Das Fadenmodell für Teilchen, Eichkräfte und Gravitation

Tangle

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Ich würde das genauso machen wie Einstein. Seine Bücher sind lesenswert. Und es gibt sie auf Deutsch.

Oder Du liest den Anfang des zweiten Bandes meines eigenen, kostenlosen PDF Physikbuches: www.motionmountain.net
 

ralfkannenberg

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Ich würde das genauso machen wie Einstein. Seine Bücher sind lesenswert. Und es gibt sie auf Deutsch.

Oder Du liest den Anfang des zweiten Bandes meines eigenen, kostenlosen PDF Physikbuches: www.motionmountain.net
Hallo Tangle,

ich bin in diesem Fall nicht an Referenzen interessiert, sondern daran, wie Du das konkret machen würdest. Du schreibst, Du würdest es wie Einstein machen, d.h. ich vermute, Du beziehst Dich auf seine Arbeit "Zur Elektrodynamik bewegter Körper".

Sehr gut, aber was ist die Beweisidee ? Sicherlich weisst Du, dass man nur aus der Invarianz der Vakuum-Lichtgeschwindigkeit die relativistische Zeitdilatation nicht logisch herleiten kann. - Was ich sagen will: Du verwendest weitere Voraussetzungen, die in diesen 9 Punkten Deiner Referenz nicht genannt sind.


Freundliche Grüsse, Ralf
 
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Tangle

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Die Zeitdilatation kann man messen. Mehr ist dazu nicht zusagen. Sie ist eine Eigenschaft der Natur.

Sie folgt auch aus der Homogenität von Zeit und Raum und der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit. Mehr ist dazu auch nicht zu sagen...
 

ralfkannenberg

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Die Zeitdilatation kann man messen. Mehr ist dazu nicht zusagen. Sie ist eine Eigenschaft der Natur.
Hallo Tangle,

ganz genau, das ist die experimentelle Überprüfung einer Theorie. Du hast aber geschrieben, dass diese logisch aus der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit folge.

Sie folgt auch aus der Homogenität von Zeit und Raum und der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit.
Offen gestanden sehe ich nicht, wie das aus der "Homogenität" von Zeit und Raum folgen soll; vielleicht erklärst Du uns kurz, was Du unter dieser Homogenität verstehst. Vielleicht meinen wir das gleiche und Du verwendest nur eine mir ungewohnte Notation.

Du hast zuvor richtigerweise auf Albert Einstein verwiesen; er hat das meines Wissens aber nicht aus dieser Homogenität von Zeit und Raum hergeleitet.

Mehr ist dazu auch nicht zu sagen...
Doch, weil eine Zeitdilatation zunächst einmal nur eine von 0 verschiedene Verzögerung für Geschwindigkeiten echt grösser als 0 ist. Wie diese dann konkret aussieht und ob sie mit der Längenkontraktion verbandelt ist folgt daraus noch nicht. - Ja ich gehe hier noch einen Schritt weiter, dass aus der Invarianz der Vakuum-Lichtgeschwindigkeit nur folgt, dass mindestens eine der beiden Grössen Zeitdilatation und Längenkontraktion von 0 verschieden sein muss.

Könntest Du uns bitte deswegen kurz die Beweisidee darlegen, die Dir vorschwebt, also eine einfache Formel o.ä. ?


Freundliche Grüsse, Ralf
 
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Tangle

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Guten Abend Ralf,

dass ist alles 100 Jahre alt, und steht in jedem Lehrbuch.
Einstein hat ein erstes und eine zweites Postulat verwendet.
Schaue bitte unter Lorentztransformation nach.
 
