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JUPITER
Gasriese erreicht Oppositionsstellung
von Stefan Deiters
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28. Oktober 2011

Wer in den vergangenen Tagen einmal Gelegenheit hatte, an den nächtlichen Himmel zu schauen, dem dürfte ein heller Lichtpunkt aufgefallen sein, der die gesamte Nacht über zu sehen ist. Es handelt sich dabei um den Gasriesen Jupiter, der in der kommenden Nacht im Sternbild Widder seine Oppositionsstellung erreicht.

Jupiter

Jupiter, hier eine Aufnahme von Voyager 1, ist in diesen Tagen besonders gut am Himmel zu sehen. Foto: NASA / JPL

In den vergangenen Wochen erreichten uns mehrfach Anfragen, um was für einen auffälligen "Stern" es sich denn am nächtlichen Himmel handeln könnte. Auch wenn in den wenigstens Fällen eine Uhrzeit oder eine Himmelsrichtung angegeben war, dürfte die korrekte Antwort doch meist lauten: Es war kein Stern, sondern ein Planet, nämlich der Gasriese Jupiter, der größte Planet des Sonnensystems.

Dass Jupiter am Himmel so ausgesprochen auffällig ist, hat einen besonderen Grund: Der Planet erreicht nämlich in der kommenden Nacht seine Oppositionsstellung zur Sonne. Für Freunde von Planetenbeobachtungen sind die Tage rund um die Opposition eines Planeten immer eine ganz besondere Zeit: Bei einer Opposition liegen Sonne, Erde und Planet nämlich praktisch auf einer Linie. Der Planet erscheint damit am hellsten und ist die gesamte Nacht über am Himmel zu beobachten.

Zum ungefähr gleichen Zeitpunkt erreicht der Planet auch den geringsten Abstand von der Erde. Wegen der elliptischen Umlaufbahnen der Planeten fällt dieser nicht exakt mit der Oppositionsstellung zusammen. In der Praxis macht dies aber kaum etwas aus. Im konkreten Fall hatte Jupiter am gestrigen Donnerstagabend seinen geringsten Abstand von der Erde. Der Gasriese war dabei 594 Millionen Kilometer von uns entfernt.

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Das ist etwas weiter als zur Opposition im vergangenen Jahr, als Jupiter einen minimalen Abstand von 591 Millionen Kilometer hatte. Wegen der elliptischen Umlaufbahnen von Jupiter und Erde unterscheidet sich der Abstand zwischen beiden Planeten von Opposition zu Opposition. Einen ähnlich geringen Abstand wie 2010 wird es erst wieder 2022 geben.

Jupiter hat derzeit eine Helligkeit von -2,9 Magnituden und befindet sich im Sternbild Widder. Er zieht im Laufe der Nacht seine Bahn von Ost nach West und ist gegen Mitternacht (MEZ) im Süden zu sehen. Wer über ein kleines Teleskop verfügt - und es reichen schon einfache Kaufhausteleskope - kann bereits einige Details des Jupitersystems erkennen. So sind die Wolkenbänder des Gasriesen genauso auszumachen wie die vier größten Jupitermonde, letztere sogar mit einem Fernglas. Hier lässt sich auch verfolgen, wie sich ihre Position in Bezug auf den Planeten verändert. Und wer Glück hat, kann sogar den Großen Roten Fleck erkennen, einen gewaltigen Sturm von doppelter Erdgröße.

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siehe auch
Der Sternenhimmel im Oktober 2011: Jupiter in Opposition und zwei Sternhaufen
Sternenhimmel - Sternkarten
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