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Scharif ibn Nur ibn Aiman
02.10.2006, 11:05
Mich interessiert weniger, wie wir einen Himmelskörper besiedeln, sondern mehr warum?

Welche Spekulationen habt ihr?

Bynaus
02.10.2006, 12:41
Wirtschaftliche Gründe, Energiepolitische Gründe, Neugier, Unternehmertum, Pioniergeist, einfach weil wir es können, Streben nach Macht und Einfluss, und so weiter. Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge, aber die Motivationen sind vielfältig.

Scharif ibn Nur ibn Aiman
02.10.2006, 13:20
@Bynaus:
Und welches dieser Gründe wird die Treibenste sein?

Bynaus
02.10.2006, 14:17
Keine Ahnung, ich nehme an, dass ist sehr unterschiedlich, jeder Akteur hat seinen Grund oder seine Sammlung von Gründen. Es sind natürlich auch noch mehr Gründe denkbar.

Scharif ibn Nur ibn Aiman
02.10.2006, 14:19
Keine Ahnung, ich nehme an, dass ist sehr unterschiedlich, jeder Akteur hat seinen Grund oder seine Sammlung von Gründen. Es sind natürlich auch noch mehr Gründe denkbar.

Hättest du interesse gemeinsam mit ihr solch eine Liste aufzustellen?

Bynaus
02.10.2006, 14:38
Klar. Ich fange mal an... :D

Wirtschaftliche Gründe: Rohstoffe zum Gebrauch auf der Erde
Wirtschaftliche Gründe: Energierohstoffe zum Gebrauch auf der Erde
Wirtschaftliche Gründe: Tourismus
Wirtschaftliche Gründe: Infrastruktur

Politische Gründe: Kontrolle über den Zugriff zu Rohstoffen
Politische Gründe: Aufbau einer völlig neuen Gesellschaft

Individuelle Gründe: Abschottung vom Rest der Menschheit (religiös oder anders motiviert)
Individuelle Gründe: High-Tech-Spielzeuge (bemannte interplanetare Raumschiffe von Multimilliardären, etwa so wie die Umrundung der Welt im Ballon?)

...

Scharif ibn Nur ibn Aiman
02.10.2006, 15:38
Dann setze ich sie mal fort:

Militärische Gründe: Vormachtstellung im Weltall erlangen
Militärische Gründe: Testen von Waffensysteme, die auf der Erde verboten sind! (z.B. ABC-Waffen)


Ich bezweifle, dass sich der Erwerb von Rohstoffen im Weltall rentieren würde, da die Transportkosten zu riesig sind, um sie auf der Erde zu konsumieren.

mac
02.10.2006, 15:54
Hallo Scharif,

Dann setze ich sie mal fort:

Militärische Gründe: Vormachtstellung im Weltall erlangen Das britische Empire hat seine Vormacht auf den Weltmeeren nicht durch Kolonien erlangt, und Spanien hat seine Vormacht auch nicht durch seine Kolonien halten können.


Militärische Gründe: Testen von Waffensysteme, die auf der Erde verboten sind! (z.B. ABC-Waffen)
Atomwaffen werden berechnet. Bakterielle Waffen sind so ziemlich der Gipfel des militärischen Schwachsinns. Welche Informationen könnte man sich durch den Test von chemischen Waffen auf einem anderen Himmelskörper erhoffen, die hier auf der Erde von Vorteil wären?


Ich bezweifle, dass sich der Erwerb von Rohstoffen im Weltall rentieren würde, da die Transportkosten zu riesig sind, um sie auf der Erde zu konsumieren.das ist zwar zur Zeit richtig, hängt aber vollständig von Angebot und Nachfrage ab. Und das ist extrem dynamisch und könnte schon in wenigen Jahren zu völlig anderen Ergebnissen und Einschätzungen führen. Das Erlangen entsprechender Fähigkeiten hinauszuschieben bis es sich rentiert, könnte ein herbes Eigentor werden.

Herzliche Grüße

MAC

Scharif ibn Nur ibn Aiman
02.10.2006, 16:17
Das britische Empire hat seine Vormacht auf den Weltmeeren nicht durch Kolonien erlangt, und Spanien hat seine Vormacht auch nicht durch seine Kolonien halten können.

England konnte seine Vormachtstellung auf die Weltmeere durch ihre gewaltige und erfahrende Hochseeflotte halten, wodurch sie ihre Kolonien erhielten. Dass bestreben nach Kolonien auf andere Planeten könnte das Streben nach neuen technologischen Systemen beschleunigen und aus der Geschichte wissen wir, dass neue Technologien immer zuerst militärisch genutzt werden. Also durch das Erlangen technologischer Überlegenheit im Weltall, würde sich auch die militärische Bedeutung im selben Medium im Gegensatz zu den anderen Kontrahenten erheblich verbessern. Und wer spielt seinen Vorteil nicht gerne aus?


Atomwaffen werden berechnet. Bakterielle Waffen sind so ziemlich der Gipfel des militärischen Schwachsinns. Welche Informationen könnte man sich durch den Test von chemischen Waffen auf einem anderen Himmelskörper erhoffen, die hier auf der Erde von Vorteil wären?

Die Theorie entbehrt nicht die Praxis, weshalb Atomwaffen auch getestet wurden. Vielleicht gibt es auf andere Himmelskörper natürliche Gegebenheiten, die das Testen von neuen Waffensystemen erleichtert und besser verschleiern lässt. Ich kann aber nicht genau beurteilen, welche Vorteile z.B. eine niedrigere Schwerelosigkeit hätte.


das ist zwar zur Zeit richtig, hängt aber vollständig von Angebot und Nachfrage ab. Und das ist extrem dynamisch und könnte schon in wenigen Jahren zu völlig anderen Ergebnissen und Einschätzungen führen. Das Erlangen entsprechender Fähigkeiten hinauszuschieben bis es sich rentiert, könnte ein herbes Eigentor werden.

Stimmt eigentlich auch wieder!
Vielleicht werden unbekannte Rohstoffe gefunden, wie bei der Entdeckung von Amerika!

jonas
02.10.2006, 16:17
Ich bezweifle, dass sich der Erwerb von Rohstoffen im Weltall rentieren würde, da die Transportkosten zu riesig sind, um sie auf der Erde zu konsumieren.


Regeln beim Brainstorming: Alle Ideen sammeln, auch wenn sie noch so abwegig sein mögen. Diskutiert wird danach ;)

Wissenschaftliche Gründe: Teleskope (optisch, Radio, Röntgen), die auf der Erde durch menschliche Aktivität gestört würde.
Wissenschaftliche Gründe + Sachzwang: Marsmission erfordert zumindest temporäre Siedlung bis sich wieder ein Rückkehrfenster öffnet.

Wirtschaftliche Gründe: Energiegewinnung z.B. durch Solarkraftwerke, ohne wertvollen Flächenverbrauch auf der Erde. Energietransport durch sicheren Laser- oder Microwavebeam.

mac
03.10.2006, 01:20
England konnte seine Vormachtstellung auf die Weltmeere durch ihre gewaltige und erfahrende Hochseeflotte halten, wodurch sie ihre Kolonien erhielten.eben. Zu der Zeit als sie die Vormacht errangen war ihre Flotte eher mickrig, aber technisch überlegen. Ich habe das aus eben diesem Grund geschrieben. Die Vormacht wurde nicht durch Kolonien sondern durch technische Überlegenheit errungen. Das ist ein feiner Unterschied in den Prioritäten.

Auf Dein Beispiel bezogen: 'Kolonisierung um Vormacht zu erhalten, war das als Gegenargument gemeint: Vormacht wird nicht durch Gründung von Kolonien erreicht, sondern durch technische Überlegenheit. Und dass das eben nicht an Kolonien gebunden ist, hat dieses, mir geläufige Beispiel aus der Geschichte gezeigt.

