Der Sternhimmel im April 2025: Frühlingsboten am nächtlichen Himmel

astronews.com Redaktion

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Am Nachthimmel übernehmen nun endgültig die Sterne des Frühlings das Regiment und auch erste Hinweise auf den bevorstehenden Sommer sind bereits auszumachen. Jupiter ist weiterhin ein Glanzpunkt am abendlichen Himmel, zieht sich aber aus der zweiten Nachthälfte zurück. Venus ist Morgenstern und steht Ende April im größten Glanz. (1. April 2025)

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ralfkannenberg

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Am Nachthimmel übernehmen nun endgültig die Sterne des Frühlings das Regiment und auch erste Hinweise auf den bevorstehenden Sommer sind bereits auszumachen.
Hallo zusammen,

es ist jetzt die Jahreszeit, in der am Abendhimmel immerhin 14 der in unseren Breiten sichtbaren Sterne 1.Grösse zu sehen sind: die zahlreichen hellen Wintersterne sind noch bis nach Mitte April zu sehen, also Aldebaran im Stier, Beteigeuze und Rigel im Orion, der helle Sirius sowie tief im Süden die Adhara im Grossen Hund und Procyon im Kleinen Hund sowie Pollux und Castor in den Zwillingen und die helle Capella im Fuhrmann.

Bei den Frühlingssternen erreichen wie im Text erwähnt die Sterne des "Frühlingsdreiecks" die 1.Grösse, wobei ich persönlich das Frühlingsdreieck als zu gross und damit zu unfigürlich empfinde; aber egal: hier kommen in der Reihenfolge ihres Aufganges Regulus im Löwen, Arktur im Bärenhüter und die Spica in der Jungfrau hinzu, wobei in Norddeutschland noch die helle Wega in der Leier, ein Sommerstern, vor der Spica aufgeht. Dort ist Deneb im Schwan genau genommen sogar zirkumpolar, kann aber nur unter sehr guten Sichtbedingungen am Horizont gesehen werden, zieht nun aber auch rasch höher.


Nehmen wir noch die Sterne "beinahe" 1.Grösse dazu, so sind in dieser Jahreszeit ebenfalls sehr viele von denen zu sehen:

El Nath im Stier, Bellatrix und die beiden unteren Sterne des Oriongürtels, also Alnilam in der Mitte und Alnitak unten - alle im Orion, Mirzam und Wezen im Grossen Hund sowie die Alhena in den Zwillingen und Menkalinan im Fuhrmann. - Ebenfalls beinahe 1.Grösse erreichen der hintere obere Kastenstern Dubhe, der kastenseitige Deichselstern Alioth und der letzte Deichselstern Benetnash im Grossen Wagen sowie der Stern Mirfak im Perseus.


Im Winter sind die Sterne also nicht nur deswegen heller, weil die kalte Luft klarer ist, sondern auch deswegen, weil hellere Sterne am Himmel stehen.


Viel Spass !


Freundliche Grüsse, Ralf
 

ralfkannenberg

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Hallo zusammen,

jetzt ist auch die Jahreszeit, einmal ein sehr bekanntes Sternbild näher anzuschauen: die Grosse Bärin.

Weithin verbreitet ist die Meinung, dass die 7 hellsten Sterne der Grossen Bärin die sieben Sterne des Grossen Wagen seien.

Nun: das stimmt nicht ganz - der Grosse Wagen besteht aus den 6 hellsten Sternen der Grossen Bärin sowie deren 11.-hellsten Stern Megrez am deichselseitigen Wagenkasten.

Doch welche sind die anderen ?

Das ist eigentlich gar nicht so schwer, denn der Legende nach ist eine Gazelle zwischen der Grossen Bärin und dem Löwen hindurch gehüpft und geflohen, dabei hat sie drei Fussabdrücke am Sternenhimmel hinterlassen.

Diese Gazellensprünge kann man sehr einfach sehen: das sind 3 Sternpaare (nicht Doppelsterne), die sich unterhalb des Grossen Wagen befinden, insgesamt also 6 Sterne. Während die beiden Sterne des 1.Gazellensprunges eher unauffällige Sterne zwischen 3. und 4.Grösse sind, ist der südliche Stern Tania Australis des mittleren Gazellensprunges der 8.-hellste Stern der Grossen Bärin und der nördliche Stern Talitha Borealis des dritten Gazellensprunges der 9.-hellste Stern der Grossen Bärin.

Figürlich stehen sie an der Hintertatze und der Vordertatze der Grossen Bärin.

Anders als beim Menschen oder beim Affen haben zahlreiche Säugetiere ihre Ferse ungefähr in der Mitte ihrer Beine - man kann das einfach daran erkenne, dass sich ein Kniegelenk nach vorne beugt, während sich eine Ferse nach hinten beugt.

Und bei der Grossen Bärin befindet sich eben so ein Fersenstern zwischen den Gazellensprüngen bzw. den Tatzen der Grossen Bärin und dem Wagenkasten, also dem Körper der Grossen Bärin.

Beim Hinterbein ist das der namenlose Fersenstern ψ Ursae Maioris, dieser Stern ist der 7.hellste Stern der Grossen Bärin, und beim Vorderbei ist das der Stern Al Haud, der 10.-hellste Stern der Grossen Bärin. - Also: das Hinterbein enthält den 7.- und den 8.-hellsten Stern der Grossen Bärin, das Vorderbein enthält den 9.- und den 10.-hellsten Stern der Grossen Bärin.

Dere 11.-hellste Stern der Grossen Bärin ist dann der vordere obere Kastenstern Megrez und der 12.-hellste Stern der Grossern Bärin - von blossem Auge gleichhell wie Megrez - ist der Stern Muscida am Kopf der Grossen Bärin. Sie steht etwas abseits, ist aber einfach zu finden in knapp doppelter Verlängerung der beiden oberen Kastensterne des Grossen Wagen weg von der Wagendeichsel.


Das sind also die 12 hellsten Sterne der Grossen Bärin; diese hat 15 Sterne 3.Grösse oder heller und die drei noch fehlenden Stern befinden sich in den Gazellensprüngen, das sind Tania Borealis, der nördliche Stern im mittleren Gazellensprung an der Hintertatze, Alula Borealis, der nördliche Stern im 1.Gazellensprung sowie Talitha Australis, der südliche Stern im 3.Gazellensprung an der Vordertatze. Der südliche Stern Alula Australis des 1.Gazellensprunges ist mit zwei Zehntel Grössenklassen nur wenig weniger hell; sie ist der 19.-hellste Stern der Grossen Bärin.


Zusammenfassend haben wir also 3 Bereiche in der Grossen Bärin: den Grossen Wagen - das ist der Körper und der Schwanz der Bärin, dann die Gazellensprünge sowie die Kopfregion der Bärin.


Viel Spass !


Freundliche Grüsse, Ralf
 
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