum und Armut zu weit auseinander geht –hier spreche ich von Massenarmut- fürchte ich, dass wieder einmal die Gespenster der Vergangenheit auftauchen und ihre Parolen brüllen. Wenn der Mensch dauerhaft diesen Planeten beherrschen will, muss langfristig eine Philosophie her, die allen dient. Ich glaube dass hier noch sehr viel Arbeit vor uns liegt.

Amalthea
25.08.2005, 15:04
Hei Volker,
ich stimme Spearmint, was seine pessimistische Ansicht über unsere Zukunft anbelangt, zu.
Leider bin ich der Meinung, dass unser Reichtum und unsere Zivilisation auf den Tränen und dem Schweiss der Kolonien begründet ist und heute noch viel getan wird, um diesen Status Quo zu erhalten. Wir müssen einfach Bauern in Afrika unter ihrem Existensminimum für z. b. Kaffee auszahlen, damit hier günstig Kaffee angeboten wird. Und so geht es durch die ganze Weltwirtschaft. Ohne die Unterdrückung der Drittwelt länder keinen Fortschritt bei uns. Was glaubst du denn warum die Amerikaner Krieg im Irak führen? Es geht ums Öl, Amerikaner sind die größten Energieverschwender der Industrienationen. Sie hätten ja auch schon in Jugoslawien für Ruhe und Ordnung sorgen können. Und haben sie dass? Nein, dort fand und findet ein hässlicher Krieg statt. So geht es überall auf der Welt. Ehrlich gesagt, habe ich auch Angst, dass die Armutsschere einmal soweit auseinander klafft, dass die Drittweltler nicht anders können, als uns anzugreifen, einfach nur um zu überleben. Sie haben ja schlieslich auch Fernsehen und bekommen täglich zu sehen, wie gut es uns geht. Außerdem nimmt die Bevölkerung in den Industriestaaten ab und in den Armen Ländern zu. Aber ich will fair sein. Es gibt überall Ansätze, etwas an dieser Situation zu änderen. Z. B. gibt es bei uns GEPA, die den Bauern faire Preise zahlt. Dafür sind ihre Produkte auch teurer. Was mich aber persönlich am tiefsten beeindruckt hat, ist der Weltjugendtag. Ich bin keine Katholiken, aber das friedlich Zusammenkommen sovieler Nationen hat mir gezeigt, dass es auch anders geht. Ich war zwar nicht Köln (Ich stehe nicht gerade zerquetscht zu werden), aber es war toll hier in Wuppertal auch fahnenschwingende Gruppen Jugendlicher zu sehen.
Wir dürfen nicht vergessen, dass es uns hier in Deutschland trotz des ständigen Gejammers richtig gut geht und das nicht nur wir Probleme haben, sondern die anderen Staaten auch.
Aber zurück zum Thema, wie man sich Außerirdischen Intelligenzien bemerkbar macht. In einem Bericht wurde gesagt, dass ab sofort keine mathematischen Signale mehr geschickt werden, sondern den ET´s erklärt werden soll, was Menschen sind (dabei gibt es soviele Definitionen, was "Mensch" bedeutet). Sie machen das mit einer besonderen Zahlenreihe:
1 2 3 5 8 13 21 ... . Dabei werden die ersten Zahlen miteinander addiert und ergeben die dritte Zahl usw. (1+2=3; 2+3=5; 3+5=8; 5+8=13; 8+13=21 ...).

Liebe Grüße
Amalthea

Volker
25.08.2005, 17:20
@Amalthea
@Spearmint

ihr rennt bei mir offene Türen ein. Längere Zeit hab ich fairKaffee gekauft. Aber mit der Zeit wurde mir der so zuwider - da stimmt die Qualität nicht.
Wir hatten - so hörte ich - 1989 angeblich eine kurze Phase, in der kein bewaffneter Konflikt ausgetragen wurde.
Das Pendel bewegt sich ständig.
Wir Verbraucher haben das in der Hand. Siehe Shell mit dieser Ölplattformgeschichte.
Übrigens ist gerade Pessimismus ein Bestandteil dieser Unterdrückungsmaschinerie. Wir glauben nicht an unsere Kraft ... hat eh keinen Zweck ... :(
...
Nicht ein aktiver dennoch ein passiver Anteil.