Dein Punkt mit dem Testen von Waffensystemen: Dazu muß man aber keine Kolonie gründen, es genügt eine Station, ist auch viel billiger und viel geheimer.

Herzliche Grüße

MAC

PS. Dein durchaus berechtigter Hinweis auf die Brainstorming-Regeln, Jonas, hat gemeinsam mit der beginnenden Diskussion das Brainstorming anscheinend abgewürgt? Aber da wir schriftlich komunizieren, denke ich kann man es etwas lockerer sehen?

Toni
03.10.2006, 04:05
Hallo Scharif,


Ich kann aber nicht genau beurteilen, welche Vorteile z.B. eine niedrigere Schwerelosigkeit hätte. wie sollte Deiner Meinung nach eine "niedrigere Schwerelosigkeit" aussehen?? :confused: Schwereloser als schwerelos geht es doch eigentlich gar nicht?? :(


Vielleicht werden unbekannte Rohstoffe gefunden, wie bei der Entdeckung von Amerika! Mir ist eigentlich nicht bekannt, welche "unbekannten Rohstoffe" man in Amerika gefunden haben will?? :confused: Man hat dort unbekannte Nahrungsmittel wie Mais, Kartoffeln, Tomaten, Bohnen usw. gefunden, auf die man in heutiger Zeit nicht mehr verzichten möchte. An Rohstoffen fallen mir im Augenblick nur einige Pflanzen wie die Mammuthbäume (Sequoia) oder die Riesenseerosen aus dem Amazonasgebiet ein.

Mit grob nachgrübelnden Grüßen
Toni


PS:
Die treibende Kraft für das Errichten von Kolonien im Weltall wird meiner Meinung nach die Weltwirtschaft sein. Wir reden ja hier von Kolonien und nicht von Stationen wie denen in der Antarktis oder der Mir/ISS. Die europäischen Kolonien in Amerika, Afrika, Asien und Australien, genauso wie die schon viel früher existenten Kolonien der Phönizier, Karthager oder der Griechen wurden in erster Linie aus wirtschaftlichen und erst in zweiter Linie dann aus militärischen Gründen errichtet. Aus wirtschaftlichen Gründen deshalb, weil diese Völker eigentlich neue Rohstofflagerstätten suchten, bzw. Handelsbeschränkungen durch andere, militärisch blockierende Länder umgehen wollten, um an seltene Metalle oder Luxuswaren heran zu kommen. Expeditionen oder die Gründung von Kolonialstützpunkten lohnten sich für ein Land immer nur dann, wenn wirtschaftlich oder militärpolitisch etwas für dieses Land von Nutzen war.

Das Problem mit dem Erhalt von Kolonien ist allerdings immer, dass diese mit der Zeit den unaufhaltsamen Drang verspüren, sich zu verselbstständigen. Dies ist auf der Erde mit fast jeder, auf jeden Fall mit allen großen Kolonien geschehen. Und gleiches wird früher oder später mit gut funktionieren oder florierenden Kolonien der Menschheit in den Weiten des Weltalls passieren, sofern solche jemals errichtet werden - und dazu müssten dann auch ganze Familien- oder Glaubensgemeinschaften von der Erde auswandern!

jonas
03.10.2006, 04:48
Da die Brainstorming Phase anscheinend abgeschlossen ist ... welch armseliges Ergebnis ... hätte mir mehr Gründe für extraterrestrische Besiedlung gewünscht ... also auf zum schlachten der Beiträge!

Alle wirtschaftlichen Gründe müssen sich messen lassen nach dem Newtonschen Prinzip: Actio=Reactio oder Nutzen>=Kosten! Solange die Ausbeutung der Ressousrcen auf der Erde kurz- mittel- und langfristig billiger ist als die Ausbeutung irgendwoanders wird kein Aufsichtsrat eine solche Spinnerei wie planetares Mining genehmigen. Rational begründete wirtschaftliche Ausbeutung extraterrestrischer Ressourcen wird wohl noch ein bisschen dauern.

Machtinteresse ... da fällt mir der Witz ein: Mr President, die Russen haben den Mond rot angemalt, was sollen wir tun? ... > Sagt unseren Astronauten, sie sollen Coca Cola drauf schreiben.

Machtinteressen korrelierten in der Regel mit Rohstoffen aus der besetzten Region. Beispiel: Indien mit seinen Gewürzen. Aus unserer Zeit: Ölfördergebiete.

Politische Gründe können also gegenwärtig nicht für eine Besiedlung dienen.

Also bleibt: Neugier, Prestige, Wissenschaft

Im Übrigen ... Besiedlung nenne ich nicht unbedingt dauerhafte Anwesenheit von Menschen, denn eine stehende technische Installation, die von Zeit zu Zeit von Menschen besucht, überwacht und instandgesetzt wird, würde ich auch als Siedlung bezeichnen. Ähnlich dem, was sich auf der Antarktis abspielt.

Vorreiter wird sein: Forschung, vor allem Grundlagenforschung, finanziert aus Steuergeldern, wie üblich. Vielleicht auch finanziert aus privaten Quellen, die aus individuellen Gründen sich für die Materie interessieren. Aber wie auch immer: Besiedlung wird zunächst aus nicht rationalen Gründen geschehen. Erst viel später werden Unternehmen sich dort einklinken.

ispom
03.10.2006, 11:35
Eine Besiedlung im Sinne von "Ansiedlung von Auswanderern" wir es nicht geben,
es ist einfach zu teuer.

Es mag noch angehen, wenn ein sehr reicher Exzentriker beschließt, sein weiteres Leben in der Antarktis zuverbringen, sich dort ein Habitat mit Gewächshäusern einzurichten um autark zu sein......

Aber so, wie ohne kommerzielle Interessen (ein Vertrag verbietet den Abbau von Rohsoffen in der Antarktis) viele Stationen dort Wissenschaft betreiben,
wird es auch auf dem Mars derartige Stationen geben.

Die sind ungleich teurer als die antarktischen,
aber (so wie die Raumfahrt nach ende des kalten Krieges),
wird die Menschheit eines Tages ihre Kräfte bündeln.

Wir sind uns sicher einig darüber, daß der Anfang einer Marsbesiedlung lediglich eine Kostenfrage ist und keine unüberwindlichen technischen Probleme bestehen.

Ohne auf die Ursachen der letzten Kriege und der Terrorabwehr einzugehen, möchte ich behaupten, mit den Kosten für diese Aktivitäten hätte sich die erste Phase der Marsbesielung finanzieren lassen.

Gruß von Ispom

Scharif ibn Nur ibn Aiman
03.10.2006, 13:10
eben. Zu der Zeit als sie die Vormacht errangen war ihre Flotte eher mickrig, aber technisch überlegen. Ich habe das aus eben diesem Grund geschrieben. Die Vormacht wurde nicht durch Kolonien sondern durch technische Überlegenheit errungen. Das ist ein feiner Unterschied in den Prioritäten.

Auf Dein Beispiel bezogen: 'Kolonisierung um Vormacht zu erhalten, war das als Gegenargument gemeint: Vormacht wird nicht durch Gründung von Kolonien erreicht, sondern durch technische Überlegenheit. Und dass das eben nicht an Kolonien gebunden ist, hat dieses, mir geläufige Beispiel aus der Geschichte gezeigt.

Ich muss dir leider mitteilen, dass du in deiner Überlegung einen gravierenden Fehler begangen hast, nämlich wie England zur technologischen Überlegenheit kam.

