Der game changer für das Standardmodell?

Rainer

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Kohärente Gravitonen haben wir schon berücksichtigt, das sind schlicht klassische Gravitationswellen, ein Effekt nullter Ordnung in ħ.
Dass das in irgend einer Rechnung berücksichtigt wurde, habe ich noch nicht gesehen. Lediglich die Existenz wird angenommen.
Ich habe diese Existenz auf das thermische Gleichgewicht zurückgeführt.
Weil Kopplung winzig ist im Vergleich zu anderen Effekten.
Das ist sicherlich das Problem oder die Erklärung.

Ich habe etwas zum Wirkungsquerschnitt gefunden.
σ = M·rP²/mP
Hier findet sich auch
Smolin [6] has argued that this conclusion holds for any physical detector
and that therefore it is impossible for gravitational radiation to be in thermodynamic
equilibrium
with it surroundings


Dann wären die Überlegungen obsolet.

Der Physiker Freeman Dyson rechnete vor einigen Jahren aus, dass die Sonne rund 10 hoch 24 Gravitons pro Sekunde abgibt – das sind 1.000 Trilliarden. Das klingt erstmal viel. Doch davon kommt nur ein Bruchteil bei der Erde an. Würde man die gesamte Erde in einen Detektor umwandeln, hätte dieser während der gesamten bisherigen Lebenszeit der Sonne gerade einmal vier Gravitons registriert.
 
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TomS

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Dass das in irgend einer Rechnung berücksichtigt wurde, habe ichnoch nicht gesehen. Lediglich die Existenz wird angenommen.
Jein. Andersherum.

Wenn du eine perturbative Quantisierung vornimmst, zerlegst du das Feld immer in einen klassischen Anteil plus zu quantisierende Fluktuationen. Diese Zerlegung ist nicht vorgegeben, man wählt sie passen zum jeweiligen Problem (siehe z.B. die Lamb-Shift).

Und hier würde man eben "geeignete" klassische Gravitationswellen klassisch belassen, d.h. diese Effekte hättest du ohne Quantisierung und daher ohne Gravitonen bereits berücksichtigt.


Das Paper schaue ich mir an, danke (die Kopplung spielt jedoch für Effekte eines freien Gravitongases keine Rolle)
 
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blue.moon

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Tom

  • Das ist bzgl. deiner pauschalen Behauptung "insbesondere das Preprint „A Big Ring in the Sky“ ist nicht zu widerlegen ..." irrelevant.
  • Es mag aktuell nicht widerlegt sein, aber eine Hypothese, nicht widerlegbar ist, kann nur unwissenschaftlich sein.
  • Nein, keinen einzigen.
    Beweise gibt's nur in der Mathematik.
  • Ja, es gibt Modelle, jedoch keine Lösung (Lambda-CDM löst die Probleme in Summe offensichtlich nicht, und es enthält diverse unbestätigte Hypothesen, ist also sicher alles andere als eine Lösung)
1.) Ich schrieb:
Alexia M. Lopez Arbeiteten, insbesondere das hier behandelte arxiv Preprint „A Big Ring in the Sky“ ist nicht zu widerlegen, genauso wenig wie zu beweisen. Mein Eindruck.
Was ist daran pauschal? Ich differenziere. Wer hat denn eine oder beide Papers gelesen. Ich wiederhole, zum heutigen Zeitpunkt ist mir niemand bekannt, der die Größenangaben von GA & BR bestätigt hat.
In meinem Thema geht es um die nämliche Arbeit und den in ihr aufgestellten Behauptungen.
Berücksichtigung bis Nachsicht wünschte ich mir, dass ich als Laie nicht unbedingt immer physikalisch korrekte Begriffe, Formulierungen oder Ausdruck treffe.

2.) Das ist mir neu. Man lernt mit jedem Tag dazu.
Dann braucht sich die Physik nicht als „Königsdisziplin“ über alle anderen Wissenschaften zu erheben. Schmunzelnd gemeint, oft gehört und gelesen. ;) Nicht sooooo ernst gemeint.

3.) Welche „Lösung“ schwebt dir denn vor und was muss/sollte sie gelöst haben? Und welch anderes Modell kann umfassender und besser die Fragen zum Universum beantworten, falls du eines weißt? (Das es diverse ungelöste Fragen in der Physik gibt ist mir bekannt.)
LambdaCDM ist das derzeit vorherrschende Modell, unvollkommen und-oder erweiterungsbedürftig möglicherweise/sicherlich, aber es ist das Beste was wir haben, oder?

