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DLR
Zahlreiche Raumfahrtaktivitäten auch 2011
Redaktion / Pressemitteilung des DLR
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26. Januar 2011

Die für das Jahr 2011 geplanten Missionen und Projekte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigen den hohen Stellenwert der Forschung in Deutschland auf den Gebieten der Luft- und Raumfahrt, der Energie, des Verkehrs und der Sicherheit. Dies unterstrich der DLR-Vorstandsvorsitzender Wörner heute auf der Neujahrspressekonferenz des DLR in Berlin, auf der die Höhepunkte für 2011 vorgestellt wurden.

ISS

Seit 10 Jahren gehören deutsche Forscher zu den intensivsten Nutzern der ISS. 2011 soll das Alpha-Magnet-Spektrometer zur Raumstation gebracht werden. Foto: NASA

Der weltweit erste Einsatz von alternativen Treibstoffen im Linienbetrieb einer Luftverkehrsgesellschaft findet ebenso unter maßgeblicher Beteiligung des DLR statt wie die Forschung auf der Internationalen Raumstation ISS. Bei dieser können deutsche Wissenschaftler auf zehn Jahre erfolgreiche Nutzung zurückblicken. Der interdisziplinäre Forschungsansatz des DLR spiegelt sich, so heißt es in einer Pressemitteilung, auch in den Arbeiten zur Elektromobilität wider, bei dem Wissenschaftler aus dem Verkehrsbereich mit Energieforschern zusammenarbeiten. Gleiches zeigt sich bei den für dieses Jahr geplanten Forschungseinsätzen von HALO, dem Atmosphären-Forschungsflugzeug des DLR, die einem der Hauptziele des DLR untergeordnet sind, dem Erhalt der Umwelt.

"Evolutionäre Technologie-Entwicklung benötigt Kontinuität, revolutionäre Technologie-Entwicklung braucht Freiraum. Dieser Devise folgend forschen die 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DLR entsprechend der gesellschaftlichen Problem- und Aufgabenstellungen", unterstrich Prof. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR anlässlich der Neujahrspressekonferenz des DLR heute in Berlin. "Im Jahr 2011 wird es darauf ankommen, dass das DLR mit dazu beiträgt, die Weichen für die Zukunft des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Deutschland zu stellen. Dazu gehört neben der aktuellen Forschungsarbeit unter anderem die Mitgestaltung des deutschen Raumfahrtprogramms und die Lieferung entscheidender Beiträge für eine deutsche Luftfahrtstrategie", so Wörner weiter.

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Im Jahr 2011 beginnen für die Raumfahrtforschung und -entwicklung des DLR wie auch für das DLR-Raumfahrtmanagement wichtige Missionen. 2011 endet mit den letzten Shuttleflügen aber auch ein wichtiges Kapitel der Raumfahrtgeschichte. Auf einer der letzten Missionen, STS-134, wird das mit einem großen deutschen Anteil entwickelte Alpha-Magnet-Spektrometer (AMS) zur Internationalen Raumstation transportiert. Genau dort sind deutsche Forscher "heimisch" geworden. Seit zehn Jahren gehören sie zu den intensivsten Nutzern. Auch für die nächsten Jahre ist die ISS für die Forschung in der Schwerelosigkeit unverzichtbar. Für 2011 ist auf europäischer Ebene die endgültige Entscheidung zur Verlängerung des Nutzungszeitraums bis 2020 geplant.

Die Crew der MARS500-Mission, die in den Moskauer Laboren des Instituts für Biomedizinische Probleme (IBMP) einen Flug zu unserem Nachbarplaneten Mars simuliert, "kommt" im Februar 2011 am Roten Planeten an. Mit dem Abschluss der ersten Phase des Isolationsexperimentes werden deutsche Forscher wichtige Ergebnisse unter anderem zur Regulierung des Salzhaushaltes und dessen Zusammenhang mit dem Bluthochdruck im menschlichen Körper vorstellen. Damit findet die seit Jahren durch das DLR-Raumfahrtmanagement geförderte Forschung auf der russischen Mir-Station (bis 2000) und der ISS (seit 2001) eine erfolgreiche Bestätigung.

Mit der Übernahme der schwedischen Satelliten-Mission PRISMA arbeitet das DLR auch im Jahr 2011 intensiv an Rendezvous- und Docking-Technologien weiter. Ziel ist es, in robotischen Missionen Weltraumschrott zu beseitigen und so den unkontrollierten Wiedereintritt in die Atmosphäre zu verhindern. Die vom DLR-Raumfahrtmanagement geförderten und geführten Missionen und Projekte werden 2011 entscheidende Projektphasen ihrer Realisierung absolvieren, so zum Beispiel MERLIN, der deutsch-französische Klimasatellit, DEOS, eine Mission zur Technologie-Erprobung für die unbemannte Wartung und die kontrollierte Entsorgung defekter Satelliten, und "Heinrich Hertz", ein Kommunikationssatellitenprojekt, mit dem Deutschland sowohl auf dem Gebiet des Satellitenbusses als auch der Nutzlast nationale Kompetenzen demonstrieren will. Zudem sollen die bereits für das letzte Jahr geplanten Missionen des deutschen Technologieerprobungsträgers TET, des Wiedereintrittsexperimentes SHEFEX und die Forschungskapsel EXPERT im Jahr 2011 starten.

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