Die Einschränkung der Approximationen
Die Frage besteht nun darin, wie mit den Approximationen umgegangen wird, damit eine verstndliche Beschreibung des Universums erfolgen kann. Aus meiner Sicht, als gelernter technischer Mitarbeiter in der Praxis, ist es problematisch die Approximationen frei wählbar zzu gestalten.
Ich will das an einem einfachen Beispiel darstellen:
Die beispielhafte Fragestellung liegt darin ein Fortbewegungsmittel zu finden, mit dem, ohne selbst groß Energie aufbringen zu müssen und sich schneller als mit Schrittgeschwindigkeit von A nach B bewegt werden kann. Mit diesen Einschränkungen ist eine Approximation möglich aber daraus folgen unzählige ähnliche oder auch vollkommen verschiedene mögliche Fortbewegungsmittel.
So in der Art ist auch die Problematik der Findung einer verständlichen Beschreibung des Universums. Die Einschränkungen sind zu weit gefasst und daraus resultieren zig verschiedene Hypothesen, die allesamt eine Beschreibung "um den wahren Kern" herum liefern aber diesen nicht direkt addressieren.
Bei den Fortbewegungsmitteln könnten die Einschränkungen weiter zusammengefasst werden, wie z.B. rein Aufgrund von persönlichen belieben:
- will ich sitzen oder stehen
- will ich auch bei reegen trocken bleiben
- will ich sehr viel schneller als Schrittgeschwindigkeit von A nach B reisen
- will ich Lasten transportieren
- will ich beim Reisen schlafen
- ...
Daraus lassen sich nun, je nach individueller Einschränkung konkrete Fortbewegungsmittel ableiten, wie z.B.:
- Roller
- Fahrrad
- Motorrad
- PKW
- LKW
- Bahn
- Flugzeug
- ...
Nun haben wir wieder eine Vielzahl von möglichen Fortbewegungsmitteln aber selbst wenn ich gerne Fliege, so macht es keinen Sinn ein Flugzeug zu kaufen, wenn ich nicht fliegen kann, keinen Flugplatz und keinen parkplatz dafür beim Arbeitgeber habe. In einer realistischen Betrachtung müssen die persönlichen Vorlieben hinter den realistischen Einschränkungen stehen. Kurz gesagt ist es die empirisch/logische Epistemik, die unsere Möglichkeiten realistisch einschränken und erst aus dieser menge können wir das unserem belieben am besten passende Fortbewegungsmittel auswählen.
Der Übertrag auf das "verständliche Universum"
Wie soll das nun dabei helfen eine verständliche Beschreibung ds Universums zu finden? Im Prinzip approximieren wir auch beim Theoriengebilde der physikalischen Gesetze genauso die Auswahl, wie beim Fortbewegungsmittel (oder vielen anderen Beispielen). Wir haben einerseits das persönliche belieben und andererseits die Realität, welche die möglichen Theorien hart einschränkt. Genau wie im obigen Beispiel lässt das persönliche belieben und die realistische Einschränkung offensichtlich verschiedenen Möglichkeiten der individuellen Modellierung zu.
Um die vielen Möglichkeiten weiter einzuschränken, muss entweder das persönliche Belieben und/oder die etablierten Annahmen über die Einschränkungen der Realität überdacht werden. Wo lassen bestimmte persönliche Belieben möglicherweise harte realistische Einschränkungen verwässern? Letztlich soll es ja darum gehen, dasss es nur eine verständliche Beschreibung des Universums geben kann, da sonst das ganze Unterfangen sinnlos wäre.
Ab hier hinkt der Vergleich mit den Fortbewegungsmitteln, da keines existiert, das alle Belange erfüllen kann. Letztlich geht es auch nicht darum ein ultimatives Fortbewegungsmittel zu finden, das alles vereint, sondern es geht umd das grundsätzliche Prinzip, wie sich übehaupt etwas fortbewegen kann und damit landen wir direkt bei der Physik.
Wir müssen "die Leitplanken" derart aufstellen, dass am Ende nur noch
eine Möglichkeit übrigbleibt, die gemäß der Approximation am wahrscheinlichsten ist und aus der heraus "das Unternehmen der verständlichen physikalischen Beschreibung des Universum" überhaupt erst möglich gemacht wird.
Die minimale Approximation der maximalen Abstraktion des Universums
Bei vielen Diskussionen in den verschiedenen Foren geht es thematisch naturgemäß oft über die Mysterien des Universums, die scheinbar paradox und unauflösbar sind. Darunter der Urknall und die schwarzen Löchern, mit den jeweiligen Singularitäten. Dabei ist es eigentlich vollkommener Konsenz, dass im Regime dieser Singularitäten unser klassisches Weltbild vollkommen zusammenbricht und das Verständnis dieser regime nicht ausreichend ist. Leider ist es auch Konsenz, dass die Überzeugung besteht, dass diese Zwickmühle nicht oder nur sehr schwer aufzulösen ist.
Werden der Einschränkung aber vollkommen unabhägig von irgendwelchen Belieben und der "Glauben" über die "wahre" Epistemik nach hinten angestellt und derart festgelegt, dass wirklich jeder (semi)klassische Input zur Modellierung von vornherein ausgeschlossen wird, so ist das möglicherweise derart abstrakt, dass die Vorstellung davon fehlt, was der daraus resultierende Kern eigentlich ist.
Dabei hilft nun
antaris schrieb:
Die AI kompensiert gar nichts. Das was ich mit ihr mache ist reine Statistik
?
äußerst effektiv, denn eine AI ist nicht festgelegt und muss sich nichts vorstellen...
sie betreibt reine Statistk, die gezielt zunutze gemacht werden kann.
Werden die Leitplanken derart eingeschränkt, dass obiger (semi)klassischer Input vollkommen ausgeschlossen ist, dann bleiben erwartungsgemäß viel weniger Möglichkeiten der Modellierung. Dazu kommen Kritiken, Einwände, Anmerkungen, ... durch die Experten, was zusätzlich weitere Möglichkeiten zur konkreten Einschränkung bietet.
Das ist nun aus heutiger Sicht das Thema, was mich beschäftigt.
Ich hoffe mit dieer ausführlichen Darlegung meiner philosophischen Haltung, deine Einwände zumindst ansatzweise addressieren konnte, ganz im Sinne von:
Karl Popper – Die Kraft der Falsifizierbarkeit
"Every genuine test of a theory is an attempt to falsify it, or to refute it. Testability is falsifiability; but there are degrees of testability: some theories are more testable, more exposed to refutation, than others; they take, as it were, greater risks."
(Das fasst prägnant zusammen, dass echte Wissenschaft durch den Versuch vorankommt, Hypothesen zu widerlegen – und nur die robuste Theorie überlebt.)
Paul Dirac – Schönheit als Kriterium der Wahrheit
"A theory with mathematical beauty is more likely to be correct than an ugly one that fits some experimental data."
(Dirac betont, dass Ästhetik und Eleganz wichtiger sein können als bloße empirische Passung – gerade bei der Suche nach der „durchsichtigen“, letzten Theorie.)
Richard Feynman – Wahrheit liegt in der Einfachheit
"You can recognize truth by its beauty and simplicity. When you get it right, it is obvious that it is right…"
(Feynman unterstreicht, dass wahre Erkenntnis sich durch klare, einfache Struktur bemerkbar macht – ein starker Hinweis darauf, warum am Ende nur eine klare Theorie Bestand haben kann.)
P.S.: Der gesamte Text stammt von meinem eigenen nicht-zertifizierten Hirn und meinem inuitiven Bauchgefühl. Ausschließlich die Zitate wurden mittels AI gesucht.