Gedanken betreffend der Eskalationen im Ukraine-Krieg

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Petz

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Nun gut, wenn wer einige Texte von mir als Unsinn und Quatsch werten muss

Dabei muss es sich um Halluzinationen handeln. Die Suchfunktion liefert jedenfalls keinen einzigen Beitrag von mir in dem das Wort Unsinn vorkommt, und vom Wort Quatsch weiß ich auch ohne Suchfunktion dass ich das hier noch nie verwendet habe.
 

Monod

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Jetzt heißt es entweder die AfD an die Macht, oder Sanktionen gegen Deutschland:
Wenn Du das so interpretierst, hast Du die Intention von Vance nicht erfasst. Der Hase läuft in eine ganz andere Richtung - unabhängig davon, ob man hier nun forciert AfD wählt oder nicht. Es geht um den Rückzug der USA aus Europa. Vance hat im Grunde folgendes gesagt: Ihr in Europa teilt nicht unsere Werte (Demokratie-Defizit), also sehen wir uns nicht in der Pflicht, uns in Europa zu engagieren, da wir in der Welt unsere Werte verteidigen. Wenn ihr also mit Russland ein Problem habt, dann nehmt uns dafür bitte nicht in Beschlag, um euch zu verteidigen.

Es geht mal wieder um einen Vorwand, sich um vertragliche Verpflichtungen zu drücken, falls es doch einmal zu einem Bündnisfall kommen sollte - Ideologisierung ist dabei ein probates Mittel. Diesmal nur anders rum: Nicht wir (also die USA) drücken der Welt unsere Werte auf, sondern wir halten uns raus, wenn ihr unsere Werte nicht teilt. Damit ist man fein raus, da man dann den Schwarzen Peter den anderen zugeschoben hat und sich nicht selber den Schuh anziehen muss, wenn es um Vertragstreue geht.

Vance hätte natürlich auch sagen können, dass die USA ihre Truppen aus Europa abziehen und die NATO verlassen, aber dann stünden sie selbst als Vertragsbrecher da - und wer weiß, wofür die NATO und Europa künftig noch mal gut und nützlich sein kann - und hätten sich weitere Optionen verbaut. So aber zeigt man mit dem Finger auf die anderen und sagt: Es liegt an euch, wie es hier mit uns künftig weitergeht.
 
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blue.moon

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Dabei muss es sich um Halluzinationen handeln. Die Suchfunktion liefert jedenfalls keinen einzigen Beitrag von mir in dem das Wort Unsinn vorkommt, und vom Wort Quatsch weiß ich auch ohne Suchfunktion dass ich das hier noch nie verwendet habe.
Beziehe nicht alles auf Dich. Es ist keine Rede davon, das du das geschrieben hast. Es ist auch nicht besonders wichtig für mich.
-
Wir werden sehen, was die Wahlen für ein Ergebnis bringen und welches die Verhandlungen in Saudiarabien.
Bis vielleicht dahin, tschüß, Mondlicht
 

albertus

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... wer weiß, wofür die NATO und Europa künftig noch mal gut und nützlich sein kann - und hätten sich weitere Optionen verbaut.
Die NATO in Europa soll für mehr als 3 Billionen Dollar Waffen in den USA kaufen.

@Mondlicht

Nicht aufregen, so schlimm ist die Diskussion mit Petz zum Stellvertreterkrieg nicht zu sehen. Das Wort kannten auch etliche andere Forristen hier nicht. Etwas nicht zu wissen, ist doch keine Schande. Wir lernen alle dazu.

Monod hat es schon gezeigt, man muss Petz oder anderen nicht zustimmen. Wenn man eine andere Meinung hat, dann ist das so. Soweit ist die Meinungsfreiheit noch nicht eingeschränkt. Also, locker bleiben, mal drei Schritte zurücktreten und alles in Ruhe betrachten. ;)

Gruß, Astrofreund
 

blue.moon

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Damit nicht noch drei Leute sagen, ich soll mich nicht aufregen, was ich nicht tue, poste ich nun, was ich dir schon als PN* schrieb, lieber Astrofreund; ich habe für Diskussionen wenn ich mit meiner Überzeugung allein dastehe wie mir scheint weder Zeit noch Lust und habe auch kein "Sendungsbewusstsaein".



