Astronomietag: Eine partielle Sonnenfinsternis zum Astronomietag

astronews.com Redaktion

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Die kommenden zwei Tage stehen ganz im Zeichen von Astronomie und Raunfahrt: Am Sonnabend werden im Rahmen des Astronomietags zahlreiche Veranstaltungen angeboten. Zur Mittagszeit ist zudem eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Auch Raumfahrtfans kommen auf ihre Kosten, findet doch parallel der Tag der Raumfahrt statt, der sogar schon morgen beginnt. (27. März 2025)

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ralfkannenberg

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Hallo zusammen,

dank des schlechten Wetters kann man die partielle Sonnenfinsternis sogar ohne Hilfsmittel sehen. Oben rechts (mehr oben als rechts) fehlt da bei der Sonne etwas.

Vorsicht beim Einsatz einer Sonnenbrille - dann gilt: 1 - 2 - sofort wegschauen (egal was man sieht oder nicht sieht !!)

Zum Projizieren ist das Wetter zu schlecht.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

albertus

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Will nicht erst neues Thema aufmachen, aber es ist mal wieder soweit am 12.August 2026 ...

Hinweis: Partielles Sonnenfinsternis-Highlight am 12. August!

... und ich wollte schon mal an die bevorstehende partielle Sonnenfinsternis am 12. August erinnern – bei wolkenfreiem Himmel erwartet uns am Abend ein echtes Spektakel!

Hier bei uns im Osten (Bereich Dresden) erreichen wir eine maximale Bedeckung von immerhin rund 86%.
Die Eckdaten für den Abend:
  • Beginn: ca. 19:21 Uhr
  • Maximum: ca. 20:13 Uhr
  • Sonnenuntergang: ca. 20:30 Uhr
Wichtig für die Planung: Da das Maximum unmittelbar vor Sonnenuntergang erreicht wird, steht die Sichel extrem tief über dem West/Nordwest-Horizont. Wer beobachten oder fotografieren möchte, sollte sich also schon jetzt einen Standort mit völlig freier Sicht nach Westen (ohne Bäume, Gebäude oder Hügel) aussuchen! Und denkt rechtzeitig an geeignete Filter bzw. Schutzbrillen.

Plant ihr Beobachtungen oder Fotoversuche? Wie sind die Aussichten an euren Standorten?

Kleiner Bonus für die Nacht vom 12. auf den 13. August:

Wer am Abend wegen Wolken bei der Sonnenfinsternis Pech hat, sollte die Nacht noch nicht ganz abschreiben: In genau dieser Nacht erreichen auch die Perseiden ihr Maximum!

Das Schöne dieses Jahr: Wir haben fast Neumond. Wenn sich die Wolken im Laufe der Nacht verziehen, gibt es absolut kein störendes Mondlicht. Bei dunklem Himmel lohnt sich der Blick nach oben ab Mitternacht also doppelt!
 

Bernhard

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Vorsicht beim Einsatz einer Sonnenbrille - dann gilt: 1 - 2 - sofort wegschauen (egal was man sieht oder nicht sieht !!)
Diesem Satz möchte ich hiermit mein Like wieder entziehen.

Sonnenbeobachtung bitte nicht mit einer normalen Sonnenbrille, sondern immer mit einer schmalbandigen Folie von Baader Planetarium, wie sie in guten Sofi-Brillen für kleines Geld erhältlich ist.

Das sollten die eigenen oder fremden Augen grundsätzlich Wert sein.

Einzige Ausnahme ist vielleicht während der kurzen Totalität.

Bei einer partiellen Finsternis können auch Teile der Sonnenscheibe Schäden an der Netzhaut verursachen, was grundsätzlich vermieden werden sollte.
 

ralfkannenberg

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Diesem Satz möchte ich hiermit mein Like wieder entziehen.

Sonnenbeobachtung bitte nicht mit einer normalen Sonnenbrille, sondern immer mit einer schmalbandigen Folie von Baader Planetarium, wie sie in guten Sofi-Brillen für kleines Geld erhältlich ist.

Das sollten die eigenen oder fremden Augen grundsätzlich Wert sein.

Einzige Ausnahme ist vielleicht während der kurzen Totalität.

