Ferne Welten
Auf der Suche nach extrasolaren Planeten und außerirdischem Leben
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Sternenhimmel
Die Sternbilder des Frühlings bestimmen den Nachthimmel. Die wärmer
werdenden Nächte laden zu Beobachtungen ein. |
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Forum
Was bringt eine bemannte Marsmission, sollen wir wieder zum Mond? Diskutieren Sie mit anderen Lesern im Forum! |
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Intelligentes
Leben äußerst selten?
Die Suche nach Signalen von intelligentem Leben im All erfreut sich seit
Jahren großer Beliebtheit. Doch wie wahrscheinlich ist es eigentlich, dass
es "da draußen" noch jemanden gibt, mit dem wir in Kontakt treten können?
Äußerst unwahrscheinlich, meint nun Professor Andrew Watson von der
University of East Anglia. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich innerhalb
von vier Milliarden Jahren intelligentes Leben entwickelt, würde nämlich bei
maximal 0,01 Prozent liegen. 17. April 2008
Der
Geburtsort von Iota Horologii
Mitte 1999 entdeckten Astronomen um den Stern Iota Horologii einen
Gasriesen, der seine Sonne auf einer erdähnlichen Bahn umrundet. Nun gelang
es ESO-Wissenschaftlern den Geburtsort des Sterns zu ermitteln: Er liegt in
den Hyaden mehr als 130 Lichtjahren von der jetzigen Position des Sterns
entfernt. 15. April 2008
Kleinster
Exoplanet nicht unumstritten
Wieder einmal macht ein Exoplanet Schlagzeilen, der erdähnlicher sein könnte
als alle bisherigen - zumindest von seiner Masse her. Ein Astronomenteam
glaubt nämlich, Hinweise auf einen Planeten zu haben, der nur die 5,5-fache
Masse der Erde hat. Bestätigt sich der Verdacht, wäre es der bislang
kleinste entdeckte Planet um eine ferne Sonne. Doch die Daten überzeugen
nicht alle Experten. 11. April 2008
Laser
für Suche nach zweiter Erde
Die meisten extrasolaren Planeten wurden bislang mit einer Methode
aufgespürt, mit der sich hauptsächlich Jupiter-ähnliche Planeten entdecken
lassen, die ihre Sonne in relativ geringem Abstand umkreisen. Die Entdeckung
einer zweiten Erde war mit diesem Verfahren bislang nicht möglich. Das
könnte sich aber nun ändern: Mit einer neuen Laser-Technologie wollen
amerikanische Astronomen das Verfahren 100-mal empfindlicher machen und so
auch wirklich erdähnliche Planeten aufspüren.
8. April 2008
Methan
auf HD 189773b
Über kaum einen extrasolaren Planeten ist so viel bekannt,
wie über den Gasriesen HD 189733b. Die ferne Welt gehört zu den Planeten, die -
von der Erde aus gesehen - regelmäßig vor ihrer Sonne vorüberziehen und dadurch
detailliertere Beobachtungen erlauben. Jetzt spürten Wissenschaftler mit dem
Weltraumteleskop Hubble Methan in der Atmosphäre des Gasriesen auf. Für
sie ist der Fund ein wichtiger Meilenstein.
19. März 2008
Organische
Substanzen um junge Sonne
Mit Hilfe des Infrarot-Teleskops Spitzer haben Wissenschaftler
jetzt große Mengen einfacher organischer Gase sowie von Wasserdampf um einen
jungen Stern entdeckt. Die Forscher spürten die Substanzen dort auf, wo in
einer Scheibe aus Gas und Staub gerade neue Planeten entstehen könnten und
fanden zudem Hinweise darauf, dass die entdeckten Moleküle auch in dieser
Region entstanden sein müssen.