Bei Interesse
https://www.nature.com/articles/d41586-024-01115-3?utm_source=Live+Audience&utm_campaign=ecc40cdf4d-nature-briefing-daily-20240422&utm_medium=email&utm_term=0_b27a691814-ecc40cdf4d-50005312

15 April 2024
Could JWST solve cosmology’s big mystery? Physicists debate Universe-expansion data

Results from the telescope could help to end a long-standing disagreement over the rate of cosmic expansion. But scientists say more measurements are needed.


Leider nichts Neues
Wendy Freeman:
Wendy Freeman, Astronomin an der University of Chicago in Illinois, und ihre Mitarbeiter präsentierten heute auf einer Konferenz der Royal Society in London vorläufige Ergebnisse ihrer JWST-Beobachtungen. Sie maßen die Hubble-Konstante mit 69,1 Kilometern pro Sekunde pro Megaparsec,

Das ist nur wenig größer als die 67 km s−1 Mpc−1, die mit Daten des europäischen Planck-Satelliten aus dem frühen Universum vorhergesagt wurden. Aber es steht im Widerspruch zu den in diesem Jahr veröffentlichten Arbeiten von Adam Riess, der eine wesentlich höhere Hubble-Konstante von etwa 73 km s−1 Mpc−1 berechnete.
 
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TomS

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Du schreibst, das Paper sei nicht zu widerlegen. Was du wahrscheinlich sagen wolltest, ist, das Paper wurde bisher bzw. mit den aktuell angewandten Methoden nicht widerlegt.

Unter einem Beweis versteht man eine logisch korrekte Herleitung, deren Ergebnis (Aussage, Satz …) demnach sicher zutreffend ist. Das ist möglich innerhalb einer mathematisch formulierten physikalischen Theorie. Aber Physik ist eine empirische Wissenschaft, daher haben wir außerdem empirische Belege für oder gegen derartige Aussagen. Sie können also durch Beobachtung widerlegt werden, selbst wenn es dazu einen logisch korrekten Beweis gibt; die Theorie wäre dann zu verwerfen oder zu revidieren. Wir haben demnach in der Physik nie sicher zutreffend Aussagen über die Natur, immer nur Hypothesen, wenn auch teilweise sehr gut belegte.
 
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blue.moon

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Tom: Du schreibst, das Paper sei nicht zu widerlegen. Was du wahrscheinlich sagen wolltest, ist, das Paper wurde bisher bzw. mit den aktuell angewandten Methoden nicht widerlegt.
- Genau das meinte ich und glaubte zumindest, es hiermit verständlich ausgedrückt zu haben, was mir bei dir nicht gelang; aus dem Thread sollte hervorgegangen sein, dass "ich" versuchte die Arbeit auf Richtigkeit zu prüfen und zu widerlegen, was "mir" nicht gelang, mein Eindruck, mit meinen bescheidenen Mitteln, vielleicht ja doch, ich nannte es berechtigte Zweifel, die Rainer säte und ich ausführlich ergänzte.
- Verstehe deine Erklärung, danke dafür.

Ich schrieb:

Alexia M. Lopez Arbeiteten, insbesondere das hier behandelte arxiv Preprint „A Big Ring in the Sky“ ist nicht zu widerlegen, genauso wenig wie zu beweisen. Mein Eindruck.

2.) Siehe meine letzten Posts. Niemand hat sie bis heute widerlegt oder sich auch nur kritisch geäußert, ich fand online nichts, ob das morgen oder später der Fall sein wird, werden wir sehen.
 

TomS

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3.) Welche „Lösung“ schwebt dir denn vor und was muss/sollte sie gelöst haben? Und welch anderes Modell kann umfassender und besser die Fragen zum Universum beantworten, falls du eines weißt? (Das es diverse ungelöste Fragen in der Physik gibt ist mir bekannt.)
LambdaCDM ist das derzeit vorherrschende Modell, unvollkommen und-oder erweiterungsbedürftig möglicherweise/sicherlich, aber es ist das Beste was wir haben, oder?
Mir schwebt gar keine konkrete Lösung vor, sondern erst mal das grundlegende Verständnis, was denn in der Physik ein Problem P ist, was eine Hypothese H und was eine Lösung L.

