Ein fast frischer 222 m Krater auf dem Mond

antaris

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Das wurde wohl bei einer Routineprüfung in 2025 entdeckt. Der Einschlag soll 2024 stattgefunden haben.



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albertus

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@Antares, danke für den Thread! Das ist in der Tat eine faszinierende und wissenschaftlich extrem wertvolle Beobachtung – vor allem, weil die Publikationen der LRO-Teams (unter anderem in Science Advances) erst diese Woche herausgekommen sind.
Für alle, die an den genauen Zahlen und Hintergründen interessiert sind, hier die abgesicherten Daten zum Einschlag:
  • Name & Ausmaße: Der Krater wurde nach dem ehemaligen LPI-Direktor Thomas McGetchin benannt. Er hat einen Durchmesser von 222 Metern und ist knapp 43 Meter tief. Damit ist er etwa dreimal so groß wie der bisherige Rekordhalter für frisch entstandene Krater, die seit Missionsbeginn des LRO (2009) entdeckt wurden.
  • Zeitpunkt: Der Einschlag eines kleinen Asteroiden- oder Kometenfragments erfolgte bereits im Spätfrühling 2024 auf der Mondvorderseite, blieb jedoch in Echtzeit von der Erde aus unbemerkt.
  • Entdeckung: In den gigantischen Datenmengen der LRO-Weitwinkelkamera fiel der helle Auswurf-Fleck erst bei Routineanalysen im August 2025 auf. Im Herbst 2025 wurden hochauflösende Aufnahmen nachgeholt, die nun ausgewertet sind.
  • Statistische Seltenheit: Einschläge dieser Skala sind auf dem Mond statistisch extrem selten – die Wissenschaftler sprechen von einem Ereignis, das im Schnitt etwa alle 130 bis 150 Jahre vorkommt.
  • Physikalische Effekte: Das Trümmerfeld und der aufgewirbelte Staub reichen über 100 Kilometer weit. Zudem zeigt die Thermalkamera der Sonde eine etwa 7 km breite Zone um den Krater, in der das Regolith durch den Impakt stark aufgelockert und thermisch verändert wurde.
Dass wir ein solches Ereignis mit einer Sonde im Orbit quasi „live“ im Vorher-Nachher-Vergleich untersuchen können, ist für die Impaktphysik und die Modellierung der Mondoberfläche ein absoluter Glücksfall.
 
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