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MARS EXPLORATION ROVER
Spirit hat auch Speicherprobleme
Drei Tage lange funktionierte der Marsrover Spirit in der vergangenen Woche vollkommen ohne Probleme, dann verlor der Rover am Freitag plötzlich vorübergehend sein Gedächtnis und startete am Sonnabend wieder seinen Computer neu. Solche Reboots hatten schon am Osterwochenende bei der NASA für Beunruhigung gesorgt. Nach der Ursache wird weiter gefahndet.
![]() Computer- und Speicherprobleme beim Marsrover Spirit beschäftigen derzeit die Experten der NASA. |
Die Ingenieure des Roverteams untersuchen weiter die Reboots und auch den temporären "Gedächtnisverlust" von Spirit, der mit dem Computerproblem nicht unbedingt zusammenhängen muss. Beim Schreiben von Informationen in den sogenannten Flash-Speicher war es mehrfach zu Fehlern gekommen. Im Flash-Speicher bleiben Informationen auch dann erhalten, wenn kein Strom zur Verfügung steht. Solche Speicherfehler waren insgesamt drei Mal in den vergangenen zehn Tagen aufgetreten und auch bereits einmal am 25. Januar. Ob ein Zusammenhang mit den Computerneustarts bestehen könnte, ist noch ungewiss.
Durch den letzten Reboot wurde Spirit wieder in einen autonomen Betriebsmodus versetzt, in dem der Rover selbst auf sein "Wohlergehen" achtet. Am Sonntag gab es keinerlei Probleme in diesem Modus. Das Team arbeitete dann Pläne aus, um vorsichtig wieder die Kontrolle über Spirit übernehmen und mit den diagnostischen Test fortfahren zu können.
"Wir gehen sehr behutsam vor, sind aber guten Mutes, weil Spirit von der Umgebungstemperatur und der Energieversorgung her stabil ist und auf alle Kommunikationsversuche von der Erde seit mehr als einer Woche reagiert hat", beurteilt Sharon Laubach vom Jet Propulsion Laboratory die Situation. Laubach ist für die Ausarbeitung und Überprüfung der Kommandos zuständig, die täglich zu Spirit geschickt werden.
In der vergangenen Woche hatte Spirit ohne Probleme eine Antenne und auch den Kameramast bewegt. Mit diesen Tests wollten die Techniker ausschließen, dass mechanische Probleme dieser Komponenten eventuell für die Computerneustarts verantwortlich sein könnten. Das Team hat eine Reihe von Möglichkeiten, mit nach über fünfjähriger Missionsdauer zu erwartenden Alterserscheinungen umzugehen. Wenn sich die Funktionsfähigkeit des Rovers nicht vollständig wieder herstellen lassen sollte, wird man nach Wegen suchen, die noch verbleibenden Möglichkeiten des Rovers optimal zu nutzen.
"Wenn wir etwas feststellen sollten, dass wir den Flash-Speicher nicht mehr zuverlässig einsetzen können, können wir den Betrieb von Spirit darauf ausrichten, dass wir lediglich den RAM-Speicher verwenden", erklärt Laubach. Spirit verfügt über insgesamt 128 Megabyte an RAM-Speicher. Hier bleiben die Daten so lange erhalten, bis Spirit in einen Schlafmodus versetzt wird.
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