Natürliche, spontane Antimaterie erzeugung bei Gewitter?

pmvstrm

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Hallo Mac

Hallo pmvstrm,

Das bleibt Dir unbenommen. Es ist halt nur so, wenn Du Deine Meinung hier öffentlich kund tust, dann sollte es Dich nicht verletzen, wenn diese Meinung diskutiert, widerlegt und gegebenenfalls auch zerlegt wird.

Das ist auch richtig und wichtig. Es ist jedoch auch die Frage in was für einer Tonlage dies passiert. Ich bin ja auch gerne bereit Dinge
dazu zu lernen.

Es tut mir leid, wenn ich (wie Du siehst, nicht nur ich) das was Du geschrieben hast nicht so verstanden habe wie Du es eigentlich sagen wolltest - aber wir alle können halt nur darauf reagieren, was geschrieben wurde und das lese ich für gewöhnlich sehr sorgfältig.

Nun ja, ich war einfach recht begeistert über die Entdeckung der Nasa das sich Antimaterie spontan über Gewitterfronten bildet.
Darauf hin stellte ich mir die Frage nach den Physikalischen Ablauf, Blitzgenerierung und letztendlicher Entladung wobei Positronen als Nebenprodukt
entstehen.Mir kamen künstliche Blitze im Hochspannungslabor in den Sinn und ob es wohl möglich wäre das ganze dort im kleinen Maßstab
naczubauen. Über Anwendungsmöglichkeiten bin ich mir noch nicht im klaren, das stand für mich erstmal auch noch nicht im Vordergrund.
 

Schmidts Katze

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Hallo pmvstrm,

du hast Antimaterie als Energiequelle bezeichnet, und da sehe ich das Problem.

Antimaterie wäre eine Energiequelle, wenn es irgendwo Vorkommen gäbe, die man fördern könnte.
Gibt es aber nicht, d.h. man muss sie erstmal herstellen, und dann ist sie nur ein Energiespeicher.

Grüße
SK
 

pmvstrm

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Hi SK,
Im Prinzip richtig. Wie die Entdeckung der Nasa zeigt, kommt es aber zu spontaner Antimaterieerzeugung in Gewitterfronten, genauer - während eines
Blitzes. Wir wissen ja wie ein Blitz funktioniert, es wurden ja auch schon künstliche Blitze im Labor erzeugt (siehe z.B hier: https://www.youtube.com/watch?v=jdip74QfKdM). Der weitere Gedankengang: Wenn wir also Blitze erzeugen können, dann müsste sich doch ein vergleichbarer Vorgang anbahnen, wenn der
die 511 Kev erreicht sind. Demnach sollte in Folge eine Paarauslöschung von Positron und Elektron passieren die das Equivalent von ca 1022 Kev spontaner Energieleistung durch Anhilation an die Umgebung in Form von Gammastrahlung abgibt.Dieser Prozess sollte sich pro initierten Blitzschlag kontinuierlich aufrecht erhalten lassen. Die spannende Frage ist natürlich ob sich Gammastrahlen z.B in elektrischen Strom umwandeln lassen.Spontan fällt mir da z.B ein Lorentzgenerator ein der auf Hydrodynamischer Basis arbeitet. Damit würde man sich das kritische Thema der Lagerung von Positronen erstmal nicht stellen. Es gibt zwar Speicher
http://www.nature.com/nature/journal/v468/n7324/full/nature09610.html die in der Lage wären Antimaterie für eine gewisse Zeit zu speichern, nur frage ich mich ob so etwas sicher genug wäre.
 

Schmidts Katze

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Hallo pmvstrm,

Wenn wir also Blitze erzeugen können, dann müsste sich doch ein vergleichbarer Vorgang anbahnen, wenn der
die 511 Kev erreicht sind. Demnach sollte in Folge eine Paarauslöschung von Positron und Elektron passieren die das Equivalent von ca 1022 Kev spontaner Energieleistung durch Anhilation an die Umgebung in Form von Gammastrahlung abgibt.

so, wie ich das verstehe, investierst du 511 KeV, um ein Positron zu erzeugen, danach soll sich das Positron zusammen mit einem Elektron annihilieren und dabei 1022 KeV freisetzen.
Du würdest also die 511 KeV des Elektrons gewinnen.