14. März 2008
Das
Material aus dem Erden werden
Amerikanische Astronomen glauben erstmals die beginnende Entstehung von
erdähnlichen Planeten beobachtet zu haben. Um das etwa 2.400 Lichtjahren
entfernte Doppelsternsystem KH 15D spürten die Forscher Staubkörner auf, die
deutlich größer sind als andere Staubkörner im All. Aus ihnen könnten einmal
terrestrische Planeten entstehen. Die Wissenschaftler berichten über ihre
Entdeckung in der heutigen Ausgabe der Zeitschrift Nature.
13. März 2008
Erdähnliche
Planeten um Alpha Centauri B?
Kreisen erdähnliche Planeten um das nächstgelegene Sternensystem? Ein Team
von Astronomen der University of California in Santa Cruz hält dies
für durchaus möglich. Die Forscher haben umfangreiche Computersimulationen
des Alpha Centauri-Systems durchgeführt und sind davon überzeugt, dass
erdähnliche Planeten dort nicht nur entstehen konnten, sondern dass sie mit
verfügbaren Teleskopen auch aufgespürt werden können.
10. März 2008
Keine
verdampfende Atmosphäre um HD 209458b?
Verdampft um den extrasolaren Planeten HD 209458b eine
Wasserstoffatmosphäre? Seit Hubble im Jahr 2003 eine
Wasserstoffwolke um den heißen Jupiter entdeckte, galt diese Theorie als
wahrscheinlichste Erklärung der Beobachtung. Doch nun mahnt ein
Wissenschaftlerteam zur Vorsicht: Der Wasserstoff könnte auch aus
neutralisiertem Sternenwind stammen.
21. Februar 2008
Miniaturversion
des Sonnensystems entdeckt?
Dank des Microlensing-Effektes gelang es Astronomen nun, ein
Planetensystem in rund 5.000 Lichtjahren Entfernung aufzuspüren. Die
Forscher entdeckten um die ferne Sonne zwei Planeten, die die gleichen
Größenverhältnisse haben wie Jupiter und Saturn in unserem Sonnensystem.
Wurde hier also eine Miniaturausgabe unserer galaktischen Heimat entdeckt?
19. Februar 2008
Terrestrische
Planeten häufiger als gedacht?
Mit Hilfe des Infrarot-Weltraumteleskops Spitzer haben Astronomen
Hinweise darauf gefunden, dass um relativ viele sonnenähnliche Sterne
unserer Nachbarschaft terrestrische Planeten entstehen könnten. Dies würde
bedeuten, dass auch Planeten, die lebensfreundliche Bedingungen aufweisen,
deutlich häufiger zu finden sein dürften, als lange Zeit angenommen.
18. Februar 2008
Fast
wie zu Hause
Wäre die Erde auch nur ein wenig kleiner und hätte eine etwas geringere
Masse, würde es auf ihr vermutlich keine Plattentektonik und damit eventuell
auch kein Leben geben. Zu diesem Ergebnis kamen jetzt amerikanische
Astronomen. Ihre Schlussfolgerung für die Suche nach anderen bewohnbaren
Planeten im All: Auf Super-Erden könnte man sich durchaus zu Hause fühlen.
22. Januar 2008
Entstand
2M1207B durch eine Kollision?
Der Planet 2M1207B war der erste Planet außerhalb unseres Sonnensystems, von
dem es gelungen war, ein Foto zu machen. Doch die ferne Welt gab den
Astronomen seit ihrer Entdeckung Rätsel auf, passten doch einige
grundlegende Daten zu keiner bekannten Theorie über die Entstehung von
Planeten. Amerikanische Astronomen glauben nun eine Lösung gefunden zu
haben: 2M1207B könnte das Produkt einer gewaltigen Kollision sein.
18. Januar 2008
Bausteine
für Leben um HR 4796A?