Und ganz ehrlich - ich geh lieber etwas optimistischer zu Grunde, dann hats vorher zumindest mehr Spass gemacht. ;)

Irgendwann spricht es sich überall rum, dass die Reichen noch viel reicher werden, wenn auch die Armen Geld haben (Beispiel Bill Gates).

Auch da können wir nur als Konsumenten durch kluges Einkaufen was ändern.

WENN wir denn da gerade beim Thema sind - - -
Wer kennt ausem Stand Infomöglichkeiten über Produkte aus Kooperativen usw. über Kinderproduziertes und so, dass das kluge Einkaufen nicht grad zur Doktorarbeit wird. So ne Art Fiebel für den Heimwerker-Selbst-Weltverbesserer...
Ohne dass ich arm werd für ne runzlige Gummimöhre...
Gibts n Netzwerk für so was??? :confused:

Wie immer - Grüße ersma
Volker

Spearmint
25.08.2005, 19:31
@Amalthea
@Volker
Ich wollte nicht wirklich pessimistisch klingen. Ich glaube schon das wir sehr realistische Chancen haben, dass wir unsere Dinge in den Griff bekommen, aber mit Geiz ist Geil kommen wir nicht weiter. Ganz im Ernst, dass wir keine paradiesischen Zustände herstellen können wie sich das vielleicht Rousseau vorgestellt hat ist schon klar. Dennoch, ein „weiter so“ kann es auch nicht sein sonst verspielen wir die Chance auf eine vielleicht großartige Zukunft als wirklich intelligente Wesen, die wirklich aus Fehlern lernen können. Es geht mir auch nicht darum alle gleich zu machen, auch dass ist sicher keine Lösung. Dennoch muss bei schwindendem Wohlstand der Masse ein gewisser Ausgleich her. Ich bin selbst Arbeitgeber und von daher wahrscheinlich unverdächtig kommunistische Züge zu zeigen. Als Unternehmer ist mir aber eines klar: Ich kann nur dann meine Produkte and den Mann / Frau bringen, wenn das Vermögen insgesamt so verteilt ist, das auch noch etwas zum zusätzlichen Ausgeben zur Verfügung steht. Also noch einmal, ich bin nicht pessimistisch, aber ein paar Änderungen sollten uns intelligenten Wesen schon einfallen. Patentlösungen habe ich leider auch keine zu bieten.
Gruß an Euch
Spearmint

Volker
25.08.2005, 23:44
@Spearmint

Gestartet haben wir mit der Frage von Amalthea, ob wir Menschen denn tatsächlich die Chance haben, außerirdische Intelligenzen überhaupt wahrzunehmen und dann auch mit ihnen kommunizieren zu können.
Zwischengelandet sind wir bei uns und der Wahrnehmung der (Menscheits-)eigenen Unzulänglichkeiten. Aber wir sind nicht die Einzigen, die diese Art Unbehagen verspüren. Wie oben erwähnt - Shell hats gespürt.

