SpiderPig
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Hallo Bynaus,
Ich bin da aber nicht so sicher, wie du dich aus drückst.
Es gibt (für mich) zu viele ungelöste Freiheiten in dieser Gleichung.
Trotzdem gehe ich inzwischen auch davon aus, das Leben vermutlich um G5-Sterne (plus minus 10 ) entsteht und weiter verbreitet ist als um M-Sterne... wenn überhaupt.
- Wir sind die, im entsprechenden Ausbreitungsradius, erste und eventuell einzige Zivilisation. (*schade*)
Schon die Frage, ob "kleine, langlebige Sterne eine sehr geringe Chance, Planeten auszubilden, die massiv genug sind um intelligentes Leben zu tragen" ist bis heute nicht geklärt. Es gibt sicherlich viele Mx-Sterne mit großen Gesteinsplaneten in der (erweiterten) habitablen Zone, analog zu den hot Jupitern oder Supererden um schwerere Sterne.
Daher meine ich, dass das Rote-Zwerge-Paradoxon so nicht beantwortet werden kann.
Ich gehe da lieber den Weg, dass so kleine Sterne (M-Zwerge) so lange in der Flare-Phase verweilen, bis die (größten Gesteins-)Planeten und die Umgebung alle (wichtigen) flüchtigen Stoffe verloren haben und auch nicht mehr aus gasen oder ausreichend sammeln können.
Größere K-Sterne dagegen sehe ich schon als sehr wichtige Kandidaten für höheres Leben und Intelligenzen, auch in dem schon erwähnten Umstand, dass eine Zivilisation sich einen (oder mehrere) neue Sterne zur Besiedlung aus suchen, deren Lebensdauer dann vermutlich so "optimal gewählt" wird wie möglich.
Es wäre jedenfalls ein sehr großes und sehr langfristiges Ziel einer Zivilisation einen Planeten um einen jüngeren Stern so zu manipulieren, dass er optimale Bedingungen für eine lange Besiedlung bietet.
Um einen größeren M oder kleineren K Stern herum könnten dafür mehrere Planeten zur Kollision gebracht werden und ein Bombardement mit den flüchtigen Stoffen aus der oortschen Wolke, um alles zusammen zu bekommen und eine "neue" Plattentektonik auf zu bauen ect.... Das wird jede Zivilisation vermutlich zu jeder Zeit nur einmalig zu Ende bringen wegen des hohen Aufwands um sich dann einige Mrd. Jahre Zeit lassen zu können bis zum nächsten "Umzug".
Zudem kann/wird das nur eine Zivilisation machen, die
a) die Mittel und Technik aufbringen kann.
b) die Zeit dazu hat.
c) sich in Orbitalen nicht wohl fühlt oder dort nicht überleben kann.
Besonders unkt b) sollte uns schon mal aufhorchen lassen, denn wir haben keine 6 Mrd. Jahre Zeit mehr dafür.
Insgesamt sind wir und mal wieder einig Bynaus. Wir gewichten nur die Fakten und Überlegungen ein wenig unterschiedlich.
SpiderPig
Das vermutest du und ich vermute es auch!Natürlich nicht - ich bin sicher, dass es unter den unzähligen Zivilisationen im Universum auch welche um Rote Sterne oder auf Monden von Gasriesen gibt. Bloss stellen sie nicht die Mehrheit.
Ich bin da aber nicht so sicher, wie du dich aus drückst.
Trotzdem gehe ich inzwischen auch davon aus, das Leben vermutlich um G5-Sterne (plus minus 10 ) entsteht und weiter verbreitet ist als um M-Sterne... wenn überhaupt.
Diese Frage ist (vorläufig) wohl nicht wirklich fundiert zu beantworten. Jegliche Annahmen beruhen (bis heute leider) immer auf einem anthropozentrischen Weltbild.Wieder geht es um den Mittelwert, um das, was "normal" oder "typisch" ist. Natürlich wird es Ausnahmen geben, Planeten, auf denen die Entwicklung von Intelligenz besonders schnell abläuft, und solche, auf denen es nie dazu kommt. Die Frage ist: wo liegt der Mittelwert?
... Und hätten wahrscheinlich schon andere Zivilisationen entdeckt (oder anders herum).Das Carter-Argument, das im Space.com-Artikel auch erwähnt wird, habe ich ja hier schon einige Male aufgebracht: Wenn es im Schnitt sehr viel weniger lang dauert als auf der Erde, dann müsste es sehr viele Zivilisationen da draussen geben, dann wären wir sehr untypisch.