Das riecht für mich erstmal nach Perpetuum Mobile, und meine erste Frage wäre, ob in den Blitzen nicht genauso viele Elektronen wie Positronen entstehen, schliesslich ist die elektrische Ladung ja auch eine Erhaltungsgrösse.

Grüße
SK
 

pmvstrm

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Die Zahl von 511 KeV hat Bernhard als erstes erwähnt und Mac hat es noch präzisiert.
Aber Unabhangig davon denke ich das der Energieerhaltungssatz zu keiner Zeit verletzt wird, da ja die Investitionsenergie lediglich für die Positronerzeugung
verantwortlich ist.Sobald das Positron dann existiert findet dann anschliessend der natürliche Anhilationsprozess durch das Zusammentreffen auf ein Elektron statt.
Um es bildlich zu sagen. Die 511 KeV könnte man sinnbildlich gesprochen vermutlich eher mit einer angezündeten Lunte vergleichen die zu einer Stange Dynamit führt.
 

mac

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Hallo,

so, wie ich das verstehe, investierst du 511 KeV, um ein Positron zu erzeugen,
das funktioniert nicht! Unterhalb von 1022 keV Photonenenergie gibt es keine Paarbildung.

Das Problem dabei:
Wiki schrieb:
die Paarbildung kann durch Wechselwirkung eines Photons mit dem elektrischen Feld eines Atomkerns oder eines Hüllenelektrons stattfinden.
Die Photonen bei einem Blitz werden dadurch erzeugt, daß (genügend schnelle) Elektronen oder Protonen ihre kinetische Energie zur Anregung von Atomen übertragen und diese Anregungsenergie wiederum wird als Photon abgestrahlt. Ist das Photon energiereich genug, kommt es in Anwesenheit von Materie auch zur Paarbildung. Und das ist genau das Problem, welches die Lebensdauer eines Positrons massiv begrenzt, die anwesende Materie eben.
Abgesehen davon, sind diese ganzen Prozesse das genaue Gegenteil von energieeffizient, erst recht nicht, wenn sie durch eine Gasentladung (z.B. Atmosphärenblitz) stattfinden. Darum macht das auch keiner. Die technische Erzeugung solcher energiereicher Photonen geschieht z.B. in Linearbeschleunigern.

Die Beschleunigungsstrecke, auf der die Elektronen (oder bei Protonen und Ionenbeschleunigern auch positiv geladenen Ionen) (durch eine Hochfrequenzwelle) auf Geschwindigkeit gebracht werden, ist ein Hochvakuum, damit diese Partikel eben möglichst ungestört die gesamte Spannungsstrecke durchlaufen können. In der Atmosphäre haben sie diese 'freie Bahn' nicht und die allermeisten davon verlieren bereits nach kürzester Zeit im Spannungsfeld ihre gerade angesammelte kinetische Energie wieder durch Stöße mit noch neutralen oder auch ionisierten Luftmolekülen.

Wenn man nun aus ihrer so aufgenommenen kinetischen Energie Photonen (meinetwegen für den Paarbildungprozess) erzeugen will, dann müssen sie auf ein Target treffen, dessen Atome eine möglichst hohe Ordnungszahl haben (bei Linearbeschleunigern wird meistens Gold genommen, unter anderem, weil es auch eine sehr gute Temperaturleitfähigkeit hat)

Also, beim natürlichen Prozess geht der absolute Löwenanteil der eingesetzten Energie (Erwärumung der Luft durch Sonneneinstrahlung) zunächst mal in die Transportarbeit der aufsteigenden Luft und den Aufbau des elektrischen Feldes (durch Ladungstrennung). Beim anschließenden Blitz wiederum geht die Energie des elektrischen Feldes in die Beschleunigung und Ionisation der beteiligten Luftmoleküle, bzw. ihrer Atome und weil sie eben das Meiste davon durch Stoß in Licht und Wärme umsetzen, bleibt nur ein extrem kleiner Energieanteil übrig, der es bis zur Paarbildung schafft.

Und beim technischen Prozess zur Erzeugung und vorallem zum Sammeln und speichern von Positronen ist die Energiebilanz, besonders verschärft durch den Aufwand nach der Erzeugung, (sammeln und speichern) auch nicht wirklich besser, außer das es so überhaupt möglich ist an einige wenige, immerhin zum Experimentieren brauchbare, Positronen zu kommen.

