Gefahren durch die Experimente am CERN - LHC

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Marc Fasnacht

Registriertes Mitglied
Hallo Crischan, hallo an Alle

wahrlich, was kann denn verloren gehen wenn der LHC (noch) nicht anlaufen würde?

Durch Widerlegung / Falsifizierung Rösslers durch CERN - gegebenfalls entsprechend den hier im Forum geäusserten Gedanken und vielleicht auch entsprechend Herrn R. Uebbings Vorschlag könnte VOR den Kollisionen Sicherheit geschaffen werden.

Das ganze Engagement die Problematik publik zu machen rührt daher, dass OHNE Falsifikation der Rösslerschen Theorie die Aufnahme der Protonenkollisionen ein potentielles Risiko birgt, das den Wert jeglicher Erkenntnis um den Faktor unendlich übersteigt.

Seriöse experimentelle Wissenschaft MUSS Einwände von solcher Tragweite widerlegen oder falsifizieren BEVOR Experimente durchgeführt werden deren negative Folgen die Vernichtung von Allem sein könnte.

Sobald Rösslers Interpretation der ART als falsch erwiesen sein wird, widme ich mich mit grosser Freude Anderem und freue mich auch auf die Resultate der Experimente am LHC - bis dann wünschte ich mir auch von Euch, Crischan, Geduld und Nachsicht mit 'unseren' Publikationen und Aktionen.

Das Ziel ist mitnichten die Verhinderung experimenteller Physik sondern experimentelle Physik die die Existenz des Ganzen nicht gefährdet - dass nebst dem LHC noch viele andere Gefahren für die Existenz der Menschheit bestehen ist jedem klar - doch die überstürzte Aufnahme der Experimente JETZT geschieht ohne Not und die erhofften Erkenntnisse könnten auch noch ein halbes Jahr später, nach konzertierter Widerlegung Rösslers, gewonnen werden.

Freundliche Grüsse
Marc
 

ralfkannenberg

Registriertes Mitglied
Hallo Crischan, hallo an Alle

wahrlich, was kann denn verloren gehen wenn der LHC (noch) nicht anlaufen würde?

Hallo Marc,

das Manöver von Dir ist einfach zu durchsichtig: Unter dem Deckmäntelchen einer angeblichen Rest-Wahrscheinlichkeit, deren winziger Wert aber für Euch aus reiner Propagandasicht keine Rolle spielt, weil Ihr sie mit einem angeblichen Horrorszenario aufwiegt, wollt Ihr ein wissenschaftliches Projekt stoppen.

Dabei ignoriert Ihr alle im Vorfeld des Experimentes durchgeführten Risikoanalysen von Fachleuten, welche in gründlicher und jahrelanger Arbeit erstellt worden sind.

Alle Argumente, die man Euch hier vorgebracht hat, werden zwar mit einer vorgeheuchelten Höflichkeit wertgeschätzt, aber bei Eurer Angstmachekampagne dennoch nicht verwendet.


Dass Professor Rössler aus welchem Grunde auch immer hier eine willkommene Plattform gefunden hat, um sich wieder über Mittelsmänner, welche nach eigenem Bekunden wenig naturwissenschaftliches Know-How haben, ins Gespräch zu bringen, wurde längst erkannt.

Die Präsenz von Euch Mittelsmännern stört mich übrigens überhaupt nicht, im Gegenteil - Ihr seid sehr engagiert und ich würde es sehr begrüssen, wenn Ihr Euch hier und in anderen Foren das Wissen aneignen könntet, aber die Fachdiskussion - immerhin ist es doch Euer Anliegen, die Zerstörung der Erde zu verhindern - muss aufgrund der Wichtigkeit Eures Anliegens von Spezialisten geführt werden und wenn Professor Rössler selber zu schüchtern ist, dann soll er eben zusätzlich auch Mittelsmänner schicken, die Spezialisten auf diesem Gebiet ist.


Dass Professor Rössler das nicht getan hat, ist für mich das Indiz, dass es ihm in Wirklichkeit gar nicht um die Erhaltung der Erde geht.


Soweit meine Einschätzung dieses Threads.