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Bernhard

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Offen gestanden sehe ich nicht, wie das aus der "Homogenität" von Zeit und Raum folgen soll; vielleicht erklärst Du uns kurz, was Du unter dieser Homogenität verstehst.
Hallo Ralf, offenbar versteht Tangle darunter die Möglichkeit die Lorentz-Transformation als Satz von linearen Gleichungen anzunehmen. Wegen mir kann man das gerne auch als implizite Annahme bezeichnen, die für die Herleitung benötigt wird.
 

ralfkannenberg

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offenbar versteht Tangle darunter die Möglichkeit die Lorentz-Transformation als Satz von linearen Gleichungen anzunehmen. Wegen mir kann man das gerne auch als implizite Annahme bezeichnen, die für die Herleitung benötigt wird.
Hallo Bernhard,

genau das mit dem linearen Ansatz wollte ich von Tangle und nicht von Dir lesen. So ergibt sich mir leider der Eindruck, dass Tangle gar nicht weiss, wovon er schreibt, sondern einfach nach Bedarf irgendetwas irgendwoher kopiert - das ist ja zunächst noch ok, dann aber leider zu ungenauen (und damit unzutreffenden) Aussagen kommt.

Und dann aus diesen ungenauen Aussagen etwas postuliert, das in dieser Form falsch ist. Wie zum Beispiel seine Aussage, dass aus den 9 Regeln die relativistische Zeitdilatation folgen würde. Das ist falsch und das bleibt falsch, auch wenn Tangle statt das zu korrigieren auf irgendwelche Lehrbücher verweist, in denen das natürlich korrekt dargestellt wird.

Und bei aller Sympathie: wer solche grundlegenden Behauptungen aufstellt, wie Tangle das tut, der muss auch wenigstens ein Grundmass an Genauigkeit einhalten. Und wenn das noch fehlt - was ja kein Problem ist, dies eben noch nachtragen.


Und dabei auch historisch korrekt bleiben: Einstein hat meines Wissens nicht die Homogenität von Zeit und Raum vorausgesetzt, es war eher eine Folge seiner Herleitungen. Auch wenn das letztlich äquivalent ist.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

Bernhard

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genau das mit dem linearen Ansatz wollte ich von Tangle und nicht von Dir lesen.
Hallo Ralf, ja, bitte entschuldige, aber ich kenne Tangle nun schon (zu) lange von quanten.de her und war da einfach ungeduldig.

Und dann aus diesen ungenauen Aussagen etwas postuliert, das in dieser Form falsch ist. Wie zum Beispiel seine Aussage, dass aus den 9 Regeln die relativistische Zeitdilatation folgen würde. Das ist falsch und das bleibt falsch, auch wenn Tangle statt das zu korrigieren auf irgendwelche Lehrbücher verweist, in denen das natürlich korrekt dargestellt wird.
Ok. Interessantes Detail :)
Und bei aller Sympathie: wer solche grundlegenden Behauptungen aufstellt, wie Tangle das tut, der muss auch wenigstens ein Grundmass an Genauigkeit einhalten.
Kann man einfordern. Ja.
 

DerMichael

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Klärungsbedarf (Teil 1 von 2)

Dass es keine Weltformel (genauer gesagt, keine Welt-Gleichung) geben kann, steht hier: https://www.researchgate.net/publication/364261495

Vielleicht ist es nicht eine Gleichung aber die Grundidee ist, dass es anscheinend (wie man an anscheinend überall gültigen und gleichen Naturgesetzen und Naturkonstanten sehen kann) eine Grundlage von allem gibt, die prinzipiell umfassend/erschöpfend beschreibbar ist. Beim Fadenmodell erklären anscheinend die Fäden alles und somit sollte da eine Art Welt-Gleichung möglich sein.

Ja, Vakuum besteht auch aus Fäden. (Wenn du willst kann man sagen, dass der Äther aus Fäden besteht, die aber (fast) nicht verworren sind.)

Ein Äther aus Fäden sollte weitgehend gleichförmig und homogen sein. Wenn es geringe Unterschiede in der Dichte der Fäden geben sollte, dann sollte sich das nicht auf die realen Phänomene auswirken. Das ist plausibel, denn Fäden als quasi substanzloser Urgrund sollten sich gleichmäßig verteilen. Es ist nicht zu erwarten, dass sich Fäden bei Massen zusammenballen, so dass es deutlich mehr Fäden im Schwarzen Loch als im Vakuum gibt.