Bei einer partiellen Finsternis können auch Teile der Sonnenscheibe Schäden an der Netzhaut verursachen, was grundsätzlich vermieden werden sollte.
Hallo Bernhard,

vielen Dank - das war schon sehr unglücklich von mir formuliert und stellte eine absolute Ausnahme-Situation dar.

Wer mich kennt weiss, dass ich auch bei SoFi-Brillen sehr skeptisch bin, denn diese können erstens einen Materialfehler enthalten (z.B. Riss) oder wenn sie von Nicht-Fachleuten hergestellt werden für das Auge nicht sichtbare Frequenzbereiche (primär Infrarot, also Wärmestrahlung) durchlassen, was dann ebenfalls zu einer Erblindung führen kann - besonders gefährlich hier der Umstand, dass die Pupillen dabei weit geöffnet sind, weil die Strahlung im sichtbaren Licht so stark gedämpft wird. Die weit geöffnete Pupille wirkt dann wie ein Brennglas, mit Brennpunkt an der schärfsten Stelle des Sehens auf der Netzhaut - meine Mutter hat sich diese während der partiellen SoFi 1976 verbrannt, zu ihrem Glück war das vernarbte Gewebe auf der Netzhaut aber sehr klein und ihr Gehirn konnte die verbrannte Zone "umrechnen", so dass meine Mutter nur bei starker Müdigkeit etwas eingeschränkt war. Aber während mehrerer Tage konnte die Augen-Spezialklinik keine Prognose zur Schwere der Verletzung machen.

Bei der totalen SoFi 1999 habe ich übrigens jemanden getroffen, der sich mit einer SoFi-Brille die Augen verbrannt hat; nicht schlimm aber trotzdem sollte das gar nicht passieren.

Grundsätzlich sollte man also nur die Projektionsmethode anwenden, auch wenn diese "unbequem" ist und die SoFi-Brillen tatsächlich guten Beobachtungskomfort machen.

Aber eben: wenn man unbedingt "Kompromisse" eingehen will, dann soll man das wenigstens richtig tun. Und die Methode "1-2-sofort wegschauen egal was man gesehen hat" anwenden; diese muss man aber vorgängig üben. Denn sonst packt einen während der Beobachtung die Begeisterung und man schaut dann eben doch länger. Und bloss nicht fokussieren !!! - Auch das muss man vorgängig gut üben !

Aber wie gesagt: die Sonne steht ja am Himmel und man kann rechtzeitig vor der SoFi alles vorbereiten, dass man die Projektionsmethode anwenden kann.

Ich weiss, ich bin hier sehr schlechtes Vorbild und einer, der Wasser predigt und Wein trinkt ... - und schon mehrfach in meinem Leben ist es passiert, dass ich während einiger Stunden wegen einer SoFi-Beobachtung fast nichts mehr gesehen habe, weil meine Augen überblendet waren.


Deswegen schreibe ich es zum dritten Mal: nur Projektionsmethode und als allfälligen Kompromiss eine SoFi-Brille, aber dann maximal 2 Sekunden beobachten und sofort wegschauen (egal was man gesehen bzw. nicht gesehen hat) und nicht fokussieren !


Freundliche Grüsse, Ralf
 

Bernhard

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Bei der totalen SoFi 1999 habe ich übrigens jemanden getroffen, der sich mit einer SoFi-Brille die Augen verbrannt hat; nicht schlimm aber trotzdem sollte das gar nicht passieren.
Hallo Ralf, was ist da genau passiert?
Grundsätzlich sollte man also nur die Projektionsmethode anwenden, auch wenn diese "unbequem" ist und die SoFi-Brillen tatsächlich guten Beobachtungskomfort machen.
Im Prinzip stimme ich Dir zu, ABER für die allermeisten Hobbyastronomen ist diese Möglichkeit in der Praxis einfach zu aufwendig.
 

albertus

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@ralf und @Bernhard, nachdem hier berechtigterweise Bedenken wegen der Netzhaut und riskanter „Kompromisse“ geäußert wurden, sollten wir das Thema pragmatisch und sicher angehen. Es gibt da zwei sehr gute Möglichkeiten, ohne gleich die Augen zu riskieren:
  1. Sternwarte aufsuchen: Die haben dort professionelle Sonnenfernrohre und Geräte mit integrierten Projektionsflächen – absolut sicher und man bekommt direkt fachkundige Erklärung dazu.
  2. Selber bauen: Wer es lieber handwerklich löst und mal zeigen will, wie saubere Physik in der Praxis funktioniert, baut sich einfach einen Miniprojektor (eine klassische Lochkamera) aus einem Schuhkarton.
Eine einfache Anleitung zum Bau einer Lochkamera (PDF vom Haus der Astronomie) zeigt, wie unkompliziert das mit einem Schuhkarton, etwas Alufolie, einer Nadel und Butterbrotpapier funktioniert.

