Saturn: Überraschung am Nordpol des Ringplaneten

Artur57

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Hallo Artur,

also ich tippe mal, daß Nathan dich darauf hinweisen sollte mal nachzuforschen unter welchen Umständen Wasserstoff metallisch werden kann


Gruß, Christian

Also, um das Ganze zusammen zu fassen, einmal zwei Feststellungen: metallischer Wasserstoff entsteht unter gewaltigen Drücken und Temperaturen, wie sie am Erdmittelpunkt herrschen. Aus diesem Grunde ist es bisher noch nicht gelungen, metallischen Wasserstoff in nennenswerten Mengen herzustellen. Ein Versuch im Jahre 2007 war in der Lage, kleine Mengen davon zu produzieren, welche aber gleich wieder zerfielen. Nachgewisen wurde er durch die tatsächlich kurze Zeit lang gemessene extrem hohe Leitfähigkeit.

http://de.wikipedia.org/wiki/Metallischer_Wasserstoff

Zweitens: der Saturn besitzt eine innere Energiequelle, die bewirkt, dass der Planet das 2,3,-fache der von der Sonne kommenden Energie wieder abstrahlt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Saturn_(Planet)

Allgemein wird als Grund dafür der "Kelvin-Helmholtz-Prozess" angesehen, kurz gesagt, der Planet schrumpft und gewinnt dadurch Gravitationsenergie.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kelvin-Helmholtz-Mechanismus

Ja, was wird wohl komprimiert? Erster Kandidat ist ja wohl der Wasserstoff, aus dem der Saturn zu 97 Prozent besteht. Die Kompression selbst wird eben durch die Umwandlung des molekularen in metallischen Wasserstoff bewirkt, darf man wohl aus naheliegenden Gründen schlussfolgern. Das hieße dann, dass die Herstellung des metallischen Wasserstoffs trotz der anfänglich zu investierendenn Drücke und Temperaturen, insgesamt exotherm ist. Was ja auch an anderer Stelle interessant wäre: hier steht eine Energiequelle zur Verfügung, die evtl. wesentlich leichter zu handeln wäre als die extrem schwer beherrschbare Kernfusion.

Dass nun die Eneergieerzeugung aus diesem Prozess auf dem Saturn besonders ausgeprägt ist, passt sehr gut zu meiner Theorie der permanenten Umwälzung des Planeten. Denn diese führt dem Kern ständig neuen (molekularen) Wasserstoff zu, den er dann in metallischen umwandeln kann.

Das Ganze funktioniert allerdings nur, wenn der metallische Wasserstoff diese Eigenschaft beeibehält, auch nach dem Nachlassen des Drucks. Davon wird allgemein ausgegangen.

Gruß Artur
(der, urlaubsbedingt erst spät antworten konnte. Bitte dies zu entschuldigen)
 

Chrischan

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Hallo Artur,
Allgemein wird als Grund dafür der "Kelvin-Helmholtz-Prozess" angesehen, kurz gesagt, der Planet schrumpft und gewinnt dadurch Gravitationsenergie.
korrekt.

Die Kompression selbst wird eben durch die Umwandlung des molekularen in metallischen Wasserstoff bewirkt, darf man wohl aus naheliegenden Gründen schlussfolgern. Das hieße dann, dass die Herstellung des metallischen Wasserstoffs trotz der anfänglich zu investierendenn Drücke und Temperaturen, insgesamt exotherm ist. Was ja auch an anderer Stelle interessant wäre: hier steht eine Energiequelle zur Verfügung, die evtl. wesentlich leichter zu handeln wäre als die extrem schwer beherrschbare Kernfusion.
Hier vertauschst Du Ursache und Wirkung. Der Saturn schrumpft nicht weil der Wasserstoff in den metallischen Zustand übergeht, sondern der Wasserstoff geht in den metallischen Zustand über weil der Saturn schrumpft.
Der Saturn schrumpft vermutlich aufgrund seiner eigenen Gravitation (ein normaler Vorgang bei der Stern- und Planetenbildung, beim Saturn eben noch nicht abgeschlossen). Dabei steigt der Druck im Inneren und die Region, in der der Druck ausreichend für die Metallisierung ist, wächst.