Freundliche Grüsse, Ralf
 
Zuletzt bearbeitet:

Aragorn

Registriertes Mitglied
Zum besseren Verständnis des sog. "WM-Diagramms" und seinen Konnotationen zum Verständis der Diskussion über Rot-und Blauverschiebung...
hier:http://www.achtphasen.net/index.php
Bisher dachte ich Rössler wolle die gravitative Zeitdilation als Folge einer Raumvergrößerung deuten (der Uhrengang sei dagegen unabhängig vom Potential -> alle Uhren liefen synchron).
Auch wenn Rössler das in seinen Manuskripten nicht explizit so angibt und mit seinen Skizzen eher die obige Interpretation nahelegt, erscheint mir es inzwischen so, daß Rössler die Raumvergrößerung als Ersatz für die Raumkrümmung auffaßt.


In der ART gibt es zwei Effekte im Gravitationspotential:

a) gravitative Zeitdilation (t_a/t_b = 1-delta_Potential/c^2) -> mit diesem Prinzip können die Planetenbewegungen in flacher Raumzeit ausreichend genau mit dem Trödelprinzip modelliert werden. Die populärwissenschaftl. Darstellung mit Hilfe der Raumgeometrie ist falsch.

b) gravitative Maßstabsänderung (l_a/l_b = 1-delta_Potential/c^2) -> wird laut ART als Krümmung des Raumes gedeutet

Und b) will Hr. Rössler nicht als Veränderung der Raumgeometrie, sondern als Raumvergrößerung interpretieren?
Demnach wäre in seiner Hypothese die Raumzeit überall euklidisch (flach).
Im Unterschied zur ART bemerkt in Rösslers Hypothese jeder Beobachter die Raumvergrößerung.

In der ART erscheint dagegen dem lokalen Beobachter die direkte Umgebung als flach (es kann immer ein ausreichend kleines Raumgebiet gewählt werden, wo dies zutrifft).
In der ART heben sich gravitative Maßstabsänderung und gravitative Zeitdilation lokal immer gegenseitig auf. Die Lichtgeschw. erscheint dem lokalen Beobachter daher unverändert. Nur dem entfernten Beobachter, der entfernte Maßstäbe mit seiner lokalen Uhr vergleicht, erscheint der entfernte Lichtstrahl verlangsamt.

In Rösslers Hypothese kommt dagegen jeder Beobachter zum gleichen Ergebnis. Auch der lokale Beobachter mißt die Lichtgeschw. verändert. Dies steht im Widerspruch zur Empirie. Alle lokalen Messungen zeigen das die lokal gemessene Lichtgeschw. unabhängig vom Gravitations-Potential ist.

Wenn Hr. Rössler Raumgeometrie einfach durch Raumvergrößerung ersetzt ist seine Hypothese durch lokale Messungen von c widerlegt!
Macht er dies nicht und interpretiert nur die gravitative Zeitdilation als Raumvergrößerung dann ist er durch die Rot-Blauverschiebung widerlegt!


Gruß Helmut
 
Zuletzt bearbeitet:

Aragorn

Registriertes Mitglied
Davon abgesehen finde ich es verwunderlich, wieso die Kritiker so viel Wert auf eine Widerlegung Rösslers legen. :confused:

Wie Joachim bereits gesagt hat interessiert sich die Natur nicht für Hypothesen die Menschen aufstellen.
Von daher sind die Unbedenklichkeitsbescheinigungen die uns die Natur mit kosmischer Höhenstrahlung, Neutronensternen ... liefert für mein Empfinden viel aussagekräftiger.

Gruß Helmut
 

ralfkannenberg

Registriertes Mitglied
Zur Info:

Die Gegenseite hat via Rechtsanwalt den Schweizer Bundespräsidenten angeschrieben: http://www.achtphasen.net/index.php/2008/07/20/title_114

Offenbar ist man also an einer fachlichen Widerlegung, wie sie in diesem Forum betrieben wird, in keinster Weise interessiert.

Da in diesem Falle Schweizer Steuergelder zum Fenster herausgeworfen werden, konkret formuliert meiner Einschätzung nach für persönliche Zwecke missbraucht werden und da ich in der Schweiz Steuerzahler bin, werde ich noch heute Nachmittag diesen Stellen eine fachliche Analyse zukommen lassen.