Im Bereich der Quantenfeldtheorie und der Elementarteilchen Physik – da war ich früher selbst als theoretischer Physiker in der Forschung unterwegs – kann man das exemplarisch wie folgt skizzieren:
  • P: Verletzung der Energieerhaltung im beta-Zerfall? H: neues Teilchen; L: Nachweis (Neutrino)
  • P: Austauschwechselwirkung der starken Kraft; H: u.a. Yang-Mills-Theorie, neues Quantenfeld; L: Nachweis (Pionen)
  • P: kurzreichweitige schwache Wechselwirkung; H: U(1) * SU(2) inkl. W- und Z-Bosonen, Higgs; L: Nachweis derselben
  • P: fehlendes Teilchen in einer Fermion-Generation, dadurch Anomalie / Inkonsistenz? H: neues Teilchen (charme- und top-Quark); L: Nachweis
  • P: Unendlichkeiten? H: Renormierung; L: Nachweis daraus folgender Effekte (z.B. Verletzung der Skaleninvarianz)
Nun kann man ein entsprechendes Muster auf die Kosmologie übertragen. Prominenteste Beispiele:
  • P: Flachheit- und Horizont-Problem; H: Inflation / Inflaton: L: —
  • P: Rotationskurven, Strukturbildung …; H: DM; L: —
Ich halte es für ganz falsch, Lambda-CDM als eine Lösung zu betrachten; es handelt sich um eine Sammlung unbestätigter Hypothesen, die teilweise nicht mal das Problem lösen sondern lediglich verschieben:
  • P: Fine-Tuning der Anfangsbedingungen; H: Inflation → P: Fine-Tuning der Modelle
  • P: Strukturbildung; H: Inflation und Quantenfluktuationen → P: quantum classical transition
 
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blue.moon

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Hallo Tom!

Vielen Dank für die Auflistung der ungelösten Fragen, die diskutiert und gelöst werden müssen. Ich kenne sie von:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ungelöster_Probleme_der_Physik

Es gibt (also) noch reichlich Arbeit!
Da die Technik sich ständig weiter entwickelt, werden wir mit neuen Erkenntnissen rechnen dürfen und sollten alle Theorien prüfen und auch eine gänzlich andere Sicht auf das Universum in Zukunft nicht ausschließen, was auch niemand tut.

In Kürze eine Zusammenfassung meines Threads, die ich nach unserer Diskussion für nützlich halte.
blue.moon mit freundlichen Grüßen
 

blue.moon

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Liebe Foristen!

Besonders Rainer und Tom gilt mein Dank für die fruchtbare Diskussion! (y)👏🤝

Gerne erführe ich bezüglich meiner Aussagen in 1.+2. - siehe Spoiler - Rainers Meinung. Oder die anderer Foristen. Lasst euch bitte Zeit.
Vielen Dank allen an der Diskussion Beteiligten! 🙂👐🙋‍♀️




Zum besseren Verständnis meines Themas eine kurze Zusammenfassung:

Den provokanten Titel meines Themas, den ich leider voreilig vergeben hatte, übernahm ich nach Lopez Pressekonferenz einer der vielfältigen Veröffentlichungen, von denen ich annahm sie seien wahr (Lopez Mitteilungen).

Nach Rainers sachkundiger Hinterfragung, wie solche ultra-large-scale-structures wie „Giant Arc“ und „Big Ring“ zustande gekommen sein könnten, sofern sie Strukturen sind, und ich beide entsprechenden Papers von Lopez gelesen hatte, fielen auch mir selbst „Merkwürdigkeiten“ auf und ich wollte, Rainers Einwände ergänzend, Lopez 2. Arbeit auf Richtigkeit überprüfen und nahm mir vor, aufgeworfene Fragen und oder Ergebnisse von Rainer und mir der gleichaltrigen Frau zu stellen, wie in ihrem Paper vorgeschlagen.

Verwundert las ich z.B., dass sie als denkbare Begründungen für die „Übergröße“ aller in letzter Zeit entdeckten LSS & uLSS, CCC oder Strings in Betracht zog, was mir nicht erfolgsversprechend vorkam, auch wenn das nicht heißt, ich bin Laie.