England ist auf einer Insel, welche von Wasser umgeben ist, weshalb Schifffahrt die einzige Möglichkeit war, Kontakt mit den anderen Staaten auf den Festland aufzunehmen. Durch diesen Umstand konnten sie mehr Erfahrung als die anderen Staaten gewinnen, welche nicht so sehr an die Schifffahrt angewiesen waren. Zusätzliche Erfahrung lässt den technologischen Fortschritt im Vergleich zu den anderen Staaten in der Schifffahrt ansteigen.

Nehmen wir nun mein Beispiel:
Eine Nation auf der Erde möchte die weiten des Weltraums überbrücken, um die anderen Planeten zu erreichen (z.B. zum Besiedeln). Dafür wird jedoch ein technologischen Niveau benötigt, was nur durch besonderes Streben danach erreicht wird. Wenn sie dieses erreicht haben, erlangen sie die Vormachtstellung im Weltraum, im Vergleich zu den anderen Erdstaaten.

Vergleichen wir nun beides miteinander:
Gemeinsamkeiten:
Abschottung (Meer, Weltraum)
Technologie erforderlich, um Abschottung zu überbrücken
Erreichen der Vormachtstellung (auf den Meer/Weltraum)
Antrieb aus wirtschaftlichen Gründen (Handel, Kolonien)

Nur ein Unterschied besteht darin, dass England mit anderen Staaten Handel treiben woltle, doch solche Staaten gibt es bisher im Weltraum nicht, weshalb der Erwerb von Rohstoffen durch Kolonien strebenswerter ist. Natürlich kann es auch einen anderen Antriebspunkt geben, jedoch ist meiner nicht so abwegig, da in der Geschichte die Kolonisierung auch sofort nach der Entdeckung begann und die Entdeckung haben wir teilweise bereits überwunden.


Dein Punkt mit dem Testen von Waffensystemen: Dazu muß man aber keine Kolonie gründen, es genügt eine Station, ist auch viel billiger und viel geheimer.

Ich habe nicht behauptet, dass Besiedlung sofort die Gründung von Kolonien bedeutet, dies sieht jonas ebenfalls so!



Im Übrigen ... Besiedlung nenne ich nicht unbedingt dauerhafte Anwesenheit von Menschen, denn eine stehende technische Installation, die von Zeit zu Zeit von Menschen besucht, überwacht und instandgesetzt wird, würde ich auch als Siedlung bezeichnen. Ähnlich dem, was sich auf der Antarktis abspielt.



wie sollte Deiner Meinung nach eine "niedrigere Schwerelosigkeit" aussehen?? Schwereloser als schwerelos geht es doch eigentlich gar nicht??

Ups, was habe ich denn da geschrieben, gemeint war niedrigere Schwerkraft!


An Rohstoffen fallen mir im Augenblick nur einige Pflanzen wie die Mammuthbäume (Sequoia) oder die Riesenseerosen aus dem Amazonasgebiet ein.

Sind Mais, Bohnen, Tabak denn keine natürliche Rohstoffe! Irgendwie widersprichst du dir selber oder ist Mais keine Pflanze?


Ohne auf die Ursachen der letzten Kriege und der Terrorabwehr einzugehen, möchte ich behaupten, mit den Kosten für diese Aktivitäten hätte sich die erste Phase der Marsbesielung finanzieren lassen.

Wir hätten auch das Welthungerproblem damit lösen können!

mac
03.10.2006, 15:05
Hallo Scharif,

Du solltest mir nicht das Wort im Munde umdrehen, das ist in einem Forum, in dem alles schriftlich existiert, schwierig.

Bleiben wir mal bei der Reihenfolge der Argumente:

Mich interessiert weniger, wie wir einen Himmelskörper besiedeln, sondern mehr warum?


Dann setze ich sie mal fort:

Militärische Gründe: Vormachtstellung im Weltall erlangen

woraufhin ich mein Beispiel mit England brachte und mit diesem Post

eben. Zu der Zeit als sie die Vormacht errangen war ihre Flotte eher mickrig, aber technisch überlegen. Ich habe das aus eben diesem Grund geschrieben. Die Vormacht wurde nicht durch Kolonien sondern durch technische Überlegenheit errungen. Das ist ein feiner Unterschied in den Prioritäten.erläuterte.

darauf antwortest Du:

Ich muss dir leider mitteilen, dass du in deiner Überlegung einen gravierenden Fehler begangen hast, nämlich wie England zur technologischen Überlegenheit kam. ...Wo ist da der Fehler? Ich habe nur Deinem Argument
Militärische Gründe: Vormachtstellung im Weltall erlangen als Motiv zur Besiedlung widersprochen, indem ich schrieb England hatte keine Kolonien und hat trotzdem die Vormacht errungen.

Spanien war zu der Zeit wirtschaftlich vollkommen von seinen Überseekolonien abhängig, hatte eine, im Vergleich zu England riesige Flotte, erfüllte also alle Voraussetzungen die Du genannt hast, und hat sich trotzdem gegen England, nicht durchsetzen können.


Herzliche Grüße

MAC

Scharif ibn Nur ibn Aiman
03.10.2006, 16:59
Hallo Mac,


Du solltest mir nicht das Wort im Munde umdrehen, das ist in einem Forum, in dem alles schriftlich existiert, schwierig.

Solch eine Absicht habe ich nicht verfolgt.


Wo ist da der Fehler? Ich habe nur Deinem Argument als Motiv zur Besiedlung widersprochen, indem ich schrieb England hatte keine Kolonien und hat trotzdem die Vormacht errungen.

Und ich habe dir meinen Standpunkt versucht genauer zu erklären, wobei ich anscheinend Vokabular verwendet habe, dass dich anscheinend angegriffen hat, weshalb ich mich dafür entschuldige.


Spanien war zu der Zeit wirtschaftlich vollkommen von seinen Überseekolonien abhängig, hatte eine, im Vergleich zu England riesige Flotte, erfüllte also alle Voraussetzungen die Du genannt hast, und hat sich trotzdem gegen England, nicht durchsetzen können.

Wir hatten doch festgestellt, dass England technologisch den anderen Staaten überlegen war, wodurch Spanien nicht alle Voraussetzungen erfüllte. Außerdem ist die Herrschaft einer Macht immer auf eine gewisse Zeit beschränkt.

Ich muss jedoch einräumen, dass die militärische Vormachtstellung sowohl eine Ursache als auch eine Folge der Besiedlung von Planeten sein kann. Es ist halt ein sehr abstraktes Beispiel, jedoch könnte sich die militärische und politische Führung eines Staats gemeinsam mit den wichtigsten Produktionsanlagen auf einen besiedelten Himmelskörper auslagern. Dafür wäre aber ein militärisches Gleichgewicht auf der Welt erforderlich, damit so etwas in Betracht gezogen werden kann. Es ist halt ein sehr futuristisches Beispiel.

Mfg
Scharif ibn Nur ibn Aiman

(Falls ich ein Post ohne Begrüßung, Verabschiedung verfasse, dann liegt dies meiner Vorstellung zu Grunde, dass das Gespräch noch läuft, weshalb eine erneute Begrüßung, Verabschiedung nicht erforderlich ist.)

mac
04.10.2006, 01:09
Hallo Scharif,

Solch eine Absicht habe ich nicht verfolgt
Und ich habe dir meinen Standpunkt versucht genauer zu erklären, wobei ich anscheinend Vokabular verwendet habe, dass dich anscheinend angegriffen hat, weshalb ich mich dafür entschuldige..ich habe das zwar als Verdrehung empfunden, aber wollte Dir keine böswillige Absicht unterstellen. :)




Ich muss jedoch einräumen, dass die militärische Vormachtstellung sowohl eine Ursache als auch eine Folge der Besiedlung von Planeten sein kann. ich bin mir zwar bei meinem Beispiel sicher daß es auf meine Argumentation anwendbar ist, bin mir aber nicht sicher ob ich es verallgemeinern darf.



