Umstieg auf eAuto. Erste Erfahrungen

Bernhard

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Hallo astrofreund,

hier also ein neues Thema zur Frage.
Hallo Bernhard,

welche Reichweite hat Dein eAuto, wenn es vollgeladen war?
Laut Tacho 386 km.
wie lange dauert eine volle Ladung?
K.O.-Kriterium bei der Wahl des Autos war die Möglichkeit der Schnellladung, um damit auch mal in den Urlaub fahren zu können. Der Zoe R135 kann maximal mit 45 kW laden und hat eine Akkukapazität von 52 kWh. Rein rechnerisch dauert eine Vollladung also etwas mehr als eine Stunde. In der Praxis kommen Verluste und das BMS (Batteriemanagementsystem) dazu, sodass die Vollladung etwa bei 2 Stunden liegt.
wieviel teuerer als ein gleichwertiger Verbrenner ist das eAuto?
das Auto selbst ist etwas günstiger, wenn man auf die Leistung des Autos schaut. Der kleine Zoe kann maximal 135 PS abrufen und ist damit bereits recht flott unterwegs. Der Nachfolger des Zoe ist der elektrische R5 mit 150 PS und einem Neupreis um die 35 k€.

Im Unterhalt ist das eAuto günstiger wie der Verbrenner. Der Zoe R135 verbraucht laut Hersteller auf 100 km knapp 18 kWh und die kosten dann bei einem durchschnittlichen Preis von 65 Cent/kWh also 11,70 EUR, wobei meine Erfahrungswerte nochmal deutlich darunter liegen. Mein Daumenwert im Verbrauch liegt eher bei 11 kWh auf 100 km und Laden kann man aktuell bei Aral auch für 51 Cent. Das kosten die 180 km dann eher so um die 10 €

Versicherung und Steuer schätze ich auch etwas günstiger im Vergleich zu meinem Vorgängerauto einem Nissan Micra.
Das sind meines Wissens die Gründe, die in D-land die Leute vom eAutokauf abhalten (letztes Jahr weiterer Umsatzrückgang). Inzwischen wollen die Autofirmen hier (gestern z.B. BMW), dass das Verbrennerende nach hinten verschoben wird. Oder SEAT wollte nur noch Cupra als eAuto haben und bisherige Seat-Verbrenner auslaufen lassen. Seit einigen Wochen hat man die Realität im Auge und alles zurück gedreht. Es geht weiter mit SEAT und Verbrenner. In 3 bis 4 Jahren gibt es einen eSeat. Das mögen speziell deutsche Zustände sein, doch sie sind nun mal so. Ohne staatliche Zuschüsse, Lösung des Ladesäulenproblems und des Akkuproblems wird sich hier nix verbessern. Zumal allgemein die Auffassung besteht, dass das eAuto nicht der Umweltburner ist - es sei man fährt 20 Jahre damit. Technisch habe ich nix gegen eAutos und hätte schon gern vor 30 Jahren eins gehabt. Aber es muss auch wirtschaftlich für mich machbar sein. Wenn ich meine Verwandten in 400km Entfernung besuchen will, muss ich heute mit eAuto einen "Tankstop" von mehreren Stunden einlegen und damit eine Hotelübernachtung einplanen - für Hin und Rückfahrt. Als reines Stadtauto könnte ich mir ein eAuto vorstellen.
Mit der DC-Schnellladung müssten die 400 km auch an einem Tag gut machbar sein. Die Pausen beim Laden erhöhen die Sicherheit beim Fahren, weil man entspannter ist und Schnellladesäulen gibt es zumindest in Deutschland mittlerweile an so ziemlich jeder Autobahnraststätte.

