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AKATSUKI
Einschwenken in Venusorbit fehlgeschlagen
von Stefan Deiters
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8. Dezember 2010

Die im Mai gestartete japanische Venussonde Akatsuki hat in der Nacht auf Dienstag die Venus erreicht. Ein geplantes Manöver zum Einschwenken in einen Orbit ist aber offenbar fehlgeschlagen. Nach Angaben der japanischen Raumfahrtagentur JAXA soll nun geprüft werden, ob die Sonde in sechs Jahren eine Umlaufbahn um unseren Nachbarplaneten erreichen kann. 

Akatsuki

Auf dem Weg zur Venus: die japanische Sonde Akatsuki. Bild: JAXA / Akihiro Ikeshita

Die Venussonde Akatsuki, die auch unter dem Namen Planet-C oder Venus Climate Orbiter bekannt ist, war im Mai 2010 mit einer Trägerrakete vom Typ H-IIA vom Tanegashima Space Center in Japan aus gestartet worden. Geplant war, dass die Sonde nach Einschwenken in einen Orbit um die Venus die Atmosphäre unseres Nachbarplaneten detailliert untersucht. Akatsuki sollte als erster Satellit das Wettergeschehen auf der Venus verfolgen und beispielsweise die Bewegungen in der Atmosphäre des Planeten sowie die Entstehung von Wolken untersuchen. Beim Start ging man von einer Missionsdauer von insgesamt 4,5 Jahren aus.

Die Sonde hatte in der Nacht auf Dienstag die Venus erreicht und sollte durch ein 12-minütiges Zünden des Triebwerks so weit abgebremst werden, dass sie in einen Orbit um den Planeten gerät. Drei weitere Bremsmanöver waren in den folgenden Tagen geplant, um so die endgültige Umlaufbahn um die Venus zu erreichen. Offenbar zündete das Triebwerk wie vorgesehen und die Sonde verschwand anschließend - wie erwartet - im Kommunikationsschatten des Planeten. Diese Phase hätte 22 Minuten dauern sollen. Es gelang allerdings erst deutlich später, wieder ein Signal der Sonde aufzufangen.

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Inzwischen hat die JAXA auf ihrer Webseite eingeräumt, dass das Manöver zum Einschwenken in den Venusorbit fehlgeschlagen ist. Mögliche Ursachen nannte die japanische Weltraumagentur nicht, eine Kommission soll die näheren Umstände des missglückten Manövers untersuchen. Es würde, so die JAXA, außerdem geprüft, ob ein Einschwenken in einen Venusorbit eventuell bei der nächsten Gelegenheit in sechs Jahren gelingen könnte. Dann wird sich die Sonde Akatsuki auf ihrer Bahn erneut dem Planeten nähern. 

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siehe auch
Akatsuki: Japanische Venussonde gestartet - 21. Mai 2010
Akatsuki: Japanische Venussonde heißt Morgendämmerung - 29. Oktober 2009
Links im WWW
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