(Falls ich ein Post ohne Begrüßung, Verabschiedung verfasse, dann liegt dies meiner Vorstellung zu Grunde, dass das Gespräch noch läuft, weshalb eine erneute Begrüßung, Verabschiedung nicht erforderlich ist.)kein Problem! :) Das ist auch (in meinen Augen) ein Ritual, daß jeder anders und jeder nach seinem Empfinden ausübt.

Herzliche Grüße

MAC

mac
04.10.2006, 01:18
Hallo Ispom,

Eine Besiedlung im Sinne von "Ansiedlung von Auswanderern" wir es nicht geben,
es ist einfach zu teuer. das und den Rest des Posts sehe ich (mit dem Zusatz: 'auf absehbare Zeit') genau so.

Herzliche Grüße

MAC

mac
04.10.2006, 01:27
Hallo jonas,

Da die Brainstorming Phase anscheinend abgeschlossen ist ... welch armseliges Ergebnis ... hätte mir mehr Gründe für extraterrestrische Besiedlung gewünscht vielleicht waren die meisten der Meinung daß es zur Zeit keine guten Gründe gibt?


Alle wirtschaftlichen Gründe müssen sich messen lassen nach dem Newtonschen Prinzip: Actio=Reactio oder Nutzen>=Kosten! Solange die Ausbeutung der Ressousrcen auf der Erde kurz- mittel- und langfristig billiger ist als die Ausbeutung irgendwoanders wird kein Aufsichtsrat eine solche Spinnerei wie planetares Mining genehmigen. Rational begründete wirtschaftliche Ausbeutung extraterrestrischer Ressourcen wird wohl noch ein bisschen dauern.ja!


Im Übrigen ... Besiedlung nenne ich nicht unbedingt dauerhafte Anwesenheit von Menschen, denn eine stehende technische Installation, die von Zeit zu Zeit von Menschen besucht, überwacht und instandgesetzt wird, würde ich auch als Siedlung bezeichnen.hier hingegen kann ich nicht zustimmen. Das (so wie Du es schreibst) trifft z.B. sogar auf Hubble zu. Für mich ist Besiedlung: Gebären, leben, sterben. Auch die Antarktis-Stationen würde ich nicht dazu zählen (es sei denn, dort werden Kinder gebohren und Menschen begraben)


Herzliche Grüße

MAC

Toni
05.10.2006, 17:35
Hallo Scharif,

nochmals kurz zu Deiner Frage:

Sind Mais, Bohnen, Tabak denn keine natürliche Rohstoffe! Irgendwie widersprichst du dir selber oder ist Mais keine Pflanze? Nein. Holz, Erze und andere Bodenschätze sind natürliche Rohstoffe, Mais Bohnen, Tabak, Kartoffeln, Tomaten und all die anderen neuartigen Nahrungspflanzen der Indios sind Kulturpflanzen, die den Menschen zur Ernährung dienen. Selbst wenn man Bohnen als Rohkost isst, so stellen diese doch noch lange keinen natürlichen Rohstoff dar! ;) Natürliche Rohstoffe werden abgebaut und dienen der technologischen Weiterverarbeitung. Wasser ist übrigens auch ein natürlicher Rohstoff, obwohl wir ihn ja als Nahrungsmittel brauchen, aber ebenso kann es als Antriebsmittel für Wassermühlen etc., also als Energieträger dienen und stellt somit einen natürlichen Rohstoff dar. :)

Beste klärende Grüße von
Toni

jonas
05.10.2006, 18:05
Selbst wenn man Bohnen als Rohkost isst, so stellen diese doch noch lange keinen natürlichen Rohstoff dar!
DAS wage ich zu bezweifeln ... Die aromatischen Kohlenwasserstoffe, die Du daraufhin produzierst induzieren in deiner Umgebung anschliessend Fluchtbewegungen, die an die Expansionsbewegingen des Universums erinnern werden :D Wenn das dann mal kein Rohstoff zur Energiegewinnung ist ...

Sorry, war jetzt unsachlich, aber ich konnte es mir einfach nicht verkneifen ;)

Toni
05.10.2006, 18:38
Sorry, war jetzt unsachlich, aber ich konnte es mir einfach nicht verkneifen
Hihihi und Hahaha!!! :D :D - Klasse, jonas!! Ich musste mich erstmal kringeln vor lachen! - Aber genau das sind die lustigen Seiten an der Wissenschaft und beleben mit ihren "duftenden" Momenten dieses Forum! :p - Danke für die methanhaltige Auslegung meines Beispiels. Ich hätte vielleicht doch lieber Tomatensalat (ohne Zwiebeln!) wählen sollen? :rolleyes:

Unanständig ausgasende Grüße von
Toni

mac
05.10.2006, 18:46
Hallo Toni,

Wasser ist übrigens auch ein natürlicher Rohstoff, obwohl wir ihn ja als Nahrungsmittel brauchen, aber ebenso kann es als Antriebsmittel für Wassermühlen etc., also als Energieträger dienen und stellt somit einen natürlichen Rohstoff dar. :)Du machst hier eine schwer nachvollziehbare Trennung zwischen Energie für menschliche Aktivitäten (Wassermühle) und menschliche Aktivitäten (wachsen und Vermehren)?

Herzliche Grüße

MAC

Scharif ibn Nur ibn Aiman
05.10.2006, 18:49
Nein.

Erkläre mir mal, wieso wikipedia falsch liegt?

http://de.wikipedia.org/wiki/Rohstoffe#Agrarrohstoffe

komet007
05.10.2006, 20:34
Ich hätte da vielleicht noch eine Punkt anzubringen, der bis jetzt noch nicht genannt wurde - politische Ablenkung.

Wieso kam beispielsweise die erste Mondlandung zustande?
Vordergründig sicherlich durch durch das Wettrüsten und die Vormachtstellung Amerikas im kalten Krieg.
Ein zusätzlich "positiver" Effekt, der meiner Ansicht nach überwiegt, war sicherlich um vom Vietnamkrieg abzulenken, der sich für Amerika zu dieser Zeit bereits zu einem Desaster entwickelt hatte.
Hier gelang es, die öffentliche Meinung in einer großen "patriotischen" Aktion zu vereinen und von den eigenen politischen Schwächen abzulenken.
Ähnlich sieht es sicherlich zum heutigen Zeitpunkt wieder aus. Die Mars-Pläne Bushs deuten für mich nichts anderes an, als dass er von seinem Misserfolg im Irak ablenken will und durch einen nationalen Kraftakt die öffentliche Meinung wieder auf seine Seite bekommen will. Allerdings denke ich, dass sich die amerikanische Öffentlichkeit zum derzeitigen Zeitpunkt damit nicht ködern lässt, da seine Umfragewerte völlig abgesackt sind.
Ich denke, dass zum momentanen Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte ausschließlich politische Gründe ausschlaggebend für Weltraumprojekte sind.

ispom
05.10.2006, 20:46
Ich denke, dass zum momentanen Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte ausschließlich politische Gründe ausschlaggebend für Weltraumprojekte sind.

Ja, dann wollen wir mal hoffen, daß es an solchen politischen gründen künftig nicht mangelt, sonst kommen wir ja nie zum Mars,
und das wollen wir doch alle, oder? :)

mac
05.10.2006, 21:21
Ja, dann wollen wir mal hoffen, daß es an solchen politischen gründen künftig nicht mangelt, sonst kommen wir ja nie zum Mars,
und das wollen wir doch alle, oder? :)ispom, das kann nicht Dein Ernst sein?

haargesträubte Grüße

MAC

Toni
05.10.2006, 22:28
Hallo Scharif,

Wikipedia liegt nicht falsch! In der Definition für "Rohstoffe" list man:

Als Rohstoffe werden alle natürlich vorkommenden Materialien bezeichnet, die als Arbeitsmittel dienen und noch keine unmittelbare Bearbeitung erfahren haben.

