https://en.wikipedia.org/wiki/Lie_group#Exponential_map
Man hat eine überall glatte Darstellung eines Elementes der Gruppe SO(N) oder SU(N) mittels einer unitären Matrix U, d.h. reeller Winkel und hermitischer Matrizen sigma (speziell bei der SU(2) nutzt man die Pauli-Matrizen, bei der SU(3) die Gell-Mann-Matrizen lambda, i.A. sind aber Matrizen besser geeignet, die im Falle SU(2) gerade sigma / 2 entsprechen). Wie gesagt, das geht immer, da gibt es keine Singularität o.ä.
Speziell bei er SU(2) und nur bei deren 2-dim. Darstellung kann man das Matrixexponential aufgrund der speziellen Eigenschaften der Pauli-Matrizen
in der bekannten. Form kompakt umschrieben:
Das funktioniert aber nur wegen
und das trifft i.A. für SU(N) und SO(N) nicht zu, es trifft insbs. nicht für SO(3) zu, die im wesentlichen der adjungjerten Darststellung der SU(2) entspricht.
en.wikipedia.org
In dieser Darstellung erhält man das Problem einer scheinbaren Singularität, die aber lediglich dem Ausklammern des Einheitsvektors geschuldet ist, um aus den ungeraden Termen der Taylor-Reihe deer e-Funtkion die Taylor-Reihe des Sinus zu erhalten. Verzichtet man darauf, bleibt es bei dem Matrixexponential, das überall eine glatte Funktion in den Winkeln ist:
In
mathematics, a
Lie group is a
group that is also a
differentiable manifold, such that group multiplication and taking inverses are both differentiable.
... is called the
exponential map, and it maps the Lie algebra g into the Lie group G. It provides a
diffeomorphism between a
neighborhood of 0 in g and a neighborhood of e [identity] in G ... The
exponential map gives a
one-to-one correspondence between the connected Lie subgroups of a connected Lie group G and the subalgebras of the Lie algebra of G.
en.wikipedia.org
Wir haben es hier also mit mehrere Probleme zu tun:
- von den Euler-Winkeln haben wir uns verabschiedet
- das Ausklammern des Einheitsvektors der Winkel müssen wir nicht durchführen
- den vierten Freiheitsgrad der Quaternionen müssen wir nicht zwingend betrachten
Es bleibt, dass wir für die Rotation von 3er-Vektoren die SO(3) betrachten müssen, jedoch bisher jedoch nur über die SU(2) reden. Dies ist möglich - und dabei sind SU(2) und SO(3) eine absolute Ausnahme - da beide die selbe Dimension 3 haben: 3 Gruppenparameter = Winkel,
und da die SO(3) im wesentlichen die adjungierte Darstellung der SU(2) ist, d.h.
Wir bilden aus einem 3er-Vektor a das zuletzt genannte Objekt, das wir mit einem Quaternion identifizieren können, hier aber speziell mit einem Element die Lie-Algebra su(2). D.h. statt a zu rotieren, können wir die zuletzt genannte Matrix rotieren, wobei die SU(2) auf ihre eigene Algebra wirk; das ist gerade die adjustierte Darstellung.
en.wikipedia.org
Das verbleibend Problem wäre,
- ...
- ...
- ...
- dass die Abbildung der SU(2) auf die SO(3) 2-zu-1 ist, d.h. +id und -id aus SU(2) werden beide auf +id der SO(3) abgebildet; -id ist kein Element der SO(3), da hier det(-id) = -1 wäre, d.h. -id (als 3*3 Matrix) gehört zur O(3); ich weiß aber nicht, ob das in diesem Zusammenhang ein Problem darstellt.
Letzter Punkt: nach den von
@albertus genannte Gleichungen und den o.g. Punkten halte ich die erste (kinematische) Gleichung zur Bestimmung von q(t) mittel Integration der DGL in omega(t) für unproblematisch; die zweite Gleichung habe ich mit noch nicht genauer angesehen.