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Die Mission der Lunar Crater Observation and Sensing Spacecraft (LCROSS) ist am Freitag zu Ende gegangen: Die Oberstufe einer Centaur-Rakete schlug wie geplant um 13.31 Uhr MESZ in den Krater Cabeus in der Nähe des Mondsüdpols ein. Auf einer Pressekonferenz am Nachmittag sprach die NASA von einem vollen Erfolg. Alle Instrumente hätten Daten geliefert. Eine Staubwolke allerdings war auf den ersten Bilder nicht zu erkennen.
Auf einer Pressekonferenz um 16 Uhr MESZ präsentierten einige Mitglieder des Teams der Lunar Crater Observation and Sensing Spacecraft (LCROSS) erste Ergebnisse des Einschlags. Die Oberstufe der Centaur-Rakete war wie geplant um 13.31 Uhr MESZ in den Mondkrater Cabeus eingeschlagen. Beobachtet wurde dies von der Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter, vom Weltraumteleskop Hubble, von zahlreichen Teleskopen auf der Erde und natürlich von einer kleinen Begleitsonde, die um 13.36 Uhr MESZ selbst auf den Mond stürzte. "Die Instrumente an Bord von LCROSS haben ausgezeichnet gearbeitet", sagte Anthony Colaprete, der verantwortliche Wissenschaftler für LCROSS am Ames Research Center der NASA. "Sie habe jede Menge an Daten geliefert, die unser Wissen über unseren nächsten Nachbarn erheblich erweitern werden. Wir freuen uns nun auf eine gründliche Auswertung der Daten." Die Centaur-Oberstufe war mit einer Geschwindigkeit von etwa 2,4 Kilometern pro Sekunde in den Cabeus-Krater gestürzt. In den Daten, so Colaprete, hätte man einen Blitz beim Einschlag sehen können und auch der entstandene Krater sei anschließend erkennbar gewesen. Man hätte nun alle Daten zur Verfügung, um die Fragen zu beantworten, die man mit dieser Mission auch beantworten wollte. Eine gewisse Enttäuschung machte sich jedoch bei den anwesenden Pressevertretern breit, die zumindest ein Foto mit einer durch den Einschlag entstandenen Staubwolke erwartet hatten. Eine solche Wolke ist aber auf dem bis zur Pressekonferenz verfügbaren Bildmaterial nicht zu sehen gewesen. Daten von Hubble und dem Lunar Reconnaissance Orbiter lagen zu dieser Zeit allerdings noch nicht vor. Hubble wird auch hauptsächlich spektrografische Daten liefern. Ob es eine Staubwolke gab oder nicht, müssen nun weitere Untersuchungen zeigen. Besondere Hoffnungen richten sich dabei auf die zahlreichen Spektren, die während des Einschlags von Sonden und auch vom Boden aus aufgenommen wurden. Auch eine Antwort auf die Frage, ob es denn nun Wassereis an der Einschlagstelle gegeben hat, konnte das Team noch nicht geben. Dies müsste erst, so Colaprete, eine gründliche Auswertungen der Daten zeigen, die aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Beobachtungen wurde von allen Teleskopen gemacht, die in der LCROSS-Beobachtungskampagne zusammengeschlossen waren. Auch diese Daten müssen in den nächsten Stunden und Tagen erst einmal gesichtet oder - im Falle von Satelliten - sogar erst noch zur Erde überspielt werden. So wird sich vermutlich erst in den kommenden Tagen zeigen, wie erfolgreich die LCROSS-Mission wirklich war. Dass man kein Bild einer Staubwolke auf der ersten Pressekonferenz zeigen konnte, dürfte für die LCROSS-Wissenschaftler, die in den vergangenen 36 Stunden ununterbrochen gearbeitet hatten, zu verschmerzen gewesen sein. Die PR-Abteilung der NASA hätte sich die kritischen Fragen nach der Staubwolke, die ja in früheren Presseveröffentlichung der Weltraumbehörde immer wieder thematisiert wurde, aber sicherlich gerne erspart.
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