Zur Kenntnisnahme, Ralf Kannenberg
 

pauli

Registriertes Mitglied
Sobald Rösslers Interpretation der ART als falsch erwiesen sein wird, widme ich mich mit grosser Freude Anderem und freue mich auch auf die Resultate der Experimente am LHC ...
Hallo Marc,

vielleicht weisst du es nicht, aber das was ihr tut kann zur Sucht werden wenn man es nicht schafft, rechtzeitig abzuspringen. Rössler wird nie irgendwas zugeben oder eingestehen, und ihr mit ihm genausowenig.

Es werden ein paar tausend Protonen aufeinander geschossen und ihr macht euch öffentlich in die Hosen, meine Güte, das ist doch nur noch peinlich, sieh dir die Sonne an, das sind beängstigende Bedingungen, und sie strahlt immer noch.
 

Aragorn

Registriertes Mitglied
Hallo Ich,

entschuldige bitte die Verzögerung. Hier die sehr kurz gehaltene Replik von Rössler auf deine Einwände:

Rössler: Danke. Der Kritiker setzt voraus, dass ich recht habe (unendlicher Abstand des Horizonts) und macht dann Linearisierungen im Bereich des Unendlichen - Metaphysik.

Freundliche Grüße
Enrico Pellegrino

Da von euch Kritikern keine Reaktion auf Rösslers Antwort an "Ich" kommt muß ich euch explizit fragen:

Empfindet ihr diese Antwort als ausreichend um "Ich's" Kritik zu entkräften?
Ihr wollt diese Antwort doch nicht etwa unkommentiert so stehen lassen?

Ich erwarte von euch, daß ihr selbsttätig bei Rössler nachhakt, wenn dieser euch so offensichtlich unpassende Antworten liefert!

Es kann nicht angehen, daß konkrete falsche Vorhersagen die sich aus seiner Hypothese ergeben, einfach als Metaphysik bei Seite gewischt werden. Hr. Rössler muß schon konkret zeigen, daß seine Hypothese den kompletten Gültigkeitsbereich der ART abdeckt.

Gruß Helmut
 

Chrischan

Registriertes Mitglied
@Ralf
Die Gegenseite hat via Rechtsanwalt den Schweizer Bundespräsidenten angeschrieben: http://www.achtphasen.net/index.php/2008/07/20/title_114
Genau dieses Vorgehen, hat mich letztendlich so in Rage gebracht.

@ins#1
1. meiner Meinung nach wurde er widerlegt. Mehrfach.
Sehe ich genauso.
Denke nicht so viel negatives Zeug. Du hörst Dich schon an wie einer von "denen".
Ups...
Ich meine, was hast du schon dabei zu verlieren wenn der LHC nicht anläuft?
Nun, was hat die Welt verloren durch die Inquisition? Zeit!
Ich würde gerne zu Lebzeiten noch so einiges erfahren. Eine zeitliche Verzögerung des LHC kann nach dem Domino-Prinzip noch zu meinen Lebzeiten (hoffe ich zumindest, bin (erst) 41) schon ein paar Jahre Erkenntnisgewinn kosten...
1. als wenn das etwas ungewöhnliches wäre.
Traurig, aber wahr...
Wie sehr würde Dich es stören, wenn jemand mit Tourette-Syndrom Ar***loch zu Dir sagt?
Da hast Du natürlich recht. Aber wenn so einer mit einem Messer vor meinem Gesicht rum fuchtelt ist es mir egal welche Krankheit er hat.

Der Schritt in Richtung Politik oder Gericht ist nunmal immer sehr gefährlich, da sich Politiker und Richter nur sehr selten mit diesen Themen befassen, und dadurch u.U. sich auf das Glatteis führen lassen. Schnell ist da dann mal eine unfreiwillige Pause oder eine einstweilige Verfügung ausgesprochen.

Und der Schaden an der Wissenschaft; im Kopf von Otto Normalverbraucher bleibt doch nur "Da wollten doch mal so'n paar abgedrehte Wissenschaftler die Welt vernichten..." hängen; hat dann meistens auch noch jahrelange Folgen (u.a. immer dann, wenn mal wieder Geld bewilligt werden muß).

@Marc
wahrlich, was kann denn verloren gehen wenn der LHC (noch) nicht anlaufen würde?
Siehe dazu meine Antwort an ins#1 weiter oben...