Die Vorstellung, daß man Positronen on demand zur Energienutzung verwendet, ist aber auch ohne die Kenntnis all dieser Prozesse sofort erkannbar uneffektiv, so lange wie man sie erst noch erzeugen muß. Egal ob natürlich oder technisch. Warum sollte man mit direkt nutzbarer Energie (Sonnenlicht auf der natürlichen Seite oder Strom auf der technischen Seite) über eine Kette von Prozessesen, alle mit extrem schlechtem Wirkungsgrad, Positronen erzeugen (lassen), um die dann direkt wieder als Energielieferant zu verwenden?

Das könnte man vergleichen mit dem Gedanken einen Wald abzubrennen, um mitten in diesem Feuer ein Stück glühende Holzkohle zum anzünden seiner Zigarette zu bekommen.

Herzliche Grüße

MAC
 

mac

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Hallo pmvstrm

Die 511 KeV könnte man sinnbildlich gesprochen vermutlich eher mit einer angezündeten Lunte vergleichen die zu einer Stange Dynamit führt.
dieses Bild gibt den tatsächlichen Vorgang überhaupt nicht wieder. Die 1022 keV die man zu Paarbildung, also der Erzeugung von einem Elekton/Positron Paar mindestens aufwenden muß bekommt man in Form von zwei Photonen mit je 511 keV zurück. Der ganze sonstige Aufwand, um überhaupt erst mal ein solches Paar zu erzeugen, ist anschließend nur noch Abwärme, die man vorher wesentlich effektiver hätte nutzen können. Das ist noch nicht mal ein schießen mit Kanonen auf Spatzen, sondern viel eher das Beispiel mit dem abgebrannten Wald für das Entzünden einer Zigarette.

Herzliche Grüße

MAC
 

pmvstrm

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Hallo Mac,

Ich bin überrascht wie Du die ganze Kausalkette der natülichen Antimaterieerzeugung über Gewitterregionen kennen kannst wenn die Erkenntnisse das dies überhaupt so geschieht erst seit kurzer Zeit vorliegen und noch Gegenstand weiterer Forschung sind.Soweit ich weiß liegen die Messergebisse des FERMI GammaRay
Telescope erst seit 2011 überhaupt vor, das macht mich etwas stutzig oder könnte es sein das Du von anderen (vielleicht älteren?) Sachen sprichst das mit der Nasa-Entdeckung nichts zu tun hat? Du verwendest so Begriffe wie: Darum tut man es nicht... "man verwendet stattdessen Linearbeschleuniger".
Das sieht für mich so aus als ob Du etwas anderes meinst.Grundsätzlich geht es mir primär auch nur darum die Prozesse dieser Entdeckung näher
zu verstehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Schmidts Katze

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Hallo Mac,

das wusste ich, daß jetzt diese Argumente kommen.
"Das wissen wir doch noch gar nicht so genau", "das müssen wir noch besser erforschen", "wir werden noch Wege finden, diese Verluste zu begrenzen".

Deshalb habe ich, so richtig deine Argumente sind, sofort nach dem eigentlichen Prozess der Energieerzeugung gefragt, und erstmal die Verluste, so groß sie auch sein mögen, aussen vor gelassen.

Ich will erstmal wissen, wird überhaupt Energie gewonnen bei der Annihilation.
Wenn nicht, brauchen wir über die von dir beschriebenen Verluste gar nicht erst diskutieren.

Grüße
SK
 

mac

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Hallo pmvstrm,

Ich bin überrascht wie Du die ganze Kausalkette der natülichen Antimaterieerzeugung über Gewitterregionen kennen kannst wenn die Erkenntnisse das dies überhaupt so geschieht erst seit kurzer Zeit vorliegen und noch Gegenstand weiterer Forschung sind.Soweit ich weiß liegen die Messergebisse des FERMI GammaRay
Telescope erst seit 2011 überhaupt vor,
Ja, siehe auch: http://www.astronews.com/news/artikel/2011/01/1101-013.shtml

Ich kenne den genauen quantitativen Ablauf bei einem Gewitter nicht, weiß aber welche Prozesse zur Paarbildung führen.

Herzliche Grüße

MAC
 

mac

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Hallos SK,

Ich will erstmal wissen, wird überhaupt Energie gewonnen bei der Annihilation.
Ja, wie Dir hier offensichtlich klar ist und eigentlich jedem klar sein sollte: Wenn man die Antimaterie die man vor Ort zum Zwecke der Energieerzeugung zur Annihilation bringen will erst noch vor Ort erzeugen muß, verschwendet man Energie und gewinnt nichts. Daß pmvstrm das nicht auf Anhieb sieht, hat mich genügend verblüfft um ihm zu sagen, daß dieser Weg Stuß ist.



