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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Haben Tiere mehr als die uns bekannten Sinne?



Toni
24.05.2007, 16:15
Hallöchen!

Vor kurzem bin ich in einem der Threads über eine Aussage von „Henri“ gestolpert, die mich zum Nachdenken bewegte. Es hat zwar nichts mit Astrophysik im engeren Sinne zu tun, aber deswegen setze ich es ja auch ins Unterforum „Über den Tellerrand“ ;) .



Vor einem Erdbeben haben einige Tierarten funktionierende Biosensoren, die dahingehend warnen, daß ein Ereignis negativer Art ansteht. Es ist IMMER eine Frage der Sensoren bzw. Meßtechnik. Auch einige Menschen können Ereignisse "sehen", bevor sie tatsächlich geschehen. Das ist so klar wie nur irgendwas.

Und einige Tierarten und auch einige Menschen können die zuerst eintreffenden Teilsignale eben besser messen, als die "Allgemeinheit". Mehr isses ja so gar nicht, und das kann doch auch niemand wachen Geistes bestreiten wollen?? Was für Sensoren besitzen also all die Tiere, die sich bei einem Erdbeben in Sicherheit bringen??
Wieso verstummen die Vögel, lange bevor sich das Beben oder der Vulkanausbruch bemerkbar macht??
Wieso sind nach dem Tsunami vom Dezember 2004 keine toten Wildtiere gefunden worden?? Wussten sie etwa, dass nach einem Seebeben eine totbringende Flutwelle folgen konnte?? Wie spürten sie die Gefahr, lange bevor sie eintrat?
Oder warum sind bei der Jahrhundertflut der Elbe im August 2002 keine Ratten aus der Kanalisation Dresdens ums Leben gekommen?? Warum fand man auch hier, genau so wie die gesamte Elbe oder Mulde entlang keine toten Wildtiere wie Wildschweine, Rehe, Füchse, Rotwild oder andere, die von Überflutungen zunächst eingeschlossen, jeder Fluchtmöglichkeiten beraubt worden wären? „Ahnten“ sie mithilfe unbekannter Sensoren die bevorstehende Flut und brachten sich deshalb beizeiten auf höher gelegenes Terrain in Sicherheit? – Das ist in einem breiten Urstromtal wie dem der Elbe nicht einfach! Die Höhenunterschiede sind minimal und betragen oft nur wenige Meter! Das Land ist meilenweit „flach wie ein Tisch“!
Wieso haben Zugvögel wie die Störche, die auf das Nahrungsangebot der urwaldähnlichen Auwälder angewiesen sind, bereits 14 vor dem Eintreffen der Elbe-Flut ihre „Köfferchen“ gepackt und damit fast einen Monat früher als üblich das Land verlassen?? Da war in den Nachrichten oder Wetterberichten noch absolut keine Rede von sintflutartigen Regenfällen, die die Quellgebiete dieser Flüsse heimsuchen sollten! Die Störche wussten ganz einfach, dass demnächst ein riesige Überschwemmung bevorstand, die ihre „Jagdgründe“ auf lange Zeit überfluten und somit die Nahrungsgrundlage rauben würde. Wären sie länger hier geblieben, wären sie mit Sicherheit verhungert.

Da frage ich mich doch allen ernstes: Wie und vor allem womit nehmen Tiere so etwas wahr??? :confused:
Wie können sie von (auch für sie) katastrophalen Ereignissen „wissen“, wenn es noch nicht einmal Anzeichen dafür gibt, oder unsere Meteorologen (trotz hochmoderner Satelliten-Technik) solche Dinge nicht vorhersagen können??
Besitzen Tiere (und hier vor allem die Wildtiere) einen sechsten oder auch siebten Sinn, der uns Menschen während der Evolution, während des sprunghaften Wachstums unseres Gehirns abhanden gekommen ist oder zumindest so stark eingeengt wurde oder geschrumpft ist, dass wir uns dessen gar nicht mehr bewusst sind?
Besitzen Tiere eine Art „Tachyon-Scanner“ :eek: , mit dem sie Signale aus der Zukunft empfangen und auswerten können??? Tachyonen sollen laut einer Theorie materielose Teilchen sein, ähnlich den Photonen, die sich allerdings schneller als das Licht, aber dadurch rückwärts in der Zeit bewegen! Das heißt, sie würden in entsprechenden Scannern ein Bild von einem bestimmten Ereignis erzeugen, welches noch gar nicht stattgefunden hat, das aber mit ziemlicher Sicherheit stattfinden muss, denn sonst wären ja keine Tachyonen ausgesandt worden.

Tachyonen (http://Tachyonen)

Tachyonen sind für uns nicht sichtbar, jedenfalls bis jetzt noch nicht. Sie sind auch lediglich nur hypothetisch beschrieben, verstoßen dabei aber nicht gegen Einsteins Relativitätstheorien.

Unter uns Menschen gibt es ja auch ab und zu einmal einige Exemplare, die sich hellseherischer Fähigkeiten rühmen. Sicherlich mag dies auf den einen oder den anderen zutreffen (z.B. Nostradamus), jedoch hat der Rest der Menschheit diese aus dem Tierreich stammende Fähigkeit entweder verlernt oder verloren. Wenn es uns gelänge, diese Sensoren in uns wieder zu erwecken, würden wir Katastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Flutwellen mit ganz anderen Augen sehen.

Hellseherische Grüße von
Toni

Bynaus
24.05.2007, 17:55
Besitzen Tiere eine Art „Tachyon-Scanner“

Was auch immer es ist, es sind mit Sicherheit keine Tachyon-Scanner: Geräte, die mit Tachyonen interagieren, kann es nicht geben, weil sie die Kausalität verletzten würden.

Ich denke im generellen, dass Tiere, die ja ihr ganzes Leben draussen verbringen, intuitiv oder gar aktiv sehr viel mehr über Dinge wissen, die wir als "Zeichen" (etwa "Wetterzeichen") bezeichnen würden. Vor einem Erdbeben verändert sich z.B. lokal das Erdmagnetfeld, und (Zug)Vögel, die das Erdmagnetfeld spüren, dürften dies bemerken und entsprechen der Erfahrung (oder dem Nachahmen des Verhaltens anderer Tiere) handeln. Ich denke also nicht, dass es mit speziellen "Sinnen" zu tun hat, die uns abhanden gekommen wären, sondern schlicht und einfach damit, dass wir kaum Erfahrung mit dem Leben draussen haben.

Daniel99
24.05.2007, 18:52
Hallo Toni

Es gibt einen Bericht von einem Unwetter im Landkreis Osnabrück.
Die Tiere hier, in dem Fall die Kühe konnten ein Unwetter nicht „voraussehen“.
Hierbei handelte es sich um einen Schauer von bis zu 6 cm großen unregelmäßig geformten Hagelkörnern.

Das Hagelunwetter vom 15. Juni 2002


Am frühen Morgen des 15. Juni 2002 wurde der südliche Landkreis Osnabrück sowie das östlich davon angrenzende Nordrhein-Westfalen von einem außerordentlich starken Hagelschlag heimgesucht. Auf einer nur wenige km breiten aber fast 30 km langen Fläche wurden durch die Hagelkörner tausende Autos beschädigt, Scheiben zertrümmert, Bäume entlaubt und Menschen und Tiere verletzt. Das Maximum des Hagelunwetters wurde dabei zwischen Dissen und Wellingholzhausen erreicht, fotografisch konnten hier bis zu 6cm große Hagelkörner nachgewiesen werden.
Die Vögel verstummten. 11 Tage später wurde in einem Zeitungsartikel der NOZ berichtet, dass durch diesen Hagelschlag mindestens 2000 Autos Schäden im Mittel 500 von bis 3000 € davongetragen haben. Wochen später sagte mir ein Versicherungsberater, dass es noch weit mehr gewesen Zwischen Wellingholzhausen und Küingdorf wurden Kühe einer sich im Freien aufhaltenden Kuhherde vom Hagel blutig geschlagen. In Panik haben diese Tiere den Weidezaun durchbrochen und sind in einen angrenzenden Wald geflohen. Wie ich erst 10 Wochen später erfahren habe, soll ein Lehrer in Dissen sogar ein 8 cm großen Hagelstein aufgelesen und eingefroren haben.
Da es sich aber hier um ein Wetterphänomen handelt, ist wahrscheinlich der Instinkt der Tiere nicht in Kraft getreten.
Außerdem sind Nutztiere im Vergleich mit Wildtiere nicht so empfindlich was die Sinne betrifft.

Dieser Bericht der Forschungseinrichtung Anthropological Survey of India, stützt teilweise die Theorie von Tieren mit einem 6.Sinn, es geht um die Sunami-Katastrophe vom 26.Dezember 2004.


Tiere verhielten sich ungewöhnlich

Das Gezwitscher der Vögel und das ungewöhnliche Verhalten von Eidechsen und Delfinen hat die Eingeborenenstämme auf den indischen Inseln Andamanen und Nikobaren offensichtlich vor den tödlichen Tsunamis gerettet. "Unsere Teams sind mit ihren Booten hinaus gefahren und haben uns berichtet, dass die Stämme sicher sind", sagte der Direktor der staatlichen Forschungseinrichtung Anthropological Survey of India (ASI), V.K. Rao. Während Zehntausende in Südasien wegen eines fehlenden technischen Frühwarnsystems den Flutwellen zum Opfer fielen, folgten die Eingeborenen den Warnsignalen der Tiere - und überlebten.

Signale der Tierwelt

Sechs von einst zehn Stämmen leben auf verschiedenen Inseln im Golf von Bengalen. Zwischen 30.000 und 60.000 Jahre reicht ihr Ursprung zurück. Manche Stämme haben bis heute jedem Versuch getrotzt, sie zu zivilisieren. Sie sind Jäger und Sammler, von kurzer Statur und dunkelhäutig, ihre Herkunft ist ein Geheimnis. Seit tausenden von Jahren reichen sie ihre Erzählungen und Erfahrungen mündlich weiter. Von ihren Vorfahren lernten sie, auf die Signale der Tierwelt zu achten.

Elefanten flohen brüllend auf Hügel

Das Gebrüll wild lebender Elefanten, die sich plötzlich tiefer ins Innere der Inseln und auf Anhöhen zurückzogen, das Geschrei der Vögel, das auffällige Verhalten der Delfine und Eidechsen - all dies hat den Forschern zufolge die Stämme offensichtlich früh gewarnt. Sie hatten Zeit, sich in Sicherheit zu bringen, bevor die tödlichen Riesenwellen am 26. Dezember zuschlugen. Zwar soll es einige Tote unter den Eingeborenen geben. Doch entgegen ersten Befürchtungen haben alle Stämme überlebt.

Die Tiere sind ein natürliches Frühwarnsystem.


Wilde Tiere sind "extrem empfindsam"
"Besonders wilde Tiere sind extrem empfindsam", sagte die Tierschützerin Debbie Martyr dem britischen Sender BBC. Sie arbeitet für ein Tiger-Schutzprogramm auf der indonesischen Insel Sumatra. Die Tiere hätten ein enormes Hörvermögen und könnten die Flut in der Ferne gehört oder die Veränderungen des Luftdrucks wahrgenommen haben, sagte die Expertin. Das erklärt vielleicht, warum es aus Sri Lanka, das mit am schwersten von der Flutkatastrophe betroffen ist, keine Berichte über tote Tiere gibt.

Es heißt also Wildtiere sind empfindlich und könnten die Flutwelle gehört haben.
Bei den Elefanten könnte ich mir das vorstellen bei so großen Ohren.:D
Die Wildtiere müssen empfänglich sein für geringste natürliche Veränderungen.


Keine toten Tiere gefunden
Die Flutwellen waren bis zu dreieinhalb Kilometer tief zum Wildschutzreservat der Insel vorgedrungen. Während viele Touristen ertranken, wurden keine toten Tiere gefunden, berichtete die BBC und beruft sich auf Mitarbeiter des Yala-Nationalparks in Sri Lanka. Den Eingeborenen auf den Andamanen und Nikobaren ist der "sechste Sinn" der Tiere scheinbar seit langer Zeit bekannt. Forscher haben in den Überlieferungen der Stämme Hinweise auf eine frühere große Überschwemmung gefunden und auf Inseln, die kleiner wurden. "Es könnte sein, dass dies schon früher einmal passiert ist", so Rao.

Was mir hier auffällt, sämtliche Tiere sind in die richtige Richtung geflohen bzw. in sichere Zonen.

Was könnte man daraus Schlussfolgern? Die Tiere empfangen bestimme Frequenzen vom Epizentrum der Katastrophe, welche Menschen nicht wahrnehmen.

Die Wildtiere haben ein viel besseres Gehör und nehmen so für Sie ernste Bedrohungen in weite Ferne war.

Auf jeden Fall ist eins sicher die Touristen auf diesen Insel sind ums Leben gekommen und die Tiere haben überlebt.


Zitat Toni:
Besitzen Tiere eine Art „Tachyon-Scanner“ , mit dem sie Signale aus der Zukunft empfangen und auswerten können???
Das glaube ich eher weniger, weil es mir zu utopisch anmutet.
Das müsstest du mit irgendwelchen Indizien oder Beweisen untermauern, um diese Theorie zu stützen.

Das was die Tiere empfangen haben, muss ein natürlicher erdgebundener Effekt sein.



