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STERNSCHNUPPEN
Quadrantiden in fast mondloser Nacht
von Stefan Deiters
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3. Januar 2014

Die Quadrantiden gehören zu den unbekannteren Sternschnuppenströmen des Jahres, bieten aber gleichzeitig ein zuverlässiges Schauspiel am Himmel gleich zu Jahresbeginn. In der Nacht vom 3. auf den 4. Januar könnte sich ein Blick an den nächtlichen Sternenhimmel besonders lohnen. Benannt wurden die Quadrantiden nach einem heute nicht mehr verwendeten Sternbild.

Quadrantiden

Bild einer Sternschnuppe der Quadrantiden aufgenommen 2010 mit einer NASA-Meteorkamera. Bild: NASA / MEO / B. Cooke

Oft werden die Quadrantiden vergessen, wenn man die bekannten Sternschnuppenströme aufzählt, die in jedem Jahr aufs Neue Himmelsbeobachter erfreuen. Die meisten denken lediglich an die Leoniden, die Perseiden oder auch an die Geminiden. Zu unrecht eigentlich, gelten die Quadrantiden doch als äußerst zuverlässiger Sternschnuppenstrom, bei dem im Maximum auch schon einmal mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde zu beobachten sind.

Im Gegensatz zu anderen bekannteren Sternschnuppenströmen haben die Quadrantiden allerdings ein sehr spitzes Maximum. So sind sie bereits seit dem 1. Januar aktiv, die besten Chancen zur Beobachtung aber bietet sich rund um den Höhepunkt der Sternschnuppenaktivität, der für die Nacht vom 3. auf den 4. Januar erwartet wird. Die besten Beobachtungsmöglichkeiten sollte es in der zweiten Nachthälfte geben.

Quadrantiden sind in der Regel relativ lichtschwach. Auch wird das Maximum in diesem Jahr bereits in den für Beobachtungen des Stroms ungünstigeren Abendstunden des 3. Januar erwartet. Ein Vorteil 2014 ist allerdings, dass der Mond am 1. Januar seine Neumondstellung erreicht hatte und sein Licht daher die Beobachtungen nicht stören wird.

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Wer sich für Sternschnuppen interessiert weiß, dass sich aus dem Namen eines Sternschnuppenstroms auf dessen Ausstrahlungspunkt, also den Radianten, schließen lässt. Von diesem Punkt am Himmel scheinen die Sternschnuppen auszugehen, er sollte also für Beobachtungen möglichst hoch am nächtlichen Himmel zu sehen sein.

Bei der Suche nach dem Radianten der Quadrantiden stößt man aber zunächst auf ein Problem: Das Sternbild Mauerquadrant (lateinischer Name Quadrans Muralis) ist auf keiner aktuellen Sternkarte eingetragen. Es wird nämlich heute nicht mehr verwendet. Einst lag es zwischen den Sternbildern Drache und Bärenhüter. Der Radiant der Quadrantiden liegt im Bärenhüter - unweit der Deichsel des bekannten "Großen Wagens".

Der Ursprungskörper der Quadrantiden ist kein Komet, sondern ein Asteroid, nämlich der Asteroid 2003 EH1 (astronews.com berichtete). Allerdings könnte es sich bei diesem 2003 entdeckten Brocken durchaus um das Fragment eines Kometen handeln, der vor einigen Jahrhunderten auseinandergebrochen ist. Eventuell sind also die Sternschnuppen in diesem Fall nichts anderes als die kleinen Staubpartikel, die beim damaligen Auseinanderbrechen entstanden sind, seitdem die Sonne umkreisen und in die Erdatmosphäre geraten.

Die Quadrantiden wurden erstmals im Jahr 1825 beobachtet. Damals verwendete man noch das vom französischen Astronom Jérôme Lalande eingeführte Sternbild Mauerquadrant, das an ein früher häufig benutztes astronomisches Instrument zur Bestimmung von Sternenpositionen am Himmel erinnern soll. Das Sternbild Mauerquadrant gehörte dann aber nicht mehr zu den 88 Sternbildern, die die Internationale Astronomische Union als offizielle Sternbilder in den 1920er Jahren festlegte. 

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siehe auch
Quadrantiden: Mutterkörper des Sternschnuppenschauers entdeckt - 6. Januar 2004
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