Ein bedeutender Punkt: die Fäden sind (wenigstens im Durchmesser) im Vergleich zu den Elementarteilchen sehr klein und die naheliegende Vermutung ist, dass Teilchen aus mehreren Fäden gebildet werden und nicht nur aus einem, auch wenn man es zur Vereinfachung nur mit möglichst wenigen Faden berechnen kann. Die Teilchenbildung aus mehren Fäden würde allerdings die Frage aufwerfen, was dann die Teilchen (Energie, Masse, Ladung, Spin, usw.) exakt bestimmt. Wie würden mehrere Fäden gleichartig zusammenarbeiten können?

Dass ein Elementarteilchen aus vielen Fäden gebildet wird, ergibt sich aus der relativen Größe der Elementarteilchen zu den Fäden (ein Elementarteilchen überdeckt viele Fäden) und der gleichmäßigen Verteilung der Fäden im Fadenäther.

Wie werden Phänomene (Teilchen, Energie, Kraftfelder) von einem Faden zum anderen weitergeleitet? Das ist womöglich ein bedeutender Punkt, der im Fadenmodell real nicht so leicht zu erklären ist und bei den mathematischen Überlegungen einfach ignoriert wird. Bei meiner Grundteilchen-Muster-These sind die Teilchenmuster (Schwingungsmuster, die ein Teilchen bilden) größer als die Grundteilchen, die Schwingungen (entsprechend Fäden?) werden weitergeleitet.

Ein Äther sollte sich nachweisen lassen (siehe u.a. E1 + E2) oder man nimmt erstmal aufgrund des Michelson-Morley-Experiments an, dass es keinen Äther gibt aber dann gibt es auch keinen Fadenäther.

Die Zeitdilatation is eine logische Folge aus der invarianten Lichtgeschwindigkeit (Zeile 2).

Die Zeitdilatation besagt, dass die Zeit bei Lichtgeschwindigkeit stillsteht. Wie können sich die Fäden dann noch bewegen? Die Erklärung ist, dass die Fäden selbst als Äther ortsfest sind und sich nicht mit einem Photon/Lichtstrahl mitbewegen - es bewegt sich nur der Knoten, der das Photon repräsentiert. Man sollte aber meinen, dass sich die Fäden mit Überlichtgeschwindigkeit bewegen müssen, um Lichtgeschwindigkeit realisierne zu können. Siehe auch Wie können Photonen bei Lichtgeschwindigkeit elektromagnetisch schwingen? und Der Beweis eines Grundteilchenäthers? - wie ist das mit dem Fadenmodell erklärt?

Um es klar zu sagen: Fäden existieren natürlich real.

Fäden haben keine Bestandteile: man kann sie nicht durchschneiden oä. Sie schwingen auch nicht, weil sie weder Masse noch Spannung haben.

Ein paar Thesen:

- Die Menge dessen, was unser Universum ausmacht, ist vollständig. Da kommt nichts dazu, da fließt nichts ab.

- Bezüglich des Fadenmodells bedeutet das, dass die Menge/Gesamtlänge/Volumen der Fäden feststeht und in der Summe unveränderlich ist.

- Obige zwei Thesen sind logisch/plausibel, denn andernfalls brächte es einen Raum parallel zum Universum, wohin aus unserem Universum etwas abfließen oder woher etwas zu unserem Universum hinzukommen könnte. Es gibt keinerlei Beweise, dass so ein Paralell-Raum existiert.

- Das beißt sich mit der These vom Urknall aus einer Singularität aber meine Behauptung/These dazu ist, dass ein Grundteilchenäther von Allah (oder sonst wem) angelegt wurde, vor dem Urknall in einen kritischen Zustand versetzt wurde und dann der Urknall ausgelöst wurde. Der Urknall war wie alle Phänomene ein Schwingungsmuser auf dem Grundteilchenäther.

- Ich bezweifle die angebliche Expansion des Raumes (eine alternative These zur Rotverschiebung ist die Lichtermüdung). Die Expansion des Raumes paßt jedenfalls nicht zu einem Äther aus Grundteilchen oder Fäden.