MfG Daniel

Aurora
24.05.2007, 20:40
Ob Tiere einen sechsten oder siebten Sinn haben, nein glaub ich nicht, ich denke eher das hat was mit Instinkt/Überlebensstrategie zu tun, auch mit ihrer Lebensweise. Zugvögel orientieren sich nach dem Erdmagnetfeld, werden also auch Veränderungen spüren. Veränderungen bedeuten Gefahr, sie reagieren darauf. Möglich auch, dass sie feinste seismische Schwingungen wahrnehmen können. Menschen haben auch die Fähigkeit Veränderungen in der Natur wahrzunehmen oder bestimmte Anzeichen zu registrieren. Ihre Intelligenz sollte ihnen eigentlich helfen sich besser als Tiere in Sicherheit zu bringen. Tun sie aber nicht, sie ignorieren diese Zeichen, zumindest heute, unsere Altvorderen reagierten sicher anders, sonst wären wir wahrscheinlich längst ausgestorben. Mensch fühlt sich als Herr über die Natur, ist technikgläubig und bagtellisiert gern – wird schon nicht so schlimm werden, mir wird schon nichts passieren.
Es gibt Menschen, die haben „Vorahnungen“, was Veränderungen in der Natur anbelangt, die werden oft ausgelacht, dabei tun sie nichts anderes als die Veränderungen richtig zu deuten und zu erkennen, dass in irgend einer Art und Weise Gefahr droht.
Habe ich auch gemacht, wenn meine Urgroßmutter plötzlich begann hektisch Aktivitäten zu entwickeln. Gut ich war Kind, später immer noch geschmunzelt, wenn Erinnerungen aufkamen – im Hinterkopf die technick wird’s schon richten.
Heute ärgere ich häufig meine Nachbarn mit Wettervorhersagen, erst recht wenn die dann eintreffen. Hat aber nix mit „Vorahnung“ zu tun, sondern einfach mit der Tatsache, dass ich durch mein Hobby, insbesondere Wolkenformationen beobachte und daraus Schlussfolgerungen ziehe.
Jeder kennt sie, die Zirruswolken, feine Wolkenschleier am Himmel (Zirruswolken = Eiswolken in der Stratosphäre) sie deuten eine Schlechtwetterfront an. In der Regel dauert es dann 72 Stunden, bis sich das Wetter ändert. Meteorologen nennen das eine Störung. Oder die so genannten Schönwetter- oder auch Haufenwolken Cumulusbewölkung. Sieht herrlich aus, wenn die aufquellen aber wehe die bilden eine Amboss, dann wird aus der Cumulus eine Cumulus-Nimbus, eine Gewitterwolke, Meteorologen sprechen von Überentwicklung. Dann gibt’s die kurzen heftigen Sommergewitter.
Etwas komplizierter wird die Geschichte bei Annäherung eine Squalline (Gewitterfront bis zu 800km Länge und 100km Tiefe/Breite. An solchen Tagen herrscht Schwüle mit milchiger Atmosphäre und nur geringer Luftbewegung, die bei Annäherung der Front stetig abnimmt, bis zur völligen Windstille. Spätestens dann ist der Punkt erreicht, an dem ich beginne alles wetterfest zu machen. Denn dann dauert es nicht mehr lange bis die Böenwalze (Wind erreicht nicht selten Orkanstärke) , die jeder Squalline vorausgeht losbricht. Diese Gewitter können dann schon mal einige Stunden dauern, sie sind mit Starkregen und Hagel verbunden.

So mal als Beispiel, woran Veränderungen im Wettergeschehen beobachten kann.

Gruß Aurora

Orbit
25.05.2007, 06:19
Aurora:

Ob Tiere einen sechsten oder siebten Sinn haben, nein glaub ich nicht, ich denke eher das hat was mit Instinkt/Überlebensstrategie zu tun, auch mit ihrer Lebensweise. Zugvögel orientieren sich nach dem Erdmagnetfeld, werden also auch Veränderungen spüren.

Was ist jetzt der Unterschied zwischen Deinem 'Instinkt' und einem 'sechsten Sinn', wie es Toni nennt?
Als sechsten Sinn versteht jedenfalls auch die Wissenschaft diese Fähigkeit gewisser Tiere, sich am Erdmagnetfeld zu orientieren:

http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetsinn

zwei Zitate daraus:

Erst 1972 wurden die Frankfurter Forschungsergebnisse durch ihre Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Science gleichsam international anerkannt; [5] diese Veröffentlichung gilt heute gewissermaßen als die Erstbeschreibung eines neu entdeckten Sinnesorgans in der Tierwelt.

Ein technischer Kompass weist die Richtung von magnetisch Nord nach magnetisch Süd mit Hilfe der Polung des irdischen Magnetfeldes aus, er unterscheidet also gewissermaßen zwischen Nordpol und Südpol. Der Magnetsinn der Vögel basiert hingegen auf dem Erkennen der Inklination des Erdmagnetfeldes: Vögel bestimmen den Neigungswinkel der Magnetfeldlinien relativ zur Erdoberfläche. Sie unterscheiden also zwischen "polwärts" und "äquatorwärts", denn am Pol weisen die Magnetfeldlinien senkrecht nach oben, während sie am Äquator genau parallel zur Erdoberfläche verlaufen.
Die Erweiterung dieser Orientierungsfähigkeit durch Bynaus mit der Fähigkeit lokale Veränderungen wahrzunehmen, leuchtet mir ein. Zur Feststellung von Bynaus in diesem Zusammenhang

Vor einem Erdbeben verändert sich z.B. lokal das Erdmagnetfeld,... .
noch etwas mehr Hintergrundinformationen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Erdmagnetfeld

Gruss Orbit

Aurora
26.05.2007, 11:19
Was ist jetzt der Unterschied zwischen Deinem 'Instinkt' und einem 'sechsten Sinn', wie es Toni nennt?


Genau genommen, ist es falsch, von nur fünf Sinnen zu sprechen. Alle Lebewesen verfügen über einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Orientierungssinn, man sollte daher doch eher von „normalen“ sechs Sinnen sprechen. Wie dieser Orientierungssinn funktioniert, ob nun unter Ausnutzung geophysikalischer Gegebenheiten oder topographischer u..a. Besonderheiten, sei mal dahingestellt. Insofern wäre dann der Magnetsinn bestimmter Tiere Bestandteil des Orientierungssinns.
Bliebe der Unterschied Instinkt/siebter Sinn, auch da – bei genauer Überlegung – hinkt der Vergleich zum „Orientierungssinn“ der Zugvögel. Tja, wenn ich jetzt Instinkt durch Trieb ersetze, provoziere ich wieder die Frage nach dem Unterschied, aber sei’s drum. ;)
Diesen angedachten siebten Sinn, der uns Menschen scheinbar verloren gegangen ist, würde ich doch dem Überlebensinstibkt/Selbsterhaltungstrieb zuordnen, einem von der Evolution „erfundenen“ Mechanismus zu Erhaltung der Population. Wie der nun genau funktioniert, keine Ahnung. Dieser Selbsterhaltungstrieb mobilisiert aber, im Normalfall, nicht verfügbare körperliche und geistige Reserven. Lässt uns, salopp gesagt, Gefahr spüren. Ich behaupte mal einfach auch Mensch ist in der Lage Gefahr zu spüren und sich in Sicherheit zu bringen, sonst wäre die Population Mensch schon lange ausgestorben. Dieses Gespür für Gefahr hat aber m.E. nichts mit dem Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Intelligenz zu tun. Ich denke, dass Mensch nicht mehr in der Lage ist Gefahr zu spüren, hängt mit der schon erwähnten Technikgläubigkeit zusammen und auch damit, dass sich Mensch als Herr über die Natur fühlt. Er ist schlicht und einfach zu faul zu beobachten, zu leichtsinnig geworden.
Warum auch das Verhalten der Tiere oder der Natur beobachten und Schlüsse daraus ziehen, wenn wir doch über so ausgefeilte Technik verfügen. ;)
Ein evolutionäres Manko, nein dazu war m.E. die Zeit zu kurz, denn ohne die genauen Naturbeobachtungen unserer Vorgängergenerationen, würden wir heute weder über Kalendersysteme noch über Wettervorhersagen verfügen, hätten wir keine technischen Systeme zur Erdbeben- oder Tsunamivorhersage entwickelt und würden die auch nicht ständig verfeinern.

Gruß Aurora

Mathias
26.05.2007, 12:04
Ich denke, dass Mensch nicht mehr in der Lage ist Gefahr zu spüren, hängt mit der schon erwähnten Technikgläubigkeit zusammen und auch damit, dass sich Mensch als Herr über die Natur fühlt. Er ist schlicht und einfach zu faul zu beobachten, zu leichtsinnig geworden.

Das ist sicherlich ein Grund. Es kann ein Sturm kommen, der Mensch geht trotzdem in den Wald.
Noch schlimmer er sucht sich sogar die Gefahr, sonst würde es ja keine Motorrad- und Skifahrer geben.

jonas
26.05.2007, 12:39
Dass so wenige Tiere durch den Tsunami umgekommen sind liegt nach meiner Theorie an dem grundsätzlich anderen Verhalten des Menschen gegenüber den meisten anderen Wildtieren:

Der Mensch ist fast das einzige grosse Säugetier, das die Nähe des Wassers liebt. Andere Tiere halten sich vom Wasser fern. Wasser ist grundsätzlich ein gefährlicher Ort, denn in der Nähe von Süsswasser halten sich Beutegreifer auf und die Salzwasserküste schneidet Fluchtwege ab (z.B. vor Feuer) und ist auch ansonsten nutzlos weil nicht trinkbar.

Bei einer unspezifizierten Gefahr, wie es Tiere bei einem Erdbeben vielleicht empfinden, suchen sie möglichst sichere Orte auf, die ihnen alle Möglichkeiten der Flucht offen lassen. Wie oben beschrieben sind Seen und Küste wohl die letzten Orte, die Tieren ein Gefühl der Sicherheit vermitteln. Dadurch haben sie sich instinktiv aus dem Gefahrenbereich der Welle entfernt.

Was die Anzahl der Sinne beim Menschen betrifft, so sind es in der Tat sechs Sinne. Den Orientierungssinn, wie Aurora ihn beschreibt, würde ich aber umbenennen in Gleichgewichtssinn. Dieser wird über ein Organ an das Gehirn vermittelt. Die Verarbeitung des Sinneseindrücke im Gehirn selbst, um sich in der Umwelt zu orientieren, würde ich jedoch nicht als eigenständigen Sinn bezeichnen.

jonas
26.05.2007, 13:04
PS: Aktuell, jetzt N24 einschalten. Läuft gerade eine Doku über den Tsunami

Aurora
26.05.2007, 17:42
Der Mensch ist fast das einzige grosse Säugetier, das die Nähe des Wassers liebt. Andere Tiere halten sich vom Wasser fern. Wasser ist grundsätzlich ein gefährlicher Ort, denn in der Nähe von Süsswasser halten sich Beutegreifer auf und die Salzwasserküste schneidet Fluchtwege ab (z.B. vor Feuer) und ist auch ansonsten nutzlos weil nicht trinkbar.


Mensch liebt die Nähe zum Wasser, nicht zwangsläufig, seine ganze Lebensweise macht die Nähe zum Wasser erforderlich, zumindest seit er gelernt hat Feuer zu nutzen und seine Nahrung zu garen, von seinen hygienischen Gewohnheiten mal abgesehen. Eine Art Hygiene betreiben auch Tiere, auch Tiere nutzen Wasser nicht nur zum Trinken, auch zum Baden.
Hinzu kommt Mensch steht an der Spitze der Nahrungskette, hat praktisch keine natürlichen Feinde. Dennoch gehe ich davon aus, dass Mensch in seiner evolutionären Entwicklung ebenfalls die Fähigkeit besaß und auch noch besitzt, durch Beobachtung Gefahren zu erkennen und sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Nur heute bleiben diese Fähigkeiten ungenutzt.


Noch schlimmer er sucht sich sogar die Gefahr, sonst würde es ja keine Motorrad- und Skifahrer geben.

Nee kann ich nicht zustimmen, Motorradfahren oder Skilaufen sind nicht gefährlicher als andere Sport/Fortbewegungsarten. Muss nur der Kopf eingeschaltet bleiben und das Risiko auf ein Minimum reduziert werden.
Die Adrenalinjunkies sehe ich nicht als repräsentativ für die Menschheit, weil vieles was heute so praktiziert und betrieben wird nich unbedingt zur menschlichen Natur gehört, sondern als Bedürfnis künstlich suggeriert wird.
Außerdem, statistisch gesehen sterben die meisten Menschen im Bett, ergo Bett ist enorm gefährlich.:D

Gruß Aurora

jonas
26.05.2007, 21:31
Hi Aurora

Wir sind garnicht so weit voneinander entfernt. Mir ging es nicht so sehr darum warum der Mensch die Nähe zum Wasser liebt oder braucht, sondern eher um die Tatsache dass er dies tut.

Und Du hast recht: Da der Mensch an der Spitze der Nahrungskette lebt muss er sich keine grösseren Gedanken um Beutegreifer an Wasserstellen machen.

Es ist aber eine Tatsache, dass die meisten Tiere das Wasser meiden ausser zum trinken oder zum "baden" (es sei denn, ihre Nahrung befindet sich im Wasser). Genauso ist es eine Tatsache, dass der überwiegende Teil der Weltbevölkerung an den Küsten lebt und nur eine Minderheit im Landesinneren.

Insofern ist es schon rein statistisch vorgegeben, dass es nach der Tsunamikatastrophe vor allem menschliche Opfer gab und wenig tierische. Einen siebten Sinn der Tiere, der sie vor der Welle gewarnt hat, halte ich zwar nicht für ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich.

