In einem anderen Thread des Cassini-Komplexes hat Dante_Davinci auf eine Bilderserie vom Saturn hingewiesen, darunter befindet sich u.a. auch dieses hier: http://saturn.jpl.nasa.gov/photos/index.cfm?start=16&category=1
Hallo Artur,
also ich tippe mal, daß Nathan dich darauf hinweisen sollte mal nachzuforschen unter welchen Umständen Wasserstoff metallisch werden kann
Gruß, Christian
korrekt.Allgemein wird als Grund dafür der "Kelvin-Helmholtz-Prozess" angesehen, kurz gesagt, der Planet schrumpft und gewinnt dadurch Gravitationsenergie.
Hier vertauschst Du Ursache und Wirkung. Der Saturn schrumpft nicht weil der Wasserstoff in den metallischen Zustand übergeht, sondern der Wasserstoff geht in den metallischen Zustand über weil der Saturn schrumpft.Die Kompression selbst wird eben durch die Umwandlung des molekularen in metallischen Wasserstoff bewirkt, darf man wohl aus naheliegenden Gründen schlussfolgern. Das hieße dann, dass die Herstellung des metallischen Wasserstoffs trotz der anfänglich zu investierendenn Drücke und Temperaturen, insgesamt exotherm ist. Was ja auch an anderer Stelle interessant wäre: hier steht eine Energiequelle zur Verfügung, die evtl. wesentlich leichter zu handeln wäre als die extrem schwer beherrschbare Kernfusion.
"Davon wird allgemein ausgegangen."??? Da der metallische Zustand von Wasserstoff ein Hochdruckzustand ist, verliert Wasserstoff seine Metallizität wieder bei nachlassenden Druck.Das Ganze funktioniert allerdings nur, wenn der metallische Wasserstoff diese Eigenschaft beeibehält, auch nach dem Nachlassen des Drucks. Davon wird allgemein ausgegangen.
welche aber gleich wieder zerfielen.
Metallischer Wasserstoff kommt nur in den innersten Regionen des Saturn vor, nicht an seiner Oberfläche. Mit den Polarlichtern hat er nichts zu tun.Dass das Trennen von Ladungen so leicht vonstatten zu gehen scheint, deutet wiederum auf metallischen Wasserstoff hin. In diesem können sich die Ladungen, ähnlich wie im Plasma, relativ frei bewegen.
Also hätte in diesem Fall der metallische Wasserstoff die Funktion, die bei irdischen Polarlichtern der Sonnenwind hat.
Hallo Artur,
"Davon wird allgemein ausgegangen."??? Da der metallische Zustand von Wasserstoff ein Hochdruckzustand ist, verliert Wasserstoff seine Metallizität wieder bei nachlassenden Druck.
das und der Wiki-Link dazu will mir nicht wirklich einleuchten.ehrlich: wir wissen es nicht. Hier haben wir eine Lücke, die wir durch Annahmen überbrücken müssen.
Hallo Artur57,
Die baryonische Masse im Universum besteht zu ca. 25% aus Helium. Das kann nur durch einen Zustand, wie im Inneren einer Sonne entstanden sein, also noch höherer Druck als im Inneren Jupiters. Bei der weiteren Expansion ist aber anscheinend kein metallischer Wasserstoff übrig geblieben?
Herzliche Grüße
MAC
Sie bringt keine auf, im Gegenteil: Sie kann überschüssige abstrahlen.Denn nur ein Stern ab einer gewissen Größe kann die Fusionsenergie für die Elemente schwerer als Eisen aufbringen
Das hiesse, dass die Naturgesetze ab einer bestimmten Sterngrösse Kopf stehen.Unser Sonensystem besteht aus Überrresten eines oder mehrerer frühen "Wasserstoffriesen", den relativ kurzlebigen Sternen der ersten Generation, die ursprünglich aus reinem Wasserstoff bestanden. In diesen Urahnen sind alle heute vorhandenen Elemente erbrütet worden und die Tatsache, dass wir schwerere Elemente als das Eisen vorfinden, zeigt, dass diese Sterne wesentlich größer waren als unsere Sonne.
Vergleich mal den Drehimpuls eines Sturms mit dem des Saturn. Und woher kommt denn der Drehimpuls bzw. die Energie des Sturms?Der Drehimpuls überträgt sich im Lauf der Zeit auf den ganzen Planeten, was nicht ohne Folgen bleibt. Schon heute ist der Saturn mit stark 10 Stunden Umdrehungszeit der am schnellsten rotierende Planet.
Das ist übrigens die übliche Meinung zur Entstehung der Gasplaneten.Viel wahrscheinlicher ist doch, dass der Saturn als Festkörper begann, um den sich dann der Wasserstoff ansammelte.
Wo stammen denn die Festkörper her? Doch bitte nicht vom Kern! Du kannst ja mal ausrechnen, wieviel Energie nötig wäre auch nur einen kleinen Brocken vom felsigen Kern Saturns in die Ringe zu transportieren (inkl. "Herausbrechen" aus dem Kern, Durchdringung der Region des met. Wasserstoffes, etc.), und das mal Vergleichen mit der Energie von so einem Sturm. Desweiteren wäre es für diese Idee notwendig, daß die Stürme bis zum felsigen Kern des Saturn reichen müssten...Überdies ist das Auswerfen der Festkörper eine Methode, um überschüssigen Drehimpuls abzugeben und um nicht von der Fliehkraft zerrissen zu werden.
