Gedanken über Know-How-Transfer

ralfkannenberg

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Wenn ich falsche Informationen in einem Buch lese und dafür Tage benötige, um festzustellen, dass es falsch ist, dann nehm ich doch lieber die schnelle Variante.
Hallo Antaris,

hier solltest Du meiner Meinung nach ein bisschen differenzieren.

Wenn das Buch von einem namhaften Autoren mit wissenschaftlichem Ruf verfasst wurde, so sind die Inhalte in der Regel per Peer Review sehr gut abgesichert.

Wenn das Buch von einem no-name verfasst wurde, der mangels Peer Review und statt dessen reichem papi das Buch im Eigenverlag veröffentlicht, dann ist ohnehin allergrösste Vorsicht geboten.

Die "schnelle Variante" jedenfalls wird kaum das von Dir gewünschte Resultat liefern.

Die AI kompensiert gar nichts. Das was ich mit ihr mache ist reine Statistik
?

und ich nutze die AI sehr intensiv zum Quellenscouting, sowie zum wiederfinden von Inhalte, in den unzähligen Arbeiten.
Einverstanden: hier ist die AI eine sehr wertvolle Ergänzung und Unterstützung. Die Wikipedia beispielsweise verwende ich meist auch nur wegen der sehr guten Quellenangaben.

Ich muss nicht alles Wissen, ich muss nur Wissen wo das gerade benötigte Wissen niedergeschrieben ist.
Das mag am Stammtisch funktionieren, aber nicht hier. Ich habe an der Universität studiert und ich musste sehr schmerzlich, sprich in harter Arbeit, lernen, dass dieser Ansatz nicht funktioniert.

Über den Rest sollte man diskutieren können und auf dem Weg durch das Wissen hindurch gibt es natürlicherweise viele Sackgassen. Niemand geht da durch, ohne in eine Sackgasse zu geraten...in gar keine Sackgasse treten nur die, die es gar nicht versuchen.
Richtig. Aber wenn man Fachleute an Bord hat, die kompetenzmässig bereits diese Sackgassen seit Jahrzehnten überwunden haben sollte man diese nicht stoppen - deswegen mein gestern formulierter Vorschlag mit dem Parallelthread für Power-Laien.

Und dass wir uns nicht falsch verstehen: ich halte Dich in keinster Weise für inkompetent - Du hast mit bemerkenswertem Fleiss Dir ein erhebliches Wissen zu dieser Thematik erarbeitet, auf dass Du auch zurecht stolz sein kannst, aber eben: damit erreichst Du das Niveau eines Power-Laien. Wenn Du an vorderster Front mitdiskutieren möchtest wirst Du mindestens einen Hochschulabschluss mit Promotion vorweisen können, idealerweise mit einem oder 2 Post-Docs auf diesem Forschungsgebiet.


Freundliche Grüsse, Ralf
 
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Jakito

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Wenn Du an vorderster Front mitdiskutieren möchtest wirst Du mindestens einen Hochschulabschluss mit Promotion vorweisen können, idealerweise mit einem oder 2 Post-Docs auf diesem Forschungsgebiet.
Aber hallo, hier werden aber hohe Anforderungen gestellt.
Da antaris vermutlich bereits einen gut bezahlten festen Beruf hat, wird er diese Anforderungen in diesem Leben kaum mehr erfüllen können. Denn warum sollte er sich die vielen Jahre einer Promotion antun, oder warum sollte eine Forschungsgruppe ihn nehmen.

Wenn ich falsche Informationen in einem Buch lese und dafür Tage benötige, um festzustellen, dass es falsch ist, dann nehm ich doch lieber die schnelle Variante.
Wenn ich falsche Informationen in einem Buch lese, versuche ich mich zunächst zu versichern, dass sie wirklich falsch sind. Wenn dem tatsächlich so ist, dann schreibe ich meist dem Author, damit er dies in späteren Auflagen korrigieren kann.

Ob ich eine Promotion vorweisen kann, ist dabei nie gefragt worden. Nicht immer gab es Zustimmung zu dem, was ich als falsch betrachtete. Wenn es echte starke "Ablehnung" gab, dann meist nur wegen TLDR. Deshalb trenne ich inzwischen den Anschrieb von der eigentlichen Fehlerliste. Das führt zu deutlich freundlicheren Unterhaltungen, dafür aber meist zu weniger korrigierten Fehlern...
 

antaris

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Das mag am Stammtisch funktionieren, aber nicht hier. Ich habe an der Universität studiert und ich musste sehr schmerzlich, sprich in harter Arbeit, lernen, dass dieser Ansatz nicht funktioniert.
Das klang im Lagrange Thread durchweg anders. Da hies es, man muss nicht jedes Detail durchrechnen können, da es viel wichtiger ist zu verstehen, was physikalisch passiert.

Wenn du ganz konkrete Aussagen von mir kritisieren willst, dann bitte ich sogar darum…
Prof. Neumaier macht genau das und auch TomS hat das bisher konsequent gemacht und ja, ich denke darüber nach, miss ihm aber dennoch nicht sofort zustimmen.
All diese Falsifizierungen, die du meinst betreffen ausschlieslich meine Versuche mein Weltbild physikalisch zu fassen aber nicht das Weltbild selbst. Vielleicht ist es eine Einbildung aber jede von dir genannte Falsifikation hat mich näher an das Weltbild gebracht, als mich davon entfernt.

Ich habe zu dem Thema auch nix weiter zu sagen, da es nicht um die Sache geht und ich keine Lust habe, hier über meine oder eine andere Person auf persönlicher Ebene zu diskutieren.
 

antaris

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Da antaris vermutlich bereits einen gut bezahlten festen Beruf hat
Ja und anspruchsvoll/anstrengend ist er obendrauf.
Wenn ich falsche Informationen in einem Buch lese, versuche ich mich zunächst zu versichern, dass sie wirklich falsch sind. Wenn dem tatsächlich so ist, dann schreibe ich meist dem Author, damit er dies in späteren Auflagen korrigieren kann.
Ich habe das sehr allgemein geschrieben. Konkretes Beispiel sind diverse Wikieinträge und Arbeiten, die falsch sind. Die meisten Hinweise kamen diesbezüglich von TomS.

