Split-Complex Lorentzian Kinematics

Jakito

Registriertes Mitglied
Dein Ansatz ist - für dich unfreiwillig - mein Experiment 3.

Neben der Split-Komplex Lorentzstruktur, die wohl mit zu den am besten untersuchten mathematisch/physikalischen Strukturen überhaupt gehört, ist dein Ansatz das perfekte Gegenbeispiel für einen nicht-etablierten Ansatz. Deine Arbeiten sind auch so zahlreich, dass sie sich perfekt für Aristotle eignen, da er aus deiner Prosa harte Mathematik machen kann.

Oh je, wegen Deinem Experiment habe ich jetzt selbst auch ein Experiment gemacht:
In the post https://www.physicsforums.com/threa...ion-of-quantum-mechanics.1059038/post-7055901 one "bound on the entropy of the probabilities of possible sets of histories" is disproved, and a slightly modified bound is proposed.


Can you tell me those two bounds, and how they differ?
Eigentlich hatte ich das Claude Sonnet 4.6 gefragt, damit er mir sagen kann, ob Claude Opus 4.8, Claude Opus 5, Claude Fable 5, oder andere aktuellere Chatbots mir helfen können:
Do you think that you or any of those mentioned (newer) chatbots could help with proving or disproving the proposed modified bound?
Aber auf seine Antwort muss ich irgendwas Blödes geantwortet haben, denn er hat es dann selbst probiert, und > 30 Minuten intensiv nachgedacht (und sein Kontextfenster gefüllt bis zu "Kontext 130.416 / 786.980 (17 %)" bevor er gestoppt hat, oder gestoppt wurde. Er hat jetzt so ~2000 Zeilen mit Gedanken gefüllt, werde mir irgendwann mal durchlesen, was er da so gedacht hat.

Ein paar seiner Gedanken habe ich aber schon "gesehen":
Kontext 18.711 / 786.980 (2 %)
So I'm concluding this is genuinely a hard, research-level problem rather than something with a clean proof. Given that, I should focus on summarizing what I've actually established: in the commuting case where both initial and final states are diagonal in the measurement basis, I get a clean bound involving the purity parameters, with equality requiring both states to be nearly pure in a specific sense; and I'm partway through working out the general single-step case where only one state is diagnal.
und etwas später:
This isn't quite fitting into a standard relative entropy form. I've spent enough effort chasing this particular algebraic route, so I should move toward writing up the response: presenting the induction approach for adding time steps, the algebraic approach using the $M_\alpha$ matrices, and the possibility of invoking quantum entropy inequalities like subadditivity and strong subadditivity, while being upfront that I don't have a complete proof for the fully general case. Before finalizing, let me consider one more angle involving quantum relative entropy and monotonicity for the general case.
Kontext 31.077 / 786.980 (4 %)
 

Jakito

Registriertes Mitglied
Honestly, I'd be cautious about expecting any current LLM to prove or disprove this bound reliably. Here's why:
  • The problem sits at the intersection of the consistent histories formalism, quantum information theory, and matrix analysis — all simultaneously
  • The expression S(ρi,ρf)S(\rho_i, \rho_f)S(ρi,ρf) doesn't obviously reduce to standard quantities with known inequalities
  • The normalization condition Tr⁡(ρiρf)=1\operatorname{Tr}(\rho_i \rho_f) = 1Tr(ρiρf)=1 is an unusual constraint to work with
  • The post's author (who seems expert) explicitly says they are unaware of any proof or related paper
More capable models might help with:
  • Recognizing potentially relevant matrix inequalities
  • Generating candidate counterexamples computationally
  • Checking whether known results from quantum information (like Klein's inequality) apply
But novel mathematical proofs at this level of specificity remain genuinely hard for LLMs. The risk of a plausible-sounding but subtly wrong argument is significant.

Would you like me to attempt some exploratory reasoning about the bound itself?
 

antaris

Registriertes Mitglied
Oh je, wegen Deinem Experiment habe ich jetzt selbst auch ein Experiment gemacht:
Ich habe noch ein anderes Experiment gemacht aber ich lass es lieber das zu teilen.
Wenn es nach Claude gegangen wäre, dann hätte ich das Vorzeichen einfach setzen sollen.

