Vielleicht solltest du mal deine Kenntnisse in Kernphysik auffrischen?
Vielleicht solltest du mal aufhören,
ad hominem zu argumentieren, wenn du nix
ad rem zu sagen hast?
Ein Theoretiker kann natürlich eine beliebige Linearkombination von |C-14> und |N-14> hinschreiben und sie sich kontinuierlich entwickeln lassen. Ein Experimentalphysiker findet aber immer entweder ein zerfallenes oder ein nicht zerfalllenes Atom.
Dieser Dissens ist kein Argument, das ist nur ein Beispiel für das Problem.
Dein Glaube, von einer Beobachtung auf die Struktur einer Theorie zurückzuschließen, scheitert in einfachen Fällen (Doppelspalt, GHZ ...). Deswegen halte ich die Idee, eine Theorie entlang gesicherter experimenteller Tatsachen zu konstruieren, für Quatsch; zuletzt muss die Theorie natürlich diese Tatsachen reproduzieren.
Und zumindest in den lösbaren Modellen zur Dekohärenz verschwindet dieser Dissens (wenn auch auf eine Weise, die uns beiden nicht gefällt, aber auch das ist kein Argument).
Die Zahl der Protonen und Neutronen in einem Atomkern ist keine unscharfe Größe.
Vielleicht solltest du mal deine Kenntnisse in Kernphysik auffrischen?
Nach welcher theoretischen Beschreibung wäre das der Fall? BCS, DFT, Hartree-Fock-Bogoliubov ... verwenden keine Eigenzustände der Teilchenzahloperatoren, bzw. keine der "physikalischen Teilchen". In Compound-Reaktionen a + A → C* → b + B ist der Zwischenzustand eine Superposition verschiedener anderer Zustände, und es wäre schlicht willkürlich, dies als Tatsache zu bestreiten, nur weil C* nicht langlebig genug ist; letztlich haben wir in der Kernphysik die selbe Art von Superpositionen wie in der Atomphysik, naturgemäß auf kürzeren Zeitskalen. Es gibt weitere experimentelle Resultate, die mittels derartiger unscharfer Teilchenzahlen erklärt werden.
Und die von mir genannte Anzahl der Quarks im Proton ist sicher keine scharfe Größe. Experimentell weiß man das seit den 60ern, und theoretisch dann, wenn man selbst gemerkt hat, dass der QCD-Hamiltonian keine gemeinsamen Massen- und Quarkzahl-Eigenzustände hat.
Ist die Wirklichkeit nur ein waberndes Etwas?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Wirklichkeit nichts ist, was man in Worte fassen kann. Für mich sind unsere mathematisch formulierten Theorien die besten Methoden, dieser Wirklichkeit nahezukommen, die an Alltagserscheinungen geschulte Umgangssprache halte ich dagegen für ungeeignet.
Wenn uns diese Theorien also nahelegen, dass etwas so sein
könnte, wie's in den Formeln steht, und diese Formeln experimentell bestätigt d.h. nicht widerlegt werden, dann sehe ich zunächst überhaupt keinen Anlass, an den Formeln und ihrem Realitätsbezug zu zweifeln, nur weil's mir nicht in den Kram passt. Wenn's mir nicht in den Kram passt, muss ich erst
fundiert zeigen, dass es damit ein echtes Problem gibt.
Insofern würde ich nie behaupten, die Superposition makroskopisch verschiedener Objekte (oder verschiedener Nuclei) könnten nicht existieren, bevor ich das nicht gezeigt habe; habe ich aber nicht. Konkret angewandt auf das Messproblem wäre also zu zeigen, wo genau die Dekohärenz scheitert.