Das Ganze funktioniert allerdings nur, wenn der metallische Wasserstoff diese Eigenschaft beeibehält, auch nach dem Nachlassen des Drucks. Davon wird allgemein ausgegangen.
"Davon wird allgemein ausgegangen."??? Da der metallische Zustand von Wasserstoff ein Hochdruckzustand ist, verliert Wasserstoff seine Metallizität wieder bei nachlassenden Druck.
welche aber gleich wieder zerfielen.



Der Hinweis von Nathan und mir bezog sich übrigens auf diese Sätze von Dir:
Dass das Trennen von Ladungen so leicht vonstatten zu gehen scheint, deutet wiederum auf metallischen Wasserstoff hin. In diesem können sich die Ladungen, ähnlich wie im Plasma, relativ frei bewegen.

Also hätte in diesem Fall der metallische Wasserstoff die Funktion, die bei irdischen Polarlichtern der Sonnenwind hat.
Metallischer Wasserstoff kommt nur in den innersten Regionen des Saturn vor, nicht an seiner Oberfläche. Mit den Polarlichtern hat er nichts zu tun.
Polarlichter entstehen durch Teilchen, welche ein Planet von aussen einfängt, und welche dann entlang der Magnetfeldlinien zu den magn. Polen fliegen und dort mit Atomen der Atmosphäre reagieren. Diese Teilchen stammen entweder von der Sonne oder eventuell auch von Monden der Planeten.

Gruß, Christian
 

Artur57

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Hallo Artur,


"Davon wird allgemein ausgegangen."??? Da der metallische Zustand von Wasserstoff ein Hochdruckzustand ist, verliert Wasserstoff seine Metallizität wieder bei nachlassenden Druck.

Hallo Christian,

ehrlich: wir wissen es nicht. Hier haben wir eine Lücke, die wir durch Annahmen überbrücken müssen. Ich darf aber auf den Schlussatz des Wikipedia-Artikels verweisen :

"Man vermutet, dass unter hohem Druck entstandener metallischer Wasserstoff teilweise in dieser Form bestehen bleibt, wenn er wieder in eine Umgebung mit Normalbedingungen zurückgeführt wird. Stellt sich das als wahr heraus, könnte metallischer Wasserstoff in Zukunft ein hochinteressanter Werkstoff mit bemerkenswerten Eigenschaften sein."

Womit nun die technischen Grundlagen für Teil II erarbeitet wären, in dem ich auf das Eigentliche kommen werde: das Entstehen der Saturn-Ringe nämlich. In Kürze.

Gruß Artur
 

mac

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Hallo Artur57,

ehrlich: wir wissen es nicht. Hier haben wir eine Lücke, die wir durch Annahmen überbrücken müssen.
das und der Wiki-Link dazu will mir nicht wirklich einleuchten.

Die baryonische Masse im Universum besteht zu ca. 25% aus Helium. Das kann nur durch einen Zustand, wie im Inneren einer Sonne entstanden sein, also noch höherer Druck als im Inneren Jupiters. Bei der weiteren Expansion ist aber anscheinend kein metallischer Wasserstoff übrig geblieben?

Herzliche Grüße

MAC
 

Artur57

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Hallo Artur57,

Die baryonische Masse im Universum besteht zu ca. 25% aus Helium. Das kann nur durch einen Zustand, wie im Inneren einer Sonne entstanden sein, also noch höherer Druck als im Inneren Jupiters. Bei der weiteren Expansion ist aber anscheinend kein metallischer Wasserstoff übrig geblieben?

Herzliche Grüße

MAC

Das ist richtig. Unser Sonensystem besteht aus Überrresten eines oder mehrerer frühen "Wasserstoffriesen", den relativ kurzlebigen Sternen der ersten Generation, die ursprünglich aus reinem Wasserstoff bestanden. In diesen Urahnen sind alle heute vorhandenen Elemente erbrütet worden und die Tatsache, dass wir schwerere Elemente als das Eisen vorfinden, zeigt, dass diese Sterne wesentlich größer waren als unsere Sonne. Denn nur ein Stern ab einer gewissen Größe kann die Fusionsenergie für die Elemente schwerer als Eisen aufbringen, ab da ist die Fusion nämlich wieder endotherm. Unsere Sonne wird nur bis zum Eisen kommen, dann ist Schluß.