Ich vermisse nach einigen Monaten Praxis den Micra in keiner Weise. Automatik statt 5-Gang-Getriebe. Bei voller Geschwindigkeit (145 km/h) hört man nur den Fahrtwind und das Rauschen der Räder. Man kann sich da immer noch sehr gut unterhalten oder Radio hören. Der Micra ist bei dieser Geschwindigkeit schon so laut, dass eine Unterhaltung deutlich erschwert wird. Navi, Freisprechanlage, mp3-Anschluss, Radio ist beim Zoe alles integriert und ist in einem übersichtlichen Nebendisplay sehr leicht zu bedienen. Im Lenkrad ist die Taste zum Annehmen eines Telefonats, so dass man während der Fahrt sehr komfortabel telefonieren kann. Tempomat gibt es auch.
 

Bernhard

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Ausgesprochen gut gefallen mir auch die Fahrmodi beim Zoe.

Man kann über eine Art Ganghebel zwischen einer Fahrt mit viel (B) oder wenig (D für Drive) Rekuperation wählen. Im Modus B wird die Bremse fast gar nicht mehr benötigt, was ordentlich Strom spart und die Reichweite erhöht.

Zusätzlich kann man per Taster zwischen dem Modus Eco (maximal 80 PS) und Normal (maximal 135 PS) wählen. Der Modus Eco reicht bei Geschwindigkeiten bis 100 km/h, also Landstraße, gut aus und schont den Akku. Der Modus Normal ist für Autobahnfahrten ideal, um schnell Überholen zu können und am Berg ordentlich beschleunigen zu können.
 

blue.moon

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Cool, einfach nur cool, Bernhard! Das finde ich wirklich toll. Du bist ein moderner Mann, der an künftige Generationen (und die Zukunft) denkt (es wird ja an niemandem vorbei gehen... ) Tesla, nicht Elon, kommt zu spätem "Recht".
Ich schaue demnächst mal wieder vorbei.
Mondlicht
 

Bernhard

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Du bist ein moderner Mann, der an künftige Generationen (und die Zukunft) denkt (es wird ja an niemandem vorbei gehen... )
Danke. Ich bin in München aufgewachsen und habe damals bei Ausflügen am Wochenende gemerkt, wie schlecht die Luft zum Atmen in der gesamten Stadt eigentlich ist. Man trägt über den Umstieg auf ein eAuto also unmittelbar zur Verbesserung der Luftqualität bei und bekommt dafür auch noch mehr Komfort beim Fahren.

In Konzeptautos wurde auch schon das Absaugen des Feinstaubes der Räder während der Fahrt mit Erfolg realisiert. Gerade bei den Lkw wäre das neben dem Umstieg auf Batterie auch wünschenswert.
 

Bernhard

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Ganz wesentlich für einen Umstieg auf eAuto sind Probefahrten. Vor meinem Umstieg hatte ich die Gelegenheit einen Zoe im Carsharing etliche Male zu fahren und zu schätzen. Als dann in der Umgebung immer mehr Ladesäulen gebaut wurden und der Kilometerstand am Micra an die 100k kam, war der Umstieg dann relativ naheliegend.

EDIT: Um die rasante technologische Entwicklung gerade bei den Akkus zu nutzen, habe ich mich für einen 3-Jahre-Leasingvertrag direkt bei Renault entschieden und zahle ohne Anzahlung und einer jährlichen Fahrleistung von 20 kkm auch nur 250€ pro Monat (!) . So muss ich mir über die Lebensdauer des Akkus keine Gedanken mehr machen. Vor Ausflügen schaue ich mir im Internet einfach an, wo Ladesäulen zu finden sind und fahre diese dann per Navi an. Sehr hilfreich sind dabei die zahlreichen Schnellladesäulen bei Baumärkten.

Ein wichtiger Tipp wäre noch die Versicherung von Entsorgungskosten, die in den meisten Kfz-Versicherungen scheinbar nicht automatisch enthalten ist. Diese kostet im Jahr bei mir nur knapp 20€ und übernimmt im Fall des thermischen Durchgehens des Akkus sämtliche Entsorgungskosten der Feuerwehr, die in so einem Fall schonmal um die 15 k€ betragen kann.