Wie ist das beim Fadenmodell erklärt?

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann müssen Fäden für die Knotenbildung spannungslos elastisch sein, d.h. Fäden müssen sich beliebig verlängern und verkürzen können. Wie aber kann das gehen? Wie könnten sich Fäden ohne Substanzgewinn bei gleicher Dicke verlängern oder ohne Substanzverlust bei gleicher Dicke verkürzen? (alles imho)
 

DerMichael

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Klärungsbedarf (Teil 2 von 2)

Die gesamte Natur ist ein einziger Faden.

Das mag mathematisch Sinn machen aber klingt real absurd.

"Die Fäden sind nicht beobachtbar. Sie haben keine Enden und sie haben keine Spannung. Sie bestehen auch nur in 3 Dimensionen. ..." http://www.quanten.de/forum/showthread.php5?p=100886#post100886

Wenn die Fäden keine Enden haben, sind sie dann Ringe? Alternativ wäre die Lösung ein einziger geschlossener Faden aber das erscheint mir extrem unwahrscheinlich.

Die Fäden haben vielleicht keine Masse aber sie müssen eine ganze Menge Etwas sein, wenn sie unser Universum bilden.

Ein Nachweis ist beim Grundteilchenäther schwierig, weil man auf Grundteilchen nicht direkt zugreifen kann, denn alle Phänomene sind nur Schwingungsmuster, die von den Grundteilchen getragen, verändert und weitergeleitet werden können - so gibt es keinen direkten Zugriff auf ein Grundteilchen, man kann sie auch nicht direkt (wie mit einem Mikroskop) beobachten, weil man nur die Schwingungsmuster wahrnehmen/erfahren kann. Man kann aber Modelle der Grundteilchen erstellen, so dass diese möglichst gut zu allen beobachtbaren Phänomenen passen. Ein Schöpfungsgrundteilchen ist im inneren sehr komplex und bildet so Naturgesetze/Naturkonstanten. Ich kann mir nicht vorstellen, wie exakt gleichartige Fäden oder auch nur ein theoretischer Faden unser ganzes Universum bilden könnte. Wäre es eine Lösung, dass Fäden Schwingungen im Grundteilchenäther beschreiben?

Die Lösung dieser Problematik ist, dass Fäden nicht real existieren, sondern nur ein mathematisches Modell sind.

Wie erklärt das Fadenmodell die Impulserhaltung und das Kugelstoßpendel, das ich übrigens sehr erstaunlich und ggf. unzureichend erklärt finde, hier ein paar Gedanken/Fragen von mir, die ich vor ca. 17 Jahren 2006 hatte:

Was passiert, wenn eine Kugel angestossen wird, die doppelt so schwer ist wie die anderen?
a) die letzten beiden Kugeln fliegen mit der gleichen Geschwindigkeit der großen Kugel weg
b) die letzte Kugel fliegt mit der doppelten Geschwindigkeit der großen Kugel weg

Was passiert, wenn eine Kugel angestossen wird, die doppelt so schwer ist wie die eine zweite Kugel?
a) die zweite Kugel fliegt mit der doppelten Geschwindigkeit der großen Kugel weg und die große Kugel bleibt stehen
b) die zweite Kugel fliegt mit der gleichen Geschwindigkeit der großen Kugel weg und die große Kugel fliegt mit halber Geschwindigkeit weiter

Nur zwei Kugeln:
- eine schwere (z.B. 20 g)
- und eine halb so schwere (z.B. 10 g)

Die erste schwere Kugel wird weggezogen und dann losgelassen, so dass sie gegen die zweite, um 50% leichtere Kugel stößt. Was passiert mit der zweiten, leichteren Kugel?

So, nachdem ich jetzt ein Pendel habe, ein paar (nicht notwendigerweise richtige) Erkenntnisse:

- Es wirken anscheinend erstaunlich hohe Beschleunigungen, hat jemand Zahlen?