Du kannst einen nicht unabhängig geprüften Beweis - egal von wem - nicht vertrauen. Weder Claude, noch ChatGPT, Gemini und schon gar kein Copilot können das nativ. Das ist eher wie Minigolf spielend, sich Stück für Stück an den Hürden abarbeitend und sich dem Loch annähern und dennoch bleibt es ein Fragezeichen, insbesondere wenn der Beweis neu ist. Ein Beweis wird erst überzeugend, wenn viele Menschen über seine Richtigkeit übereinstimmen. Das LLM sucht einen möglichen Weg durch den Parcours. Der Prover bestätigt, dass der Ball gemäß den formal angegebenen Regeln und der formal angegebenen Geometrie tatsächlich im Loch liegt. Ob der Parcours aber korrekt vermessen wurde und dieses Loch wirklich das gesuchte Loch ist, muss separat geprüft werden.
 

Jakito

Registriertes Mitglied
Du kannst einen nicht unabhängig geprüften Beweis - egal von wem - nicht vertrauen.
Genau, und ich war so dumm zu antworten, dass das für mich kein Problem ist:
I am not worried about plausible-sounding but subtly wrong arguments. I am expert enough to check them. But I hope for some good idea. Or maybe I am just too lazy to try to come up with such an idea myself. What I did was to write some python code to check the bound in small dimensions, by manually parametrizing the possible scenarios, and then doing a parameter scan. However, the parameter scan quickly became unfeasable, but at least in the lowest "nontrivial" dimension, the bound was confirmed.
Und dann flitzte Claude Sonnet los, und ich hatte keine Ahnung, wie ich ihn wieder stoppen sollte.

Ist mir bei anderen KIs auch schon passiert: Ich frage, wie irgendwas geht, und die KI flitzt los, um es zu tun. Ich bin dann heilfroh, dass die KI gar nicht die Berechtungungen hat, dass zu tun, was es gerade versucht zu tun.

Wie bei Goethes Zauberlehrling, nur dass die KI gar kein Wasser holen kann, und ich ihr es auch nie befohlen hatte.
 

antaris

Registriertes Mitglied
Und dann flitzte Claude Sonnet los, und ich hatte keine Ahnung, wie ich ihn wieder stoppen sollte.
Wie bei Goethes Zauberlehrling, nur dass die KI gar kein Wasser holen kann, und ich ihr es auch nie befohlen hatte.
Selbst wenn man ihn es befiehlt, dann verkippt Claude sozusagen beim laufen das Wasser aus dem Eimer. Je mehr Eimer zu tragen sind, umso schneller verkippt er es. Bis ich Claude alles erklärt und er verstanden hab, sind die halben gerade verfügbaren Token schon weg und dann vergisst er den Kontext ziemlich schnell wieder. Wenn er lean schreibt, dann ist es fast nie korrekt und das fixen ist langwierig. ChatGPT hat auch Nachteile aber der ist eindeutig treffsicherer und auch viel offener was "Ideenfindungen" angeht.
 

Jakito

Registriertes Mitglied
Und dann flitzte Claude Sonnet los, und ich hatte keine Ahnung, wie ich ihn wieder stoppen sollte.
So, inzwischen habe ich "gelernt", wie ich ihn stoppen kann: Es gibt einen Stop-Knopf ganz rechts, und wenn der nicht funktioniert gibt es noch "Ctrl+Shift+.", was dann echt mit Gewalt versucht alles anzuhalten.
Selbst wenn man ihn es befiehlt, dann verkippt Claude sozusagen beim laufen das Wasser aus dem Eimer. Je mehr Eimer zu tragen sind, umso schneller verkippt er es. Bis ich Claude alles erklärt und er verstanden hab, sind die halben gerade verfügbaren Token schon weg und dann vergisst er den Kontext ziemlich schnell wieder.
Um mein neues Wissen zu testen habe ich Reasoning auf Max gestellt, und Claude Sonnet gefragt:
why does every parametrization of the n-sphere has singular points
Er ist dann erstmal wie Google AI in die falsche Richtung losgerannt, hat dann aber gemerkt, dass er so das Ziel nicht erreicht. (Google AI hatte einfach den falschen Beweis als Wahrheit herausposaunt.) Ich war dann so gespannt, ob er die richtige Lösung noch findet, oder wieder ewig im Kreis sucht, dass ich ihn erstmal nicht gestoppt habe. Recht schnell (nach 1-2 Minuten) sah ich dann in den Gedanken, dass er glaubte, die richtige Lösung gefunden zu haben. Kurz darauf schrieb er:

1. Compactness: The Core Obstruction​

The most fundamental reason is the clash between compactness and non-compactness.
...

2. Simple Connectivity: Why Even Non-Injective Surjections Must Fail (for n≥2)​

One might wonder: can a non-injective surjective map f: \mathbb{R}^n \to S^n avoid all critical points?

The answer is no, and the deeper reason is the simple connectivity of S^n for n≥2.

The argument:

Suppose f: \mathbb{R}^n \to S^n (with n≥2) is smooth, surjective, and has no critical points (i.e., df_p has full rank n for all p).

  1. Local diffeomorphism: Since \dim(\mathbb{R}^n) = \dim(S^n) = n and f has everywhere full rank, the Inverse Function Theorem makes f a local diffeomorphism.
  2. Covering map: A surjective local diffeomorphism between connected manifolds (under appropriate completeness conditions on \mathbb{R}^n) is a covering map f: \mathbb{R}^n \twoheadrightarrow S^n.
  3. Simple connectivity forces a homeomorphism: For n≥2, we have \pi_1(S^n) = 0, meaning S^n is simply connected. The only connected covering space of a simply connected space is itself (the trivial 1-sheeted cover). Therefore: f would be a homeomorphism R^n≅S^n..
  4. Contradiction: But \mathbb{R}^n is non-compact while S^n is compact — no homeomorphism between them can exist. □
Therefore, f must have at least one critical point.


3. Why S^1 Is the Exception​

...

Das ist die gleiche Argumentation, die ich einst auch angeführt hatte:
das ist eine Singularität der Koordinatenwahl, nicht der Gruppe oder einer Überlagerung.
Wenn diese Darstellung wirklich keine Singularitäten hätte, dann wäre es doch eine Überlagerung des 3-dimensionalen Raums auf SU(2) und SO(3). Und da der 3-dimensionale Raum einfach zusammenhängend ist, wäre es sogar eine universelle Überlagerung. Warum das nicht sein kann, kannst Du Dir vermutlich selbst denken.
Die Wahrheit ist, dass ich damals genau wie Claude Sonnet (und Google AI) auch erstmal in die falsche Richtung losgerannt war. Und wie Claude Sonnet merkte ich schnell, dass ich so nicht ans Ziel kommen werde. Spätestens am nächsten Morgen war mir dann der richtige Ansatz klar. Ich kam drauf, weil ich mich an den "Flicken" von Peter W. Michor erinnerte, als Antwort auf ein fehlerhaftes Theorem in seinem Buch Natural operations in differential geometry.
 
Zuletzt bearbeitet:

Jakito

Registriertes Mitglied
Ich kam drauf, weil ich mich an den "Flicken" von Peter W. Michor erinnerte, als Antwort auf ein fehlerhaftes Theorem in seinem Buch Natural operations in differential geometry.
He answered: "you are right. wherever defined means here: if one (equiv. both) side is defined on
{\displaystyle [0,t]\times [0,s]}
, i.e., on the rectangle from
{\displaystyle (0,0)}
to
{\displaystyle (t,s)}
. OR: it holds locally and globally when lifted to simply connected coverings. This is clear form the proof of 3.15."
 

antaris

Registriertes Mitglied
Das kommt mir irgendwie vom Problem her bekannt vor. Bei der 1+1 Split-Complex Struktur werden alpha und beta ja auch zur Konvention aber das darf nicht auf 3+1 Übertragen werden. Oder das Vorzeichen von J ist CNNA lokal ausgezeichnet, global nicht.