Wenn nun bei der Sonnenentstehung zwingend metallischer Wasserstoff entsteht (das sagt meine Hypothese), dann müsste dieser ja auch in den Überresten, d.h. irgendwo in unserem Sonnensystem, zu finden sein. Zunächst richtig, bedenke aber, dass nach dem Einsetzen der Kernfusion wieder ganz andere Verhältnisse herrschen als die, die wir hier beobachten. Bei diesen Temperaturen kann sich der metallische Wasserstoff natürlich nicht mehr halten, er verwandelt sich in Plasma.

Insofern kein eigentlicher Widerspruch zur Hypothese.

Gruß Artur
 

Orbit

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Denn nur ein Stern ab einer gewissen Größe kann die Fusionsenergie für die Elemente schwerer als Eisen aufbringen
Sie bringt keine auf, im Gegenteil: Sie kann überschüssige abstrahlen.
Unser Sonensystem besteht aus Überrresten eines oder mehrerer frühen "Wasserstoffriesen", den relativ kurzlebigen Sternen der ersten Generation, die ursprünglich aus reinem Wasserstoff bestanden. In diesen Urahnen sind alle heute vorhandenen Elemente erbrütet worden und die Tatsache, dass wir schwerere Elemente als das Eisen vorfinden, zeigt, dass diese Sterne wesentlich größer waren als unsere Sonne.
Das hiesse, dass die Naturgesetze ab einer bestimmten Sterngrösse Kopf stehen.
Nein, Artur, Deine Hypothese wird spätestens hier unhaltbar.

Orbit
 
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Artur57

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Nun zu Teil II der Arbeitshypothese : dem Sturm am Südpol des Planeten und sein Anteil am Entstehen der Ringe.

Schauen wir uns diesen Wirbelsturm etwas genauer an: er ist Teil der Konvektionsströmung, die die Wärme aus dem Inneren des Planeten abführen soll. Wie jeder Wirbelsturm kann er nicht ohne vertikalen Stofftransport existieren, das heißt er wirft an seinem Schlund Material aus, was auf einigen Photos gut zu sehen ist. Aus der Hitze im Inneren bezieht er auch seine Rotationsenergie. Ein rotierendes Gas, das man erhitzt, rotiert dann schneller. Der Drehimpuls überträgt sich im Lauf der Zeit auf den ganzen Planeten, was nicht ohne Folgen bleibt. Schon heute ist der Saturn mit stark 10 Stunden Umdrehungszeit der am schnellsten rotierende Planet.

Wenn nun das rotierende Material zumindest zum Teil aus metallischem Wasserstoff mit frei beweglichen Ladungen besteht, dann steht auch die Ladungsverteilung im Querschnitt des Sturms mit Sicherheit fest: die leichteren Elektronen werden sich in der Mitte ansammeln, da sie aus den Außenbereichen von den schwereren positiven Ladungsträgern verdrängt werden. Wir haben uns also einen rotierenden, nach außen wandernden Elektronenschlauch mit entsprechendem Magnetfeld vorzustellen.

Was passiert nun, wenn ein Festkörper in den so skizzierten Schlauch gerät? Er wird sich ebenfalls negativ aufladen und jedes Mal, wenn er an den Rand desselben gerät, bekommt er einen Schubs in Richtung Südpol. Mithin wirkt das Ganze als ein riesiges Kanonenrohr, das in der Lage ist, den Festkörper auf beachtliche Geschwindigkeiten zu bringen. Nun kann man sich sicher schon denken, worauf ich hinaus will: das Material, das heute die Saturnringe bildet, ist an dieser Stelle ausgeworfen worden.