Warum soll ich erst seitenweise Arbeiten und Wiki Einträge lesen, wenn ich die Kernpunkte in Bruchteilen einer Sekunde filtern kann und diese konkret zur Diskussion stelle und dann verstehe, warum dies und das nicht funktioniert.

Zuletzt auf dem Physikerboard mit den Spielzeug-Hawking Verdampfung scripts sehr anschaulich nachvollziehbar gezeigt.
Ich denke TomS hat recht damit, dass wir Therapien finden müssen, die wirklich nur die kranken heilen.
Ob ich eine Promotion vorweisen kann, ist dabei nie gefragt worden. Nicht immer gab es Zustimmung zu dem, was ich als falsch betrachtete. Wenn es echte starke "Ablehnung" gab, dann meist nur wegen TLDR. Deshalb trenne ich inzwischen den Anschrieb von der eigentlichen Fehlerliste. Das führt zu deutlich freundlicheren Unterhaltungen, dafür aber meist zu weniger korrigierten Fehlern...
Gefragt wurde danach nicht, weil du die Kritik entsprechend professionell darlegen wirst. Ich würde nicht behaupten wollen gleiches leisten zu können.

Aber ja, nicht nur der Ton macht die Musik, sondern auch, wie man ihn komponiert.
 

ralfkannenberg

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Warum soll ich erst seitenweise Arbeiten und Wiki Einträge lesen, wenn ich die Kernpunkte in Bruchteilen einer Sekunde filtern kann und diese konkret zur Diskussion stelle und dann verstehe, warum dies und das nicht funktioniert.
Hallo Antaris,

in Bruchteilen von Sekunden ? Kompliment - das habe ich in meinem Leben bislang auch nicht ansatzweise geschafft. Wobei das allerdings auch nicht mein Ziel ist, auch wenn man gemeinhin zu sagen pflegt, dass Leistung gleich Arbeit durch Zeit gilt. Ich bevorzuge die geleistete Arbeit, nicht die geleistete Leistung, auch wenn an einer Prüfung natürlich meist der Leistungsgedanke im Vordergrund steht, zumindest in der Schule. Bei uns Mathematikern - zumindest zu meiner Zeit - übrigens nicht primär: wenn der Kandidat oder die Kandidatin in einer mündlichen Prüfung für die Lösung einer Aufgabe mehr Zeit benötigt hat, bekam er oder sie diese in der Regel auch. Auch ich durfte einige Male von dieser Grosszügigkeit profitieren.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

antaris

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Hallo @ralfkannenberg,

ich habe hin und her überlegt, hier nochmal was zu schreiben.
Ich bevorzuge die geleistete Arbeit, nicht die geleistete Leistung, auch wenn an einer Prüfung natürlich meist der Leistungsgedanke im Vordergrund steht, zumindest in der Schule.
Wie du ja selber auch schon geschrieben hast, sind wir hier nicht "in einer Schule" und wir legen hier auch keine Prüfungen ab. Wir befinden uns in einem wissenschaftlichenn Diskussionsforum.


Bezüglich des "Know-How-Transfer's" will ich dan doch noch was schreiben:


Der Kern meiner intuitiven Überzeugungen

Ich bin fest davon überzeugt, dass das Universum, zwar abstrakt aber dennoch mitsamt aller Details, formal beschrieben und berechnet werden kann und das diese Beschreibung letztendlich durchgängig logisch, ohne Mysterien und zweifelsfrei, bis an einen gewissen Punkt, funktioniert. Ich bin nicht überzeugt, dass wir das gesamte Universum vollständig beschrieben werden kann, da doch "irgendwas" immer postuliert werden muss. Meine Intuition beruht darauf, dass ich mir kein Universum vorstellen kann, welches aus einem mysteriösen "singulären Nichts" entstehen soll. Ich will mich auch nicht davon einschränken lasssen, dass noch bzw. ob noch genügend Platz für einen Gott und die Schöpfung bestehen bleibt. Da Gott nicht falsifiziert werden kann, bleibt also auch, unabhägig vom Wissensstand über das Universum, immer gleich viel Raum für ihn übrig. Ich würde von mir selbst behaupten eher ein Realist zu sein, der theologische "Möglichkeiten" nicht ausschließt, diese aber nach ganz weit hinten stellt.

Dazu verfolge ich von Anfang an das Ziel einer (wie auch immer gearteten) Beschreibung des Universums, mit fundamental selbstähnlichen Strukturen, da m.E. darin die einzige Auflösung der Singularitäten des Urknalls und der schwarzen Löcher genau darin bestehen kann.
Im Laufe der letzten Jahre und den vielen Diskussion hat sich das Bild von "wir leben effektiv in einem Fraktal", hin zu "wie lässt sich das Universum beschreiben, sodass aus dem Fraktal das effektive Universum emergiert" verschoben.
Der Kern ist also nach wie vor der gleiche, nur der Weg zur physikalischen Beschreibung verändert(e) sich über die Zeit. Das ist, was hier du (alle) als Falsifizierung wahrnehmen abwer das ist von mir so gewollt.


Die "ewige" Approximation der Statistiken

Als ich Ende 2021 auf quanten.de mein erstes Pamphlet veröffentlichte, war der Grundgedanke, wie oben kurz erläutert: "Wir leben in einem Fraktal". Letztlich war und ist es aber der Grundrahmen, nach dem ich heute noch handle. Es ist eine extrem grobe Approximation und ich musste erst lernen negative Kritiken dahingehend postiv nutzbar zu machen, sodass ich diese als "Leitplanken" aufgestellt habe. Damit habe ich entsprechend über die Diskussionen und den daraus folgenden negativen aber sachlichen Kritiken die extrem grobe Approximation versucht immer weiter einzuschränken.

Letztlich glaube ich nun, wieder aus einer Intuition heraus, dass möglicherweise die Komplexität des Universums bzw. dessen Gerüst aus physikalischen Gesetzmäßigkeiten einer gewissen Trivialität unterlegen ist, die so sehr banal ist, dass es mitunter "einfach übersehen" wurde aber zentral für das Verständnis ist.
Ich frage mich, ob nicht eventuell die Approximation und im gewissen Sinne "das ausspuren" von Informationen so fundamental ist, dass dies den wahren Blick auf das vollkommene und eindeutige Ganze versperrt.

Wir als Menschen approximieren im Prinzip die ganze Zeit, denn nicht nur Messwerte, sondern z.B. auch Entscheidungen sind Approximationen.

