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MARS EXPLORATION ROVER
Spirit steckt im Marssand fest
Seit drei Wochen kam es beim Marsrover Spirit zu keinen Computer- oder Speicherproblemen mehr, doch das Roverteam am Jet Propulsion Laboratory der NASA ist trotzdem äußerst besorgt: Bei Fahrversuchen auf sandigem Untergrund haben sich die Räder von Spirit immer weiter in den Marsboden gegraben. Der Rover droht an seiner jetzigen Position steckenzubleiben.
![]() Lagebild vom 6. Mai 2009. Vor weiteren Fahrversuchen soll die Situation jetzt erst einmal gründlich analysiert werden. Im Vergleich zu einem früheren Bild (siehe: Bild des Tages - 5. Mai 2009: Spirit rutscht) hat sich der Rover gerade einmal 36 Zentimeter bewegt. |
"Spirit ist in einer sehr schwierigen Situation", meint Rover-Projektmanager John Callas vom Jet Propulsion Laboratory der NASA. "Wir gehen systematisch und sehr vorsichtig vor. Es könnte Wochen dauern, bis wir mit Spirit einen weiteren Fahrversuch unternehmen. Derweil benutzen wir die wissenschaftlichen Instrumente an Bord von Spirit, um mehr über die Beschaffenheit des Untergrunds zu erfahren, der uns so große Probleme bereitet."
Spirit versucht derzeit gerade entgegen dem Uhrzeigersinn um eine Ebene herumzufahren, die das Team "Home Plate" getauft hat. Bislang hat der Rover dabei 122 Meter zurückgelegt. Der eingeschlagene Weg ist schon eine Alternativroute, nachdem man die ursprünglich geplante Strecke als zu gefährlich eingestuft hatte.
In den vergangenen zwei Wochen haben sich die Räder des Marsrovers aber schon bis zur Hälfte in den Marsboden eingegraben. Das Team befürchtet nun, dass der Rover dadurch so tief einsinken kann, dass der Unterboden des Gefährts in Kontakt mit unter ihm liegendem Gestein kommt. Dies würde die Bemühungen, sich aus der Situation zu befreien, weiter erschweren.
Spirit, genau wie sein Zwilling Opportunity, sind schon seit mehr als fünf Jahren auf dem Mars unterwegs - obwohl sie nur für eine 90-tägige Mission konstruiert waren. Beide Rover zeigen daher Alterserscheinungen. So ist bei Spirit schon seit rund drei Jahren das rechte Vorderrad blockiert, was die jetzige Situation zusätzlich erschwert. Es stehen deswegen nämlich nur fünf angetriebene Räder zur Verfügung, um den Rover wieder freizubekommen.
Glücklicherweise hat innerhalb des vergangenen Monats der Wind drei Mal Staub von den Solarzellen des Rovers geblasen, so dass Spirit inzwischen wieder deutlich mehr Energie erzeugen kann. "Diese verbesserte Energieversorgung gibt uns ein wenig mehr Zeit", so Callas. "Diese Zeit werden wir nutzen, um die nächsten Schritte sehr sorgfältig zu planen. Wir wissen nämlich, dass jederzeit wieder ein Staubsturm beginnen kann, obwohl der Himmel zur Zeit klar ist."
Die anderen Probleme die Spirit, wie berichtet, in letzter Zeit hatte, sind in den vergangenen drei Wochen nicht wieder aufgetreten. Anfang April war es zu Computerneustarts, Speicher- und Kommunikationsproblemen gekommen. Allerdings ist den Technikern am Jet Propulsion Laboratory immer noch nicht klar, was die Ursache für die Ausfälle war.
URL des Artikels: http://www.astronews.com/news/artikel/2009/05/0905-013.shtml
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