Die Möglichkeit des thermischen Durchgehens des Akkus sollte beim Fahrstil auch immer etwas beachtet werden. Videos auf YouTube zeigen, wie so etwas aussieht. Sobald die NMC-Akkus Kontakt zur Luft bekommen, "fackelt" leider das gesamte Auto ab, obwohl die Akkus natürlich entsprechend stabil verbaut werden. Inwieweit ein Hammer zum Öffnen einer Fensterscheibe für den Fall eines schweren Unfalls ratsam ist, weiß ich aktuell noch nicht. Diese Maßnahme ist aber auch relativ leicht und schnell zu erledigen. An der Stelle wird gut verständlich, warum an den Akkus noch intensiv geforscht wird, um eben das thermische Durchgehen komplett ausschließen zu können.

Anfallende Reparaturen und die jährliche Wartung ist nur bei Renaultwerkstätten zu machen, die es aber in ausreichender Anzahl gibt.
 
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ralfkannenberg

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Ein wichtiger Tipp wäre noch die Versicherung von Entsorgungskosten, die in den meisten Kfz-Versicherungen scheinbar nicht automatisch enthalten ist. Diese kostet im Jahr bei mir nur knapp 20€ und übernimmt im Fall des thermischen Durchgehens des Akkus sämtliche Entsorgungskosten der Feuerwehr, die in so einem Fall schonmal um die 15 k€ betragen kann.

Die Möglichkeit des thermischen Durchgehens des Akkus sollte beim Fahrstil auch immer etwas beachtet werden. Videos auf YouTube zeigen, wie so etwas aussieht. Sobald die NMC-Akkus Kontakt zur Luft bekommen, "fackelt" leider das gesamte Auto ab, obwohl die Akkus natürlich entsprechend stabil verbaut werden. Inwieweit ein Hammer zum Öffnen einer Fensterscheibe für den Fall eines schweren Unfalls ratsam ist, weiß ich aktuell noch nicht. Diese Maßnahme ist aber auch relativ leicht und schnell zu erledigen.
Hallo Bernhard,

ich fürchte, das wäre für mich das No-Go bei solchen Fahrzeugen. Die Vorstellung, dass ich mich wegen eines Akkus mit Hilfe eines Hammers aus dem Fenster befreien müsste - zudem ich noch nie sonderlich gut in Gymnastik war - ist für mich der pure Horror.

An der Stelle wird gut verständlich, warum an den Akkus noch intensiv geforscht wird, um eben das thermische Durchgehen komplett ausschließen zu können.
Ich hoffe, dass dem bald Erfolg beschieden sein wird, denn der Rest was Du beschreibst ist eigentlich sehr attraktiv.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

Bernhard

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ich fürchte, das wäre für mich das No-Go bei solchen Fahrzeugen. Die Vorstellung, dass ich mich wegen eines Akkus mit Hilfe eines Hammers aus dem Fenster befreien müsste - zudem ich noch nie sonderlich gut in Gymnastik war - ist für mich der pure Horror.
Hallo Ralf, ich wollte ganz bewusst nicht einseitig über das Thema berichten, um möglichst objektiv zu bleiben.

Mit dem thermischen Durchgehen von Lithiumakkus habe ich mich eigentlich erst näher im Rahmen von Heimspeichern für Solaranlagen beschäftigt. Dort ist die Problematik genauso kritisch. Wer will schon das Risiko tragen, dass wegen einer gewissen Preisersparnis das ganze Haus und damit ein komplettes Lebenswerk oder gar das eigene Leben verloren geht. Die Sicherheitslage ist dort im Detail etwas anders, wegen der geringeren mechanischen Belastungen. Bei den Teslas werden oftmals die sogenannten LFP-Akkus (Lithium-Eisen-Phosphat) verbaut, um damit die Sicherheit zu erhöhen. In Heimspeichern werden meines Wissens nach nur LFP-Akkus verbaut, wobei diese bei extremen mechanischen Belastungen ebenfalls eine starke Rauch- und Hitzeentwicklung zeigen.