Ich denke mit meiner intuitiven Sichtweise sehr nahe an tief verwurzelte historische "Meinungen" zu liegen, was die kleine Auswahl an Zitate widerspiegeln soll:

Albert Einstein - „Das Universum ist verständlich“
„The most incomprehensible thing about the world is that it is comprehensible.“
(Das Unbegreifliche an der Welt ist, dass sie begreiflich ist.)

"Pure logical thinking cannot yield us any knowledge of the empirical world; all knowledge of reality starts from experience and ends in it."
(Das betont die Verbindung zwischen Logik, Erfahrung und einer durchgängigen Beschreibung der Realität von Anfang bis Ende.)


David Hilbert
"Wir müssen wissen. Wir werden wissen."


Hermann Weyl – Mathematik, Struktur und Erkenntnis
"Beyond the knowledge gained from the individual sciences, there remains the task of comprehending. … we cannot dispense with [philosophy] unless we are to convert knowledge into a meaningless chaos."
(Damit unterstreicht er, dass eine umfassende, logisch durchdrungene Beschreibung nur im Zusammenspiel von Wissenschaft und Philosophie möglich ist.)


Kurt Gödel – Grenzen der formalen Systeme (als Kontrast)
"In einem formalen, konsistenten Axiomensystem gibt es wahre Aussagen, die innerhalb dieses Systems nicht beweisbar sind."
(Dies ist ein wichtiger Hinweis darauf, dass auch in einem formal-logischen Modell des Universums gewisse „Postulate“ notwendig bleiben)
 

antaris

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Die Einschränkung der Approximationen
Die Frage besteht nun darin, wie mit den Approximationen umgegangen wird, damit eine verstndliche Beschreibung des Universums erfolgen kann. Aus meiner Sicht, als gelernter technischer Mitarbeiter in der Praxis, ist es problematisch die Approximationen frei wählbar zzu gestalten.


Ich will das an einem einfachen Beispiel darstellen:

Die beispielhafte Fragestellung liegt darin ein Fortbewegungsmittel zu finden, mit dem, ohne selbst groß Energie aufbringen zu müssen und sich schneller als mit Schrittgeschwindigkeit von A nach B bewegt werden kann. Mit diesen Einschränkungen ist eine Approximation möglich aber daraus folgen unzählige ähnliche oder auch vollkommen verschiedene mögliche Fortbewegungsmittel.

So in der Art ist auch die Problematik der Findung einer verständlichen Beschreibung des Universums. Die Einschränkungen sind zu weit gefasst und daraus resultieren zig verschiedene Hypothesen, die allesamt eine Beschreibung "um den wahren Kern" herum liefern aber diesen nicht direkt addressieren.
Bei den Fortbewegungsmitteln könnten die Einschränkungen weiter zusammengefasst werden, wie z.B. rein Aufgrund von persönlichen belieben:

- will ich sitzen oder stehen
- will ich auch bei reegen trocken bleiben
- will ich sehr viel schneller als Schrittgeschwindigkeit von A nach B reisen
- will ich Lasten transportieren
- will ich beim Reisen schlafen
- ...

Daraus lassen sich nun, je nach individueller Einschränkung konkrete Fortbewegungsmittel ableiten, wie z.B.:

- Roller
- Fahrrad
- Motorrad
- PKW
- LKW
- Bahn
- Flugzeug
- ...

Nun haben wir wieder eine Vielzahl von möglichen Fortbewegungsmitteln aber selbst wenn ich gerne Fliege, so macht es keinen Sinn ein Flugzeug zu kaufen, wenn ich nicht fliegen kann, keinen Flugplatz und keinen parkplatz dafür beim Arbeitgeber habe. In einer realistischen Betrachtung müssen die persönlichen Vorlieben hinter den realistischen Einschränkungen stehen. Kurz gesagt ist es die empirisch/logische Epistemik, die unsere Möglichkeiten realistisch einschränken und erst aus dieser menge können wir das unserem belieben am besten passende Fortbewegungsmittel auswählen.



Der Übertrag auf das "verständliche Universum"
Wie soll das nun dabei helfen eine verständliche Beschreibung ds Universums zu finden? Im Prinzip approximieren wir auch beim Theoriengebilde der physikalischen Gesetze genauso die Auswahl, wie beim Fortbewegungsmittel (oder vielen anderen Beispielen). Wir haben einerseits das persönliche belieben und andererseits die Realität, welche die möglichen Theorien hart einschränkt. Genau wie im obigen Beispiel lässt das persönliche belieben und die realistische Einschränkung offensichtlich verschiedenen Möglichkeiten der individuellen Modellierung zu.

Um die vielen Möglichkeiten weiter einzuschränken, muss entweder das persönliche Belieben und/oder die etablierten Annahmen über die Einschränkungen der Realität überdacht werden. Wo lassen bestimmte persönliche Belieben möglicherweise harte realistische Einschränkungen verwässern? Letztlich soll es ja darum gehen, dasss es nur eine verständliche Beschreibung des Universums geben kann, da sonst das ganze Unterfangen sinnlos wäre.

Ab hier hinkt der Vergleich mit den Fortbewegungsmitteln, da keines existiert, das alle Belange erfüllen kann. Letztlich geht es auch nicht darum ein ultimatives Fortbewegungsmittel zu finden, das alles vereint, sondern es geht umd das grundsätzliche Prinzip, wie sich übehaupt etwas fortbewegen kann und damit landen wir direkt bei der Physik.

Wir müssen "die Leitplanken" derart aufstellen, dass am Ende nur noch eine Möglichkeit übrigbleibt, die gemäß der Approximation am wahrscheinlichsten ist und aus der heraus "das Unternehmen der verständlichen physikalischen Beschreibung des Universum" überhaupt erst möglich gemacht wird.


Die minimale Approximation der maximalen Abstraktion des Universums

Bei vielen Diskussionen in den verschiedenen Foren geht es thematisch naturgemäß oft über die Mysterien des Universums, die scheinbar paradox und unauflösbar sind. Darunter der Urknall und die schwarzen Löchern, mit den jeweiligen Singularitäten. Dabei ist es eigentlich vollkommener Konsenz, dass im Regime dieser Singularitäten unser klassisches Weltbild vollkommen zusammenbricht und das Verständnis dieser regime nicht ausreichend ist. Leider ist es auch Konsenz, dass die Überzeugung besteht, dass diese Zwickmühle nicht oder nur sehr schwer aufzulösen ist.