Somit gab es eine Wandlung in meinem Thread von meiner wertfreien Darstellung von Lopez letzter Entdeckung im Eingangsbeitrag zum kritischen „Review“ mit meinen eigenen Worten als nicht Physikerin. -

Da die 1. Arbeit von Lopez „Giant Arc“ am Tage der Veröffentlichung „hohe Wellen“ in der Presse schlug, aber keine Downloads und Zitierungen erfuhr und sie bald in Vergessenheit geriet, wird wahrscheinlich auch „A Big Ring in the Sky“ dieses Schicksal ereilen, möglicherweise* wenn der Artikel auch dank der Pressekonferenz für 1-2 Tagen „noch höhere Wellen“ aufschäumte. Ich fand online in beiden Fällen keine Reviews o.ä. ob Pro oder Contra der Physiker Community, von Coles Blog abgesehen. Wenn ihr Links findet bitte mir mitteilen.

*Es werden in Zukunft immer bessere Maps von Himmelsdurchmusterungen erstellt werden, nach SLSS und zuletzt DESI, die in meinem Post genannten Probleme vermutlich ausgemerzt haben werden, wenn wir wissen was DM ist usw. werden die Wissenschaftler sicher auch die Größe der LSS & uLSS incl. GA & BR besser beurteilen, widerlegen oder bestätigen können und vielleicht auch auf Lopez not peer reviewed Preprints zurückkommen.



blue.moon

🤝👏(y)


1.) Um die Arbeiten von AM Lopez und Team fair und wissenschaftlich beim Versuch sie zu widerlegen zu behandeln – oder ihre Aussagen zu relativieren – las ich seit Wochen Artikel and Databases von Tegmark, Riess, Alexia M. Lopez und Team (und deren früheren Arbeiten) DESI, SDSS, Siegel, Wiki, arxiv, nature… Um den Post nicht um weitere x MB zu verlängern und weil ich den Überblick verlor, gibt’s keine Links. Seid gewiss, dass ich zwar selber dachte – aber auf dem Rücken von Riesen jeden Formats stand...
https://www.astronews.com/community...r-das-standardmodell.11844/page-9#post-142604
2.) Noch nicht genannte kritisch zu betrachtende Punkte - Statistiken und unsere Augen: trügerische und unzuverlässige Werkzeuge
https://www.astronews.com/community...r-das-standardmodell.11844/page-9#post-142605
3.)„Zeit für eine Zwischen- oder wahrscheinlich Abschlussbilanz meines Themas.“
https://www.astronews.com/community...-das-standardmodell.11844/page-10#post-142634
Es geht in dem Post auch um meine Kritik des Artikels von Charlie Woods auf Quanta, der sich auf das DESI Release bezieht – inhaltlich weichen beide Artikel voneinander ab. Zum Vergleich und zur Beurteilung bitte beide Texte lesen.
4.) Dark Energy May Be Weakening, Major Astrophysics Study Finds
https://www.quantamagazine.org/dark...20240404/?mc_cid=27ab9f2b7c&mc_eid=1c9952022a
5.) DESI Release
https://www.astronews.com/community...-das-standardmodell.11844/page-10#post-142626
6.) PS zum letzten Post
Habt ihr eine andere Meinung zu Woods Artikel?
Ist es nicht unverschämt, diesen Herrn sowieso, der sich freuen würde, wenn das LambdaCDM Modell fiele, ohne Quelle zu zitieren, und ohne dass der Betreffende ein anderes besseres Modell vorschlägt?
Wie steht ihr zu Early Dark Matter?

https://www.astronews.com/community/threads/der-game-changer-für-das-standardmodell.11844/page-10#post-142640
 

Rainer

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Bei ArXiV gibt es diese Liste der Zitierungen auch (Connected Papers), aber ich habe nur 2 Ansichten pro Monat frei.

Hier Artikel mit Verweisen auf den Giant Arc:
Critical assessment of the recent report on the gigaparsec-scale correlation of the orientations of large quasar groups
Fujii, Hirokazu

Little Ado about Everything: ?CDM, a Cosmological Model with Fluctuation-driven Acceleration at Late Times
Lapi, Andrea

Doubt on the statistical significance of the Giant GRB Ring
Fujii, Hirokazu;

GGR ist aber nicht der GR von Lopez, sondern wurde von Balazs gefunden/beschreiben.
 
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blue.moon

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Danke, Tom, sehr freundlich gleich zu reagieren. Ich stellte mir Reviews oder ähnliches (ausschließlich) über beiden Lopez Papers, von Kollegen geschrieben vor...

Es mag in der Physik andere Prioritäten geben, aus meiner Branche weiß ich, was zählt, sind Downloads und Zitierungen – und junge Forscher sollen veröffentlichen, veröffentlichen, veröffentlichen... auf Teufel komm raus und es wird Druck ausgeübt; wenn auf arxiv gratis hochgeladen wurde, wird eine weitere zeitgleiche Veröffentlichung in einem möglichst renommierten Fachmagazin, Science oder Nature - peer reviewed, angestrebt bis nonverbal gefordert...

