ISS: Sojus-2.1a

pauli

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Wie zusammengefercht die da stundenlang sitzen, da wird einem schon vom Zugucken anders
 

albertus

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Ist "nur" für die ersten Stunden. Die sitzen in ihrer Rückkehrkapsel. Vor dieser befindet sich ein kugelrunder Raum. Als Sojus noch 2 Tage Reisezeit bis zur ISS hatte, musste da immer mal einer hin ... Jetzt bei ca. 6 Stunden bis zur ISS halten die Jungs das durch.
 

Herr Senf

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Ich war in Koroljow schon mal im Modell der geräumigen Mir und in einer "engen" Sojuskapsel drin.
Da ist es genau so eng und nicht enger als in einem Flugzeug auf den economy-Sitzen, wie Pkw.
Ein bissel ungewohnt ist die Sitzhaltung, Kniee fast am Kinn, wegen der Startbeschleunigung.
Ansonsten ist die Bewegungsfreiheit im Orbit für ein paar Tage ok, wie beim Rotel-Urlaub.

PS: viel wichtiger ist die Präzision der neuen Sojus 2-1a, die "Einschußtoleranz" ist mit 3 Sekunden vorgegeben
geplanter Orbit war 88 min 37,74 sec, davon wurde nur mit +0,4 sec abgewichen, erzählt das mal der Bundesbahn :D
 
Zuletzt bearbeitet:

Protuberanz

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Im Moment sitzen die Reisenden ja wirklich nicht länger, als bei einem etwas längeren Flug in den Sojus. Aber wenn man bedenkt, dass früher ein Aufstieg zur ISS ganze 2 Tage gedauert hat, bzw. der Rekord von Sojus 9 sogar bei fast 18 Tagen liegt und letztendlich die Sojus sogar aus dem Mondprogramm hervorgegangen ist, dann ist das schon ganz ordentlich eng. Da ist man wahrscheinlich froh, wenn das Orbitalmodul nicht komplett mit Material vollgestopft ist, damit man sich wenigstens dort einmal ausstrecken kann. Für Menschen mit Platzangst ist das auf jeden Fall nix.
 

SFF-TWRiker

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Sojus-MS-01 war 2016 und in ein paar Tagen soll MS-28 starten und die Crew von MS-29 wurde auch schon präsentiert.

Mir stellt sich jetzt die Frage der weiteren Raumfahrt der RF bezüglich der Finanzierung bei einem immer engeren Staatshaushalt der RF aufgrund des bald vierjährigen erweiterten Krieges gegen die Ukraine. So haben etwa die Arbeiter bei einem im Bau befindlichen Kernkraftwerk zu Hunderten gekündigt und die "Factory Gate" Preise sind trotz einer offiziellen Inflation von 7.7 % im Jahresvergleich nahe an 0 %. Das bedeutet real geringere Einnahmen bei steigenden Ausgaben, besonders wenn Teile importiert werden müssen. Viele Firmen betreiben derzeit eine verschleppte Insolvenz.

Ich halte es für wahrscheinlich, dass die USA, Europa, Kanada und Japan die ISS demnächst ohne die RF betreiben müssen.
 

ralfkannenberg

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Ich halte es für wahrscheinlich, dass die USA, Europa, Kanada und Japan die ISS demnächst ohne die RF betreiben müssen.
Hallo zusammen,

das war ohnehin längst überfällig: die RF führt einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine, in Butcha wurden primitivste Kriegsverbrechen schon vor Jahren (!!) nachgewiesen, Sanktionen wurden schon vor Jahren über die RF verhängt und trotzdem arbeitet man mit deren Raumfahrt zusammen und breitet damit Putin einen willkommenen roten Teppich der Akzeptanz vor den Augen der Weltöffentlichkeit aus !


Freundliche Grüsse, Ralf
 

SFF-TWRiker

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Diese Meinung ist leider sachlich kurzsichtig, denn man benötigt Progress-Transporter, die an einem bestimmten Port angedockt, die Lage und Höhe der ISS stabilisieren und zwar alternativlos. Nach etwa 2 Jahren geht durch den tieferen Erdorbit aus himmelsmechanischen Gründen das Andocken nicht mehr.