*Kann ruhig jeder lesen

Ich finde ja das Interview der BZ mit Erich Vad äußerst interessant und lehrreich, und, verblüffenderweise (für mich) dachte/denke ich bei vielen Punkten in dieselbe Richtung.

Ich rechne bis auf weiteres mit keinen neuen Entwicklungen betreffs Friedensprozess, heißt, ich bin kurz weg, ich weiß was ich will und was ich (politisch) nicht begrüßen würde, Erich Vads Interview fasst es perfekt in Worte, auch was mittel- und langfristig geschähen könnte wie z.B. Deutschland als Buddelkasten, wenn die Weichen so oder so gestellt werden würden.

Bin ja gespannt, was Trump, Musk, Vance & Co nach unseren Wahlen zu säuseln haben, ob sie vor Freude schreien, haha oder noch einmal mit uns Tacheles reden müssen, haha bzw. ob die Verhandlungen in "Saudiarabien" Überraschungen bringen - bis dahin,
Mit freundlichen Grüßen,
Mondlicht
 

antaris

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Ich muss da nichts sicherstellen. Wenn der Sumpf ausgetrocknet ist, ist er für alle trocken. Das Sumpfaustrocknen erfordert das Mitmachen der meisten Menschen und die Festlegung und Durchsetzung von Regeln, damit keiner mit einem Wasserfaß um die Ecke kommen kann und versucht alles rückgängig zu machen.
Wie setzt du die Regeln durch? Warum sollen es deine Regeln sein und nicht meine oder einem anderen seine? Warum keine Regeln die in einem demokratischen Prozess gefunden werden? Wie stellst du sicher, dass das gemeine Volk durch redegewandte Einflussnehmende, trotz des genannten demokratischen Prozess zur Regelfindung, nicht in bestimmte (bzw. falsche) Richtungen gelenkt werden? Wie erntet man vertrauen, wenn andere misstrauen sähen?

Wenn schon in ganz einfachen und alltäglichen Problemen die Lösung fast unmöglich erscheint, wie z.B. wenn Arbeitnehmer 1 sich über Arbeitnehmer 2 aufregt, dass Arbeitnehmer 2 viel weniger arbeitet und trotzdem mehr Geld bekommt, wie sollen dann "echte" Konflikte durch Regeln gelöst werden? Was wäre bei den beiden Arbeitnehmern die Lösung oder Regel und wie ist diese mit allen anderen Arbeitnehmern, in allen Ländern und Berufsgruppen vereinbar? Wie lauten in dem Fall die neuen Regeln, die es wie genau durchzusetzen gilt?
 

albertus

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Es sind die Regeln für alle. Die sind zu finden. Es wird Menschen geben, die sich bereits längere Zeit damit beschäftigt haben, wie man den Sumpf austrocknen kann. Die werden ein Gremium bilden das die ersten Vorschläge erarbeitet. Dann wird es zu demokratischen Mitbestimmungen aller interessierter Menschen kommen. Das Gremium wird daraus weitere Regeln ableiten bzw. bestehende umarbeiten. Am Ende wird ein sicher unvollständiger und unvollkommener Regelsatz entstehen - soweit demokratischer Prozess.

Mit diesem beginnt man die Austrocknung und prüft, welche Regeln geeignet sind bzw. welche Regeln überarbeitet werden müssen. Die Praxisergebnisse und nicht kluge Reden allein werden zeigen, was richtig und was falsch ist.