Das ganze Engagement die Problematik publik zu machen rührt daher, dass OHNE Falsifikation der Rösslerschen Theorie die Aufnahme der Protonenkollisionen ein potentielles Risiko birgt, das den Wert jeglicher Erkenntnis um den Faktor unendlich übersteigt.

Seriöse experimentelle Wissenschaft MUSS Einwände von solcher Tragweite widerlegen oder falsifizieren BEVOR Experimente durchgeführt werden deren negative Folgen die Vernichtung von Allem sein könnte.
Falsch! Wie schon oft genug gesagt: Wenn ich die "Theorie" aufstelle, daß Aufgrund der Wahrscheinlichkeiten der Quantentheorie dein Tippen auf deinem PC ein schwarzes Loch entstehen lassen kann, dann ist es nicht deine Aufgabe mich zu widerlegen! Ich kann auch nicht wegen des potentiellen Risikos von Dir verlangen, sofort mit dem tippen aufzuhören. Es wäre meine Aufgabe die Risiken quantitativ (Also nicht nur "da ist ein potentielles Risiko", sondern "Das Risiko beträgt 1:10^15")) zu belegen.

Geduld und Nachsicht mit 'unseren' Publikationen und Aktionen.
Nicht wenn ihr so (Rechtsanwalt, Politik) vorgeht!

Das Ziel ist mitnichten die Verhinderung experimenteller Physik sondern experimentelle Physik die die Existenz des Ganzen nicht gefährdet - dass nebst dem LHC noch viele andere Gefahren für die Existenz der Menschheit bestehen ist jedem klar - doch die überstürzte Aufnahme der Experimente JETZT geschieht ohne Not und die erhofften Erkenntnisse könnten auch noch ein halbes Jahr später, nach konzertierter Widerlegung Rösslers, gewonnen werden.
Es ist lächerlich das LHC als überstürztes Handeln zu bezeichnen.

Nur zur Klarstellung: Ich möchte nicht generell euer Engagement als schlecht hinstellen, aber ihr lasst euch da meiner Meinung nach sehr stark von Rössler manipulieren. Ich bin davon überzeugt, daß er nämlich sehr genau weiß, daß er falsch liegt. Rössler genießt, daß er momentan in aller Munde ist. Wenn die Experimente dann letzendlich seine Fehler zeigen, steht ihr aber recht allein im Regen. Er zieht sich dann einfach zurück und feixt sich einen...

Gruß, Chrischan
 

Enrico Pellegrino

Registriertes Mitglied
Diskussion mathematische Kritik Ich

@ Helmut, Diskussion um Argumente von "Ich"
Oha - das überzeugt sogar mich: Im Falle eines unendlich weit entfernten Horizontes lässt sich keine Umgebung angeben und erst recht kein endlicher Bereich, für den irgendetwas der Fall ist. - Müsste man also nochmal überarbeiten.

Der Beitrag von Ralf zeigt, dass die Antwort von Rössler zwar konzis - aber gehaltvoll war.

Freundliche Grüße
Enrico Pellegrino
P.S. Mit Bitte um Entschuldigung für die formal nicht einwandfreie Zitat-Form, ich komme da nicht mit zu Recht, kann mir da jemand bitte einen Tipp für das korrekte Handling geben?
 

mac

Registriertes Mitglied
Hallo Enrico,

Zur Zitat-Funktion

Einleitung:
Eckige Klammer auf quote=ralfkannenberg;40345]Zitattext


Ausleitung
Eckige Klammer auf /quote]

‚Eckige Klammer‘ auf habe ich ausgeschrieben, um in diesem Post nicht die Funktion auszulösen.

Also in Deinem letzten Post war zitattechnisch alles richtig, nur die Ausleitung fehlte.

Herzliche Grüße

MAC
 
Zuletzt bearbeitet:

Joachim

Registriertes Mitglied
Hi Ralf,

Oha - das überzeugt sogar mich: Im Falle eines unendlich weit entfernten Horizontes lässt sich keine Umgebung angeben und erst recht kein endlicher Bereich, für den irgendetwas der Fall ist. - Müsste man also nochmal überarbeiten.

Dennoch komme ich nicht darum herum, dass mich das ganze an Achilles und die Schildkröte erinnert - auch hier liesse sich kein endlicher Bereich in der "Metrik" des Paradoxons beim Einholpunkt angeben, weil dieser im Unendlichen liegt. Bei besserer Koordinatenwahl indes wird alles endlich und die Angabe einer Umgebung beim Überholungszeitpunkt trivial.