Vor diesem Problem steht man aber durch den Start von Sojus MS-28.
Beim Start wurde die Startrampe, und das ist die einzige mit der man Sojus-Kapseln und Progress-Frachter starten kann, massiv beschädigt.

Dieses Problem wird im Thread zu diesem Start im Forum von Raumfahrer.net diskutiert. dort sind auch Fotos, die die beschädigte Rampe zeigen.
Für den nächsten Crew Start ist es u. U. nicht so bedeutend, da die gestartete Mission ca. 240 Tage dauern soll, aber vor dem Start von Sojus-Kapseln und SpaceX Crew Dragon wird die Höhe der ISS korrigiert
 

ralfkannenberg

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Diese Meinung ist leider sachlich kurzsichtig, denn man benötigt Progress-Transporter, die an einem bestimmten Port angedockt
Hallo SFF-TWRiker,

technisch magst Du recht haben, aber hier geht es um wichtigere Werte: Verteidigung des Völkerrechts sowie rechtsstaatliche und demokratische Prinzipien.

Seit über 3 Jahren tobt ein vom russischen Aggressor völkerrechtswidrig angezettelter Krieg mit zahlreichen Todesopfern auf beiden Seiten und Kriegsverbrechen in der Ukraine. Das sind die Fakten, auch wenn russland-freundliche Kommentatoren dem Westen die Schuld für diese Eskalation in die Schuhe schieben und sich Russland in der Rolle des "Opfers" gefällt.

Einem solchen kriegsverbrecherischen "Partner" bietet man keine Plattform zur Selbstinszenierung und macht man auch keine Geschäfte mit ihm ! - Und wenn die US-Transportsysteme noch nicht funktionieren, dann schickt man eben keine Astronauten in den Orbit bis diese Transportsysteme zuverlässig verfügbar sind.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

SFF-TWRiker

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Diese Meinung ist leider sachlich kurzsichtig, denn man benötigt Progress-Transporter, die an einem bestimmten Port angedockt, die Lage und Höhe der ISS stabilisieren und zwar alternativlos. Nach etwa 2 Jahren geht durch den tieferen Erdorbit aus himmelsmechanischen Gründen das Andocken nicht mehr.

Vor diesem Problem steht man aber durch den Start von Sojus MS-28.
Beim Start wurde die Startrampe, und das ist die einzige mit der man Sojus-Kapseln und Progress-Frachter starten kann, massiv beschädigt.

Dieses Problem wird im Thread zu diesem Start im Forum von Raumfahrer.net diskutiert. dort sind auch Fotos, die die beschädigte Rampe zeigen.
Für den nächsten Crew Start ist es u. U. nicht so bedeutend, da die gestartete Mission ca. 240 Tage dauern soll, aber vor dem Start von Sojus-Kapseln und SpaceX Crew Dragon wird die Höhe der ISS korrigiert
Es gibt jetzt Aussagen von russischer Seite, dass die Reparatur, falls überhaupt möglich, durchaus 2 Jahre dauern könnte.
 

albertus

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Alternative Möglichkeiten zur ISS-Bahnanhebung wurden in der Diskussion auf Raumfaher.net angegeben.
Lt. WELT bestätigt Roskosmos, dass die wichtigsten Strukturen während des Starts kompromittiert wurden.

Alternative Startmöglichkeiten (lt. KI):

Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana: derzeit und auf absehbare Zeit nicht realistisch.

Die Nutzung der neueren Infrastruktur im Kosmodrom Wostotschny für das Sojussystem bezieht sich hauptsächlich auf die bereits aktive Startrampe 1S für die Raketen vom Typ Sojus-2 und zukünftige Pläne.

Aktuelle Sojus-Nutzung (Startrampe 1S)
  • Eine Startanlage für die Sojus-2-Raketen, bekannt als Startrampe 1S, ist im Kosmodrom Wostotschny bereits seit 2016 in Betrieb.
  • Der Erststart einer Sojus-2.1a fand am 28. April 2016 statt.
  • Diese Anlage wurde für den Start unbemannter Missionen mit Sojus-2-Trägerraketen genutzt, wie zum Beispiel für Satelliten oder die unbemannte Mondsonde Luna 25 (2023).