Amerikanische Astronomen glauben um den acht Millionen Jahre alten Stern HR
4796A komplexe organische Moleküle entdeckt zu haben, die auch als Bausteine
für Leben dienen könnten. Die Stoffe fanden sich in der Staubscheibe um die
ferne Sonne. Die Existenz dieser Substanz würde nach Ansicht der
Wissenschaftler darauf hindeuten, dass diese Grundbausteine für Leben
relativ häufig in Planetensystemen vorkommen.
4. Januar 2008
Jüngster
Exoplanet entdeckt
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg haben
den jüngsten bisher bekannten Planeten außerhalb des Sonnensystems entdeckt.
Seinen Mutterstern umgibt noch jene Gas- und Staubscheibe, aus der er
kürzlich geboren wurde. Diese Beobachtung, die in der heute erscheinenden
Ausgabe der Zeitschrift Nature vorgestellt wird, erlaubt wichtige
Rückschlüsse auf den zeitlichen Ablauf der Planetenbildung.
3. Januar 2008
SETI-Forscher
suchen mehr Freiwillige
Es gibt nur wenige Menschen, die die Suche nach
außerirdischem Leben nicht fasziniert. So wundert es nicht, dass Millionen
Computerbesitzer auf der ganzen Welt bereit waren, im Rahmen des SETI@home-Projektes Wissenschaftlern bei der Fahndung nach außerirdischen Signalen
behilflich zu sein. Nach Modernisierung des Radioteleskops in Arecibo benötigt das Projekt
nun noch mehr Mitstreiter.
3. Januar 2008
Wenn
E.T. zur Erde blicken würde
Mit immer raffinierteren Methoden versuchen Astronomen hinter die
Geheimnisse entfernter Planetensysteme zu kommen. Zukünftige Teleskope
könnten es gar erlauben, die Atmosphären der fernen Welten zu studieren. Da
drängt sich natürlich die Frage auf, was der Blick eines außerirdischen
Astronomen auf die Erde alles verraten würde. Eine ganze Menge, glauben
Wissenschaftler.
28. Dezember 2007
Das
reflektierte Licht von HD 189733b
Astronomen haben jetzt eine neue Methode vorgestellt, die es
erstmals erlaubt, das reflektierte Licht eines extrasolaren Planeten zu
beobachten und so den Planeten und dessen Umlaufbahn direkt zu vermessen. Der
mit dem neuen Verfahren beobachtete Exoplanet ist kein Unbekannter und dürfte
inzwischen zu den am besten erforschten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems
zählen. Trotzdem weiß man über ihn noch recht wenig.
27. Dezember 2007
CoRot
entdeckt zweiten Exoplaneten
Das europäische Weltraumobservatorium CoRot hat rund ein Jahr nach
seinem Start den zweiten extrasolaren Planeten entdeckt. Die neu aufgespürte
Welt ist etwas größer als Jupiter und umrundet ihre Sonne in weniger als
zwei Tagen. CoRot-Exo-2b, so der Name des neuentdeckten Planeten, ist 800
Lichtjahren von der Erde entfernt und war den Astronomen schon vor über zwei
Jahren aufgefallen.
20. Dezember 2007
Ein
Planet tatsächlich lebensfreundlich?
Das Planetensystem um den roten Zwerg Gliese 581 geriet im
Frühjahr in die Schlagzeilen: War hier tatsächlich eine zweite Erde entdeckt
worden? Als sich der Presserummel gelegt hatte, wurde schnell klar, dass
zumindest Gliese 581c alles andere als eine lebensfreundliche Welt ist.
Besser könnte es da bei Gliese 581d aussehen, wie jetzt zwei unabhängige Studien
bestätigen.
13. Dezember 2007
Dunstige
Atmosphäre verhüllt HD 189733b
Über die meisten bekannten extrasolaren Planeten wissen Astronomen relativ
wenig. Nur wenn der Planet von der Erde aus betrachtet gerade vor seiner
Sonne vorüberzieht, lässt sich ein wenig mehr über die ferne Welt
herausfinden. Der Planet um den Stern HD 189733 ist ein solcher
Transitplanet. Nun hat auch Hubble den Exoplaneten ins Visier
genommen und Hinweise auf eine dunstige Atmosphäre gefunden.
11. Dezember 2007
Spitzer
entdeckt stellares Wunderkind
Mit Hilfe des Infrarot-Weltraumteleskops Spitzer
haben Astronomen einen erst eine Millionen Jahre alten Stern entdeckt, der trotz
seines geringen Alters schon von Planeten umkreist werden könnte. Der Stern ist
nämlich von einer dicken Gas- und Staubscheibe umgeben, die eine große
verräterische Lücke aufweist. Planeten könnten dafür die Ursache sein.
29. November 2007
Unser Mond ist etwas Besonderes
Der Mond hat für viele Menschen eine ganz besondere
Bedeutung und beeinflusst nicht zuletzt durch die Gezeiten merklich das Leben
auf der Erde. Nun haben amerikanische Astronomen mit Hilfe des
Weltraumteleskops Spitzer Indizien dafür gefunden, dass unser Mond auch
in unserer Galaxie etwas Besonderes sein könnte. Monde wie der unsrige scheinen
nämlich in maximal fünf bis zehn Prozent der Planetensysteme zu entstehen.
21. November 2007
Planetenentstehung in den Plejaden
Nach Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Spitzer
und dem Gemini-Teleskop auf Hawaii sind sich die Astronomen sicher:
Um einen Stern im Sternhaufen der Plejaden entstehen Planeten, die der Erde, dem
Mars oder der Venus ähneln könnten. Rund um den Stern, so die Forscher, muss es
zu einer gewaltigen Kollision von zwei Planeten oder Planetenembryos gekommen sein.
16. November 2007
Wo könnte es Leben geben?
Die Frage, ob es auf anderen Himmelskörpern Leben gibt oder einmal gegeben
hat, gehört sicherlich zu den spannendsten Fragestellungen der Wissenschaft
überhaupt. Doch um Antworten zu finden, muss man sich zunächst über die
Grundvoraussetzungen für die Entstehung von Leben klar werden. Eine Gruppe
von Wissenschaftlern will sich dieser Frage nun im Rahmen der
Forschungsallianz "Planetenentwicklung und Leben" widmen.
14. November 2007
Fünfter Planet um 55 Cancri entdeckt
Weit über 200 extrasolare Planeten wurden bislang um ferne
Sonnen aufgespürt, doch der Stern 55 Cancri scheint etwas ganz Besonderes zu
sein: Heute nämlich gaben
amerikanische Astronomen die Entdeckung eines fünften Planeten um den Stern
bekannt. Dieser befindet sich sogar in der habitablen Zone von 55 Cancri, in der
flüssiges Wasser möglich ist.
Nach weiteren Planeten des Systems wird gesucht.
6. November 2007
Neue Ära für SETI-Forschung
Seit der vergangenen Woche sind die ersten 42 Radioschüsseln des
Allen Telescope Arrays in Betrieb. Insgesamt sollen in der Nähe des
nordkalifornischen Städtchens Hat Creek einmal 350 Antennen nach Radiowellen
aus dem All fahnden. Dabei geht es den Astronomen nicht nur um Radiosignale
von Supernovae, schwarzen Löchern oder anderen exotischen Objekten, sondern
auch um die gezielte Suche nach Signalen von außerirdischen Zivilisationen.
19. Oktober 2007
Entsteht eine Erde um HD 113766?
In dem 424 Lichtjahre entfernten Sternsystem HD 113766 könnte gerade ein erdähnlicher Planet
entstehen. Das jedenfalls glaubt ein Astronom der
amerikanischen Johns Hopkins University, der mit Hilfe des
Infrarot-Weltraumteleskops Spitzer einen
Gürtel aus warmen Staub um die ferne Sonne aufgespürt hat. Der Planet befände
sich in der habitablen Zone.
4. Oktober 2007
Planet überlebt Riesenphase seiner Sonne
Astronomen haben einen rund zehn Milliarden Jahre alten Gasriesen entdeckt,
der offenbar die Rote Riesenphase seiner Sonne überlebt hat. Die Entdeckung
wirft ein interessantes Licht auf das Schicksal unserer Erde, wenn auch
unsere Sonne einmal zum Roten Riesen wird: V 391 Pegasi b hat nämlich einen
ähnlichen Abstand von seinem Zentralgestirn wie die Erde von der Sonne.
12. September 2007
Wasserdampf-Regen um neue Sonne
Das Infrarot-Weltraumteleskop Spitzer hat um eine gerade
entstehende Sonne genug Wasserdampf nachweisen können, um fünf Mal die
Ozeane der Erde zu füllen. Nach Ansicht der Astronomen regnet der
Wasserdampf aus der Geburtswolke des Sterns auf die staubige Scheibe um die
neue Sonne, wo vielleicht einmal Planeten entstehen werden.
4. September 2007
Neue Hinweise für Reste eines Planetensystems
Dass der Weiße Zwergstern GD 362 etwas Besonderes ist, wissen Astronomen
schon länger: Der glühende Sternenrest ist nämlich von einer Staubscheibe
umgeben, die die Wissenschaftler als Trümmer eines früher vorhandenen
Planeten deuten. Für diese These gibt es nun neue Belege:
Astronomen konnten in der Atmosphäre des Weißen Zwerges Elemente nachweisen, die
in ähnlicher Zusammensetzung auch auf Erde und Mond vorkommen.
21. August 2007
Riesenplanet bereitet Theoretikern Probleme
Das Trans-atlantic Exoplanet Survey-Team hat Anfang
der Woche die Entdeckung eines weiteren extrasolaren Planeten bekannt gegeben:
TrES-4 ist der bislang größte bekannte Exoplanet. Er ist etwa 70 Prozent größer als
Jupiter, hat jedoch eine geringere Masse. Mit diesen ungewöhnlichen Eigenschaften
bereitet TrES-4 den Theoretikern einiges Kopfzerbrechen.
8. August 2007
Planet um Roten Riesen entdeckt
Mit Hilfe des Hobby-Eberly Telescopes haben
Astronomen der amerikanischen Penn State University einen Planeten
entdeckt, der einen roten Riesenstern umkreist. Das Studium solcher
Planetensysteme gibt einen Vorgeschmack auf die Zukunft unseres Sonnensystems: In einigen Milliarden Jahren
wird sich unsere Sonne zum Roten
Riesen aufblähen und die Erde unbewohnbar werden. Leben könnte dann aber an anderen
Orten möglich sein.
3. August 2007
Planeten mit vier Sonnen?
In der Regel, so die Ansicht der Astronomen, entstehen
Planeten um einen Einzelstern. Schon bei Doppelsternsystemen dürfte es in den
meisten Fällen für junge Planeten schwierig werden, sich zwischen den zwei
Sonnen zu behaupten. Jetzt aber haben Astronomen mit dem
Infrarot-Weltraumteleskop Spitzer Hinweise dafür entdeckt, dass es
sogar in einem Vierfach-Sternsystem Planeten geben könnte.
26. Juli 2007
Entfernte Gasriesen scheinen selten
Die meisten Jupiter-ähnlichen Planeten, die man um ferne Sonnen entdeckt
hat, umkreisen ihren Stern in extremer Nähe. In einem dreijährigen Projekt
wollten Astronomen nun herausfinden, ob Riesen-Jupiters auch in größerer
Entfernung vom jeweiligen Zentralstern ihre Bahnen ziehen. Sie nahmen dazu
54 erfolgsversprechende Systeme ins Visier - und entdeckten nichts.
13. Juli 2007
Wasserdampf in ferner Atmosphäre
Mit Hilfe des Infrarotteleskops Spitzer glauben
Astronomen jetzt Wasserdampf in der Atmosphäre des Planeten HD 189733b
nachgewiesen zu haben. Eine Alternative zur Erde dürfte die ferne Welt deswegen
aber trotzdem nicht sein: Der Gasriese umkreist seine Sonne in großer Nähe, so
dass in der Atmosphäre Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius herrschen
dürften.
12. Juli 2007
Experten fordern Suche nach bizarrem Leben
Science Fiction-Fans wissen es schon seit langem:
Leben auf anderen Welten kann vollkommen anders aussehen als wir es von der Erde
her kennen. Nun empfiehlt auch der amerikanische nationale Forschungsrat, sich
bei der Suche nach Leben in unserem Sonnensystem und darüber hinaus nicht auf
uns bekannte und vertraute Formen zu beschränken, sondern auch nach "bizarren
Lebensformen" zu fahnden.
10. Juli 2007
Planeten verschmutzen ihre Sonne
Seit Jahren rätseln Astronomen darüber, warum eigentlich Sonnen, die von
Planeten umkreist werden, metallreicher zu sein scheinen als Sterne ohne
Planeten. Jetzt gibt es eine verblüffend einfache Antwort: Schuld sind die
Planeten selbst, die während ihrer Entstehung die Atmosphäre ihrer Sonne
verschmutzen.
9. Juli 2007
Neptun-großer Planet um Fomalhaut
Um den Stern Fomalhaut dürfte ein Neptun-großer Planet
kreisen. Eine Astronomin der Universität im amerikanischen Rochester folgerte
dies aus dem verräterisch verschobenen Staubring, der die ferne Sonne umgibt.
Die Existenz eines Planeten um Fomalhaut war schon früher vermutet worden. Dank
neuer Berechnungen kann jetzt aber auch etwas über Masse und Orbit des
Planeten gesagt werden.
18. Juni 2007
Schlechte Nachrichten für Gliese 581c
Der Planet Gliese 581c, der in rund 20 Lichtjahren Entfernung um einen roten
Zwerg kreist, wurde bei seiner Entdeckung vor knapp zwei Monaten als der
bislang erdähnlichste Exoplanet gefeiert.
Wahrscheinlich hat man sich aber zu früh gefreut: Ein Team des Potsdam-Instituts
für Klimafolgenforschung zeigte jetzt, dass auf der fernen Welt alles andere als
lebensfreundliche Bedingungen herrschen dürften. Besser könnte es da bei Gliese
581d aussehen.
11. Juni 2007
28 neuen Exoplaneten in einem Jahr
Zwei Teams von Astronomen dominieren seit Jahren die Suche
nach extrasolaren Planeten: die Planetenjäger um Michel Mayor vom Observatorium
in Genf und die Gruppe um Geoff Marcy und Paul Butler in den USA. Letztere haben
innerhalb eines Jahres die Liste der bekannten Exoplaneten um 28 Planeten auf
236 Welten erweitert. Die Astronomen berichteten über ihre Entdeckungen am
Montag auf der Tagung der Amerikanischen Astronomischen Gesellschaft in
Honolulu.
30. Mai 2007
Exotische Welt aus heißem Eis
Ein Team von Astronomen hat am
François-Xavier Bagnoud Observatorium in den Schweizer Alpen den Transit
eines Neptun-großen Planeten beobachtet. Es ist
der bislang kleinste extrasolare Transitplanet. Mit
Hilfe der Beobachtungen konnten die Astronomen zudem Rückschlüsse auf die innere Struktur
des Planeten ziehen: Sie vermuten, dass er überwiegend aus exotischem heißem Eis
besteht.
18. Mai 2007
Stürmische Winde auf HD 189733b
Dank des Infrarot-Weltraumteleskops Spitzer konnten
Wissenschaftler jetzt neue Daten über zwei extrasolare Planeten bekannt geben:
Ein Astronomenteam erstellte eine Karte der Temperaturunterschiede auf der
Oberfläche des Gasriesen HD 189733b und folgerte daraus, dass es auf der fernen
Welt stürmische Winde geben muss. Eine andere Forschergruppe untersuchte mit HD
149026b den heißesten bislang entdeckten extrasolaren Planeten.
10. Mai 2007
COROT
entdeckt ersten Exoplaneten
Die im vergangenen Jahr gestartete Sonde COROT hat früher
als erwartet den ersten extrasolaren Planeten entdeckt. Bei der fernen Welt mit
dem Namen COROT-Exo-1b handelt es sich um einen Gasriesen mit der 1,3-fachen
Masse des Jupiter. Der Planet liegt rund 1.500 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Die COROT-Daten haben eine solche Qualität, dass die Astronomen hoffen, bald sogar
Planeten aufzuspüren zu können, die kaum größer als die Erde sind.
4. Mai 2007
Bislang
erdähnlichster Planet entdeckt
Europäische Astronomen haben in etwas mehr als 20 Lichtjahren
Entfernung den bislang erdähnlichsten Planeten aufgespürt: Die Planetenjäger
stellten fest, dass um den Zwergstern Gliese 581 nicht nur ein
Neptun-ähnlicher Planet kreist, sondern auch eine Welt mit der rund
fünffachen Masse der Erde, auf der es theoretisch flüssiges Wasser geben
könnte. Auch ein dritter Planet wird in dem System vermutet.
25.
April
2007
Wasser
in der Atmosphäre von HD 209458b?
Erstmals glauben Astronomen Wasser in der Atmosphäre eines
extrasolaren Planeten aufgespürt zu haben. Der Nachweis gelang mit Hilfe von
archivierten Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops und von neuen
theoretischen Modellen. Der betreffende Planet ist kein Unbekannter: Erst vor
kurzer Zeit gelang Forschern ein tiefer Blick in die Atmosphäre von HD 209458b. 12.
April
2007
Trockener
und staubiger als gedacht
Astronomen, die sich mit der Entdeckung und Erforschung von
Planeten um andere Sonnen beschäftigen, haben von unerwarteter Seite
Unterstützung bekommen: Mit Hilfe des Infrarot-Weltraumteleskops Spitzer
gelang es nun erstmals, Spektren der fernen Welten aufzunehmen und so mehr
über die Zusammensetzung der Atmosphäre der Exoplaneten zu erfahren. Dabei gab
es manche Überraschung.
22.
Februar
2007
EXTRASOLARE PLANETEN
Blick
in die Atmosphäre einer fernen Welt
Mit Hilfe des Hubble-Weltraumteleskops gelang
Astronomen ein Blick tief in die Atmosphäre eines extrasolaren Planeten. Bei
HD 209458b entdeckten die Forscher eine 1.000 Kilometer dicke und 5.300 Grad
heiße Zone in einer Höhe von 8.500 Kilometern. Vermutlich beginnt hier das
Abströmen heißen Wasserstoffs aus der Planetenatmosphäre ins Weltall, was
zur Ausbildung eines kometenartigen Schweifs bei dem Planeten führt.
1.
Februar 2007
COROT
First
Light für europäischen Planetenjäger
Vor einer Woche wurde es spannend: In der Nacht vom 17. auf den 18.
Januar 2007 sollte die Schutzabdeckung über dem Teleskop des COROT-Satelliten
entfernt werden. Alles lief nach Plan und der europäische Planetenjäger
konnte zum ersten Mal das Licht von Sternen einfangen. Der reguläre
Beobachtungsbetrieb soll im Februar beginnen.
25.
Januar 2007
Ältere Nachrichten über die
Suche nach extrasolaren Planeten und außerirdischem Leben finden Sie
hier.
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