Interessant für eine Weiterentwicklung der kulturellen Fähigkeiten der Menscheit scheint mir die Frage, warum sie immer diese Wege geht.
Dabei geht mir der Gedanke durch den Kopf, dass es bei dieser tödlichen Spezies nur den Weg der kontrollierten Betrügerei geben könnte.
Alle machen allen was vor um ihren kleinen (oder großen) Gewinn zu schützen. Um sich einen kleinen Vorteil zu sichern. Wir verbergen uns voreinander, weil wir weder uns selbst, noch unsere Wahrheiten sehen oder zeigen wollen.
Wir (nicht unbedingt immer und nicht unbedingt immer jeder Einzelne) begnügen uns mit Instants und Placebos an Geschäften, Kontakten und Erfahrung, weil wir nicht so gern auf unseren eigenen Kern schauen. Wir könnten entdecken, dass wir unseren eigenen Maßstäben nicht genügen.
Beispiel
Arbeitnehmer A geht zum Saturn oder Media Markt (austauschbar) - die "ich bin doch nicht blöd"s und die "Geiz ist geil"s - um den Fernseher zwanzig EURO billiger zu kriegen. (Genau diese großen Fische haben unzähligen kleinen Radio- und Fernsehgeschäften mit zehn mal mehr Arbeitnehmern das Genick gebrochen.)
Am nächsten Tag stimmt er bei der Urabstimmung für Streik um mit Hilfe der Gewerkschaft doch noch zwei Prozent mehr Lohnerhöhung aus dem Arbeitgeber zu quetschen. Dabei will er gar nicht wissen, wie die Preisverhandlungen des Arbeitgebers bei dessen Kunden ablaufen. Dass der sich zunehmend einer immer härteren Konkurrenz beim Preiskampf stellen muss. Dass es möglicherweise einer Umsatzsteigerung von 20% bedarf, um die zwei Prozent höhere Lohnerhöhung bei null Prozent mehr Gewinn fürs Unternehmen zu finanzieren.
Oder der Dienstleistungsbetrieb, der möglicherweise am Entsendegesetz vorbei seine Leute allmählich gegen Ausländer, die für einen Hungerlohn arbeiten, austauscht um entweder zu überleben oder sich die Taschen noch mehr voll zu stopfen.
Ich hab sehr viel mit Unternehmern zu tun. Ich treff da alle möglichen Kandidaten.

Ich glaub tatsächlich, dass wir nur als Konsumenten was ändern können.

Gemeinsam sind wir nicht die Kleinen, sondern tatsächlich "das Ende der Nahrungskette". Wenn wir bestimmte Sachen und Entwicklungen nicht mitmachen, wird sich das Verhalten der großen Fische etwas verändern.

Das menschliche Verhalten und die menschlichen selbstregulierenden Ordnungssysteme folgen eindeutig dem Prinzip der natürlichen Evolution und der Physik.
Die Wirtschaft folgt dem Gesetz des Dschungels und die Wertschöpfungskreisläufe folgen dem physikalischen Prinzip, dass ein Gefälle ausgeglichen wird.
Die entwickelten Nationen werden auf lange Sicht so lange ärmer, bis sie freiwillig ihren Reichtum teilen.
Die Ärmeren sind die Billigeren. Nicht morgen aber in nicht allzu ferner Zukunft holen uns mindesten China und Indien ein. Heut noch Ramsch und billig - übermorgen mit achtbarer Qualität.
Japan hats vorgemacht. Erst haben sie uns das Fürchten gelehrt, heute haben sie die Billigkonkurrenz selber am Hals. Dieses Rad wird sich weiter drehen.
Was die Energiekosten-Thematik anbetrifft, bin ich zuversichtlich, dass uns da immer mehr einfallen wird. Demographie ist ein viel virulenteres Problem in meinen Augen. Indien holt China immer mehr ein - irgendwann gibts mehr Inder als Chinesen und in anderen Teilen der Welt geht auch rasant aufwärts mit der Bevölkerung.

Der Schlüssel scheint mir im Einsatz unserer Intelligenz als Verbraucher zu liegen. Am intelligenten Einsatz von Ressourcen.
Beispiel - Arme-Leute-Bank in Bangladesh. Die schaffen bescheidenen Wohlstand mit Minikrediten. Gigantisch erfogreich. Und setzt die ungerechten Strukturen immer ein bißchen mehr außer Kraft.