Schon mal was von "Wächtermonden" gehört? Und ganz aktuell: Enceladus nicht vergessen.Ein gegebener Ring wird also stets Masse verlieren und seinen Radius vergrößern. Demnach würde der Saturn regelrecht sein Geschichtsbuch mit sich herumtragen: die äußeren Ringe sind die älteren, die inneren die jüngeren.
Komisch, daß man bisher bei anderen Sternen zwar staubige Akkretionsscheiben bzw. deren Reste finden konnte, aber noch keine Sterne welche aus dem Nichts entstehen und anschlissend ihre Ringe um sich aufbauen... Zumindest bei Sternen sind die Scheiben ("Ringe") zuerst da und nicht umgekehrt.Der Saturn ist so gesehen eine werdende Sonne, die nicht genügend Wasserstoff abbekommen hat. Etwa das 35-fache der Wasserstoffmenge wäre nötig gewesen, um das Fusionsbrennen einsetzen zu lassen. Er ist also in einem Stadium stehen geblieben, in dem sich unsere Sonne ebenfalls einmal befand und er ist damit quasi ein Museumsstück unseres frühen Sonnensystems. Demnach wäre die Erde und die anderen Gesteinsplaneten ein Auswurf der frühen Sonne, welche zunächst auch in Ringform existierten.
Artur57 schrieb:Unser Sonensystem besteht aus Überrresten eines oder mehrerer frühen "Wasserstoffriesen", den relativ kurzlebigen Sternen der ersten Generation, die ursprünglich aus reinem Wasserstoff bestanden.
nochmal nachgegangen.Die baryonische Masse im Universum besteht zu ca. 25% aus Helium. Das kann nur durch einen Zustand, wie im Inneren einer Sonne entstanden sein, also noch höherer Druck als im Inneren Jupiters.
aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Primordiale_NukleosyntheseWiki schrieb:Die Theorie sagt ein Massenverhältnis von 25 % Helium zu 75 % Wasserstoff voraus.
Sie dauerte nur etwa 3 Minuten; danach fielen Temperatur und Dichte des Universums unter die kritischen Werte, die für die Kernfusion nötig sind. Die kurze Zeitdauer erklärt zum einen, warum sich schwerere Elemente nicht schon beim Urknall gebildet haben und zum anderen, warum reaktive leichte Elemente wie Deuterium übrig bleiben konnten.
Egal wie lang die Zeit war, wenn es eine Zeit gab in der der Druck für Fusion reichte, dann gab es auch eine Zeit in der der Druck für metallischen Wasserstoff reichte.Zu der Zeit (Universum 3 Minuten alt) lag die Dichte schon unter 0,1 kg/m^3.
Das taugt nicht als Gegenargument.
Sie bringt keine auf, im Gegenteil: Sie kann überschüssige abstrahlen.
Das hiesse, dass die Naturgesetze ab einer bestimmten Sterngrösse Kopf stehen.
Nein, Artur, Deine Hypothese wird spätestens hier unhaltbar.
Orbit
ArturDie Grenze für beide Prozesse ist jedesmal das Eisen.
Das hiesse, dass die Naturgesetze ab einer bestimmten Sterngrösse Kopf stehen.
Die Wasserstoffriesen der allerersten Generation gab es nur in den ersten paar 100 Mio Jahren des Universums. Die Metalle in unserem Sonnensystem wurden auch von Sternen der zweiten Generation produziert - man schätzt, dass insgesamt etwa 1000 bis 1 Mio Sterne der zweiten Generation zum Sonnensystem beigetragen haben, plus die eine oder andere Supernova kurz vor den ersten Kondensaten im Sonnensystem...
EDIT: Ansonsten muss ich Chrischan in allen Punkten recht geben. Metallischer Wasserstoff findet sich ohnehin nur in sehr grossen Tiefen, wo eben der Druck hoch genug ist.
Übrigens, wie soll denn das gehen: selbst wenn der Sturm jetzt mal, wie von Artur57 vorgeschlagen, Teilchen ausspucken würde - wie ändern sie ihre Bahn, dass sie schliesslich um den Äquator kreisen?
Und wie erklärt es sich, dass die Ringteilchen vorwiegend aus Wassereis bestehen?
Wenn das so weiter geht, wird man den Thread trennen und Artur57 in den "gegen den Mainstream" verlegen müssen.
Mit dieser Frage habe ich gerechnet. Richtig, die Festkörper werden sich erst einmal auf einem Großkreis wiederfinden, der eher über die Pole denn über den Äquator verläuft. Aber sie kollidieren miteinander und zwar exakt in Äquatorebene. Die Summe der Kollisionen lässt dann das Gemeinsame ihrer Impulse übrig: ihren Drehimpuls um die Achse des Planeten.
Schallwellen im Vakuum ist schon 'ne nette IdeeKönnten nicht Schallwellen, besonders Infraschall eine Rolle bei der Ringbildung spielen
Schallwellen im Vakuum ist schon 'ne nette Idee
Gruß, Chrischan