Was dafür spricht: es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Saturn in dieser Anordnung entstanden ist, wie wir ihn heute sehen. Warum soll sich ausgerechnet das leichteste Element Wasserstoff im Zentrum konzentrieren, der ja überdies noch einen Gegendruck aufbaut? Viel wahrscheinlicher ist doch, dass der Saturn als Festkörper begann, um den sich dann der Wasserstoff ansammelte. Überdies ist das Auswerfen der Festkörper eine Methode, um überschüssigen Drehimpuls abzugeben und um nicht von der Fliehkraft zerrissen zu werden. Auch der Umstand, dass alle Gasplaneten Ringe besitzen, die Gesteinsplaneten hingegen nicht, findet hier ihre Erklärung.

Betrachten wir nun die Ringe: hier gibt es ständig Kollisionen zwischen den einzelnen Brocken, bei denen der eine Partner auf eine höhere Bahn gehoben wird, der andere aber auf eine niedrigere oder aber gar auf eine, die ihn auf den Planeten zurückfallen lässt. Ein gegebener Ring wird also stets Masse verlieren und seinen Radius vergrößern. Demnach würde der Saturn regelrecht sein Geschichtsbuch mit sich herumtragen: die äußeren Ringe sind die älteren, die inneren die jüngeren.

Der Saturn ist so gesehen eine werdende Sonne, die nicht genügend Wasserstoff abbekommen hat. Etwa das 35-fache der Wasserstoffmenge wäre nötig gewesen, um das Fusionsbrennen einsetzen zu lassen. Er ist also in einem Stadium stehen geblieben, in dem sich unsere Sonne ebenfalls einmal befand und er ist damit quasi ein Museumsstück unseres frühen Sonnensystems. Demnach wäre die Erde und die anderen Gesteinsplaneten ein Auswurf der frühen Sonne, welche zunächst auch in Ringform existierten.

Soweit meine Hypothese. Verifiziert werden kann sie unter jetzigen Umständen wohl kaum, dazu ist unser Wissen über Saturn einfach zu lückenhaft. Aber kann sie falsifiziert werden? Ich bitte um maximale Anstrengung, beim Versuch, dies zu tun.

Gruß Artur
 

Chrischan

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Hallo Artur,

ich hoffe, daß dies nicht noch so ein Crank-Thread wird wie schon einige hier...

1) Zuerst wurde deine Interpretation des Sechsecks als Benard-Zelle widerlegt.
2) Dann wurde deine Ansicht, daß Polarlichter am Saturn genau über diesem Sechseck liegen, widerlegt.
3) Jetzt meinst Du, daß metallischer Wasserstof in der Atmosphäre des Saturn für die Polarlichter dort verantwortlich sind.
4) Als nächsten kommt deine Idee zu den Ringen...

Nochmal in Kürze:
1) Die geraden Kanten einer Benard-Zelle kommen dadurch zustande, daß solch eine Kante eine Kontaktstelle zu einer benachbarten Zelle darstellt. Eine einzelne isolierte Benard-Zelle ist damit nicht möglich.
2) Es existieren viele Bilder bzw. Messungen von Polarlichtern vom Saturn und den meisten anderen Planeten. Diese treten in den verschiedensten Breiten auf und nicht nur über dem Sechseck. Es gibt mehr als diese eine Aufnahme von Dir, wo zufällig ein Polarlicht scheinbar über dem Sechseck liegt.
3) Atomarer metallischer Wasserstoff. Das sollte man sich mal in Ruhe auf der Zunge zergehen lassen...

Irgendwie gewinne ich langsam den Eindruck, daß Du diese Gegenargumente lieber ignorierst und schnell zum nächsten Thema wechseln möchtest. Ich hoffe ich irre mich.

Gruß, Christian
 

Chrischan

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Hallo Artur,

oje, wo fängt man da bloß an...

Der Drehimpuls überträgt sich im Lauf der Zeit auf den ganzen Planeten, was nicht ohne Folgen bleibt. Schon heute ist der Saturn mit stark 10 Stunden Umdrehungszeit der am schnellsten rotierende Planet.
Vergleich mal den Drehimpuls eines Sturms mit dem des Saturn. Und woher kommt denn der Drehimpuls bzw. die Energie des Sturms?

Viel wahrscheinlicher ist doch, dass der Saturn als Festkörper begann, um den sich dann der Wasserstoff ansammelte.
Das ist übrigens die übliche Meinung zur Entstehung der Gasplaneten.

