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HUBBLE
Neuer Blick auf Spiralgalaxie NGC 2841
von Stefan Deiters
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17. Februar 2011

ESA und NASA haben jetzt ein neues Bild der Spiralgalaxie NGC 2841 veröffentlicht. Es wurde mit der Wide Field Camera 3, dem neusten Instrument an Bord des Weltraumteleskops Hubble gemacht. In NGC 2841 entstehen gegenwärtig deutlich weniger Sterne als in anderen Spiralgalaxien. Mit den Hubble-Beobachtungen wollten die Astronomen herausfinden, warum das so ist.

NGC 2841

Das heute veröffentlichte Bild von NGC 2841. Bild: NASA, ESA und das Hubble Heritage (STScI/AURA)-ESA/Hubble Collaboration   [Großansicht]

Die Entstehung von Sternen ist einer der wichtigsten Prozesse im Universum. Sternentstehungsgebiete prägen das Aussehen und die Entwicklung von Galaxien und es sind auch die gerade neu geborenen Sterne, um die sich Planetensysteme bilden. Trotzdem weiß man noch relativ wenig über die genauen Vorgänge bei der Entstehung von Sternen: Welchen Einfluss etwa hat die Dichte und die Zusammensetzung des Gases und wodurch wird die Entstehung von Sternen eigentlich angeregt?

Diese Frage stellt sich besonders bei einem bestimmten Typ von Spiralgalaxien, der im Gegensatz zu den eindrucksvollen "Grand Design"-Spiralgalaxien, nur über wenig ausgeprägte Spiralarme verfügt. Ein Beispiel für eine solche Galaxie ist NGC 2841 mit ihren vergleichsweise kurzen Spiralarmen. Die Galaxie ist rund 46 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und liegt im Sternbild Großer Bär.

Mit seiner Wide Field Camera 3 hat das Weltraumteleskop Hubble nun NGC 2841 ins Visier genommen. Die Beobachtungen waren Teil eines Programms, in dessen Rahmen nahegelegene, aber ganz unterschiedliche Sternentstehungsgebiete beobachtet wurden. Unter den Objekten befanden sich sogenannte Starburst-Galaxien mit einer sehr hohen Sternentstehungsrate wie Messier 82 und eben auch Galaxien wie NGC 2841, in denen die Sternentstehung sehr viel gemächlicher abläuft.

Die Wide Field Camera 3 wurde im Mai 2009 auf Hubble installiert und hat die Wield Field and Planetary Camera 2 ersetzt. Mit der Kamera lässt sich sowohl die ultraviolette Strahlung von neugeborenen Sternen (auf dem Bild als blaue klumpenförmige Bereiche zu sehen) als auch Infrarotstrahlung entdecken, mit deren Hilfe man durch den Staub blicken kann, der ansonsten die Sicht behindert.

In der Scheibe von NGC 2841 lassen sich zwar zahlreiche heiße junge Sterne erkennen, es gibt allerdings nur ganz wenige Stellen, an denen tatsächlich gerade Sternentstehung abläuft und Wasserstoffgas zu neuen Sonnen kollabiert. Die Astronomen vermuten daher, dass die jungen hellen Sternen die Sternentstehungsgebiete, in denen sie einmal entstanden sind, durch ihre intensive Strahlung zerstört haben.

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siehe auch
WFPC2: Abschied von Hubbles Super-Kamera - 11. Mai 2009
Links im WWW
Pressemitteilung mit Bildmaterial vom HEIC
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