So - fertich - genug für diesmal

Herzliche Grüße
Volker

Spearmint
27.08.2005, 18:21
Ich gebe Dir in fast allen Punkten Recht Volker. Nur wenn wir Verbraucher etwas ändern sollen, muss sich grundsätzlich etwas verändern. Ich glaube fast Du erwartest etwas zu viel von unserem Durchschnittsbürger. Was wissen die meisten Menschen von wirtschaftlichen Zusammenhängen, ich meine im Detail! Du hast es ja sehr nett beschrieben, meine Worte dazu sind immer, solange der Mensch als Arbeitnehmer unterwegs ist, kenn er in Sachen Forderungen nur bedingt Grenzen. Hängt er aber den Arbeitskittel an den Haken und geht nach getaner Arbeit nach Hause, ist er plötzlich Unternehmer, er kauft dort ein wo es am billigsten ist ohne zu fragen wie ein solch hochwertiges Produkt denn so preiswert hergestellt werden kann. Mit Sicherheit stehen den Menschen, die ein solches Produkt für einen solchen Preis herstellen können, nicht unsere Sozialsysteme zur Verfügung. Doch wen kümmert’s, Hauptsache ne Mark gespart. Wie sollen Menschen sich auch für wirtschaftliche oder wissenschaftliche Themen interessiere, solange in unseren Schulen kein größerer Wert darauf gelegt wird und solange der Durchschnittsbürger mit nachmittäglichen Talkshows untersten Niveaus belegt wird. Mir kommt es vor als ob System dahinter wäre. Brot und Spiele hatten wir auch schon einmal. Wären unsere Kinder besser ausgebildet, würden sie sich nicht so leicht etwas vormachen lassen von unseren Politikern. Es ist Zeit das ein Ruck durch unsere Gesellschaft geht und wirklich etwas verändert wird.
Ein freundlicher Gruß wie immer!
Spearmint

Volker
29.08.2005, 13:01
Punkt eins:
Volltreffer!!!
Ich geb dir aus tiefster Überzeugung recht.

Punkt zwei:
Damit werden wir zu Verschwörungstheoretikern!!!


Viele Menschen - vor allem die, mit hohem Bildungsniveau, haben wahnsinnig Angst davor, hinter Mißständen System zu erblicken. Gerade dann, wenn diese vor der eigenen Haustüre (soll heißen "hier in diesem unserem Lande") auftreten.

Vor einiger Zeit hab ich mal einen Versuchsballon gestartet, nur um zu sehen, ob einer mehr wissen will.
Auf diesem "Auge" sind alle hier an der Diskussion Beteiligten blind.
Ist auch klar. Wer gewohnt ist, zu sehen und dann auch zu handeln, der kriegt ne Menge Frust, wenn er sieht, dass handeln entweder nicht funktioniert, oder (in welcher Form auch immer) gefährlich wird.

Doch ich glaube, manche Ansichten könnten einen hier schon auch zum Pariah machen...

Herzliche Grüße
Volker

Spearmint
31.08.2005, 08:35
Sorry Volker!
Ich hatte wegen unseres gemeinsamen "Freundes" zu sehr Augenmerk auf die andere Debatte gelegt, daher kommt meine Antwort sehr spät. Nun, ich gebe zu, auf diese Form und Art von „Verschwörungstheoretikern“ ;) wie Du sie hier beschrieben hast und dass wir zu diesen gehören, bin ich noch nicht gekommen. Hoffentlich wirft man uns das nicht an anderer Stelle wieder vor! :D
Gruß Spearmint

Aurora
16.09.2005, 15:09
Hallo Zusammen,

bin neu hier, gestattet mir also, beim Urschleim anzufangen.
Ich denke, ich verstehe, was Amalthea mit dem Ameisenproblem meint, bin aber auch der Meinung, dass wir diesem Stadium durchaus entwachsen sind.
Zumindest sind wir in der Lage Signale von ihrem Ursprung her als natürlich oder künstlich einzuordnen, auch wenn es uns noch nicht gelingt, diese zu decodieren.
Ein künstliches Signal wird eine ganz andere Charakteristik haben, als ein natürliches. Sofern es sich um Signal, basierend auf elektromagnetischen Wellen handelt, wird es auf einer ganz bestimmten universellen bandbreite abgestrahlt werden, damit es sich vom Hintergrundrauschen unterscheidet und es wird in einer ganz bestimmten Art und Weise moduliert sein - sich also von natürlichen Radioquellen unterscheiden.
Vor Jahren gab es ja schon mal einen solchen Fall, bekannt als das "wow-Signal". Das Problem lag ja wohl darin, dass sich dieses Signal nicht wiederholte.
Soweit so gut. Können wir also ein empfangenes Signal als künstlich einstufen, liegt der Schluss nahe, dass es sich beim Absender nur um eine außerirdische Zivilisation handelt, die mindestens den gleichen technischen Stand erreicht hat wie wir. Dabei ist es erst einmal unerheblich, ob wir das Signal rein zufällig aufgefangen haben oder ob wir die tatsächlichen Adressaten sind. Sind wir diese, wird der Absender den Schlüssel für die Decodierung mitliefern, ähnlich wie wir es bei der Pioneer-Plakette getan haben.
Nun - die alleinige Tatsache des Empfangs eines außerirdischen Signals, welches vielleicht hunderte von LY unterwegs war und nur ein "Beweis" für die Existenz mindestens einer weiteren intelligenten Spezies darstellt, dürfte weder Panik noch Euphorie auslösen. Wird im Gegenteil von der Masse der Desinteressierten gar nicht registriert. Dennoch würde es IMHO schon eine Art ersten Kontakt darstellen.