Sumpf haeb ich gewählt, um es vereinfacht darzustellen. Es geht am Ende um gesellschaftliche Veränderungen. Es muss ein Ende finden, dass Menschen sich mit dem Rüstungsgeschäft dumm und dämlich verdienen und damit Voraussetzungen für Kriege schaffen. Wenn das Rüstungsgeschäft im für die Verteidigung eins Landes erforderlichen Umfang erfolgt und nicht im Umfang für Kriege, wo andere Länder überfallen werden und das Geschäft nicht mehr erlaubt ist für Rüstungsexporte, dann wird das wirtschaftliche Interesse geringer. So sind wir schon mitten drin im Regelfindungsprozess.

Wenn es mit wirklicher Demokratie möglich ist, dass die Interessen einer großen demokratischen Mehrheit für Frieden gegenüber den Interessen einer Gruppe von Kriegsinteressierten durchsetzbar wird, dann kann man diesen Weg gehen. Es wird nie ein perfekter Weg sein, der für jeden Friedensfreund die 100-%tige Gewißheit schafft, dass alles, was er wollte gemacht wird. Es werden Regeln sein müssen, die die Interessen der Teilnehmer zu großen Teilen befriedigt. Eine absolute Gerechtigkeit gibt es so wenig wie eine absolute Wahrheit. Nur man muss damit beginnen und im Verlauf des Prozesses die Einzelheiten weiter ausgestalten. Zu warten, bis es eine perfekteLösung für jeden bis ins letzte Detail gibt, wird nie zu einem Anfang und damit nie zu einer Veränderung führen.

Gruß, Astrofreund
 

Petz

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Zelensky liefert gerade die ärgste Show ab, wenn das so weitergeht wird das Popcorn dieser Welt bald ausverkauft sein: zuerst fliegt er nicht nur uneingeladen, sondern sogar explizit ausgeladen zu den Friedensverhandlungen, und das obwohl sowohl Trump als auch Putin unmißverständlich klar gemacht haben dass er dort unerwünscht ist:


und jetzt will er den Frieden der dort ausgehandelt wird nicht anerkennen:


Ich kann mir zwar nicht vorstellen dass es wirklich so eine gute Idee von Zelensky ist wenn er sich neben Putin jetzt auch noch bei Trump unbeliebt macht, aber Chuzpe hat er, das muss man ihm auf jeden Fall lassen.
 

Monod

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Zelensky liefert gerade die ärgste Show ab, ...
Das ist keine "Show", sondern das ist Verzweiflung angesichts einer aussichtslosen Lage. Abfällige Kommentare sind da völlig fehl am Platze. Selenskyj ist in diesem politischen Schmierenstück der tragische Held, der gerade zwischen Großmachtinteressen zerrieben wird, weil er sich bezüglich der Garantieleistungen verkalkuliert hat. Die Rolle des Schurken kommt hier dem Westen zu, und hierbei nicht dem aktuellen US-Präsidenten Trump allein, sondern dem ganzen Verbund, welches in der NATO organisiert ist.

Wie ich weiter vorn im Thread bereits rekonstruiert hatte, legte es der Westen nach dem Kollaps der Sowjetunion darauf an, die Schwächephase unter Jelzin dahingehend auszunutzen, dass die NATO sich nach Osten hin erweitert und Russland als nach wie vor bestehende Großmacht mit ihren Interessen ignoriert wird. Ich will das hier nicht erneut vertiefen, aber der Westen war der treibende Keil, warum es überhaupt zum Krieg gekommen ist. Die Ukraine muss in diesem bösen Spiel um Einfluss-Sphären als Opfer im Stellvertreterkrieg herhalten.

Angesichts der verheerenden Folgen für alle Beteiligten in diesem Land, verbieten sich höhnische Kommentare über Selenskyj, der diesen Konflikt geerbt hatte, als er 2019 ins Amt gewählt wurde und nun zusehen musste, wie er damit zurecht kommt. Die ihm zugesicherten Hilfestellungen seitens des Westens haben sich ja nun als nicht hinreichend und damit als falsche Versprechungen erwiesen, wie man sehen kann.

