TomS
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Die Frage ist recht einfach zu formulieren.
Zum Auftakt: Ausgehend von einem beliebigen Planeten Nummer n im Sonnensystem, welcher andere Planet i hat von n den geringsten mittleren Abstand? Dabei ist das zeitliche Mittel zu betrachten, d.h. entweder das Mittel über die kleinste gemeinsame Periode der beiden Planeten, oder das Mittel über einen unendlich langen Zeitraum. Betrachtet man exakt kreisförmige Orbits, d.h. verschwindende Exzentrizität, so kann man beweisen, dass unabhängig vom Planeten n immer der innerste Planet den geringsten mittleren Abstand aufweist. Dies gilt für beliebige Planetensysteme, insbs. unabhängig von den Keplerschen Gesetzen.
Die Frage lautet dann, ob dies auch für nicht-verschwindende Exzentrizitäten gilt, bzw. innerhalb welches Parameterbereiches für dieselben.
Allgemeiner formuliert: Gegeben seien Planeten i,k,n mit den großen Halbachsen
Gilt dann für den mittleren Abstand von n zu i
(von n zu k analog) immer die Ungleichung
Ich habe das hier im Detail zusammengefasst: mean_dist.
Numerisch finde ich für alle Planetenpaare im Sonnensystem sowie für verschiedene Anfangsbedingung immer nur Fälle, in denen diese Ungleichung erfüllt ist. Ich berechne die paarweise mittlere Distanz als Mittelwert über viele Zeitintervalle, wobei ich je Intervall immer über die Periode integriere, die sich aus der Differenz der Winkelgeschwindigkeiten der beiden Planeten ergibt; für verschwindende Exzentrizität wäre dies exakt.
Aktuell betrachte ich eine Mittelung über N = 1000000 Intervalle. Für die Halbachsen [Mio km]
Mercury: 57909.2
Venus: 108208.9
Pluto: 5906376.2
finde ich mittlere Abstände
Pluto-Mercury: 5721006.2
Pluto-Venus: 5721140.0
Der Unterschied beträgt weniger als ein Tausendstel der Korrekturen durch die Exzentrizität, für die Venus
Pluto-Venus (e=0): 5906871.9
Pluto-Venus (e>0): 5721140.0
Allerdings sind N = 1000000 Intervalle sehr wenig, es könnten noch Schwebungen existieren, die ich numerisch nie identifizieren kann. Nehmen wir an, es lägen kommensurable Orbits für Merkur und Pluto vor. Die ersten drei Näherungen für eine gemeinsame Periode lauten 90644.6, 29068115918221.0, 3.188195971670762e+18 Merkurjahre!
Ich habe keine Ahnung, wie ich einen exakten Beweis für die o.g. Hypothese angehen soll.
Zum Auftakt: Ausgehend von einem beliebigen Planeten Nummer n im Sonnensystem, welcher andere Planet i hat von n den geringsten mittleren Abstand? Dabei ist das zeitliche Mittel zu betrachten, d.h. entweder das Mittel über die kleinste gemeinsame Periode der beiden Planeten, oder das Mittel über einen unendlich langen Zeitraum. Betrachtet man exakt kreisförmige Orbits, d.h. verschwindende Exzentrizität, so kann man beweisen, dass unabhängig vom Planeten n immer der innerste Planet den geringsten mittleren Abstand aufweist. Dies gilt für beliebige Planetensysteme, insbs. unabhängig von den Keplerschen Gesetzen.
Die Frage lautet dann, ob dies auch für nicht-verschwindende Exzentrizitäten gilt, bzw. innerhalb welches Parameterbereiches für dieselben.
Allgemeiner formuliert: Gegeben seien Planeten i,k,n mit den großen Halbachsen
Gilt dann für den mittleren Abstand von n zu i
(von n zu k analog) immer die Ungleichung
Ich habe das hier im Detail zusammengefasst: mean_dist.
Numerisch finde ich für alle Planetenpaare im Sonnensystem sowie für verschiedene Anfangsbedingung immer nur Fälle, in denen diese Ungleichung erfüllt ist. Ich berechne die paarweise mittlere Distanz als Mittelwert über viele Zeitintervalle, wobei ich je Intervall immer über die Periode integriere, die sich aus der Differenz der Winkelgeschwindigkeiten der beiden Planeten ergibt; für verschwindende Exzentrizität wäre dies exakt.
Aktuell betrachte ich eine Mittelung über N = 1000000 Intervalle. Für die Halbachsen [Mio km]
Mercury: 57909.2
Venus: 108208.9
Pluto: 5906376.2
finde ich mittlere Abstände
Pluto-Mercury: 5721006.2
Pluto-Venus: 5721140.0
Der Unterschied beträgt weniger als ein Tausendstel der Korrekturen durch die Exzentrizität, für die Venus
Pluto-Venus (e=0): 5906871.9
Pluto-Venus (e>0): 5721140.0
Allerdings sind N = 1000000 Intervalle sehr wenig, es könnten noch Schwebungen existieren, die ich numerisch nie identifizieren kann. Nehmen wir an, es lägen kommensurable Orbits für Merkur und Pluto vor. Die ersten drei Näherungen für eine gemeinsame Periode lauten 90644.6, 29068115918221.0, 3.188195971670762e+18 Merkurjahre!
Ich habe keine Ahnung, wie ich einen exakten Beweis für die o.g. Hypothese angehen soll.