Das bedeutet, dass ohne den Zusammenstoß mit Theia die Erdoberfläche kaum Eisen oder andere schwere Elemente enthalten würde.
Na ja, nicht wirklich, zumal die Schlussfolgerung, das Eisen würde von Theia stammen, alles andere als naheliegend ist. Naheliegender ist, dass im Zuge des Late Heavy Bombardements über Impakte von kilometergroßen Boliden bis Hundert-Kilometer-großen Boliden ein erheblicher Teil des oberflächen-nahen Eisengehaltes auf Erde und Mond gelangt ist. Bei Mars und Venus wird das nicht anders gewesen sein.
Welche Schlussfolgerungen zieht man daraus auf die Wahrscheinlichkeit von Leben auf anderen Himmelskörpern bzw. in anderen Sonnensystemen?
Da wird man nichts anderes schlussfolgern können als das, was man bislang kennt: die Habitablen Zonen sind hier relevant - also Bedingungen, die flüssiges Wasser als Biosolvens sowie Kohlenstoffverbindungen als Baumaterial für Makromoleküle verfügbar werden lassen. Ob sich dann tatsächlich auch Leben bildet und entwickelt, ist freilich vorab nicht abschätzbar oder gar kalkulierbar.