Ich habe die Frage "why does every parametrization of the n-sphere has singular points?" mal ChatGPT, Claude und Aristotle gestellt, ohne dass die was von deinen Beiträgen hier oder untereinander etwas wussten.

ChatGPT hat das ausgewertet: https://chatgpt.com/share/6a99ab64-549c-83ed-8da4-436e13510a00
 
Zuletzt bearbeitet:

Jakito

Registriertes Mitglied
Das Gegenbeispiel
ist schön. Den Denkfehler hatte ich aber erst später gemacht, denn im Kontext der Diskussion mit TomS hatte ich zuvor bereits klar gestellt, was ich meine, wenn ich "Singularität" sage:
Die Singularität Deiner Darstellung befindet sich an der Identität. Damit meine ich, Deine "Überlagerung" ist in der Umgebung der Identität nicht "trivial".

Mein Denkfehler kam später, als Ich mich fragte, was denn mit solchen Abbildungen ist, die statt aus dem ganzen Raum "nur" aus einer zusammenhängenden offenen Teilmenge des Raumes auf die Kugeloberfläche abbilden. Dann habe ich mir irgendwie in meinem Kopf sich ausdehnende Gebiete (auf der Kugeloberfläche) vorgestellt (genau wie im Gegenbeispiel).
Und als ich dann nicht gesehen habe, wie man auf diese Art eine Parametrisierung der Kugeloberfläche konstruieren kann, habe ich dann angefangen mich zu fragen, wie man die Nicht-Existenz beweisen könnte. Wie ich dann dazu kam, anzunehmen mein Beweis funktioniere auch in diesem Fall, war ... leider ganz typsich: Meinen ursprünglichen Beweis konnte ich mir im Kopf vorstellen, und nachvollziehen warum er funktioniert, und wann. Aber irgendwann glaubte ich, mein Beweis müsse auch im anderen Fall funktionieren, obwohl ich eigentlich wusste, dass ich mir in meinem Kopf eben nicht mehr vorstellen konnte, warum er für diesen Fall funktionieren sollte.

Daraus entstand dann unabsichtlich die Fangfrage ("why does every parametrization of the n-sphere has singular points"), welche eine falsche Tatsache implizit voraus setzte. Obwohl ChatGPT mathematisch Recht hat, ist aber auch hier mein Eindruck wieder:
Mathematisch nicht falsch, aber als "Diskussionsbeitrag" absolut enttäuschend.
(Na gut, hier wohl eher: "Mathematisch wunderbar sauber und richtig, aber als Diskussionsbeitrag trotzdem irgendwie seltsam".) Die Antwort von Claude Sonnet hatte etwas Entscheidendes, was ChatGPT irgendwie fehlt. ChatGPT wirkt auf mich ein wenig wie ein "Besserwisser", der sich nicht so recht in die Diskussionsteilnehmer (oder spätere Leser) hineinversetzen kann. Und irgendwie noch nichtmals versteht, warum er versuchen sollte, dies zu tun.

Vermutlich ist deshalb beim Lesen Deiner mit ChatGPT-Hilfe geschriebenen Dokumente bei mir irgendwann die Angst entstanden, dass sie es nicht schaffen werden, "normale" Mathematiker abzuholen, d.h. für Deine Untersuchungen zu begeistern.
 