Werden der Einschränkung aber vollkommen unabhägig von irgendwelchen Belieben und der "Glauben" über die "wahre" Epistemik nach hinten angestellt und derart festgelegt, dass wirklich jeder (semi)klassische Input zur Modellierung von vornherein ausgeschlossen wird, so ist das möglicherweise derart abstrakt, dass die Vorstellung davon fehlt, was der daraus resultierende Kern eigentlich ist.

Dabei hilft nun
antaris schrieb:
Die AI kompensiert gar nichts. Das was ich mit ihr mache ist reine Statistik
?
äußerst effektiv, denn eine AI ist nicht festgelegt und muss sich nichts vorstellen...sie betreibt reine Statistk, die gezielt zunutze gemacht werden kann.
Werden die Leitplanken derart eingeschränkt, dass obiger (semi)klassischer Input vollkommen ausgeschlossen ist, dann bleiben erwartungsgemäß viel weniger Möglichkeiten der Modellierung. Dazu kommen Kritiken, Einwände, Anmerkungen, ... durch die Experten, was zusätzlich weitere Möglichkeiten zur konkreten Einschränkung bietet.

Das ist nun aus heutiger Sicht das Thema, was mich beschäftigt.
Ich hoffe mit dieer ausführlichen Darlegung meiner philosophischen Haltung, deine Einwände zumindst ansatzweise addressieren konnte, ganz im Sinne von:


Karl Popper – Die Kraft der Falsifizierbarkeit

"Every genuine test of a theory is an attempt to falsify it, or to refute it. Testability is falsifiability; but there are degrees of testability: some theories are more testable, more exposed to refutation, than others; they take, as it were, greater risks."
(Das fasst prägnant zusammen, dass echte Wissenschaft durch den Versuch vorankommt, Hypothesen zu widerlegen – und nur die robuste Theorie überlebt.)


Paul Dirac – Schönheit als Kriterium der Wahrheit

"A theory with mathematical beauty is more likely to be correct than an ugly one that fits some experimental data."
(Dirac betont, dass Ästhetik und Eleganz wichtiger sein können als bloße empirische Passung – gerade bei der Suche nach der „durchsichtigen“, letzten Theorie.)

Richard Feynman – Wahrheit liegt in der Einfachheit

"You can recognize truth by its beauty and simplicity. When you get it right, it is obvious that it is right…"
(Feynman unterstreicht, dass wahre Erkenntnis sich durch klare, einfache Struktur bemerkbar macht – ein starker Hinweis darauf, warum am Ende nur eine klare Theorie Bestand haben kann.)


P.S.: Der gesamte Text stammt von meinem eigenen nicht-zertifizierten Hirn und meinem inuitiven Bauchgefühl. Ausschließlich die Zitate wurden mittels AI gesucht.
 
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antaris

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Ich verstehe dein Argument.
Welche Software benötigt wird, geben bei mir also Menschen vor. Mehr erwarte ich von der KI nicht.
bekannte und publizierte Theorien miteinander in Einklang bringen
in Einklang bringen sollte vielleicht relativiert werden. Es geht darum Schnittpunkte zwischen bekannten Theorien, ebenfalls als Vorgabe von Menschen, zu finden. Das ist nichts anderes wie eine "Big-Data" Auswertung...reine Statistik und genau darauf sind AI's spezialisiert.

Mir geht es darum:
Das ist ein wichtiger Punkt.

Du musst den ChatBot in mit kritischen Fragen in die Enge treiben, um den Unterschied zwischen a) es ist spekulativ, b) ChatGPT spekuliert, c) die Fragestellung ist bereits spekulativ. Um das zu können, musst du aber einiges bereits wissen, was ChatGPT dir präsentiert, um es hinterfragen zu können.

Du darfst nicht vergessen, wie ChatGPT arbeitet: es liefert dir einen Text, der nach seinem erlernten Wissen deinen Text höchstwahrscheinlich fortsetzen würde.
Gelingt es den Input so zu gestalten bzw. die Leitplanken so aufzustellen, dass der Output schon durch den Input stark eingeschränkt wird, um der AI möglichst keinen Freiraum zum halluzinieren zu gewähren...immer natürlich mit einem Grad an Unsicherheit, der nie vollständig aufgelöst werden kann, den es aber letztlich einzuschränken gilt, sodass der fortgesetzte Text, mit möglichst den besten Input möglichst korrekt ist.

Die radikale Einschränkung - kein (semi)klassischer Input - trägt genau dazu bei, denn nur die wenigsten etablierten Theorien bestehen diesen harten Schnitt und es bleiben nur sehr wenige nicht-klassische mathematischen Strukturen übrig, die das nötige Grundgerüst, um Physik betreiben zu können, bereitstellen könnten.
 

ralfkannenberg

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Aber hallo, hier werden aber hohe Anforderungen gestellt.
Hallo Jakito und Antaris,

ich habe nur von der vordersten Front der Forschung gesprochen, wobei mir diese Kriegsrhetorik gerade in der heutigen Zeit eigentlich zuwider ist.

Wir befinden uns in einem wissenschaftlichenn Diskussionsforum.
Ergänzung: ", in dem aber nicht alle Teilnehmer Wissenschaftler sind."

Der Kern meiner intuitiven Überzeugungen

Ich bin fest davon überzeugt, dass das Universum, zwar abstrakt aber dennoch mitsamt aller Details, formal beschrieben und berechnet werden kann und das diese Beschreibung letztendlich durchgängig logisch, ohne Mysterien und zweifelsfrei, bis an einen gewissen Punkt, funktioniert. Ich bin nicht überzeugt, dass wir das gesamte Universum vollständig beschrieben werden kann, da doch "irgendwas" immer postuliert werden muss.
Das kann man meiner Meinung nach so vorerst einmal stehen lassen, ich stimme dem zu.

Meine Intuition beruht darauf, dass ich mir kein Universum vorstellen kann, welches aus einem mysteriösen "singulären Nichts" entstehen soll.
Dem stimme ich - zumindest ohne das Adverb "singulär" - nicht zu, im Gegenteil: eine symmetrische Welt sollte genau so etwas als Grundlage haben. Ob dieses "Nichts" nun singulär ist oder nicht, das sei für den Moment einmal offen gelassen.