Daniel99
28.05.2007, 20:53
Hallo Toni



Zitat Toni:
Wieso haben Zugvögel wie die Störche, die auf das Nahrungsangebot der urwaldähnlichen Auwälder angewiesen sind, bereits 14 vor dem Eintreffen der Elbe-Flut ihre „Köfferchen“ gepackt und damit fast einen Monat früher als üblich das Land verlassen?? Da war in den Nachrichten oder Wetterberichten noch absolut keine Rede von sintflutartigen Regenfällen, die die Quellgebiete dieser Flüsse heimsuchen sollten!
Gibt es Belege bzw. Studien über den jährlichen Abflug der Zugvögel in Elb und Mulde Nähe?
Oder könnte es für den frühzeitigen Abflug noch andere Erklärungen geben?

Sollte letzteres nicht der Fall sein, könnte es einen Zusammenhang zwischen der Flutkatastrophe und den zeitigen Abflug der Zugtiere geben.

Wie gesagt, Statistiken könnten hier weiterhelfen diese kleine Anomalie zu klären oder neue Fragen aufzuwerfen.


MfG Daniel

JGC
29.05.2007, 06:42
Hi...

Dieser "7te" Sinn..

ist meiner Ansicht nach kein 7ter Sinn, sondern ein magnetischelektrischer Sinn, der bei uns zwar schwächer wie in der Tierwelt ausgeprägt ist und heute nun meist gar nicht mehr funktioniert!!!

Durch unsere Technologien haben wir die Welt so mit elektrischem "Abfall" verseucht, das er praktisch zu nichts mehr nutze ist, ausser bei manchen Menschen, wo er noch heute besonders ausgeprägt ist. Und diese leiden eher darunter, als das er ihnen nutzt.

Unsere feinsinnige Empfindungen sind seit den 60er Jahren durch die stark vermehrt auftretende Elektrotechik inzwischen total abgestumpft. So, das heute selbst bei den Eingeborenen in den Naturvölkern dieser Welt dieser Sinn nicht mehr richtig funktioniert.

Man sieht das doch auch inzwischen in der Tierwelt, deren immer häufigere Desorientierung darauf zurückzuführen ist.

Man hat schon Experimente gemacht und Ameisenkolonien im Labor wechselnden EM-Feldern ausgesetzt, deren Frequenzen so angelegt waren, das deren Kommunikation gestört wurde und ihr Zusammenarbeiten unterbrochen wurde. Dabei bekam der Ameisenstamm nichts mehr auf die Reihe.

Ich kann euch leider keine Quellen dazu angeben, da ich das schon vor längerer Zeit in der Bücherei bei einer meiner "Lese-Sitzungen" in einem Natur Buch oder Illustrierte mal gelesen habe...


mfg...........................JGC

jonas
29.05.2007, 17:36
Ich kann euch leider keine Quellen dazu angeben, da ich das schon vor längerer Zeit in der Bücherei bei einer meiner "Lese-Sitzungen" in einem Natur Buch oder Illustrierte mal gelesen habe...
Der Wikipedia Artikel: Magnetsinn (http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetsinn) hat eine umfangreiche Literaturliste. Der Artikel sagt aber auch, dass der Magnetsinn beim Menschen höcht strittig ist.

Toni
29.05.2007, 18:50
Es wird, glaube ich, Zeit, dass ich mich zu diesem Thema auch mal wieder melde. :o Zunächst möchte ich mit den Beiträgen von Daniel beginnen.

Gibt es Belege bzw. Studien über den jährlichen Abflug der Zugvögel in Elb und Mulde Nähe? Oder könnte es für den frühzeitigen Abflug noch andere Erklärungen geben? Über Belege oder Studien liegt mir leider nichts vor. Ich stütze mein Beispiel des vorzeitigen Abflugs der Störche auf Beobachtungen durch meine Frau. Sie ist in biologischen Fragen sehr gut bewandert und eine aufmerksame Beobachterin der Tierwelt. Sie arbeitet im Freien in einer Firma für Gartenteichbau und Zubehör, einschließlich Wasserpflanzen und Zierfische (Kois, Störe, Goldfische usw.) keine 500 m von der Elbe entfernt in einer Siedlung mit vielen Einfamilienhäusern und Gärten drumherum. In mehreren dieser Gärten sind Masten aufgestellt, auf denen sich Storchennester befinden und die jedes Jahr von den selben Storchenpaaren bewohnt werden. Die Störche treffen regelmäßig (man könnte den Kalender danach stellen!) jedes Jahr ein, bauen ihre Nester etwas aus, brüten, ziehen die Jungen auf, lernen denen das Fliegen usw.

Jedes Jahr zur selben Zeit (Ende August) verlassen die Jungvögel das elterliche Nest und begeben sich als erste (!) auf den Weg in Richtung Afrika. Wie sie das machen und woher sie wissen, wohin sie überhaupt fliegen müssen, ist nicht nur mir ein Rätsel! Die Elterntiere jedoch verlassen erst rund 14 Tage später das Nest und ab dem 15. September ungefähr sind dann alle Störche wieder weg.

Nun gibt es allerdings die Variante, dass die Störche nicht in jedem Jahr Junge aufziehen. Woran das liegt, ob sie unbefruchtete oder überhaupt keine Eier legen, weiß ich nicht. Trotzdem bleiben die Störche, ob sie nun Junge haben oder nicht, bis etwa 15.9. eines jeden Jahres. Doch 2002 war das anders!

In diesem Jahr zogen die Störche in dieser Siedlung wieder keine Jungen auf, verließen aber "pünktlich" zum 1.8. ihr Siedlungsgebiet aus ungeklärten Gründen. Warum sie dies taten (vor allem ja 6 Wochen vorher als sonst!), können wir nur vermuten. Ein Grund könnte sein, dass wir bis dahin (1.8.) einen ziemlich miesen Sommer hatten. Den hatten wir aber schon öfters. Der Sommer bei uns begann damals erst Mitte August gemeinsam mit der Flut. Ab da hatten wir jeden Tag 30°C - und das 4 Wochen lang!

Ein weiterer Grund aber könnte auch sein, dass die Störche "in weiser Voraussicht" wussten, dass es für sie in naher Zukunft zu einer langanhaltenden Überflutung ihrer Futterplätze in den Elbauen und somit zu einem lebensbedrohenden Nahrungsproblem kommen würde und sie deshalb vorzeitig "abreisten". Ob sie nur in andere Gegenden flogen oder direkt die Reise nach Afrika antraten, wissen wir nicht. Ersteres halten wir eher für unwahrscheinlich, da sie ja "in anderen Gegenden" mit anderen Störchen um die ohnehin begrenzten Futterplätze streiten müssten.

Zu dem folgenden Zitat von Dir, Daniel, musste ich jedoch etwas schmunzeln.

Sollte letzteres nicht der Fall sein, könnte es einen Zusammenhang zwischen der Flutkatastrophe und den zeitigen Abflug der Zugtiere geben. Wie kommst Du darauf, dass "Zugtiere" wie Pferde, Esel oder Ochsen fliegen könnten?? :o :D


Es gibt einen Bericht von einem Unwetter im Landkreis Osnabrück. Die Tiere hier, in dem Fall die Kühe konnten ein Unwetter nicht „voraussehen“. Da es sich aber hier um ein Wetterphänomen handelt, ist wahrscheinlich der Instinkt der Tiere nicht in Kraft getreten. Na ja, ich glaube, vom Menschen seit Jahrtausenden gezüchtete Tiere, also Tiere ohne "natürliche" Auslese, verloren im laufe der Zeiten einen Großteil dieser Instinkte, weil der Mensch ihnen eine sicheres Überleben ermöglichte.


Zitat:
Das Gezwitscher der Vögel und das ungewöhnliche Verhalten von Eidechsen und Delfinen hat die Eingeborenenstämme auf den indischen Inseln Andamanen und Nikobaren offensichtlich vor den tödlichen Tsunamis gerettet.
Das Gebrüll wild lebender Elefanten, die sich plötzlich tiefer ins Innere der Inseln und auf Anhöhen zurückzogen, das Geschrei der Vögel, das auffällige Verhalten der Delfine und Eidechsen - all dies hat den Forschern zufolge die Stämme offensichtlich früh gewarnt. Sie hatten Zeit, sich in Sicherheit zu bringen, bevor die tödlichen Riesenwellen am 26. Dezember zuschlugen.

Die Tiere sind ein natürliches Frühwarnsystem. Das ist sicherlich völlig richtig, doch ich wollte ja wissen, woher Tiere so etwas beizeiten wissen und womit sie eventuelle Vorwarnsignale wahrnehmen?


Zitat:
"Besonders wilde Tiere sind extrem empfindsam", sagte die Tierschützerin Debbie Martyr (...). Die Tiere hätten ein enormes Hörvermögen und könnten die Flut in der Ferne gehört oder die Veränderungen des Luftdrucks wahrgenommen haben, sagte die Expertin.
Es heißt also Wildtiere sind empfindlich und könnten die Flutwelle gehört haben. Also, das glaube ich ja nun überhaupt nicht! Tsunamis haben nämlich auf offener See die "heimtückische" Eigenschaft, nicht sonderlich aufzufallen. Die typischen Wellenberge werden erst ausgebildet, wenn so eine Welle Flachwasserbereiche erreicht.


Zitat:
Die Flutwellen waren bis zu dreieinhalb Kilometer tief zum Wildschutzreservat der Insel vorgedrungen. Während viele Touristen ertranken, wurden keine toten Tiere gefunden, berichtete die BBC und beruft sich auf Mitarbeiter des Yala-Nationalparks in Sri Lanka.
Was mir hier auffällt, sämtliche Tiere sind in die richtige Richtung geflohen bzw. in sichere Zonen. Das ist auch richtig. Aber warum??

Was könnte man daraus Schlussfolgern? Die Tiere empfangen bestimme Frequenzen vom Epizentrum der Katastrophe, welche Menschen nicht wahrnehmen. Die Wildtiere haben ein viel besseres Gehör und nehmen so für Sie ernste Bedrohungen in weite Ferne war. Das kann ich nicht gelten lassen, denn für ein weit von Sri Lanka entferntes Epizentrum wie die Küste vor der indonesischen Insel Sumatra muss es noch lange nicht bedeuten, dass
1.- ein Erdbeben in dieser Entfernung überhaupt noch zu spüren ist,
2.- es einen Tsunami nach einem Erdbeben geben muss und
3.- ein todbringender Tsunami die Küste Sri Lankas immer treffen muss.


Zitat:
Zitat Toni:
Besitzen Tiere eine Art „Tachyon-Scanner“ , mit dem sie Signale aus der Zukunft empfangen und auswerten können???
Das glaube ich eher weniger, weil es mir zu utopisch anmutet.
Das müsstest du mit irgendwelchen Indizien oder Beweisen untermauern, um diese Theorie zu stützen. Wie sagte doch Albert Einstein:
"Wenn eine Idee nicht zuerst völlig absurd erscheint, dann taugt sie nichts."
Das mit dem "Tachyon-Scanner" meinte ich ja auch nur bildlich, so wie mit der Idee von einem Infrarot-Sensor, von dem wir wissen, dass es ihn gibt (auch in der Tierwelt, z.B. bei Schlangen), wo wir aber nicht wissen, was er für "Bilder" liefert. Unsere technischen Infrarot-Sensoren liefern in der Regel grünliche Monochrom-Bilder, wobei wir aber wissen, dass dies nur rein technisch so gelöst wurde. Wie ein Infrarotbild für das jeweilige Tier aussieht, können wir nicht wissen.

Das was die Tiere empfangen haben, muss ein natürlicher erdgebundener Effekt sein. Ich kann mir, ehrlich gesagt, nicht vorstellen, wie ein Tsunami auf hoher See oder ein Tiefdruckgebiet, dass noch hunderte von Kilometern entfernt ist, aber 14 Tage später sintflutartige Regenfälle in der Region verursacht, in der die Zuflüsse für den Fluss liegen, der durch die Futtergebiete hiesiger Störche fließt, erdgebundene Effekte verursachen sollen, welche die Tiere zur rechtzeitigen Flucht in höhergelegenes Terrain veranlasst?? :confused:

Zur Zeit noch ziemlich ratlose Grüße von
Toni

jonas
29.05.2007, 20:53
@Toni
In einer Doku über Erdbebenforschung kam ein Professor zu Wort, der Erzählungen von Betroffenen untersucht hat, die vor dem jeweiligen Erdbeben ungewöhliches Tierverhalten beobachtet haben wollen.

Er konnte aber kein schlüssiges Muster erkennen. Seine Erklärung war: selektive Wahrnehmung. Ungeöhnliches Verhalten von Tieren beobachten wir von Zeit zu Zeit immer wieder einmal ... der Hund spielt verrückt, die Katze spinnt, das Pferd bockt, usw. Normalerweise gibt man solchen Dinge über den Tag hinaus keine besondere Aufmarksamkeit.

Anders ist es, wenn man nach einer Naturkatastrophe sich im Nachhinein solch aussergewöhnliches Verhalten wieder ins Gedächtnis ruft. Dann ist der Schritt recht kurz solche Beobachtungen als "Vorboten" zu interpretieren.

