Mondentstehung: Die Erde und Theia waren einst Nachbarn

astronews.com Redaktion

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Wie sah Theia aus, also jenes Objekt, das vor rund 4,5 Milliarden Jahren mit der jungen Erde kollidierte und so den Mond entstehen ließ? In einer Studie wurde nun versucht, die Zusammensetzung von Theia und damit den Entstehungsort des Objekts zu rekonstruieren. Das Ergebnis: Theia stammt vermutlich aus dem inneren Sonnensystem. (21. November 2025)

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Jürgen

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Das bedeutet, dass ohne den Zusammenstoß mit Theia die Erdoberfläche kaum Eisen oder andere schwere Elemente enthalten würde. Das Leben auf der Erde ist ohne diese Elemente als Spurenelemente in lebendigen Organismen schwer vorstellbar. Welche Schlussfolgerungen zieht man daraus auf die Wahrscheinlichkeit von Leben auf anderen Himmelskörpern bzw. in anderen Sonnensystemen?
 

ralfkannenberg

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Hallo Jürgen,

der Mars hat aber auch ohne einen solchen Zusammenstoss recht viel Eisen an seiner Oberfläche.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

Monod

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Das bedeutet, dass ohne den Zusammenstoß mit Theia die Erdoberfläche kaum Eisen oder andere schwere Elemente enthalten würde.
Na ja, nicht wirklich, zumal die Schlussfolgerung, das Eisen würde von Theia stammen, alles andere als naheliegend ist. Naheliegender ist, dass im Zuge des Late Heavy Bombardements über Impakte von kilometergroßen Boliden bis Hundert-Kilometer-großen Boliden ein erheblicher Teil des oberflächen-nahen Eisengehaltes auf Erde und Mond gelangt ist. Bei Mars und Venus wird das nicht anders gewesen sein.


Welche Schlussfolgerungen zieht man daraus auf die Wahrscheinlichkeit von Leben auf anderen Himmelskörpern bzw. in anderen Sonnensystemen?
Da wird man nichts anderes schlussfolgern können als das, was man bislang kennt: die Habitablen Zonen sind hier relevant - also Bedingungen, die flüssiges Wasser als Biosolvens sowie Kohlenstoffverbindungen als Baumaterial für Makromoleküle verfügbar werden lassen. Ob sich dann tatsächlich auch Leben bildet und entwickelt, ist freilich vorab nicht abschätzbar oder gar kalkulierbar.
 
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