Überdies ist das Auswerfen der Festkörper eine Methode, um überschüssigen Drehimpuls abzugeben und um nicht von der Fliehkraft zerrissen zu werden.
Wo stammen denn die Festkörper her? Doch bitte nicht vom Kern! Du kannst ja mal ausrechnen, wieviel Energie nötig wäre auch nur einen kleinen Brocken vom felsigen Kern Saturns in die Ringe zu transportieren (inkl. "Herausbrechen" aus dem Kern, Durchdringung der Region des met. Wasserstoffes, etc.), und das mal Vergleichen mit der Energie von so einem Sturm. Desweiteren wäre es für diese Idee notwendig, daß die Stürme bis zum felsigen Kern des Saturn reichen müssten...

Ein gegebener Ring wird also stets Masse verlieren und seinen Radius vergrößern. Demnach würde der Saturn regelrecht sein Geschichtsbuch mit sich herumtragen: die äußeren Ringe sind die älteren, die inneren die jüngeren.
Schon mal was von "Wächtermonden" gehört? Und ganz aktuell: Enceladus nicht vergessen.

Der Saturn ist so gesehen eine werdende Sonne, die nicht genügend Wasserstoff abbekommen hat. Etwa das 35-fache der Wasserstoffmenge wäre nötig gewesen, um das Fusionsbrennen einsetzen zu lassen. Er ist also in einem Stadium stehen geblieben, in dem sich unsere Sonne ebenfalls einmal befand und er ist damit quasi ein Museumsstück unseres frühen Sonnensystems. Demnach wäre die Erde und die anderen Gesteinsplaneten ein Auswurf der frühen Sonne, welche zunächst auch in Ringform existierten.
Komisch, daß man bisher bei anderen Sternen zwar staubige Akkretionsscheiben bzw. deren Reste finden konnte, aber noch keine Sterne welche aus dem Nichts entstehen und anschlissend ihre Ringe um sich aufbauen... Zumindest bei Sternen sind die Scheiben ("Ringe") zuerst da und nicht umgekehrt.

Und bei all diesen Ideen bist Du bisher noch nicht über Jupiter gestolpert?

Soviel mal auf die Schnelle...

Gruß, Christian
 

Bynaus

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Artur57 schrieb:
Unser Sonensystem besteht aus Überrresten eines oder mehrerer frühen "Wasserstoffriesen", den relativ kurzlebigen Sternen der ersten Generation, die ursprünglich aus reinem Wasserstoff bestanden.

Die Wasserstoffriesen der allerersten Generation gab es nur in den ersten paar 100 Mio Jahren des Universums. Die Metalle in unserem Sonnensystem wurden auch von Sternen der zweiten Generation produziert - man schätzt, dass insgesamt etwa 1000 bis 1 Mio Sterne der zweiten Generation zum Sonnensystem beigetragen haben, plus die eine oder andere Supernova kurz vor den ersten Kondensaten im Sonnensystem...

EDIT: Ansonsten muss ich Chrischan in allen Punkten recht geben. Metallischer Wasserstoff findet sich ohnehin nur in sehr grossen Tiefen, wo eben der Druck hoch genug ist. Übrigens, wie soll denn das gehen: selbst wenn der Sturm jetzt mal, wie von Artur57 vorgeschlagen, Teilchen ausspucken würde - wie ändern sie ihre Bahn, dass sie schliesslich um den Äquator kreisen? Und wie erklärt es sich, dass die Ringteilchen vorwiegend aus Wassereis bestehen? Wenn das so weiter geht, wird man den Thread trennen und Artur57 in den "gegen den Mainstream" verlegen müssen.
 
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mac

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Hallo,

Ich bin der Sache:
Die baryonische Masse im Universum besteht zu ca. 25% aus Helium. Das kann nur durch einen Zustand, wie im Inneren einer Sonne entstanden sein, also noch höherer Druck als im Inneren Jupiters.
nochmal nachgegangen.