Wenn nicht, brauchen wir über die von dir beschriebenen Verluste gar nicht erst diskutieren.
dachte ich eigentlich auch und habe mich anscheinend geirrt.

Herzliche Grüße

MAC
 

pmvstrm

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Hallos SK,

Ja, wie Dir hier offensichtlich klar ist und eigentlich jedem klar sein sollte: Wenn man die Antimaterie die man vor Ort zum Zwecke der Energieerzeugung zur Annihilation bringen will erst noch vor Ort erzeugen muß, verschwendet man Energie und gewinnt nichts. Daß pmvstrm das nicht auf Anhieb sieht, hat mich genügend verblüfft um ihm zu sagen, daß dieser Weg Stuß ist.

Sorry, aber da irrst Du leider. Natürlich bin ich mir über die Kosten der Erzeugung für die Antimaterie bewusst oder wie erklärst Du Dir
sonst das ich vor zwei Seiten sogar den genauen Befarf in Killowatt ausgerechnet habe? Deine Argumentation ist leider nicht stichhaltig.
Und ich stelle die Frage gerne noch einmal. Wie kannst Du sagen "stattdessen nimmt man Linearbeschleuniger" wenn es keinen Anwendungsfall
gibt wo man über Alternativen hätte nachdenken können in der die Messunges des die Nasa FERMI GammaRay Telescope eingeflossen
sein können, ganz einfach weil sie brandneu sind.Deine Argumentation ist leider nicht ganz stichhaltig.
 

Chrischan

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Natürlich bin ich mir über die Kosten der Erzeugung für die Antimaterie bewusst oder wie erklärst Du Dir
sonst das ich vor zwei Seiten sogar den genauen Befarf in Killowatt ausgerechnet habe?
1022 keV = 4,5479E-20 Kilowattstunden [kWh] pro Zyklus, damit wäre diese Frage beantwortet.
Die Gammaquanten die bei der Paarauslöschung des Positron – Elektronpaares entsteht beträgt 511 keV
Nicht unbedingt ein ideales Ergebnis, dennoch interessant.
Zum Umrechnen einer Einheit in eine andere Einheit sind keine grossen Fähigkeiten erforderlich:
Mit den Angaben aus Wikipedia
1 eV = 1,602 176 565e-19 J
1 Wh = 3,6 kJ
reicht simples Multiplizieren und Dividieren
1022 keV * 1.602176565e-19 / 3,6 / 1000 = 4,54840124842e-20 kWh

Was die 1022 keV und die 511 keV eigentlich bedeuten und woher sie kommen hast Du aber inzwischen schon verstanden, oder?


Wie kannst Du sagen "stattdessen nimmt man Linearbeschleuniger" wenn es keinen Anwendungsfall
gibt wo man über Alternativen hätte nachdenken können in der die Messunges des die Nasa FERMI GammaRay elescope eingeflossen
sein können, ganz einfach weil sie brandneu sind.Deine Argumentation ist leider nicht ganz stichhaltig.
Fermi hat etwas gemessen, was nicht wirklich überascht. Überall wo lokal ausreichend hohe Energiedichten auftreten kann es zur Paarbildung kommen. Die Fermi-Messungen haben keine neue Physik geschaffen, das Standardmodell steht noch und damit auch die bekannten Prozesse.

Erzeugung von Positronen mittels Plasmabogen ist ineffektiv weil:
* Ob Positronen (genauer Elektron-Positron-Paare) entstehen oder nicht ist schwer vorhersagbar, weil man nur schwer kontrollieren kann wie die Energiedichten lokal sein werden (Ein Plasmabogen ist ein räumlich ausgedehntes Gebilde) und damit ob überhaupt und wenn, dann wo, E-P-Paare entstehen.
* Und sollten tatsächlich Positronen entstehen, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass diese Positronen sich mit "ihren" Elektronen oder anderen im Plasma (Plasmabögen erfordern nunmal ein Medium und funktionieren nicht im Vakuum) wieder vernichten.