Zukünftige Sojus-Systeme und Infrastruktur

Obwohl die aktuelle Sojus-2-Anlage in Betrieb ist, gibt es Pläne für zukünftige, neuere Sojus-Varianten und die damit verbundene Infrastruktur:
  • Sojus-7 (Amur): Es ist eine völlig neue Trägerrakete namens Amur (auch als Sojus-7 bezeichnet) geplant, die voraussichtlich ab 2026 starten soll und wiederverwendbar ist. Für diese Rakete ist der Bau einer neuen Startanlage (Startplatz 2A) in Wostotschny vorgesehen, der nach der Fertigstellung des Angara-Komplexes beginnen soll.
  • Bemannte Starts: Obwohl die Startrampe 1S für die Sojus-2 in Betrieb ist, waren bemannte Starts mit Sojus-Raumschiffen zur Internationalen Raumstation (ISS) von Wostotschny aus ursprünglich nicht vorgesehen, da die Sojus-Kapseln für Landungen an Land optimiert sind (Notwasserungen bei Fehlstarts für Sojus-Kapseln nicht möglich).
Der Bau des Kosmodroms Wostotschny und seiner Anlagen, wie auch anderer großer russischer Raumfahrtprojekte, wurde in der Vergangenheit von Verzögerungen und Korruptionsfällen begleitet. Die angegebenen Termine für neue Raketensysteme können sich daher noch ändern.

Startkomplex 1A für Angara-Raketen

Das Kosmodrom Wostotschny verfügt über eine voll funktionsfähige Startanlage für die Angara-Raketen, die als der zentrale Bauabschnitt nach der Sojus-Rampe gilt.
  • Status: Aktiv und in Betrieb. Die Startrampe 1A (auch bekannt als Universalstartkomplex) ist der neue Komplex für die Angara-A5 (die schwere Variante) und zukünftige Angara-Versionen.
  • Bauzeit: Der Bau der Angara-Startanlage begann im Jahr 2018 und wurde offiziell im Jahr 2023 abgeschlossen. Der Bau war von massiven Verzögerungen und Korruptionsfällen begleitet, was die Fertigstellung um mehrere Jahre verzögerte.
  • Erststart: Der erfolgreiche Erststart einer schweren Angara-A5-Rakete von Wostotschny fand am 11. April 2024 statt. Zuvor waren zwei Startversuche in den Tagen davor automatisch abgebrochen worden.
Bedeutung des Angara-Komplexes

Die Fertigstellung des Angara-Komplexes ist von entscheidender Bedeutung für Roskosmos, da die Angara-A5 mittelfristig die alternde und ökologisch bedenkliche Proton-M-Trägerrakete ersetzen soll.

Die neue Startanlage ermöglicht es Russland, seine schweren Trägerraketen vollständig vom eigenen Territorium (statt vom gepachteten Kosmodrom Baikonur in Kasachstan) aus zu starten und damit die Abhängigkeit zu verringern.

Die Möglichkeit bemannter Starts ist der strategische Hauptzweck des Kosmodroms Wostotschny, um die Abhängigkeit von Baikonur zu beenden, aber nicht mit dem derzeitigen Sojus-Raumschiff und nicht in der unmittelbaren Zukunft.

Der Zeitplan für bemannte Missionen von Wostotschny


Die erste bemannte Mission von Wostotschny wird für das Jahr 2028 angestrebt, und zwar mit dem neuen Raumschiff Russlands.

MeilensteinSystemGeplantes JahrAnmerkungen
Erste unbemannte Testflüge"Orjol" (Adler) / Angara-A52025 (mehrfach verschoben auf ca. 2028)Testflüge des neuen Raumschiffs, wahrscheinlich mit der Angara-Rakete von Wostotschny.
Erste bemannte Mission"Orjol" / Angara-A52028Diese Mission ist für die neue, geplante Russische Orbitalstation (ROS) vorgesehen.
 

albertus

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Was den Transport von Mensch und Material zur Internationalen Raumstation (ISS) betrifft, ist die direkte Hilfe Chinas für Russland extrem unwahrscheinlich. Die Hauptgründe sind:

Politische Ausschlussklausel (Wolf Amendment)
  • China ist kein ISS-Partner: China ist aufgrund eines US-Gesetzes, des sogenannten Wolf Amendment, von der Teilnahme an der ISS und den meisten Kooperationen mit der NASA ausgeschlossen.
  • Kein Zugang zur ISS-Infrastruktur: Das chinesische Raumfahrtprogramm (CMSA) und seine Raumschiffe (Shenzhou- bemannte Kapsel, Tianzhou-Frachter) sind nicht für das Andocken an die derzeitige ISS-Infrastruktur oder für die gemeinsame Nutzung von Lebenserhaltungssystemen und Protokollen ausgelegt.
Fokus auf die eigene Raumstation Tiangong
  • Chinas Priorität: China betreibt erfolgreich seine eigene, dauerhaft bemannte Chinesische Raumstation (Tiangong). Das gesamte chinesische Transportnetzwerk (Raketen Langer Marsch 2F/7/5B, Raumschiffe Shenzhou und Tianzhou) dient ausschließlich der Versorgung und dem Betrieb dieser eigenen Station.
  • Keine Kapazitäten für die ISS: Die chinesischen Raumfahrtkapazitäten sind darauf ausgerichtet, die Tiangong-Station zu betreiben. Es gibt keinen Grund, die Ressourcen auf ein internationales Programm zu lenken, an dem China offiziell nicht beteiligt ist.
Alternative Allianzen und Zukunftspläne

Russland und China vertiefen ihre Zusammenarbeit, aber nicht im Kontext der ISS, sondern als zukünftige Allianz im tiefen Weltraum:
  • ISS-Ausstieg Russlands: Russland hat bekräftigt, dass es nach 2028 aus dem ISS-Programm aussteigen möchte, um sich auf den Aufbau einer eigenen russischen Raumstation (ROSS) zu konzentrieren.
  • Neues Ziel: Die Hauptkooperation zwischen Roskosmos und CNSA liegt in den Plänen für die Internationale Mondforschungsstation (ILRS), die bis 2035 am oder im Mondorbit entstehen soll.

Weiterhin nutzbare Startanlagen in Baikonur

Obwohl der Startkomplex 31/6 für Sojus-Starts beschädigt ist, verfügt Baikonur über mehrere andere, unabhängige Startkomplexe, die Roskosmos weiterhin nutzt und für die der Pachtvertrag gilt:
  • Proton-Komplexe (z. B. 200/39):
    • Dies sind die Startrampen für die schweren Proton-M-Trägerraketen, die Russland vor allem für kommerzielle und militärische Kommunikation- und Navigationssatelliten einsetzt.
    • Diese Komplexe sind nicht von dem Sojus-Unfall betroffen und können weiter genutzt werden. Allerdings plant Russland, die Proton-Starts aufgrund der umweltschädlichen Treibstoffe (Distickstofftetroxid und UDMH) schrittweise einzustellen und durch die Angara-Raketen in Wostotschny zu ersetzen.
  • Sojus-5/Zenit-Komplexe (z. B. 45/1 und 45/2):
    • Diese Rampen wurden ursprünglich für die ukrainisch-russische Zenit-Rakete genutzt und sind derzeit inaktiv oder werden für die Entwicklung der neuen, mittelschweren Sojus-5 (auch Irtysch genannt) umgebaut.
    • Die Nutzung dieser Rampen wird für die Zukunft der kasachisch-russischen Zusammenarbeit als wichtig erachtet.
Fazit zur Nutzung: Die strategische Wichtigkeit von Baikonur für Russland sinkt, aber es bleibt ein wichtiger Standort für andere Raketentypen (insbesondere Proton) und ist für die bemannte Raumfahrt alternativlos, solange Wostotschny nicht bemannungsfähig ist.