Den Überfall am 24. Februar 2022 hätte man seitens des Westens noch abwenden können, wenn man auf das Vertragsangebot seitens Russlands eingegangen wäre und garantiert hätte, dass die Ukraine nicht der NATO beitreten wird. Das wollte man nicht. Die Ukrainer mussten es ausbaden. Die Amerikaner sind fein raus und wir als Europäer dürfen die Kosten tragen. Sauber hingekriegt ...

EDIT: Ich habe mir gerade das erste der beiden Videos angeschaut und muss sagen, dass da eine Menge sinnenstellendes Zeug geredet wird, was so gar nicht stimmt. Selenskyj ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten und nicht in Saudi Arabien. Das Treffen am Montag in Paris beinhaltete keine Friedensverhandlungen, sondern Abstimmungen darüber, welche Rolle Europa beim Zustandekommen eines Friedensvertrages und der Sicherstellung der Waffenruhe leisten kann. Olaf Scholz lehnt nicht einen Friedensvertrag ab, sondern einen "Diktatfrieden", der über die Köpfe der Ukrainer hinweg ausgehandelt wird. Die Rolle Selenskyjs wird hier also völlig verzerrt wiedergegeben. Er verärgert aktuell niemanden.
 
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Monod

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Wenn es mit wirklicher Demokratie möglich ist, dass die Interessen einer großen demokratischen Mehrheit für Frieden gegenüber den Interessen einer Gruppe von Kriegsinteressierten durchsetzbar wird, dann kann man diesen Weg gehen.
Daran hapert es ja. Es gibt keine wirkliche Demokratie - außer vielleicht in dörflichen Kommunen - wo das Volk herrscht, weil es in größeren Gemeinschaften nicht mehr praktikabel umsetzbar ist, dass alle an der Entscheidungsfindung für Detailfragen beteiligt sind. Darum wählt man Stellvertreter, die dann ihrerseits eine Regierung ins Amt wählen, welche dann als Minderheit die überwiegende Mehrheit beherrscht. Konsequenterweise darf dieses System daher nicht Demokratie heißen, sondern meinetwegen Wahl-Oligarchie.
 

albertus

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... Das Treffen am Montag in Paris beinhaltete keine Friedensverhandlungen, sondern Abstimmungen darüber, welche Rolle Europa beim Zustandekommen eines Friedensvertrages und der Sicherstellung der Waffenruhe leisten kann.
Der ungarische Außenminister meint, dass dies ein Treffen der Kriegstreiber war. Man diskutierte, wer eine Friedenstruppe schicken will. Russlandfreundlichere EU-STaaten waren nicth eingeladen - naja EU-Demokratie. Scholz hat vor Wochen die Beteiligung Deutschlands abgelehnt. Die Polen wollen auch nicht, fordern aber eine höhere Wehrfähigkeit der anderen NATO-Länder. Aber England, Frankreich ... Doch Russland lehnt diese Friedenstruppe aus naheliegenden und bekannten Gründen ab. Eine Friedenstrupppe ginge nur, wenn beide Seiten zustimmen würden, so Russland.

In Riad finden erst mal bilaterale Verhandlungen statt. Da können die EU-NATO-Länder beraten wo und soviel sie wollen. Außer weiter Krieg hat die EU kein mir bekanntes Konzept für die Ukraine vorgelegt. Also 5 und setzen und die Erwachsenen das regeln lassen.

Daran hapert es ja. Es gibt keine wirkliche Demokratie ...
Freue mich immer, wenn jemand mitdenkt und die richtigen Schlußfolgerungen zieht. Der dauerhafte Frieden ist keine einfache Sache. Da muss noch sehr viel vorher geschehen. ;)
 
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albertus

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Die Rolle Selenskyjs wird hier also völlig verzerrt wiedergegeben. Er verärgert aktuell niemanden.
Er meint, dass die Ukraine die Verhandlungen in Riad nicht anerkennt, dass es einen Frieden mit Russland nur gibt, wenn die Ukraine unterschreiben darf und dass er Trump nicht die gewünschten Rohstoffe (für 500 Mill. Dollar) liefern will. Die restlichen 345 Milliarden Dollar dann wohl auch nicht. Ob das Trump erfreut? Klar, der will ja Neuwahlen in der Ukraine ... und weg war der mutige Selinski.

