Direkt nuklear thermischer Raumschiffantrieb

JensU

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Der Antrieb ist für die interplanetare Raumfahrt konzipiert.
Mit Zielplaneten die über Wasser verfügen.
Das Mutterraumschiff selbst landet nicht und bleibt in einer
Transfer Umlaufbahn um die Planeten.

Gruß
Jens
 

pauli

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Wie viel Uran bräuchte man um irgend eine bestimmte Geschwindigkeit zu erreichen? Bitte mit Beispiel um eine Vorstellung zu bekommen incl. der erforderlichen Wassermenge.
 

JensU

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Wie viel Uran bräuchte man um irgend eine bestimmte Geschwindigkeit zu erreichen? Bitte mit Beispiel um eine Vorstellung zu bekommen incl. der erforderlichen Wassermenge.
Wir brauchen einen kritischen Massestrom für die Kernspaltung und ein thermisches Neutronenspektrum.
Der Antrieb muss im All getestet werden.
Nach der Raketengrundgleichenung wird thermische Energie und die Volumenexpansion bei Wasser in einen Impuls umgewandelt.
Die notwendige Impulsdauer ist von der Raumschiffmasse und der Endgeschwindigkeit abhängig.

Gruß,
Jens
 

JensU

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Die Alternative zu dem Antrieb wäre bei einem Verbot von viel Uran235 in einer Rakete eine indirekte Impulserzeugung
in einem Brutreaktor. Hier braucht man nur zum Starten des Brutprozesses eine sehr kleine Uranmenge Uran235.

Gruß,
Jens
 

JensU

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Um das Paradoxon "Verbot der Kernspaltung und noch keine Kernfusion" in der Raumfahrt zu lösen,
würde ich den Impuls bzw. Wellengenerator für den Hybridantrieb oder offenen Masseantrieb nehmen.
Billige, leichte und saubere Ladungstrennung.

Gruß,
Jens
 

albertus

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Da das Thema NTR (nuklear-thermische Antriebe) hier diskutiert wird, lohnt ein Blick auf die realen Rahmendaten, wie sie aktuell beim DRACO-Projekt (NASA/DARPA) für 2027 geplant sind. Die Physik dahinter ist ja recht gnadenlos:
  1. Spezifischer Impuls (Isp): Die Effizienz folgt der Proportionalität Isp ~ Wurzel(T / M).
    Bei einer Kerntemperatur (T) von ca. 2.700 K und der Verwendung von reinem Wasserstoff als Arbeitsmedium (molare Masse M = 2) landet man theoretisch bei ca. 900 Sekunden. Das ist etwa das Doppelte von dem, was chemische LH2/LOX-Triebwerke (ca. 450 s) physikalisch überhaupt erreichen können, weil dort das Abgas (Wasser, M=18) viel schwerer ist.
  2. Thermische Leistung: Um einen moderaten Schub von ca. 44 kN (ca. 4,5 Tonnen) zu erzeugen, muss der Reaktor eine thermische Leistung von rund 200 Megawatt (MW) auf kleinstem Raum bereitstellen.
Die echte technische Hürde bei NTR ist also weniger eine "neuartige Ladungstrennung", sondern schlicht die Materialwissenschaft: Man braucht Beschichtungen (z.B. Zirkoniumkarbid), die bei 2.500°C stabil bleiben und nicht vom heißen Wasserstoff wegkorrodiert werden. Ohne diese thermische Kontrolle nützt die beste Theorie nichts.

 
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