- Was passiert, wenn eine Kugel angestossen wird, die doppelt so schwer ist wie die anderen? => a) die letzten beiden Kugeln fliegen mit der gleichen Geschwindigkeit der großen Kugel weg.

- Was passiert, wenn eine Kugel angestossen wird, die doppelt so schwer ist wie die eine zweite Kugel? =>
b) die zweite Kugel fliegt mit der gleichen Geschwindigkeit der großen Kugel weg und die große Kugel fliegt mit halber Geschwindigkeit weiter. (eigentlich mehr eine Vermutung, so richtig gut testen ließ sich das nicht und ich habe dann die Lust verloren).

Wenn man rechts und links je eine Kugel gleichweit wegzieht und gleichzeitig losläßt, dann bleiben die drei mittleren Kugel in Ruhe und nur die äußeren pendeln spiegelbildlich. Wird der Impuls nun in der mittleren Kugel reflektiert oder wandert er jeweils weiter und stößt die gegenüberliegende Kugel an?

Kugelvolumen = 4/3 * pi * r^3
Dichte Eisen = 7874 kg/m³
Eisenkugel von 2 m Durchmesser = ca. 32983 kg
Eisenkugel von 2 cm Durchmesser = ca. 33 g

Angenommen die große Eisenkugel prallt im langsamen Schritt-Tempo (1 m/s) gegen die kleine Eisenkugel, welche dann bei einer Umwandlung der Energie in Geschwindigkeit bei vielleicht so ca. 1000 km/s verglühen würde, bevor sie die Erde verlassen kann. Das Beispiel zeigt eines sehr deutlich: Masse wird bei der Impulsübertragung nicht in Geschwindigkeit umgewandelt.

Die Frage ist: wieso kommt es bei geeigenten Kugeln (z.B. 5 gleiche Kugeln beim Kugelstoßpendel) zu den bekannten Reaktionen und wie paßt das zum Verhalten bei stark unterschiedlichen Kugeln? Wie kann das im Grunde (z.B. mit Fäden) erklärt werden?

Das musst du natürlich nicht alles beantworten aber es sind vielleicht ein paar interessante Aspekte dabei. These: wenn es trivial ist, dann kann einer einfach mal in einer kurzen Liste die Antworten dazu bringen und wenn das keiner kann, dann ist es offensichtlich nicht trivial, sondern bemerkenswert und ggf. untersuchenswert.

Kritik an Tangle verbietet sich, der hat als anscheinend Dr. Christoph Schiller Herausragendes geleistet und das auch noch erstklassig aufbereitet, erklärt und kostenlos zur Verfügung gestellt. Ich halte es für verständlich, wenn Tangle sich nicht mit Trivalkram verzetteln oder ablenken lassen will. Zwar wünsche ich mir auch möglichst einfache, anschauliche Antworten aber im Detail sind es ggf. längere Texte, auf die man dann auch verweisen kann, die man hier aufgrund ihres Umfangs gar nicht bringen kann.

Na ja, doch ein bisschen Kritik: man sollte die Relativitätstheorie nicht einfach so glauben und das mit der Zeitdilatation ist womöglich schon ein bisschen schwieriger/mysteriöser, auch wo die Naturgesetze sind und wie sie die Naturgesetze bewirken, was die Naturkonstanten im Grunde definiert, wie große Kraftfelder existieren können (man braucht einen Äther) und wie Kräfte genau wirken/funktionieren. Gleichförmige Fäden können denke ich nicht die Naturgesetze/Naturkonstanten erklären - es ist eher so, dass das Fadenmodell zu den in sich schlüssigen und existenden Naturgesetze/Naturkonstanten paßt aber z.B. nicht erklären kann, warum die maximale Lichtgeschwindigkeit ca. 299792458 m/s beträgt. Das bedeutet, dass es da noch mehr als Fäden geben muss, z.B. Grundteilchen. (alles imho)
 

DerMichael

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Korrektur

Angenommen die große Eisenkugel prallt im langsamen Schritt-Tempo (1 m/s) gegen die kleine Eisenkugel, welche dann bei einer Umwandlung der Energie in Geschwindigkeit bei vielleicht so ca. 1000 km/s verglühen würde, bevor sie die Erde verlassen kann.