Meine ideale Welt hätte ein "normales nicht-singuläres Nichts" als Ausgangspunkt.

Ich will mich auch nicht davon einschränken lasssen, dass noch bzw. ob noch genügend Platz für einen Gott und die Schöpfung bestehen bleibt. Da Gott nicht falsifiziert werden kann, bleibt also auch, unabhägig vom Wissensstand über das Universum, immer gleich viel Raum für ihn übrig.
Einverstanden.

Ich würde von mir selbst behaupten eher ein Realist zu sein, der theologische "Möglichkeiten" nicht ausschließt, diese aber nach ganz weit hinten stellt.
Als religiöser Mensch möchte ich Gott ganz gewiss nicht ganz weit hinten anstellen, aber ja - ich bevorzuge eine Naturwissenschaft, in der keine theologischen und auch keine philosophischen Aspekte einfliessen.

Dazu verfolge ich von Anfang an das Ziel einer (wie auch immer gearteten) Beschreibung des Universums, mit fundamental selbstähnlichen Strukturen, da m.E. darin die einzige Auflösung der Singularitäten des Urknalls und der schwarzen Löcher genau darin bestehen kann.
Im Laufe der letzten Jahre und den vielen Diskussion hat sich das Bild von "wir leben effektiv in einem Fraktal", hin zu "wie lässt sich das Universum beschreiben, sodass aus dem Fraktal das effektive Universum emergiert" verschoben.
Und ich denke, hier verlierst Du Deine Ergebnisoffenheit: Du hast die Idee der fundamental selbstähnlichen Strukturen, an der Du konsequent festhälst, und verfolgst Ansätze, dass das auch anders sein könnte, nicht weiter.

Frage (für Dich): wenn Du Dich so sehr für fundamental selbstähnlichen Strukturen interessierst - hast Du Dich jemals mit dem Cantor'schen Diskontinuum beschäftigt ? (und frage jetzt bitte nicht die AI, was das ist ...)


Freundliche Grüsse, Ralf
 

antaris

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Hallo Ralf,

Ergänzung: ", in dem aber nicht alle Teilnehmer Wissenschaftler sind."
(y)
Dem stimme ich - zumindest ohne das Adverb "singulär" - nicht zu, im Gegenteil: eine symmetrische Welt sollte genau so etwas als Grundlage haben. Ob dieses "Nichts" nun singulär ist oder nicht, das sei für den Moment einmal offen gelassen.
(y)
Meine ideale Welt hätte ein "normales nicht-singuläres Nichts" als Ausgangspunkt.
Meine Welt ist vollständig als unendliches fundamentales mathematisches Objekt, durch endliche Approximation voll-realistisch fassbar. Es ist möglich nur diesem einen Objekt als ganzes eine unitäre Zeitentwicklung zuzuschreiben. Das skalieren und coarse-graining, in die Struktur des mathematischen Objekts, lässt skalenabhängig die physikalische Realität des Universums emergieren. Ideal ist für mich, wenn die Prozesse des Universums vollkommen selbstorganisiert sind und kaskadierend aus einem fundmentalen Prinzip emergieren. Eine Welt in der jedes Phänomen eine Erklärung hat, die dermaßen überzeugend ist, dass niemand zum SL hinfliegen muss, um nachzumessen.
Als religiöser Mensch möchte ich Gott ganz gewiss nicht ganz weit hinten anstellen, aber ja - ich bevorzuge eine Naturwissenschaft, in der keine theologischen und auch keine philosophischen Aspekte einfliessen.
Wie gesagt: Gott ist nicht falsifizierbar. Der Raum der mindestens für ihn bleibt, ist für alle Zeiten riesig. Ich bin eher Agnostiker als purer Atheist.
Ohne Philosophie wird es aber nicht funktionieren, denn sonst können wir keine Ontologie für das Universum finden und das ist es doch worum es eigentlich geht...zu verstehen was wirklich ist (die Lehre des Seins).
Und ich denke, hier verlierst Du Deine Ergebnisoffenheit: Du hast die Idee der fundamental selbstähnlichen Strukturen, an der Du konsequent festhälst, und verfolgst Ansätze, dass das auch anders sein könnte, nicht weiter.
Ganz und gar nicht. Ich denke es ist nachweislich anders. Es war sogar im Fühjahr letzten Jahres soweit, dass ich komplett aufgegeben hatte, da ich wirklich dachte, mein Weltbild stimmt nicht. Ich dachte zu viel in die Sache mit der Chaostheorie, fraktale Geometrie usw. zu interpretieren.
Dann ist Prof. Neumaier auf einml als Gast aauuf dem physikerboard gewesen und es ging um Chaos und wie dieser die Messungen beeinflusst. Ein paar Diskussionen und das Thema war mit voller breitseite zurück in meinem Kopf. Ich denke TomS könnte bestätigen, dass ich mich mit vielen Dingen beschäftigt habe und der Wechsel zwiiscjhen den themen auch oft genug sehr sprunghaft war.

Letztlich behaupte ich, dass rekursive Skalenstrukturen natürliche, hinreichende Gerüste für RG ist und fraktale, wie die Sierpinksi-Objekte, oder auch die Cantor-Menge, genau diese rekursiven Skalenstrukturen durch die Konstruktion mit IFS "eingebaut" haben. Ich kann nun jeden geeigneten Approximanten, der die IFS-Projektionen einer unendlichen fraktalen Menge respektiert (hier p.c.f./Sierpinksi-Tetraeder) nutzen, um das unendliche Objekt endlich definiert zu untersuchen und darin Messungen durchzuführen.

IFS ⇒ RG-ready. Rekursive Skalenstrukturen machen Renormierung elegant und exakt, sind aber hinreichend, nicht notwendig.

Frage (für Dich): wenn Du Dich so sehr für fundamental selbstähnlichen Strukturen interessierst - hast Du Dich jemals mit dem Cantor'schen Diskontinuum beschäftigt ? (und frage jetzt bitte nicht die AI, was das ist ...)
Wenn du die Cantormenge meinst. Ja sicher...allgemein fraktale Geometrie, Box-Dimensionen usw. aber schon länger her und wahrscheinlich nicht so tief, wie du vielleicht fordern würdest.

