Die Idee ist eine der besseren, die ich in letzter Zeit gehört habe. Aber DM folgt nicht genau der normalen Materie, sie existiert offensichtlich unbhängig von ihr.
Das ist imho kein Widerspruch. Da bei meiner Annahme die Fluktuationen selbst zur Gravitation mit beitragen generieren sie sich sozusagen eine noch gewisse Zeit selbst, wenn sie von der baryonischen Materie getrennt werden. Sie verhalten sich dann auch wie normale Materie, nur das sich halt keine Nebel, Sonnen etc. bilden sondern Ereignisanhäufungen.
Man könnte dann auch vermuten, daß die strukturgebenden Prozesse nach dem Urknall auch ähnliche Strukturen in den Ereignishäufigkeiten ausgebildet haben. also z.B. auch Bereiche, in denen keine baryonische Materie vorhanden ist, sondern ausschließlich Ereignisanhäufungen. Es könnte ganze Galaxien von ihnen geben, allerdings wären sie nur sozusagen statische Galaxien aus Ereignishäufigkeiten.
Mit der Bindung an baryonische Materie wollte ich eigentlich nur zum Ausdruck bringen, daß, wenn meine Vermutung richtig wäre, sich gänzlich ohne baryonische Materie auch keine Änderung in der Fluktuationhäufigkeit ergäbe. Vielleicht habe ich den Begriff auch nicht korrekt verwendet.
Vielleicht hilft ein Beispiel: hier gab es vor Kurzem eine Meldung zu DM (
http://www.astronews.com/news/artikel/2006/08/0608-016.shtml). Als rein statistische Größe beeinflusst sich die DM nicht wesentlich, außer durch Gravitation, und rauscht nahezu ungehindert durch. Wenn sich die baryonische Materie der beiden Galaxienhaufen aber irgendwann wieder zu einem stabilen Gebilde vereinen, würde man wieder einen Effekt von DM vorfinden, weil die Gravitation Materie wieder einen Einfluß auf die Ereigniswahrscheinlichkeit hat, während die beiden beobachteten DM Anhäufungen langsam verschwinden würden.
Aber wie im Posting zuvor schon gesagt: hier spinnt ein Laie, untermauern kann ich sowas mit rein garnichts. Entsprechend ernst sollte man das nehmen. Ist nur ein Denkanstoß.
mfg
M.Baehr