Lopez Publications und Zitierungen:
https://scholar.google.com/citations?user=PaPfR4sAAAAJ&hl=en
Das zählt nicht, würde in meiner Branche gar nichts zählen, aber sie ist jung, studiert noch, ihr Name ist (jetzt) bekannt, ich bin gespannt auf weitere Veröffentlichungen.

Eine ausführliche Kritik, über die Lopez Entdeckungen, benutzte ich für einen Post - sehr zu empfehlen (das ist schon eine halbe Widerlegung zumindest in Frage-Stellung, weil...
https://bigthink.com/starts-with-a-bang/giant-ring-arc-structures-not-real/

Author
Ethan R. Siegel is an American theoretical astrophysicist and science writer, who studies the Big Bang theory. In the past he has been a professor at Lewis & Clark College and a blogger at Starts With a Bang, on ScienceBlogs and also on Forbes.com since 2016.

A giant arc on the sky
AM Lopez, RG Clowes, GM Williger
Monthly Notices of the Royal Astronomical Society 516 (2), 1557-1572 - cited by 25, 2022
A Big Ring on the Sky
AM Lopez, RG Clowes, GM Williger
arXiv preprint arXiv:2402.07591 - cited by 1, 2024
 
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blue.moon

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PS
Ich möchte kurz Rainers kritische Punkte insgesamt aufführen:
1. Lopez verwendet alte Daten (SLSS), das ist völlig unverständlich, die jeweils neuesten maps sind die technisch besten, auch die sind nicht perfekt, können DM nicht detektieren...
2. BAO - CMB

Wenn mir die anderen einfallen, ergänze ich, Rainer, du kannst mitmachen, ich will nicht alle Beiträge der ersten Seiten durchsuchen - ich formuliere demnächst, bereits im Kopfe, eine Mail an Lopez, keine Ahnung, ob das als Nichtphysikerin überhaupt möglich ist... time will tell
 

Rainer

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Lopez verwendet alte Daten
Da ging es nur um ΛCDM und die Abweichungen sind nicht so dramatisch, zumal es bei H° sowieso zwei Lager gibt. Aber dennoch ist das bei Anspruch auf Präzision für mich ein Dorn im Auge, und ich habe keine Lust, dies nachzurechnen.

Ich möchte kurz Rainers kritische Punkte insgesamt aufführen:
Einer der Punkte war, dass die statistische Unwahrscheinlichkeit aus der geringen Größe der Struktur (also großen Dichte) gefolgert wird, die erfasste Tiefe jedoch deutlich größer als der angegebene Durchmesser ist. Somit wird über die Dichte getäuscht. Andererseits wird dann die Struktur noch etwas größer, wenn man es dann noch als Stuktur bezeichnen darf.

Der weitere Punkt war, dass Statistik kein Gegenargument gegen beliebige unwahrscheinliche Konstellationen ist.
Jede Folge von 100 Farben beim Roulett ist gleich unwahrscheinlich. P = 1/2¹°°
Und dennoch ergibt sich automatisch immer irgend eine Folge von Farben also P = 100%

Das ist etwas anderes, wenn man den einzigen spezifischen Wert einer Größe ermittelt.
 
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blue.moon

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Nein, du sollst nichts ausrechnen.
Ich fände nur spannend, was du von Siegels Artikel, Kritik, hältst, aber wenn es nicht interessiert, akzeptiere ich dies natürlich.
Ich mailte Lopez, gehe aber davon aus, dass meine Mail im Spamordner landen könnte, 50:50.
Na, mal sehen.
Nun will ich mir Toms Liste zu Gemüte führen, lesen, die GA erwähnt haben.
 
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blue.moon

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...in a period of normal science, scientists tend to agree about what phenomena are relevant and what constitutes an explanation of these phenomena, about what problems are worth solving and what is a solution of a problem. Near the end of a period of normal science a crisis occurs—experiments give results that don’t fit existing theories, or internal contradictions are discovered in these theories. There is alarm and confusion. Strange ideas fill the scientific literature. Eventually there is a revolution. Scientists become converted to a new way of looking at nature, resulting eventually in a new period of normal science. The ‘paradigm’ has shifted.—

Steven Weinberg on Kuhnian shifts
 
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