Genau deshalb hat doch Ich darauf hingewiesen, dass Rösslers Behauptung, die Eigenzeit eines ins Loch fallenden Objektes sei unendlich, falsch ist. Auf diese Behauptung stützt sich offenbar die Argumentation und mit dieser bricht sie zusammen. Dass ein Objekt in endlicher (wahrer) Zeit den Horizont passiert, ist aber keine Frage der Interpretation, es lässt sich mathematisch herleiten, dass es so ist. Der Horizont ist in den Standard-Schwarzschildkoordinaten endlich weit von einem äußeren Beobachter entfernt. Wie im von dir angesprochenen Zenon-Paradoxon kann man natürlich auch eine Koordinaten-Transformation durchführen, in der der Abstand irgendwie zu unendlich definiert wird, aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Rösslers Behauptung, dass die Eigenzeit unendlich wird, falsch ist.

Übrigens habe ich auch mal den Fehler gemacht anzunehmen, dass der Horizont unendlich weit weg ist. Ich hat mich damals korrigiert. IN der Standardform der Metrik geht nämlich die Ableitung ds/dr am Horizont gegen unendlich. Anschaulich gesprochen wird der Raumzeit-Trichter hier unendlich steil (senkrechte Wände), deshalb muss aber nicht die Länge, also das Wegintegral von einem beliebigen Punkt zum Horizont unendlich werden.

Gruß,
Joachim
 

ralfkannenberg

Registriertes Mitglied
Genau deshalb hat doch Ich darauf hingewiesen, dass Rösslers Behauptung, die Eigenzeit eines ins Loch fallenden Objektes sei unendlich, falsch ist.

Hallo Joachim,

deswegen habe ich darauf hingewiesen, dass die Begründung falsch ist und deswegen korrigiert werden sollte. Aus einer falschen bzw. nur ungenauen Begründung folgt natürlich noch lange nicht, dass das Theorem falsch ist ! Lediglich die Begründung von Ich muss, z.B. durch eine etwas sauberere Grenzwertbetrachtung, ergänzt werden.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

Aragorn

Registriertes Mitglied
Oha - das überzeugt sogar mich: Im Falle eines unendlich weit entfernten Horizontes lässt sich keine Umgebung angeben und erst recht kein endlicher Bereich, für den irgendetwas der Fall ist. - Müsste man also nochmal überarbeiten.
Wenn ich als Bezugspunkt einen Punkt im unendlichen wähle, soll man keine Entfernung mehr zwischen mehreren Objekten angeben können? Das glaube ich nicht.

Beweis:

Bezugspunkt Po: x,y,z=(k,0,0)

P1: x,y,z=Po+(a,0,0)
P2: x,y,z=Po+(b,0,0)

P2-P1: x,y,z=Po+(b,0,0 - [Po+(a,0,0)] = (b-a,0,0)

Da kann ich das k im Bezugspunkt Po auch gegen unendlich gehen lassen. Am Abstand P2-P1 ändert sich dadurch nichts weil der Bezugspunkt Po sich raushebt.
Wenn Hr. Rössler meint das dies nicht so ist, und der Abstand P2-P1 für jedes a oder b nicht mehr definiert sei, wenn k->unendlich geht, hat er sich gleich selbst widerlegt. Denn dann wäre seine Hypothese nutzlos.
Oder wozu sollen Hypothesen mit denen man nichts berechnen kann gut sein?

Gruß Helmut
 
Zuletzt bearbeitet:

ralfkannenberg

Registriertes Mitglied

Ok, ich habe soeben das Büro des Bundespräsidenten per email informiert:

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Couchepin, sehr geehrte Damen und Herren,


ich habe heute erfahren, dass sich Rechtsanwalt Daniel Vischer am 16.Juli 2008 schriftlich an Sie gewendet hat.

Schon seit einiger Zeit verfolge ich aktiv die Diskussionen um diese Fragestellung über eine mögliche Gefahr, welche vom neuen Teilchenbeschleuniger in Genf ausgehen könnte und erlaube mir deswegen, Ihnen einige fachliche Hintergründe mitzuteilen:


Professor Rössler, ein renommierter Mathematiker aus dem Gebiet der Chaostheorie, nach dem der "Rössler-Attraktor" benannt ist, versucht sich mit fortgeschrittenem Alter an der Widerlegung der Einstein'schen Allgemeinen Relativitätstheorie, allerdings mit ausbleibendem Erfolg - seine Thesen wurden von den Fachjournalen bislang nicht publiziert.