Und etwas weiter nachgehakt findet man unter "Nachwachsende Rohstoffe":

Nachwachsende Rohstoffe sind land- und forstwirtschaftlich erzeugte Produkte, die einer Verwendung im Nichtnahrungsbereich zugeführt werden. Im Jahr 2003 wurden auf etwa 8 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche derartige Pflanzen angebaut. Verwendung finden sie z.B. als Dämmstoffe, Schmierstoffe und Hydraulikflüssigkeiten oder als Arzneimittel. Die häufigste Anwendung ist jedoch der Ersatz oder Zusatz von Kraftstoffen für Automobile.

Es handelt sich also definitiv nicht um Nahrungsmittel, selbst wenn sie frisch und roh vom Acker kommen! ;)

Stetig nachwachsende Grüße von
Toni

ispom
05.10.2006, 22:39
ispom, das kann nicht Dein Ernst sein?

haargesträubte Grüße

MAC

Mac, Du hast sicher meinen ironischen smilie bemerkt,
er bezieht sich auf Deine Ansicht, daß immer ein großer Krieg einen Raumfahrtburst zur Folge hat......

komm-wieder-runter-Grüße von Ispom

Toni
05.10.2006, 22:45
Hallo ispom,


Ja, dann wollen wir mal hoffen, daß es an solchen politischen gründen künftig nicht mangelt, sonst kommen wir ja nie zum Mars,
und das wollen wir doch alle, oder? :) da kann ich Dir augenblicklich nur zustimmen, denn momentan ist es doch so, dass die Höhe der Forschungsgelder von der vorherrschenden Politik und nicht von der Wissenschaft bestimmt werden! - Es ist ja sogar so, dass Wissenschaftler um Fördergelder für bestimmte Forschungszweige bei den Politikern betteln und diese von einer positiven Kosten-Nutzen-Rechnung überzeugen müssen, um wissenschaftliche Projekte durchführen zu können. Ohne Geld läuft nunmal heutzutage nix! Wenn das fehlt, forscht kein "Schwein" mehr ... :mad:

Dies sind eindeutig politische Gründe.

Ob sich dies eines fernen Tages mal ändern wird, weiß ich nicht. Wahrscheinlich erst in einer Welt ohne Geld. :cool:

Forschende Grüße von
Toni

mac
05.10.2006, 22:57
Hallo ispom,

Mac, Du hast sicher meinen ironischen smilie bemerkt,nöö! Tut mir leid, hab' ich ihm gar nicht angesehen. Der hat doch völlig unschuldig gekuckt? Sogar jetzt noch! ;)


er bezieht sich auf Deine Ansicht, daß immer ein großer Krieg einen Raumfahrtburst zur Folge hatach du je! Jetzt is' es so weit! Ich hab' den Überblick verloren :o Wann hab' ich das denn geschrieben? Ich kann mich überhaupt nicht erinnern? Oh je, oh je, oh je! Das fängt aber früh an.

Gedächtnis durchwühlende Grüße

MAC

:D ispom, wenn ich das ernst genommen hätte, hätte ich nicht so unterschrieben wie ich es getan hab' :)

komet007
06.10.2006, 01:09
:D ispom, wenn ich das ernst genommen hätte, hätte ich nicht so unterschrieben wie ich es getan hab' :)

Mac, Du hast sicher meinen ironischen smilie bemerkt,
er bezieht sich auf Deine Ansicht, daß immer ein großer Krieg einen Raumfahrtburst zur Folge hat......


Hi Ispom und Mac,
zur Auflösung: Das Thema hatte ich angeschnitten. Es ging mir dabei allerdings nicht generell um Kriege, sondern um politische Ablenkung, wie auch immer.

Scharif ibn Nur ibn Aiman
06.10.2006, 12:12
Es handelt sich also definitiv nicht um Nahrungsmittel, selbst wenn sie frisch und roh vom Acker kommen! ;)

Und? Wo liegt nun das Problem?

Mais ist sowohl ein Nahrungsmittel als auch ein Rohstoff, was je nach Verwendungszweck liegt. Dies ist mit den anderen Kulturpflanzen ebenfalls so, weshalb die Verwendung des Begriffs Rohstoff nicht falsch ist, da man diese als solche verwenden kann.

ispom
06.10.2006, 12:27
Zitat von mac:
ach du je! Jetzt is' es so weit! Ich hab' den Überblick verloren Wann hab' ich das denn geschrieben? Ich kann mich überhaupt nicht erinnern? Oh je, oh je, oh je! Das fängt aber früh an.

komet hat es ja nun aufgeklärt:
mein Koordinationszentrum hat versagt, sorry, bei mir hat es schon angefangen :( !
bis zum nächsten Mal,
Ispom

Toni
07.10.2006, 21:54
Und? Wo liegt nun das Problem? Na, das Problem liegt in der Bezeichnung eines Nahrungsmittels als Rohstoff! Und Mais oder andere Pflanzen, die in erster Linie dem Menschen als Nahrungsmittel (selbst Tabak als Genussmittel!) dienen, sind halt keine Rohstoffe, da sogar nachwachsende Rohstoffe ...
... land- und forstwirtschaftlich erzeugte Produkte sind, die einer Verwendung im Nichtnahrungsbereich zugeführt werden. Da aber die von mir aufgelisteten Pflanzenarten fast ausschließlich dem Nahrungsbereich zuzuordnen sind, sind es dementsprechend auch keine Rohstoffe.

Hoffe, alle Klarheiten beseitigt zu haben? Genussvolle Grüße von
Toni

Scharif ibn Nur ibn Aiman
13.10.2006, 11:46
Na, das Problem liegt in der Bezeichnung eines Nahrungsmittels als Rohstoff! Und Mais oder andere Pflanzen, die in erster Linie dem Menschen als Nahrungsmittel (selbst Tabak als Genussmittel!) dienen, sind halt keine Rohstoffe, da sogar nachwachsende Rohstoffe ...

Nach deiner Sichtweise sind diese Erzeugnisse in erster Linie Nahrungsmittel, aber aus meiner Sichtweise, die auf die Entdeckung neuer Rohstoffe basierte, werden diese in erster Linie als Rohstoffe gezählt.

Die gesamte Auseinandersetzung ist lächerlich, da die Pflanzen sowohl als Nahrungsmittel als auch als Rohstoffe zählen können, jedoch ist es verwerflich nur eines in den Vordergrund der Betrachtung zu ziehen, außer wenn man absichtlich darauf abzielt, wie ich es mit der Endteckung neuer Rohstoffe tat.

Toni
13.10.2006, 18:47
Hallo Scharif,


Nach deiner Sichtweise ..., aber aus meiner Sichtweise ... das ist aber leider keine Sache der Sichtweise (sonst könnte man noch ewig darüber diskutieren), sondern eindeutig eine Sache der Definition. Wo es eine klare Definition gibt, braucht man sich auch nicht weiter darüber auseinanderzusetzen. Wenn Du mir eine der neuentdeckten Pflanzen nennen kannst, die nicht ausschließlich dem Nahrungserwerb, sondern ebenso der Energiegewinnung oder dem Bauwesen (z.B. dem Abdecken von Hütten (Palmblätter)) diente, gebe ich mich geschlagen.


Die gesamte Auseinandersetzung ist lächerlich, da die Pflanzen sowohl als Nahrungsmittel als auch als Rohstoffe zählen können Ja, dies gilt z.B. im Falle der Bananen-Pflanze, doch die kam nicht aus Amerika, sondern wurde dort erst später eingeführt.

