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Forschung    Archiv - April 2012 - Juni 2012

KEPLER-36
Kepler-36Gasriese über dem Horizont
Mit Hilfe des Weltraumteleskops Kepler haben Astronomen ein eigentümliches Planetensystem aufgespürt. Die beiden Welten um den Stern Kepler-36 kommen sich auf ihrer Umlaufbahn regelmäßig so nahe, dass der eine Planet am Himmel des anderen deutlich größer erscheinen dürfte als der Vollmond von der Erde aus. Jetzt fragen sich die Astronomen, wie viele solcher Systeme es noch gibt.   26. Juni 2012

TEILCHENPHYSIK
Schwarzes LochBosenova um ein Schwarzes Loch?
Wiener Physiker glauben einen Weg gefunden zu haben, wie sich ohne riesige Teilchenbeschleuniger neue Elementarteilchen entdecken lassen könnten. Unkompliziert ist das Verfahren allerdings nicht: Die Forscher benötigen ein Schwarzes Loch, einen möglichst empfindlichen Gravitationswellendetektor sowie eine Wolke von hypothetischen Axionen, die in einer Bosenova kollabieren.   21. Juni 2012

EUCLID
EuclidESA-Satellit soll dunkles Universum erforschen
Die Mission Euclid hat jetzt die letzte Hürde genommen: Die europäische Weltraumagentur ESA nahm die Mission offiziell in ihr Cosmic Vision-Programm auf. Der Satellit, dessen Start für das Jahr 2020 geplant ist, soll das dunkle Universum untersuchen und insbesondere genaue Daten über die Verteilung und Entwicklung der rätselhaften Dunklen Materie und Dunklen Energie liefern.   20. Juni 2012

EXZELLENZCLUSTER
KrebsnebelUniverse Cluster kann weiterforschen
Für die Münchener Astronomen und Physiker endete die vergangene Woche mit einer äußerst positiven Nachricht. Der Exzellenzcluster Origins and Structure of the Universe geht nämlich in die zweite Förderrunde und kann auch in den kommenden fünf Jahren die physikalischen Zusammenhängen zwischen Mikro- und Makrokosmos erforschen. An dem Verbund sind rund 250 Wissenschaftler beteiligt.   18. Juni 2012

PLANETENENTSTEHUNG
Junger SternKleine Planeten könnten weitverbreitet sein
Große Gasplaneten scheinen sich vor allem um Sterne zu bilden, die einen hohen Anteil an schwereren Elementen aufweisen. Bislang haben Astronomen mit guten Gründen vermutet, dass dies auch für kleinere, erdähnliche Welten gilt. Eine neue Studie zeigt nun aber, dass dem offenbar nicht so ist. Kleinere Planeten könnten also in unserer Galaxie verbreiteter sein als angenommen.   14. Juni 2012

STERNE
SimulationMagnetfeld bremst Rotation von Sternen
Am Ende ihres nuklearen Lebens drehen sich sonnenähnliche Sterne, aber auch Neutronensterne, deutlich langsamer um die eigene Achse als eigentlich zu erwarten wäre. Verantwortlich dafür könnte ein magnetischer Effekt sein, der die Sterne abbremst. Wissenschaftlern aus Potsdam und Dresden ist es nun erstmals gelungen, diesen Effekt im Laborexperiment nachzuweisen.   13. Juni 2012

CERN
OPERAÜberlichtschnelle Neutrinos kein Thema mehr
Schon im März hatte es sich angedeutet, auf einer wissenschaftlichen Konferenz in Kyoto am Freitag wurde es nun bestätigt: Neutrinos, die vom europäischen Teilchenlabor CERN in Genf ausgesandt werden, erreichen ein Untergrundlabor in Gran Sasso bei Rom nicht schneller, als es dem Licht möglich wäre. Dies ergaben jetzt Messungen mit vier verschiedenen Experimenten.   11. Juni 2012

SETI
Gliese 581Kein verdächtiges Signal von Gliese 581
Astronomen haben mit einem Verbund von Radioteleskopen erstmals gezielt nach Signalen von außerirdischem intelligentem Leben gesucht. Ziel der Fahndung mit dem Australian Long Baseline Array war der Stern Gliese 581, um den auch Planeten in der habitablen Zone kreisen könnten. Verdächtige Signale wurden allerdings nicht entdeckt.   4. Juni 2012