antaris

Registriertes Mitglied
Daraus entstand dann unabsichtlich die Fangfrage ("why does every parametrization of the n-sphere has singular points"), welche eine falsche Tatsache implizit voraus setzte. Obwohl ChatGPT mathematisch Recht hat, ist aber auch hier mein Eindruck wieder:
Na ja ich glaube das hat noch weitere Einflüsse. Zum Beispiel habe ich bei ChatGPT in den persönlichen Einstellungen die Möglichkeit der AI Dinge mitzgeben, "an die er sich immer halten muss". Darunter steht z.B. "Sei immer maximal kritisch und kreativ zugleich!" oder "Überprüfe deine Antwort redundant um Halluzinationen zu vermeiden". Das hat wesentlichen Einfluss auf die Antworten und ich finde die so gut.
Die Antwort von Claude Sonnet hatte etwas Entscheidendes, was ChatGPT irgendwie fehlt. ChatGPT wirkt auf mich ein wenig wie ein "Besserwisser", der sich nicht so recht in die Diskussionsteilnehmer (oder spätere Leser) hineinversetzen kann. Und irgendwie noch nichtmals versteht, warum er versuchen sollte, dies zu tun.
Im Gegenteil finde ich claude eher arrogant, wobei ich immer Opus verwendet habe und Fabel als er kostenlos war, wenn er mich mal wieder nicht verstanden hat, weil er wieder Kontext vergessen hat und meint, dass die Standardkonstruktion ...
Aber das ist wohl auch Geschmacksfrage. Am liebsten wäre es mir die paper selber schreiben zu können aber das ist eher mittelfristig eine Illusion.
Vermutlich ist deshalb beim Lesen Deiner mit ChatGPT-Hilfe geschriebenen Dokumente bei mir irgendwann die Angst entstanden, dass sie es nicht schaffen werden, "normale" Mathematiker abzuholen, d.h. für Deine Untersuchungen zu begeistern.
Ich kann nur jemanden abholen, wenn ich das selber halbwegs verstehe. Erst dann kann ich wissen, was wirklich interessant ist. Ich denke aber da einen Schritt in die richtige Richtung zu machen.
 

Jakito

Registriertes Mitglied
Eigentlich hat sich ChatGPT in dem Teil mit Michor schön in Michor und mich hineinversetzt. Leider machte er dann später einen "LLM-typischen" mathematischen Fehler:

Es gibt sogar eine zweite Ironie bei Michor​


Man sollte #47 nicht unkritisch so lesen, als sei Michors nachträglicher Satz über „simply connected coverings“ selbst endgültig geklärt. Auf derselben Wikipedia-Diskussionsseite widersprach Axel Boldt 2013 ausdrücklich auch dieser stärkeren Globalisierung und skizzierte, wie Jakitos Gegenbeispiel möglicherweise auf ein einfach zusammenhängendes Blatt eingeschränkt werden könne.
Was Axel Boldt 2013 skizzierte zeigt vor allem, dass er nicht verstanden hat, wie Michors "Flicken" funktioniert. Selbst wenn man argumentieren kann, dass Michor seinen "Flicken" ja nicht sauber bewiesen hat, ist die Skizze von Axel Boldt "eher wertlos", und somit nicht wirklich geeignet, Michors Autorität in Zweifel zu ziehen.

Aus meiner Sicht schenkt ChatGPT einem unbekannten Wiki-Editor zu viel "mathematisches" Vertrauen, und einem etablieren Mathematiker und Autor mehrere Lehrbücher zu wenig "mathematisches" Vertrauen.
 

antaris

Registriertes Mitglied
Aus meiner Sicht schenkt ChatGPT einem unbekannten Wiki-Editor zu viel "mathematisches" Vertrauen, und einem etablieren Mathematiker und Autor mehrere Lehrbücher zu wenig "mathematisches" Vertrauen.
Die AI ist da m.E. genauso neutral und unparteiisch, wie sie halt programmiert bzw. eingeschränkt wurde. Vielleicht hat sie einfach nicht nachgeschaut wer Michor eigentlich ist.
 

TomS

Registriertes Mitglied
Sie ist nicht neutral und unparteiisch, sie ist agnostisch. Sie kann ihre Trainingsdaten nicht bewerten, sie kann auch nicht wirklich sagen, auf Basis welcher Quellen sie zu einer Antwort gelangt, sie weiß nicht "damals im Topologie-Seminar …", sie kann das nicht nachschauen.