Da man über die Medien bisher nur von sehr wenigen bis gar keinen entsprechenden Unfällen mit größeren Schäden erfahren hat, gehe ich jedoch davon aus, dass die Hersteller von eAutos und Heimspeichern bereits sehr gute Arbeit geleistet haben.

Um zu belastbaren Aussagen zu kommen, müsste man sich mal intensiver mit Crashtests von eAutos befassen. Ich wollte die Thematik erwähnen, weil mich das Thema selbst natürlich auch beschäftigt und generell bekannt sein sollte, um zu einer realistischen Einschätzung kommen zu können.

Zuletzt noch ein Hinweis auf das Laden von Lithiumakkus. Die Energiemenge beim thermischen Durchgehen hängt angeblich wesentlich von der Ladung des Akkus ab. Es empfiehlt sich also die Ladung beim Parken nicht generell bei 100% zu halten. Lithiumakkus halten unabhängig davon etwa doppelt so lange, wenn man die Ladung generell zwischen 20% und 70-80% anstelle von 0-100% hält. Bei Handys kann man deshalb und mittlerweile in den Einstellungen die Volladung auch auf 80% beschränken.
 
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antaris

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Ein ehemaliger Arbeitskollege hat während der Fahrt auf der Autobahn einen verschmorten Geruch wahrgenommen, dann kurz darauf Rauch gesehen, hat dann sofort auf dem Seitenstreifen angehalten, ist aus dem Auto raus und wenige Sekunden später fackelte es lichterloh. Er hatte definitiv Glück gehabt, dass er so schnell reagiert hatte.
 

albertus

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... Lithiumakkus halten unabhängig davon etwa doppelt so lange, wenn man die Ladung generell zwischen 20% und 70-80% anstelle von 0-100% hält. Bei Handys kann man deshalb und mittlerweile in den Einstellungen die Volladung auch auf 80% beschränken.
gilt damit auch bei iPADs, eReader etc. Naja alles was derartige Akkus hat.
 

Bernhard

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Ein ehemaliger Arbeitskollege hat während der Fahrt auf der Autobahn einen verschmorten Geruch wahrgenommen, dann kurz darauf Rauch gesehen, hat dann sofort auf dem Seitenstreifen angehalten, ist aus dem Auto raus und wenige Sekunden später fackelte es lichterloh. Er hatte definitiv Glück gehabt, dass er so schnell reagiert hatte.
Wann ist das passiert? Vor 10 Jahren oder erst kürzlich? Wurde das nur erzählt oder warst Du dabei? Welche Automarke? Wie alt war der Wagen? Wie wurde der Wagen gefahren?
 

antaris

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Das war die Rechte Hand des damaligen Geschäftsführers. Marke usw. weiß ich nicht mehr. Ist ca. vor 3 Jahre gewesen. Er ist wahrscheinlich nicht sehr schonend mit dem Auto umgegangen und vorher einen kleinen Schaden/Unfall gehabt. Das Problem ist, dass keiner so richtig weiß wie stark ein Stoß sein muss, damit die Akkus beschädigt werden. Man sieht erst dass sie kaputt waren, wenn sie schon brennen. Das bedeutet auch bei kleinen Unfall mit Blechschaden wäre es besser die Akkus zu tauschen.
 