Streitbare Grüße von
Toni

Solitaire
07.11.2006, 22:07
Hallo,
mir fällt auch ein Grund ein, allerdings kann ich ihn nicht so recht einer Kategorie zuordnen:

Früher oder später wird irgend eine (Natur)Katastrope die Erde treffen und u.U. grosse Teile der Menschheit auslöschen. Oder alles. Ich denke da z.B. an einen Asteroideneinschlag oder auch eine globale Seuche.

Wenn man die Auslöschung der Menschen verhindern will, ist es eine gute Idee, sie so weit wie möglich zu verbreiten.
Mond - Mars - Saturn - andere Sonnensysteme.
Nur auf diese Weise vermeidet man, dass eine Katastrophe gleich alle auf einmal auslöscht.

Übrigens: Für eine langfristige, autarke Besiedelung muss man sehr viel lernen, was das Verständnis der Natur (unser eigenen, wegen der Umweltbedingungen, die errichtet werden müssen [siehe Fehlschlag von Biosphere 2] ) und auch den Gegebenheiten vor Ort.
Bei einer Besiedelung von Monden oder gar Planeten wird es der Menschheit bei weitem nicht so leicht gemacht, wie auf der Erde!


Gruß, Solitaire

mac
08.11.2006, 00:49
Hallo Solitaire,


Wenn man die Auslöschung der Menschen verhindern will, ist es eine gute Idee, sie so weit wie möglich zu verbreiten.das sehe ich auch so. Nur leider besteht dafür auf absehbare Zeit keine Chance durch Terraforming.

Ganz anders sähe das bei der Besiedlung des Weltalls (in künstlichen Habitaten) aus. Dazu gab es schon vor ein paar Jahrzehnten eine ernsthafte Machbarkeitsstudie. Schau mal hier (http://www.astronews.com/forum/showthread.php?t=935) rein.

Herzliche Grüße

MAC

ispom
09.11.2006, 16:15
das sehe ich auch so. Nur leider besteht dafür auf absehbare Zeit keine Chance durch Terraforming.

Ganz anders sähe das bei der Besiedlung des Weltalls (in künstlichen Habitaten) aus. Dazu gab es schon vor ein paar Jahrzehnten eine ernsthafte Machbarkeitsstudie. Schau mal hier (http://www.astronews.com/forum/showthread.php?t=935) rein.


absehbare Zeit ist schwer zu kalkulieren :)

wenn man davon ausgeht, daß alle in Krieg, Verteidigungsaktivitäten, Verbrechens- und Terrorbekämpfung....investierten Mittel
auf das Ziel der Weltraumsiedlungen verwendet werden könnten,
behaupte ich,
"terraforming Mars" kann am ende des Jahrtausends als erfolgreich abgeschlossen gelten.

Die vielen euphorischen Studien zur Schaffung von Weltraumsiedlungen gingen auch davon aus, daß man die gesammelten Kräfte eines befriedeten Erdglobus hätte...

erinnert sich Ispom

Toni
09.11.2006, 19:01
Die vielen euphorischen Studien zur Schaffung von Weltraumsiedlungen gingen auch davon aus, daß man die gesammelten Kräfte eines befriedeten Erdglobus hätte... und da liegt auch der Hund begraben!! :( Diese ganzen "euphorischen Studien" stammen alle aus der Zeit vor der "Wende", vor dem Zusammenbruch der UdSSR! Jeder glaubte damals, das mit der Zweiteilung der Welt ginge ewig so weiter und der Weltfrieden ist nur noch eine Sache der Abrüstung. Dann aber kamen die bösen Terroristen und forderten die Amis heraus! - Es musste ja schließlich wieder ein neues Feindbild her, sonst wär das amerikanische Volk womöglich noch auf die ketzerische Idee gekommen, dass ihr Land nicht mehr so viel Militär bräuchte ...? :o - Ein Glück, das dann ein Bush jun. kam und Präsident wurde! Der strahlt doch richtig amerikanische Stärke aus (wie ein echter Western-Held :D ) und verschwendet die staatlichen Gelder nicht in solch sinnlose Weltall-Forschungsprojekte ...

Nachdenkliche Grüße von
Toni

mac
09.11.2006, 19:49
Hallo ispom,


absehbare Zeit ist schwer zu kalkulieren :)das ist so allgemein, daß ich nichts dagegen sagen kann! ;)


wenn man davon ausgeht, daß alle in Krieg, Verteidigungsaktivitäten, Verbrechens- und Terrorbekämpfung....investierten Mittel
auf das Ziel der Weltraumsiedlungen verwendet werden könnten,
behaupte ich,
"terraforming Mars" kann am ende des Jahrtausends als erfolgreich abgeschlossen gelten.das ist definitiv unmöglich! hatten wir schon (http://www.astronews.com/forum/showpost.php?p=15571&postcount=34) ganz anders die Besiedelung durch Habitate, dazu braucht man viel weniger.

Herzliche Grüße

MAC

ispom
09.11.2006, 20:14
das ist definitiv unmöglich! hatten wir schon

MAC, ich will da nicht mit dir streiten, weil ich solchen Rechnungen schwer folgen kann:(

aber ich habs schon anders gelesen, auch mit einem Haufen Rechenaufwand belegt,
(konnte ich auchnicht nachprüfen :) )
hab aber einen ganzen sack voll links zu solchen topics und werde es mal bei Gelegenheit wieder daraufhin durchsehen.

Aber, und das wäre doch für Dich interessant:
es gibt ein ganzes forum:

"terraforming mars",
da ist dieses thema ja geradezu vorgegeben.
Hast du dort schon mal Deine Rechnung vorgeführt?

fragt Ispom

ps
ich werde jetzt gleich mal suchen, ob ich einen link zu diesem forum finde

ispom
09.11.2006, 20:29
so, habs gefunden:

das forum heißt
red colony
und bietet aber auch viel mehr:
Artikel, Bilder, Übersichten , maps….


We are an international symposium, spanning students and professionals, scientists and laymen alike, all with a desire to colonize and terraform Mars. Our visitors have the opportunity to submit ideas in these evolving fields, knowing they are literally writing the books on Mars. Their articles are discussed by the scientific community until the most comprehensive, efficient and realistic Plan is developed and enacted.

http://www.redcolony.com/forum/viewforum.php?f=7&

http://www.redcolony.com/art.php?id=061008a
sollte für dich interessant sein

gutmeinende grüße von Ispom

Toni
09.11.2006, 21:54
Hi ispom,


hab aber einen ganzen sack voll links zu solchen topics und werde es mal bei Gelegenheit wieder daraufhin durchsehen. ... und ich hab noch irgendwo eine Mappe voll solcher Zeitungsausschnitte, wo alle diese Dinger drauf sind!! :cool: - Müsste nur mal bei Gelegenheit danach suchen ... :o - Allerdings kann ich die ja nicht einscannen und einfach so hier ins Forum stellen - geht ja leider nicht ... :(

Mit einer Träne im Auge grüßt
Toni

jonas
09.11.2006, 23:38
Ins Forum wohl nicht, aber z.B. in www.rapidshare.de. Dann braucht man nur noch den file link angeben, und jeder kann die Sachen herunterladen.