Die in Kürze erfolgende Inbetriebnahme eines Teilchenbeschleunigers der neuen Generation, des LHC = Large Hadron Collider, nutzt Professor Rössler nun, um Existenz-Ängste in der Bevölkerung zu schüren. Ganz konkret ist die Rede von Mini-Schwarzen Löchern, die beim LHC möglicherweise erzeugt werden könnten und die angeblich die Erde zerstören könnten - im Gegensatz zur Lehrmeinung, die darauf verweist, dass solche am LHC erzeugten Schwarzen Löcher, welche ausserordentlich massearm wären, aufgrund der Hawkingstrahlung innert kürzester Zeit und lange bevor sie irgendeinen Schaden verursachen können, wieder zerstrahlt würden.

Dass zu dieser Fragestellung von der Fachwelt mehrere Publikationen erstellt wurden, in denen die derzeit bekannten Szenarien ausführlich analysiert und ihre Gefährlichkeit gründlich und sorgfältig beurteilt wurden, hält Rösslers Anhänger jedoch nicht davon ab, gebetsmühlenartig zu wiederholen, die Betreiber des LHC würden untragbare Risiken in Kauf nehmen.


Es hat leider den Anschein, dass Professor Rössler diese Gelegenheit nutzt, um sich und seine damalige Publikation wieder ins Gespräch bringen zu können, wie seine Interviews in den Medien wie "BLICK" und "20 Minuten" ja zeigen. Kommt leider hinzu, dass seriöse Physiker nachweisen müssen, dass sie ein neues Teilchen entdeckt haben, während Professor Rössler sich darauf beschränken kann, Teilchen zu "konstruieren", die es mit extrem kleiner Wahrscheinlichkeit und entgegen aller bekannten naturwissenschaftlichen Theorien irgendwie geben könnte; diese extrem kleine Wahrscheinlichkeit vermag er ja problemlos mit der grossen Gefahr, die von ihnen ausgehen könnte, aufzuwiegen.


Es ist mir bewusst, dass die Mehrheit der Bevölkerung auf diesem Gebiete keine Spezialisten sind und somit die Argumente der Physiker in der Regel nur glauben, aber eben nicht selber überprüfen kann.


Deswegen will ich versuchen, das Wesentliche möglichst leichtverständlich darzustellen.


Im Wesentlichen gibt es zwei Argumente, die eine Gefährdung der Erde durch solche Versuche ausschliessen:

1. Hawkingstrahlung: Gemäss den bekannten physikalischen Modelle würde so ein Schwarzes Loch innert kürzester Zeit wegen der Hawkingstrahlung wieder zerstrahlen, lange bevor es irgendwelchen Schaden anrichten könnte

2. Selbst wenn alle physikalischen Modelle falsch sind und solche Schwarzen Löcher langlebig wären, so müssten bei Neutronensternen aufgrund der hohen dort herrschenden Energiedichte zahlreiche solcher Schwarzen Löcher entstehen. Aus dem beobachteten hohen Lebensalter solcher Neutronensterne, von denen einige über 100 Millionen Jahre alt sind, lässt sich folgern, dass selbst nach 5 Milliarden Jahren - ein Zeitpunkt, zu dem unsere Erde von der sich aufblähenden Sonne verschluckt wird, das Schwarze Loch erst 5 kg Masse von der Erde "gestohlen" hätte und nach wie vor völlig ungefährlich wäre.


Professor Rösler nutzt nun seine nicht veröffentlichte Publikation zur Widerlegung - oder wie er es nennt, "Ergänzung" der Allgemeinen Relativitätstheorie, um Grund (1) ausschliessen zu können, d.h. um erklären zu können, dass Schwarze Löcher keine Hawkingstrahlung aussenden können. Seine Idee ist die, dass Schwarze Löcher die Raumzeit so sehr verzerren, dass sie unendlich lange Zeit benötigen, um sich zu entwickeln und entsprechend unendlich weit von uns entfernt sein müssen.