Damit ist das Projektor-Thema absolut beherrschbar.
 

ralfkannenberg

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was ist da genau passiert?
Hallo Bernhard,

das weiss ich nicht; eine Person, die im Bus mit in Saarbrücken zum Berg, wo alle die totale SoFi 1999 beobachten wollten, gefahren ist, hat sich darüber beklagt. Ob das alles richtig war oder seine Augenschmerzen andere Ursachen hatten konnte ich nicht überprüfen. Eigentlich ist es nicht schmerzhaft, wenn man sich die Augen verbrennt.

Die Totalität konnte man wegen einer grossen schwarzen Wolke, die uns alle nassgeregnet hat, in Saarbrücken nicht beobachten, aber davor war das Wetter ja schön, d.h. die Leute haben die wachsende Finsternis bereits im Bus mit SoFi-Brillen angeschaut.

Wie meine Mutter bei der partiellen SoFi ihre Augen 1976 verbrannt hat und wie ich damals die partielle SoFi mit meinen 15 Jahren beobachtet habe gehört indes nicht in ein seriöses Astronomieforum, eher in die Rubrik, wie man es nicht tun soll. - Unser Chemie-Lehrer war für das Schul-Fernrohr, welches ich dann am Astronomie-Wochenende unserer Schule benutzen durfte, verantwortlich, und er hat die SoFi projiziert, das hat mich damals sehr beeindruckt. Meine "Methode" mit einem von einer Kerze russgeschwärztem Geo-Dreieck (normalerweise: mit einer von einer Kerze russgeschwärzten Glas-Scheibe) wurde damals zwar von vielen Leuten praktiziert, aber die Augenklinik, in der auch meine Mutter behandelt wurde, hatte an diesem Tag viel zu tun, weil zahlreiche Ärzte (nicht Augenärzte !) die SoFi auch so beobachtet haben; SoFi-Brillen gab es damals meines Wissens noch keine, jedenfalls habe ich niemanden gesehen, der eine solche hatte.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

ralfkannenberg

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  1. Selber bauen: Wer es lieber handwerklich löst und mal zeigen will, wie saubere Physik in der Praxis funktioniert, baut sich einfach einen Miniprojektor (eine klassische Lochkamera) aus einem Schuhkarton.
Hallo Astrofreund,

statt eine Lochkamera zu bauen kann man auch einen Feldstecher nehmen - Achtung: niemals mit einem Feldstecher in die Sonne schauen !!! - , diesen "umdrehen" und dann auf ein Blatt Papier richten. Also nicht auf die eigenen Augen richten !! Die eigenen Augen schauen damals immer nur auf das Papier und niemals durch den Feldstecher !

Mit etwas herumprobieren, wie weit der Feldstecher vom Papier weg sein muss, kann man dann das projizierte Bild scharf stellen. Ein Stuhl, auf den man das Papier zum Projizieren stellt, kann dabei hilfreich sein; den Feldstecher hält man in seiner Hand und richtet ihn -
ohne selber durchzuschauen - "umgekehrt" auf die Sonne.

Ich kenne die heutigen Zahlen nicht, aber damals waren Sonnenfinsternisse nach dem Grünen Star die zweithäufigste Erblindungsursache !
Es gibt Kulturen, da darf man während einer Sonnenfinsternis das Haus nicht verlassen und schon gar nicht in die Sonne schauen !


Freundliche Grüsse, Ralf
 

albertus

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... Es gibt Kulturen, da darf man während einer Sonnenfinsternis das Haus nicht verlassen und schon gar nicht in die Sonne schauen !
Bei uns ist das einfacher. Bei (totaler) Sonnenfinsternis gehen z.B. Hühner in ihren Stall. Es wird dunkel und Hühner gehen dann halt schlafen. Wurde von einem meiner Freunde tatsächlich beobachtet.
 
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