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KEPLER
Suche nach der zweiten Erde hat begonnen
Die NASA-Sonde Kepler hat mit der Suche nach extrasolaren Planeten begonnen. Das am 6. März gestartete Instrument soll in den kommenden dreieinhalb Jahren mehr als 100.000 Sterne nach Hinweisen auf umlaufende Planeten absuchen. Dabei ist Kepler in der Lage auch Planeten von Erdgröße aufzuspüren, die sich in einem Abstand von ihrer Sonne befinden, der die Existenz von flüssigem Wasser möglich macht.
![]() Kepler hat mit der Suche nach Planeten um andere Sonnen begonnen. |
"Jetzt geht der Spaß los", meint William Borucki vom Ames Research Center der NASA und verantwortlicher Wissenschaftler der Kepler-Mission. "Wir freuen uns wirklich darauf, jetzt endlich mit der Suche nach Planeten in den Daten beginnen zu können."
In den vergangenen zwei Monaten seit dem Start der Kepler-Mission am 6. März haben Wissenschaftler und Ingenieure die Sonde überprüft und kalibriert (astronews.com berichtete). Dazu wurden Beobachtungen gemacht, um die Qualität der Aufnahmen zu bestimmen und das Grundrauschen der Elektronik zu messen. Mit dem Hochladen der Liste mit potentiellen Kandidaten für die Planetensuche, kann die Jagd nach der zweiten Erden nun beginnen.
"Wenn Kepler bei einem Wettbewerb teilnehmen würde, wer am längsten ohne zu Blinzeln schauen kann, würde Kepler gewinnen", meint James Fanson, Kepler-Projektmanager am Jet Propulsion Laboratory der NASA. "Die Sonde ist bereit für mehrere Jahre intensiv einen Stern anzustarren und damit auch die kleinste Veränderung in seiner Helligkeit zu registrieren, die von einem umlaufenden Planeten verursacht wird."
Kepler sucht nämlich nach Planeten mit Hilfe der Transitmethode: Läuft ein Planet von der Erde aus betrachtet genau vor seiner Sonne vorüber, verdunkelt er diese für kurze Zeit ein wenig und zwar in regelmäßigen Abständen. Kepler ist dafür ausgelegt, auch noch äußerst kleine Helligkeitsschwankungen zu registrieren und kann auf diese Weise sogar Planeten von Erdgröße entdecken. Je weiter ein Planet allerdings von seiner Sonne entfernt ist, desto länger benötigt er für einen Umlauf und je länger muss Kepler auch beobachten, bevor eine Verdunklung registriert werden kann.
Die ersten Planeten, die Kepler vermutlich entdecken wird, sind daher Gasriesen, die in geringem Abstand um ihre Sonne kreisen. Hier halten die beteiligten Wissenschaftler schon erste Ergebnisse Anfang des kommenden Jahres für möglich. Bis man aber um einen sonnenähnlichen Stern einen erdgroßen Planeten in der sogenannten habitablen Zone entdeckt und bestätigt hat, dürften rund drei Jahre vergehen. Eine habitable Zone um einen Stern ist der Bereich, in dem flüssiges Wasser auf der Oberfläche eines Planeten möglich ist.
URL des Artikels: http://www.astronews.com/news/artikel/2009/05/0905-017.shtml
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