Will man die Positronen also irgendwie nutzen muss man reichlich mehr Energie in den Prozess investieren als man an Positronen ernten kann... Solch ein Prozess hat reichlich Verluste. Um dies zu erkennen muss man nicht noch ein paar Monate oder Jahre warten, das Wissen dazu existiert bereits seit einigen Jahrzehnten.
 

mac

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Hallo pmvstrm,

Natürlich bin ich mir über die Kosten der Erzeugung für die Antimaterie bewusst oder wie erklärst Du Dir
sonst das ich vor zwei Seiten sogar den genauen Befarf in Killowatt ausgerechnet habe?
ich weiß nicht was Dir das gebracht hat, wenn Du danach trotzdem zu einer solch offensichtlich falschen Schlußfolgerunge kommst:
Um es bildlich zu sagen. Die 511 KeV könnte man sinnbildlich gesprochen vermutlich eher mit einer angezündeten Lunte vergleichen die zu einer Stange Dynamit führt.
bitte erkläre uns, wo die 'Stange Dynamit' herkommen soll?



Und ich stelle die Frage gerne noch einmal. Wie kannst Du sagen "stattdessen nimmt man Linearbeschleuniger" wenn es keinen Anwendungsfall
gibt wo man über Alternativen hätte nachdenken können in der die Messunges des die Nasa FERMI GammaRay Telescope eingeflossen
Wer sagt denn, daß es keine Anwendungsfälle gibt? Ich versuche Dir die ganze Zeit zu erklären, daß es für Deinen Konstrukt (on Demand) ein energietechnischer Schwachsinn wäre den Umweg über Positronen zu gehen. Das bedeutet doch nicht, daß es keinen Bedarf für ausreichend energiereiche Photonen (auch als Vorstufe) oder auch für Positronen gibt (wenn auch überwiegend für Forschungszwecke).

Nach besseren technischen Lösungen dafür wird seit Conrad Röntgen gesucht. Funkenentladungsstrecken z.B. konnte man wesentlich eher bauen als Linarbeschleuniger. Und Anwendungen zur Erzeugung hochenergetischer Photonen gibt es viele und es gibt dabei auch schon immer einen harten Konkurenzkampf, bei dem man jede erfolgversprechende Methode ausprobiert hat und immer nach Methoden sucht, wie man es besser machen könnte. Warum das mit Funkenentladung in der Atmosphäre sowohl energietechnisch als auch erntemäßig wenig Sinn macht, hatte ich Dir weiter oben auch schon erklärt.

Das eigentliche Problem bei Deinen Ideen dazu hast Du aber offensichtlich immer noch nicht wahrgenommen: Sogar dann, wenn man Paarbildung (völlig illusorisch) verlustfrei hinbekommen würde, also 100% Wirkungsgrad, sowohl bei der Erzeugung als auch bei der anschließenden Anihilation, wäre allein der zusätzliche gerätetechnische Aufwand dafür schon völliger Stuß, so lange es um Energieerzeugung on demand geht.

Und auch wenn man den genauen quantitativen Ablauf des hier zu Grunde liegenden Naturvorganges nicht kennt und auch bis dahin nicht angenommen hatte, daß er so viel Positronen erzeugen kann, bedeutet das nicht, daß man nicht weiß was da qualitativ passiert.

Herzliche Grüße

MAC

EDIT Bernhards Post habe ich erst jetzt gesehen. Er schreibt Dir mit anderen Worten genau das was ich Dir zur Erzeugung durch Funkenentladung = Gasentladung = Plasmabogen auch schon geschrieben hatte.
 
Zuletzt bearbeitet:

pmvstrm

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Ok, Du willst also deinen Wiederspruch nicht auflösen (bezüglich deiner Linearbeschleuniger Aussage) dann will ich auch nicht länger nachhaken, vielleicht ist es Dir ja auch unangenehm deinen Argumentationsfehler einzugestehen, ich lasse das einfach mal so stehen. Und letztendlich geht es immer noch um die FERMI
Gammay Ray Telescope Entdeckung, Anwendungsszenarien sind ein anderer Bereich und wie schon gesagt nicht mein Hauptanliegen.Aber das weißt Du ja schon,
da ich Dich wenigstens 2 mal schon darauf hingewiesen habe.
 