Russland stellt sich als neuen Regierungschef jemanden vor, der Diener zweier Herren sein will und kann. Also der vermittelt zwischen Ost und West. Diese Vermittlung soll auf die in ihrer Staatlichkeit verbleibende Ukraine übertragen werden. Allerdings nur, wenn Russlands Forderungen nach Demilitarisierung, Entnazifizierung und Neutralität (kein NATO-Beitritt) erfüllt werden. Von Friedensmission der EU-NATO-Staaten ist da keine Rede.

Die Sicherheitsgarantien übernehmen Russland und evtl. die USA. Was auch heißt, Russland wird die ausgehandelten und von den USA und Russland und dem Selinski-Nachfolger unterzeichneten Bedingungen mit aller Kraft und Härte durchsetzen. Ein Minsk III oder irgend welche anderen Herumeiereien wird Russland nicht erlauben.

Für die USA ist "nur" von Interesse, dass die Ukraine die bisher von Biden "geschenkten" 350 Milliarden Dollar zurückzahlt. In Rohstoffen und anderweitig und das die ausgehandelten 'Wiederaufbauverträge mit den großen US-Unternehmen wie Blackrock & CO. dabei eingehalten werden.

Die EU-NATO-Länder haben 5% ihres ... für Waffenkäufe (in den USA) und militärische Aufrüstung auszugeben. Wenn die NATO dann größere EInheiten in den baltischen Staaten stationieren will, wird Trump nichts dagegen haben. Nur die EU-NATO-Truppen müssen in Zukunft die Aufgaben von Trumps Boys übernehmen, denn die will Trump nach Hause holen. Wir Steuerzahler bekommen das allerdings alles als Rechnung präsentiert.
Die an die Ukraine überwiesenen Milliarden wurden als Kredit vergeben. Damit könnte man die Steuerlast etwas verringern? Gut kein guter Witz.

Es sollte keiner darauf spekulieren, dass Trump in 4 Jahren ja wieder weg ist. Der lässt sich von seinem neuen Kumpel Putin auch erklären, wie man verlängert und das auf Lebenszeit. Wenn das nicht klappt, gibt es Vance und andere gehorsame Trump-Apostel. Die US-Bürger sind zu 53% mit Trump zufrieden und werden ihre "Goldenen Zeiten" so schnell nicht abwählen.
 
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blue.moon

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noch einen gibt's

Brigadegeneral a.D. Erich Vad‘ Buch: Ernstfall für Deutschland

Er schreibt z.B. 1914 war die Kriegsbegeisterung enorm, selbst Künstler und Intellektuelle zogen strahlend gegen den Feind. 1918 war davon nichts mehr übrig. Punkt. Da Vad diese „Kriegsbegeisterung“ bei Beginn des RU-Ukraine Krieges unter vielen Deutschen wie in den sozialen Medien nicht nur spürte, sondern deutlich vernahm, ist ein Anliegen seines Buches „Im Ernstfall“, seinen Lesern einen Krieg in Deutschland bzw. EU mit Worten veranschaulichen.




Ob Zelens’kyj Chuzpe hat - schön mal ein jiddisches Wort zu lesen – „Tacheles“ oder „Mischpoke“ ist in Berlin noch üblich, fällt mir spontan ein - da will ich mich nicht festlegen, er will Putin vernichten. Punkt. Und jeder soll helfen.

Und natürlich habe ich Verständnis für seine Situation aber ich hätte mich an den Verhandlungstisch gesetzt. Man muss realistisch sein, lernte ich, nicht zu emotional bei gewissen Entscheiden und Hass (und ist noch so nachvollziehbar) sollte Kriege nicht künstlich verlängern. Schon 2022 sprachen hohe Militärs davon, dass die Ukraine den Krieg verloren hat.

