HESS J1731-347: Masseärmster Neutronenstern oder exotischer Quarkstern?

astronews.com Redaktion

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Der leichteste bisher bekannte Neutronenstern könnte sich im Zentrum des Supernova-Überrests HESS J1731-347 befinden. Neue Berechnungen ergaben, dass das Objekt nur etwa die Hälfte der Masse eines typischen Neutronensterns aufweist. Allerdings ist noch unklar, ob es sich bei dem Stern tatsächlich um einen Neutronenstern handelt oder nicht sogar um einen noch exotischeren Quarkstern. (27. Oktober 2022)

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Martin H.

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Ich habe keine Ahnung, wie lange ein Quark-Gluonen-Plasma-Stern existieren könnte,
ich dachte nur einen ganz kurzen Zeitraum, bevor ein Neutronenstern,
der Materie von einem Begleitstern absaugt,
vollends zum Schwarzen Loch kollabiert.

Aber anderseits, könnte es nicht so sein,
dass hier zwei Neutronensterne kollidiert sind,
und bei der Kollision und vor der Verschmelzung,
vermutlich infolge extrem schnellen einspiralisierens Teile des/der Ursprungstern/e entwichen sind,
und nun als Masse, unterhalb der erwarteten Masse eines Neutronensternes,
alleine durch das All tingelt?
 

TomS

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Martin H.

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Er sollte stabil sein.


Und wenn da kein Begleitstern ist, von dem er Masse absaugen könnte? Ein isolierter Neutronenstern ist stabil.
Danke, hab nicht gewusst, dass ein Quark-Gluonen-Stern stabil sein sollte,
so einer ist aber auch noch nie wirklich beobachtet worden.
Wäre schön, wenn das Mysterium mal konkret werden würde.

Ja selbstverständlich ist ein Neutronenstern, der relativ isoliert dasteht, stabil.

Aber mal die Annahme:
Es wird ein Neutronenstern gefunden, der leichter ist, als ein Neutronenstern so sein könnte,
um überhaupt zum Neutronenstern zu werden.

Angenommen diese superdichte Masse "spritzt" gewissermaßen bei ein Kollision zweier Neutronensterne heraus
und erreicht dabei auch noch die Fluchtgeschwindigkeit,
dann sollte es doch derart exotische Materie in einer kleineren Menge geben.

Es ist natürlich dann die Frage,
wenn die Masse dieses Sternes (oder wie auch immer man das bezeichnen könnte) zu gering ist,
ob sich diese Neutronen dann evtl. teilweise zurückverwandeln,
indem sie Elektronen emittieren und zu Protonen werden,
also ein Beta-Zerfall, oder Beta-Minus-Zerfall.

Und so würde dann (aus meiner Laiensicht) der Prozess,
der einen Neutronenstern bildet, allmählich wieder umgekehrt.
 

TomS

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Danke, hab nicht gewusst, dass ein Quark-Gluonen-Stern stabil sein sollte …
Du darfst einen Quarkstern nicht mit Quark-Gluon-Plasma verwechseln. Es handelt sich um einen anderen Aggregatzustand.

Es wird ein Neutronenstern gefunden, der leichter ist, als ein Neutronenstern so sein könnte, um überhaupt zum Neutronenstern zu werden.
Du musst unterscheiden, ob ein bestimmter Prozess stattfinden kann oder ob das Gebilde prinzipiell stabil ist (und evtl. anders entstanden sein könnte).

… ob sich diese Neutronen dann evtl. teilweise zurückverwandeln,
indem sie Elektronen emittieren und zu Protonen werden, also ein Beta-Zerfall, oder Beta-Minus-Zerfall.
Die Eigenschaften der Neutronen ändern sich, wenn die Materie sehr dicht wird. Das freie Neutron zerfällt, im Kern gebundene Neutronen häufig nicht.

Google doch mal nuclear matter phase diagram
 
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