ELISA
LISAGravitationswellenjäger geben nicht auf
Im Rahmen des eLISA-Konsortiums wollen sich Astronomen weiter für die Realisierung eines weltraumgestützten Gravitationswellenobservatoriums einsetzen. Das ist das Resultat eines Treffens von LISA-Wissenschaftlern in der vergangenen Woche in Paris. Das ambitionierte Projekt war zu Beginn des Monats bei einem Auswahlverfahren der ESA gescheitert.   30. Mai 2012

KOSMOLOGIE
Erste SterneBessere Daten in der Vergangenheit
Zu welchem Zeitpunkt müsste man als Kosmologe das Universum beobachten, um möglichst viel über seine frühe Entwicklung zu erfahren? Dieser Fragestellung hat sich nun ein amerikanischer Astronom angenommen und ist zu einem verblüffenden Resultat gelangt: Die besten Daten hätte man vor über 13 Milliarden Jahren gewinnen können - in einer Epoche, die auch heute noch zugänglich ist.   23. Mai 2012

KEPLER
ExoplanetLöst sich um KIC 12557548 ein Planet auf?
Astronomen vermuten, dass um den rund 1.500 Lichtjahre entfernten Stern KIC 12557548 ein kleiner Planet kreist, der sich langsam auflöst. Nach Ansicht der Forscher könnte in rund 100 Millionen Jahren von dem Planeten nichts mehr übrig sein. Die Wissenschaftler folgerten dies aus dem eigentümlichen Helligkeitsverlauf des fernen Sterns, den das Weltraumteleskop Kepler registriert hatte.   22. Mai 2012

BLAZARE
Aktiver GalaxienkernSchwarze Löcher heizen das Universum
Aktive supermassereiche Schwarze Löcher können ihre Umgebung offenbar in einem weitaus größeren Ausmaß beeinflussen als bislang angenommen. So fand ein internationales Forscherteam nun Hinweise dafür, dass die Gammastrahlung von Blazaren das diffuse Gas im Universum aufheizt. Dies könnte wichtige Folgen für die Entstehung von Galaxien haben und eventuell ein altes Rätsel der Galaxienbildung lösen helfen.   21. Mai 2012

STERNHAUFEN
NGC 3603Was Doppelsterne über Sternhaufen verraten
Viele Sterne entstehen als Doppelsterne in Sternhaufen, können aber im Laufe der Zeit ihren Partner durch Wechselwirkungen mit anderen Sonnen wieder verlieren. Aus dem Anteil von Doppelsternen in verschiedenen Sternentstehungsgebieten haben Astronomen nun Rückschlüsse auf die ursprüngliche Ausdehnung dieser stellaren Kinderstuben gezogen. Diese waren offenbar überraschend klein.   16. Mai 2012

HERSCHEL
Aktive GalaxieSchwarze Löcher drosseln Sternentstehung
In Galaxien, deren supermassereiches Schwarzes Loch besonders aktiv ist, entstehen weniger Sterne als in Systemen mit einem nicht so aktiven Schwarzen Loch. Dies ergaben jetzt Beobachtungen mit dem europäischen Infrarot-Weltraumteleskop Herschel. Für die Astronomen ist der Fund ein Hinweis darauf, wie Schwarze Löcher die Entwicklung ihrer Galaxien beeinflussen können.   15. Mai 2012

SUPERNOVAE
Tychos SupernovaEin Supernova-Typ mit zwei Varianten
Supernovae vom Typ Ia spielen in der Astronomie eine äußerst wichtige Rolle, da sie als Entfernungsindikatoren verwendet werden. Unstrittig ist bislang, dass bei einer Supernova dieses Typs ein Weißer Zwerg explodiert. Wie es allerdings zu dieser Explosion kommt, dafür gibt es zwei verschiedene Modelle. Eine neue Studie zeigt nun, dass offenbar beide Modelle regelmäßig in der Natur vorkommen - und dies könnte Folgen haben.   8. Mai 2012

