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ESA
Standort für Galileo-Bodenstation eingeweiht
Das europäische Satellitennavigationssystem Galileo nimmt auch am Boden immer konkretere Formen an: Am Donnerstag wurde auf dem Gelände des europäischen Raumfahrtzentrums Guayana der Standort für eine Bodenstation für Galileo eingeweiht. Er wird beim späteren Betrieb der Satelliten eine besondere Rolle spielen.
![]() Die Galileo-Bodenstation in Kourou auf dem Gelände des Raumfahrtzentrums wird einmal eine wichtige Rolle im Galileo-Verbund spielen. |
Auf dem Gelände des europäischen Raumfahrtzentrums Guayana ist am 19. November 2009 der Standort für eine Bodenstation des globalen europäischen Satellitennavigationssystems Galileo eingeweiht worden. Diesem Standort, der von der französischen Raumfahrtagentur CNES zur Verfügung gestellt wurde, wird im Hinblick auf die Errichtung des Galileo-Systems eine herausragende Rolle zukommen, da hier die Station mit der breitesten Funktionspalette des Galileo-Bodensegments errichtet wird.
Die Bodenstation Kourou wird nämlich sowohl eine Station zur Telemetrie und Fernsteuerung (TTC) für die Bahnverfolgung und die Steuerung der Satelliten der Galileo-Konstellation, eine Galileo-Sensorstation (GSS) zum Empfang der Navigationssignale der Satelliten als auch zwei Aufwärtsstationen (ULS) zum Senden von Navigations- und Integritätssignalen an die Satelliten umfassen.
Insgesamt wird das für die Phase der orbitalen Validierung (IOV-Phase) zu errichtende Galileo-Bodensegment aus 18 Galileo-Sensorstationen, 5 Aufwärtsstationen, 2 TTC-Stationen und 2 Galileo-Kontrollzentren (GCC) bestehen. Letztere werden im italienischen Fucino und im bayerischen Oberpfaffenhofen eingerichtet. Die von den Sensorstationen empfangenen Daten werden unablässig an die Galileo-Kontrollzentren weitergegeben, wo sie über die Missionskontrolle verarbeitet werden, um die Navigations- und Integritätssignale zu erstellen, die anschließend über die Aufwärtsstationen wieder an die Satelliten gefunkt werden.
Die Fähigkeit von Galileo, seine Nutzer direkt über das Integritätsniveau seiner Signale zu unterrichten, stellt im Vergleich zu den anderen Satellitennavigationssystemen einen großen Schritt nach vorn dar. Die Einweihung des Standorts Kourou ist eine wichtige Etappe innerhalb der IOV-Phase des Galileo-Programms, das von der europäischen Weltraumorganisation ESA gemeinsam mit der Europäischen Kommission entwickelt wird. Die ersten Satelliten für die Galileo-Konstellation sollen Ende 2010 an Bord eines Sojus-Trägers vom Guayana aus gestartet werden.
Die Galileo-Bodenstation Kourou wird im Laufe der vollständigen Errichtung des Systems, das in seiner endgültigen Konstellation 30 Satelliten umfassen wird, um zwei Aufwärtsantennen und zwei zusätzliche, redundante Sensorstationsketten erweitert, womit die Station ihre abschließende Konfiguration erreicht haben wird. Für die Sicherheit des Standorts und die Instandhaltung der Infrastruktur während der Betriebsphase wird die französische Weltraumagentur CNES zuständig sein.
URL des Artikels: http://www.astronews.com/news/artikel/2009/11/0911-029.shtml
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