Ohne Kommentar.

Jedenfalls, und wenn ich damit alleinstehe, egal, meine potenziellen noch nicht geborenen Söhne sollen in KEINEM Krieg Kanonenfutter sein, selbstredend auch nicht ein Großteil der Weltbevölkerung an der Strahlenkrankheit krepieren oder gar verdampfen.

Ich kotze zwar ab - sorry – aber Jugendliche sind nicht alle begeistert über die Welt, die die „Alten“ ihnen hinterlassen – ich bin erwachsen - wenn ich die Schuldenuhr sehe und nun sollen wieder 500 - 1 000 Mrd. +- draufkommen je nach Partei, aber wir kommen wohl nicht drum herum – nach Wunsch von Onkel Sam soll der Verteidigungsetat – heute ca. 2% des BIP – auf 5% aufgestockt werden, und was Onkel Sam sagt wird gemacht, auch damit unsere unangemessen übertrieben großen Sozialabgaben sich normalisieren (müssen) wie die US-amerikanischen. OT.
(...)+
Wo fließ überhaupt die ganze Kohle hin, die Musk/Trump radikal einsparen, muss er Kredite abzahlen bei Goldman Sachs? Naja. Wir auch. Und was geht uns das alles an? Was Mr. Präsident sagt, kann ich auch…

Brigadegeneral a.D. Erich Vad hält 3% für realistischer. Da ich inzwischen weiß, dass die Gesamtmilitätausgaben der Länder der EU die von RU übersteigen, bin ich nicht begeistert aber wir sind eben für die USA das was Vance sagte.

Bitte Monod, lasse etwas Vielfalt zu, ich finde es gerechtfertigt Zelens’kyj kritisch zu sehen.
Ein bisschen mehr Meinungsfreiheit á la Vance sollte es wirklich geben, er hatte nicht ganz unrecht.
-
Was sagst du denn zu Vad‘s Buch?

Ungewohnt frostige Grüße (NURwetterbedingt 😊aus Berlin, Mondlicht
 

albertus

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Das Rumoren beginnt oder wie ntv heute meint: https://www.n-tv.de/politik/politik...-Klingbeil-Fraktionschef-article25570189.html

Am Wahlsonntag droht der SPD also eine tiefe Erschütterung - mit drei unmittelbaren Folgen:

  • Erstens steht ein Austausch der Führungsriege an. Bundeskanzler Olaf Scholz wird ab Sonntagabend schlagartig entmachtet. Er wird Verantwortung übernehmen und sich wahrscheinlich aus der Politik zurückziehen. Scholz hat bereits angekündigt, dass er nicht für ein Kabinett Merz zur Verfügung steht. Damit wird er nicht einmal mehr die Koalitionsverhandlungen führen dürfen. Auch die Karrieren von Parteichefin Saskia Esken und Fraktionschef Rolf Mützenich dürften nach dem Wahltag weitgehend auslaufen. Bei Esken wird die offizielle Entmachtung noch bis zum ordentlichen Parteitag dauern, bei Mützenich könnte schon die konstituierende Fraktionssitzung bereits seinen Abstieg besiegeln.
  • Zweitens wird die kommende SPD-Fraktion ein völlig anderes Gesicht bekommen. Sie wird in ihrer Größe - auch wegen des neuen Wahlrechts - glattweg halbiert sein. Zugleich dürfte in ihr das Bewusstsein herrschen, dass es für die SPD fortan ums nackte Überleben geht und sie in einer neuen Regierung sachliche Probleme wirklich lösen, im Politsprech also "liefern" muss. Das könnte für die Regierungsbildung mit der Union hilfreich sein. Partei-Insider kündigen bereits an: Die neue Fraktion dürfte sich den pragmatischen Linien ihrer Ministerpräsidenten von Brandenburg bis Hamburg, vom Saarland bis nach Niedersachsen anschließen und in der Migrationsfrage eine echte Wende herbeiführen.
  • Drittens stehen mit Lars Klingbeil und Boris Pistorius zwei starke Führungsgestalten nun an der Rampe der neuen Macht. Beide kommen aus Niedersachsen, beide sind mittig orientierte Realpolitiker, beide haben hohe Akzeptanz in der Partei. Aber beide sind auch sehr machtbewusst. Darum wird der erste Machtkampf der neuen SPD und auch der Regierungsbildung unter diesen beiden ausgetragen werden. Klingbeil dürfte nächster Fraktionsvorsitzender werden und die Koalitionsgespräche führen. Doch geht er auch in eine neue Regierung? Überlässt er möglicherweise Pistorius die Vizekanzlerschaft? Oder wird dieser damit zu mächtig? Einig sollen sich beide darin sein, den dritten Niedersachsen in der SPD-Führung, Hubertus Heil, nicht mehr in die erste Reihe zu lassen.
Nunja, es kommt, was kommen musste.

