Das kann man ja mal mathematisch und experimentell überprüfen
ad (1): es gibt ohnehin nur einen Radarimpuls
Bei meinem Experiment wird die Zeit beim Eintreffen des Laserimpulses am Ziel gemessen aber auf der Venus gibt es keine derartige Meßeinrichtung, der Radarimpuls muss von der Venus zur Erde reflektiert werden. Das Problem bei der Reflektion ist, dass der Radarimpuls einmal mit und einmal gegen den Ätherwind fliegt.
ad (2): gemessen wird mit derselben Uhr; ein Schwimmer, der in einem fliessenden Gewässer hin- und herschwimmt braucht ja auch länger als einer, der auf einem See dieselbe Strecke hin- und herschwimmt, und der Abstand der Erde zur Venus zum Zeitpunkt t ist bekannt
Das mit dem Schwimmer ist theoretisch ein gutes Beispiel (real ggf, nicht so): ein Schwimmer, der erst 100 Meter gegen den Strom schwimmt und dann 100 Meter dieselbe Strecke zurückschwimmt, sollte dabei so schnell wie ein Schwimmer sein, der 200 Meter in ruhigem Wasser schwimmt. Anhand der Zeitmessung über 200 Meter kann man keinen zeitlichen Unterschied feststellen aber es gibt einen Zeitunterschied zwischen dem Schwimmen der 100 m gegen den Strom (mehr Zeit) und dem Schwimmen der 100 m mit dem Strom (weniger Zeit).
Im Vergleich zu meinem Experiment ist das so ähnlich (aber nicht gleich, siehe nächsten Absatz): mit zwei gleichartigen Schwimmern, die gleichzeitig in einem Strom (strömender Fluß = Ätherwind) von dem Startpunkt X in der Mitte aus ein zu X jeweils gleichweit entferntes Ziel (A und B) erreichen sollen. X, A und B sind dabei in Relation zum Ufer feste Punkte mit unveränderlichem Abstand aber der eine Schwimmer schwimmt mit dem Strom und der andere Schwimmer schwimmt gegen den Strom.
Bei
meinem Experiment ist jedoch zu beachten, dass der ruhende Äther der absolute Bezugspunkt ist und die Erde sich bewegt. Bei meinem Experiment bewegen sich A, X, B und Erde in die gleiche Richtung aber die beiden Laserimpulse X->A und X->B können sich nur mit der gleichen Lichtgeschwindigkeit bewegen. Das Ziel A bewegt sich auf den Laserimpulse X->A zu und das Ziel B bewegt sich vom Laserimpulse X->B weg, so dass der Laserimpuls in Richtung A eher bei seinem Ziel A ankommen muss, als der Laserimpuls in Richtung B bei seinem Ziel B.
ad (3): statt die Bewegung der Erde im Sonnensystem kannst Du die sehr viel grössere Geschwindigkeit des Sonnensystems in der Milchstrasse verwenden
Das ist auch bei
meinem Experiment erwünscht. Dabei ist nach Möglichkeit die vektoriell addierte Hauptbewegungsrichtung zu ermitteln. Sicherheitshalber sollte man das Experiment noch einmal um 90 Grad gedreht wiederholen.
Je nach Ausrichtung der Linie Erde-Venus in Bezug auf die Bewegung des Sonnensystems in der Milchstrasse würde man ein völlig anderes Höhenprofil der Venus erhalten, wenn der Strahl entgegen der Bewegungsrichtung des Sonnensystems in der Milchstrasse gemäss Deinem Ansatz früher ankäme.
Ist das so? Da wäre ich mir nicht so sicher. Obige Erklärung mit dem Schwimmer spricht ggf. dagegen.
Andererseits ist zu bedenken, dass der Radarimpuls je nach Bewegung von Erde und Venus in seiner Frequenz verschoben wird - da sollte man tatsächlich etwas messen können aber es ist fraglich, ob der Ätherwind eine Rolle spielt (und mit diesem Venus-Experiment nachgewiesen werden kann), weil der Radaimpuls einmal mit und einmal gegen den Ätherwind fliegt, bzw. nur gleichartig und nicht (so leicht) messbar seitlich abgelenkt wird.
Die späteren Sondenmissionen der Venus haben aber die früheren Radarmessungen bestätigt.
Oder nimm den Planetoiden 101955 Bennu; bei dem wurde am 23. September 1999 eine Radaruntersuchung vorgenommen und am 3. Dezember 2018 erhielt er Besuch von einem Raumschiff. Auch hier wurden die Ergebnisse der Radaruntersuchung bestätigt.
Was genau wurde da jeweils bestätigt? Wurde da etwa tatsächlich nach einem Beweis für den Ätherwind gesucht?
"... Bei weiteren Beobachtungen der Flugbahn des Objektes durch verschiedene erdgebundene Teleskope sowie durch das Hubble-Weltraumteleskop konnte eine Bahnablenkung beobachtet werden. Die Abbremsung des Körpers bei seinem Entfernen von der Sonne findet um eine Winzigkeit weniger stark statt, als es unter dem reinen Einfluss der Gravitation der Fall sein müsste. Als mögliche Ursache der zusätzlichen Beschleunigung wurde das Ausgasen flüchtiger Bestandteile aufgrund der Sonnennähe genannt.[5] Roman Rafikov hielt dem entgegen, dass ein Ausgasen wahrscheinlich zu einer erheblichen Änderung der Rotation geführt hätte, die aber nicht festzustellen gewesen sei. ..."
http://de.wikipedia.org/wiki/1I/ʻOumuamua
Kann man diese Bahnablenkung vielleicht mit dem Ätherwind erklären? Das sollten gute Experten mal nachrechen. (alles imho)