... ich spreche von mir: Ich bin Pazifist und ein "Freigeist", habe absolut nichts mit dem Militär zu tun, entschuldige bitte, allein wenn ich Soldaten marschieren sehe, finde ich das irgendwie komisch.
Super, volle 10 Punkte. Da bin ich gern voll dabei.
Aber nicht verabschieden von Diskussionen oder Demos. Im Gegenteil - nur teilnehmen hilft, das der Wille des Volkes nach Frieden durchgesetzt wird. Du warst und bist auch nicht die Einzige, die Unwohlsein bei Sichtung von Soldaten bekommt.
Nehmen wir Einstein als Beispiel und da findet man im Netz einiges:
"Schon in seiner Schulzeit war er unbequem – frei von Vorurteilen, von nationalem Stolz und Pathos. Der militärische und autoritäre Drill an den deutschen Schulen befremdete und verstörte ihn schon früh.
So schrieb er 1933 im Rückblick: "Ich fühlte mich schon als Knabe der Mentalität fremd, die in dem deutschen Staate mit seiner überspitzten militärischen Mentalität verkörpert war. Als mein Vater nach Italien zog, hat er mich auf meine Bitte hin ausgebürgert, weil ich Schweizer werden wollte."
Im April 1914 siedelte Albert Einstein, inzwischen Professor an der ETH Zürich, nach Berlin über. Einstein hegte keine grossen Sympathien für Deutschland, damals die Hochburg des verhassten preussischen Militarismus, doch ein eigens für ihn gegründetes Institut konnte ihn dennoch zu diesem Schritt bewegen. Vier Monate später brach der erste Weltkrieg aus und damit auch Einsteins Engagement für den Frieden."
Einer seiner bekanntesten Sprüche zum Militär:
«Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschieren kann, dann verachte ich ihn schon; er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation sollte man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen. Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalttat und leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich erscheint mir der Krieg; ich möchte mich lieber in Stücke schlagen lassen, als mich an einem so elenden Tun zu beteiligen! Ich denke immerhin so gut von der Menschheit, dass ich glaube, dieser Spuk wäre schon längst verschwunden, wenn der gesunde Sinn der Völker nicht von geschäftlichen und politischen Interessen durch Schule und Presse systematisch korrumpiert würde.»
(Aus: Albert Einstein (1934). Mein Weltbild)
Naja, die Friedensbewegung war in Deutschland schon mal größer gewesen. Wenn ich an 1983 denke, als neue Mittelstreckenraketen in der BRD aufgestellt werden sollten und die UdSSR SS20-Raketen bei uns aufstellte ... Heute zuckt nichts, wenn demnächst US-Mittelstreckenraketen in Deutschland aufgestellt werden. Raketen, die auch atomare Sprengköpfe tragen können. Die Standorte sind Russland sehr schnell bekannt und werden zu Zielpunkten von russischen Raketen. Besser wäre es, man würde auf diesen Müll endgültig verzichten. Das tut man aber erst, wenn das (Wahl)-Volk in sehr großer Anzahl auf die Straße geht. Setzt auch voraus, dass sich das Volk nicht mehr wie heute Angst machen lässt. Vor allen davor, dass Putin nach der Urkaine weiter westlich marschieren wird und demnächst hier steht. Das ist dann Kalter Krieg 2.0. Bruache ich auch nicht ...
Gruß, Astrofreund