Der Pachtvertrag und die Ausstiegsmöglichkeit

Die Nutzung des Kosmodroms Baikonur durch Russland basiert auf einem Pachtvertrag mit Kasachstan.
  • Vertragsdauer: Der Vertrag wurde 2005 verlängert und läuft offiziell bis 2050.
  • Pachtgebühren: Russland zahlt Kasachstan jährlich eine erhebliche Gebühr (zuletzt etwa 115 Millionen US-Dollar) für die Nutzung des gesamten Komplexes.
  • Ausstiegsmöglichkeit:
    • Kündigung: Die vorzeitige Kündigung eines so umfassenden Staatsvertrages ist juristisch komplex und würde wahrscheinlich hohe Strafzahlungen oder langwierige Verhandlungen mit Kasachstan nach sich ziehen.
    • Politischer Wille: Russland hat den strategischen Wunsch, sich langfristig von der Abhängigkeit Kasachstans zu lösen (daher Wostotschny), aber eine sofortige Kündigung nach einem Unfall ist unwahrscheinlich. Russland benötigt Baikonur weiterhin für die Proton-Starts und als Notfallreserve (trotz des Schadens) für bemannte Flüge, bis der Komplex 31/6 repariert ist oder Wostotschny bemannungsfähig ist (was erst für 2028 angestrebt wird).
Fazit zum Vertrag: Roskosmos kommt nicht einfach aus dem Vertrag heraus. Trotz des Schadens und des Strebens nach Unabhängigkeit von Wostotschny aus, wird Russland den Vertrag vorerst beibehalten.

Die Reparatur und die strategische Alternative

Roskosmos hat umgehend erklärt, dass alle notwendigen Ersatzteile vorhanden seien und die Schäden "bald behoben" würden.
  • Reparaturdauer: Experten schätzen, dass die Reparatur der beschädigten mobilen Wartungsplattform am Komplex 31/6 zwischen sechs Monate und zwei Jahre dauern könnte. Bis dahin sind die Starts von bemannten Sojus- und unbemannten Progress-Frachtern stark beeinträchtigt oder unmöglich.
  • Alternative: Die einzige sichere Alternative für bemannte Flüge zur ISS liegt derzeit beim amerikanischen SpaceX Crew Dragon. Für Fracht ist der Cargo Dragon und der Cygnus eine Alternative, obwohl die Progress-Frachter für die Versorgung der ISS mit Treibstoff zur Bahnanhebung WICHTIG ist.
 

albertus

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Zum Status Baikonur habe ich die KI Gemeni befragt:

"Der aktuelle Stand der Reparaturarbeiten in Baikonur ist nach dem folgenschweren Zwischenfall vom 27. November 2025 (nach dem Start von Sojus MS-28) sehr dynamisch. Roskosmos steht unter großem Druck, da die beschädigte Startrampe 31/6 derzeit die einzige aktive Anlage für bemannte Missionen zur ISS ist.

Hier ist der aktuelle Status der Instandsetzung (Stand Mitte Dezember 2025):

Fortschritt der Reparaturarbeiten​

  • Eintreffen der Ersatzteile: Am 16. Dezember 2025 meldete Roskosmos, dass insgesamt 18 Sondereinheiten mit Ersatzteilen und technischem Gerät in Baikonur eingetroffen sind. Interessanterweise scheint Roskosmos hierbei auf einen großen Bestand an Ersatzteilen aus Sowjetzeiten zurückzugreifen, die für diesen Zweck eingelagert waren.
  • Arbeitsintensität: Etwa 130 Spezialisten verschiedener Roskosmos-Betriebe sind derzeit vor Ort. Die Arbeiten laufen im Zweischichtbetrieb von 08:00 Uhr morgens bis Mitternacht, um den Zeitplan einzuhalten.
  • Schadensumfang: Im Fokus steht der Wiederaufbau der Wartungskabine (Service Tower), die bei dem Unfall eingestürzt war oder schwer beschädigt wurde. Diese Kabine ist für die Vorbereitung und den Zugang der Techniker zum unteren Raketenteil vor dem Start essenziell.

Zeitplan und Ziele​

  • Geplante Fertigstellung: Roskosmos-Vize Dmitri Baranow gab bekannt, dass man anstrebt, die Startrampe bis Ende Februar 2026 wieder voll einsatzbereit zu haben.
  • Erster Start nach der Reparatur: Sollte dieser optimistische Zeitplan halten, könnte der erste Start von der reparierten Anlage im Frühjahr 2026 stattfinden.

