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MARS EXPLORATION ROVER
Weiter Rätselraten um Spirits Räder
Bei einem erneuten Fahrversuch in der vergangenen Woche hat sich das seit März 2006 nicht verwendete Rad des Marsrover Spirits eine Zeitlang einwandfrei gedreht, das rechte Hinterrad allerdings blieb blockiert. Insgesamt bewegte sich Spirit bei dem Manöver aber nur im Millimeterbereich.
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Diese kurze Animation aus drei Bildern zeigt die Bewegung des rechten Vorderrades (rechts im Bild), das seit März 2006 nicht mehr bewegt wurde. |
Bei einem Mitte der vergangenen Woche durchgeführten Fahrversuch mit dem im Sand festsitzenden Marsrovers Spirit, hat sich offenbar auch ein Rad bewegt, das seit März 2006 als nicht mehr funktionsfähig galt. Ein seit rund drei Wochen blockiertes Rad allerdings rührte sich nicht. Alle anderen vier Räder des Rovers bewegten sich wie vorgesehen.
Insgesamt sollte Spirit bei diesem Fahrmanöver seine Räder so lange drehen, wie es unter normalen Bedingungen für ein Fortkommen von zehn Metern notwendig gewesen wäre. Insgesamt bewegte sich Spirit aber dabei lediglich zwei Millimeter nach vorne und vier Millimeter nach unten.
Der Fahrversuch ist Teil der Manöver, die zur Befreiung des seit dem 23. April 2009 im Sand feststeckenden Rovers durchgeführt werden. Die Anfang November begonnene Aktion wurde durch ein unerwartetes Blockieren des rechten Hinterrades zusätzlich erschwert. Dafür schien sich plötzlich das rechte Vorderrad wieder bewegen zu lassen, das seit März 2006 als funktionsuntüchtig galt.
Die Bewegung des rechten Vorderrades war für das Team am Jet Propulsion Laboratory eine Überraschung, obwohl - wie berichtet - erste Tests schon darauf hingedeutet hatten, dass sich das Rad wieder bewegen könnte. Das rechte Vorderrad bewegte sich insgesamt für 3,5 Minuten - es funktionierte einwandfrei während der ersten drei Teile des Fahrmanövers, stoppte aber zu Beginn des vierten und letzten Segments. Deswegen können die Ingenieure nicht sagen, ob das rechte Vorderrad auch weiter funktionieren wird.
Das Fahrmanöver war eigentlich schon einen Tag eher geplant, doch hatte das Team bemerkt, dass es elektrische Spannungen zwischen verschiedenen Rover-Bauteilen gibt, die eigentlich nicht vorhanden sein sollten. Eventuell könnte dies einen Hinweis darauf liefern, warum das rechte Hinterrad plötzlich den Dienst versagt hat. Die Spannung scheint sich immer dann zu erhöhen, wenn die Motoren zum Antrieb der Räder aktiviert werden.
Das Team will nun weitere elektrische Test an den drei rechten Rädern durchführen und anschließend wieder einen Fahrversuch in vier Etappen unternehmen. Dabei soll das rechte Vorderrad nicht verwendet werden. Es ist aber geplant es nach jeder Etappe kurz zu bewegen, um dadurch herauszufinden, ob es sich noch bewegen lässt und eventuell auch bei den Manövern zur Befreiung des Rovers eingesetzt werden kann.
URL des Artikels: http://www.astronews.com/news/artikel/2009/12/0912-030.shtml
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