Wiki schrieb:
Die Theorie sagt ein Massenverhältnis von 25 % Helium zu 75 % Wasserstoff voraus.
Sie dauerte nur etwa 3 Minuten; danach fielen Temperatur und Dichte des Universums unter die kritischen Werte, die für die Kernfusion nötig sind. Die kurze Zeitdauer erklärt zum einen, warum sich schwerere Elemente nicht schon beim Urknall gebildet haben und zum anderen, warum reaktive leichte Elemente wie Deuterium übrig bleiben konnten.
aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Primordiale_Nukleosynthese

Zu der Zeit (Universum 3 Minuten alt) lag die Dichte schon unter 0,1 kg/m^3.

Das taugt nicht als Gegenargument.

Herzliche Grüße

MAC
 

Chrischan

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Hallo Mac,
Zu der Zeit (Universum 3 Minuten alt) lag die Dichte schon unter 0,1 kg/m^3.

Das taugt nicht als Gegenargument.
Egal wie lang die Zeit war, wenn es eine Zeit gab in der der Druck für Fusion reichte, dann gab es auch eine Zeit in der der Druck für metallischen Wasserstoff reichte.
Und da die Zeit reichte um 25% Helium zu "erbrüten", sollte auch noch genug metallischer Wasserstoff im interstellaren Medium vorhanden sein, wenn er denn stabil sein sollte.
Da dem aber nicht so ist, passt das wieder als Gegenargument.

Gruß, Christian
 

Artur57

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Sie bringt keine auf, im Gegenteil: Sie kann überschüssige abstrahlen.

Das hiesse, dass die Naturgesetze ab einer bestimmten Sterngrösse Kopf stehen.
Nein, Artur, Deine Hypothese wird spätestens hier unhaltbar.

Orbit

Gemach. Hier einmal das Diagramm für die Bindungsenergie der Atome:

http://de.wikipedia.org/w/index.php..._isotopes_DE.svg&filetimestamp=20090604074827

Du siehst, sie steigt bis zum Eisen. Das will sagen, dass Du, um Energie zu gewinnen, die kleinen Elemente fusionieren musst und die großen Elemente spalten. Die Grenze für beide Prozesse ist jedesmal das Eisen.

Um also die Elemente schwerer als Eisen erstmals zu generieren, musste Energie aufgewendet werden. Warum auch nicht? Es ist ja genügend da gewesen auf diesen frühen Sonnen.

Gruß Artur
 

Orbit

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Die Grenze für beide Prozesse ist jedesmal das Eisen.
Artur
Das ist mir schon klar.
Und je grösser die Sonnen, desto schneller läuft der Fusionsprozess ab.
Deine noch grösseren Supersonnen würden einfach noch schneller ihren Wasserstoff in Helium umwandeln.
Die Metalle werden immer erst am Schluss gebrannt.
Und bei Eisen ist immer fertig.
Wenn da am Schluss schwerere Elemente entstehen sollten, ginge das gegen die Entropie. Das meine ich mit
Das hiesse, dass die Naturgesetze ab einer bestimmten Sterngrösse Kopf stehen.

Orbit
 

Artur57

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Die Wasserstoffriesen der allerersten Generation gab es nur in den ersten paar 100 Mio Jahren des Universums. Die Metalle in unserem Sonnensystem wurden auch von Sternen der zweiten Generation produziert - man schätzt, dass insgesamt etwa 1000 bis 1 Mio Sterne der zweiten Generation zum Sonnensystem beigetragen haben, plus die eine oder andere Supernova kurz vor den ersten Kondensaten im Sonnensystem...

Danke für die Präzisierung, die mir in dieser Form nicht bekannt war. In unseren Zusammenhängen ändert sie aber nichts.

EDIT: Ansonsten muss ich Chrischan in allen Punkten recht geben. Metallischer Wasserstoff findet sich ohnehin nur in sehr grossen Tiefen, wo eben der Druck hoch genug ist.

Da muss ich zugeben, dass ich unnötigerweise an allen Punkten, an denen ich zur Erklärung frei bewegliche Lsadungen brauchte, diese stets auf diesem metallischen Wasserstoff insistierte. Natürlich sind diese auch anders zu haben: wenn im Kern des Planeten 12.000 Grad herrschen, dann sind die Ladungen eh frei beweglich, da im Plasmazustand.