Ein Wikipedia-Artikel steht exakt auf der selben Stufe wie das Kapitel aus einem namhaften Fachbuch. Man kann nur hoffen, dass es zu einem Thema mehr Fachbücher in die Trainingsdaten geschafft haben als Wikipedia-Einträge.
 

antaris

Registriertes Mitglied
Ein Wikipedia-Artikel steht exakt auf der selben Stufe wie das Kapitel aus einem namhaften Fachbuch. Man kann nur hoffen, dass es zu einem Thema mehr Fachbücher in die Trainingsdaten geschafft haben als Wikipedia-Einträge.
Ich glaube hier könnte tatsächlich der größte Unterschied zwischen Claude und ChatGPT begründet sein. Ersterer hat ja schon den Anspruch auch Wissenschaftler anzusprechen, letzteres eher die Allgemeinheit. Das ist auch was ich mal mit "Claude fällt schnell in Trainigsdaten zurück", wobei diese wahrscheinlich mehr fachlicher Natur sind, als bei ChatGPT.

Letztlich muss man sich immer auch am besten selber vergewissern. Für jeden und für immer eine perfekte Antwort - egal von wem - ist doch sowieso unmöglich.
 

TomS

Registriertes Mitglied
Ich glaube hier könnte tatsächlich der größte Unterschied zwischen Claude und ChatGPT begründet sein. Ersterer hat ja schon den Anspruch auch Wissenschaftler anzusprechen, letzteres eher die Allgemeinheit.
Das müsste sich bei der Auswahl der Trainingsdaten zeigen. Ist das so dokumentier?
 

antaris

Registriertes Mitglied
Das müsste sich bei der Auswahl der Trainingsdaten zeigen. Ist das so dokumentier?
Die konkrete Auswahl wird bei beiden nicht öffentlich dokumentiert. Es bleibt eine Hypothese. Ich habe ChatGPT das prüfen lassen und man muss die Aussage stark differenzieren. Historisch war bei OpenAI das Motto "AI for everyone" und bei Anthropic eher "safe AI for everyone". Dennoch hat Anthropic schon früh die Wissenschaftsgemeinde angezogen, wobei OpenAI da aktuell stark nachzieht. Die grundsätzlichen Daten, welche beide dokumentieren beschränken sich auf folgende Tabelle. Also bei beide im Griunde gleich aber dennoch kann sich die Auswaghl im Detail stark unterscheiden.
Bei ChatGPT ist aber auffällig, dass er viel Wikipedia oder teils zweifelhafte Quellen zitiert, wenn man ihn nicht daran hindert.

OpenAIAnthropic
Öffentliches Internetjaja
Lizenzierte / nichtöffentliche Drittdatenjaja
Menschlich erzeugte/gelabelte Datenjaja
Nutzerdatenteilweise, abhängig von Produkt/Opt-outOpt-in bzw. je nach Produkt
Synthetische Datenja, zunehmendja
Exakte Dataset-Listeneinnein
Anteil wissenschaftlicher Literaturnicht veröffentlichtnicht veröffentlicht
Gewichte einzelner Quellennicht veröffentlichtnicht veröffentlicht

 

antaris

Registriertes Mitglied
Vermutlich ist deshalb beim Lesen Deiner mit ChatGPT-Hilfe geschriebenen Dokumente bei mir irgendwann die Angst entstanden, dass sie es nicht schaffen werden, "normale" Mathematiker abzuholen, d.h. für Deine Untersuchungen zu begeistern.
Sind denn die jetzigen besser? Ich habe versucht bei allen papern in Experiment 2 einen "Spannungsbogen" zu erhalten und anzuheben, mit ein wenig "Dramaturgie". Ich selbst finde das Ganze ziemlich spannend aber ob das in den papern auch wirklich so mitschwingt, das kann ich nicht einschätzen. Ich finde aktuell muss da von außen gar nichts inszeniert werden, das macht die Mathematik m.E. ganz von allein.
 