 

ralfkannenberg

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Ich will das hier nicht erneut vertiefen, aber der Westen war der treibende Keil, warum es überhaupt zum Krieg gekommen ist.
Hallo Monod,

wie an zahlreichen Stellen im Thread beschrieben gibt es Leute und auch zahlreiche Quellen, die das anders sehen.

Aber ja: es ist natürlich ein "gutes" Argument, um brutale Aggressoren wie die Russische Föderation von ihren Verpflichtungen zum Völkerrecht zu entbinden und Kriegsverbrechen zu legitmieren und damit eine Täter-Opfer-Umkehr herzustellen.

Den Überfall am 24. Februar 2022 hätte man seitens des Westens noch abwenden können, wenn man auf das Vertragsangebot seitens Russlands eingegangen wäre und garantiert hätte, dass die Ukraine nicht der NATO beitreten wird. Das wollte man nicht.
Auch hierzu gibt es zahlreiche Gründe, warum das so war, und auch das wurde in diesem Thread in genügender Ausführlichkeit dargelegt, Stichwort Helsinki-Prinzip. Es würde die geneigte Leserschaft langweilen, wenn man diese erneut vorbringt.

Die Ukrainer mussten es ausbaden. Die Amerikaner sind fein raus und wir als Europäer dürfen die Kosten tragen. Sauber hingekriegt ...
Dem hingegen ist - leider - in vollem Umfang zuzustimmen.

Zumal nicht gesagt ist, dass die Europäer ihr Portemonnaie überhaupt öffnen werden. Wenn die Ukraine verschwindet kommt das die Europäer billiger und erspart Europa einen weiteren Krieg in einigen Jahren. Und Trump wird das Verschwinden der Ukraine vermutlich auch nicht weiter stören.


Freundliche Grüsse, Ralf
 
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ralfkannenberg

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Wenn die NATO dann größere EInheiten in den baltischen Staaten stationieren will, wird Trump nichts dagegen haben.
Hallo Astrofreund,

warum sollte sie das tun ? - Die neuen Machthaber und auch diejenigen, die diese gewählt haben, haben kaum etwas dagegen, wenn das Baltikum wieder in eine geeignete Nachfolgeorganisation der Sowjetunion - idealerweise die Russische Föderation - integriert wird.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

blue.moon

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Ich will das hier nicht erneut vertiefen, aber der Westen war der treibende Keil, warum es überhaupt zum Krieg gekommen ist.
Ralf:
Hallo Monod,

wie an zahlreichen Stellen im Thread beschrieben gibt es Leute und auch zahlreiche Quellen, die das anders sehen.
Hi Monod, genau das sagt Vad auch, dessen Hörbuch ich vernahm, habe frei, dankbar zuhörte, ich stimme ihm voll und ganz zu. Er ist parteilos. General a.D.
Deutschland muss und wird handeln. Wir müssen aufrüsten, es nutzt alles nichts. Sonst habe ich meinem Post weiter oben nichts hinzuzufügen.
tschüß
 
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