Auswirkungen auf den Flugplan​

Der Unfall hat den Zeitplan für die ISS-Versorgung bereits durcheinandergebracht:
  • Progress MS-33: Der ursprünglich für den 21. Dezember 2025 geplante unbemannte Versorgungsflug musste verschoben werden. Ein neues Datum hängt direkt vom Fortschritt der Bauarbeiten ab.
  • Bemannte Missionen: Die nächste bemannte Mission (Sojus MS-29) ist für den Sommer 2026 geplant. Wenn die Reparaturen bis Februar abgeschlossen sind, sollte dieser Termin nach aktuellem Stand nicht gefährdet sein.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Reparatur läuft "auf Hochtouren" und Roskosmos versucht, den Schaden durch den Rückgriff auf vorhandene Reserven schneller zu beheben, als viele westliche Experten (die von bis zu zwei Jahren ausgingen) zunächst vermutet hatten. "
 

albertus

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Nachfrage an KI Gemeni: Auf welchen Quellen basieren diese Aussagen?

" Die Aussagen stützen sich auf eine Auswertung aktueller internationaler Medienberichte, Fachpublikationen der Raumfahrt sowie offizieller Mitteilungen von Roskosmos (Stand Mitte Dezember 2025).

Hier sind die konkreten Quellen und Informationen, auf die ich mich beziehe:

1. Offizielle Mitteilungen von Roskosmos​

Die russische Raumfahrtbehörde hat über ihren offiziellen Telegram-Kanal und über staatliche Nachrichtenagenturen (wie TASS und RIA Nowosti) Details zum Fortschritt veröffentlicht.
  • Daraus stammen die Informationen über das Eintreffen der 18 Sondereinheiten mit Ersatzteilen in Baikonur (gemeldet am 16. Dezember 2025).
  • Die Zahl von ca. 130 Spezialisten und das Ziel, die Arbeiten bis Ende Februar 2026 abzuschließen, wurde von Dmitri Baranow, dem Chef des Raketenentwurfszentrums Progress, kommuniziert.

2. Fachmedien und Expertenanalysen​

  • RussianSpaceWeb (Anatoly Zak): Eine der fundiertesten Quellen für russische Raumfahrt. Zak berichtete detailliert über den Einsturz der Wartungskabine (Typ 8U216) in den Flammengraben nach dem Start von Sojus MS-28.
  • Gerhard Kowalski: Der renommierte deutsche Raumfahrtjournalist berichtete (u. a. am 8. Dezember 2025) über den Fund einer Ersatzbedienungsplattform, was die Reparatur deutlich beschleunigen könnte.
  • Golem.de & Spiegel Wissenschaft: Diese Medien haben den Vorfall kurz nach dem 27. November 2025 aufgegriffen und die strategischen Folgen für die ISS-Versorgung analysiert.

3. Internationale Nachrichtenagenturen​

  • Reuters und The Moscow Times: Diese lieferten Berichte über die Bestätigung des Schadens durch Roskosmos und die zeitweise Unfähigkeit Russlands, bemannte Missionen von Baikonur aus zu starten.
  • Universe Today: Hier wurden technische Details zum Hergang (Druckunterschiede im Flammengraben) und Drohnenaufnahmen der zerstörten Plattform ausgewertet.

Zusammenfassung der Faktenlage​

Die Informationen sind also eine Kombination aus offiziellen russischen Angaben (die meist sehr optimistisch sind) und unabhängigen Beobachtungen, die das Ausmaß des Schadens als historisch einmalig für Baikonur einordnen. "

Info von G. Kowalski vom 08.12.2025: https://www.gerhardkowalski.com/?p=26558
Info von G. Kowalski vom 16.12.2025: https://www.gerhardkowalski.com/?p=26584
 
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SFF-TWRiker

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Die Informationen passen zu der Diskussion im Forum von raumfahrer.net im Thread zu diesem Thema. Dort sind einige User mit Kenntnissen, die an insider Wissen grenzen. Gerade Herr Kowalski steht für sehr informative Beiträge!
 

albertus

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Zum Status Baikonur habe ich die KI Gemeni erneut befragt:
"... der Stand der Reparaturarbeiten in Baikonur ist aktuell (Ende Januar 2026) von einer gewissen Eile geprägt, da Roskosmos versucht, den ambitionierten Zeitplan trotz widriger Winterbedingungen einzuhalten.
Hier ist die detaillierte Zusammenfassung der aktuellen Lage:

1. Stand der Reparatur an Rampe 31 (Site 31/6)​

Nachdem Ende November 2025 die 20 Tonnen schwere Wartungsplattform (Servicekabine) in den Abgasschacht gestürzt war, laufen die Arbeiten auf Hochtouren.
  • Schuldfrage geklärt: Am 27. Januar 2026 bestätigte Igor Barmin (Leiter der Bodeninfrastruktur bei Roskosmos), dass menschliches Versagen des Bodenpersonals die Ursache war – die Plattform wurde nach dem Rollout der Rakete offenbar nicht ordnungsgemäß fixiert.
  • Arbeitsfortschritt: Über 130 Spezialisten arbeiten im Zweischichtbetrieb. Ersatzteile wurden teilweise von einem Militärstützpunkt in der russischen Region Tambow herangeschafft. Aktuell werden die neuen Kabinenteile vor Ort grundiert, lackiert und für die Endmontage vorbereitet.
  • Herausforderung Wetter: Der extrem harte kasachische Winter erschwert die Arbeiten im Freien massiv, was zu leichten Verzögerungen führen könnte.

2. Zeitplan und nächste Missionen​

Roskosmos hält offiziell an dem Ziel fest, die Rampe bis Ende Februar 2026 wieder einsatzbereit zu haben. Inoffiziell wird auch der 12. April 2026 (Tag der Kosmonautik) als wichtiger Meilenstein genannt.
  • Progress MS-33: Der eigentlich für Dezember 2025 geplante Versorgungsflug ist nun fest für den 22. März 2026 eingeplant. Dies wird der erste Test für die reparierte Anlage sein.
  • Sojus MS-29: Die nächste bemannte Mission im Juli 2026 gilt nach aktuellem Stand als gesichert.

3. Weitere Entwicklungen in Baikonur​

  • Baiterek-Projekt (Sojus-5): Trotz der Notfallreparaturen an der Sojus-Rampe gehen die Arbeiten an der neuen Anlage für die Sojus-5 (Rampe 45) weiter. Ein erster Teststart wird für Ende März oder April 2026 angestrebt.
  • Proton-M: Ein für Februar 2026 geplanter Start eines Wettersatelliten (Elektro-L No. 5) musste wegen Softwareproblemen verschoben werden, was zeigt, dass der Weltraumbahnhof derzeit an mehreren Stellen mit technischen Hürden kämpft.
Zusammenfassend: Die Reparatur an der "Lebensader" zur ISS (Rampe 31) ist auf der Zielgeraden, aber der März-Start wird zeigen, ob die Qualität unter dem Zeitdruck gelitten hat."
 

albertus

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Was ist die Sojus-5? (KI-Gemeni-Antwort):

"... die Sojus-5 (auch „Irtysch“ genannt) ist ein entscheidendes Projekt für die Zukunft der russischen Raumfahrt. Trotz des Namens ist sie technisch keine Weiterentwicklung der klassischen Sojus-Rakete, sondern ein völlig neues System.
Hier sind die drei Hauptgründe, warum die Sojus-5 entwickelt wird:

1. Ersatz für die Zenit-Rakete (Unabhängigkeit)​

Bisher nutzte Russland für mittelschwere Lasten die Zenit-Rakete. Diese wurde jedoch in der Ukraine (bei Juschmasch) gebaut. Seit den politischen Spannungen und dem Krieg ist diese Zusammenarbeit beendet. Die Sojus-5 soll diese Lücke füllen und Russland technologisch unabhängig machen. Sie nutzt das extrem starke, in Russland gebaute Triebwerk RD-171MV (das laut Roskosmos „stärkste Flüssigkeitstriebwerk der Welt“).

2. Ablösung der giftigen Proton-Rakete​

Die große Proton-Rakete nutzt hochgiftige Treibstoffe (Hydrazin), was besonders bei Abstürzen in Kasachstan immer wieder zu diplomatischen Problemen führt.
  • Die Sojus-5 nutzt eine umweltfreundlichere Kombination aus Kerosin und flüssigem Sauerstoff (RP-1/LOX).
  • Sie ist leistungsstärker als die aktuelle Sojus-2: Während die Sojus-2 etwa 8 Tonnen in den niedrigen Erdorbit (LEO) bringt, schafft die Sojus-5 rund 17 bis 18 Tonnen.