Toni
29.05.2007, 21:22
Hallo jonas,

In einer Doku über Erdbebenforschung kam ein Professor zu Wort, der Erzählungen von Betroffenen untersucht hat, die vor dem jeweiligen Erdbeben ungewöhliches Tierverhalten beobachtet haben wollen. ja, ich glaube, ich kenne diese Doku. :) Es gab auch in den sechziger Jahren (?) in China schon einmal eine wissenschaftliche Studie zum Verhalten von Tieren (ich weiß nicht mehr, ob es Vögel oder Katzen waren? :o ), die zu unterschiedlichen und daher wenig brauchbaren Resultaten kam. Man wandte trotzdem die daraus gewonnenen Erkenntnisse in einem wissenschaftlichen Großversuch an und ging auf das merkwürdige Verhalten dieser Tiere in einer von Erdbeben gefährdeten Stadt ein. Man alarmierte die Bevölkerung, evakuierte sie und das tatsächlich eintretende Beben richtete nur materielle Schäden an. :cool:

Bei den nächsten Anzeichen dieser Art in einer anderen Stadt ging man wieder genau so vor, doch es folgte kein Erdbeben und die umsonst evakuierte Bevölkerung konnte in ihre Stadt zurückkehren. Daraufhin stellte man alle weiteren Forschungen dazu ein. Seit dem ist auf der gesamten Welt nie wieder ein solch großer Forschungsaufwand dazu betrieben worden. :(

Trotzdem solche Forschungen begrüßende Grüße von
Toni

Daniel99
29.05.2007, 21:54
Hallo


Zitat Jonas:
In einer Doku über Erdbebenforschung kam ein Professor zu Wort
Ihr meint bestimmt diesen Professor.

Helmut Tributsch, 61, Professor für physikalische Chemie an der Freien Universität Berlin, beschäftigt sich seit fast 30 Jahren mit den Vorahnungen der Tiere.

Und hier die Meinung von Professor Tributsch

Rätselraten um den sechsten Sinn der Tiere
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,335583,00.html

MfG Daniel

Toni
29.05.2007, 22:32
Hi Daniel,

sehr schöner Link! :cool: Hier wird auch meine Aussage von eben fast genau so wiedergegeben (man muss allerdings auf die zweite Seite weiterblättern): ;)


Wechselnder Erfolg beim Tier-Einsatz
Bewohner von Erdbebengebieten haben immer wieder versucht, Tiere als lebendes Frühwarnsystem zu benutzen - allerdings mit wechselhaftem Erfolg. "In den späten sechziger und frühen siebziger Jahren verteilte die chinesische Regierung Fächer mit Anweisungen, welche Warnsignale die Bauern den Behörden melden sollten", sagt Tributsch.
Im Februar 1975 schien die Initiative von Erfolg gekrönt. Bewohner der nordostchinesischen Stadt Haicheng hatten beobachtet, wie Schlangen aus dem Winterschlaf erwachten und ans Tageslicht krochen, um dann auf den Straßen zu erfrieren. Vor allem wegen solcher Berichte wurde Haicheng evakuiert - nur wenige Tage, bevor ein Beben der Stärke 7,3 die Stadt dem Erdboden gleichmachte. Nur vier Menschen kamen damals ums Leben.

Doch dem Erfolg, der Tributsch als Titel seines Buches "Wenn Schlangen erwachen" diente, folgte nur wenig später die tragische Ernüchterung. 1976 erschütterte ein Erdstoß der Stärke 7,8 die chinesische Industriestadt Tangshan. Bis zu 655.000 Menschen starben.

Im Nachhinein gab es zwar Berichte darüber, dass auch vor diesem Beben Tiere verrückt gespielt haben sollen. Laut Tributsch kam eine Kommission der chinesischen Akademie der Wissenschaften zu dem Schluss, dass die politischen Wirren der damaligen Zeit die Weitergabe der Warnungen an die verantwortlichen Stellen verhindert hätten.
Also auch Tributsch weiß noch nicht viel mehr zu diesem Thema, als wir hier bisher zusammengetragen haben. :o Das zeigt mir zumindest, dass wir hier allesamt doch eine gute Recherchen-Arbeit abliefern. :rolleyes:

Weiterforschende Grüße von
Toni

Toni
30.05.2007, 02:57
Hallo Aurora & alle anderen,

hier möchte ich nun noch auf die in den ersten Beiträgen erwähnten "Sinne" oder "Instinkte" eingehen.

Ob Tiere einen sechsten oder siebten Sinn haben, nein glaub ich nicht, ich denke eher das hat was mit Instinkt/Überlebensstrategie zu tun, auch mit ihrer Lebensweise. Es gibt zumindest noch einen sechsten Sinn, der vor allem bei Haien zur Anwendung kommt. :eek: Diese, vor allem die großen wie Weißer oder Blauer Hai, besitzen unterhalb der "Nasenspitze" rundherum über dem Maul angeordnet viele kleine Löcher (Gruben), die den Haien ein elektromagnetisches Abbild von ihren Opfern ermöglichen. Dieses uns Menschen vollkommen unbekannte Sinnesorgan reagiert sehr empfindlich auf elektromagnetische Felder und Ströme.

Dieses Sinnesorgan wurde vor einigen Jahren von australischen Forschern an Weißen Haien vor der australischen Küste erforscht und getestet. Bei den Experimenten nahmen Taucher einen kleinen Stab mit unter Wasser, der elektrische Impulse abgeben und die Haie verschrecken konnte, sollte ein gar zu neugieriger Hai den Tauchern zu nahe kommen. Dabei hatten die Taucher den Hai in etwa 5-10 Metern Entfernung durch Abgabe eines kurzen Strom-Impulses durch den Stab sozusagen zu warnen.

Das Experiment war ein voller Erfolg und die Haie suchten jedes Mal das Weite, wenn die Taucher mittels des Stabes einen elektrischen Impuls abgaben. Dabei spielte auch die Frequenz und die Stromstärke ein wichtige Rolle. Die Stromstärke war äußerst gering, machte aber den menschlichen Taucher in den Augen der Haie "unappetitlich" oder "ungenießbar", was schließlich zu deren Reaktion führte.

Zugvögel (...) Möglich auch, dass sie feinste seismische Schwingungen wahrnehmen können. Das bezweifle ich leider, Auraora, denn Vögel sind im allgemeinen nicht gerade für ihren Tastsinn berühmt.

Mensch fühlt sich als Herr über die Natur, ist technikgläubig und bagtellisiert gern – wird schon nicht so schlimm werden, mir wird schon nichts passieren. Das ist richtig. In der Zivilisation fühlt sich der Mensch sicher und braucht auch nicht mehr auf die Zeichen der Natur zu achten. Deshalb hat er es auch verlernt.

Mensch steht an der Spitze der Nahrungskette, hat praktisch keine natürlichen Feinde. Dennoch gehe ich davon aus, dass Mensch in seiner evolutionären Entwicklung ebenfalls die Fähigkeit besaß und auch noch besitzt, durch Beobachtung Gefahren zu erkennen und sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Nur heute bleiben diese Fähigkeiten ungenutzt. Das sehe ich auch so. Nur würde ich eventuell sogar soweit gehen zu behaupten, dass uns diese Instinkte durch unser "Wohlbehütet-sein" in der menschlichen Zivilisation ziemlich stark abhanden gekommen sind.

Dieser "7te" Sinn..
ist meiner Ansicht nach kein 7ter Sinn, sondern ein magnetischelektrischer Sinn, der bei uns zwar schwächer wie in der Tierwelt ausgeprägt ist und heute nun meist gar nicht mehr funktioniert!!! Nun ja, JGC, ich würde nicht "magnetischelektrischer", sondern "elektromagnetischer" Sinn sagen, wenn man z.B. den der Weißen Haie nimmt. Aber ob eben dieser Sinn etwas mit der Wahrnehmung bevorstehender Katastrophen zu tun hat, möchte ich doch stark bezweifeln. :(

Man hat schon Experimente gemacht und Ameisenkolonien im Labor wechselnden EM-Feldern ausgesetzt, deren Frequenzen so angelegt waren, das deren Kommunikation gestört wurde und ihr Zusammenarbeiten unterbrochen wurde. Dabei bekam der Ameisenstamm nichts mehr auf die Reihe. Das würde mich auch mal interessieren, JGC! Gibt es dazu wirklich keine Links oder Hinweise auf Fernsehsendungen? ;)

Der Wikipedia Artikel: Magnetsinn (http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetsinn) hat eine umfangreiche Literaturliste. Der Artikel sagt aber auch, dass der Magnetsinn beim Menschen höcht strittig ist. Ja, habe ich gelesen und kann dem voll zustimmen. :)

Vom Weißen Hai gebissene Grüße von
Toni

JGC
30.05.2007, 08:41
Hi..

Hier hab ich mal einen Link zu der Richtung dessen, was ich vor kurzem geschrieben habe...

http://www.paradox.ch/kosmos/psheldrake.htm

Falls ich mal was zu dem Experiment was finde, wobei der ganze Ameisenstaat desorientiert wurde, dann schick ich den auch..

Es hat auf jeden Fall mit Morphogenetik zu tun, dessen Feldwirkungen mit der Kirlianfotographie festgehalten werden kann..

Meiner Ansicht nach hat das einfach mit dem elektrostatischen Feld eines Lebewesens zu tun, welches jeder von uns uns auch besitzt und über den Austausch von "Druckwirkungen" und entsprechender Polarisation aufeinander einwirkt..

Es heisst doch nicht umsonst, mit Manchen kann man und mit Manchen einfach nicht...

Dabei braucht man sich vorher nie gesehen zu haben, es ist einfach sofort da!

JGC

Aurora
30.05.2007, 09:08
Zitat:
Zitat von Aurora
Zugvögel (...) Möglich auch, dass sie feinste seismische Schwingungen wahrnehmen können.

Das bezweifle ich leider, Auraora, denn Vögel sind im allgemeinen nicht gerade für ihren Tastsinn berühmt.


Sehe jetzt erst, was ich da eigentlich für Blödsinn geschrieben habe. :( Das Fühlen feinster seismischer Schwingungen bezog sich nicht auf Vögel/Zugvögel, sondern auf andere Tierarten.
Bei den einzelnen Tierarten sind die einzelnen Sinne unterschiedlich stark ausgeprägt, hat aber sicher was mit ihrer Lebensweise bzw ihrem Lebensraum zu tun. Delphine bspw. orientieren sich mit einer Art Sonarortung, Fledermäuse können Ultraschall hören, Katzen haben ein größeres Gesichtsfeld als Menschen, dafür ist aber das Farbsehen weniger ausgeprägt, Hunde können nur im Nahbereich gut sehen usw usf.
Nur beim Menschen scheint die Evolution alle Sinne gleichmäßig gut/schlecht entwickelt zu haben. Irgendwie herrscht in dieser Richtung bei uns mehr oder weniger Mittelmaß, dafür verfügen wir aber über Intelligenz, eben um diese Sinneseindrücke auch einzuordnen und dazu zählt auch das Beobachten der Umwelt und das Ziehen der richtigen Schlüsse.
Man könnte jetzt sagen, dieses Beobachten haben wir verlernt. Stimmt in gewisser Weise auch, wir sind aber eben zu faul geworden diese Fähigkeit zu nutzen, wir haben sie nicht verloren, hätten wir das, wären auch Menschen gehandicapt, die sich der „Naturforschung“ verschrieben haben. Im allgemeinen übersehen wir einfach viel zu viel, mag sein aus Desinteresse, mag sein aus Übersättigung und sind dann sehr erstaunt, wenn wir auf bestimmte Dinge aufmerksam gemacht werden. Falls wir uns aber mal die Zeit nehmen und beobachten, fallen uns Dinge auf, die wir sonst nie beachtet haben und bringen sie möglicherweise in einen falschen Zusammenhang.

Jonas schrieb, dass Tiere im allgemeinen Wasser meiden, weil es Gefahr bedeuten kann, darum sterben weniger Tiere durch Überflutung. Du schreibst von auffälligem Verhalten der Störche bei der Elbe-Muldeflut.

Die Frage ist jetzt, war das Verhalten der Störche tatsächlich auffällig, oder ist es Dir/Deiner Frau in dem Jahr nur besonders aufgefallen?
Kann es nicht auch sein, dass ein bestimmter Wetterverlauf in einem bestimmten Jahr, ein solches Verhalten auslöst, weil die Tiere eben aus „Erfahrung wissen“, bei diesem oder jenem Wetterverlauf ist der Beginn der Wanderung so und so zu verlegen?
Dazu müsste man aber über einen langen Zeitraum, das Verhalten der Störche beobachten und genauestens notieren, was passiert wann, in welchem Zusammenhang.

Ich könnte mir vorstellen, dass unsere Altvorderen auch derartiges geachtet haben und auch Rückschlüsse auf bestimmte Entwicklungen ziehen konnten.