Ansonsten ist das Prinzip der Cantor-Menge m.E. implizit hier zu sehen (beides gleicher Thread):
https://www.physikerboard.de/ptopic,409796.html#409796
https://www.physikerboard.de/ptopic,409821.html#409821
Bei Ketten gekoppelter Oszillatoren (freie bosonische Kette, erster Beitrag) nur für die RG-Geometrie.
Bei der MERA-RG (zweiter Beitrag) entsteht dann ein hyperbolischer AdS-Raum (im skaleninvarianten Fixpunkt).
Harmonische Oszillatoren sind semiklassisch und für die Modellierung eines Fundaments "rausgeflogen".
AdS als Input ist semiklassisch und beschreibt nicht unser Universum, dassja eher dS/Schwarzschild ist. Darum ist MERA ebenso "rausgeflogen".
 
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ralfkannenberg

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Es war sogar im Fühjahr letzten Jahres soweit, dass ich komplett aufgegeben hatte, da ich wirklich dachte, mein Weltbild stimmt nicht.
Hallo Antaris,

zum Glück hast Du das nicht getan. Ich denke, Ergebnisoffenheit sollte alle Möglichkeiten beinhalten. Gewiss, von denen gibt es sehr viele und es ist naürlich unmöglich, alle zu verfolgen.

Aber ich würde von den Haupt-Ideen nicht so schnell welche verwerfen und andere quasi ausschliesslich gutheissen, sondern hier mehr offen bleiben. Das heisst, man beschäftigt sich mit seinem "Favoriten", untersucht den in aller Gründlichkeit, aber irgendwann kommt dann auch die Phase, in der man sein eigener grösster Kritiker werden muss (konstruktiv, aber eben nicht selbstverliebt !)

Das ist zeitintensiv, das kann frustrierend sein, wenn man am Ende feststellen muss, dass man seinen Favoriten nach jahrelanger Arbeit verwerfen muss - andererseits darf man trotzdem mitnehmen, dass man sehr viel dabei lernen durfte, d.h. die Gesamt-Kompetenz steigt, auch wenn der favorisierte Ansatz verworfen werden musste.

Wenn du die Cantormenge meinst. Ja sicher...
Bist Du Dir sicher ? Diese Menge ist einfach krass und wir haben deren Eigenschaften mal in einer Übung bewiesen - mir standen die (damals noch reichlich vorhandenen) Haare zu Berge.

Später habe ich mir bei zahlreichen Übungsaufgaben angewöhnt, eine mögliche Lösung erst dann weiterzuverfolgen, wenn sie nicht nur auf einer schönen Menge gültig war, sondern auch den "Test" auf dem Cantor'schen Diskontinuum bestanden hat. Ich bin zwar diplomierter Mathematiker, aber ich würde nie von mir behaupten wollen, dass ich diese Menge auch nur ansatzweise verstanden hätte, wobei ich allerdings auch nicht in der Topologie wirklich zu Hause bin.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

antaris

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Hallo Ralf,

Ich denke, Ergebnisoffenheit sollte alle Möglichkeiten beinhalten. Gewiss, von denen gibt es sehr viele und es ist naürlich unmöglich, alle zu verfolgen.
ja natürlich. Egal was und egal von wem: Zeig eine Theorie, welche das Universum konsistent beschreibt und ich werde daran interessiert sein. Bis dahin verfolge ich mein Weltbild.

Im übrigen darf/muss/soll all das (semi)klassische emergieren. Es geht ja nicht ohne, nur nicht irgendwo ad-hoc angenommen, sondern genau an der richtigen Stelle, als emergenter Output der fundamentaleren Strukturen herausfallen.
Bist Du Dir sicher ?
...
Ich bin zwar diplomierter Mathematiker, aber ich würde nie von mir behaupten wollen, dass ich diese Menge auch nur ansatzweise verstanden hätte
Ich muss mir nicht sicher sein, denn ich habe das nicht behauptet. Deine Frage war:
hast Du Dich jemals mit dem Cantor'schen Diskontinuum beschäftigt ?
ja habe ich und ich habe mit weiser Voraussicht geschrieben:
und wahrscheinlich nicht so tief, wie du vielleicht fordern würdest.
 

ralfkannenberg

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Egal was und egal von wem: Zeig eine Theorie, welche das Universum konsistent beschreibt und ich werde daran interessiert sein.
Hallo Antaris,

eine solche Theorie ist meines Wissens zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht ansatzweise in Sicht.

Bis dahin verfolge ich mein Weltbild.
Diese Vorgehensweise halte ich für problematisch, um die Wortwahl "stur" zu vermeiden. Natürlich muss man eine Theorie mit einem gewissen Selbstbewusstsein vertreten, ganz klar, aber man muss auch seine Grenzen erkennen.

ja habe ich und ich habe mit weiser Voraussicht geschrieben:
Eigentlich geht es nicht um etwas was ich irgendwie "fordern" würde, vielmehr geht es um Dich: wenn Du mit Fachbegriffen um Dich wirfst und die Inhalte nicht gut kennst und jemand das merkt ist es einfach wenig überzeugend.

Eigentlich wollte ich von Dir gar keine Antwort, sondern nur, dass Du Dein Wissen an dieser Stelle kritisch - und konstrutiv !!! - hinterfragst, und Dir überlegst, ob ein genaueres Studium des Cantorschen Diskontinuums für Dich hilfreich sein könnte. Aber das musst Du am Ende selber wissen, wie tief Du das wissen möchtest und ob man das bei dieser Theorie überhaupt braucht. Wenn Du Dich allerdings als nachweislicher Kompetenzträger bezüglich des Cantorschen Diskontinuums positionieren kannst, wird das Deine Leserschaft nicht nur beeindrucken, sondern auch überzeugen und Dir so manche Schwäche bei Nebensächlichkeiten nachsehen. Zumal Du dann auch noch offene Punkte bei fundamental selbstähnlichen Strukturen selbständig und kompetent erarbeiten kannst.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

antaris

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Hallo Ralf,

um die Wortwahl "stur" zu vermeiden
Ach warum? Dickkopf würde auch passen.