Übrigens, wie soll denn das gehen: selbst wenn der Sturm jetzt mal, wie von Artur57 vorgeschlagen, Teilchen ausspucken würde - wie ändern sie ihre Bahn, dass sie schliesslich um den Äquator kreisen?

Mit dieser Frage habe ich gerechnet. Richtig, die Festkörper werden sich erst einmal auf einem Großkreis wiederfinden, der eher über die Pole denn über den Äquator verläuft. Aber sie kollidieren miteinander und zwar exakt in Äquatorebene. Die Summe der Kollisionen lässt dann das Gemeinsame ihrer Impulse übrig: ihren Drehimpuls um die Achse des Planeten.

Und wie erklärt es sich, dass die Ringteilchen vorwiegend aus Wassereis bestehen?

Hm. Kann natürlich sein, dass ionisierter Dampf ausgeworfen wurde.
Hier ist die Theorie zugegebenermaßen etwas schwach.

Wenn das so weiter geht, wird man den Thread trennen und Artur57 in den "gegen den Mainstream" verlegen müssen.

Nichts dagegen, wäre keine Zurücksetzung. Nur darf ich daran erinnern, dass es über weite Strecken keinen Mainstream gibt: eine Erklärung des Sechsecks riskieren derzeit nur Esotheriker, den Wirbelssturm meiden selbst diese. Dass der Saturn eine Konvektionsbewegung braucht, um das 2,3-fache der empfangenen Energie abzustrahlen, auch dazu existiert schlichtweg nichts. Konkurrenz habe ich erst bei der Entstehung der Ringe. Mit Verlaub, etwas schwache Konkurrenz, denn etwas so fein Strukturiertes wie die Ringe entsteht nicht, indem es einfach von außen herein fällt.

Also "weitergehen" tut es jetzt nicht mehr, das Maximum ist erreicht. Insofern kann ich Dich beruhigen. Wenigstens in diesem Punkt herrscht Konsens, denke ich.

Gruß Artur
 

Bynaus

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Mit dieser Frage habe ich gerechnet. Richtig, die Festkörper werden sich erst einmal auf einem Großkreis wiederfinden, der eher über die Pole denn über den Äquator verläuft. Aber sie kollidieren miteinander und zwar exakt in Äquatorebene. Die Summe der Kollisionen lässt dann das Gemeinsame ihrer Impulse übrig: ihren Drehimpuls um die Achse des Planeten.

Bloss, dass der Grosskreis mit Sicherheit die Planetenoberfläche schneidet... Gerade wenn die Partikel vertikal (senkrecht zur Planetenoberfläche) ausgestossen werden, fallen sie einfach auf den Planeten zurück oder entweichen (wenn sie schneller als mit Fluchtgeschwindigkeit unterwegs sind). Aber auch wenn sie in einem Winkel ausgestossen werden, fallen sie letztlich auf die Saturnoberfläche zurück, denn die Teilchen haben ja keinen "Antrieb", mit dem sie ihre Bahn "zirkularisieren" könnten (wie das Raketen am Ende des Aufstiegs tun).
 

Luzifix

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Könnten nicht Schallwellen, besonders Infraschall eine Rolle bei der Ringbildung spielen, wenn dieser von den Polen her sich ausbreitete? Es gibt doch so Experimente, wo sich Rauch- oder Staubpartikel in den Knotenpunkten von stehenden Wellen ansammeln.
 

Luzifix

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Schallwellen im Vakuum ist schon 'ne nette Idee :)
Gruß, Chrischan

Woher weißt Du, daß sich die Ringe nicht ein Stück ins Innere des Planeten fortsetzen? (Und dann in der von Artur57 beschriebenen Weise herauswandern?) Auch das Sechseck sieht irgendwie nach Schall aus, jetzt mal total amateurmäßig gedacht.

Frage: Ist dieser metallische Wasserstoff eine Flüssigkeit vergleichbar dem Quecksilber? Die Schallgeschwindigkeit ist vielleicht "astronomisch" hoch? Oberflächenspannung könnte so hoch sein, daß auch dichtere Teichchen oben drauf schwimmen usw.
 
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