Jakito

Registriertes Mitglied
Aus mathematischer Sicht spricht nichts gegen ein Paper, welches nur den 1+1 dimensionalen Fall behandelt. Aber ich bin natürlich trotzdem gespannt, wie der 1+n dimensionale Fall behandelt wird, und auf welche Art er sich von der Beschreibung des 1+1 dimensionalen Falls unterscheidet. Ich habe noch nicht versucht, dieses 17-seitige Dokument gründlich zu lesen. Was ich bisher gesehen habe lässt bei mir ein wenig den Eindruck entstehen, dass es vermutlich nicht in gleicher Weise für einen Mathematiker wie mich verständlich und gut lesbar sein wird, wie das ursprüngliche 7-seitige Dokument.
So, ich habe das 17-seitige Dokument nun gründlich gelesen, auch um Deine Frage beantworten zu können:

Sind denn die jetzigen besser? Ich habe versucht bei allen papern in Experiment 2 einen "Spannungsbogen" zu erhalten und anzuheben, mit ein wenig "Dramaturgie". Ich selbst finde das Ganze ziemlich spannend aber ob das in den papern auch wirklich so mitschwingt, das kann ich nicht einschätzen. Ich finde aktuell muss da von außen gar nichts inszeniert werden, das macht die Mathematik m.E. ganz von allein.
Das 7-seitige Dokument ist besser, wie ich oben schon geschrieben habe. Das 17-seitige Dokument ist leider, wie oben bereits befürchtet, nicht gut. Ob Du mit „papern in Experiment 2“ auch diese beiden Paper gemeint hast, weiss ich natürlich nicht.

Du hattest ja weiter oben bereits geschrieben, wieso es für Dich nicht wirklich überraschend ist, dass das 17-seitige Paper nicht die Lesbarkeit und Verständlichkeit des 7-seitigen Papers erreicht. Ich hoffe also, Du bist nicht zu sehr enttäuscht, dass ich diese Befürchtung nun explizit bestätigen musste.
Vermutlich hilft es Dir jetzt auch nicht sonderlich, wenn ich hier alle Schwächen des 17-seitigen Papers aufzählen würde. Wenn Du willst, kann ich es natürlich trotzdem gerne versuchen.
 

antaris

Registriertes Mitglied
Ob Du mit „papern in Experiment 2“ auch diese beiden Paper gemeint hast, weiss ich natürlich nicht.
Ich meinte die aus dem Split Complex Lorentzian Dynamics Thread. Da wurde je Task ein eigenes paper erstellt, die zwar eine zusammenhängende Reihe bilden aber dennoch detailliert die jeweilige Verschiebung der Schwierigkeit des Tasks in den Vordergrund stellen. Ich glaube es dort besser gemacht zu haben.
Ich hoffe also, Du bist nicht zu sehr enttäuscht, dass ich diese Befürchtung nun explizit bestätigen musste.
Nee gar nicht. Danke für die ehrliche Meinung!

Vermutlich hilft es Dir jetzt auch nicht sonderlich, wenn ich hier alle Schwächen des 17-seitigen Papers aufzählen würde. Wenn Du willst, kann ich es natürlich trotzdem gerne versuchen.
Nein nicht nötig, Danke.
 

Jakito

Registriertes Mitglied
Ich meinte die aus dem Split Complex Lorentzian Dynamics Thread. Da wurde je Task ein eigenes paper erstellt, die zwar eine zusammenhängende Reihe bilden aber dennoch detailliert die jeweilige Verschiebung der Schwierigkeit des Tasks in den Vordergrund stellen. Ich glaube es dort besser gemacht zu haben.
OK, mal schauen:

Vielleicht ein wenig besser als das 17-seitige Dokument, aber so richtig spannend ist das auch nicht.
404, ist ja spannend!
Etwas deja vu, aber Part I oder Part II wird trotzdem nicht vollständig ersetzt.

Ja, es gibt zwischendrin auch mal Abschnitte mit sinnvoller Mathematik ohne zu viel Gelabere. Und diese Teile scheinen sich auch nicht zu wiederholen, zwischen den verschiedenen Parts.

Im Vergleich zum 7-seitige Dokument ist das alles sehr offen und weitschweifig. Einige der Schwächen des 17-seitigen Papers werden wohl vermieden. Aber ehrlich gesagt, es scheint mir so als ob weder Du noch ich großartig was gewinnen werden, wenn ich diesen Part I und Part III gründlich studieren würde. Insbesondere da Part III ja an einigen Stellen auf Part II Bezug nimmt, der mir nur 404 anzeigt. Aber selbst mir Part II, ich weiss nicht...
 
Oben