Bernhard

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ich fürchte, das wäre für mich das No-Go bei solchen Fahrzeugen. Die Vorstellung, dass ich mich wegen eines Akkus mit Hilfe eines Hammers aus dem Fenster befreien müsste - zudem ich noch nie sonderlich gut in Gymnastik war - ist für mich der pure Horror.
Ich halte das für eine ziemlich subjektive und auch schlecht durchdachte Ansicht, weil Du im Verbrennerauto vom Prinzip her ja genau die gleiche Gefahr hast. Um zu gut begründeten Schlussfolgerungen zu kommen, bräuchte man konkrete Zahlen über die Häufigkeit und auch über die Gegenmaßnahmen. Ich gehe mal davon aus, dass die Fahrzeugkabine in allen vom TÜV zugelassenen Fahrzeugen zumindest durch ein Metallblech vor möglichen Flammen so gut geschützt ist, dass es auch nur in Ausnahmefällen zu einer zusätzlichen Gefährdung kommt.
 

ralfkannenberg

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Ich halte das für eine ziemlich subjektive und auch schlecht durchdachte Ansicht, weil Du im Verbrennerauto vom Prinzip her ja genau die gleiche Gefahr hast.
Hallo Bernhard,

das stimmt, aber letztlich nur bei einem Unfall. Wie ich Dich verstanden habe kann der Akku aber irgendwie jederzeit "thermisch durchgehen".

Um zu gut begründeten Schlussfolgerungen zu kommen, bräuchte man konkrete Zahlen über die Häufigkeit und auch über die Gegenmaßnahmen.
Selbstverständlich.

Ich gehe mal davon aus, dass die Fahrzeugkabine in allen vom TÜV zugelassenen Fahrzeugen zumindest durch ein Metallblech vor möglichen Flammen so gut geschützt ist, dass es auch nur in Ausnahmefällen zu einer zusätzlichen Gefährdung kommt.
Tatsächlich habe bislang auch eher so etwas von Handys gehört (ich meine jetzt nicht diese völkerrechtswidrige Verstümmelung tausender Unbeteiligter im Libanon, sondern "normale" Handys) und nicht von Autos. Und wie Du schreibst ist es ohne konkrete Zahlen unmöglich, sich ein objektives Bild zu machen und eine brauchbare Risikoabschätzung durchzuführen.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

Bernhard

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Wie ich Dich verstanden habe kann der Akku aber irgendwie jederzeit "thermisch durchgehen".
Hallo Ralf, eventuell habe ich das schlecht formuliert, weil das so nicht stimmt.

Lithiumakkus fangen erst dann an zu brennen, wenn eine so starke mechanische Beschädigung am Gehäuse vorliegt, dass Luft und damit auch der Luftsauerstoff mit dem reaktiven Lithium reagieren kann. Im Versuch wird dazu die Wand des Akkus per Hammerschlag und Metallstößel durchstoßen. Das eigentliche Problem liegt dann darin, dass ein einmal brennender Akku nur sehr schlecht gelöscht werden kann. An der Luft brennt der Akku so lange, bis das ganze Lithium reagiert hat. Der Brand kann sich auch leicht von einer Zelle auf die nächste übertragen, weil sehr viel Energie freigesetzt wird. Der Vorgang wird deshalb auch "thermisches Durchgehen" genannt.
 

antaris

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Letztlich muss das die Werkstatt entscheiden
Es gibt aber kaum Möglichkeiten Gehäuseteile z.B. auf Haarrisse zu prüfen. Es gilt "zum Zeitpunkt der Prüfung keine sichtbaren Mängel". Da ist die Werkstatt fein raus. Was kann die dafür, wenn nach dem Check durch ein Schlagloch gefahren wird, und dann erst die Akkus brennen? Solange es keinen triftigen grund gibt, wird die Versicherung wahrscheinlich nicht einfach so ein Satz neue Akkus ausgleichen.
Das ist sicher ein worst-case-Fall aber lange nicht unmöglich.
 