Diese These versucht er medienwirksam widerlegen zu lassen, obgleich sie eigentlich unerheblich ist, denn ein unendlich weit entferntes Schwarzes Loch kann der Erde nicht gefährlich werden.


Doch nun greift Professor Rössler's Trick dahingehend, dass er nun völlig hypothetische Prozese bemüht, um seine Publikation dennoch für die Angstmacherei nutzen zu können: Er konstruiert sich "Beinahe"-Schwarze Löcher, für deren Existenz es keinerlei Hinweise gibt, die eben nicht unendlich weit entfernt sind und somit doch eine Gefahr darstellen könnten.

Auch das wäre nicht gefährlich, denn mit dem gleichen Argument wie oben dürfte es auch dann keine langlebigen Neutronensterne geben. Doch nun bemüht Professor Rössler eine weitere angebliche Eigenschaft der Neutronensterne, nämlich eine "Superfluidität", welche aber nichts mit dem Massenzuwachs von Schwarzen Löchern zu tun hat.

Die Methodik Professor Rösslers ist einfach: Da ihm auch winzige Restrisiko-Wahrscheinlichkeiten genügen, kann er zu jeder Widerlegung von Spezialisten irgendeinen willkürlichen Einwand erfinden, weswegen eben doch noch eine angebliche Restgefahr vorhanden sei. Das hat aber mit seriöser Naturwissenschaft nichts zu tun und dass er sich in diesem Anliegen nun an Sie wendet, ist eine reine Verschwendung von Steuergeldern und dient meiner Einschätzung nach nur dazu, sich und seine abstruse Theorie über die Widerlegung der Allgemeinen Relativitätstheorie wieder ins Gespräch zu bringen.


Freundliche Grüsse,
Ralf Kannenberg

Freundliche Grüsse, Ralf
 
Zuletzt bearbeitet:

Orbit

Registriertes Mitglied
Ich finde es gut, dass Couchepin zu diesem Treffen Hand bietet. Das nimmt mal ein wenig Dampf aus dieser durch die Boulevardpresse geschürten Panikmacherei. Ob Rössler damit sein Ziel erreicht hat, wage ich zu bezweifeln.
Er wird mindestens versuchen, den Termin des Treffens vorzuverschieben, weil es Mitte August aus seiner Sicht bereits zu spät sein könnte. :)
Vielmehr glaube ich, dass der Bundespräsident erreichen wird, was er erreichen will: Bereits aus der Festlegung des Zeitfensters kann man nämlich heraus lesen, dass sich Pascal von Otto nicht ins Bockshorn jagen lassen wird.
Gruss Orbit
P.S. Die Mitteilung des Gratisblattes finde ich übrigens gar nicht so schlecht. Immerhin steht dort der Satz: "Im Kanon der Lehrmeinung werden Rösslers Thesen belächelt."
 
Zuletzt bearbeitet:

ralfkannenberg

Registriertes Mitglied
Ich finde es gut, dass Couchepin zu diesem Treffen Hand bietet.

Nein Orbit,

ich finde es nicht gut: Ich arbeite mir zur Zeit die Finger wund, komme abends kaum vor 11 Uhr aus dem Büro und war am Wochenende auch an beiden Tagen im Büro.

Ich sehe echt nicht ein, dass meine Steuergelder für so einen "Wissenschaftler", der einfach nur seine bislang erfolglose Einstein-Widerlegung, die er vornehm als "Ergänzung" verkaufen will, mit den Mitteln der Angstmacherei unter die Leute bringen will und dem jedes Mittel, notfalls unter Einbezug der Bouleward-Presse, dazu recht ist, verwendet werden.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

Orbit

Registriertes Mitglied
Ralf
Auch Dir möchte ich für Deine Arbeit herzlich danken. Dein Brief an Couchpin wird bestimmt in die richtige Richtung wirken. Über den sinnvollen Einsatz von Steuergeldern habe ich allerdings eine etwas andere Meinung: Ich finde es durchaus vertretbar, dass sich ein Bundespräsident einschaltet, wenn es darum geht, eine um sich greifende Panik zu beruhigen, abgesehen davon, dass Couchepin und sein MitarbeiterInnenstab das im Rahmen ihres Pflichtenheftes und ihrer Arbeitszeit tun und deswegen nicht zusätzliche Kosten entstehen.
Gruss Orbit
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben