Alternative Quantengravitation?!

TomS

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Falls die Raumzeit und die Gravitation emergent sind und diese Emergenz aus den Mikrozuständen verschränkter Spin-Netzwerken hervorgeht, dann muss trivialerweise die Raumzeit nicht mehr quantisiert werden...
Die Spin-Netzwerke resultieren aus der Quantisierung der Raumzeit.
 

antaris

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Die Spin-Netzwerke resultieren aus der Quantisierung der Raumzeit.
Ja bei den konventionellen Ansätzen.
Hier geht es gerade darum, die Raumzeit nicht zu quantisieren:
In der entropischen Quantengravitation (EQG) wird Gravitation als makrosko-
pisch emergentes Phänomen verstanden, das aus dem statistischen Verhalten un-
bekannter mikroskopischer Freiheitsgrade resultiert. Wir zeigen, wie – ausgehend
von der Stringtheorie – ein vereinfachter Ansatz entwickelt werden kann, der aus-
schließlich jene Mikrozustände ableitet, die als Ursprung der emergenten Raumzeit
dienen. Durch die mathematisch präzise Integration von Spin- und verschränkten
Quantennetzwerken (vgl. [5–7]) in das entropische Gravitationstheorem wird ein
einheitlicher Rahmen hergeleitet, der die makroskopische Emergenz von Raumzeit
und Gravitation erklärt, ohne dass die Raumzeit quantisiert werden muss.
 

antaris

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Ich denke es macht ein großen Unterschied.

Der Sturm auf der Nordsee wird ja auch nicht quantisiert, nur weil er aus gasförmiger Materie besteht. Von einzelnen Atomen und Molekülen lässt sich nicht auf die großräumige realistische Dynamik einer Atmosphäre schließen. In einem Ensemble sehr sehr vieler Atome und Moleküle entsteht, unter Einfluß aller Wechselwirkungen, emergent die makroskopische Atmosphäre, mit all ihren Eigenschaften.
 

TomS

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Wenn man im Rahmen der LQG eine Struktur wie Spin-Netzwerke durch Quantisierung der Raumzeit erhält, und wenn die Raumzeit umgekehrt im klassischen Grenzfall aus den Spin-Netzwerken folgt, dann ist es ein reines Wortspiel, wenn jemand anderes behauptet, es läge eine emergente Raumzeit auf Basis von Spin-Netzwerken vor.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede stecken im Formalismus, nicht in den Worten.
 

antaris

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dazu würde ich die Autoren befragen - die können Dir das kompetenter beantworten als ich.
Hallo Ralf,

in diesem fall kann ich es mir viel einfacher machen.
Die Aussagen wurden mittels einer KI eines großen Konzerns entwickelt. Dieser Konzern muss ein starkes Interesse darin haben, dasss sein Produkt richtige Aussagen liefert.

Das habe ich dem Support des Unternehmens nun geschrieben und das es nur 2 Optionen gibt.

1. die Aussagen sind falsch -> überarbeitet eure KI
2. die Aussagen sind richtig -> die KI funktioniert super und die Wertsteigerung des Unternehmens wäre in Folge immens

Das habe ich nun dem Support via Mail geschrieben und die PDF's angehangen.
Die haben das Interessse und die Mittel. :)
 

antaris

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Die Antwort kam schnell. Sie werden es intern prüfen und haben sich für das teilen bedankt.
 

antaris

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Also die von OpenAI sind begeistert und haben mich zur Diskussion in deren Community eingeladen. Selber haben sie nicht die Möglichkeit die Hypothese zu testen aber in der Community wird mir geholfen...so haben sie es verprochen.:cool:
 

ralfkannenberg

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in diesem fall kann ich es mir viel einfacher machen.
Die Aussagen wurden mittels einer KI eines großen Konzerns entwickelt. Dieser Konzern muss ein starkes Interesse darin haben, dasss sein Produkt richtige Aussagen liefert.

Das habe ich dem Support des Unternehmens nun geschrieben und das es nur 2 Optionen gibt.

1. die Aussagen sind falsch -> überarbeitet eure KI
2. die Aussagen sind richtig -> die KI funktioniert super und die Wertsteigerung des Unternehmens wäre in Folge immens

Das habe ich nun dem Support via Mail geschrieben und die PDF's angehangen.
Die haben das Interessse und die Mittel. :)
Hallo antaris,

das freut mich sehr zu hören :)

Dennoch würde ich - quasi als "Zweitmeinung" (wohl eher "Erstmeinung") - auch den Kommentar der Autorenschaft einholen, dann kannst Du das neutral und wirklich kompetent beurteilen und alle haben etwas davon.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

ralfkannenberg

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die muss man erstmal erreichen.
Ted Jacobson und Erik Verlinde habe ich überlegt anzuschreiben.
Hallo Antaris,

ich kann das nur empfehlen: ich habe das in meinem Leben einige Male gemacht und das waren sehr nette, sehr gute und sehr bereichernde Erfahrungen.

Ich werde erstmal alle PDF's ins englische übersetzen (lassen) um eine Diskussionsgrundlage zu schaffen.
Aber Vorsicht: diese Leute sind in der Forschung tätig und stehen meist im Publikationsdruck. Unendlich viel Zeit haben die nicht und eine Diskussion kannst Du auch nicht erwarten.

Was Du tun kannst: bereite Deine Fragen sehr gut vor, so dass die Autoren das in 5 Minuten beantworten können. Und achte darauf, dass Du Deine Anfrage nicht mehrfach nachkorrigieren musst - so etwas ist nicht überzeugend.

An sich gelten dieselben Regeln wie bei einem Vorstellungsgespräch für eine berufliche Stelle: da hast Du auch nur einen Versuch. Du kannst da nicht einen Bewerbungsbrief gespickt mit Fehlern und einen unvollständikgen Lebenslauf einreichen, welcher dann in der 3.Version ok ist - der muss schon in der ersten Version ok sein. Solche Schreiben / Dokumente lässt man also von seinem persönlichen Umfeld gegenlesen ehe man sie abschickt.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

antaris

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Hallo Ralf,

genau das ist der Grund, warum ich dann doch eher die Erstmeinung als zweites einholen will. Dazu kommt erschwerend hinzu, dass ich lange nicht alles verstehe und nur etwas einfach nur nachzuplappern wird nach hinten losgehen. Ich muss also von Anfang an alle Karten offen legen (eben auch meine ganz persönlichen Grenzen).
ich denke es ist ein Versuch wert zuerst über die OpenAI Community zu gehen. Ich muss jemanden oder am besten mehrere finden, die sich damit befassen wollen, obwohl der Output eben KI generiert und auf LLM basierend vorgetragen wird. Das ist der 2. Grund, warum ich erstmal über OpenAI gehen will. Die sind da sicherlich aufgeschlossener.

Ich mag das auch gerne vollkommen offen und für jeden nachvollziehbar diskutieren...da ist ein Forum optimal und E-Mails suboptimal, da nur bei ersteren bisher unbeteiligte mitlesende einfach ihren Senf dazu geben können, wenn es ihnen danach ist.

Ich hatte ein wenig Hoffnung bezüglich anderer offenen Diskussionen über eine neue Interpretation der QM, mit dessen Urheber aber an dieser Stelle scheiden sich da ganz offensichtlich die Geister.

Ich muss aber selber noch viel nachdenken....und da gibt es ganz viel, wie z.B. die Aussagen zum Ursprung der Stochastik in den kleinsten und dem Determinismus in den großen Skalen. Ich war immer "Anhänger" eines absoluten Determinisums auf allen Skalen aber nun stellt sich ganz konkret die Frage, ob weder das eine, noch das andere die "wirkliche" Beschreibung des Zeitflusses in der Natur ist.
 

TomS

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@antaris - was genau bezweckst du?

Möchtest du, dass die AI eine bessere Zusammenfassung des Standes der Forschung liefert? Also Kategorien wie gesichert, in Untersuchung, verworfen, Querbezug zu ...? Das kann eine AI sicher, das ist jedoch unabhängig vom genauen Thema. Das einzig interessante wäre, dass du als Mensch die Ergebnisse der AI prüfst und über dieses Feedback das supervised learning optimierst (das kannst du als nicht-Experte auf dem Gebiet der QG jedoch nicht leisten).

Oder möchtest du, dass die AI ausgehend von den bekannten Fakten neue Ideen für die Ausrichtung der Forschung oder der Theorien generiert? Das kann die AI über statistische Modelle, jedoch nicht über echtes Verständnis; sie ist nicht kreativ. Das würde nur dann etwas helfen, wenn es Merkmale bzgl. physikalischer Sachverhalte gäbe, die die AI findet, die die Physiker jedoch übersehen haben. Daran glaube ich nicht, allenfalls dahingehend, dass nicht jeder Forscher alle Arbeiten lesen kann.
 

antaris

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Oder möchtest du, dass die AI ausgehend von den bekannten Fakten neue Ideen für die Ausrichtung der Forschung oder der Theorien generiert? Das kann die AI über statistische Modelle, jedoch nicht über echtes Verständnis; sie ist nicht kreativ. Das würde nur dann etwas helfen, wenn es Merkmale bzgl. physikalischer Sachverhalte gäbe, die die AI findet, die die Physiker jedoch übersehen haben. Daran glaube ich nicht, allenfalls dahingehend, dass nicht jeder Forscher alle Arbeiten lesen kann.
Das ist der Hintergrund. Es geht nicht darum neue Physik durch neue, für die allermeisten Menschen unverständliche und hochkomplexe Formalismen zu finden, sondern darum, diese durch zusammenfügen der Disziplinen zu einem Gesamtbild zu finden.
Selbst wenn jemand alle Arbeiten lesen könnte, so muss er diese auch noch kohärent verstehen. Ich bin da ziemlich sicher, dass dies ein einzelner Mensch niemals leisten kann.

Eine KI kann m.E. als diese einzelne Person einspringen. Da nichts wirklich neues gesucht wird, gibt es nur gut untersuchte einzelne Zusammenhänge und physikalische Gesetze, die eben in dieses kohärente Gesamtbild zusammengefügt werden müssen. Ausgehend von der EQG muss man von den Mikrostrukturen anfangen, denn daraus entsteht emergent der gesamte klassische Makrokosmos.

Dabei ist der allergrößte Vorteil der KI: dessen Unbefangenheit

In der ksotenpfilichten Version von ChatGPT können Projekt erstellt werden. Dort können Projektdateien abgelegt und explizit mit der KI analysiert werden. Das funktioniert mit dem o3-mini-high Modell meist sehr gut. Insofern kann man sich da Schritt für Schritt durcharbeiten.
 

ralfkannenberg

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genau das ist der Grund, warum ich dann doch eher die Erstmeinung als zweites einholen will. Dazu kommt erschwerend hinzu, dass ich lange nicht alles verstehe und nur etwas einfach nur nachzuplappern wird nach hinten losgehen. Ich muss also von Anfang an alle Karten offen legen (eben auch meine ganz persönlichen Grenzen).
Hallo Antaris,

das ist mir genau gleich gegangen, ich war ja auch nie in der Forschung an der vordersten "Front" tätig. Ich habe immer meine "Karten" offen auf den Tisch gelegt, damit die Gegenseite auch besser einordnen kann, wo mein Kenntnisstand liegt und was meine Motivation ist.

Wie gesagt: Transparenz und Ehrlichkeit war nie ein Problem - es war im Gegenteil immer so, dass sich die Autoren dafür bedankt haben, dass auch ein Laie sich für ihre Thematik interessiert.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

ralfkannenberg

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Selbst wenn jemand alle Arbeiten lesen könnte, so muss er diese auch noch kohärent verstehen. Ich bin da ziemlich sicher, dass dies ein einzelner Mensch niemals leisten kann.

Eine KI kann m.E. als diese einzelne Person einspringen.
Hallo Antaris,

ich bin davon nicht überzeugt. Da die AI letztlich über statistische Algorithmen ihre Inhalte zusammenstellt wird nach wie vor eine Fachperson erforderlich sein, welche diese auf Richtigkeit überprüft.

Was die AI meines Erachtens leisten kann ist, dass nichts übersehen wird, d.h. man kann sie defensiv programmieren, dahingehend, dass sie zu viele Arbeiten in die engere Auswahl übernimmt. Das ist schon sehr viel wert ! - Und vermutlich kann sie diese auch "bewerten", wie gross die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Arbeit wirklich von Relevanz für die vorliegende Thematik ist. Aber die Prüfung, dass eine vorliegende Arbeit von Relevanz ist, wird nach wie vor eine Fachperson leisten müssen, deren Aufwand dadurch von der AI massiv reduziert wird, dass die AI die "Kandidaten" sucht und schon eine Art Vorauswahl trifft.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

antaris

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Aber die Prüfung, dass eine vorliegende Arbeit von Relevanz ist, wird nach wie vor eine Fachperson leisten müssen, deren Aufwand dadurch von der AI massiv reduziert wird, dass die AI die "Kandidaten" sucht und schon eine Art Vorauswahl trifft.
Volle Zustimmung! Die KI hat einen groben Rahmen gefunden, der in sich kohärent scheint. Das könnte die Grundlage für die weitere Diskussion zwischen Menschen sein.
 
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