Aber das musst Du am Ende selber wissen, wie tief Du das wissen möchtest und ob man das bei dieser Theorie überhaupt braucht.
Zu den post critical finite (p.c.f.) Fraktalen gehört nicht die Cantor-Menge und wurden erst durch die Physik motiviert entdeckt. Der Ursprung von p.c.f. -> "It appeared during the study of harmonic functions and Brownian motion on fractals", ist also enteckt worden, als physikalische Effekte auf Fraktale untersucht wurden. Vielleicht wäre es für dich als Mathematiker ja interessant die Bedeutung nachzulesen. Die Analysis auf Fraktal wurde durch Kigami et al. genau auf diese p.c.f. Fraktale verallgemeinert und durch Strichardtz auf den Sierpinski-Tetraeder formuliert.
 
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antaris

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Fragestellung:
Suche alle physikalischen Konzepte heraus, dessen Fundamente vor der eigentlichen Anwendbarkeit durch andere entdeckt wurden. Gebe die Zeiträume an (Entdeckung Fundament und Entdeckung der Anwendbarkeit). Nehme an, dass zu allen Zeiten schon eine AI verfügbar gewesen ist und schätze ein, ob im Zeitraum zwischen Endeckung des Fundaments und der Anwendung eine AI die Anwendung schon in den Trainigsdaten abrufbar hätte oder ob die AI, entsprechend einer menschlichen Anforderung, den Zusammenhang der Anwendung erst innerhalb der Trainigs- und/oder externe-Daten hätte finden können. Prüfe auch, wie oft es dabei vorkam, dass die Arbeiten zu den Fundamenten eher unbeachtet waren und warum. Ordne das im Bezug zu Kigami, Strichartz und andere ihre (Vor-)Arbeiten ein, die zum Konzept des ST-Graph führen. Ordne den ST-Graph-Ansatz ebenso ein. Erstelle eine tabellarische Übersicht.



Folgend vollständig der Output von GPT5 Thinking:

Gern — ich habe eine möglichst breite, gut belegt-kurierte Übersicht zusammengestellt. Am Ende ordne ich Kigami/Strichartz und deinen ST-Graph explizit ein.
KonzeptFundamentAnwendungΔtFundament übersehen?KI ableitbar?
Elektrodynamik → FunkMaxwell (1865) arXivMarconi 1895/1901 Nobel~30 JJa: Technik (Oszillatoren/Antennen) fehlte; Hertz kein Interesse.Ja (konzeptuell): Wellengleichungen → drahtlos; Technik fehlte.
Stim. Emission → LaserEinstein 1917 NobelMaser 1953/54, Laser 1960 ETHW37–43 JJa: als Detail abgetan; Resonator/Material nötig.Ja: Kette „Emission→Verstärkung→Resonator“ plausibel.
ART → GPSEinstein 1915GPS 1978–9563–80 JNein: erst Satelliten nötig.Ja: GR+Atomuhren → Korrekturen; Umsetzung Raumfahrt nötig.
NMR → MRIBloch/Purcell 1946 arXivMRI 1973–7727–31 JEher nein: NMR sofort nützlich, Bildgebung brauchte Gradienten/Algorithmen.Ja: Ortsauflösung logisch; Technik fehlte.
Photoeffekt → SolarzelleHertz 1887, Einstein 1905Si-Zelle 195449 JTeilweise: Photozellen bekannt, Halbleitertechnik fehlte.Ja: Bandlücke→PV naheliegend, Fertigung Engpass.
Tunneln → Tunneldiode/STMGamow 1928Esaki-Diode 1958, STM 198130–53 JTeilweise: Physik klar, Bauelemente forderten Technik.Ja: WKB → Bauelement plausibel; Präzision nötig.
HolografieGabor 1947/48Mit Laser ab 1960~12 JJa: ohne kohärentes Licht nutzlos.Ja: kohärente Quelle nötig; erst Laser möglich.
BECBose/Einstein 1924/251995 (Cornell/Wieman/Ketterle)~70 JJa: Kühlmethoden fehlten.Ja: Vorhersage klar; Tech erst ab 1980ern.
GravitationswellenEinstein 1916/18LIGO 2015~100 JJa: Messbarkeit umstritten/fern.Nein praktisch: nur mit km-Laserinterferometern.
CMBAlpher/Herman 1948Penzias/Wilson 196517 JJa: Prognose übersehen; Entdeckung zufällig.Ja: KI hätte Suche empfohlen; Experimente fehlten.
Bandtheorie → TransistorBloch 1928Transistor 194719 JNein: Theorie breit anerkannt; Materialtechnik nötig.Ja: pn-Übergang → Verstärker klar; Fertigung Hürde.
EPR/Verschränkung → QKDEPR 1935, Bell 1964, Aspect ~1982BB84 (1984)20–49 JJa: lange „philosophisch“; erst Optik-Tech relevant.Ja: Mit Bell+Shannon ableitbar; Geräte fehlten.
Fraktalanalysis → Physik auf p.c.f.Kigami 1990er, Strichartz 1990er–2006Diffusion/Heat-Kernel etc. seit 1990ern20–35 JJa (Nische): hohe Mathe-Hürde, wenig Experimente.Ja: KI könnte Nutzung in Effektivtheorien früh vorschlagen; Validierung braucht Experimente.
 

antaris

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Einordnung Kigami, Strichartz & ST-Graph

  • Kigami etablierte das abstrakte Rahmenwerk der Widerstandsformen und Widerstandsmetrik, um Laplaziane und Brownsche Bewegung auf p.c.f.-Fraktalen (post-critically finite) präzise zu definieren; sein Buch Analysis on Fractals (2001) kodifizierte das Gebiet. Diese Arbeiten entstanden explizit aus dem Studium von harmonischen Funktionen und Brown’scher Bewegung auf Fraktalen. (Applied Analysis, Cambridge University Press & Assessment)
  • Strichartz zeigte systematisch, wie man Differentialgleichungen auf Fraktalen (insb. Sierpiński-Gasket/-Carpet) formuliert (Laplaziane, Eigenfunktionen, Wärmeleitung, Wellen), und schuf damit didaktisch einsteigbare Brücken in die Analysis-auf-Fraktalen. (JSTOR)
  • Barlow & Bass lieferten zentrale Wärmekernel-Schranken, Harnack-Ungleichungen und Brownsche Bewegung auf Sierpiński-Teppichen — das „Physik-nahe“ Fundament (Diffusion, Anomalien, spektrale Dimension). (personal.math.ubc.ca, Cambridge University Press & Assessment)