Das entspricht ungefähr meiner Meinung:Wenn es im Schnitt aber sehr viel länger dauern würde, es in der Regel aber nie dazu kommt, weil die Biosphäre vom sterbenden Stern zerstört wird, bevor es zur Entwicklung von Intelligenz kommt, dann würde das sehr schön zu den folgenden Beobachtungen passen:
- Wir sehen keine anderen Zivilisationen
- Wir sind gegen Ende der bewohnbaren Zeit der Erde entstanden
- Wir sind die, im entsprechenden Ausbreitungsradius, erste und eventuell einzige Zivilisation. (*schade*)
Auch hier sind wieder Freiheiten in der Bewertung (ich mag es nicht als Berechnung zu bezeichnen), die ich zwar so akzeptieren kann, die aber das Ergebnis doch recht stark beeinflussen.Da die Planetenmasse linear von der Masse der zirkumstellaren Scheibe abhängt, haben sehr kleine, langlebige Sterne eine sehr geringe Chance, Planeten auszubilden, die massiv genug sind um intelligentes Leben zu tragen. Natürlich wird es das auch geben - aber es ist so selten, dass die höhere Häufigkeit der Roten Zwergsterne das nicht auszugleichen vermag. Eingeflossen sind damit die Häufigkeit, die Breite der bewohnbaren Zone, die Lebensdauer und die Minimalmasse des Planeten. Das reicht offenbar schon, um das "Rote Zwergstern"-Paradox aufzulösen.
Schon die Frage, ob "kleine, langlebige Sterne eine sehr geringe Chance, Planeten auszubilden, die massiv genug sind um intelligentes Leben zu tragen" ist bis heute nicht geklärt. Es gibt sicherlich viele Mx-Sterne mit großen Gesteinsplaneten in der (erweiterten) habitablen Zone, analog zu den hot Jupitern oder Supererden um schwerere Sterne.
Daher meine ich, dass das Rote-Zwerge-Paradoxon so nicht beantwortet werden kann.
Ich gehe da lieber den Weg, dass so kleine Sterne (M-Zwerge) so lange in der Flare-Phase verweilen, bis die (größten Gesteins-)Planeten und die Umgebung alle (wichtigen) flüchtigen Stoffe verloren haben und auch nicht mehr aus gasen oder ausreichend sammeln können.
Größere K-Sterne dagegen sehe ich schon als sehr wichtige Kandidaten für höheres Leben und Intelligenzen, auch in dem schon erwähnten Umstand, dass eine Zivilisation sich einen (oder mehrere) neue Sterne zur Besiedlung aus suchen, deren Lebensdauer dann vermutlich so "optimal gewählt" wird wie möglich.
... Und ob so etwas technisch / biologisch machbar ist.Wenn man davon ausgeht, dass ETIs überhaupt lange genug existieren, um sich über das Ende ihres Heimatsterns konkret Gedanken machen zu müssen...
Es wäre jedenfalls ein sehr großes und sehr langfristiges Ziel einer Zivilisation einen Planeten um einen jüngeren Stern so zu manipulieren, dass er optimale Bedingungen für eine lange Besiedlung bietet.
Um einen größeren M oder kleineren K Stern herum könnten dafür mehrere Planeten zur Kollision gebracht werden und ein Bombardement mit den flüchtigen Stoffen aus der oortschen Wolke, um alles zusammen zu bekommen und eine "neue" Plattentektonik auf zu bauen ect.... Das wird jede Zivilisation vermutlich zu jeder Zeit nur einmalig zu Ende bringen wegen des hohen Aufwands um sich dann einige Mrd. Jahre Zeit lassen zu können bis zum nächsten "Umzug".
Zudem kann/wird das nur eine Zivilisation machen, die
a) die Mittel und Technik aufbringen kann.
b) die Zeit dazu hat.
c) sich in Orbitalen nicht wohl fühlt oder dort nicht überleben kann.
Besonders unkt b) sollte uns schon mal aufhorchen lassen, denn wir haben keine 6 Mrd. Jahre Zeit mehr dafür.
Insgesamt sind wir und mal wieder einig Bynaus. Wir gewichten nur die Fakten und Überlegungen ein wenig unterschiedlich.
SpiderPig