Die "ca. 1000 km/s" stimmen nicht, das müssen glaube ich eher ca. 1000 m/s sein, ich hatte das v² bei der kinetischen Energie nicht bedacht (ein bisschen blöd aber ich bin in einigen Bereichen halt nicht so fit). (alles imho)
 

ralfkannenberg

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Guten Abend Ralf,

dass ist alles 100 Jahre alt, und steht in jedem Lehrbuch.
Einstein hat ein erstes und eine zweites Postulat verwendet.
Schaue bitte unter Lorentztransformation nach.
Guten Morgen Tangle,

im Gegensatz zu Dir habe ich das getan. Und tatsächlich ist es so, dass Albert Einstein neben seinen 2 Postulaten auch noch zwei Voraussetzungen bzw. Definitionen verwendet, die auch nicht selbstverständlich sind.

Da Du mit Worten wie "logisch" operierst ist es wichtig, sich dessen bewusst zu sein, dass Albert Einstein insgesamt 4 Voraussetzungen nutzt. Das würdest Du wissen, wenn Du das mal selber nachgerechnet hättest.

Aber ich bin ja schon zufrieden, wenn Du das fehlende 1.Postulat in Deinen Ausführungen nachträgst; die beiden noch ausstehenden Definitionen betreffen das "ruhende System" und die "Gleichzeitigkeit". Das kann man ja meinetwegen aus dem Kontext heraus als "gegeben" ansehen, obgleich ich Einstein-Gegner kenne, die eben aufgrund der Missachtung dieser beiden ausstehenden Definitionen zu unzutreffenden Schlussfolgerungen gelangt sind.

Noch ein Wort zur von Dir bemühten Logik, die ich übrigens im Falle physikalischer Fragestellungen nicht bemühen würde, aber das sei jedem selber überlassen, wo er seine Präferenzen sieht:

In der klassischen Physik gilt, dass Längenkontraktion und Zeitdilatation für konstante Geschwindigkeiten echt grösser 0 beide gleich 0 sind; wenn Du nur die Invarianz der Vakuum-Lichtgeschwindigkeit forderst, so gilt nicht mehr die klassische Physik. "Nicht für alle gilt" bedeutet "es gibt mindestens einen für den nicht gilt", d.h. mindestens eine der beiden Grössen Längenkontraktion oder Zeitdilatation ist für konstante Geschwindigkeiten echt grösser 0 von 0 verschieden.

Wenn Du noch wie in der speziellen Relativitätstheorie das 1.Postulat zusätzlich forderst und die beiden Definitionen des ruhenden Systems und der Gleichzeitigkeit beachtest, dann kann man herleiten, dass beide Grössen Längenkontraktion und Zeitdilatation für konstante Geschwindigkeiten echt grösser 0 von 0 verschieden sind, und auf welche Weise sie in Abhängigkeit dieser konstanten Geschwindigkeiten von 0 verschieden sind wird in den Lorentztransformationen beschrieben.


Das ist jetzt zugegebenermassen etwas pedantisch, aber ich wollte es doch wenigstens einmal aufgeschrieben haben. Ich will nun nicht ausschliessen, dass ich in meinen Ausführungen noch ein oder mehrere Details übersehen habe.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

Tangle

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Guten Tag Ralf, ich hatte gedacht, dass Du die Relativitätstheorie in Frage stellst. Zu solchen Diskussionen habe ich keine Zeit.

In den 9 Zeilen, die die Physik zusammenfassen https://www.motionmountain.net/9lines.html steht in Zeile 1 das Prinzip der kleinsten Wirkung, Das beinhaltet alle Eigenschaften von Raum und Zeit, die man üblicherweise nutzt. Diese hast du gut erklärt.

Das Prinzip der kleinsten Wirkung enthält auch die Erhaltung des Impulses.

Das Prinzip der kleinsten Wirkung wird im Fadenmodell das Prinzip der "wenigsten" Kreuzungswechsel.

