@ Major Tom:
Darüber könnten wir endlos streiten, aber es fehlen schlicht die Daten, um hier eine wirklichkeitsnahe Wahrscheinlichkeitsabschätzung vornehmen zu können. Wir wissen lediglich aus dem Verlauf der biologischen Evolution hier, dass eine immense Vielfalt an Formen entsteht, die es schwer erscheinen lässt, dass in anderen Biosphären (sofern es sie gibt!) ähnliche Lebensformen entstehen, wie hier. Sicher wird es auch andernorts Pflanzenanaloga geben, die die Lichtenergie der Heimatsonne irgendwie in chemische Energie umwandeln, aber wie diese aussehen und auf welcher chemischen Basis der Photosynthesemechanismus aufgebaut ist, lässt sich von hier aus nicht ermitteln. Ebenso wird es anderswo Tieranaloga geben, die sich in Pflanzenfresser, Fleischfresser und Allesfresser aufteilen, aber auch hier lassen sich keine konkreten Formen und Mechanismen ermitteln, die unsere Tierwelt als typisch oder untypisch klassifizierbar werden lässt.
Landtiere müssen beispielsweise nicht notwendigerweise über zwei Beinpaare verfügen, es könnten auch drei oder vier sein, wie bei Insekten oder Spinnen. Statt Innenskeletten könnten es Außenskelette sein. Von den Sinnesorganen ganz zu schweigen - Augen wird es wahrscheinlich geben, Ohren möglicherweise auch, aber welche Wellenlängenbereiche erfasst werden, welche Schallbereiche usw. entzieht sich unserer Kenntnis - ebenso, ob es dort Sinnesorgane gibt, die es hier nicht gibt, und wie sie aussehen.
Die hier gefundenen technischen Lösungen zur Wahrnehmung könnten anderswo viel eleganter gelöst sein oder aber viel mangelhafter - je nachdem, wie sich die verschiedenen Selektionsdrücke auf die dort vorhandenen morphologischen Strukturen ausgewirkt haben. Kurz: Es fehlt uns jegliches Anschauungsmaterial für Alternativentwicklungen in Biosphären. Nach meinem Dafürhalten gibt es keine typischen oder untypischen Lebensformen. Jede Biosphäre ist ein Unikat.
Monod
Die Grundfrage ist doch, ob wir, unsere Lebensformen, Tiere und Pflanzen wie wir sie kennen, den "normalen" Durchschnitt im Universum darstellen oder ob wir eine abnorme extrem unwahrscheinliche Laune der Natur sind.
Darüber könnten wir endlos streiten, aber es fehlen schlicht die Daten, um hier eine wirklichkeitsnahe Wahrscheinlichkeitsabschätzung vornehmen zu können. Wir wissen lediglich aus dem Verlauf der biologischen Evolution hier, dass eine immense Vielfalt an Formen entsteht, die es schwer erscheinen lässt, dass in anderen Biosphären (sofern es sie gibt!) ähnliche Lebensformen entstehen, wie hier. Sicher wird es auch andernorts Pflanzenanaloga geben, die die Lichtenergie der Heimatsonne irgendwie in chemische Energie umwandeln, aber wie diese aussehen und auf welcher chemischen Basis der Photosynthesemechanismus aufgebaut ist, lässt sich von hier aus nicht ermitteln. Ebenso wird es anderswo Tieranaloga geben, die sich in Pflanzenfresser, Fleischfresser und Allesfresser aufteilen, aber auch hier lassen sich keine konkreten Formen und Mechanismen ermitteln, die unsere Tierwelt als typisch oder untypisch klassifizierbar werden lässt.
Landtiere müssen beispielsweise nicht notwendigerweise über zwei Beinpaare verfügen, es könnten auch drei oder vier sein, wie bei Insekten oder Spinnen. Statt Innenskeletten könnten es Außenskelette sein. Von den Sinnesorganen ganz zu schweigen - Augen wird es wahrscheinlich geben, Ohren möglicherweise auch, aber welche Wellenlängenbereiche erfasst werden, welche Schallbereiche usw. entzieht sich unserer Kenntnis - ebenso, ob es dort Sinnesorgane gibt, die es hier nicht gibt, und wie sie aussehen.
Die hier gefundenen technischen Lösungen zur Wahrnehmung könnten anderswo viel eleganter gelöst sein oder aber viel mangelhafter - je nachdem, wie sich die verschiedenen Selektionsdrücke auf die dort vorhandenen morphologischen Strukturen ausgewirkt haben. Kurz: Es fehlt uns jegliches Anschauungsmaterial für Alternativentwicklungen in Biosphären. Nach meinem Dafürhalten gibt es keine typischen oder untypischen Lebensformen. Jede Biosphäre ist ein Unikat.
Monod