Gruß Aurora

Orbit
30.05.2007, 10:11
Hallo Aurora
Ich möchte Dir mal ein Spiegelchen vorhalten:
Du relativierst den Zusammenhang zwischen frühem Wegflug und Elbe-Katastrophe:

Kann es nicht auch sein, dass ein bestimmter Wetterverlauf in einem bestimmten Jahr, ein solches Verhalten auslöst, ...
Das hat Toni aber selbst bereits in seinem Beitrag getan:

Ein Grund könnte sein, dass wir bis dahin (1.8.) einen ziemlich miesen Sommer hatten.
Du pochst immer wieder - mit Recht übrigens - auf wissenschaftliche Betrachtungsweise. Dass Du selbst diesem Grundsatz nicht immer nachlebst, ist mir in diesem Thread nun schon zum zweiten Mal aufgefallen:
Bei Deinem Exkurs über Wetterbeobachtung, wo Du ausgesprochen subjektive Wahrnehmung zur Basis Deiner Aussagen gemacht hast und jetzt hier:

Nur beim Menschen scheint die Evolution alle Sinne gleichmäßig gut/schlecht entwickelt zu haben.
Das ist nun wirklich keine Aussage mit wissenschaftlichem Wert. Dieses Mittelmass ergibt sich doch einfach, weil unsere Sinnesorgane das Eichmass sind. Oder?
Was hier als Kritik daherkommt, hat aber gleichzeitig auch einen positiven Aspekt: Das Gespiegelte macht Dich in meinen Augen menschlicher. Deine wissenschaftliche Argumentationsweise in paläontologischen und archäologischen Fragen in Ehren; aber ich muss gestehen, dass ich viele Deiner Beiträge nur mit Mühe lesen mag, weil da eben immer wieder ein kleinkarriertes Kritisieren um des Kritisierens willen durchschlägt. Auch wenn Du beteuerst, dass Deine Kritik nicht persönlich gemeint sei, hat sie deshalb aber zwischen den Zeilen immer wieder etwas persönlich Gemeintes.
Gruss Orbit

JGC
30.05.2007, 11:21
Hi, Orbit

Hast du dich kritisiert gefühlt?

Ich empfand das nicht so..

Da ist schon was dran...

Unsere Reizeüberflutung lässt uns heute so gut wie emotional blind durch die Gegend laufen...

Gefühle haben normalerweise ein Spektrum wie die Farben auch..

Aber anscheinend kennen wir nur noch die Grundgefühle wie die Grundfarben...

Gut schlecht(schwarz Weis) Zuneigend - abneigend (gewollt- nicht gewollt als Komplementärfarben) weich und hart( Pastell - grellfarbig) usw...

Sogesehen sind wir durch die Bank emotional verblödet und abgestumpft..

Wenn ihr euch die Medienberiselung so betrachtet und das eigene Ablenkungsverhalten..

Wen wundert es da eigentlich noch?


JGC

Aurora
30.05.2007, 14:45
Hallo Orbit


Hallo Aurora
Ich möchte Dir mal ein Spiegelchen vorhalten:
Du relativierst den Zusammenhang zwischen frühem Wegflug und Elbe-Katastrophe:

Zitat:
Kann es nicht auch sein, dass ein bestimmter Wetterverlauf in einem bestimmten Jahr, ein solches Verhalten auslöst, ...

Das hat Toni aber selbst bereits in seinem Beitrag getan:


Stimmt, ich relativiere und auch Toni hat relativiert, indem er den bescheidenen Sommer 2002 ansprach. Könnte mit dem Wetter zusammenhängen, aber eben auch mit der Flut.
Müsste man Ornithologen fragen, ob die in diesem Verhalten etwas Auffälliges sehen.
Hab ich keine Ahnung


Das ist nun wirklich keine Aussage mit wissenschaftlichem Wert. Dieses Mittelmass ergibt sich doch einfach, weil unsere Sinnesorgane das Eichmass sind. Oder?



Unsere Sinnesorgane als Eichmaß, mag sein. Irgend etwas muss beim Vergleich als Basis wählen. :confused:


Was hier als Kritik daherkommt, hat aber gleichzeitig auch einen positiven Aspekt: Das Gespiegelte macht Dich in meinen Augen menschlicher.

Kritik an wem? An der Evolution? Die hat uns mit dem ausgestattet, was für unser Überleben notwendig ist. Dank unserer Intelligenz benötigen wir wahrscheinlich keinen besonders ausgeprägten Sinn. Ich habe das sicher blöd ausgedrückt, nicht gerade wissenschaftlich, :( aber Gleichmaß muss nicht Mittelmaß sein. Mit den Sinnesorganen einzelner Tierarten habe ich mich auch nicht eingehend beschäftigt, kann hier also auch nur sagen, was ich irgendwann irgendwo gelesen habe. :rolleyes:


Deine wissenschaftliche Argumentationsweise in paläontologischen und archäologischen Fragen in Ehren; aber ich muss gestehen, dass ich viele Deiner Beiträge nur mit Mühe lesen mag, weil da eben immer wieder ein kleinkarriertes Kritisieren um des Kritisierens willen durchschlägt.

?????
Habe Toni nicht kritisiert, ihm/seiner Frau ist etwas aufgefallen, was mir nicht aufgefallen wäre. Er hat selbst eingeräumt, nicht zu wissen, warum die Tiere sich im Jahr der Flut genau so verhielten. Möglicherweise kann aber aus vergangenen Beobachtungen, ein bestimmtes wetterbezogenes (auffälliges) Verhalten rekonstruiert werden. Ist aber kein solches Verhalten, aus der Erinnerung heraus, beobachtet worden, besteht die Möglichkeit/Wahrscheinlichkeit, dass dieses Verhalten doch mit der Flut in Zusammenhang steht.


Gruß Aurora

Toni
30.05.2007, 17:52
Hier hab ich mal einen Link zu der Richtung dessen, was ich vor kurzem geschrieben habe...

http://www.paradox.ch/kosmos/psheldrake.htm

Falls ich mal was zu dem Experiment was finde, wobei der ganze Ameisenstaat desorientiert wurde, dann schick ich den auch.. Sehr schön, JGC! Ich habe mir den gesamten Link durchgelesen (ich meine jetzt allerdings nicht nur die blaue Schrift in obiger Link-Zeile :rolleyes: ) und finde ihn hochinteressant! Von der Kirlian-Fotografie habe ich vor ein paar Jahren schon mal einige Beiträge im Fernsehen gesehen und war sehr erstaunt, wie man so etwas zuwege bringen kann. Dieses Phänomen von Schmerzen in nicht mehr vorhandenen Gliedmaßen ist mir persönlich durch Fälle in der Verwandtschaft ebenfalls bekannt. :eek:

Es heisst doch nicht umsonst, mit Manchen kann man und mit Manchen einfach nicht...
Dabei braucht man sich vorher nie gesehen zu haben, es ist einfach sofort da! Ja, genau. Und so scheint auch "Liebe auf den ersten Blick" zu funktionieren. :) - Oder auch der Umgang der verschiedenen User hier im Forum untereinander. ;)

Umgängliche Grüße von
Toni

Daniel99
30.05.2007, 19:29
Hallo Toni



Zitat Toni:
Wie kommst Du darauf, dass "Zugtiere" wie Pferde, Esel oder Ochsen fliegen könnten??
Bei der letzten Silvesterparty sah ich den einen oder anderen Ochsen fliegen, ansonsten glaube ich nicht das Zugtiere fliegen können. Sorry peinlicher Schreibfehler. :o


Zitat Toni:
Das ist sicherlich völlig richtig, doch ich wollte ja wissen, woher Tiere so etwas beizeiten wissen und womit sie eventuelle Vorwarnsignale wahrnehmen?
Also, das glaube ich ja nun überhaupt nicht! Tsunamis haben nämlich auf offener See die "heimtückische" Eigenschaft, nicht sonderlich aufzufallen. Die typischen Wellenberge werden erst ausgebildet, wenn so eine Welle Flachwasserbereiche erreicht.
Durch die Kommunikation der Tiere untereinander. Der Schall unter Wasser ist fünf mal so schnell wie in der Luft.
So konnten die Delfine die Gefahr erahnen.
Das nervöse verhalten der Delfine ging über auf die Tiere an Land und so konnten Sie sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.


Zitat Toni:
Das kann ich nicht gelten lassen, denn für ein weit von Sri Lanka entferntes Epizentrum wie die Küste vor der indonesischen Insel Sumatra muss es noch lange nicht bedeuten, dass
1.- ein Erdbeben in dieser Entfernung überhaupt noch zu spüren ist,
2.- es einen Tsunami nach einem Erdbeben geben muss und
3.- ein todbringender Tsunami die Küste Sri Lankas immer treffen muss.
Siehe: Delfine Lösung

Jedenfalls könnte ich mir das so vorstellen.

Es gibt aber auch andere Meinungen von renommierten Wissenschaftlern

Siehe den Link von Dr. Rupert Sheldrake

http://www.bunkahle.com/Aktuelles/Parapsychologie/55Sheldrake.html


In seinem neuen Buch Der siebte Sinn der Tiere stützt sich Sheldrake auf Berichte von Tierbesitzern aus aller Welt sowie auf ausführliche eigene Experimente, die aufzeigen, dass Tiere über erstaunliche intuitive Fähigkeiten verfügen. Sie wissen oft nicht nur lange im Voraus, dass Herrchen oder Frauchen heimkehren wird, dass sie zum Tierarzt müssen, ihnen die Jungen weggenommen werden, sondern auch, wann ein geliebter Mensch stirbt oder verunfallt. Andere Tiere wiederum finden über unglaubliche Distanzen ihren Weg nach Hause oder sie spüren Katastrophen wie Erdbeben oder einen individuellen Epilepsieanfall voraus.

Wenn man so was liest, könnte die Frage aufkommen:
Unterschätzen wir das Wesen der Tiere mit all ihren Sinnen?

MfG Daniel

Toni
30.05.2007, 19:57
Hallo Aurora,

Sehe jetzt erst, was ich da eigentlich für Blödsinn geschrieben habe. nicht doch. Das ist doch jedem hier schon mal passiert, dass er gedanklich bereits viel weiter war, aber die Finger mit dem Schreiben gar nicht so schnell hinterher kamen. :o


Bei den einzelnen Tierarten sind die einzelnen Sinne unterschiedlich stark ausgeprägt, hat aber sicher was mit ihrer Lebensweise bzw ihrem Lebensraum zu tun. Das ist vollkommen richtig. Und manche Tiere besitzen eben sogar Sinne, die unserem Verständnis völlig fern sind. - Deshalb ja auch meine "Urfrage" im Einführungs-Thread, ob die meisten Tierarten so etwas hypothetisches wie Tachyonen empfangen können?! :eek:

Ich meine, wir als Menschen können uns das ganz und gar nicht vorstellen, weil: Wir wissen ja noch nicht einmal, wie ein solches Empfangsorgan bei den Tieren überhaupt funktionieren und aussehen soll!! Und es gibt ja auch derzeit keine technische Möglichkeit, solche (sicherlich materielosen) Teilchen nachzuweisen, weshalb sie schließlich "hypothetisch" sind. ;)

Nur beim Menschen scheint die Evolution alle Sinne gleichmäßig gut/schlecht entwickelt zu haben. Das kann man so nicht unbedingt sagen. Aber dies hat ja "Orbit" schon erklärt. Z.B. sind unsere menschlichen Augen überdurchschnittlich gut. Primaten, zudenen wir nun ja mal gehören, werden auch als "Augentiere" bezeichnet und wenn jemand von uns erblindet, nachdem er bereits sehen konnte, so ist dies für ihn eine wahre Katastrophe!! Nicht selten tragen sich diese Menschen mit dem Gedanken, Selbstmord zu begehen. :eek:

Dass unser Sehvermögen nicht so exzellent ausgebildet ist, wie das der Vögel, liegt ja auf der Hand. Wir müssen uns halt nicht mit hoher Geschwindigkeit durch die Lüfte bewegen ...

Ebenso außergewöhnlich gut ist unser Geschmackssinn entwickelt. Wenn ich sehe, was manche Tiere so zu sich nehmen, könnte mir schlecht werden! Der Mensch ist doch sehr geschmacksempfindlich, was vermutlich mit dem nicht sehr "wirtschaftlichen" Verdauungssytem zu tun haben wird. Vieles ist für uns giftig, was andere Tiere "ohne mit der Wimper zu zucken" schlucken.

Unser Hörsinn ist zwar gut, aber da gibt es im Tierreich wesentlich besseres im Angebot.

Unser Tastsinn ist auch nicht besser. Da allerdings haben wir aber wahrscheinlich im Laufe der Jahrtausende einiges verlernt. Z.B. entwickelt sich dieser, wie auch der Hörsinn bei blinden Menschen wesentlich besser und man kann nur staunen, was blinde Menschen alles hören, fühlen und riechen können!

Und schon sind wir beim Geruchssinn. Dieser ist bei uns der schwächste aller fünf Sinne. Da haben selbst unsere nächsten Verwandten im Tierreich, die Menschenaffen, einen besser entwickelten Geruchssinn! Uns völlig unbewusst ist ja sogar das winzigkleine Organ in der Nase, welches uns Männern die Feromone unserer Weibchen unbewusst riechen lässt. Diese kleinen zusätzlichen "Löcher" in unseren Nasen wurden erst vor einigen Jahren entdeckt und etwas erforscht, aber so richtig verstanden, wie diese im speziellen funktionieren, hat man sie noch nicht.

(...) wir haben sie nicht verloren, hätten wir das, wären auch Menschen gehandicapt, die sich der „Naturforschung“ verschrieben haben. Das ist soweit auch richtig, aber bei der breiten Masse haben sie sich mit ziemlicher Sicherheit schon sehr weit zurückgebildet. Babies z.B. haben noch ein wesentlich besseres Gehör, weil sie sich ja im Mutterleib ausschließlich auf dieses Sinnesorgan verlassen hatten.

Die Frage ist jetzt, war das Verhalten der Störche tatsächlich auffällig, oder ist es Dir/Deiner Frau in dem Jahr nur besonders aufgefallen? Sagen wir mal, es ist meiner Frau besonders aufgefallen, weil es eben ein von der Regel abweichendes Verhalten gewesen ist, über das wir bereits sprachen und uns wunderten, bevor überhaupt nur an ein Hochwasser zu denken war!