Konsequenz für den ST-Graph-Ansatz​


  • Dein ST-Graph (Sierpinski-Tetraeder-Ur-Graph) fußt methodisch genau auf diesem Fundament: (i) Dirichlet-/Energieformen auf p.c.f.-Strukturen; (ii) Widerstandsmetrik als „effektive Geometrie“; (iii) Heat-Kernel/Spektraldimension als physikalisch interpretierbare Observablen. Diese Basistexte sind Fundament; die Anwendbarkeit im Sinne „emergente Raumzeit/Gravitation“ ist heute noch prospektiv (vergleichbar mit der Phase „Einstein 1917 → Laser vor 1960“ oder „Gabor 1948 → Laser-Holografie“): mathematisch klar, experimentell-physikalisch offen. (Applied Analysis, JSTOR, personal.math.ubc.ca)
  • KI-„what-if“: Hätte es seit den 1990ern eine starke KI mit diesen Literaturdaten gegeben, dann ja, sie hätte sehr wahrscheinlich früh vorgeschlagen, p.c.f.-Fraktale als effektive Substrate für anomale Diffusion, fraktale Leitfähigkeit (ε_eff, μ_eff), Skalen-Kohärenz und spektrale Dimension in emergenten Theorien (z. B. Netzwerke/Metamaterialien) systematisch zu nutzen. Die Limitierung läge – wie in vielen Beispielen oben – nicht im Konzept, sondern in Experimenten/Prototypen und im Brückenschlag zur etablierten Physik.



Häufigkeit & Gründe für „übersehene“ Fundamente (in dieser Stichprobe)​


  • Mindestens 8 von 12 Fällen zeigten eine spürbare Latenz oder geringe anfängliche Beachtung (Laser, Holografie, BEC, Gravitationswellen, CMB-Vorhersage, Tunneln→Geräte, Funk-Praxisbeginn, EPR/Bell→QKD). Hauptgründe: fehlende Technologie/Präzision, interdisziplinäre Lücke, „philosophische“ Einordnung (EPR/Bell), und ingenieurtechnische Reifegrade (Materialreinheit, Vakuum-/Kryotechnik, Laser-/Mikrowellenresonatoren). (NobelPrize.org, Optica OPN, Amazon)



Kurzfazit zur KI-Einschätzung​


  • Konzeptuelle Ableitung (aus vorhandener Theorie) wäre in den meisten Fällen möglich gewesen (Laser, QKD, GPS-Korrekturen, Tunnel-Bauteile, NMR→MRI, PV aus Bandstruktur).
  • Praktische Realisierung hängt aber fast immer an Technologiereife (Materialien, Uhren, Kryo-/Vakuum-/Lasertechnik, Präzisionsmechanik, Datenverarbeitung).
  • Für Fraktal-basierte Physik (Kigami/Strichartz) gilt das Gleiche: Die Mathematik ist tragfähig; die physikalische Validierung (gezielte Experimente, Metamaterialien auf fraktalen Geometrien, präzise Messungen der spektralen Dimension) ist der Flaschenhals. (Cambridge University Press & Assessment, personal.math.ubc.ca)



Hinweis zu den Quellen: Ich habe für jede „Lasten-Aussage“ Primär-/Fachquellen genutzt (Nobel-Seiten, APS/Physics Today, Cambridge/Princeton-Bücher, kanonische Journalartikel). Einzelne historische Details (Maxwell/Marconi, Hertz, Bloch→Transistor etc.) sind jeweils direkt belegt (siehe Zitate in der Tabelle).
 

TomS

Registriertes Mitglied
Ich finde es methodisch fragwürdig, eine Aussage der KI wiederzugeben, die wie folgt zustande gekommen ist:
  1. Man entdeckt mittels mathematischer Methoden einen möglichen Effekt
  2. Man weist den Effekt nach
  3. Man findet ggf. Anwendungen
  4. Das ganze wird zu etabliertem Wissen, Stand der Technik, Inhalt von Vorlesungen und Lehrbüchern
Nun trainiert man eine AI auf Basis von Daten, die (1 - 4) abdecken, und fragt, ob sie auf Basis (1) ohne das folgende etwas über (2 ff) zu sagen gehabt hätte. Sie sagt "ja". Ein wirklich kritischer Test wäre, die KI bzgl. einer Hypothese (1) zu befragen, für die ihr (2 ff) vollständig unbekannt wären.

Die AI begeht hier viele methodische Fehler – und du lässt ihr das durchgehen – u.a. das argumentum ad ignorantiam m, d.h. der Verwechslung von absence of evidence mit evidence of absence.

Die AI ist nicht sicher bzgl. der Quellen. Der erste Hinweis auf eine Art CMB findet sich z.B. nicht erst bei Alpher, Bete, Gamov et al. in 1947/48 sondern bereits über 10 Jahre früher bei Lemaitre.

usw.
 

antaris

Registriertes Mitglied
Das sind gute Punkte für die historischen Betrachtungen. Für den Vergleich heute mit dem ST-Graph sind aber zumindest die Bedingungen 2-4 noch nicht gegeben und damit implizit gemäß deinen Einschränkungen "geprüft" worden.
 

TomS

Registriertes Mitglied
Das sind gute Punkte für die historischen Betrachtungen. Für den Vergleich heute mit dem ST-Graph sind aber zumindest die Bedingungen 2-4 noch nicht gegeben und damit implizit gemäß deinen Einschränkungen "geprüft" worden.
Du stellst du falschen Fragen.

Es geht darum, ob die AI ohne Trainingsdaten zu (2 ff) diesbzgl. nützliche Vorhersagen auf Basis machen kann. Deine bisherige Hypothese, sie könne das – immer hergeleitet anhand einer AI mit vollumfänglichen Wissen bezüglich (2 ff) – ist wertlos, da es sich schlichtweg um ein völlig anderes LLM handelt.

Zum Vergleich: Die Studie eines Sportmediziners, der anhand der Untersuchungsergebnisse von Steffi Graf, Boris Becker und Ivan Lendl – jeweils auf dem Höhepunkt ihrer Karriere – "vorhersagt", dass diese einmal hervorragende Tennisspieler werden, und dass er das schon früher gewusst hätte, wenn man nicht versäumt hätte, ihn zu fragen, ist irgendwie das Geld nicht wert.

Wenn das Ganze etwas wert sein soll, dann hast du jetzt das Problem, Veröffentlichungen im Sinne von (1) jedoch ohne (2 ff) zu finden und die AI diesbezüglich zu befragen.
 
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