Bernhard

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Das war die Rechte Hand des damaligen Geschäftsführers. Marke usw. weiß ich nicht mehr. Ist ca. vor 3 Jahre gewesen.
Wie ist die Geschichte dann weiter gegangen? Was hat die Versicherung gezahlt? Fährt die "rechte Hand" jetzt wieder Verbrenner und freut sich über die stinkenenden Abgase und den röhrenden Lärm?
 

ralfkannenberg

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Fährt die "rechte Hand" jetzt wieder Verbrenner und freut sich über die stinkenenden Abgase und den röhrenden Lärm?
Hallo zusammen,

eine Alternative wäre auch der ÖV. Ich habe mein Leben lang alles so organisiert, dass ich mich via ÖV fortbewege. Dazu gehört auch, dass ich stets Wohnungen gesucht habe, die nicht weiter als 15 Minuten vom nächsten Bahnhof entfernt sind. Zu Fuss nota bene.

Da meine Arbeitgeber stets im städtischen Raum angesiedelt sind habe ich ebenfalls die Möglichkeit, dorthin per ÖV zu gelangen.


Freundliche Grüsse, Ralf
 
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antaris

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Wie ist die Geschichte dann weiter gegangen?
Das weiß ich nicht. Ich will hier auch gar nicht gegen eAutos sprechen. Meiner Meinung nach hätte das nur schon vor 30 Jahren gepusht werden sollen, so wie andere Dinge auch. Aber da wurde z.B. lieber mit Abgaswerte betrogen und Milliarden Kasse gemacht.

Für manche Branchen bzw. Jobs werden nach wie vor Verbrenner benötigt. Den Geschäftsreisenden will ich mal sehen, der alle paar Hundert Kilometer zu 2 Stunden Zwangspause gezwungen wird. Das alles wäre noch viel einfacher, wenn der Staat nicht die Bahn kaputtgespart hätte. Diese wäre eine wunderbare Alternative, wenn sie pünktlich fahren und preislich attraktiver als die Autobahn sein würde...
Wenn man aber hin- und zurück Berlin <-> München mit der Bahn fährt, so ist man ohne Bahncard locker 500€ leichter und dazu noch die Unberechenbarkeit. Vor Ort kann man mit Leihwagen flexibel sein.

Ich persönlich würde mir aktuell kein eAuto kaufen. Vor allem da ich in einer Mietwohnung schlecht das Auto laden kann und hier in der Straße (und auch weiteren Umgebung) die Ladesäulen rar gesät sind. Dazu habe ich noch nie ein eigenes Auto besessen, da in Berlin die Öffentlichen sehr gut ausgebaut sind und ich sowieso schon immer mit einen Firmenwagen fahre. In meinem aktuellen Job würde ein eAuto sich sogar lohnen, da ich im wesentlichen nur noch in Berlin und Umgebung unterwegs bin. Aber es gibt auch keine Ladesäulen beim Büro und auf die Wahl des Autos habe ich eh keinen Einfluss. Ich muss sogar mit einem Diesel zu 90% im Stadtverkehr fahren und deswegen immer mal zwischendurch Umwege auf der Autobahn oder Bundesstraße nehmen, um mal etwas schneller fahren zu können, damit das Auto den Auspuff freipusten kann. Schön so ein Partikelfilter, wenn das Auto den immer mal wieder auf der Straße entleert.:rolleyes:
 

Bernhard

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Vor allem da ich in einer Mietwohnung schlecht das Auto laden kann und hier in der Straße (und auch weiteren Umgebung) die Ladesäulen rar gesät sind.
Nur zur Info: Da müsste dann idealerweise ein Stellplatz mit einer Wallbox ausgestattet werden. Einfache Wallboxen mit 11 kW Ladeleistung bekommt man heute inklusive Installation und akzeptabler Wartezeit für unter 2000 €. Mit solchen Boxen ist eine Volladung über Nacht sehr komfortabel machbar. Über öffentliche Ladesäulen kann man sich hier informieren. Bei der Nutzung von öffentlichen Säulen würde ich generell die Schnelladung mit CCS-Stecker empfehlen.
 
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