Ganz ähnlich verhielt es sich in diesem Jahr mit den Schwalben! Die Rauchschwalben (ebenfalls Zugvögel, die in Afrika überwintern) treffen regelmäßig jedes Jahr Mitte April (so um den 15. herum) bei uns ein. Ich weiß das deswegen so genau, weil ich 12 Jahre in einer großen Heizungsanlage gearbeitet habe und dort drinnen jedes Jahr Schwalben nisteten und brüteten. - Ach, wie oft habe ich junge Schwälbchen, die aus dem Nest gefallen waren, wieder mit halsbrecherischen Klettertouren in ihr Nest zurückgesetzt, wenn die Elternvögel nicht anwesend waren, aber am nächsten Tag lagen sie wieder unten und wieder und wieder - bis sie irgendwann tot waren. - Aber das nur am Rande.

Dieses Jahr aber war das anders! Die ersten Rauchschwalben trafen schon Ende März ein. Sie "wussten" also bereits im vorhinein, dass das Wetter hier in unseren Landen sehr mild und warm werden würde - was ja dann auch eintrat: Dieser April wurde der wärmste und sonnigste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen!!

Kann es nicht auch sein, dass ein bestimmter Wetterverlauf in einem bestimmten Jahr, ein solches Verhalten auslöst, weil die Tiere eben aus „Erfahrung wissen“, bei diesem oder jenem Wetterverlauf ist der Beginn der Wanderung so und so zu verlegen? Ja klar, das kann mit dem Wetterverlauf zusammenhängen und Störche erreichen ja auch ein recht hohes Alter. Dies alles jedoch mit Erfahrungswerten erklären zu wollen, scheint mir nicht möglich, denn woher z.B. wollen junge Störche, die noch nie in Afrika waren und überhaupt erst zum allerersten Mal am Vogelzug teilnehmen, wissen, wo sie hinfliegen müssen?? Schließlich verlassen sie rund 2 Wochen vor den Altvögeln die hiesigen Gefilde und haben das Ziel ihrer Reise praktisch "einprogrammiert"!

Habe Toni nicht kritisiert, ihm/seiner Frau ist etwas aufgefallen, was mir nicht aufgefallen wäre. Er hat selbst eingeräumt, nicht zu wissen, warum die Tiere sich im Jahr der Flut genau so verhielten. Habe ich auch nicht so empfunden, Aurora. Dafür kenn ich Dich ja nun schon recht gut aus zahlreichen Beiträgen.

Möglicherweise kann aber aus vergangenen Beobachtungen, ein bestimmtes wetterbezogenes (auffälliges) Verhalten rekonstruiert werden. Ist aber kein solches Verhalten, aus der Erinnerung heraus, beobachtet worden, besteht die Möglichkeit/Wahrscheinlichkeit, dass dieses Verhalten doch mit der Flut in Zusammenhang steht. Wir müssten vielleicht mal einen gestandenen Biologen für diese Forum anwerben, meinst Du nicht auch? Der könnte uns dann in solchen Threads vielleicht auch etwas genauere Auskünfte hier und da erteilen.
Was den zweiten Teil dieses Zitats betrifft, so muss ich hier noch anmerken, dass ja auch das Verhalten der anderen einheimischen Wildtiere so aussah, dass keines von denen ertrunken ist oder irgendwo angeschwemmt wurde. Das einzige, was mit den Fluten hier vorbeikam, war menschlicher Unrat, jede Menge Baumstämme, Äste und Stroh von den überfluteten Äckern sowie komplette Einfamilienhäuser!! - Aber nur solche, die nicht unterkellert waren.

Nun erst mal in den Keller gehende Grüße von
Toni

Aurora
01.06.2007, 10:08
Hi Toni,


Das ist vollkommen richtig. Und manche Tiere besitzen eben sogar Sinne, die unserem Verständnis völlig fern sind. - Deshalb ja auch meine "Urfrage" im Einführungs-Thread, ob die meisten Tierarten so etwas hypothetisches wie Tachyonen empfangen können?!

Ich meine, wir als Menschen können uns das ganz und gar nicht vorstellen, weil: Wir wissen ja noch nicht einmal, wie ein solches Empfangsorgan bei den Tieren überhaupt funktionieren und aussehen soll!! Und es gibt ja auch derzeit keine technische Möglichkeit, solche (sicherlich materielosen) Teilchen nachzuweisen, weshalb sie schließlich "hypothetisch" sind.


Das mit den Tachyonen habe ich ganz bewusst außen vor gelassen, weil nicht die geringste Ahnung habe, wie das funtionieren soll. Nachrichten aus der Zukunft oder ähnliches. ;)

Irgendwas muss es aber in der Natur geben, was schon sehr frühzeitig Veränderungen anzeigt und das die Tiere frühzeitig reagieren lässt.
Ich kann mir auch nur vorstellen, dass Mensch in der Frühzeit dieses verhalten der Tiere genau beobachtete und aufgrund seiner Intelligenz auch einzuordnen wusste und ebenfalls reagierte.
Dieses Beobachtungsvermögen ist, naja nicht gerade rückentwickelt, aber doch in Vergessenheit geraten.


Das kann man so nicht unbedingt sagen. Aber dies hat ja "Orbit" schon erklärt. Z.B. sind unsere menschlichen Augen überdurchschnittlich gut. Primaten, zudenen wir nun ja mal gehören, werden auch als "Augentiere" bezeichnet und wenn jemand von uns erblindet, nachdem er bereits sehen konnte, so ist dies für ihn eine wahre Katastrophe!! Nicht selten tragen sich diese Menschen mit dem Gedanken, Selbstmord zu begehen.


Naja Augentiere/Nasentiere, ich kenne diese Einordnung, kann damit aber nicht so richtig was anfangen. Sicher ist unser Sehvermögen sehr gut ausgebildet, kann aber nicht immer nachvollziehen an welchen Faktoren das nun festgemacht wird. Wie schon angedeutet, ist das Gesichtsfeld vieler Tiere (Jäger) größer als das der Menschen, dafür haperts mit dem Farbsehen. ich habe aber keine Ahnung ob das nun primär mit dem Aufbau der Augen zu tun hat oder mit den Verarbeitungsvermögen des Gehirns. Unser Nachtsichtvermögen ist aber nicht ganz so doll. Ist aber auch egal. :)
Im Endeffekt funktioniert unser Wahrnehmungsvermögen wahrscheinlich nur im Zusammenspiel all unserer Sinnesorgane und dem wie unser Gehirn diese Eindrücke verarbeitet und welche Schlussfolgerungen wir daraus ziehen.
Ich denke mal in dieser Richtung haben wir einiges verlernt, indem wir viele Eindrücke zwar registrieren, aber nicht mehr einornden. Kann auch daran liegen, dass in unserer technisierten Welt einfach zu viele Eindrücke verarbeitet werden müssen, dass wir entweder überfordert sind oder als "normal" hinnehmen, was uns eigentlich Gefahr sigalisieren sollte.
Weiß nicht, keine Ahnung. :confused:


Ganz ähnlich verhielt es sich in diesem Jahr mit den Schwalben! Die Rauchschwalben (ebenfalls Zugvögel, die in Afrika überwintern) treffen regelmäßig jedes Jahr Mitte April (so um den 15. herum) bei uns ein. Ich weiß das deswegen so genau, weil ich 12 Jahre in einer großen Heizungsanlage gearbeitet habe und dort drinnen jedes Jahr Schwalben nisteten und brüteten. - Ach, wie oft habe ich junge Schwälbchen, die aus dem Nest gefallen waren, wieder mit halsbrecherischen Klettertouren in ihr Nest zurückgesetzt, wenn die Elternvögel nicht anwesend waren, aber am nächsten Tag lagen sie wieder unten und wieder und wieder - bis sie irgendwann tot waren. - Aber das nur am Rande.


Das mit den Rauchschwalben kann ich bestätigen, weil die seit einigen Jahren unter dem Dachüberhang von der Garage brüten, Nistmaterial finden sie gleich vor der Haustür, in unserem Gartenteich. Vergangenes Jahr sind sie seltsamerweise ganz weggeblieben, die Nester blieben leer. Was mit aber aufgefallen war, die Jungvögel der zweiten Brut haben in den Jahren 2004 und 2005 erst sehr spät (Anfang/Mitte Oktober) ihren Flug nach Süden angetreten, da waren die (anderen) Schwalben eigentlich schon weg.


Wir müssten vielleicht mal einen gestandenen Biologen für diese Forum anwerben, meinst Du nicht auch? Der könnte uns dann in solchen Threads vielleicht auch etwas genauere Auskünfte hier und da erteilen.


Hab doch schon angedeutet, müsste man mal Ornithologen fragen. :) Die müssten sich ja auskennen, kenn aber keinen.
Uns fällt wahrscheinlich nur die Ausnahme von der Regel auf.
In dem Zusammenhang auch mal ne Annekdote am Rande:
Am Sonntag ging hier ein ziemlich heftiger Gewitterregen nieder, dazu gabs bei Wetter.com die entsprechende Unwetterwarnung. Mein Sohn war nun der Meinung: hat sich das Wetter in den letzten Jahren wirklich so dramatisch verändert, früher gabs doch auch Gewitter und Hagel, haben die da auch son tamtam gemacht? Muss dazu sagen, mein Sohn ist bei der Freiwilligen Feuerwehr und hockt bei Unwetterwarnungen in Bereitschaft.
Tja, wenn ich mir das recht überlege - schwere Gewitter gab es eigentlich schon immer und ich kann mich an Jahre erinnern, da traten die häufiger auf, waren auch recht schwer, aber stets Unwetterwarnungen gab es nicht/wesentlich seltener.
Ich frag mich jetzt, liegt das daran, dass unsere technischen Möglichkeiten nicht ausreichten, wir heute über ein wesentlich ausgefeilteres Informationssystem in Verbindung mit den technischen Möglichkeiten verfügen oder an einem übersteigerten Sicherheitsbedürfnis?

Gruß Aurora

JGC
01.06.2007, 10:46
Hi..


Wer mich schon ein bisschen kennt, der weiss inzwischen schon, wie ich mir das vorstellen könnte, Informationen aus der "Zukunft" zu erhalten..

Da ich Gravitation als Druckereignis betrachten kann, kann ich auch die psychosomatische Wirkweise eines "Situationsdrucks" als "gravitatives Ereignis" betrachten. Schliesslich kann jede Masse untereinander wechselwirken und auch deren plötzliche Veränderungen(z.B. einer tektonischen Bewegung) intuitiv erfassen.

Und ich glaube, das dafür das Sinnesorgan unserem Sonnengeflecht entsspricht, welches als komplexes Nervensystem unseren Bauchraum durchzieht und all die eingehenden "Druckunterschiede(in Wahrheit statische Spannungspotential-Unterschiede) registrieren kann. Das es also nichts mit Hokuspokus zu tun hat, sondern der bisher (legal)unerforschten Wirkung der longitudinalen Wellen auf unser Empfinden.

Weil der springende Punkt ist doch der, das ein statisches Feld sich nur über deren jeweiligen Durchmesserveränderungen(Spannungsveränderungen) in Form von Druckschwankungen unserem eigenen statischen Feld gegenüber(das was man als emotionale Sphäre bezeichnen könnte) äussern kann und wir es bisher einfach noch nicht verstanden haben, wie das an und für sich einfache Prinzip in uns Anwendung findet.

Wer meine Au8ffassung von Elektromagnetischer /gravitativer Kopplung kennt, der weiss auch, das ich persönlich das Licht und die Gravitation zu Ein und dem Selben gehörend betrachte.
Nur das sie sich in 2 verschiedenen Formen ausbreiten.

Die Transversale als EM-Wirkung und die Longitudinale als Druckwirkung.

Und durch ihre unterschiedlichen Amplitudenwege und deren unterschiedlichen "wegekonfigurationen es eben automatisch zu unterschiedlichen Zeitverläufen kommt kommt, die eben zukünftige Ereignisse sozusagen als "Echo" von den momentanen Ereignissen über unser unbewusstes lympisches System empfangen werden können und wir nur verlernt haben, auf unsere inneren Gefühle richtig zu hören, da ja auch deren richtige Interpretationen erst wieder erlernen müssen, um sie richtig einzusetzen.

JGC

Toni
01.06.2007, 16:56
Hi Daniel,

Bei der letzten Silvesterparty sah ich den einen oder anderen Ochsen fliegen, ansonsten glaube ich nicht das Zugtiere fliegen können. Sorry peinlicher Schreibfehler. :o ich hoffe und glaube auch, Du konntest genau so herzhaft lachen wie ich. :D


Der Schall unter Wasser ist fünf mal so schnell wie in der Luft. Na ja, wollen wir mal nicht übertreiben. Sagen wir: viermal. :o - Genau genommen beträgt der Unterschied bei 15°C das 4,3-fache.
Jetzt muss ich Dir aber leider dagegenhalten, dass sich Tsunamis ja auch mit bis zu Schallgeschwindigkeit (der Luft über dem Wasser) unter Wasser fortpflanzen! Siehe -->
http://de.wikipedia.org/wiki/Tsunami#Geschwindigkeit

Darin steht u.a.:

Die Ausbreitungsgeschwindigkeit beträgt somit in Ozeanen (Wassertiefe ca. 5000 m) ca. 800 km/h. Das ist vergleichbar mit der Reisegeschwindigkeit eines Flugzeuges. Tsunamis können also binnen einiger Stunden ganze Ozeane durchqueren und sich bis zu 20.000 km ausbreiten, ohne dabei unmittelbar bemerkt zu werden.


