1. Die Primärbatterie soll 60h halten. ... Der Akku war doch auch geladen ...War das mit eingerechnet?
2. Stimmt es, dass der Akku zur Zeit zu kalt ist, und gar nicht laden kann? Wenn Philae sich im Standby Modus befindet ... ?
3. Warum soll es für Philae (auch für Rosetta?) gefährlich werden, wenn der Komet sich der Sonne nähert? ...
4. 67P/Tschurjumow-Gerasimenko dreht sich in 12,76h um die eigene Achse, aber wie verläuft diese Achse?
Hallo pane,
zu 3) Bei Abständen > 2AE mußte Philae mit 15 Watt von Rosetta geheizt werden, jetzt ganz alleine kühlt er aus, sollte kein Problem sein.
Näher als 2AE wird es ihm aber zu warm und er hat keine Klimaanlage dabei, von daher ist das schattige Plätzchen jetzt vlt von Vorteil.
zu 2) Der erste Strom im Frühling muß den Akku und Philae aufwärmen, erst dann geht er auf Sendung, dann können Versuche folgen.
Im stanby braucht er keinen Strom, hat ja auch keinen, er ist hardwareseitig immer eingeschaltet und reagiert auf die Akkuspannung.
zu 1) Die Akkuladung wurde bei der Primärmission mit verbraucht, eine geringe Aufladung erfolgte erst nach der 35°-Drehung.
zu 4) Rotationsachse würde mich auch interessieren, hatte sie schon mal, aber den link seitdem nicht wiedergefunden.
Deine Anmerkung zur Sublimation ist ok, aber ich hatte ja pi*Daumen drübergeschrieben, um es mir einfacher zu machen.
Zustandsdiagramme und Sublimationskurven mit Tripelpunkten wäre für die bloße Vorstellung für "uns Laien" etwas umständlich.
Natürlich sublimieren H2O und CO2 unterhalb der Schmelzpunkte im Vakuum ohne Flüssigkeitsphase, aber oberhalb geht's noch schneller.
Bei CH4 habe ich extra den Siedepunkt von -162°C angeführt, weil der Tripelpunkt bei -182°C liegt, erklärt die Titanatmosphäre .
Der Sublimationsdruck beträgt 0,117 bar, von daher wäre flüssiges Methan im Komet in kleinen dichten Einschlüssen vorstellbar.
Grüße Senf