Dadurch entsteht also auch die Impulserhlatung.
 
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Tangle

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Die Expansion des Weltalls, das aus einem einzigen Faden besteht: siehe die Bilder im Abschnitt Cosmology auf https://www.motionmountain.net/quantumgravity.html

Richtig, der/die Fäden können immer länger werden. Sie haben keine Substanz. Substanz=Teilchen entsteht erst aus Fäden. Die Fäden liegen eine Stufe tiefer.

Zur Impulserhalting beim Kugelstoßpenden, und wie das mit der Schallgeschwindigkeit in den Kugel zusammenhängt, gibt es eigene Veröffentlichungen.
 
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Tangle

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Na ja, doch ein bisschen Kritik: man sollte die Relativitätstheorie nicht einfach so glauben und das mit der Zeitdilatation ist womöglich schon ein bisschen schwieriger/mysteriöser, auch wo die Naturgesetze sind und wie sie die Naturgesetze bewirken, was die Naturkonstanten im Grunde definiert, wie große Kraftfelder existieren können (man braucht einen Äther) und wie Kräfte genau wirken/funktionieren. Gleichförmige Fäden können denke ich nicht die Naturgesetze/Naturkonstanten erklären - es ist eher so, dass das Fadenmodell zu den in sich schlüssigen und existenden Naturgesetze/Naturkonstanten paßt aber z.B. nicht erklären kann, warum die maximale Lichtgeschwindigkeit ca. 299792458 m/s beträgt. Das bedeutet, dass es da noch mehr als Fäden geben muss, z.B. Grundteilchen. (alles imho)

Die Fäden bestimmen die Teilchen, die es gibt, die Kräfte, die es gibt, und deren Lagrangedichten die es gibt, insbesondere die des STandard modells und der allgemeinen Relativitätstheorie. Sie erklären also sehr wohl, wie Kräfte genau wirken und funktionieren ( siehe https://www.motionmountain.net/strandsgauge.html ).

Den Wert der Lichtgewschindigkeit bestimmen die Größen Meter und Sekunde. Die Lichtgeschwindigkeit an sich ist einfach die Grenzgeschwindigkeit.

Wenn Du es ander ausdrücken willst: die Fäden sind die Grundteilchen.
 

ralfkannenberg

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Das Prinzip der kleinsten Wirkung enthält auch die Erhaltung des Impulses.
Hallo Tangle,

das wusste ich noch nicht, findet sich aber hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Noether-Theorem

Für den Energieerhaltungssatz gilt:
Aus der Homogenität der Zeit (Wahl der Startzeit spielt keine Rolle) folgt die Erhaltung der Energie (Energieerhaltungssatz). So bleibt die Energie eines Pendels bei Vernachlässigung von Reibung stets gleich, nicht aber die Energie einer Schaukel, auf der ein Kind durch Heben und Senken seines Körpers die Länge von der Aufhängung bis zum Schwerpunkt zeitlich verändert.

Für den Impulserhaltungssatz gilt:
Aus der Homogenität des Raums (Wahl des Startortes spielt keine Rolle) ergibt sich die Erhaltung des Impulses (Impulserhaltungssatz). So ist der Impuls eines freien Teilchens konstant, nicht aber der Impuls eines Teilchens im Gravitationsfeld der Sonne; ihr Ort ist für die Bewegung des Teilchens wesentlich.

Für den Drehimpulserhaltungssatz gilt:
Aus der Isotropie des Raums, also der Rotationsinvarianz (Richtung im Raum spielt keine Rolle),
ergibt sich die Erhaltung des Drehimpulses (Drehimpulserhaltungssatz). So bleibt der Drehimpuls eines Teilchens
im Gravitationsfeld der Sonne erhalten, denn das Gravitationspotential (-G*m*M)/r ist in allen Richtungen gleich.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

ralfkannenberg

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Die Zeitdilatation kann man messen. Mehr ist dazu nicht zusagen. Sie ist eine Eigenschaft der Natur.