Das nervöse verhalten der Delfine ging über auf die Tiere an Land und so konnten Sie sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Häää??? Wie soll das denn gehen??? Sind die Delfine aus dem Wasser gesprungen (so, wie sie das ja öfters machen) und haben den Landtieren Signale mit der Schwanzfluke gegeben??? :rolleyes: - Nee, Daniel, solch eine Vorstellung hakt an allen Ecken.


Es gibt aber auch andere Meinungen von renommierten Wissenschaftlern
Siehe den Link von Dr. Rupert Sheldrake Ich habe diese gesamte Seite über das Buch gelesen und stimme mit dem dort Geschriebenen in allen Punkten überein. Allerdings werden auch hier größtenteils nur Fragen aufgeworfen und keine Lösungen angeboten. Dass hier biomorphologische Felder (Kirlian-Fotografie) eine gewisse (aber nicht unbedingt entscheidende) Rolle spielen könnten, sehe ich als eine Möglichkeit unter vielen. Eine andere wäre die mit dem Zeitparadoxon der "hypothetischen" Tachyonen.


Wenn man so was liest, könnte die Frage aufkommen:
Unterschätzen wir das Wesen der Tiere mit all ihren Sinnen? Da kann ich nur sagen: Auf jeden Fall!!

Mit besten Grüßen aus der alten Heimat von
Toni


PS: Hier ist noch eine prima Animation des Tsunamis von 2004:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:2004_Indonesia_Tsunami_Complete.gif

Daniel99
01.06.2007, 18:30
Hallo Toni

Das Seebeben welches den Tsunami auslöste, müsste eine akustische Welle auf irgendeine Frequenz ausgesendet haben, diese ist schneller als die Geschwindigkeit des Tsunami und so waren die Delfine vorgewarnt und reagierten deswegen so nervös.


Delfine kommunizieren in einer eigenen Sprache und orientieren sich durch Signale im Ultraschallbereich: Die Signale sind für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar und werden erst am Computer hörbar. Delfine "senden" nicht auf einer einzigen Frequenz, sondern modulieren ihre Signale.


Während das menschliche Gehör bereits bei Frequenzen über 19.000 Hz seine Obergrenze erreicht (diese sinkt mit zunehmendem Alter auf unter 12.000 Hz), so können Delfine auch Frequenzen über 19.000 Hz (so genannten Ultraschall) wahrnehmen. Ihr Wahrnehmungsvermögen reicht bis zu Frequenzen von über 150.000 Hz.

Die Vorstellung das Instantan nach dem Seebeben, die Delfine die drohende Gefahr erahnten, halte ich für nicht möglich, es muss ein akustisches Welle bzw. Signal unter Wasser gegeben haben.


Zitat Toni:
Häää??? Wie soll das denn gehen??? Sind die Delfine aus dem Wasser gesprungen (so, wie sie das ja öfters machen) und haben den Landtieren Signale mit der Schwanzfluke gegeben???

Natürlich haben Sie nicht mit der Schwanzflosse gewackelt und so per Zeichensprache den Elefanten mitgeteilt, ein Tsunami ist im Anmarsch. :D

Die Seevögel reagieren sensibel auf ihre Umwelt und so auf das Verhalten der Delfine.
Die Landtiere reagieren sensibel auf das Verhalten der Seevögel und so ist ihre Panik zu erklären oder durch ihren Elektromagnetischen Sinn.

Das ist meine Interpretation.;)

Hier ist auch die Frage berechtigt: Wer reagierte zuerst ungewöhnlich, die Landtiere welche die drohende Gefahr mit ihren Sinnen erahnten oder die Delfine welche ein Signal unter Wasser registrierten, wenn es dann eins gab?


MfG Daniel

Toni
01.06.2007, 18:56
Hi Aurora,

Das mit den Tachyonen habe ich ganz bewusst außen vor gelassen, weil nicht die geringste Ahnung habe, wie das funtionieren soll. Nachrichten aus der Zukunft oder ähnliches. das ist eigentlich gar nicht so schwer. ;)
Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft sind eigentlich nur eine Abfolge von sich ständig erneuernden Reälitäten. Alle Informationen, die wir mittels des Lichts, der Akustik usw. erfahren, sind bereits am Ort ihrer Entstehung/Aussendung Teil der dortigen Vergangenheit. Dabei sind die Informationen, welche uns mit Lichtgeschwindigkeit erreichen, logischerweise die schnellsten. Doch auch diese übermitteln uns nur Informationen, die zur selben Zeit am Standort des Senders bereits Vergangenheit sind.

Teilchen (oder auch Wellen), die sich nun schneller als "c" bewegen, müssen erstens materielos sein (wegen Einstein :o ) und zweitens müssen sie in der Zeit rückläufig wirken (auch wegen Einstein :D ). Dies führt natürlich zu diesem von vielen Leuten unverstandenen oder auch gefürchteten Zeitparadoxon.

Falls Wechselwirkungen zwischen den Tachyonen und den Tardyonen nachgewiesen werden könnten, würde dies bedeuten, dass Botschaften aus der Zukunft in die Vergangenheit übermittelt werden könnten. Zeitparadoxa (http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fvaterparadoxon) wären die Folgen. Dieses Paradoxon bedeutet nämlich mehrerlei:
So lange sich diese hypothetischen Tachyonen mit einer Geschwindigkeit zwischen "c" und "2c" bewegen, nehmen nur wir als Beobachter an, uns würden diese Teilchen aus der Zukunft erreichen. Das ist jedoch falsch, denn für denjenigen, von dem die Tachyonen ausgehen, vergeht ja genau so viel Zeit wie für uns.
Bei Tachyon-Geschwindigkeit von genau "2c" würden die damit übermittelten Informationen genau zum selben Zeitpunkt bei uns eintreffen, wie dort, wo sie ausgesandt wurden. Auch hier könnten wir noch nicht real behaupten, Ereignisse aus der Zukunft zu "sehen", da diese für den Ort des Ereignisses auch noch nicht stattgefunden hat.
Erst bei Tachyon-Geschwindigkeiten größer als "2c" werden Informationen aus einer gegenwärtig weder für den Beobachter noch für den Sender existenten Zukunft zu uns übermittelt. :eek: Dies stellt dann das "echte" Zeitparadoxon dar.

Zudem eröffnet sich uns durch diese Teilchen/Wellen die von mir lange Zeit negierte Möglichkeit, dass unsere Zukunft (oder zumindest Teile davon) bereits vorherbestimmt sind. - Eine grausige Erkenntnis, vor allem wenn man bedenkt, dass so etwas in allen Religionen festgeschrieben steht!

Dieses Beobachtungsvermögen ist, naja nicht gerade rückentwickelt, aber doch in Vergessenheit geraten. Stimme ich voll mit Dir überein! (Kommt höchst selten vor, ich weiß, aber warum denn nicht?)

ich habe aber keine Ahnung ob das nun primär mit dem Aufbau der Augen zu tun hat oder mit den Verarbeitungsvermögen des Gehirns. Also, wie ich erst vor kurzem im Fernsehen sah, besitzt der Mensch drei verschiedene Farbrezeptoren auf der Netzhaut. Viele Raubtiere wie Hunde, Katzen u.a. besitzen nur zwei, haben dafür aber ein besseres Schwarz-weiß- bzw. Nachtsicht-Verhalten auf ihren Netzhäuten. Nun ja, das von Hunden ist wirklich schlecht, die sehen wesentlich mehr mit der Nase als mit den Augen.

Kann auch daran liegen, dass in unserer technisierten Welt einfach zu viele Eindrücke verarbeitet werden müssen, dass wir entweder überfordert sind oder als "normal" hinnehmen, was uns eigentlich Gefahr sigalisieren sollte. Stimme ich auch wieder voll mit überein!

Was mit aber aufgefallen war, die Jungvögel der zweiten Brut haben in den Jahren 2004 und 2005 erst sehr spät (Anfang/Mitte Oktober) ihren Flug nach Süden angetreten Während meiner "Beobachtungszeit" 1987-1998 musste ich mehrmals feststellen, dass die Schwalben sogar dreimal (!) Junge in einer Saison aufzogen! Es war dann aber manchmal vorgekommen, dass sie ihre dritte Aufzucht abbrachen und die letzten Jungen verhungernd allein ließen. Hier muss sicherlich das Nahrungsangebot neben dem zu erwartenden Wetter eine enorme Rolle spielen.

(...) müsste man mal Ornithologen fragen. Die müssten sich ja auskennen, kenn aber keinen. Ich ja leider auch nicht ...

Weiterhin nach Ornithologen im Internet suchende Grüße von
Toni

JGC
01.06.2007, 19:16
Hi..

zu:


Erst bei Tachyon-Geschwindigkeiten größer als "2c" werden Informationen aus einer gegenwärtig weder für den Beobachter noch für den Sender existenten Zukunft zu uns übermittelt. Dies stellt dann das "echte" Zeitparadoxon dar.

Was heisst echt???

Dieses Paradoxon entsteht dann auch nur deshalb, weil sich die "Informationsstrahlen" auf Grund ihrer Geschwindigkeit überkreuzen und wäre auch nur als relative Sichtweise zu betrachten...

Es heisst noch lange nicht, das eine Vision wirklich werden muss.. Dieses geschieht meistens nur dann, wenn sich kein Schwein dafür interessiert und sich an der bestehenden Situation tatsächlich überhaupt nichts verändert.

Die maßgebliche "Wirklichkeitsgrenze" ist grade so weit, wie unsere eigenen Sinne reichen und die ist die aktuelle Geschehnis-Ebene.

Alles was weiter weg ist kann je nach Entfernung mehr oder weniger bis ganz verhindert werden, schon alleine, wenn man über bestimmte Problematiken nachdenkt und sein Verhalten verändert... Dann verändern sich auch die entsprechend wirksamen momentanen Vorrauzssetzungen und ein Problem kann sich dann durchaus von selbst erledigen.

JGC


PS: der obige grün markierte Abschnitt sollte besser so beschrieben sein...

Dieses Paradoxon entsteht dann auch nur deshalb, weil sich die jeweiligen "Informationsstrahlen"(transversal und longitudinal) auf Grund ihrer jeweiligen Wegstruktur verschiedene Strecken in der selben Zeit durchlaufen. Die dabei erscheinenden unterschiedlichen Geschwindigkeit überkreuzen sich dabei und wären auch nur als relative Sichtweise zu betrachten...

Toni
07.06.2007, 05:23
Hi JGC,

Was heisst echt??? mit "echtem Zeitparadoxon" meine ich die Tachyonen (oder was für Wellen oder Teilchen auch immer ...), die nicht nur schneller als das Licht vom Ort des Aussendens zu uns gelangen und uns vorgaukeln, sie kämen aus der Zukunft (denn auch für den Aussender läuft die Zeit ja weiter), sondern Tachyonen, die auch für den Ort des Aussenders aus der Zukunft kommen.

Ich will das mal an einem Beispiel verdeutlichen:

Wir hier auf der Erde erleben (und das ist wirklich nur ein Beispiel! :rolleyes: ), meinetwegen am 1.1.2008, :eek: dass sich Alpha Centauri A zu einem Roten Riesen aufbläht. Aufgrund der Entfernung von 8,602 Lichtjahren fand dieses Ereignis im Sirius-System aber bereits am 26.5.1999 nach irdischer Zeitrechnung statt. Aufgrund der "Langsamkeit" des Lichts sehen wir dieses Ereignis aber erst am 1.1.2008, es sind im Sirius-System also bereits 8,602 Jahre vergangen (8 Jahre, 220 Tage).

Würde es nun Teilchen geben, die uns diese Informationen eher zukommen lassen würden als das Licht, so würden sie sich ja in der Zeit zurückbewegen. Bei anderthalbfacher Lichtgeschwindigkeit würden diese Teilchen (Tachyonen?) dann die Zeit um die Hälfte verkürzen. - Logisch?
Es wäre also für uns eine Information aus der Zukunft - aber es wäre nur die halbe Wahrheit, da ja im Sirius-System auch die halbe Zeit seit dem Aussenden dieser Tachyonen vergangen ist.

Sind die Teilchen doppelt so schnell wie das Licht, dann sind sie ja nicht wirklich schneller, was den zurückgelegten Lichtstrahl als solchen angeht, sondern sie verkürzen für sich die Zeit! Sie bewegen sich zeitlich rückwärts (was ja die mit der halben LG auch schon taten) und treffen im selben Moment bei uns ein, in welchem Sirius A zum Roten Riesen wird. Wenn wir also die entsprechenden Tachyon-Scanner hätten, so hätten wir dieses Ereignis auch schon am 26.5.1999 "messen" können, es jedoch erst am 1.1.2008 wirklich gesehen.

Jetzt komme ich zu den "echten" Paradoxien!
Wenn sich aber diese Tachyonen noch schneller als 2c durch die Zeit rückwärts bewegen, dann kommen sie nicht nur für uns aus der Zukunft, sondern auch für einen hypothetischen Beobachter im Orbit um Sirius A. Dieser dortige Beobachter kann also das Ereignis (Sirius A als Roter Riese) mithilfe eines Tachyon-Scanners bereits wahrnehmen, lange bevor es dort eigentlich stattfindet! Diese Teilchen kommen also direkt und wahrhaftig aus der noch nirgendwo stattgefundenen Zukunft. - Dass solche Teilchen natürlich mit "handelsüblicher" Materie keinerlei Wechselwirkungen eingehen dürfen, versteht sich von selbst.


