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Agenturchefs wollen Betrieb bis mindestens 2020
Redaktion / Pressemitteilung der ESA 
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12. März 2010

Auf einem Treffen in Tokio haben sich die Leiter der an der Internationalen Raumstation ISS beteiligten Raumfahrtagenturen gestern für einen Betrieb der Station bis mindestens 2020 ausgesprochen. Sie wollen sich bei ihren Regierungen dafür einsetzen, dass noch in diesem Jahr eine entsprechende Entscheidung fällt.

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Kurz vor der Fertigstellung: die Internationale Raumstation im Februar 2010. Foto: NASA

Die Leiter der an der Internationalen Raumstation ISS beteiligten Raumfahrtagenturen Kanadas, Europas, Japans, Russlands und der Vereinigten Staaten sind gestern in Tokio zusammengekommen, um über ihre zukünftige Zusammenarbeit bei der ISS zu beraten. Die ISS steht kurz vor der Fertigstellung und umfasst inzwischen eine ständige Bordmannschaft von sechs Astronauten.

Die Agenturchefs unterstrichen in einer gemeinsamen Erklärung die außergewöhnlichen Chancen, die die Raumstation für die Forschung unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit eröffnet. Diese würde nicht nur den Menschen auf der Erde Nutzen bringen, sondern auch künftige Explorationstätigkeiten über die erdnahe Umlaufbahn hinaus vorbereiten.

Bedeutsam sei aber auch allein schon der Betrieb und die Organisation dieser weltgrößten internationalen Weltraumstruktur. Die ISS würde so zu einem Prüfstand für stärker integrierte internationale Betriebs- und Forschungstätigkeiten, der den Weg für eine erweiterte Zusammenarbeit bei künftigen internationalen Missionen ebnet.

Die Leiter der Raumfahrtagenturen bekräftigten erneut die Bedeutung der uneingeschränkten Nutzung des Forschungs-, Technologie- und Bildungspotenzials der ISS. Sie erklärten, dass es keine erkennbaren technischen Zwänge gebe, die eine Fortsetzung des ISS-Betriebs über den bisherigen Planungshorizont 2015 hinaus bis mindestens 2020 entgegenstehen würden. Gegenwärtig würden die Partner sogar schon an der Zertifizierung der Weltraumkomponenten bis zum Planungshorizont 2028 arbeiten.

Hervorgehoben wurde noch einmal das gemeinsames starke Interesse an einer Fortsetzung von Betrieb und Nutzung der ISS, solange die Vorteile des Raumstationsbetriebs offensichtlich sind. Auch in den jüngsten Haushaltsplanungen der US-Regierung seien Mittel vorgesehen, die die weitere Unterstützung des ISS-Betriebs bis mindestens 2020 erlauben würde. Die Leiter betonten ihre Absicht, sich bei ihren Regierungen dafür einzusetzen, dass noch in diesem Jahr ein Konsens hinsichtlich der Fortsetzung des ISS-Betriebs bis zum kommenden Jahrzehnt erreicht wird.

Mit Blick in die Zukunft erörterten die Leiter der Raumfahrtagenturen die Notwendigkeit, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln eine erhöhte Effizienz in der Nutzung und im Betrieb der ISS zu erzielen. Dies gelte auch für den Transport von Mannschaftsmitgliedern und Fracht ins All.

URL des Artikels: http://www.astronews.com/news/artikel/2010/03/1003-016.shtml

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