Sie folgt auch aus der Homogenität von Zeit und Raum und der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit. Mehr ist dazu auch nicht zu sagen...
Hallo Tangle,

mit meinem letzten Beitrag dürfte das nun widerlegbar sein, wobei die Korrektur einfach ist, d.h. ich würde eher von einer kleinen ungenauigkeit sprechen wollen.

Im Wikipedia-Artikel über die Homogenität habe ich auch einen Abschnitt über die Homogenität des Raumes gefunden:

Schließlich spricht man in der theoretischen Physik von der Homogenität des Raums, wenn man ausdrücken möchte, dass physikalische Gesetze invariant gegenüber der Translation sind.

Gleiches dürfte auch für die Zeit gelten. Mit der Invarianz gegenüber der Translationen in Raum und Zeit erhält man die Galileo-Transformation, d.h. um den Spezialfall der Lorentz-Transformation zu erhalten muss man die "Invarianz gegenüber der Translationen" durch "alle linearen Transformationen" ersetzen, dann passt es. Das ist also der lineare Ansatz, auf den ich hinauswollte und den Bernhard dankenswerterweise oben in #26 genannt hat.

Die zusätzliche Annahme des Prinzips der kleinsten Wirkung genügt vermutlich nicht, denn die Erhaltungssätze gelten auch in der klassischen Physik.

Allerdings ist das Prinzip der kleinsten Wirkung tatsächlich eine starke Voraussetzung, führt sie doch zu den klassischen Erhaltungsgrössen. Das war mir bislang nicht bewusst und ich danke Dir herzlich für das Teilen der Information, die mich dazu gebracht hat, mir das nochmals genauer anzuschauen.


Freundliche Grüsse, Ralf
 
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Tangle

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Im ersten Band vom kostenlosen Physikbuch auf www.motionmountain.net ist die klassische Mechanik noch etwas genauer erklärt, fast ohne Formeln - und so, dass man auf jeder Seite Spaß daran hat. Die Wirkung und die Erhaltungssätze werden da auch eingeführt. Der Anfang des zweiten Bandes erklärt die spezielle Relativtätstheorie, wieder so einfach wie möglich. Leider habe ich keine deutsche Ausgabe.

Einsteins Texte auf Deutsch, zB https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-540-87777-6 (findet man auch anderswo, legal, kostenlos), sind sehr schön geschrieben.

Mit den Postulaten zur Homogenität von Zeit und Raum und der Invarianz der der Lichtgeschwindigkeit hat Einstein die Lorentztransformation nochmal abgeleitet, die Lorentz vorher schon abgeleitet hatte. Das geht in wenigen Zeilen, zB so wie hier: https://physikunterricht-online.de/jahrgang-12/postulate-relativitaetstheorie-lorentztransformation/
 

ralfkannenberg

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Mit den Postulaten zur Homogenität von Zeit und Raum und der Invarianz der der Lichtgeschwindigkeit hat Einstein die Lorentztransformation nochmal abgeleitet, die Lorentz vorher schon abgeleitet hatte. Das geht in wenigen Zeilen, zB so wie hier: https://physikunterricht-online.de/jahrgang-12/postulate-relativitaetstheorie-lorentztransformation/
Hallo Tangle,

in Deinem Link wird aber (wie üblich) das Relativitätsprinzip und nicht die Homogenität von Zeit und Raum verwendet. Dann wird ein linearer Ansatz gemacht und damit erhält man die Lorentz-Transformationen und somit die spezielle Relativitätstheorie.

Was ich sagen will: nur die Postulate zur Homogenität von Zeit und Raum sowie der Invarianz der der Lichtgeschwindigkeit genügen meines Erachtens nicht, um die Relativitätstheorien herzuleiten. Es fehlt noch der lineare Ansatz.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

ralfkannenberg

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Hallo Tangle,

ich überlege mir gerade, ob man aus der Invarianz der Vakuum-Lichtgschwindigkeit sowie der Gültigkeit der Erhaltungsgrössen die spezielle Relativitätstheorie herleiten kann.


Freundliche Grüsse, Ralf
 
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