WEISSE ZWERGE
Weißer ZwergBlick auf die Zukunft des Sonnensystems?
Astrophysiker der englischen University of Warwick haben vier Weiße Zwergsterne entdeckt, die alle von Staub umgeben sind, der offenbar von zerstörten Gesteinsplaneten mit einer ganz ähnlichen Zusammensetzung wie die Erde stammt. Der Fund könnte somit einen Blick in die ferne Zukunft unseres Sonnensystems erlauben, in der auch die Sonne zu einem Weißen Zwergstern werden wird.   4. Mai 2012

STERNE
Roter RieseAusgestoßene im intergalaktischen Raum?
Es ist nicht leicht, einen Stern aus unserer Milchstraße zu kicken. Dazu bedarf es unter anderem der Hilfe des supermassereichen Schwarzen Lochs im Zentrum. Jetzt glauben Astronomen über 600 Sterne aufgespürt zu haben, die einmal Teil unserer Heimatgalaxie waren und sich nunmehr im intergalaktischen Raum zwischen Milchstraße und Andromedagalaxie befinden.   2. Mai 2012

CERN
CMS-DetektorForscher entdecken neues Teilchen
Es ist zwar nicht das lange gesuchte Higgs-Teilchen, das Physiker nun am Large Hardron Collider (LHC) des CERN in Genf entdeckt haben, doch ist der Nachweis eines bislang noch nicht beobachteten Baryons ein wichtiges Indiz für die Richtigkeit der Theorien der Teilchenphysiker. Auch der Fund des Higgs-Teilchen könnte damit nun in greifbare Nähe gerückt sein.   30. April 2012

ICECUBE
IceCubeKosmische Strahlung bleibt rätselhaft
Die Erde ist einem ständigen Bombardement von energiereichen Teilchen aus dem All ausgesetzt. Wo diese allerdings so beschleunigt werden, dass sie weit energiereicher sind als die Teilchen in den stärksten irdischen Beschleunigern, wissen die Physiker bislang nicht. Beobachtungen mit einem Neutrino-Teleskop in der Antarktis haben nun gezeigt, dass ein Verdächtiger offenbar nicht infrage kommt: Gamma-ray Bursts.   19. April 2012

EXTRASOLARE PLANETEN
PlanetSonnen fangen sich Planeten ein
Um zahlreiche Sonnen unserer Heimatgalaxie könnte ein Planet kreisen, der ursprünglich im Orbit um einen anderen Stern geboren wurde. Dies ergaben jetzt vorgestellte Simulationen zweier Astronomen. Eingefangene Planeten könnten eine Erklärung für weit um ihre Sonne umlaufende Welten sein und zudem auch die Existenz eines Doppelplaneten-Systems erklären.   18. April 2012

SUPERMASSEREICHE SCHWARZE LÖCHER
DoppelsternsystemWachstum durch Verschlucken von Sternen?
In den Zentren der meisten Galaxien verbergen sich nach Ansicht der Astronomen supermassereiche Schwarze Löcher mit der Millionen- bis Milliardenfachen Masse unserer Sonne. Doch wie konnten diese Schwerkraftfallen auf diese enorme Größe anwachsen? Amerikanische Astronomen lieferten nun eine mögliche Antwort: Die Schwarzen Löcher verschlucken regelmäßig Sterne aus Doppelsternsystemen.   11. April 2012

EXTRASOLARE PLANETEN
KeplerKepler-Mission bis 2016 verlängert
Die NASA-Mission Kepler wurde jetzt auf Grundlage einer Begutachtung bis September 2016 verlängert. Damit hat das Team des Weltraumteleskops insgesamt vier Jahre mehr Zeit, erdähnliche Planeten um andere Sterne zu entdecken. Mit Kepler wurden seit 2009 bereits zahlreiche Planeten und eine Vielzahl von Planetenkandidaten aufgespürt.   10. April 2012

LIGO
LigoLetzter Hochleistungslaser auf dem Weg
Das dritte und vorerst letzte Lasersystem für die amerikanischen Gravitationswellendetektoren LIGO hat seine Reise von Hannover nach Hanford im US-Bundesstaat Washington angetreten. Mit Hilfe der Systeme hofft man, ab 2014 Gravitationswellen erstmals direkt messen zu können. In Hannover wird bereits an noch besseren Lasern gearbeitet.  4. April 2012

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