Gruß Aurora

Solitaire
26.09.2005, 10:31
Hallo,
auf die Gefahr hin, dass wir völlig vom Thema abkommen.
Es gibt genug Baller- und Horrorfilme, die das Interesse und die völlig unbegründete (?) Angst von ausserirdischen wach halten.
Alles was von Draussen kommt ist gefährlich und böse.
Die Medien und die Blätter mit den grossen Buchstaben werden schon dafür sorgen, dass die Massen sofort nach Aufrüstung schreiben, auch wenn das Signal nachweislich 50.000Jahre unterwegs war.

Letztendlich wäre das Auffangen einen künstlichen Signals ein grosser Triumpf.
Der Beweis,d ass es noch andere intelligtente Wesen im All gibt.
Allerdimngs denke ich daran, dass es auch genug Zivilisationen geben könnte, die kein Interesse an der Weltraumforschung haben, und so also nicht entdeckt werden.

Gruß, Solitaire

Aurora
29.09.2005, 09:59
Es gibt genug Baller- und Horrorfilme, die das Interesse und die völlig unbegründete (?) Angst von ausserirdischen wach halten.
Alles was von Draussen kommt ist gefährlich und böse.

Nun, da geht es wohl mehr um Besucherzahlen, die Leute wollen Action sehen, sich gruseln. Mit einem Film auf der fiktive Besucher als vorsichtig und zurückhaltend einstuft, wird kaum einer hinter dem Ofen hervorgelockt.
Selbst bei StarTrek mit seiner Föderation gibt es immer die Bösen gegen die man dann gemeinsam vorgeht.


Die Medien und die Blätter mit den grossen Buchstaben werden schon dafür sorgen, dass die Massen sofort nach Aufrüstung schreiben, auch wenn das Signal nachweislich 50.000Jahre unterwegs war.

Diese Art Aufmachung wird man wohl eher in der Boulevardpresse finden. Alle Anderen werden wohl mit solch einer Nachricht seriöser umgehen.
Aber gut, die menschliche Dummheit wird u.U. einige Blüten treiben, die aber spätestens bei der nächsten reisserischen Aufmachung verblassen. Aus einer einfachen Mitteilung über eine empfangenes Signal lässt sich nicht wochelang herumreiten.


Letztendlich wäre das Auffangen einen künstlichen Signals ein grosser Triumpf.
Der Beweis,d ass es noch andere intelligtente Wesen im All gibt.
Allerdimngs denke ich daran, dass es auch genug Zivilisationen geben könnte, die kein Interesse an der Weltraumforschung haben, und so also nicht entdeckt werden.

Der Möglichkeiten gibt es viele. Ich denke darum ist es so schwierig überhaupt ein Signal zu finden. Da wären: kein Interesse, weil anderer Entwicklungsweg; jüngere Zivilisation, die den notwendigen technischen Stand noch nicht erreicht hat; Zivilisation, die sich selbst nur auf horchen und suchen beschränkt; wesentlich weiter entwickelt und mit unseren derzeitigen technischen Möglichkeiten nicht zu identifizieren bzw überhaupt zu bemerken etcpp.

Gruß Aurora