mac

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Hallo pmvstrm,

Da Du der (hier keineswegs neuen) Entdeckung von Fermi anscheinend eine Bedeutung zuordnest,
Viel wichtiger finde ich die Festellung, das es offenbar effizientere Möglichkeiten geben könnte an Antimaterie zu kommen als durch
Aufwendige Teilchenbeschleuniger (durch Gewitter). Antimaterie ist so ziemlich die effizienteste Form Energie zu erzeugen die wir
Menschen kennen, die industrielle Nutzung für die Energiegewinnung galt bisher allerdings als unmöglich da zu aufwendig. Durch die
neuen Erkentnisse des Fermi GammaRay Projekts könnte sich dies vielleicht ändern.
die sie so nicht hat, halte ich es für möglich daß Du die bereits gegebenen Antworten auf Deine Frage:
ich bin überrascht wie Du die ganze Kausalkette der natülichen Antimaterieerzeugung über Gewitterregionen kennen kannst wenn die Erkenntnisse das dies überhaupt so geschieht erst seit kurzer Zeit vorliegen und noch Gegenstand weiterer Forschung sind.Soweit ich weiß liegen die Messergebisse des FERMI GammaRay
Telescope erst seit 2011 überhaupt vor, das macht mich etwas stutzig oder könnte es sein das Du von anderen (vielleicht älteren?) Sachen sprichst das mit der Nasa-Entdeckung nichts zu tun hat? Du verwendest so Begriffe wie: Darum tut man es nicht... "man verwendet stattdessen Linearbeschleuniger".
Ok, Du willst also deinen Wiederspruch nicht auflösen (bezüglich deiner Linearbeschleuniger Aussage)
in Erwartung von etwas Großem, immer noch nicht wahrgenommen hast. Daher nochmal zwei Zitate, die die Antwort vollständig enthalten:
Fermi hat etwas gemessen, was nicht wirklich überascht. Überall wo lokal ausreichend hohe Energiedichten auftreten kann es zur Paarbildung kommen. Die Fermi-Messungen haben keine neue Physik geschaffen, das Standardmodell steht noch und damit auch die bekannten Prozesse.
Und auch wenn man den genauen quantitativen Ablauf des hier zu Grunde liegenden Naturvorganges nicht kennt und auch bis dahin nicht angenommen hatte, daß er so viel Positronen erzeugen kann, bedeutet das nicht, daß man nicht weiß was da qualitativ passiert.

Die Beschreibungen zu Plasmabögen und Beschleunigern dienten auch dazu Dir zu vermitteln, daß man sich zu diesem Themenbereich, anders als Du offensichtlich glaubst, durchaus schon sehr lange Gedanken macht und die Entdeckung von Fermi dazu nur quantitative Neuigkeiten im geophysikalischen Maßstab beiträgt, die sich aber aus den Dir auch schon mehrfach geschilderten Gründen, auch nach heutigem (und nicht nur nach vorjährigem) Erkenntnisstand eben nicht technisch revolutionär über das bereits lange bekannte Maß hinaus verwenden lassen.

Herzliche Grüße

MAC
 
Zuletzt bearbeitet:

Bernhard

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Die Beschreibungen zu Plasmabögen und Beschleunigern dienten auch dazu Dir zu vermitteln, daß man sich zu diesem Themenbereich, anders als Du offensichtlich glaubst, durchaus schon sehr lange Gedanken macht und die Entdeckung von Fermi dazu nur quantitative Neuigkeiten im geophysikalischen Maßstab beiträgt, die sich aber aus den Dir auch schon mehrfach geschilderten Gründen, auch nach heutigem (und nicht nur nach vorhährigem) Erkenntnisstand eben nicht technisch revolutionär über das bereits lange bekannte Maß hinaus verwenden lassen.
Genau so ist es!!
 

pmvstrm

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Es ist schade das Du zu deiner Lücke nicht stehst Mac und es ändert auch nichts wenn Dich jemand in Schutz nehmen will. Fakten sind Fakten, da beißt die Maus nun mal keinen Faden ab. Du sprachst von Linearbeschleunigern ohne die Erkentnisse des FERMI GammaRay Telescopes zu berücksichtigen. Du kannst auch nicht wie Nostradamus die späteren Ergebnisse vorweg nehmen, eben gerade weil die Ergebisse nicht vorlagen und die Erkenntnisse das Antimaterie über
Gewitterfronten entsteht sind nun mal brandneu. Deine Linearbeschleunigeraussage bleibt also weiterhin höchst fragwürdig. Das Thema bleibt weiterhin spannend bedarf für mich aber an dieser Stelle keiner weiteren Erörterung da ich keinen Fortschritt in der Debatte erkennen kann.
 
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