Vorsicht bei urheberrechtlich geschützten Sachen ;-)

slapper
10.11.2006, 20:41
hallo zusammen

also mal ehrlich, solange kein wasser gefunden wird auf dem mars, ist das thema sowieso tabu....

und wenn dann wird es dennoch mehr als aussichtslos - terraform
aussenposten mars schon eher.... (falls wasser gefunden wird)

und die besiedlung von planeten und monden, klappt wohl dann eher nur in benachbarten sonnensystemen, aber dazu müssten wir erstmal einen antrieb entwickeln der uns jenseits der lichtgeschwindigkeit transportiert - und das werden wir nicht mehr erleben :D
und falls wir einen planeten finden wo wir problemlos leben könnten, ist die wahrscheinlichkeit sehr hoch, das dort bereits sich mutter natur breit gemacht hat, dann stellt sich die frage ob wir in dieses ökosystem überhaupt eintreten können um es nicht zu schaden und uns selbst...
dort gibt es dann viren und bakterien die auf der erde nicht vorkommen und umgedreht, das könnte den tod für beide bedeuten etc... eingeschlossen die ganzen nachwirkungen dessen ..

und im eigenen sonnensystem? mal ehrlich - wer will schon auf dem titan leben? keine sonnenaufgänge, temperaturen wo wir erst noch die klamotten dazu erfinden müssten um uns darauf zu bewegen, keine natur weit und breit..
naja vielleicht wird das mal in ferner zukunft ein strafgefangenmond *grins

und die gründe für eine besiedlung, denke ich einfach liegt daran - den drang neues zu erkunden
ein grund wäre tourismus - aber dazu müssten hier die kosten für einen flug von der erde nach planet "x" oder mond "x" erschwinglich werden für den grossteil der bevölkerung und nicht zu vergessen ein neues antriebssystem, wer will schon jahre reisen für 3 wochen urlaub? --- und wieder zurück *gg

gruss slapper

Askard
16.11.2006, 23:13
Wir brauchen immer eine neue herausforderungen damit wir wissen das wir immer noch leben, die besiedlung neue Himmelskörper ist eine versicherung für das leben unsere spieses :) ; Ausser dem hat gott gesagt mit DEM IQ den ich euch gegeben habe könnt ihr bis hinter meinem reich hinausblicken :rolleyes:
so steht es im Quran geschrieben!!!

ispom
16.11.2006, 23:43
Wir brauchen immer eine neue herausforderungen damit wir wissen das wir immer noch leben, die besiedlung neue Himmelskörper ist eine versicherung für das leben unsere spieses :) ; Ausser dem hat gott gesagt mit DEM IQ den ich euch gegeben habe könnt ihr bis hinter meinem reich hinausblicken :rolleyes:
so steht es im Quran geschrieben!!!

Hi askard,
willkommen hier!
aber erkläre doch bitte mal, was "unsere spieses" sind
habe gegoogelt,
hat aber nichts gebracht :(

neugierige grüße von Ispom

Toni
17.11.2006, 01:16
Hi ispom,


aber erkläre doch bitte mal, was "unsere spieses" sind
ich denke, Askard meint: "unsere Spezies". Das würde dann auch Sinn ergeben. Desweiteren glaube ich, dass Askard bestimmt einer unserer ausländischen Mitbürger ist, zumal er den "Koran" zitiert, und der ist in unseren Breiten ja nicht so sehr verbreitet. ;)

Trotz alledem ein herzliches Willkommen, Askard! Ich hoffe, Du beteiligst Dich rege an unseren Diskussionen und hast auch recht viel Spaß dabei.

Voller Diskussionsstoff steckende Grüße von
Toni


PS: Ach, übrigens, vielen Dank, jonas, für den Tipp mit dem Link zu www.rapidshare.de (http://www.rapidshare.de)! Werde das bei Gelegenheit mal ausprobieren ...

ispom
17.11.2006, 13:39
Hi ispom,

ich denke, Askard meint: "unsere Spezies". Das würde dann auch Sinn ergeben. Desweiteren glaube ich, dass Askard bestimmt einer unserer ausländischen Mitbürger ist, zumal er den "Koran" zitiert, und der ist in unseren Breiten ja nicht so sehr verbreitet. ;)

..
na dann habe ich ihn falsch begrüßt:
salemaleikum besser?
fragt ispom
ps
ich habe auch einen Koran,
man muß ja wissen wovon man redet, wenn heute der Koran häufiger zitiert wird als die Bibel....

ryan
17.11.2006, 19:37
ich habe auch einen Koran,
man muß ja wissen wovon man redet, wenn heute der Koran häufiger zitiert wird als die Bibel....

Diese Einstellung find ich sehr gut...

gruß
ryan

Toni
17.11.2006, 23:57
salemaleikum besser?
Wahrscheinlich besser. ;) - Und Du besitzt sogar einen Koran?? Auf Deutsch? - Ich hab' noch nicht mal 'ne Bibel! (Bin nämlich Atheist! :( ) Ich habe auch keine Thora, keine tibetanische Gebetsmühle, kein chinesisches Räucherstäbchen, keine Buddha-Figur, keine Voodoo-Puppe, keine Version des Mahabharata, keine Statue des Tlaloc usw. usw. :rolleyes: - In dieser Hinsicht bin ich wirklich ein "armes Würstchen"! :D

Mit strahlendem Lächeln von Viracocha und besten Grüßen von
Toni

ispom
18.11.2006, 10:13
Wahrscheinlich besser. ;) - Und Du besitzt sogar einen Koran?? Auf Deutsch? - Ich hab' noch nicht mal 'ne Bibel! (Bin nämlich Atheist! :( ) Ich habe auch keine Thora, keine tibetanische Gebetsmühle, kein chinesisches Räucherstäbchen, keine Buddha-Figur, keine Voodoo-Puppe, keine Version des Mahabharata, keine Statue des Tlaloc usw. usw. :rolleyes: - In dieser Hinsicht bin ich wirklich ein "armes Würstchen"!

Mit strahlendem Lächeln von Viracocha und besten Grüßen von
Toni

ich bin auch Atheist (besser Agnostiker, aber die werden ja so lange zu den Atheisten gzählt, bis sie sich haben überzeugen lassen...)

und den Koran habe ich mir nicht gekauft, weil ich eine heilige Schrift brauche, um Gott näher zu kommen, sondern weil ich im Original nachlesen möchte, was so alles dran ist an den aktuellen Vorwürfen an und Rechtfertigungen von den Moslems.

Bibeln habe ich drei
(eine Prachtausgabe als Familienerbstück, eine Dünndruckbibel aus der unmittelbaren Nachkriegszeit,als die Amis in jedes Care-Paket auch was fürs Seelenheil eingepackt haben,
und eine Bibel auf CD,
(sehr nützlich, denn ich konnte in kürzester zeit herausfinden, das das Wort "Katze" nicht ein einziges mal darin vorkommt :mad: )

Gruß von Ispom

Toni
18.11.2006, 17:02
Hi ispom,


Bibeln habe ich drei Du bist ja wahrhaft ein wohlhabender Mensch! :rolleyes: :D


und eine Bibel auf CD, (sehr nützlich, denn ich konnte in kürzester zeit herausfinden, das das Wort "Katze" nicht ein einziges mal darin vorkommt :mad: ) Warum sollte es das auch? Die "Katze" war bei den Ägyptern ein heiliges Tier und diese wiederum waren die Feinde der Israeliten. Warum sollten sie dann von einem Tier sprechen, dass ihre Feinde verehrten?

Ach, übrigens, selbst wenn Du vor die Buchstabenfolge noch ein "E" stellst, das "a" mit dem hinteren "e" vertauschst und nun das ganze Wort von hinten liest, wirst Du es mit großer Sicherheit immer noch nicht in der Bibel finden. :o

Mit so wenig wie möglich gotteslästernden Grüßen
Toni

lisa
18.11.2006, 21:15
also mich würde eher interessieren wie man andere planeten besiedeln möchte, ich frag mich überhaupt was die menschheit macht wenn das alles zuende geht. sollte wirklich die erde "untergehen", ist der technische fortschritt denn dann schon erlangt dass man die menschheit umsiedeln kann?sicher nicht.aber wäre dass möglich?