3. Basis für das neue bemannte Raumschiff "Orel"​

Die Sojus-5 ist als Träger für das neue russische Raumschiff Orel (früher „Federazija“) vorgesehen, das die alte Sojus-Kapsel ablösen soll. Da die Orel deutlich schwerer ist als die aktuelle Sojus-Kapsel, reicht die Kraft der alten Raketen dafür nicht aus.

Aktueller Status (Anfang 2026)​

  • Der Erstflug: War ursprünglich für Ende 2025 geplant, wurde aber wegen technischer Nachprüfungen an den Bordsystemen auf das erste Quartal 2026 verschoben.
  • Startplatz: Sie wird vom Komplex „Baiterek“ in Baikonur starten, einer ehemaligen Zenit-Rampe, die derzeit gemeinsam mit Kasachstan modernisiert wird.
  • Wettbewerb: Roskosmos hofft, mit der Sojus-5 preislich konkurrenzfähig zur Falcon 9 von SpaceX zu sein, obwohl die Sojus-5 im Gegensatz zur Falcon 9 (bisher) nicht wiederverwendbar ist.
Zusammenfassend: Die Sojus-5 ist Russlands Versuch, im Bereich der mittelschweren Trägerraketen wieder den Anschluss an den Weltmarkt zu finden und gleichzeitig die Abhängigkeit von ukrainischer Technik zu beenden."
 

albertus

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Zum neuen Raumschiff Orel (Antwort von Gemeni):

"... der aktuelle Stand zum neuen russischen Raumschiff Orel (russisch für „Adler“), das die Nachfolge der legendären, aber in die Jahre gekommenen Sojus-Kapsel antreten soll:

1. Das Konzept: Mehr Platz und neue Ziele​

Die Orel ist deutlich größer und leistungsfähiger als die aktuelle Sojus:
  • Besatzung: Sie kann bis zu vier Kosmonauten befördern (die Sojus ist auf drei begrenzt).
  • Einsatzgebiet: Während die Sojus primär für den Transport zur ISS (Erdorbit) gebaut wurde, ist die Orel für Deep-Space-Missionen konzipiert, insbesondere für Flüge zum Mond.
  • Wiederverwendbarkeit: Im Gegensatz zur Sojus soll die Rückkehrkapsel der Orel bis zu zehnmal wiederverwendbar sein.

2. Technische Besonderheiten​

  • Landung: Die Orel wird nicht wie die Sojus an Fallschirmen in der Steppe aufschlagen, sondern nutzt ein System aus Fallschirmen und zusätzlichen Bremstriebwerken, um eine punktgenaue und sanftere Landung auf festem Boden zu ermöglichen.
  • Material: Es kommen moderne Verbundwerkstoffe zum Einsatz, um das Gewicht trotz der beachtlichen Größe stabil zu halten.

3. Aktueller Zeitplan (Stand Januar 2026)​

Die Entwicklung der Orel hat sich in den letzten Jahren mehrfach verzögert, was unter anderem an Budgetverschiebungen und der Neuausrichtung auf die Sojus-5-Rakete lag.
  • Unbemannter Testflug: Ein erster unbemannter Teststart der Orel auf einer Sojus-5-Rakete wird derzeit für Ende 2026 oder Anfang 2027 angestrebt. Dabei soll das automatisierte Andocken an die Raumstation geübt werden.
  • Bemannter Erstflug: Mit einer Besatzung an Bord wird aktuell nicht vor 2028 oder 2029 gerechnet.
  • Abhängigkeit: Der Erfolg der Orel hängt unmittelbar davon ab, dass die Sojus-5 (für Erdorbit-Flüge) und später die schwere Angara-A5M (für Mond-Missionen) zuverlässig funktionieren.

4. Warum ist das Schiff so wichtig?​

Für Russland ist die Orel das Ticket, um im neuen "Wettlauf zum Mond" gegen das US-Artemis-Programm (mit der Orion-Kapsel) und das chinesische bemannte Programm bestehen zu können. Ohne die Orel bliebe Russland auf den niedrigen Erdorbit beschränkt."
 

albertus

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Aktuellen Berichten aus Baikonur zufolge wurde die neue Serviceplattform bereits um den 10. Februar 2026 herum an der Startrampe installiert. Derzeit finden die abschließenden technischen Überprüfungen und Tests der neuen Struktur statt.
 
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