Manchmal gibt es Menschen, die angeblich die besondere Gabe haben wollen, in die Zukunft blicken zu können. Ich nenne hierzu nur mal Nostradamus. Da ich es selber nicht kann, nehme ich hier mal nur an, dass diese Bilder, die Nostradamus aus der noch nicht geschehenen Zukunft gesehen haben wollte, wegen der Veränderbarkeit der Zukunft ein recht verschwommenes Bild abgaben. Deshalb wohl auch diese recht verworrenen Texte, mit denen er seine "Blicke" in die Zukunft wiedergab.


Es heisst noch lange nicht, das eine Vision wirklich werden muss.. Dieses geschieht meistens nur dann, wenn sich kein Schwein dafür interessiert und sich an der bestehenden Situation tatsächlich überhaupt nichts verändert. Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
1.- Entweder die Zukunft ist in irgend einer Art schon geschehen und festgeschrieben und wir können als kleine, unbedeutende und oftmals recht unfähige Wesen (der Mensch lernt erst nach einer Katastrophe aus begangenen Fehlern) nicht mehr allzu viel daran verändern, oder
2.- die Zukunft ist absolut noch nicht geschehen und festgeschrieben, dann gibt es aber auch mit absoluter Sicherheit keine überlichtschnellen Teilchen, da sie durch ihre Existenz dagegen verstoßen würden.


Die maßgebliche "Wirklichkeitsgrenze" ist grade so weit, wie unsere eigenen Sinne reichen und die ist die aktuelle Geschehnis-Ebene. In einem anderen von Dir eröffneten Thread hast Du uns aber noch was ganz anderes behauptet! Siehe Dein von Dir erstelltes Thema ...

Die Stunde der Wahrheit (http://www.astronews.com/forum/showthread.php?t=1428&highlight=Stunde+Wahrheit)

:o


PS: der obige grün markierte Abschnitt sollte besser so beschrieben sein...

Dieses Paradoxon entsteht dann auch nur deshalb, weil sich die jeweiligen "Informationsstrahlen"(transversal und longitudinal) auf Grund ihrer jeweiligen Wegstruktur verschiedene Strecken in der selben Zeit durchlaufen. Die dabei erscheinenden unterschiedlichen Geschwindigkeit überkreuzen sich dabei und wären auch nur als relative Sichtweise zu betrachten... PS: Obwohl Du Deinen grünen Text noch etwas ausführlicher beschrieben hast, so habe ich ihn trotzdem noch nicht so recht verstanden. :(

Erklärungsbedürftige Grüße von
Toni

Toni
07.06.2007, 06:06
Hi Daniel,

Das Seebeben welches den Tsunami auslöste, müsste eine akustische Welle auf irgendeine Frequenz ausgesendet haben, diese ist schneller als die Geschwindigkeit des Tsunami und so waren die Delfine vorgewarnt und reagierten deswegen so nervös. das kann man durchaus als richtig betrachten, da ja Schallwellen unter Wasser 4,3-mal schneller sind.


Die Vorstellung das Instantan nach dem Seebeben, die Delfine die drohende Gefahr erahnten, halte ich für nicht möglich, es muss ein akustisches Welle bzw. Signal unter Wasser gegeben haben. Warum sollen die Tiere diese Gefahr nicht erahnt haben? Auch wir haben manchmal gewisse Vorahnungen - und sind doch auch nichts weiter als "intelligent wirkende" Tiere. :rolleyes:


Natürlich haben Sie nicht mit der Schwanzflosse gewackelt und so per Zeichensprache den Elefanten mitgeteilt, ein Tsunami ist im Anmarsch. Das wäre ja nun auch des Guten zuviel! Tiere haben alle unterschiedliche Ausdrucksweisen (Sprachen). Wenn ein Hund mit dem Schwanz wackelt und eine Katze tut das gleiche, so ist es noch lange nicht das selbe! Für einen Hund bedeutet "Schwanzwackeln" "Freude" oder "gespannte Erwartung", für eine Katze signalisert es "Gefahr" oder "innere Erregtheit".


Die Seevögel reagieren sensibel auf ihre Umwelt und so auf das Verhalten der Delfine. Die Landtiere reagieren sensibel auf das Verhalten der Seevögel und so ist ihre Panik zu erklären oder durch ihren Elektromagnetischen Sinn. Na ja, Daniel, das finde ich (auch in Anbetracht meiner obigen "Tiersprache-Erklärung") als ein bisschen weit hergeholt. Warum sollten Seevögel Panik vor etwas haben, was sie doch letztendlich herzlich wenig jucken dürfte?
Delfine und Fische? - Ja, da stimme ich zu. Die müssen davor Angst haben, von der Welle an Land geworfen zu werden.


Hier ist auch die Frage berechtigt: Wer reagierte zuerst ungewöhnlich, die Landtiere welche die drohende Gefahr mit ihren Sinnen erahnten oder die Delfine welche ein Signal unter Wasser registrierten, wenn es dann eins gab? Jo, die Frage ist berechtigt. ;)

Auf Antworten wartende Grüße von
Toni


PS: Meinen Allerherzlichsten zu Deinem 100. Beitrag! (Nach alter Einteilung wärst Du jetzt "Teilnehmer"!) - Weiter so!

JGC
07.06.2007, 08:42
Hallo Toni...

Zuerst mal eine hübsche Animation, die verständlich macht, wie ich das mit den ÜLG´s verstehe..

Überlichteffekte beim mehrfachen überschreiten der LG (http://www.clausschekonstanten.de/schau/mirrors.gif)


Das "in die Zukunft sehen" ist doch im Prinzip nur ein Betrachten von Informationen, die deinem Wach-Bewusstsein nicht gerade zugänglich sind, deshalb der traumartige Zustand beim "sehen"

Warum das so ist, hat mit der Eigenschaft des Menschens zu tun, der nicht nur ein individuelles Wesen ist, sondern gleichzeitig auch ein Kollektivwesen, dessen "Gruppengeist" als emotionales Feld alle Meschen, auf das jeder über das Unbewusste drauf zugreifen könnte, wenn er es nur wollte. (man könnte das physikalisch auch einfach als die Summe der einzelnen statischen Ladungen eines jeden Menschen bezeichnen, der eben wie jede andere Masse auch ein statisch-elektrisches Feld besitzt)
Und genau in diesem "Summengeist" ist das gesamte jemals erfahrene Wissen der gesamten Menschheit untergebracht, wie die Wissensbank des heutigen Internets...

Warum das bisher nicht so mmessbar ist, liegt einfach daran, das jemand, der mitten im Feuer sitzt wohl kaum eine objektive Aussage übner dessen Temperatur machen kann...

Dazu kann ich nur mal das weiterreichen(extra für dich)

1.das göttliche kollektive Prinzip (http://www.clausschekonstanten.de/leben/lebstart.htm)

2. das evolutionäre Kollektiv (http://www.clausschekonstanten.de/leben/evolution.htm)



zu:


Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
1.- Entweder die Zukunft ist in irgend einer Art schon geschehen und festgeschrieben und wir können als kleine, unbedeutende und oftmals recht unfähige Wesen (der Mensch lernt erst nach einer Katastrophe aus begangenen Fehlern) nicht mehr allzu viel daran verändern, oder
2.- die Zukunft ist absolut noch nicht geschehen und festgeschrieben, dann gibt es aber auch mit absoluter Sicherheit keine überlichtschnellen Teilchen, da sie durch ihre Existenz dagegen verstoßen würden.


Du darfst dich nicht beirren lassen...


Die Determinierungen beschränken sich nur auf all die möglichen Möglichkeiten, welchen Verlauf ein Geschehen nehmen kann, wenn dessen Vorraussetzungen die entsprechgenden "Möglichkeitsgeometrien" bestimmt. Es bieten sich also Wege an, die man entweder gehen kann oder auch nicht. Die Freiheit liegt darin, welche Wege zu gehen, "beabsichtigt" werden (Absicht hängt wiederum von eigenen gespeicherten physischen/psychischen Energielevel ab, weil sie bestimmen, wie stark der Drang ist, sich auf eine bestimmte Art und Weise zu "verhalten")

Und um das korrekt entscheiden zu können, müssen die eingehenden Informationen zeitgleich mit den ausgegangenen Informationen "verglichen" werden können, (über spiegelsymetrische Funktionen, die eine Resonanz erzeugen "sprich Bewusstmachung") daher der Satz, das unsere aktuelle Wirklichkeitsebene auf unserer Oberfläche der Sinnesorgane stattfindet.

Alles, was weiter weg ist von uns(egal ob in die Zukunft oder in die Vergangenheit) ist einer entsprechenden Unschärfe unterworfen und kann zu Fehlinterpretationen führen

zu:


Zitat:
Zitat von JGC
PS: der obige grün markierte Abschnitt sollte besser so beschrieben sein...

Dieses Paradoxon entsteht dann auch nur deshalb, weil sich die jeweiligen "Informationsstrahlen"(transversal und longitudinal) auf Grund ihrer jeweiligen Wegstruktur verschiedene Strecken in der selben Zeit durchlaufen. Die dabei erscheinenden unterschiedlichen Geschwindigkeit überkreuzen sich dabei und wären auch nur als relative Sichtweise zu betrachten...

PS: Obwohl Du Deinen grünen Text noch etwas ausführlicher beschrieben hast, so habe ich ihn trotzdem noch nicht so recht verstanden.

Auch dazu zeig ich dir noch mal ein Pic, das zeigt, das die Amplitudenwege der transversalen(EM) einen wesentlich längeren Weg durchlaufen, wie die Longitudinale(Grav) des Nulldurchgangs der Welle.. Dabei bewegen sich beide Signalarten tatsächlich mit LG aber erzeugen auf Grund der verschiedenheit der Streckengestalt eine unterschiedliche Laufzeit, die sich in unserer Wahrnehmung äussert.

Ich hab mit schwarz die longitudinalen "Dichtewellen"- Frequenzen unten eingezeichnet..

gravitationsamplitude.gif (http://www.clausschekonstanten.de/schau/neu/gravitationsamplitude.gif)

und seine unterschiedlichen Fortbewegungsmodis..

longitude.gif (http://www.clausschekonstanten.de/schau/neu/longitude.gif)

naja.. so seh ich das mal zuumindest.


JGC

Orbit
07.06.2007, 09:45
Hallo
Zu diesem Unterthema, in dem es doch um allfällige verborgene Variablen geht, ein Hinweis auf eine Diskussion in einem andern Forum zwischen einem Vertreter solcher Variablen und einem Quantenphysiker. Ich finde die Diskussion interessant, egal welchen Standpunkt man einnimmt.

http://einstein.reul-web.com/viewtopic.php?t=2085

Gruss Orbit

Aurora
07.06.2007, 17:10
Hi Toni,


das ist eigentlich gar nicht so schwer.
Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft sind eigentlich nur eine Abfolge von sich ständig erneuernden Reälitäten. Alle Informationen, die wir mittels des Lichts, der Akustik usw. erfahren, sind bereits am Ort ihrer Entstehung/Aussendung Teil der dortigen Vergangenheit. ...

Das ist mir das alles bekannt. Die ART schließt Zeitreisen nicht aus, auch ohne Tachyonen. (Kaku in "Hyperspace")
Was ich mit keine Ahnung haben, meinte, ist folgendes, auf diese hypothetischen Tachyonen, von denen noch keiner eine Ahnung hat, was denn das für Dinger sein sollen, eine Information aufmoduliert werden soll. Lann mir das nämlich nur in Richtung EM-Wellen vorstellen - also entweder amplitudenmoduliert oder phasenmoduliert. Sind die hypothetischen Dinger nun Teilchen und verhalten sich auch so oder Welle-Teilchen-Dualismus wie beim Licht oder haben wir's mit Wellencharakter zu tun.

Wie soll zudem der Empfänger bei Tieren aussehen, die solche exotischen Informationen empfangen und auswerten kann. Wenn Tiere irgend ein Organ in ihrem Hirn haben (sollten) müsste sich ein ähnliches, zumindes rudimentär auch beim Menschen finden lassen oder die Anlagen dazu in der DNA. Bisher hat noch keiner verlauten lassen, dass ein völlig unbekanntes Etwas im Hirn eines Tieres gefunden wurde, von HUGO ist auch nix bekannt, dass in der so genannten Junk-DNA Hinweise auf völlig unbekannte Anlagen gefunden worden wären.

Muss also anders funktionieren, dass Tiere bestimmte Gefahren schneller erkennen als Menschen.


Gruß Aurora

Toni
08.06.2007, 19:00
Hallo Orbit,

Ich finde die Diskussion interessant, egal welchen Standpunkt man einnimmt. ich finde die Theorie, die der User "dere" dort vorstellt nicht nur interessant, sondern sogar hochinteressant und die Diskussion auf den ersten zwei Seiten ist derart faszinierend, dass sie mich bewogen hat, heute auch noch den gesamten Rest davon zu lesen!! :o :cool:

Ach ja, übrigens ist dort unser Ex-User "Uranor" in seiner typisch altmodischen und nur noch schwerstbegreiflichen Satzbauweise involviert und versucht mal wieder, dem User "dere" einen "Guru-Titel" anzuhängen. Er versteht also wieder mal nur Bahnhof und gibt die Schuld dabei natürlich in seiner unnachahmlichen Weise dem Thread-Eröffner. :eek: Für mich jedoch ist das, was "dere" den Lesern dort nahebringen will, absolut verständlich und nachvollziehbar! - Vielen Dank noch mal, Orbit, für diese dortige Diskussion. :) - Ich melde mich für heute ab.

Mit "Nichtkopenhagener Deutung"sgrüßen von
Toni