Toni
18.11.2006, 23:03
Hi Lisa,

erst einmal herzlich willkommen hier in unserem Forum!


also mich würde eher interessieren wie man andere planeten besiedeln möchte, ich frag mich überhaupt was die menschheit macht wenn das alles zuende geht. sollte wirklich die erde "untergehen", ist der technische fortschritt denn dann schon erlangt dass man die menschheit umsiedeln kann?sicher nicht.aber wäre dass möglich? Also eines kann ich Dir schon mal im Voraus sagen: in nächster Zukunft wird die Erde nicht untergehen. Sie wird noch etliche Millionen Jahre weiter bestehen und Lebewesen eine Chance zur Entwicklung geben. Selbst wenn der Mensch sich durch seine eigene egozentrische Dämlichkeit in die Katastrophe manövriert und aussterben sollte, so habe ich doch die große Hoffnung, dass es die nächsten intelligenten Lebewesen, die Mutter Natur auf der Erde kreiert, zu noch höherer Intelligenz bringen werden. Vielleicht schaffen diese dann ja den Sprung zu anderen Planetensystemen und müssen nicht bis zum "Verrecken" auf dieser Erde zum Bleiben verdammt sein?

Da es hier in unserem Sonnensystem derzeit keinen einzigen direkt besiedelbaren Planeten oder Mond gibt, sehe ich für die nächsten 1000 Jahre sowieso schwarz, was die Umsiedelung der Menschheit betrifft! Da also die nächsten besiedelbaren Planeten um fremde Sterne kreisen müssen, muss die Menschheit erst einmal eine Möglichkeit finden, um in vertretbarer Zeit und relativ kostengünstig dorthin reisen zu können. So lange werden wir uns wohl erst einmal mit der Abwehr von Katastrophen, die die Erde bedrohen, zufrieden stellen müssen.

Zwar trostlos, aber dennoch nicht ganz hoofnungslos klingende Grüße von
Toni

ispom
18.11.2006, 23:19
es wird niemals so kostengünstig werden, daß man die Menschheit umsiedeln kann im Sinne von Auswandern.

Die Besiedlung von anderen Himmelskörpern wird durch Nachfahren der dort als Wissenschaftler und Techniker tätigen Pioniere erfolgen.

Ein auf dem Mars oder in der Dysonsphäre geborener Mensch wird dies als Heimat empfinden (sich auch körperlich anpassen) und nicht mehr in die Heimat seiner Vorväter zurückwollen (und -können)


Wenn wir unseren Heimatplaneten verwüsten oder maßlos übervölkern, werden wir keine "Auswandererschiffe" bauen können, mit denen wir uns dann verdrücken .

meint Ispom

Toni
18.11.2006, 23:38
Hallöchen ispom,


es wird niemals so kostengünstig werden, daß man die Menschheit umsiedeln kann im Sinne von Auswandern. man sollte niemals "nie" sagen ... ;)


Die Besiedlung von anderen Himmelskörpern wird durch Nachfahren der dort als Wissenschaftler und Techniker tätigen Pioniere erfolgen. Das bestreite ich auch nicht, aber bis dahin ist es noch ein sehr, sehr langer Weg ... :( (mit vielen in die Irre führenden Abzweigungen :p )


Wenn wir unseren Heimatplaneten verwüsten oder maßlos übervölkern, werden wir keine "Auswandererschiffe" bauen können, mit denen wir uns dann verdrücken. Huhhh! - Also, so düster wollte ich unsere Zukunft nun doch nicht ausmalen, ispom! :eek: Schließlich haben wir hier eine junge, sich für solche Themen interessierende Userin vor uns, die vielleicht eines Tages gerade nach solchen Möglichkeiten forschen muss? Wenn wir ihr im Vorfeld schon jede Hoffnung nehmen, reduziert sich die Wahrscheinlichkeit, jemals unser System zu verlassen, wiederum um einige Prozentpunkte!

Die junge Generation unterstützende Grüße von
Toni

ispom
19.11.2006, 11:32
Schließlich haben wir hier eine junge, sich für solche Themen interessierende Userin vor uns, die vielleicht eines Tages gerade nach solchen Möglichkeiten forschen muss? Wenn wir ihr im Vorfeld schon jede Hoffnung nehmen, reduziert sich die Wahrscheinlichkeit, jemals unser System zu verlassen, wiederum um einige Prozentpunkte!

Die junge Generation unterstützende Grüße von
Toni

man sollte ihr die Träume nicht nehmen, aber doch den Keim des Zweifels legen :)

mir ist eine Zeitschrift ("Jugend und Technik") von 1958 in die Hände gefallen,
dort wird euphorisch beschrieben, wie einmal das Verkehrswesen revolutioniert wird:
"Atomlokomotiven", "Atomflugzeuge"...
alles was sich bewegt mit Atomantrieb (kleine, handliche reaktoren :) )

Strahlenschutzprobleme waren damals scheinbar leicht mit einer dicken Abschirmung aus der Welt zu schaffen.....:(

nun, geblieben sind die Atom-Uboote und Atomeisbrecher.

Und die haben sich jedes auf seinem Anwendungsgebiet sehr gut bewährt.

Warum auch sollte eines Tages nicht genügend Energie zur Verfügung stehen, um mit einer Magnetschleuder und anschließender Laserbeschleunigung nicht auch Auswanderer auf die Reise zu schicken?

Aber mit Windrädern und Biogas wird man dieses Ziel ganz gewiss nicht erreichen, dazu brauchen wir schon Atomenergie, die aus der Fusion nämlich...

meint Ispom

Toni
22.11.2006, 20:08
Hallöchen ispom,


man sollte ihr die Träume nicht nehmen, aber doch den Keim des Zweifels legen Ganz genau! - Übrigens sehr philosophisch ausgedrückt. :cool:


mir ist eine Zeitschrift ("Jugend und Technik") von 1958 in die Hände gefallen, In den 70er Jahren hatte ich auch einmal eine ähnlich Zeitschrift verschlungen und gesammelt. Die hieß "Technikus".


dort wird euphorisch beschrieben, wie einmal das Verkehrswesen revolutioniert wird:
"Atomlokomotiven", "Atomflugzeuge"...
alles was sich bewegt mit Atomantrieb (kleine, handliche reaktoren) Solche Dinge waren auch in den Jugendweihebüchern "Weltall, Erde, Mensch" dargestellt und beschrieben. Diese riesigen, über alle möglichen Themen hochinteressanten Bücher gab es leider nur noch bis 1977, dann wurden sie von sinnlosen "Vom Sinn des Lebens"-Büchern abgelöst und die Jugend um eine wissenschaftliche Bereicherung ihres späteren Lebens ärmer. :mad:


Strahlenschutzprobleme waren damals scheinbar leicht mit einer dicken Abschirmung aus der Welt zu schaffen.....:(
nun, geblieben sind die Atom-Uboote und Atomeisbrecher.
Und die haben sich jedes auf seinem Anwendungsgebiet sehr gut bewährt. Ja, das ist richtig und wie man an den heutigen Anwendungsgebieten sieht, auch eigentlich realistisch. Dass man es wider Erwarten doch nicht tut, in Landwirtschaftlichen und großen technischen Geräten wie Tagebaubaggern einzusetzen, liegt an der allemeinen Gefährlichkeit dieser Technologie.


Aber mit Windrädern und Biogas wird man dieses Ziel ganz gewiss nicht erreichen, dazu brauchen wir schon Atomenergie, die aus der Fusion nämlich... Und mit Solarenergie aus Solarzellen garantiert auch nicht! Deshalb stimme ich Dir unumwunden zu.

Mit noch nicht verstrahlten Grüßen von
Toni